Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Schwangerschaft nicht erkannt - trauriges Weihnachten.

Schwangerschaft nicht erkannt - trauriges Weihnachten.

30. Dezember 2016 um 22:40

Hallo!

Ich habe nun einige Tage immer wieder ins Internet geschaut und irgendwie keinen richtigen Ort gefunden an dem ich von meinen Erlebnissen der letzten Wochen berichten kann. Ich habe allerdings schon das Bedürfnis mich irgendwo mit andern auzutauschen und hoffe das es hier möglich ist. Vielleicht ist mein Beitrag ja auch hilfreich für die ein oder andere da meine Schwangerschaftssymptome irgendwie gar nicht so waren wie ich es mir vorgestellt habe..

Mein Freund und ich haben etwa im Mai angefangen zu "üben", ganz ohne Stress und Druck. Mitte Oktober hatte ich ganz planmässig meine Tage, meine Regel kam IMMER genau auf den Tag. Ich fing im Oktober einen neuen Job an, hatte seitdem sehr viel um die Ohren und hab viel gearbeitet. Anfang November blieben meine Tage zunächst erstmal aus und mit ein klein wenig verspätung bekam ich erst Schmierblutungen und dann auch relativ normale Blutungen. Ich dachte zunächst "Ok...neue Situation, viel Arbeit, Stress...alles normale Reaktionen..."
Ich fühlte mich allerdings super fit. Normalerweise bin ich IMMER müde und abgeschlagen, aber zu diesem Zeitpunkt war ich hellwach und energiegeladen.
Ich merkte allerdings auch immer mal wieder ein brennen beim wasserlassen, als würde eine Blasenentzündung anstehen, aber nix passierte.
Ende November, anfang Dezember wurde ich wieder müde, fühlte mich an manchen Tagen wirklich platt, was aber nichts ist was ich nicht schon von mir kannte. Zwischendrin mal ne Erkältung. Anfang Dezember bekam ich wieder Schmierblutungen, habe mir dabei wieder nichts gedacht weil ich sowas aus der Vergangenheit von mir schon kannte. Hatte immer wieder das Gefühl das eine Blasenentzündung im anmarsch war. Einen einzigen Tag lang hatte ich extreme Stimmungsschwankungen, ansonsten war alles normal.
Ungefähr um den 12 Dezember rum fingen meine Brüste an weh zu tun, sie spannten nicht, sie taten nur bei Berührungen weh und ich hatte das Gefühl sie wurden härter. An diesem Punkt dachte ich zum ersten mal ich könnte Schwanger sein, schob das ganze aber auf "Hormonstörungen", da ich auch diese Symptome aus der Vergangenheit kannte.
In dieser Woche verschlimmerte sich mein Zustand mit jedem Tag.
Ich hatte immer wieder Schwindelattacken, leichte Übelkeit und am 15.12 bekam ich starke Blutungen mit heftigen Regelschmerzen. Ich dachte mir wieder "Nah endlich...jetz sind die Tage da, dann wird sich mein Hormonhaushalt wieder einspielen.."
Freitags blieb ich zuhause weil ich total fertig war von den "Regelschmerzen" und mir gings den ganzen Tag super. Samstag ging ich wieder arbeiten, zwei Stunden, bis ich heftigste Schmerzen in die Rechte Seite bekam. Ich ging also wieder heim, ruhte mich aus, Samstag/Sonntag alles super! Montag wieder auf die Arbeit, wieder Schmerzen bekommen und zur Mittagspause (mein Freund olte mich zum Mitagessen ab) bekam ich plötzlich wieder unbeschreibliche Schmerzen in die Rechte Seite. Ich konnte weden sitzen, stehen, liegen oder Luft holen. Ab in die Notaufnahme, 4 Stunden wartezeit, also zu einem "Notfallarzt". Diese meinte dann es handelte sich entweder um eine geplatzte Zyste oder um eine Eileiterschwangerschaft. In diesem Moment habe ich das erste mal alles realisiert, ich hoffte in dieser Situation das es sich um meine Zyste handelte. Wenige Stunden später hatte ich einen positiven Bluttest mit einem HCG Wert von 1662!
Ich habs nicht glauben können. Ich kam in die Notaufnahme, bekam einen Ultraschall und den Kommentar "Sie sind ja wirklich Kamikaze, haben wohl einen Todeswunsch?" weil ich meine Symptome nicht ernst genommen hatte. Meine Eileiterschwangerschaft war soweit vortgeschritten das ich Blutungen in den Bauchraum hatte und nur etwa ne Stunde später bekam ich die Not Op.

Alles ging so schnell das ich gar keine Zeit hatte darüber nachzudenken was da eigentlich passierte.
Ich wurde am Tag darauf wieder entlassen, war verwissrt und mit Medikamenten vollgepumpt. Mein Kopf war total leer. Ich hatte demnach auch nicht darüber nachgedacht was mich in den volgenden Tagen erwarten würde, hatte keinen Arzt oder Krankenschwester mit denen ich nochmal hätte reden können. Erst Zuhause ist mir dann langsam alles bewusst geworden. Ich war Schwanger gewesen und das Baby ist weg! WEG!
Ich bin erstmal in ein totales Loch gefallen aber meine Familie hat sich um mich gekümmert. 
Ich habe mich schuldig gefühlt. Schuldig das mir die Schwangerschaft nicht "Bewusst" gewesen war und schuldig dafür das ich meinem Baby keine Chance bieten konnte.

Es war mein absoluter Traum gewesen zu Weihnachten Schwanger zu werden und ich hätte mir niemals träumen lassen das mir das tatsächlich passieren würde. Umso schwerer macht es die ganze Geschichte für mich.

Jetzt ist das ganze fast 2 Wochen her. Ich denke mir heute das es für mich besser gewesen ist nicht gleich am anfang von der Schwangerschaft gewusst zu haben. Es war ein absolutes Wunschkind und ich wäre wahrscheinlich nicht damit klargekommen später zu erfahren das es keine Chance für uns geben würde.


Mein Hausarzt sagte mir nun ich sollte etwa 2 Monate verhüten und dann könnten wir es wieder versuchen. Ich muss keinem erklären welche Ängste man jetzt hat.

Wenn es hier irgend jemanden gibt der das selbe erlebt hat, oder jemanden der mir sonst etwas berichten kann/ will, dann wäre ich wirklich happy darüber!

Vielen Dank fürs lesen!

Mehr lesen

30. Dezember 2016 um 22:53

Hi!
Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist! 

2 LikesGefällt mir

30. Dezember 2016 um 23:12

Ohje du arme das ist ja echt traurig. 😢 Fühl dich ganz fest gedrückt. 
Deine Ängste und Gedanken kann man gut nachvollziehen.
Wir üben gerade auch für das Erste. Im Sommer hatte ich eine FG. 
Hab von der SS an einem Dienstag erfahren. Am Mittwoch gingen die Probleme los. Wurden bis Samstag schlimmer. Da sind wir auch das erste mal in die Klinik. Am Montag zum 2ten Mal. Und da war dann klar das unser Krümelchen auch nicht bei uns bleibt.
Und jetzt wird ist halt schon im die Sorge noch einmal so etwas zu erleben.  
Aber man muss versuche,  so schwer es ist die negativen Gedanken wegzuschieben, doch positiv zu bleiben. 
Ganz liebe grüße an dich 

1 LikesGefällt mir

31. Dezember 2016 um 0:49
In Antwort auf mal31

Hallo!

Ich habe nun einige Tage immer wieder ins Internet geschaut und irgendwie keinen richtigen Ort gefunden an dem ich von meinen Erlebnissen der letzten Wochen berichten kann. Ich habe allerdings schon das Bedürfnis mich irgendwo mit andern auzutauschen und hoffe das es hier möglich ist. Vielleicht ist mein Beitrag ja auch hilfreich für die ein oder andere da meine Schwangerschaftssymptome irgendwie gar nicht so waren wie ich es mir vorgestellt habe..

Mein Freund und ich haben etwa im Mai angefangen zu "üben", ganz ohne Stress und Druck. Mitte Oktober hatte ich ganz planmässig meine Tage, meine Regel kam IMMER genau auf den Tag. Ich fing im Oktober einen neuen Job an, hatte seitdem sehr viel um die Ohren und hab viel gearbeitet. Anfang November blieben meine Tage zunächst erstmal aus und mit ein klein wenig verspätung bekam ich erst Schmierblutungen und dann auch relativ normale Blutungen. Ich dachte zunächst "Ok...neue Situation, viel Arbeit, Stress...alles normale Reaktionen..."
Ich fühlte mich allerdings super fit. Normalerweise bin ich IMMER müde und abgeschlagen, aber zu diesem Zeitpunkt war ich hellwach und energiegeladen.
Ich merkte allerdings auch immer mal wieder ein brennen beim wasserlassen, als würde eine Blasenentzündung anstehen, aber nix passierte.
Ende November, anfang Dezember wurde ich wieder müde, fühlte mich an manchen Tagen wirklich platt, was aber nichts ist was ich nicht schon von mir kannte. Zwischendrin mal ne Erkältung. Anfang Dezember bekam ich wieder Schmierblutungen, habe mir dabei wieder nichts gedacht weil ich sowas aus der Vergangenheit von mir schon kannte. Hatte immer wieder das Gefühl das eine Blasenentzündung im anmarsch war. Einen einzigen Tag lang hatte ich extreme Stimmungsschwankungen, ansonsten war alles normal.
Ungefähr um den 12 Dezember rum fingen meine Brüste an weh zu tun, sie spannten nicht, sie taten nur bei Berührungen weh und ich hatte das Gefühl sie wurden härter. An diesem Punkt dachte ich zum ersten mal ich könnte Schwanger sein, schob das ganze aber auf "Hormonstörungen", da ich auch diese Symptome aus der Vergangenheit kannte.
In dieser Woche verschlimmerte sich mein Zustand mit jedem Tag.
Ich hatte immer wieder Schwindelattacken, leichte Übelkeit und am 15.12 bekam ich starke Blutungen mit heftigen Regelschmerzen. Ich dachte mir wieder "Nah endlich...jetz sind die Tage da, dann wird sich mein Hormonhaushalt wieder einspielen.."
Freitags blieb ich zuhause weil ich total fertig war von den "Regelschmerzen" und mir gings den ganzen Tag super. Samstag ging ich wieder arbeiten, zwei Stunden, bis ich heftigste Schmerzen in die Rechte Seite bekam. Ich ging also wieder heim, ruhte mich aus, Samstag/Sonntag alles super! Montag wieder auf die Arbeit, wieder Schmerzen bekommen und zur Mittagspause (mein Freund olte mich zum Mitagessen ab) bekam ich plötzlich wieder unbeschreibliche Schmerzen in die Rechte Seite. Ich konnte weden sitzen, stehen, liegen oder Luft holen. Ab in die Notaufnahme, 4 Stunden wartezeit, also zu einem "Notfallarzt". Diese meinte dann es handelte sich entweder um eine geplatzte Zyste oder um eine Eileiterschwangerschaft. In diesem Moment habe ich das erste mal alles realisiert, ich hoffte in dieser Situation das es sich um meine Zyste handelte. Wenige Stunden später hatte ich einen positiven Bluttest mit einem HCG Wert von 1662!
Ich habs nicht glauben können. Ich kam in die Notaufnahme, bekam einen Ultraschall und den Kommentar "Sie sind ja wirklich Kamikaze, haben wohl einen Todeswunsch?" weil ich meine Symptome nicht ernst genommen hatte. Meine Eileiterschwangerschaft war soweit vortgeschritten das ich Blutungen in den Bauchraum hatte und nur etwa ne Stunde später bekam ich die Not Op.

Alles ging so schnell das ich gar keine Zeit hatte darüber nachzudenken was da eigentlich passierte.
Ich wurde am Tag darauf wieder entlassen, war verwissrt und mit Medikamenten vollgepumpt. Mein Kopf war total leer. Ich hatte demnach auch nicht darüber nachgedacht was mich in den volgenden Tagen erwarten würde, hatte keinen Arzt oder Krankenschwester mit denen ich nochmal hätte reden können. Erst Zuhause ist mir dann langsam alles bewusst geworden. Ich war Schwanger gewesen und das Baby ist weg! WEG!
Ich bin erstmal in ein totales Loch gefallen aber meine Familie hat sich um mich gekümmert. 
Ich habe mich schuldig gefühlt. Schuldig das mir die Schwangerschaft nicht "Bewusst" gewesen war und schuldig dafür das ich meinem Baby keine Chance bieten konnte.

Es war mein absoluter Traum gewesen zu Weihnachten Schwanger zu werden und ich hätte mir niemals träumen lassen das mir das tatsächlich passieren würde. Umso schwerer macht es die ganze Geschichte für mich.

Jetzt ist das ganze fast 2 Wochen her. Ich denke mir heute das es für mich besser gewesen ist nicht gleich am anfang von der Schwangerschaft gewusst zu haben. Es war ein absolutes Wunschkind und ich wäre wahrscheinlich nicht damit klargekommen später zu erfahren das es keine Chance für uns geben würde.


Mein Hausarzt sagte mir nun ich sollte etwa 2 Monate verhüten und dann könnten wir es wieder versuchen. Ich muss keinem erklären welche Ängste man jetzt hat.

Wenn es hier irgend jemanden gibt der das selbe erlebt hat, oder jemanden der mir sonst etwas berichten kann/ will, dann wäre ich wirklich happy darüber!

Vielen Dank fürs lesen!

Hallo meine Liebe. Du kannst da echt nichts für, ihr könnt da echt nichts für. So schlimm es sich anhört aber das kleine wurmchen hatte nicht bei euch bleiben können., eine eileiter Schwangerschaft ist sehr gefährlich für dich. Lass dich nicht entmutigen und versucht es So bald es dir besser geht weiter. Umso grösser ist eure Freude wenn es dann klappt. Es tut mit sehr sehr leid was dir passiert ist und drücke dir die Daumen das es dir bald besser geht. Alles Liebe und gute.

1 LikesGefällt mir

31. Dezember 2016 um 18:33

Das tut mir leid für dich. 

1 LikesGefällt mir

31. Dezember 2016 um 19:49

Hallo. 
ich möchte dir nur kurz schreiben  das mir dein Erlebnis total leid tut und du kannst wirkl nix dafür und musst dir keine Vorwürfe machen. Ich wünsche dir ein gutes schönes Jahr 2017. 
Bei meiner ersten FG gingen 1 woche nach Test  Blutungen los. Die ärztin meinte oft wissen die frauen da noch gar nicht das sie schwanger sind..... Manchmal is das glaub sogar wirkl besser wenn man nicht so früh weiß.... Für dich ist das natürlich auch kein Trost..... 
Ich drück dich. 

2 LikesGefällt mir

31. Dezember 2016 um 20:18

Ach Mensch, furchtbar. Tut mir wirklich sehr leid für dich /euch!

1 LikesGefällt mir

1. Januar 2017 um 12:20
In Antwort auf etoile3091

Hi!
Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist! 

Das ist lieb, danke! Ein frohes neues Jahr!

Gefällt mir

1. Januar 2017 um 12:25
In Antwort auf brinilein85

Ohje du arme das ist ja echt traurig. 😢 Fühl dich ganz fest gedrückt. 
Deine Ängste und Gedanken kann man gut nachvollziehen.
Wir üben gerade auch für das Erste. Im Sommer hatte ich eine FG. 
Hab von der SS an einem Dienstag erfahren. Am Mittwoch gingen die Probleme los. Wurden bis Samstag schlimmer. Da sind wir auch das erste mal in die Klinik. Am Montag zum 2ten Mal. Und da war dann klar das unser Krümelchen auch nicht bei uns bleibt.
Und jetzt wird ist halt schon im die Sorge noch einmal so etwas zu erleben.  
Aber man muss versuche,  so schwer es ist die negativen Gedanken wegzuschieben, doch positiv zu bleiben. 
Ganz liebe grüße an dich 

Hi!
Danke für deine Antwort! Es tut mir sehr leid das es auch bei euch nicht hatte sein sollen 
Manchmal ist es einfacher und manchmal schwerer positiv zu denken aber du hast schon recht! Ich wünsche euch alles erdenklich gute für das neue Jahr und hoffe das es bei euch ganz schnell wieder klappt! Ich drück alle Daumen!

Gefällt mir

1. Januar 2017 um 12:39
In Antwort auf marie300590

Hallo meine Liebe. Du kannst da echt nichts für, ihr könnt da echt nichts für. So schlimm es sich anhört aber das kleine wurmchen hatte nicht bei euch bleiben können., eine eileiter Schwangerschaft ist sehr gefährlich für dich. Lass dich nicht entmutigen und versucht es So bald es dir besser geht weiter. Umso grösser ist eure Freude wenn es dann klappt. Es tut mit sehr sehr leid was dir passiert ist und drücke dir die Daumen das es dir bald besser geht. Alles Liebe und gute.

Vielen lieben Dank! Ich weiss das ich nichts dafür kann aber diese Gedanken sind trotz allem da. Warum muss gerade mein Körper mich im Stich lassen? Warum muss ich die eine von hundert sein? Aber ich glaube das sind normale Gedanken und wir können uns solche Dinge nunmal nicht aussuchen. Wir werden es auf jeden fallweiter versuchen und hoffen das beim nächsten mal alles gut geht!
Ein frohes neues Jahr!

Gefällt mir

2. Januar 2017 um 1:22
In Antwort auf mal31

Hallo!

Ich habe nun einige Tage immer wieder ins Internet geschaut und irgendwie keinen richtigen Ort gefunden an dem ich von meinen Erlebnissen der letzten Wochen berichten kann. Ich habe allerdings schon das Bedürfnis mich irgendwo mit andern auzutauschen und hoffe das es hier möglich ist. Vielleicht ist mein Beitrag ja auch hilfreich für die ein oder andere da meine Schwangerschaftssymptome irgendwie gar nicht so waren wie ich es mir vorgestellt habe..

Mein Freund und ich haben etwa im Mai angefangen zu "üben", ganz ohne Stress und Druck. Mitte Oktober hatte ich ganz planmässig meine Tage, meine Regel kam IMMER genau auf den Tag. Ich fing im Oktober einen neuen Job an, hatte seitdem sehr viel um die Ohren und hab viel gearbeitet. Anfang November blieben meine Tage zunächst erstmal aus und mit ein klein wenig verspätung bekam ich erst Schmierblutungen und dann auch relativ normale Blutungen. Ich dachte zunächst "Ok...neue Situation, viel Arbeit, Stress...alles normale Reaktionen..."
Ich fühlte mich allerdings super fit. Normalerweise bin ich IMMER müde und abgeschlagen, aber zu diesem Zeitpunkt war ich hellwach und energiegeladen.
Ich merkte allerdings auch immer mal wieder ein brennen beim wasserlassen, als würde eine Blasenentzündung anstehen, aber nix passierte.
Ende November, anfang Dezember wurde ich wieder müde, fühlte mich an manchen Tagen wirklich platt, was aber nichts ist was ich nicht schon von mir kannte. Zwischendrin mal ne Erkältung. Anfang Dezember bekam ich wieder Schmierblutungen, habe mir dabei wieder nichts gedacht weil ich sowas aus der Vergangenheit von mir schon kannte. Hatte immer wieder das Gefühl das eine Blasenentzündung im anmarsch war. Einen einzigen Tag lang hatte ich extreme Stimmungsschwankungen, ansonsten war alles normal.
Ungefähr um den 12 Dezember rum fingen meine Brüste an weh zu tun, sie spannten nicht, sie taten nur bei Berührungen weh und ich hatte das Gefühl sie wurden härter. An diesem Punkt dachte ich zum ersten mal ich könnte Schwanger sein, schob das ganze aber auf "Hormonstörungen", da ich auch diese Symptome aus der Vergangenheit kannte.
In dieser Woche verschlimmerte sich mein Zustand mit jedem Tag.
Ich hatte immer wieder Schwindelattacken, leichte Übelkeit und am 15.12 bekam ich starke Blutungen mit heftigen Regelschmerzen. Ich dachte mir wieder "Nah endlich...jetz sind die Tage da, dann wird sich mein Hormonhaushalt wieder einspielen.."
Freitags blieb ich zuhause weil ich total fertig war von den "Regelschmerzen" und mir gings den ganzen Tag super. Samstag ging ich wieder arbeiten, zwei Stunden, bis ich heftigste Schmerzen in die Rechte Seite bekam. Ich ging also wieder heim, ruhte mich aus, Samstag/Sonntag alles super! Montag wieder auf die Arbeit, wieder Schmerzen bekommen und zur Mittagspause (mein Freund olte mich zum Mitagessen ab) bekam ich plötzlich wieder unbeschreibliche Schmerzen in die Rechte Seite. Ich konnte weden sitzen, stehen, liegen oder Luft holen. Ab in die Notaufnahme, 4 Stunden wartezeit, also zu einem "Notfallarzt". Diese meinte dann es handelte sich entweder um eine geplatzte Zyste oder um eine Eileiterschwangerschaft. In diesem Moment habe ich das erste mal alles realisiert, ich hoffte in dieser Situation das es sich um meine Zyste handelte. Wenige Stunden später hatte ich einen positiven Bluttest mit einem HCG Wert von 1662!
Ich habs nicht glauben können. Ich kam in die Notaufnahme, bekam einen Ultraschall und den Kommentar "Sie sind ja wirklich Kamikaze, haben wohl einen Todeswunsch?" weil ich meine Symptome nicht ernst genommen hatte. Meine Eileiterschwangerschaft war soweit vortgeschritten das ich Blutungen in den Bauchraum hatte und nur etwa ne Stunde später bekam ich die Not Op.

Alles ging so schnell das ich gar keine Zeit hatte darüber nachzudenken was da eigentlich passierte.
Ich wurde am Tag darauf wieder entlassen, war verwissrt und mit Medikamenten vollgepumpt. Mein Kopf war total leer. Ich hatte demnach auch nicht darüber nachgedacht was mich in den volgenden Tagen erwarten würde, hatte keinen Arzt oder Krankenschwester mit denen ich nochmal hätte reden können. Erst Zuhause ist mir dann langsam alles bewusst geworden. Ich war Schwanger gewesen und das Baby ist weg! WEG!
Ich bin erstmal in ein totales Loch gefallen aber meine Familie hat sich um mich gekümmert. 
Ich habe mich schuldig gefühlt. Schuldig das mir die Schwangerschaft nicht "Bewusst" gewesen war und schuldig dafür das ich meinem Baby keine Chance bieten konnte.

Es war mein absoluter Traum gewesen zu Weihnachten Schwanger zu werden und ich hätte mir niemals träumen lassen das mir das tatsächlich passieren würde. Umso schwerer macht es die ganze Geschichte für mich.

Jetzt ist das ganze fast 2 Wochen her. Ich denke mir heute das es für mich besser gewesen ist nicht gleich am anfang von der Schwangerschaft gewusst zu haben. Es war ein absolutes Wunschkind und ich wäre wahrscheinlich nicht damit klargekommen später zu erfahren das es keine Chance für uns geben würde.


Mein Hausarzt sagte mir nun ich sollte etwa 2 Monate verhüten und dann könnten wir es wieder versuchen. Ich muss keinem erklären welche Ängste man jetzt hat.

Wenn es hier irgend jemanden gibt der das selbe erlebt hat, oder jemanden der mir sonst etwas berichten kann/ will, dann wäre ich wirklich happy darüber!

Vielen Dank fürs lesen!

Tut mir sehr leid für dich "kopf hoch"
Hallo, deine geschichte hört sich echt sehr traurig an. Tut mur leid das dir das alles passiert ist. Ich selber musste die erfahrung zum glück noch nicht machen aber meine Arbeitskollegin. Ihr ging es ähnlich und auch über Weihnachten. Es war ein hin und her...im Krankenhaus konnte erst keine Eileiterschw. erkannt werden. Erst der FA hat es bei ihr erkannt. Abführende Medikamente hatten nicht angeschlagen und am Ende musste sie auch operiert werden. Bei ihr war es ebenfalls ein absolutes Wunschkind.

Ich hoffe dir geht es einwenig besser.
Gib nicht auf und 2017 wird bestimmt dein Jahr

Ich drücke dir ganz fest die Daumen!!!

1 LikesGefällt mir

2. Januar 2017 um 14:47
In Antwort auf mal31

Hallo!

Ich habe nun einige Tage immer wieder ins Internet geschaut und irgendwie keinen richtigen Ort gefunden an dem ich von meinen Erlebnissen der letzten Wochen berichten kann. Ich habe allerdings schon das Bedürfnis mich irgendwo mit andern auzutauschen und hoffe das es hier möglich ist. Vielleicht ist mein Beitrag ja auch hilfreich für die ein oder andere da meine Schwangerschaftssymptome irgendwie gar nicht so waren wie ich es mir vorgestellt habe..

Mein Freund und ich haben etwa im Mai angefangen zu "üben", ganz ohne Stress und Druck. Mitte Oktober hatte ich ganz planmässig meine Tage, meine Regel kam IMMER genau auf den Tag. Ich fing im Oktober einen neuen Job an, hatte seitdem sehr viel um die Ohren und hab viel gearbeitet. Anfang November blieben meine Tage zunächst erstmal aus und mit ein klein wenig verspätung bekam ich erst Schmierblutungen und dann auch relativ normale Blutungen. Ich dachte zunächst "Ok...neue Situation, viel Arbeit, Stress...alles normale Reaktionen..."
Ich fühlte mich allerdings super fit. Normalerweise bin ich IMMER müde und abgeschlagen, aber zu diesem Zeitpunkt war ich hellwach und energiegeladen.
Ich merkte allerdings auch immer mal wieder ein brennen beim wasserlassen, als würde eine Blasenentzündung anstehen, aber nix passierte.
Ende November, anfang Dezember wurde ich wieder müde, fühlte mich an manchen Tagen wirklich platt, was aber nichts ist was ich nicht schon von mir kannte. Zwischendrin mal ne Erkältung. Anfang Dezember bekam ich wieder Schmierblutungen, habe mir dabei wieder nichts gedacht weil ich sowas aus der Vergangenheit von mir schon kannte. Hatte immer wieder das Gefühl das eine Blasenentzündung im anmarsch war. Einen einzigen Tag lang hatte ich extreme Stimmungsschwankungen, ansonsten war alles normal.
Ungefähr um den 12 Dezember rum fingen meine Brüste an weh zu tun, sie spannten nicht, sie taten nur bei Berührungen weh und ich hatte das Gefühl sie wurden härter. An diesem Punkt dachte ich zum ersten mal ich könnte Schwanger sein, schob das ganze aber auf "Hormonstörungen", da ich auch diese Symptome aus der Vergangenheit kannte.
In dieser Woche verschlimmerte sich mein Zustand mit jedem Tag.
Ich hatte immer wieder Schwindelattacken, leichte Übelkeit und am 15.12 bekam ich starke Blutungen mit heftigen Regelschmerzen. Ich dachte mir wieder "Nah endlich...jetz sind die Tage da, dann wird sich mein Hormonhaushalt wieder einspielen.."
Freitags blieb ich zuhause weil ich total fertig war von den "Regelschmerzen" und mir gings den ganzen Tag super. Samstag ging ich wieder arbeiten, zwei Stunden, bis ich heftigste Schmerzen in die Rechte Seite bekam. Ich ging also wieder heim, ruhte mich aus, Samstag/Sonntag alles super! Montag wieder auf die Arbeit, wieder Schmerzen bekommen und zur Mittagspause (mein Freund olte mich zum Mitagessen ab) bekam ich plötzlich wieder unbeschreibliche Schmerzen in die Rechte Seite. Ich konnte weden sitzen, stehen, liegen oder Luft holen. Ab in die Notaufnahme, 4 Stunden wartezeit, also zu einem "Notfallarzt". Diese meinte dann es handelte sich entweder um eine geplatzte Zyste oder um eine Eileiterschwangerschaft. In diesem Moment habe ich das erste mal alles realisiert, ich hoffte in dieser Situation das es sich um meine Zyste handelte. Wenige Stunden später hatte ich einen positiven Bluttest mit einem HCG Wert von 1662!
Ich habs nicht glauben können. Ich kam in die Notaufnahme, bekam einen Ultraschall und den Kommentar "Sie sind ja wirklich Kamikaze, haben wohl einen Todeswunsch?" weil ich meine Symptome nicht ernst genommen hatte. Meine Eileiterschwangerschaft war soweit vortgeschritten das ich Blutungen in den Bauchraum hatte und nur etwa ne Stunde später bekam ich die Not Op.

Alles ging so schnell das ich gar keine Zeit hatte darüber nachzudenken was da eigentlich passierte.
Ich wurde am Tag darauf wieder entlassen, war verwissrt und mit Medikamenten vollgepumpt. Mein Kopf war total leer. Ich hatte demnach auch nicht darüber nachgedacht was mich in den volgenden Tagen erwarten würde, hatte keinen Arzt oder Krankenschwester mit denen ich nochmal hätte reden können. Erst Zuhause ist mir dann langsam alles bewusst geworden. Ich war Schwanger gewesen und das Baby ist weg! WEG!
Ich bin erstmal in ein totales Loch gefallen aber meine Familie hat sich um mich gekümmert. 
Ich habe mich schuldig gefühlt. Schuldig das mir die Schwangerschaft nicht "Bewusst" gewesen war und schuldig dafür das ich meinem Baby keine Chance bieten konnte.

Es war mein absoluter Traum gewesen zu Weihnachten Schwanger zu werden und ich hätte mir niemals träumen lassen das mir das tatsächlich passieren würde. Umso schwerer macht es die ganze Geschichte für mich.

Jetzt ist das ganze fast 2 Wochen her. Ich denke mir heute das es für mich besser gewesen ist nicht gleich am anfang von der Schwangerschaft gewusst zu haben. Es war ein absolutes Wunschkind und ich wäre wahrscheinlich nicht damit klargekommen später zu erfahren das es keine Chance für uns geben würde.


Mein Hausarzt sagte mir nun ich sollte etwa 2 Monate verhüten und dann könnten wir es wieder versuchen. Ich muss keinem erklären welche Ängste man jetzt hat.

Wenn es hier irgend jemanden gibt der das selbe erlebt hat, oder jemanden der mir sonst etwas berichten kann/ will, dann wäre ich wirklich happy darüber!

Vielen Dank fürs lesen!

Mir ging es vor einem Jahr ähnlich.
Am 14.12.15 hatte ich nach 4 Monaten "üben" einen positiven SST in der Hand und wir waren überglücklich. Eine tolle Überraschung für Weihnachten. Da auch mein Termin bei der Frauenärztin am 23.12. war, überlegte ich schon, wie wir das der Familie an den Feiertagen berichten können, mit kleinen Hinweisen, dass alle erst mal überlegen mussten usw.

Der Termin war und so kam sofort der Schock; die Ärztin sah nichts im Ultraschall, aber auch ihr Urintest war positiv und HCG im Blut vorhanden. Leider war sie sehr sehr verwirrend inkompetent, dass sie mich nach Hause schickte, mit den Worten, " Sie haben wohl ihren Eisprung oder ihre Regel beginnt, schwanger sind Sie jedenfalls nicht...vielleicht ist es auch eine Eileiter-SS. Wenn Sie über die Feiertage einseitige Bauchschmerzen bekommen, müssen sie ins Krankenhaus.Ich kann Ihnen hier nicht helfen. Aufwiedersehen"

Ich heulte das ganze Weihnachten über und achtete ständig auf irgendwelche Schmerzen. Ich bekam auch Blutungen, mit so dermaßen dicken Klumpen, das habe ich noch nie erlebt. Das war wohl meine Fehlgeburt. Meine Familie hat es leider nicht gejuckt, nur mein Mann war ebenso schockiert wie ich.

Ich habe lange darum getrauert, jedoch haben mein Mann und ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Sommer 2016 war ich wieder schwanger und bin es bis heute noch - in der 33.SSW.

Dieses Weihnachten habe ich sehr an letztes Jahr gedacht, auch wenn ich bald Mama werde, ich werde es nie vergessen.

Ich kann nachvollziehen, wie es in dir aussieht.
Kopf hoch, es kommen wieder gute Zeiten. Nimm dir zum trauern solange du brauchst. Wünsche dir alles Gute!!!



 

1 LikesGefällt mir

2. Januar 2017 um 17:21
In Antwort auf 12mami03

Hallo. 
ich möchte dir nur kurz schreiben  das mir dein Erlebnis total leid tut und du kannst wirkl nix dafür und musst dir keine Vorwürfe machen. Ich wünsche dir ein gutes schönes Jahr 2017. 
Bei meiner ersten FG gingen 1 woche nach Test  Blutungen los. Die ärztin meinte oft wissen die frauen da noch gar nicht das sie schwanger sind..... Manchmal is das glaub sogar wirkl besser wenn man nicht so früh weiß.... Für dich ist das natürlich auch kein Trost..... 
Ich drück dich. 

Hi!

Ich wünsche dir auch ein schönes Jahr 2017! Es tut mir auch sehr Leid das du ein kleines Würmchen verloren hast...darf ich fragen wie es bei dir danach weiterging?Ja...um so mehr ich darüber nachdenke um so glücklicher bin ich das ich es tatsächlich nicht früher wusste...so egoistisch das auch sein mag.

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
SS - ich fühle mich unwohl.
Von: jennalacruse
neu
2. Januar 2017 um 11:11
wer möchte hibbeln ?
Von: tobiasjulia
neu
2. Januar 2017 um 9:35

Diskussionen dieses Nutzers

Beliebte Diskussionen

Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen