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Schwangerschaft abbrechen oder nicht?

19. Juli um 9:41

Hallo liebe Forenmitglieder,


mir brennt es in der Seele meine Situation einmal runter zu schreiben und vielleicht Impulse zu bekommen, meine Gedanken weiter zu sortieren und eine Entscheidungsfindung weiter voranzutreiben. Bitte keine Vorwürfe wegen missglückter Verhütung o.ä.
Seit gut einer Woche habe ich nun einen positiven SST vorliegen, wobei ich vorher schon geahnt habe, dass es wohl "passiert ist", obwohl der erste Test sogar negativ war. Beim FA war ich schon, muss aber nächste Woche nochmal hin, da bisher außer hoch aufgebaute Schleimhaut nichts weiter auf dem Ultraschall zu sehen war (5. SSW).

Kurz zu mir und meinen Lebensumständen: 
Ich bin fast 27 J. alt, wohne in einer 2.Zi.-Whg. in einer Großstadt, habe ein abgeschlossenes Studium und arbeite seit knapp einem Jahr freiberuflich (unsicher und wenig Einkünfte. Für mich alleine reicht es gerade so). Zu meinen Eltern und meiner Schwester pflege ich ein sehr gutes Verhältnis, sie wohnen in der Nähe und ich wäre mir ihrer Unterstützung auch sicher (bisher wissen sie aber noch nichts von der Schwangerschaft). Gute Freundschaften, die ich pflege, bestehen ebenfalls und ich habe meine Hobbys. Kurzum: Soziale Ressourcen sind auf jeden Fall da. Bisher hatte ich noch keinen konkreten Kinderwunsch sondern war mir eher unsicher, ob ich überhaupt jemals Kinder will, vor allem da ich Partnerschaften oft als aufreiben und eher von kurzer Dauer (<2 J.) erlebt habe und somit dachte vielleicht gar nicht “den richtigen” für eine Familiegründung finden zu können. 

Der Kindsvater
Seit gut 4 Monaten kenne ich nun den Kindsvater und wir sind in einer "Beziehung" wobei diese unharmonisch und instabil ist. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, das ganze zu beenden. Meiner Meinung nach hat dieser Mann narzisstische Persönlichkeitsanteile, die das Führen einer stabilen Beziehung quasi unmöglich machen bzw. nur bei absoluter Selbstaufgabe vielleicht möglich wird (Eingeschränkte Empathiefähigkeit, Ich-Bezogenheit, emotionale Kälte, silent treatment, Missachtung der Bedürfnisse anderer, Kritikunfähigkeit/Rechthaberei, Schuldzuweisungen/vernichtende Kritik, meine Unterstützung/Hilfe als selbstverständlich annehmen ohne Dankbarkeit zu zeigen, emotionale Manipulationsstrategien). Ich denke jedoch nicht, dass er wirklich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung verdient, soweit würde ich nicht gehen wollen. Er hat auch gute Anteile, jedoch weiß ich bei ihm nie, ob diese evtl. der Manipulation dienen könnten. Auf die Bekanntgabe der Schwangerschaft hat er jedenfalls in Teilen gut reagiert und meinte mich in beiden Wegen zu unterstützen. Allerdings hat er auch bereits ein Kind, dass gerade erst zur Welt gekommen ist , allerdings weit weg wohnt (Die Kindsmutter und er hatten eine rein sexuelle Kurzzeitbeziehung). Daher kann ich zu seinen Vaterqualitäten wenig sagen. Jedenfalls kümmert er sich (eingeschränkt) und zahlt. Allerdings glaube ich, dass er auf emotionaler Ebene eben kein guter Vater sein wird und das gibt mir so große Bedenken, da ich ihm das Kind ja nicht vorenthalten will, ich aber Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, dass ich mich Lebzeiten mit ihm wegen des gemeinsamen Kindes auseinandersetzen werde müssen. 

Meine Gedanken
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft durchlebe ich ein Gefühlschaos. Zunächst war mein Gedanke: Abtreibung! Ich kann mir doch mein Leben nicht versauen. Dann ist alles vorbei (Tanzkurse, Reisen, Ausschlafen, Leben genießen, nur für mich selbst Verantwortung tragen). Dann stellten sich plötzlich mütterliche Gefühle ein; eine Art Verbundenheit und das überwältigende Gefühl, dass in mir MEIN Kind heranwächst. Das war einfach Wahnsinn und seitdem nehme ich täglich Folsäure ein und öle meine Haut. Dabei komme ich mir verrückt vor, habe Angst, dass das ganze vielleicht nur unbewusste Projektionen sind oder vielleicht durch die emotionale Abhängigkeit an meinen Partner passiert. Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege.
Dann dachte ich, ich könne es ja mit dem Kindsvater versuchen und wir schaffen das schon irgendwie. Dann dachte ich, ich schaffe das auch ohne ihn als Partner sondern dann sind wir halt nur Eltern. Vielleicht ist der Status Alleinerziehend für mich als unabhängige und starke Frau ja vielleicht genau die richtige Art der Familiengründung? Aktuell denke ich: "Um Himmels Willen, so eine gemeinsame Aufgabe mit DIESEM Menschen?" Das kommt mir vor wie mein eigenes Unglück zu besiegeln. Daher spüre ich nun wieder eine Tendenz zur Abtreibung.

Eine Konfliktberatung hatte ich schon, allerdings drehte es sich da hauptsächlich um finanzielle Absicherung und Möglichkeiten der Unterstützung. Das ganze tat gut, aber es half mir nicht bei der emotionalen Entscheidungsfindung. Während ich also alleine zur Beratung ging, lag mein Partner bei mir zu Hause im Bett und hat geschlafen. Keine Frage, ob ich ihn als Begleitung dabei haben möchte. Dann war er verabredet mit Freunden und als er nachts wieder kam, fragte er auch nicht nach Inhalt des Gespräches, sondern blockte mich ab und schlief einfach ein. Ein Gespräch über sein Fehlverhalten ist nicht möglich. Er macht alles richtig und ich prinzipiell alles falsch. 

So, soweit meine Gedanken dazu... Nun bin ich wirklich sehr gespannt auf euren Input.

Liebe Grüße
 

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19. Juli um 9:59

Schwierig....ich würde nicht wollen, dass er auf mein Kind aufpasst bzw es großzieht, so wie er drauf ist. Bestenfalls wäre ja er hätte null Interesse an dem Kind und du könntest es alleine groß ziehen. Andererseits hat er ja ein Recht auf das Kind. Will er denn überhaupt sich drum kümmern?

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19. Juli um 10:12
In Antwort auf pustew

Schwierig....ich würde nicht wollen, dass er auf mein Kind aufpasst bzw es großzieht, so wie er drauf ist. Bestenfalls wäre ja er hätte null Interesse an dem Kind und du könntest es alleine groß ziehen. Andererseits hat er ja ein Recht auf das Kind. Will er denn überhaupt sich drum kümmern?

Ja das würde er schon wollen. Allerdings bliebe die Häufigkeit des Kontaktes noch abzuwarten, da er nur mit sich beschäftigt ist. 

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19. Juli um 10:16

Ich hätte halt Sorge, dass er bei seiner Persönlichkeit das Kind manipulativ als Spielball benutzt. Niemals würde ich ihm das Sorgerecht direkt unterschreiben! Da ihr nicht verheiratet seid, hat er es nicht automatisch und du musst auch nicht unterschreiben, dass er es bekommt, selbst wenn du ihn als Vater eintragen lässt und er die Vaterschaft anerkennt. Allerdings kann er das Sorgerecht einklagen. 

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19. Juli um 10:22
In Antwort auf pustew

Ich hätte halt Sorge, dass er bei seiner Persönlichkeit das Kind manipulativ als Spielball benutzt. Niemals würde ich ihm das Sorgerecht direkt unterschreiben! Da ihr nicht verheiratet seid, hat er es nicht automatisch und du musst auch nicht unterschreiben, dass er es bekommt, selbst wenn du ihn als Vater eintragen lässt und er die Vaterschaft anerkennt. Allerdings kann er das Sorgerecht einklagen. 

Ja darüber wurde ich in der Beratung aufgeklärt. Sollte ich das einem Kind antun? Es unter diesen Bedingungen in die Welt setzen? Das kommt mir falsch vor 

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19. Juli um 10:28

Weiß ich nicht. Das Kind kann nichts für seinen Vater. Ich würde das Kind aber halt dann schützen wollen bzw, dass er keine Rechte hat. Wer weiß wie er das Kind erziehen würde. Du beschreibst ihn als wäre er zu Emotionalität nicht fähig,eher das Gegenteil.

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19. Juli um 10:45

Ist halt die Frage ob du mit deinen Muttergefühlen überhaupt eine Abtreibung überstehst. 

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19. Juli um 10:45
In Antwort auf jeyjo

Hallo liebe Forenmitglieder,


mir brennt es in der Seele meine Situation einmal runter zu schreiben und vielleicht Impulse zu bekommen, meine Gedanken weiter zu sortieren und eine Entscheidungsfindung weiter voranzutreiben. Bitte keine Vorwürfe wegen missglückter Verhütung o.ä.
Seit gut einer Woche habe ich nun einen positiven SST vorliegen, wobei ich vorher schon geahnt habe, dass es wohl "passiert ist", obwohl der erste Test sogar negativ war. Beim FA war ich schon, muss aber nächste Woche nochmal hin, da bisher außer hoch aufgebaute Schleimhaut nichts weiter auf dem Ultraschall zu sehen war (5. SSW).

Kurz zu mir und meinen Lebensumständen: 
Ich bin fast 27 J. alt, wohne in einer 2.Zi.-Whg. in einer Großstadt, habe ein abgeschlossenes Studium und arbeite seit knapp einem Jahr freiberuflich (unsicher und wenig Einkünfte. Für mich alleine reicht es gerade so). Zu meinen Eltern und meiner Schwester pflege ich ein sehr gutes Verhältnis, sie wohnen in der Nähe und ich wäre mir ihrer Unterstützung auch sicher (bisher wissen sie aber noch nichts von der Schwangerschaft). Gute Freundschaften, die ich pflege, bestehen ebenfalls und ich habe meine Hobbys. Kurzum: Soziale Ressourcen sind auf jeden Fall da. Bisher hatte ich noch keinen konkreten Kinderwunsch sondern war mir eher unsicher, ob ich überhaupt jemals Kinder will, vor allem da ich Partnerschaften oft als aufreiben und eher von kurzer Dauer (<2 J.) erlebt habe und somit dachte vielleicht gar nicht “den richtigen” für eine Familiegründung finden zu können. 

Der Kindsvater
Seit gut 4 Monaten kenne ich nun den Kindsvater und wir sind in einer "Beziehung" wobei diese unharmonisch und instabil ist. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, das ganze zu beenden. Meiner Meinung nach hat dieser Mann narzisstische Persönlichkeitsanteile, die das Führen einer stabilen Beziehung quasi unmöglich machen bzw. nur bei absoluter Selbstaufgabe vielleicht möglich wird (Eingeschränkte Empathiefähigkeit, Ich-Bezogenheit, emotionale Kälte, silent treatment, Missachtung der Bedürfnisse anderer, Kritikunfähigkeit/Rechthaberei, Schuldzuweisungen/vernichtende Kritik, meine Unterstützung/Hilfe als selbstverständlich annehmen ohne Dankbarkeit zu zeigen, emotionale Manipulationsstrategien). Ich denke jedoch nicht, dass er wirklich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung verdient, soweit würde ich nicht gehen wollen. Er hat auch gute Anteile, jedoch weiß ich bei ihm nie, ob diese evtl. der Manipulation dienen könnten. Auf die Bekanntgabe der Schwangerschaft hat er jedenfalls in Teilen gut reagiert und meinte mich in beiden Wegen zu unterstützen. Allerdings hat er auch bereits ein Kind, dass gerade erst zur Welt gekommen ist , allerdings weit weg wohnt (Die Kindsmutter und er hatten eine rein sexuelle Kurzzeitbeziehung). Daher kann ich zu seinen Vaterqualitäten wenig sagen. Jedenfalls kümmert er sich (eingeschränkt) und zahlt. Allerdings glaube ich, dass er auf emotionaler Ebene eben kein guter Vater sein wird und das gibt mir so große Bedenken, da ich ihm das Kind ja nicht vorenthalten will, ich aber Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, dass ich mich Lebzeiten mit ihm wegen des gemeinsamen Kindes auseinandersetzen werde müssen. 

Meine Gedanken
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft durchlebe ich ein Gefühlschaos. Zunächst war mein Gedanke: Abtreibung! Ich kann mir doch mein Leben nicht versauen. Dann ist alles vorbei (Tanzkurse, Reisen, Ausschlafen, Leben genießen, nur für mich selbst Verantwortung tragen). Dann stellten sich plötzlich mütterliche Gefühle ein; eine Art Verbundenheit und das überwältigende Gefühl, dass in mir MEIN Kind heranwächst. Das war einfach Wahnsinn und seitdem nehme ich täglich Folsäure ein und öle meine Haut. Dabei komme ich mir verrückt vor, habe Angst, dass das ganze vielleicht nur unbewusste Projektionen sind oder vielleicht durch die emotionale Abhängigkeit an meinen Partner passiert. Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege.
Dann dachte ich, ich könne es ja mit dem Kindsvater versuchen und wir schaffen das schon irgendwie. Dann dachte ich, ich schaffe das auch ohne ihn als Partner sondern dann sind wir halt nur Eltern. Vielleicht ist der Status Alleinerziehend für mich als unabhängige und starke Frau ja vielleicht genau die richtige Art der Familiengründung? Aktuell denke ich: "Um Himmels Willen, so eine gemeinsame Aufgabe mit DIESEM Menschen?" Das kommt mir vor wie mein eigenes Unglück zu besiegeln. Daher spüre ich nun wieder eine Tendenz zur Abtreibung.

Eine Konfliktberatung hatte ich schon, allerdings drehte es sich da hauptsächlich um finanzielle Absicherung und Möglichkeiten der Unterstützung. Das ganze tat gut, aber es half mir nicht bei der emotionalen Entscheidungsfindung. Während ich also alleine zur Beratung ging, lag mein Partner bei mir zu Hause im Bett und hat geschlafen. Keine Frage, ob ich ihn als Begleitung dabei haben möchte. Dann war er verabredet mit Freunden und als er nachts wieder kam, fragte er auch nicht nach Inhalt des Gespräches, sondern blockte mich ab und schlief einfach ein. Ein Gespräch über sein Fehlverhalten ist nicht möglich. Er macht alles richtig und ich prinzipiell alles falsch. 

So, soweit meine Gedanken dazu... Nun bin ich wirklich sehr gespannt auf euren Input.

Liebe Grüße
 

also man hat ungeschützt s*x und erst wenn man schwanger ist stellt man sich die frage was nicht alles anders wäre wenn man ein kind bekommt....
wieso denkt man daran nicht bevor man s*x hat?

du willt also abtreiben weil du weiterhin ausschlafen und dein leben genießen willst UND weil du nicht willst dass er als Vater agiert????

nur weil du ihm unterstellst (NULL Beweise) dass er kein guter Vater wäre?



 

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19. Juli um 10:55

So wie sie ihn beschreibt ist er narzisstisch. Gut sie hätte vorher überlegen können gar nicht erst weiter mit dem Typen zusammen zu bleiben bzw schwanger zu werden, aber nun ist sie es. Ich finde er darf nicht das Recht haben über das Kind zu bestimmen, wenn er so eine Persönlichkeitsstörung hat. 

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19. Juli um 11:54

Ich verstehe einfach nicht wieso sich Frau denn dann von so einem Mann begatten lässt dem sie offenbar (so lese ich es aus dem Text zumindest raus) eher abgeneigt ist als Vater und Partner teilweise wohl auch.
Schaut er aus wie George Clooney oder hat er ein beeindruckendes Glied? Irgendwas muss er ja haben? 

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19. Juli um 13:10

Verliebtheit macht manchmal blind. Er war bestimmt anfangs total nett, sonst wäre sie nicht mit ihm zusammen 

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20. Juli um 10:08
In Antwort auf jeyjo

Hallo liebe Forenmitglieder,


mir brennt es in der Seele meine Situation einmal runter zu schreiben und vielleicht Impulse zu bekommen, meine Gedanken weiter zu sortieren und eine Entscheidungsfindung weiter voranzutreiben. Bitte keine Vorwürfe wegen missglückter Verhütung o.ä.
Seit gut einer Woche habe ich nun einen positiven SST vorliegen, wobei ich vorher schon geahnt habe, dass es wohl "passiert ist", obwohl der erste Test sogar negativ war. Beim FA war ich schon, muss aber nächste Woche nochmal hin, da bisher außer hoch aufgebaute Schleimhaut nichts weiter auf dem Ultraschall zu sehen war (5. SSW).

Kurz zu mir und meinen Lebensumständen: 
Ich bin fast 27 J. alt, wohne in einer 2.Zi.-Whg. in einer Großstadt, habe ein abgeschlossenes Studium und arbeite seit knapp einem Jahr freiberuflich (unsicher und wenig Einkünfte. Für mich alleine reicht es gerade so). Zu meinen Eltern und meiner Schwester pflege ich ein sehr gutes Verhältnis, sie wohnen in der Nähe und ich wäre mir ihrer Unterstützung auch sicher (bisher wissen sie aber noch nichts von der Schwangerschaft). Gute Freundschaften, die ich pflege, bestehen ebenfalls und ich habe meine Hobbys. Kurzum: Soziale Ressourcen sind auf jeden Fall da. Bisher hatte ich noch keinen konkreten Kinderwunsch sondern war mir eher unsicher, ob ich überhaupt jemals Kinder will, vor allem da ich Partnerschaften oft als aufreiben und eher von kurzer Dauer (<2 J.) erlebt habe und somit dachte vielleicht gar nicht “den richtigen” für eine Familiegründung finden zu können. 

Der Kindsvater
Seit gut 4 Monaten kenne ich nun den Kindsvater und wir sind in einer "Beziehung" wobei diese unharmonisch und instabil ist. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, das ganze zu beenden. Meiner Meinung nach hat dieser Mann narzisstische Persönlichkeitsanteile, die das Führen einer stabilen Beziehung quasi unmöglich machen bzw. nur bei absoluter Selbstaufgabe vielleicht möglich wird (Eingeschränkte Empathiefähigkeit, Ich-Bezogenheit, emotionale Kälte, silent treatment, Missachtung der Bedürfnisse anderer, Kritikunfähigkeit/Rechthaberei, Schuldzuweisungen/vernichtende Kritik, meine Unterstützung/Hilfe als selbstverständlich annehmen ohne Dankbarkeit zu zeigen, emotionale Manipulationsstrategien). Ich denke jedoch nicht, dass er wirklich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung verdient, soweit würde ich nicht gehen wollen. Er hat auch gute Anteile, jedoch weiß ich bei ihm nie, ob diese evtl. der Manipulation dienen könnten. Auf die Bekanntgabe der Schwangerschaft hat er jedenfalls in Teilen gut reagiert und meinte mich in beiden Wegen zu unterstützen. Allerdings hat er auch bereits ein Kind, dass gerade erst zur Welt gekommen ist , allerdings weit weg wohnt (Die Kindsmutter und er hatten eine rein sexuelle Kurzzeitbeziehung). Daher kann ich zu seinen Vaterqualitäten wenig sagen. Jedenfalls kümmert er sich (eingeschränkt) und zahlt. Allerdings glaube ich, dass er auf emotionaler Ebene eben kein guter Vater sein wird und das gibt mir so große Bedenken, da ich ihm das Kind ja nicht vorenthalten will, ich aber Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, dass ich mich Lebzeiten mit ihm wegen des gemeinsamen Kindes auseinandersetzen werde müssen. 

Meine Gedanken
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft durchlebe ich ein Gefühlschaos. Zunächst war mein Gedanke: Abtreibung! Ich kann mir doch mein Leben nicht versauen. Dann ist alles vorbei (Tanzkurse, Reisen, Ausschlafen, Leben genießen, nur für mich selbst Verantwortung tragen). Dann stellten sich plötzlich mütterliche Gefühle ein; eine Art Verbundenheit und das überwältigende Gefühl, dass in mir MEIN Kind heranwächst. Das war einfach Wahnsinn und seitdem nehme ich täglich Folsäure ein und öle meine Haut. Dabei komme ich mir verrückt vor, habe Angst, dass das ganze vielleicht nur unbewusste Projektionen sind oder vielleicht durch die emotionale Abhängigkeit an meinen Partner passiert. Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege.
Dann dachte ich, ich könne es ja mit dem Kindsvater versuchen und wir schaffen das schon irgendwie. Dann dachte ich, ich schaffe das auch ohne ihn als Partner sondern dann sind wir halt nur Eltern. Vielleicht ist der Status Alleinerziehend für mich als unabhängige und starke Frau ja vielleicht genau die richtige Art der Familiengründung? Aktuell denke ich: "Um Himmels Willen, so eine gemeinsame Aufgabe mit DIESEM Menschen?" Das kommt mir vor wie mein eigenes Unglück zu besiegeln. Daher spüre ich nun wieder eine Tendenz zur Abtreibung.

Eine Konfliktberatung hatte ich schon, allerdings drehte es sich da hauptsächlich um finanzielle Absicherung und Möglichkeiten der Unterstützung. Das ganze tat gut, aber es half mir nicht bei der emotionalen Entscheidungsfindung. Während ich also alleine zur Beratung ging, lag mein Partner bei mir zu Hause im Bett und hat geschlafen. Keine Frage, ob ich ihn als Begleitung dabei haben möchte. Dann war er verabredet mit Freunden und als er nachts wieder kam, fragte er auch nicht nach Inhalt des Gespräches, sondern blockte mich ab und schlief einfach ein. Ein Gespräch über sein Fehlverhalten ist nicht möglich. Er macht alles richtig und ich prinzipiell alles falsch. 

So, soweit meine Gedanken dazu... Nun bin ich wirklich sehr gespannt auf euren Input.

Liebe Grüße
 

Hallo Jeyjo,
das ist die eine Perspektive. Und zwar eine, wo du nur zuschaust: er und das Kind. Viel wesentlicher bist aber du und was das Kind (und er) dir bedeutet und was du tust.
Du selbst kannst am allermeisten gestalten. Im Moment weißt du noch gar nicht, was genau du von ihm erwartest oder möchtest. Auch für dich selbst noch nicht so genau. Um wieviel weniger kannst du für das Kind „wissen“. Es wird so werden, wie du es einrichtest. Es ist am Anfang eh mehr auf dich bezogen und findet Bezug zu den Menschen, denen du es anvertraust. 
Wie schätzst du ihn ein? Würde er dich umgekehrt mit Erwartungen/Forderungen konfrontieren?
Du schreibst, er ist nur mit sich beschäftigt. Man wünscht es sich (und ihm!!!), dass seine Perspektive ein bisschen weiter wird. Im Moment ist vor allem wichtig, wie deine Perspektive auf das Leben, auf das Kind und für dich selbst ist.
Du kannst gestalten! Du bist Freiberuflerin. Du bist also im Grunde deines Herzens eine Gestalterin.
Lass dir nicht wegen Befürchtungen, was andere machen könnten, deine Dinge aus der Hand nehmen. Schon gar nicht dieses Kind. Es ist doch am allermeisten Deins. Alles andere lässt sich klären. Ich würde nicht zu sehr auf ihn bauen, weder im positiven Sinn noch im negativen: Nicht zu viel Gutes erwarten, aber auch nicht fürchten, wie er sich entwickeln könnte.
Du kannst doch gut für dich einstehen.  Und hast eine Familie, die hinter dir steht.
​Liebe Grüße von catie
 

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20. Juli um 15:59
In Antwort auf jeyjo

Hallo liebe Forenmitglieder,


mir brennt es in der Seele meine Situation einmal runter zu schreiben und vielleicht Impulse zu bekommen, meine Gedanken weiter zu sortieren und eine Entscheidungsfindung weiter voranzutreiben. Bitte keine Vorwürfe wegen missglückter Verhütung o.ä.
Seit gut einer Woche habe ich nun einen positiven SST vorliegen, wobei ich vorher schon geahnt habe, dass es wohl "passiert ist", obwohl der erste Test sogar negativ war. Beim FA war ich schon, muss aber nächste Woche nochmal hin, da bisher außer hoch aufgebaute Schleimhaut nichts weiter auf dem Ultraschall zu sehen war (5. SSW).

Kurz zu mir und meinen Lebensumständen: 
Ich bin fast 27 J. alt, wohne in einer 2.Zi.-Whg. in einer Großstadt, habe ein abgeschlossenes Studium und arbeite seit knapp einem Jahr freiberuflich (unsicher und wenig Einkünfte. Für mich alleine reicht es gerade so). Zu meinen Eltern und meiner Schwester pflege ich ein sehr gutes Verhältnis, sie wohnen in der Nähe und ich wäre mir ihrer Unterstützung auch sicher (bisher wissen sie aber noch nichts von der Schwangerschaft). Gute Freundschaften, die ich pflege, bestehen ebenfalls und ich habe meine Hobbys. Kurzum: Soziale Ressourcen sind auf jeden Fall da. Bisher hatte ich noch keinen konkreten Kinderwunsch sondern war mir eher unsicher, ob ich überhaupt jemals Kinder will, vor allem da ich Partnerschaften oft als aufreiben und eher von kurzer Dauer (<2 J.) erlebt habe und somit dachte vielleicht gar nicht “den richtigen” für eine Familiegründung finden zu können. 

Der Kindsvater
Seit gut 4 Monaten kenne ich nun den Kindsvater und wir sind in einer "Beziehung" wobei diese unharmonisch und instabil ist. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, das ganze zu beenden. Meiner Meinung nach hat dieser Mann narzisstische Persönlichkeitsanteile, die das Führen einer stabilen Beziehung quasi unmöglich machen bzw. nur bei absoluter Selbstaufgabe vielleicht möglich wird (Eingeschränkte Empathiefähigkeit, Ich-Bezogenheit, emotionale Kälte, silent treatment, Missachtung der Bedürfnisse anderer, Kritikunfähigkeit/Rechthaberei, Schuldzuweisungen/vernichtende Kritik, meine Unterstützung/Hilfe als selbstverständlich annehmen ohne Dankbarkeit zu zeigen, emotionale Manipulationsstrategien). Ich denke jedoch nicht, dass er wirklich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung verdient, soweit würde ich nicht gehen wollen. Er hat auch gute Anteile, jedoch weiß ich bei ihm nie, ob diese evtl. der Manipulation dienen könnten. Auf die Bekanntgabe der Schwangerschaft hat er jedenfalls in Teilen gut reagiert und meinte mich in beiden Wegen zu unterstützen. Allerdings hat er auch bereits ein Kind, dass gerade erst zur Welt gekommen ist , allerdings weit weg wohnt (Die Kindsmutter und er hatten eine rein sexuelle Kurzzeitbeziehung). Daher kann ich zu seinen Vaterqualitäten wenig sagen. Jedenfalls kümmert er sich (eingeschränkt) und zahlt. Allerdings glaube ich, dass er auf emotionaler Ebene eben kein guter Vater sein wird und das gibt mir so große Bedenken, da ich ihm das Kind ja nicht vorenthalten will, ich aber Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, dass ich mich Lebzeiten mit ihm wegen des gemeinsamen Kindes auseinandersetzen werde müssen. 

Meine Gedanken
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft durchlebe ich ein Gefühlschaos. Zunächst war mein Gedanke: Abtreibung! Ich kann mir doch mein Leben nicht versauen. Dann ist alles vorbei (Tanzkurse, Reisen, Ausschlafen, Leben genießen, nur für mich selbst Verantwortung tragen). Dann stellten sich plötzlich mütterliche Gefühle ein; eine Art Verbundenheit und das überwältigende Gefühl, dass in mir MEIN Kind heranwächst. Das war einfach Wahnsinn und seitdem nehme ich täglich Folsäure ein und öle meine Haut. Dabei komme ich mir verrückt vor, habe Angst, dass das ganze vielleicht nur unbewusste Projektionen sind oder vielleicht durch die emotionale Abhängigkeit an meinen Partner passiert. Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege.
Dann dachte ich, ich könne es ja mit dem Kindsvater versuchen und wir schaffen das schon irgendwie. Dann dachte ich, ich schaffe das auch ohne ihn als Partner sondern dann sind wir halt nur Eltern. Vielleicht ist der Status Alleinerziehend für mich als unabhängige und starke Frau ja vielleicht genau die richtige Art der Familiengründung? Aktuell denke ich: "Um Himmels Willen, so eine gemeinsame Aufgabe mit DIESEM Menschen?" Das kommt mir vor wie mein eigenes Unglück zu besiegeln. Daher spüre ich nun wieder eine Tendenz zur Abtreibung.

Eine Konfliktberatung hatte ich schon, allerdings drehte es sich da hauptsächlich um finanzielle Absicherung und Möglichkeiten der Unterstützung. Das ganze tat gut, aber es half mir nicht bei der emotionalen Entscheidungsfindung. Während ich also alleine zur Beratung ging, lag mein Partner bei mir zu Hause im Bett und hat geschlafen. Keine Frage, ob ich ihn als Begleitung dabei haben möchte. Dann war er verabredet mit Freunden und als er nachts wieder kam, fragte er auch nicht nach Inhalt des Gespräches, sondern blockte mich ab und schlief einfach ein. Ein Gespräch über sein Fehlverhalten ist nicht möglich. Er macht alles richtig und ich prinzipiell alles falsch. 

So, soweit meine Gedanken dazu... Nun bin ich wirklich sehr gespannt auf euren Input.

Liebe Grüße
 

Auf keinen Fall abtreiben! 

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20. Juli um 19:12
In Antwort auf catie09

Hallo Jeyjo,
das ist die eine Perspektive. Und zwar eine, wo du nur zuschaust: er und das Kind. Viel wesentlicher bist aber du und was das Kind (und er) dir bedeutet und was du tust.
Du selbst kannst am allermeisten gestalten. Im Moment weißt du noch gar nicht, was genau du von ihm erwartest oder möchtest. Auch für dich selbst noch nicht so genau. Um wieviel weniger kannst du für das Kind „wissen“. Es wird so werden, wie du es einrichtest. Es ist am Anfang eh mehr auf dich bezogen und findet Bezug zu den Menschen, denen du es anvertraust. 
Wie schätzst du ihn ein? Würde er dich umgekehrt mit Erwartungen/Forderungen konfrontieren?
Du schreibst, er ist nur mit sich beschäftigt. Man wünscht es sich (und ihm!!!), dass seine Perspektive ein bisschen weiter wird. Im Moment ist vor allem wichtig, wie deine Perspektive auf das Leben, auf das Kind und für dich selbst ist.
Du kannst gestalten! Du bist Freiberuflerin. Du bist also im Grunde deines Herzens eine Gestalterin.
Lass dir nicht wegen Befürchtungen, was andere machen könnten, deine Dinge aus der Hand nehmen. Schon gar nicht dieses Kind. Es ist doch am allermeisten Deins. Alles andere lässt sich klären. Ich würde nicht zu sehr auf ihn bauen, weder im positiven Sinn noch im negativen: Nicht zu viel Gutes erwarten, aber auch nicht fürchten, wie er sich entwickeln könnte.
Du kannst doch gut für dich einstehen.  Und hast eine Familie, die hinter dir steht.
​Liebe Grüße von catie
 

vielen Dank 

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20. Juli um 22:19
In Antwort auf jeyjo

vielen Dank 

Meine beste Freundin hatte selbe Situation. Das Kind ist zwei, also kann ich dir eine mögliche zukunftsprognose Zeigen...
Die erste Zeit war sie völlig allein mit sich und allen Problemen. Zum präsentieren vom baby war er da. Ansonsten ist das Kind total verwirrt. Die Mama zieht sich dummerweise einen zweiten sozialen Schwachnaten ran. Die kleine, arme Maus. 
Und nun sieht sie zu, dass sie so schnell wie möglich nen Job mit mehr Geld findet, um abzuhauen 

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22. Juli um 5:25
In Antwort auf jeyjo

Hallo liebe Forenmitglieder,


mir brennt es in der Seele meine Situation einmal runter zu schreiben und vielleicht Impulse zu bekommen, meine Gedanken weiter zu sortieren und eine Entscheidungsfindung weiter voranzutreiben. Bitte keine Vorwürfe wegen missglückter Verhütung o.ä.
Seit gut einer Woche habe ich nun einen positiven SST vorliegen, wobei ich vorher schon geahnt habe, dass es wohl "passiert ist", obwohl der erste Test sogar negativ war. Beim FA war ich schon, muss aber nächste Woche nochmal hin, da bisher außer hoch aufgebaute Schleimhaut nichts weiter auf dem Ultraschall zu sehen war (5. SSW).

Kurz zu mir und meinen Lebensumständen: 
Ich bin fast 27 J. alt, wohne in einer 2.Zi.-Whg. in einer Großstadt, habe ein abgeschlossenes Studium und arbeite seit knapp einem Jahr freiberuflich (unsicher und wenig Einkünfte. Für mich alleine reicht es gerade so). Zu meinen Eltern und meiner Schwester pflege ich ein sehr gutes Verhältnis, sie wohnen in der Nähe und ich wäre mir ihrer Unterstützung auch sicher (bisher wissen sie aber noch nichts von der Schwangerschaft). Gute Freundschaften, die ich pflege, bestehen ebenfalls und ich habe meine Hobbys. Kurzum: Soziale Ressourcen sind auf jeden Fall da. Bisher hatte ich noch keinen konkreten Kinderwunsch sondern war mir eher unsicher, ob ich überhaupt jemals Kinder will, vor allem da ich Partnerschaften oft als aufreiben und eher von kurzer Dauer (<2 J.) erlebt habe und somit dachte vielleicht gar nicht “den richtigen” für eine Familiegründung finden zu können. 

Der Kindsvater
Seit gut 4 Monaten kenne ich nun den Kindsvater und wir sind in einer "Beziehung" wobei diese unharmonisch und instabil ist. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, das ganze zu beenden. Meiner Meinung nach hat dieser Mann narzisstische Persönlichkeitsanteile, die das Führen einer stabilen Beziehung quasi unmöglich machen bzw. nur bei absoluter Selbstaufgabe vielleicht möglich wird (Eingeschränkte Empathiefähigkeit, Ich-Bezogenheit, emotionale Kälte, silent treatment, Missachtung der Bedürfnisse anderer, Kritikunfähigkeit/Rechthaberei, Schuldzuweisungen/vernichtende Kritik, meine Unterstützung/Hilfe als selbstverständlich annehmen ohne Dankbarkeit zu zeigen, emotionale Manipulationsstrategien). Ich denke jedoch nicht, dass er wirklich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung verdient, soweit würde ich nicht gehen wollen. Er hat auch gute Anteile, jedoch weiß ich bei ihm nie, ob diese evtl. der Manipulation dienen könnten. Auf die Bekanntgabe der Schwangerschaft hat er jedenfalls in Teilen gut reagiert und meinte mich in beiden Wegen zu unterstützen. Allerdings hat er auch bereits ein Kind, dass gerade erst zur Welt gekommen ist , allerdings weit weg wohnt (Die Kindsmutter und er hatten eine rein sexuelle Kurzzeitbeziehung). Daher kann ich zu seinen Vaterqualitäten wenig sagen. Jedenfalls kümmert er sich (eingeschränkt) und zahlt. Allerdings glaube ich, dass er auf emotionaler Ebene eben kein guter Vater sein wird und das gibt mir so große Bedenken, da ich ihm das Kind ja nicht vorenthalten will, ich aber Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, dass ich mich Lebzeiten mit ihm wegen des gemeinsamen Kindes auseinandersetzen werde müssen. 

Meine Gedanken
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft durchlebe ich ein Gefühlschaos. Zunächst war mein Gedanke: Abtreibung! Ich kann mir doch mein Leben nicht versauen. Dann ist alles vorbei (Tanzkurse, Reisen, Ausschlafen, Leben genießen, nur für mich selbst Verantwortung tragen). Dann stellten sich plötzlich mütterliche Gefühle ein; eine Art Verbundenheit und das überwältigende Gefühl, dass in mir MEIN Kind heranwächst. Das war einfach Wahnsinn und seitdem nehme ich täglich Folsäure ein und öle meine Haut. Dabei komme ich mir verrückt vor, habe Angst, dass das ganze vielleicht nur unbewusste Projektionen sind oder vielleicht durch die emotionale Abhängigkeit an meinen Partner passiert. Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege.
Dann dachte ich, ich könne es ja mit dem Kindsvater versuchen und wir schaffen das schon irgendwie. Dann dachte ich, ich schaffe das auch ohne ihn als Partner sondern dann sind wir halt nur Eltern. Vielleicht ist der Status Alleinerziehend für mich als unabhängige und starke Frau ja vielleicht genau die richtige Art der Familiengründung? Aktuell denke ich: "Um Himmels Willen, so eine gemeinsame Aufgabe mit DIESEM Menschen?" Das kommt mir vor wie mein eigenes Unglück zu besiegeln. Daher spüre ich nun wieder eine Tendenz zur Abtreibung.

Eine Konfliktberatung hatte ich schon, allerdings drehte es sich da hauptsächlich um finanzielle Absicherung und Möglichkeiten der Unterstützung. Das ganze tat gut, aber es half mir nicht bei der emotionalen Entscheidungsfindung. Während ich also alleine zur Beratung ging, lag mein Partner bei mir zu Hause im Bett und hat geschlafen. Keine Frage, ob ich ihn als Begleitung dabei haben möchte. Dann war er verabredet mit Freunden und als er nachts wieder kam, fragte er auch nicht nach Inhalt des Gespräches, sondern blockte mich ab und schlief einfach ein. Ein Gespräch über sein Fehlverhalten ist nicht möglich. Er macht alles richtig und ich prinzipiell alles falsch. 

So, soweit meine Gedanken dazu... Nun bin ich wirklich sehr gespannt auf euren Input.

Liebe Grüße
 

Meine Gedanken zu deiner Situation: In dir wächst ein Kind heran und du musst in erste Linie entscheiden, ob du das Kind behalten möchtest und das unabhängig vom Erzeuger des Kindes. Du schreibst, das du eine unabhängige und starke Frau bist und den Eindruck vermittelst du auch. Dann mach doch diese Entscheidung nicht von dem Partner abhängig. Du kannst ihn dann immernoch "in den Wind schießen", wenn er sich nicht zum Positiven entwickelt. Die Entscheidung für oder gegen das Kind ist aber endgültig.
Ich bin unabhängig von einer Partnerschaft glücklicher Papa und kann dir nur raten, das Kind zu bekommen. Es wird dir so viel zurück geben. Wenn du magst, kannst du ja eine PN schreiben.

Liebe Grüße

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22. Juli um 9:42
In Antwort auf jeyjo

Hallo liebe Forenmitglieder,


mir brennt es in der Seele meine Situation einmal runter zu schreiben und vielleicht Impulse zu bekommen, meine Gedanken weiter zu sortieren und eine Entscheidungsfindung weiter voranzutreiben. Bitte keine Vorwürfe wegen missglückter Verhütung o.ä.
Seit gut einer Woche habe ich nun einen positiven SST vorliegen, wobei ich vorher schon geahnt habe, dass es wohl "passiert ist", obwohl der erste Test sogar negativ war. Beim FA war ich schon, muss aber nächste Woche nochmal hin, da bisher außer hoch aufgebaute Schleimhaut nichts weiter auf dem Ultraschall zu sehen war (5. SSW).

Kurz zu mir und meinen Lebensumständen: 
Ich bin fast 27 J. alt, wohne in einer 2.Zi.-Whg. in einer Großstadt, habe ein abgeschlossenes Studium und arbeite seit knapp einem Jahr freiberuflich (unsicher und wenig Einkünfte. Für mich alleine reicht es gerade so). Zu meinen Eltern und meiner Schwester pflege ich ein sehr gutes Verhältnis, sie wohnen in der Nähe und ich wäre mir ihrer Unterstützung auch sicher (bisher wissen sie aber noch nichts von der Schwangerschaft). Gute Freundschaften, die ich pflege, bestehen ebenfalls und ich habe meine Hobbys. Kurzum: Soziale Ressourcen sind auf jeden Fall da. Bisher hatte ich noch keinen konkreten Kinderwunsch sondern war mir eher unsicher, ob ich überhaupt jemals Kinder will, vor allem da ich Partnerschaften oft als aufreiben und eher von kurzer Dauer (<2 J.) erlebt habe und somit dachte vielleicht gar nicht “den richtigen” für eine Familiegründung finden zu können. 

Der Kindsvater
Seit gut 4 Monaten kenne ich nun den Kindsvater und wir sind in einer "Beziehung" wobei diese unharmonisch und instabil ist. Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, das ganze zu beenden. Meiner Meinung nach hat dieser Mann narzisstische Persönlichkeitsanteile, die das Führen einer stabilen Beziehung quasi unmöglich machen bzw. nur bei absoluter Selbstaufgabe vielleicht möglich wird (Eingeschränkte Empathiefähigkeit, Ich-Bezogenheit, emotionale Kälte, silent treatment, Missachtung der Bedürfnisse anderer, Kritikunfähigkeit/Rechthaberei, Schuldzuweisungen/vernichtende Kritik, meine Unterstützung/Hilfe als selbstverständlich annehmen ohne Dankbarkeit zu zeigen, emotionale Manipulationsstrategien). Ich denke jedoch nicht, dass er wirklich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung verdient, soweit würde ich nicht gehen wollen. Er hat auch gute Anteile, jedoch weiß ich bei ihm nie, ob diese evtl. der Manipulation dienen könnten. Auf die Bekanntgabe der Schwangerschaft hat er jedenfalls in Teilen gut reagiert und meinte mich in beiden Wegen zu unterstützen. Allerdings hat er auch bereits ein Kind, dass gerade erst zur Welt gekommen ist , allerdings weit weg wohnt (Die Kindsmutter und er hatten eine rein sexuelle Kurzzeitbeziehung). Daher kann ich zu seinen Vaterqualitäten wenig sagen. Jedenfalls kümmert er sich (eingeschränkt) und zahlt. Allerdings glaube ich, dass er auf emotionaler Ebene eben kein guter Vater sein wird und das gibt mir so große Bedenken, da ich ihm das Kind ja nicht vorenthalten will, ich aber Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, dass ich mich Lebzeiten mit ihm wegen des gemeinsamen Kindes auseinandersetzen werde müssen. 

Meine Gedanken
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft durchlebe ich ein Gefühlschaos. Zunächst war mein Gedanke: Abtreibung! Ich kann mir doch mein Leben nicht versauen. Dann ist alles vorbei (Tanzkurse, Reisen, Ausschlafen, Leben genießen, nur für mich selbst Verantwortung tragen). Dann stellten sich plötzlich mütterliche Gefühle ein; eine Art Verbundenheit und das überwältigende Gefühl, dass in mir MEIN Kind heranwächst. Das war einfach Wahnsinn und seitdem nehme ich täglich Folsäure ein und öle meine Haut. Dabei komme ich mir verrückt vor, habe Angst, dass das ganze vielleicht nur unbewusste Projektionen sind oder vielleicht durch die emotionale Abhängigkeit an meinen Partner passiert. Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege.
Dann dachte ich, ich könne es ja mit dem Kindsvater versuchen und wir schaffen das schon irgendwie. Dann dachte ich, ich schaffe das auch ohne ihn als Partner sondern dann sind wir halt nur Eltern. Vielleicht ist der Status Alleinerziehend für mich als unabhängige und starke Frau ja vielleicht genau die richtige Art der Familiengründung? Aktuell denke ich: "Um Himmels Willen, so eine gemeinsame Aufgabe mit DIESEM Menschen?" Das kommt mir vor wie mein eigenes Unglück zu besiegeln. Daher spüre ich nun wieder eine Tendenz zur Abtreibung.

Eine Konfliktberatung hatte ich schon, allerdings drehte es sich da hauptsächlich um finanzielle Absicherung und Möglichkeiten der Unterstützung. Das ganze tat gut, aber es half mir nicht bei der emotionalen Entscheidungsfindung. Während ich also alleine zur Beratung ging, lag mein Partner bei mir zu Hause im Bett und hat geschlafen. Keine Frage, ob ich ihn als Begleitung dabei haben möchte. Dann war er verabredet mit Freunden und als er nachts wieder kam, fragte er auch nicht nach Inhalt des Gespräches, sondern blockte mich ab und schlief einfach ein. Ein Gespräch über sein Fehlverhalten ist nicht möglich. Er macht alles richtig und ich prinzipiell alles falsch. 

So, soweit meine Gedanken dazu... Nun bin ich wirklich sehr gespannt auf euren Input.

Liebe Grüße
 

"Ich traue meinen Gefühlen überhaupt nicht mehr, da ich Ihnen auch schon in der Beziehungen nicht mehr getraut habe und große Selbstzweifel hege."
Seltsame Aussage irgendwie. Im Zweifel für den Zweifel, sang Tocotronic, aber Gefühlen zu "misstrauen", was soll das heißen? Gefühle hast du einfach, manchmal vielleicht ambivalente. 
Ein Gefühlschaos ist jedenfalls absolut verständlich, diese Entscheidung hat gravierende Auswirkungen, so oder so. 

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28. Juli um 17:09

Ich denke nicht, dass ein Schwangerschaftsabbruch an der Psyche spurlos vorbeigeht. Frauen, die sich gegen ihr eigenes Kind entschieden haben leiden oft ein Leben lang, weil die Schuldgefühle nicht weniger, sondern immer mehr und stärker werden. Kenne selbst einige Fälle. Würde dir deswegen raten, dich auf jeden Fall zu deinem Kind zu stellen und für dich und dein Kind das Beste aus der Situation zu machen. Es gibt so viele Menschen, die gerne helfen und mitanpacken....dann die ganzen Selbsthilfeprojekte von Alleinerziehenden und die Beratungsstellen, Nachbarschaftshilfen, Kirchen und du hast sogar schon Freunde und Familie, was dafür nicht nötig ist, aber gut..... wo liegt das Problem? Ich persönlich glaube auch an einen Schöpfer, der uns hilft, wenn wir auf guten Wegen gehen.....also Mut zum Leben. Alles Liebe dir und deinem Kind.

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