Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Schwangerschaftsabbruch - eine kleine Unsicherheit besteht noch -

Letzte Nachricht: 12. Mai um 9:45
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limoneneis2023
11.05.22 um 21:09

Hallo. Ich bin schwanger. 5 Ssw mit Baby Nr 4. Die letzte Schwangerschaft war sehr nervenaufreibend. Diabetes - Baby wurde nicht richtig versorgt und und und . Mein Frauenarzt empfahl mir keine Schwangerschaft mehr. Die Ärzte im Kh sagten nix diesbezüglich.Ich hatte alle Kinder per Kaiserschnitt entbunden. Keine Wunschkaiserschnitte. Der letzte Kaiserschnitt war vor 18 Monaten.

Ich bin unterhalb der Woche mit den Kids alleine. Mein Mann arbeitet viel und kommt spät abends, wenn alle schlafen , nach Hause. Ich arbeite selbst auch halbtags. Ich bin eigentlich k.o. von der Kindererziehung. Es ist wirklich hart und schwer. Aber ich liebe meine Familie überalles und gebe mein Bestes. Wir haben Schulden. Aufgrund eines dringenden Umzugs und eine Autofinanzierung. Die größte Teil der Summe wird in 4 Jahrem abbezahlt werden. Solange sind wir nicht arm , aber ich überlege zwei mal vor einer neuen Anschaffung.
Mit einem 4 Kind sähe dies ganz anders aus. Unsere große Wohnung, wäre dann wieder zu klein. Unser neues Auto würde nicht mehr passen. Meine Nerven, die sehr dünn sind, würden reißen. Ich kann leider, leider 4 Kindern nicht gerecht werden.Ich kann und mag kein Baby mehr haben. Ich mag nicht mehr stillen, alle 1 bis 2 Stunden nachts aufstehen, die Schnerzen nach dem Ks. Mein Körper ist eine reine Baustelle. Es passt einfach nicht.  Trotzdem sehe ich Muttis mit Kiwa und habe mich mit unserem Baby vor Auge. Es würden zu viele neue Probleme aufkommen. Mein Kopf scheint dies schon realisiert zu haben, den ich fühle mich meiner neuen Schwangerschaft ( ich weiß seit 5 Tagen davon ) nicht nah. Dennoch ist es mein Kind , was ich sterben lasse. Sterben lassen, weil ich bzw wir es nicht schaffen die Probleme zu lösen. Aber ich weiß keinen Ausweg. Es ist die einzige , richtige Entscheidung. Dennoch tief in mir drinne, ist etwas was mich zweifeln lässt. 
Moorgen habe ich mein Schwangerschaftskonflikt Beratungsgespräch , danach geht es zum Fa. Ich wollte nochmal seine Meinung bzgl Schwangerschaft hören. 

P.s. mein Mann ist sehr viel emotionaler als ich bzgl der Schwangerschaft. Er möchte den Abbruch nicht.  Versteht das wir aber keine Wahl haben und unterstützt mich bei jeder Entscheidung.
Liebe Grüße und danke fürs Lesen.

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catie09
12.05.22 um 9:45

Hallo liebe Limoneneis,
man spürt durch und durch, dass es dir nicht gut geht – so und so nicht. Weil so vieles nicht absehbar ist und du für dich selbst erstmal wieder eine gute Grundlage bräuchtest.
Und für die Familie habt ihr gerade alles so, wie es passt – und diese Grundlage würde wieder beansprucht werden.
Du schreibst, du fühlst dich der Schwangerschaft nicht nah. Und hast doch schon so ein starkes Gefühl für dein Baby. Und erst recht dein Mann.
Das ist so erstaunlich nach so kurzer Zeit. Ja, und auch wieder nicht, weil ihr beide mit Leib und Seele Familie seid mit euren Kindern zusammen.
Sicher geht es euren Kinder – bei dem einen oder anderen wo gespart wird – gut bei euch. Sie sind emotional aufgehoben bei euch beiden und haben sich auch gegenseitig.
Du bist heute bei der Beratung. Ich weiß nicht, mit welcher Erwartung du hingehst. Ob es für dich der erste Schritt zur Abtreibung ist, weil du keinen anderen Weg siehst? Du es dann einfach hinter dich bringst, möglichst ohne Emotionen? Oder ob du deine Situation darlegst, was du als Frau und ihr als Familie bräuchtet und von der Beratung Hilfe und Unterstützung diesbezüglich erwartest?
Und dann kann es auch sein, dass umgekehrt die Beraterin eher sachlich kühl ist oder ob sie sich für dich engagiert und sagt: Lass uns mal sehen – was bräuchten Sie und Ihre Familie?
Und dann mit dir und für dich schaut: Finanzielle Unterstützung, gesundheitliche Fürsorge für dich, Haushaltshilfe ... je nachdem, was du dir vorstellen kannst, wo du meinst: Dann könnte ich es doch schaffen!
Ich denke, so lange die Kinder klein sind, hängt man wirklich sehr drin! Schon allein körperlich. Dass du dir gerade nicht noch ein Baby "an dir" und erstmal "in dir" vorstellen kannst.
Du bist so sehr beansprucht und bräuchtest selbst so etwas wie eine Rundumerneuerung. Kaiserschnitt ist schon nochmal was anderes als eine Spontangeburt (obwohl man davon auch ganz schön mitgenommen sein kann).
Wie alt sind die beiden Größeren? Bist du ärztlich gut begleitet und aufgehoben gewesen, als die Komplikationen kamen in der Schwangerschaft? Wie habt ihr das gemacht, dass du wieder zu Kräften kommst und das Kleine besser versorgt ist?
Habt ihr jemand (Großeltern), der mal einspringt oder du immerhin eine Freundin, die dich von Frau zu Frau versteht, wie es dir geht?
Dann der Umzug - auch in dieser Zeit? Und wie kommt es, dass dein Mann dann doch unter der Woche weg ist - oder meintest du, dass er einfach spät kommt jeden Tag, aber schon immerhin heimkommt jeden Abend?
Dass du mit drei Kindern und so einem noch relativ kleinen, halbtags arbeitest ist wirklich viel!!

Was bräuchtest du – jetzt dringend und dann in weiteren Schritte – dass du doch frei wählen kannst?
Sprich: dich für dein Kind entscheiden. Was müsste anders sein? 

Denn es ist so spürbar, dass du das tun würdest, wenn es dir selbst besser ginge und es nach deinem Herzen ging.
Dein Herz ist ein großer Faktor für deine Gesundheit und für eine glückliche Familie!
Wenn die Beratung heute nicht wirklich was bringt (außer dem Schein für die Abtreibung), dann kann ich dir noch Tipps geben. Jede Beratung ist anders aufgestellt.
Lass hören, wie es gelaufen ist. Alles alles Liebe für dich!
Catie
 

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