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Schwangerschaft-Endspurt - Die kleinen Zipperlein & DURCHFALL?!

19. Februar 2018 um 14:38

Da hat sich die Natur was Tolles einfallen lassen. Selbst, wenn man es selber nicht ganz versteht, scheint der Körper alles schon in die richtigen Bahnen zu lenken.

Seien es sämtliche hormonellen Umstellungen, plötzliches Weinen über - naja so ziemlich alles, pure Freude in mindestens dem gleichen Maße über - naja so ziemlich alles.
Das kleine Wunder, das in einem wächst, bekommt auf jeden Fall schon einmal einiges mit, was das menschliche Gefühlsspektrum zu bieten hat. 

Ich bin nun in der 34SSW, bin angemeldet im Krankenhaus, habe Elternzeit, Mutterschaftsgeld beantragt, habe den Elterngeldantrag auch soweit fertig ausgefüllt und warte darauf, dass der Zwerg sich dann einmal blicken lässt. 
Das Babybett steht, Kliniktasche ist gepackt, der Kinderwagen steht in den Startlöchern, ich halte mich selber zurück, NOCH MEHR niedliche Babykleidung zu kaufen.
Summasummarum: Ich fühle mich ganz gut vorbereitet. Der Mutterschutz beginnt und ich könnte mich jetzt fast zurücklehnen.

Naja fast. 
Wenn es beim Zurücklehnen nicht so im Rücken ziehen würde.
Und manchmal auch im Po. Eigentlich überall dort, wo der Ischias dann mal eingeklemmt sein könnte. Da hilft natürlich Bewegung und Sport! Auf gehts! Ach.. nee.  Soll ich ja nicht. Gebärmutterhals hat sich verkürzt, soll ja nichts machen, was den Körper belastet, nicht dass der Zwerg zu früh kommen möchte. (Andererseits natürlich nett, wenn der Frauenarzt einem im Beisein des Ehemannes das Staubsaugen verbietet und ihm nahelegt, doch jetzt endlich mal den Haushalt zu übernehmen
Konnte mich aber mit dem Arzt auf Yoga einigen. Das geht im Zweifel auch zu Hause. Und Schwimmen ist ein Traum - wäre da nicht der eigene sportliche Ehrgeiz. Selbst mein Mann sagt mir, ich solle doch vielleicht eher Brustschwimmen, statt kraulen. Ist doch viel zu anstrengend. Aber auch sooo langweilig. Dennoch ein Traum, denn ohne das Gewicht, fühlt sich jede Bewegung toll an. Auch, wenn ich mich natürlich fühle wie ein Wal.

Na also, sportlich wieder alles geklärt. 
Jetzt muss es mir doch toll gehen.
Achja, ne. Noch ist der Bauch nämlich auch noch nicht sonderlich abgesenkt. Das heißt der Revierkampf zwischen Baby, Zwerchfell und Magen läuft noch auf Hochtouren.

Alles klar, dass mir einfach immer mal wieder aus dem Nichts wieder schlecht wird, weil Monsieur sich entscheidet, sich mit ganzer Kraft gegen den Magen zu drücken, damit kann ich mich abfinden. Dass mir beim Schuhanziehen die Luft wegbleibt, mein Gott, das mache ich jetzt auch nicht den lieben langen Tag lang. Auch alles in Ordnung. Gibt sich wieder, ist ja bald rum.

Aber apropos Magen. Naja, mit dem Essen macht es ja ohnehin keinen großen Spaß mehr, wenn die Verdauung der Meinung ist, nicht mehr arbeiten zu wollen. Schon klar, die meiste Aufmerksamkeit gilt natürlich dem Baby, aber ist das wirklich ein Grund, seine Kernaufgabe einzustellen? Na supi. Da kann man schon mal über das eigene Ego hinwegsehen, lieber Darm. Ja, ja, ich weiß, auch für Dich wird es eng, aber wir arbeiten hier alle zusammen.

Die Schwangerschaft ist eine traumhafte Zeit, in der frau ihren Körper sehr intensiv kennenlernt. Und nicht nur sie: wenn dann auch der Partner dabei ist, wenn man dem Arzt sagt, dass man sich Sorgen macht, dass die Hämorrhoiden angeschwollen seien, weil man so schlimme Verstopfung hat und ob er da nicht was wüsste.
Gemeinsam in die Apotheke gehen, um Rektalsalbe zu kaufen. DAS sind wahre Meilensteine in einer Beziehung!

Aber... kaum hat man sich an die aktuellsten Zipperlein gewöhnt, wechselt der Körper wieder die Ansprüche. Einfach faszinierend! Da freut man sich anfangs noch darüber, dass der Darm seine Tätigkeit wieder aufgenommen hat, da übertreibt er gleich wieder maßlos. 3x täglich auf die Toilette müssen, das ist doch grandios. 

Und spätestens in dieser Zeit hat man sich natürlich auch INTENSIV mit allen möglichen Gebrutsanzeichen auseinandergesetzt. Man vermutet in jedem Ziehen ein Indiz dafür, dass es vielleicht doch schon losgeht. Und habe ich nicht irgendwo auch gelesen, dass Übelkeit im dritten Trimenon nicht auch schon ein Zeichen sein könnte?
Und bilde ich mir die Verfärbung beim Ausfluss ein? War das gerade der Schleimpropf? Und überhaupt: Ist der Ausfluss nicht viel zu viel? Könnte das nicht schon fast Fruchtwasserabgang sein?

Und MOMENT! Durchfall soll doch auch ankündigen, dass die Geburt ins Haus steht. Und.. dieses Ziehen ist doch jetzt bestimmt eine echte Wehe!

Ich bewundere jede Frau, die diese Zeit gemeistert hat, ohne einen psychischen Knacks davonzutragen. Und ihre Partner, die dieses hormonelle und körperliche Chaos miterleben dürfen.
Ich habe "Google-Verbot" bekommen für kleine Beschwerden - wobei ich mir einbilde, alles noch recht moderat zu sehen. Und im Zweifel alles auf Wachstumsschübe, minimale hormonelle Umstellungen und anderen Kleinkram zu schieben.
Andererseits bin ich fast in Sorge, dass ich es dann auch abtue, wenn irgendwann auch tatsächlich Wehen einsetzen und ich mir denke "Ach, das bildest Du Dir nur ein!"

Ich habe diesen Post eigentlich begonnen, um mich zu erkundigen, ob jemand mit solchen "unspezifischen" Geburtsvorzeichen Erfahrung hat und um Meinungen fragen wollen. Aber es hatte jetzt einen Selbsthilfecharakter, sich das alles mal zu verschriftlichen und vielleicht gibts ja die Eine oder Andere, die ähnliche Erfahrungen gemacht hat, die es beruhigt, zu wissen, dass es auch anderen so geht.

Erzählt doch mal, wie eure Erfahrungen waren?

P.S.: Mein letzter unsinniger Weinanfall war gestern, als sie im Restaurant Sahne auf meinen Milchshake gemacht haben. Und bunte Schokostreusel. Es sah unheimlich toll aus, aber ich mag doch gar keine Sahne. Und nirgendwo stand, dass sie welche drauf machen. Welch fürchterliches Erlebnis!
 

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