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Schwangerschaft und elterngeld?

2. September 2013 um 10:26 Letzte Antwort: 3. September 2013 um 12:07

hallo ich habe eine Frage, wir planen derzeit einen Umzug nach Deutschland.
Ich lebe nun seit einem Jahr im Ausland und vorher habe ich als Erzieherin gearbeitet.

Zu meiner Frage:

Nehmen wir mal an ich habe 12 monate lang in teilzeit gearbeitet. Und danach wurde ich Schwanger.
Wie sieht es mit dem Mutterschutz und Elterngeld aus? ich weiss dass man 6 wochen vorher und 8 wochen nachher das mutterschaftsgeld beziehen kann. Wieviel ist das denn? ist das fur beruftaetige und arbeitlose anders geregelt?

Danach beantragt man ja Elterngeld. Wieviel würde ich dann bekommen? Ich würde naemlich ein nettoeinkommen von 1400 euro.

Und wie ist es wenn man doch nicht 12 monate gearbeitet hat? hat man trotzdem enen anspruch auf Kindergeld?

Vielen Dank im Voraus

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2. September 2013 um 15:50

Die liebe Geldfrage, oder auch: Behörden-Chaos
Huhu,

also ich bin noch nicht studiert darin, aber ich gebe mir Mühe dieses ganze Chaos zu verstehen.

Elterngeld
Also Elterngeldanspruch hast du (egal ob arbeitslos oder berufstätig). Bei Berufstätigen bedeutet das grob ca. 67% vom alten Nettoeinkommen.
Elterngeldanspruch hast du nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes, und davon nur 12 Monate lang.

Mutterschaftsgeld
Mutterschaftsgeld wird in 6 Wochen vor, 8 Wochen nach der Geburt von der Krankenkasse gezahlt. Demnach nur, wenn du berufstätig gewesen bist. Wieviel das ist weiß ich leider nicht.

Wenn du pünktlich entbindest, so hast DU in deinem Falle Anspruch auf 6+8 Wochen Mutterschaftsgeld, wobei bei verschobenen Entbindungsterminen das Geld trotzdem 14 Wochen lang gezahlt wird (bspw. 2+12). Du erhälst quasi für 14 Wochen Mutterschaftsleistungen.
Wenn du allerdings durch einen verfrühten EB danach 12 Wochen MuSchGeld erhälst (also 2+12), so hast du nur noch 11 Monate Anspruch auf Elterngeld, weil der 12. Monat in dem du Leistungen erhalten dürftest leider außerhalb des 14. Lebensmonates des Kindes fällt.

Klingt kompliziert, ist aber im Prinzip logisch.
Du Erhälst quasi beides als Berufstätige, nur, wenn sich die Zeiten überschneiden kann es "Abstriche" geben.

Kindergeldanspruch hat man PRO Kind.
1. und 2. Kind jeweils 184euro, ab dem 3. gibt es mehr.
Da ist es egal ob man vorher nichts getan hat, wenig, viel .... das rechnet sich aufs Kind an.

Aber du hast auch als Berufstätige NACH dem 1. Lebensjahr des Kindes zumindest NOCH Anspruch auf Betreuungsgeld, das sind glaub ich momentan 100euro im Monat und ab Augustkinder 2013 150euro im Monat.
Aber nur, wenn das Kind auch in Betreuung (ob fremde, Familie oder man selbst ist egal) ist.

Wenn du Erziehungsgeld im Internet findest, lass dich nicht beirren, das ist nur der alte Begriff für Elterngeld.


Ich hoffe ich konnte dir helfen, ich denke ich bin schon fast ganz fit auf dem Gebiet
Aber ich übernehme keine Gewähr!!!!

Liebe Grüße
Atothet+2Futzis inside

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2. September 2013 um 16:54
In Antwort auf echo_12561079

Die liebe Geldfrage, oder auch: Behörden-Chaos
Huhu,

also ich bin noch nicht studiert darin, aber ich gebe mir Mühe dieses ganze Chaos zu verstehen.

Elterngeld
Also Elterngeldanspruch hast du (egal ob arbeitslos oder berufstätig). Bei Berufstätigen bedeutet das grob ca. 67% vom alten Nettoeinkommen.
Elterngeldanspruch hast du nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes, und davon nur 12 Monate lang.

Mutterschaftsgeld
Mutterschaftsgeld wird in 6 Wochen vor, 8 Wochen nach der Geburt von der Krankenkasse gezahlt. Demnach nur, wenn du berufstätig gewesen bist. Wieviel das ist weiß ich leider nicht.

Wenn du pünktlich entbindest, so hast DU in deinem Falle Anspruch auf 6+8 Wochen Mutterschaftsgeld, wobei bei verschobenen Entbindungsterminen das Geld trotzdem 14 Wochen lang gezahlt wird (bspw. 2+12). Du erhälst quasi für 14 Wochen Mutterschaftsleistungen.
Wenn du allerdings durch einen verfrühten EB danach 12 Wochen MuSchGeld erhälst (also 2+12), so hast du nur noch 11 Monate Anspruch auf Elterngeld, weil der 12. Monat in dem du Leistungen erhalten dürftest leider außerhalb des 14. Lebensmonates des Kindes fällt.

Klingt kompliziert, ist aber im Prinzip logisch.
Du Erhälst quasi beides als Berufstätige, nur, wenn sich die Zeiten überschneiden kann es "Abstriche" geben.

Kindergeldanspruch hat man PRO Kind.
1. und 2. Kind jeweils 184euro, ab dem 3. gibt es mehr.
Da ist es egal ob man vorher nichts getan hat, wenig, viel .... das rechnet sich aufs Kind an.

Aber du hast auch als Berufstätige NACH dem 1. Lebensjahr des Kindes zumindest NOCH Anspruch auf Betreuungsgeld, das sind glaub ich momentan 100euro im Monat und ab Augustkinder 2013 150euro im Monat.
Aber nur, wenn das Kind auch in Betreuung (ob fremde, Familie oder man selbst ist egal) ist.

Wenn du Erziehungsgeld im Internet findest, lass dich nicht beirren, das ist nur der alte Begriff für Elterngeld.


Ich hoffe ich konnte dir helfen, ich denke ich bin schon fast ganz fit auf dem Gebiet
Aber ich übernehme keine Gewähr!!!!

Liebe Grüße
Atothet+2Futzis inside

Danke
atothet danke für deine Mühe echt lieb!

ich bin im moment nicht schwanger, aber habe vor schon meine volle 12 Monate zu arbeiten. Also so wie ich es verstanden habe, wenn das Kind das 14.Lebensmonat vollendet hat bekommt man an Hilfe garnichts mehr,oder? Du hast geschrieben Betreuungsgeld das muss ich jetzt mal googlen vielen lieben dank nochmal

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3. September 2013 um 0:24
In Antwort auf karyna_11962417

Danke
atothet danke für deine Mühe echt lieb!

ich bin im moment nicht schwanger, aber habe vor schon meine volle 12 Monate zu arbeiten. Also so wie ich es verstanden habe, wenn das Kind das 14.Lebensmonat vollendet hat bekommt man an Hilfe garnichts mehr,oder? Du hast geschrieben Betreuungsgeld das muss ich jetzt mal googlen vielen lieben dank nochmal

Leider leider...
Leider erhält man keine Hilfe bzw Stütze mehr nach den 14 Lebensmonaten.
Aber man kann das EG auch strecken. Heisst statt 12 Monate kannst du es dir beliebig lamge auszahlen lassen, nur die Endsumme wird immer die gleiche bleiben.
Bspw. Für 24 Monate kannst du dir halbes EG zahlen lassen.
Und das Betreuungsgeld ist leider noch nicht sone durchgekaute Sache, könnte ausgenutzt werden von Arbeitslosen. Aber für Berufstätige ist es auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein, so richtig durchdacht, wen es nun letztendlich unterstützen soll, ist es absolut nicht.
Ich wäre für die paar Kröten trotzdem dankbar, fände es furchtbar meine Kinder nach 1bis2 Jahren abgeben zu müssen. Gerade da, wo sie sprechen lernen, moralische werte 'eingebrannt' kriegen... Nein nein nein, das ist mein part als mutter meinem kind solche Dinge mit Liebe zu lehren!

Finanziell müssen Eltern mehr unterstützt werden - BERUFSTÄTIGE.... Denn die bleiben heutzutage zu sehr auf der Strecke.

Überlegt gut, was ihr also wählen geht!

JEDE STIMME ZÄHLT...
Tschuldigt für 'werbung' aber keine stimme ist eine verlorene stimme!
Es ist heutztage so wichtig

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3. September 2013 um 12:07
In Antwort auf echo_12561079

Leider leider...
Leider erhält man keine Hilfe bzw Stütze mehr nach den 14 Lebensmonaten.
Aber man kann das EG auch strecken. Heisst statt 12 Monate kannst du es dir beliebig lamge auszahlen lassen, nur die Endsumme wird immer die gleiche bleiben.
Bspw. Für 24 Monate kannst du dir halbes EG zahlen lassen.
Und das Betreuungsgeld ist leider noch nicht sone durchgekaute Sache, könnte ausgenutzt werden von Arbeitslosen. Aber für Berufstätige ist es auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein, so richtig durchdacht, wen es nun letztendlich unterstützen soll, ist es absolut nicht.
Ich wäre für die paar Kröten trotzdem dankbar, fände es furchtbar meine Kinder nach 1bis2 Jahren abgeben zu müssen. Gerade da, wo sie sprechen lernen, moralische werte 'eingebrannt' kriegen... Nein nein nein, das ist mein part als mutter meinem kind solche Dinge mit Liebe zu lehren!

Finanziell müssen Eltern mehr unterstützt werden - BERUFSTÄTIGE.... Denn die bleiben heutzutage zu sehr auf der Strecke.

Überlegt gut, was ihr also wählen geht!

JEDE STIMME ZÄHLT...
Tschuldigt für 'werbung' aber keine stimme ist eine verlorene stimme!
Es ist heutztage so wichtig


verstehe dich...
wir leben seit einem Jahr in der Türkei und muss schon sagen es ist hier sehr schwierig. Waere ich ledig würde ich keine einzige Stunde mehr hier bleiben. Aber mein Mann kommt eben aus der Türkei.

Hier hat man keine gute Lebensqualitaet. Die berufstaetigen Eltern werden überhaupt nicht unterstüzt. Wenn man schwanger ist muss man eben den Job abgeben und das Kind alleine zu Hause versorgen ohne jegliche Hilfe.

Da reicht dann der Lohn vom Mann auch nicht aus. Naturlch kann man damit leben aber es geht um die persönlichen Präferenzen.

Daher überlegen wir uns eine Rückkehr nach Deutschland. Natürlich ist es nicht so das wir vom Staat leben wollen-um Gottes Willen...aber unterstützung ist doch nicht schlecht

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