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Schwanger, Vater hat schwere psychische Probleme... Abtreibung?

22. November 2010 um 23:11

Hey an alle.

Ich weiß nicht genau, wie, oder wo ich anfangen soll, ich weiß nicht einmal wie ich in diese Situation gelangen bin. Aber es wäre echt nett wenn mir vielleicht jemand Tipps, Erfahrungen etc geben könnte.

Nunja, mal kurz zu der Vorgeschichte.

Ich bin 20 Jahre alt, mein Freund wird im Jänner 21.

Wir sind seit 3 Jahren ein Paar, seit über 2 Jahren lebt er bei mir.

Es könnte alles so schön sein, aber jedoch hier das Problem.

Mein Freund ist seit ungefähr 10 Jahren Drogenabhängig. Er stammt aus sehr schweren und schlimmen familiären Verhältnissen, musste sehr viel durchmachen. Er ist stark depressiv, leidet an einer leichten, multiplen Persönlichkeitsstörung, an starkem und akutem Selbst verletzendem Verhalten und hat auch noch andere Verhaltensweisen, die sich bestimmt nicht positiv auf ein gemeinsames Kind auswirken würden.

Aufgrund seiner Heroinsucht und der damit verbunden Angst vor (möglichen) ansteckenden Krankheiten haben wir beim Sex immer ein Kondom benutzt, wir hatten nicht oft Sex, da er starke Probleme damit hat, was auch der Grund ist weshalb ich die Pille nicht nehme, ein Kondom war immer Schutz genug, bis jetzt.

Am Freitag habe ich erfahren, dass ich in der 10. Woche schwanger bin, ich bin seit dem total am Ende.
Ich habe mir immer Kinder gewünscht, ich liebe Kinder und eine kleine Familie war immer mein Traum. Er jedoch möchte keine Kinder, er weiß, dass er nicht die Kraft hat sich darum zu kümmern, weil er sich kaum um sich selbst kümmern kann.

Ich möchte nicht, dass mein Kind unter solchen Umständen aufwachsen muss, natürlich würde ich mich darum kümmern und alles mögliche tun, damit es eine schöne Kindheit hat, aber gleichzeitig muss ich mich auch um meinen Freund kümmern, er braucht mich, er braucht sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen. Ich glaube nicht, dass ich es schaffen würde mich da auch noch um ein Kind zu kümmern, da mich seine Situation ja auch belastet.

Ich war wirklich immer gegen Abtreibung, konnte nie verstehen wie man so etwas tun könnte, hätte niemals gedacht, dass ich eines Tages selbst ungewollt schwanger werde und vor dieser Entscheidung stehe.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich hab es ihm auch noch nicht erzählt, weil es ihn nur zusätzlich belasten würde. Ich komme mit der ganzen Situation nicht klar.

Ich muss dazu auch noch sagen, dass wir nur eine sehr kleine Wohnung haben, da nur ich arbeiten kann, wir haben nicht sehr viel Geld, er hat hohe Schulden aufgrund seines Drogenkonsums.

Was würdet ihr tun? Was könntet ihr mir raten? Wäre eine Abtreibung nicht das vernünftigste für alle?

Bitte keine gehässigen Beiträge oder Beschimpfungen.
Ich weiß auch, dass sich vermutlich viele fragen was ich den mit "so einem" will, aber darum geht es nicht. Ich würde mir einfach wünschen, dass mir irgendjemand Tipps, Ratschläge oder vielleicht eigene Erfahrungen mitteilen kann.

Danke im Vorraus =)

Liebe Grüße MissxSunshine

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22. November 2010 um 23:59


Ist er zurzeit clean? Wenn ja, wie lange schon? Ist er in Behandlung?

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23. November 2010 um 0:06
In Antwort auf rauchmelder2010


Ist er zurzeit clean? Wenn ja, wie lange schon? Ist er in Behandlung?

...
Nein er ist nicht clean.
Er war als letztes in einer 2 monatigen stationären Behandlung, bekam dort Ersatzdrogen, ist jedoch seit 4 Monaten wieder draußen und sofort rückfällig geworden, möchte sich aber demnächst um eine ambulante Therapie kümmern.

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23. November 2010 um 0:19
In Antwort auf missxsunshine20

...
Nein er ist nicht clean.
Er war als letztes in einer 2 monatigen stationären Behandlung, bekam dort Ersatzdrogen, ist jedoch seit 4 Monaten wieder draußen und sofort rückfällig geworden, möchte sich aber demnächst um eine ambulante Therapie kümmern.


Wie finanziert er sich seine Sucht?
Gibst du ihm Geld?

Wenn er so lange abhängig ist, sollte er vielleicht an einen geschlossenen Entzug denken.... WENN er es denn auch will....


Aber nun erstmal zu dir:

Du und das Baby... Ihr steht an erste Stelle.... Willst du dein Baby abtreiben lassen, weil du dich um jemanden kümmerst, der sein Leben selbst kaputt macht? Er ist für sich selbst verantwortlich.....
Er kann sich nicht nur auf dich verlassen, er ist alt genug....

Erzähl ihm von dem Baby....

Was willst DU? Angenommen, du wärst Single... Würdest du das Kind haben wollen?

Finanzielle Hilfen bekommst du von ProFamilia.... Geld für die Erstausstattung.....

Du stehst nicht allein da....

Aber bitte zerstör nicht dein Leben und das Leben deines Kindes wegen deinem Freund!

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23. November 2010 um 0:30
In Antwort auf rauchmelder2010


Wie finanziert er sich seine Sucht?
Gibst du ihm Geld?

Wenn er so lange abhängig ist, sollte er vielleicht an einen geschlossenen Entzug denken.... WENN er es denn auch will....


Aber nun erstmal zu dir:

Du und das Baby... Ihr steht an erste Stelle.... Willst du dein Baby abtreiben lassen, weil du dich um jemanden kümmerst, der sein Leben selbst kaputt macht? Er ist für sich selbst verantwortlich.....
Er kann sich nicht nur auf dich verlassen, er ist alt genug....

Erzähl ihm von dem Baby....

Was willst DU? Angenommen, du wärst Single... Würdest du das Kind haben wollen?

Finanzielle Hilfen bekommst du von ProFamilia.... Geld für die Erstausstattung.....

Du stehst nicht allein da....

Aber bitte zerstör nicht dein Leben und das Leben deines Kindes wegen deinem Freund!

...
Er hat viele Schulden, bei verschiedenen Dealern, "Freunden" und Bekannten. Und ja, ich gebe zu, auch ich gebe ihm Geld. Ich weiß es ist scheiße, aber wenn ich ihn so leiden sehe unter den Entzugserscheinungen habe ich Angst um ihn und Angst, dass er eine Dummheit oder ein Verbrechen begeht um an Geld zu kommen.

Er hat schon einige geschlossene Entzüge hinter sich, aber wurde immer wieder rückfällig.

Ich habe einfach Angst ihm von dem Kind zu erzählen, er hat immer gesagt er möchte keine Kinder, vielleicht irgendwann in 10 Jahren oder so, wenn es ihm besser geht. Ich habe Angst, dass ihn das noch mehr fertig macht.

Aber natürlich hast du auch recht, ich kann das Leben meines Kindes nicht zerstören, bzw beenden, nur wegen ihm. Ich habe mich dafür entschieden, mein eigenes Leben nach ihm auszurichten und das ist okay für mich, aber ich könnte eben nicht damit leben, wenn ein Kind darunter leiden müsste.

Wenn ich Single wäre und das Kind in einem One Night Stand oder ähnlichem entstanden wäre, würde ich es bekommen, ganz sicher. Zu zweit und mit Hilfe von verschiedenen Stellen, wie eben Pro Familia würden wir das sicher schaffen.

Aber dadurch, dass mein Freund nun mal auch bei mir ist, ist das ganze so schwierig. Er sagt immer ich bin der einzige Grund in seinem Leben, warum er es noch nicht beendet hat etc. Und wenn er plötzlich nicht mehr meine ganze Aufmerksamkeit und Zeit bekommen würde, wäre die Angst groß, dass er sich was antut oder vielleicht, schlimmer, dem Kind...

Ich weiß, es ist nur schwer nachzuvollziehen, warum ich überhaupt noch mit ihm zusammen bin, ich glaube schon, dass ich ihn wirklich liebe, aber ich weiß auch, dass viel Mitleid und Angst um sein Leben dahinter steckt.

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23. November 2010 um 0:40
In Antwort auf missxsunshine20

...
Er hat viele Schulden, bei verschiedenen Dealern, "Freunden" und Bekannten. Und ja, ich gebe zu, auch ich gebe ihm Geld. Ich weiß es ist scheiße, aber wenn ich ihn so leiden sehe unter den Entzugserscheinungen habe ich Angst um ihn und Angst, dass er eine Dummheit oder ein Verbrechen begeht um an Geld zu kommen.

Er hat schon einige geschlossene Entzüge hinter sich, aber wurde immer wieder rückfällig.

Ich habe einfach Angst ihm von dem Kind zu erzählen, er hat immer gesagt er möchte keine Kinder, vielleicht irgendwann in 10 Jahren oder so, wenn es ihm besser geht. Ich habe Angst, dass ihn das noch mehr fertig macht.

Aber natürlich hast du auch recht, ich kann das Leben meines Kindes nicht zerstören, bzw beenden, nur wegen ihm. Ich habe mich dafür entschieden, mein eigenes Leben nach ihm auszurichten und das ist okay für mich, aber ich könnte eben nicht damit leben, wenn ein Kind darunter leiden müsste.

Wenn ich Single wäre und das Kind in einem One Night Stand oder ähnlichem entstanden wäre, würde ich es bekommen, ganz sicher. Zu zweit und mit Hilfe von verschiedenen Stellen, wie eben Pro Familia würden wir das sicher schaffen.

Aber dadurch, dass mein Freund nun mal auch bei mir ist, ist das ganze so schwierig. Er sagt immer ich bin der einzige Grund in seinem Leben, warum er es noch nicht beendet hat etc. Und wenn er plötzlich nicht mehr meine ganze Aufmerksamkeit und Zeit bekommen würde, wäre die Angst groß, dass er sich was antut oder vielleicht, schlimmer, dem Kind...

Ich weiß, es ist nur schwer nachzuvollziehen, warum ich überhaupt noch mit ihm zusammen bin, ich glaube schon, dass ich ihn wirklich liebe, aber ich weiß auch, dass viel Mitleid und Angst um sein Leben dahinter steckt.


Wow.... Schwierig... Ich hab eigentlich nie Schwierigkeiten, meinen Senf dazuzugeben... Aber dieses mal bin ich sprachlos....

Du bist in einer wirklich verzwickten Situation.... Und ich möchte dich wirklich nicht verurteilen....

Du musst dir die Frage stellen:
Wer ist mir wichtiger? Er oder das Baby.... Denn so, wie du die Situation beschreibst, geht nur entweder oder... Kind und Freunde wäre zu riskant....

Mit wem wünscht du dir eine Zukunft? Mit deinem Kind oder deinem Freund?

Soll es ewig so weiter gehen, wie bisher?
Glaubst du ernsthaft daran, dass er irgendwann ein normales Leben führen wird? Arbeit? Urlaub? Schöne große Wohnung? CLEAN?

Opfere dich nicht zu sehr.... Du hast auch noch ein Leben...
Warum sollst du Rücksicht auf ihn nehmen? Er nimmt doch keine Rücksicht auf dich, Süße!

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23. November 2010 um 1:39

Vernuenftig
waere es, so knallhart das klingt, wenn du dich von ihm trennst. schick ihn in eine entzugsklinik. dir muss klar sein, dass deine unterstuetzung (wohnung, geld, beziehung) seine abhaengigkeit fuer ihn ertraeglich ist.
wenn du das kind behalten willst, und das sollte nicht von ihm abhaengen sondern von dir, musst du denken handeln wie eine verantwortungsvolle mutter. sag ihm, dass du ein kind kriegst und er zurueck kommen kann, wenn er clean ist, ansonsten hat er keinen zutritt zu dir, deinem leben und vorallem dein kind.

wenn du als nicht-abhaengige dein leben um seine abhaengigkeit herum strukturierst bzw in diese co-abhaengigkeit geraten bist- mitleid, schuld- und das alles direkt unterstuetzt, dann brauchst du, so hart es klingt, selbst eine therapie um dich von dieser schuld bzw dieser ganzen beziehungssituaition zu loesen.

das kind ist auch deine chance, DEIN leben aus der abhaengigkeit zu loesen. das wird viel kraft kosten, aber es gibt viele stellen fuer co-abhaengige, fuer junge muetter, alleinerziehende und menschen die darauf warten DIR zu helfen aus DEINER abhaengigkeit zu kommen.

all the best.

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23. November 2010 um 9:41

Hallo
du befindest dich wirklich in einer schweren Situation und ich kenne eine Freundin die das gleiche Schicksal hatte.

Mein Freundin war sogar mit ihrem Nils verheiratet. Er war stark Drogenabhängig hat immer wieder zwischendurch versucht Therapie zu machen - aber jedesmal wurde er rückfällig.
Sie hat ihn auch immer Unterstütz auch weil Sie ihn nicht leiden sehen wollte - aber später hat sie gemerkt, dass das nicht gut ist - denn eigentlich hilft sie nur sich, da sie ihn nicht so sehen konnte.

Sie wurde schwanger und dachte auch an Abtreibung - aber und jetzt kommt das wichtige: Sie entschied sich gegen eine Abtreibung- für das Kind und gegen ihren Mann !!!!

Sie hat durch ihre SSW begriffen, dass das Leben was sie führt, Sie nicht weiter bringen wird mit ihrem Mann und Sie nicht die Kraft hat - sich auch noch um ihren Mann zu kümmern der egoistisch war und nur seine Drogen im Kopf hatt keinen Respekt von der Zuwendung und Hilfe seiner Frau hatte und sie im Gegenteil finanziell ausgenommen hat. Sie hat sogar Schulden für ihn gemacht.

Die Schwangerschaft hat ihr die Augen geöffnet und Sie ist dankbar diese Kind bekommen zu haben.
Sie führt ihr Leben jetzt alleine mit diesem Kind. Arbeitet auch wieder halbtags bekommt vom Jugendamt finanzielle Unterstützung, da der Vater keinen Unterhalt zahlt (Wie auch er ist immer noch drogenabhängig) und hat einen neuen Mann kennengelernt, mit dem Sie sehr glücklich ist und mit dem Sie erst wieder das Leben kennen gelernt hat.

Ich sage dir - höre auf dein Innneres - dass was dein Gefühl dir sagt - und so hart es sich anhört: Trenne dich von deinem Freund - er wird dir keine Hilfe sein und du wirst auch obwohl du einen Partner hast dich ganz alleine um dein Kind kümmen müssen denn er wird zugedröhnt nicht dazu in der Lage sein.

Es ist dein Leben - deine Entscheidung.

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23. November 2010 um 13:41


hallo...das hört sich wirklich alles nicht gut an....also bei mir ist das so : ich bin 21, habe borderline, auch jahrelange svv, essstörungen, drogenkonsum, alkoholprobleme uvm. war merhmals und auch für lange zeit stationär und ambulant(auch derzeit) in therapie. jetzt bin ich in der 24. woche schwanger ( ) habe es in der 7. woche bemerkt und mir war sofort klar das ich mein kind bekomme, unabhängig von meinem partner. bin seitdem natürlich völlig abstinent und auch stabil.
was ich damit sagen will...ich bekommen mein baby obwohl ich diejenige bin die krank ist, bei dir ist es dein partner und nicht du selbst. seine krankheit sollte kein grund für einen abbruch sein. es wird sicher sehr hart für dich, bzw euch aber es ist alles zu schaffen, vorrausgesetzt natürlich, er ist keine gefährdung für euer kind. ich muss ganz ehrlich sagen, so hart es sich auch anhört....im zweifelsfall musst du es ohne ihn schaffen...meiner meinung nach geht das kind vor es kann schließlich nichts dafür in so eine schwierige situation reingeboren zu werden.
ich würde dir jetzt noch sagen können er muss ne therapie machen bla bla aber wenn er selber nicht will wird da nichts passieren und sich nichts ändern. du weißt das alles sicher selber ganz gut.
ich hoffe das du/ihr eine lösung für ALLES findet mit der vor allem du glücklich bist.
liebe grüße

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23. November 2010 um 13:57

Hey,
ich würde ihm erst Mal nichts sagen, lass dich doch erst beraten.
Geh Mal auf die Seite von : Profemina.de die sind sehr kompetent.
LG

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23. November 2010 um 14:48

Liebe MissxSunshine
du hast natürlich recht, ein solcher Vater würde einem Kind sicher nicht den besten Start ins Leben ermöglichen, sondern ihm mit höchster Wahrscheinlichkeit seelisch schwer schaden. Zum anderen hätte ich auch konkrete Sorge um die Sicherheit des Kindes, da er in illegale Sachen verwickelt scheint und Schulden bei Dealern hat.

Wie es aussieht, hast du ja diese Möglichkeiten:
1. du bleibst mit ihm zusammen und bekommst das Kind
2. Du bleibst mit ihm zusammen und brichst die SS ab
3. du trennst dich und bekommst das Kind

Option 1 scheint ja für dich bereits keine Möglichkeit zu sein, jedenfalls nicht unter den momenatne Umständen
Option 2 beeinhaltet die Schwierigkeit, dass du nur ihm zu liebe abtreiben würdest, obwohl du eigentlich nicht dahinter stehst. Die Gefahr, Euch damit noch unglücklicher zu machen, als Ihr ohnehin schon seid, ist nicht zu ignorieren!
Option 3, eine Trennung, erscheint für dich zur Zeit noch undenkbar. Offenbar ist dein Freund ein schwer kranker und hilfebedürftiger Mensch, und du fragst dich, was würde wohl aus ihm werden, wenn er dich nicht mehr hätte? Du gibst ihm Halt und auch die Möglichkeit, sein Leben so weiter zu leben wie bisher. Das ist eine große Verantwortung, die du da auf dich genommen hast.
Aber auf der anderen Seite, hast du dich mal gefragt, was aus ihm wird, wenn du bei ihm bleibst? Und aus dir? Du funktionierst als Rädchen in seinem Suchtgetriebe, und jede Dosis Heroin die du zahlst, damit du ihn nicht leiden sehen musst, schubst ihn noch ein Stück tiefer hinein. Verantwortung zu tragen heißt auch konsequent zu sein und nicht nur lieb und verständnisvoll - egal ob es um Partner geht oder um Kinder.
Und die wichtigste Verantwortung hast du in deinen ganzen Überlegungen vergessen - die Verantwortung für DICH! Irgendwann zerbröselst du nämlich in dem ganzen Dilemma und kannst dann weder dir helfen noch jemand anderem.
Bitte wende dich an eine Suchtberatungsstelle. Die können auch Angehörigen helfen. Vielleicht könnt ihr zusammen eine Perspektive erarbeiten, mit Kind und Partner - aber dafür muss dein freund auch bereit sein, SEINE Verantwortung zu tragen. Er ist sehr krank, das verstehe ich, aber das heißt nicht dass er keine Verantwortung tragen kann. Nimm du ihm diese nicht ab, sonst bleibt er hilflos, abhängig und kommt letztendlich kein Stück in seinem leben weiter.
Ich möchte dir zusätzlich empfehlen, mit ihm nach einer stationären Therapie zu suchen, die kombinierte Sucht-Trauma-Behandlung anbietet. Beides sollte parallel bearbeitet werden, da sind die Erfolgschancen für eine dauerhafte Abstinez höher, und er hat die Möglichkeit seine schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten.

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23. November 2010 um 22:34

Missxsunshine
Hallo Missxsunshine,
Du hast Angst vor gehässigen Beitraägen und Beschimpfungen, die wirst Du von mir nicht zu hören bekommen, denn ich weiß wie notvoll die Sitution ist, in der Du gerade steckst.
Du hast Dir immer Kinder gewünscht, aber aufgrund der Drogensucht Deines Freundes erscheint Dir eine Abtreibung gerade das Vernünftigste. Jedoch hält eine Abtreibung nicht was sie verspricht. Denn sie löst keine Probleme und kann zusätzliche hervorrufen (vor-abtreibung.de, Seite Risiken)
Es mag viele vernünftige Argumente geben, die gegen das Kind zu sprechen scheinen, aber diese zählen anschließend meist wenig, wenn das Herz weh tut. Mein Tip ist, dass Du Dich an ausweg-pforzheim.de wendest, die können Dir manchen praktischen Rat und Hilfe auch im Bezug auf Deinen Freund geben. Die können Dir sicher die nächsten Schritte zeigen, wie es weiter gehen kann.
Das Leben mit einem drogenabhängigen Vater, mag für das Kind nicht das perfekte Leben sein. Aber keiner von uns hat das perfekte Leben, und trotzdem genießen wir es Tag für Tag.
Du warst immer gegen Abtreibung, dann verstoße jetzt nicht gegen Deine Grundüberzeugung. Denn unsere Grundüberzeugungen sind eine wichtige Instanz in unserem Leben. Und sie sind wie ein Geländer auf dem Du Dich abstützen kannst, auch wenn der Weg rauh und steinig wird.
LG Itemba

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24. November 2010 um 1:19

Hallo sunshine.!!Liebe hat auch Grenzen!!!!
und die sind schon längst bei dir erreicht.
Erstmal finde ich es ganz super, dass du hier um Hilfe bittest.
Diese Hilfe muß und sollte von dir auch erhört und befolgt werden.
Die Grenze deiner Liebe zu deinem freund sind erreicht.
Er ist ein bemitleidenswerter und auch kranker Mann.
Doch er schnürrt dich zu ,sosehr dass du irgendwann keine Luft mehr zum Atmen haben wirst mit seiner abhängigen und immer wieder rückfälligen Sucht.
Dein Baby sollte dir das Wichtigste sein.
Ich wundere mich überhaupt nicht darüber, dass er keine Kinder möchte, weil er dann nämlich zu kurz käme und du dich nicht mehr intensiv um ihn kümmern könntest .Er wäre wahrscheinlich der ,der darunter leiden würde.
Die Frage ist ,wie altruitisch bist du eingestellt.
Willst du ein Leben ,das gerade anfängt sich zu entwickeln und deine Mutterliebe braucht aufgeben ,für ein anderes Leben ,was dich mit runterzieht.Auch eine Abtreibung würde dich seelisch ebenfalls noch mitrunterziehen. Am Ende fehlt , für dich die Kraft und die Verantwortung für dein eigenes Leben.
Umgekehrt würde ein Kind dein Leben sosehr berreichern, dass du auch mal einen anderen ,einen schöneren Blickwinkel im Leben erfahren kannst ,als du ihn jetzt und vielleicht nie mehr erleben würdest.
Dein Engagement in Ehren, aber hier sind die absoluten Grenzen .
Alles Gute für Dich!!!
Dein Freund muß erst durch die Hölle gehen ,bevor er sich selbst wahrnimmt.und was ändert
Anders geht es nicht.

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24. November 2010 um 1:58

Danke!
Wow, danke für die vielen lieben, ehrlichen und guten Antworten!

Ihr habt mich wirklich ein Stück wachgerüttelt.
Klar, ich kenne mein Problem, ich weiß, dass es die Co-Abhängigkeit zu meinem Freund ist, die mich so handeln lässt.

Ich habe wirklich die letzten drei Jahre mein ganzes Leben nach meinem Freund ausgerichtet, alles menschenmögliche für ihn getan, egal wie verachtenswert, undankbar und verletzend er war.

Aufgrund eurer Antworten habe ich den Mut gefunden mit meiner Mutter zu sprechen, obwohl wir in letzter Zeit ein schlechtes Verhältnis hatten, aufgrund meines Freundes, weil sie mich nie verstehen konnte.

Ich habe mich getraut ihr von dem Baby zu erzählen und sie hat genau das selbe gesagt, wie ihr.

Sie meinte auch, die Grenze wäre erreicht. Sie musste jahrelang zusehen wie mein Leben wegen ihm den Bach runterging und konnte nichts dagegen tun, aber jetzt bin ich nicht mehr alleine, jetzt ist da etwas in mir, das mich wirklich braucht.

Sie hat mir ihre Unterstützung angeboten, hat gesagt, wenn ich mich endlich dazu entschließe ein neues Leben ohne meinen "Ballast" zu beginnen und mich in Therapie begebe, wird sie für mich da sein, sie möchte auch mit mir zu Beratungsstellen gehen, möchte mir helfen einen Therapeuten zu finden.

Ich war so gerührt und so glücklich.

Und, wisst ihr was. Eure Beiträge und das Wachgerüttel meiner Mutter haben mir die Entscheidung vereinfacht.

Ich wollte immer eine Familie, natürlich, habe ich mir das alles anders vorgestellt, andere, schönere Umstände. Aber selbst ohne Mann wären mein Baby und ich eine kleine Familie. Ich möchte dieses Kind bekommen.

Natürlich wird es schwer, sehr schwer. Die Trennung wird mich vermutlich fertig machen, ich werde mit Ängsten zu kämpfen haben und ich bin mir sicher, dass es lange dauern wird, bis ich wirklich damit leben kann und auch glücklich damit bin. Aber mit Hilfe von Freunden, meiner Mutter und Beratungsstellen kann ich das schaffen.

Das aller schwierigste wird nur jetzt sein, es ihm zu sagen, ihm klar zu machen, dass ich nicht sein ganzes Leben lang seine Freundin/Mutter/Babysitterin/Finanzspritze/Therapeutin sein kann, da ich selbst auch noch ein Leben habe.
Ich weiß auch nicht, ob ich sagen soll, dass es wegen dem Baby ist, oder ob ich ihm das lieber verschweige. Ich habe wirklich große Angst und auch schreckliche Schuldgefühle, weil ich mich für diesen Schritt entschieden haben, aber gleichzeitig bin ich auch glücklich und habe die Hoffnung auf ein erfüllenderes und fröhlicheres Leben.

Sorry, ist echt lang geworden.

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24. November 2010 um 9:35
In Antwort auf missxsunshine20

Danke!
Wow, danke für die vielen lieben, ehrlichen und guten Antworten!

Ihr habt mich wirklich ein Stück wachgerüttelt.
Klar, ich kenne mein Problem, ich weiß, dass es die Co-Abhängigkeit zu meinem Freund ist, die mich so handeln lässt.

Ich habe wirklich die letzten drei Jahre mein ganzes Leben nach meinem Freund ausgerichtet, alles menschenmögliche für ihn getan, egal wie verachtenswert, undankbar und verletzend er war.

Aufgrund eurer Antworten habe ich den Mut gefunden mit meiner Mutter zu sprechen, obwohl wir in letzter Zeit ein schlechtes Verhältnis hatten, aufgrund meines Freundes, weil sie mich nie verstehen konnte.

Ich habe mich getraut ihr von dem Baby zu erzählen und sie hat genau das selbe gesagt, wie ihr.

Sie meinte auch, die Grenze wäre erreicht. Sie musste jahrelang zusehen wie mein Leben wegen ihm den Bach runterging und konnte nichts dagegen tun, aber jetzt bin ich nicht mehr alleine, jetzt ist da etwas in mir, das mich wirklich braucht.

Sie hat mir ihre Unterstützung angeboten, hat gesagt, wenn ich mich endlich dazu entschließe ein neues Leben ohne meinen "Ballast" zu beginnen und mich in Therapie begebe, wird sie für mich da sein, sie möchte auch mit mir zu Beratungsstellen gehen, möchte mir helfen einen Therapeuten zu finden.

Ich war so gerührt und so glücklich.

Und, wisst ihr was. Eure Beiträge und das Wachgerüttel meiner Mutter haben mir die Entscheidung vereinfacht.

Ich wollte immer eine Familie, natürlich, habe ich mir das alles anders vorgestellt, andere, schönere Umstände. Aber selbst ohne Mann wären mein Baby und ich eine kleine Familie. Ich möchte dieses Kind bekommen.

Natürlich wird es schwer, sehr schwer. Die Trennung wird mich vermutlich fertig machen, ich werde mit Ängsten zu kämpfen haben und ich bin mir sicher, dass es lange dauern wird, bis ich wirklich damit leben kann und auch glücklich damit bin. Aber mit Hilfe von Freunden, meiner Mutter und Beratungsstellen kann ich das schaffen.

Das aller schwierigste wird nur jetzt sein, es ihm zu sagen, ihm klar zu machen, dass ich nicht sein ganzes Leben lang seine Freundin/Mutter/Babysitterin/Finanzspritze/Therapeutin sein kann, da ich selbst auch noch ein Leben habe.
Ich weiß auch nicht, ob ich sagen soll, dass es wegen dem Baby ist, oder ob ich ihm das lieber verschweige. Ich habe wirklich große Angst und auch schreckliche Schuldgefühle, weil ich mich für diesen Schritt entschieden haben, aber gleichzeitig bin ich auch glücklich und habe die Hoffnung auf ein erfüllenderes und fröhlicheres Leben.

Sorry, ist echt lang geworden.

Alles, alles gute für dich und dein baby!!
hallo du liebe,
wie gut, dass du den mut hattest, dich erst hier ans forum zu wenden und dann auch mit deiner mama zu sprechen! deine postings haben mich sehr berührt. und ich bin so froh und erleichtert, dass du jetzt nicht mehr alleine bist.....
ich wünsche dir ganz viel kraft, DEINEN weg weiterzugehen! es lohnt sich, für deine träume zu kämpfen. dazu wünsche ich dir die nötige unterstützung. du wirst sie sicher brauchen für manche schwierige gespräche und entscheidungen.
es gab ja viele gute tipps hier im forum.
hab den mut, hilfe anzuzapfen!
du hast soviel liebe, fürsorglichkeit und verantwortungsgefühl in dir. deinem baby wird es gut gehen bei dir!
und dir wünsche ich von herzen, dass mit der vorfreude auf dein baby auch so langsam wieder sonne in dein leben kommt, liebe miss sunshine.

alles gute!
steffi

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24. November 2010 um 13:04
In Antwort auf missxsunshine20

Danke!
Wow, danke für die vielen lieben, ehrlichen und guten Antworten!

Ihr habt mich wirklich ein Stück wachgerüttelt.
Klar, ich kenne mein Problem, ich weiß, dass es die Co-Abhängigkeit zu meinem Freund ist, die mich so handeln lässt.

Ich habe wirklich die letzten drei Jahre mein ganzes Leben nach meinem Freund ausgerichtet, alles menschenmögliche für ihn getan, egal wie verachtenswert, undankbar und verletzend er war.

Aufgrund eurer Antworten habe ich den Mut gefunden mit meiner Mutter zu sprechen, obwohl wir in letzter Zeit ein schlechtes Verhältnis hatten, aufgrund meines Freundes, weil sie mich nie verstehen konnte.

Ich habe mich getraut ihr von dem Baby zu erzählen und sie hat genau das selbe gesagt, wie ihr.

Sie meinte auch, die Grenze wäre erreicht. Sie musste jahrelang zusehen wie mein Leben wegen ihm den Bach runterging und konnte nichts dagegen tun, aber jetzt bin ich nicht mehr alleine, jetzt ist da etwas in mir, das mich wirklich braucht.

Sie hat mir ihre Unterstützung angeboten, hat gesagt, wenn ich mich endlich dazu entschließe ein neues Leben ohne meinen "Ballast" zu beginnen und mich in Therapie begebe, wird sie für mich da sein, sie möchte auch mit mir zu Beratungsstellen gehen, möchte mir helfen einen Therapeuten zu finden.

Ich war so gerührt und so glücklich.

Und, wisst ihr was. Eure Beiträge und das Wachgerüttel meiner Mutter haben mir die Entscheidung vereinfacht.

Ich wollte immer eine Familie, natürlich, habe ich mir das alles anders vorgestellt, andere, schönere Umstände. Aber selbst ohne Mann wären mein Baby und ich eine kleine Familie. Ich möchte dieses Kind bekommen.

Natürlich wird es schwer, sehr schwer. Die Trennung wird mich vermutlich fertig machen, ich werde mit Ängsten zu kämpfen haben und ich bin mir sicher, dass es lange dauern wird, bis ich wirklich damit leben kann und auch glücklich damit bin. Aber mit Hilfe von Freunden, meiner Mutter und Beratungsstellen kann ich das schaffen.

Das aller schwierigste wird nur jetzt sein, es ihm zu sagen, ihm klar zu machen, dass ich nicht sein ganzes Leben lang seine Freundin/Mutter/Babysitterin/Finanzspritze/Therapeutin sein kann, da ich selbst auch noch ein Leben habe.
Ich weiß auch nicht, ob ich sagen soll, dass es wegen dem Baby ist, oder ob ich ihm das lieber verschweige. Ich habe wirklich große Angst und auch schreckliche Schuldgefühle, weil ich mich für diesen Schritt entschieden haben, aber gleichzeitig bin ich auch glücklich und habe die Hoffnung auf ein erfüllenderes und fröhlicheres Leben.

Sorry, ist echt lang geworden.


jetzt hast du noch, mit viiiel hilfe, eine chance drauf da wieder rauszukommen! ich bewundere deinen schritt sehr und hoffe du wirst das alles durchstehen, aber wie du sagst, es ist alles zu schaffen! es wird sicher nicht leicht, und ich glaub dir das du dir das anders vorgestellt hast...aber trotz der ganzen scheiße wird es auch wunderschön werden! du bekommst ein baby und wirst mama!!!!!!!!!!
viel kraft und glück ( vllt bist du ja bald im schwangerschaftsforum zu sehen, würde mich freuen!)

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24. November 2010 um 13:41
In Antwort auf missxsunshine20

Danke!
Wow, danke für die vielen lieben, ehrlichen und guten Antworten!

Ihr habt mich wirklich ein Stück wachgerüttelt.
Klar, ich kenne mein Problem, ich weiß, dass es die Co-Abhängigkeit zu meinem Freund ist, die mich so handeln lässt.

Ich habe wirklich die letzten drei Jahre mein ganzes Leben nach meinem Freund ausgerichtet, alles menschenmögliche für ihn getan, egal wie verachtenswert, undankbar und verletzend er war.

Aufgrund eurer Antworten habe ich den Mut gefunden mit meiner Mutter zu sprechen, obwohl wir in letzter Zeit ein schlechtes Verhältnis hatten, aufgrund meines Freundes, weil sie mich nie verstehen konnte.

Ich habe mich getraut ihr von dem Baby zu erzählen und sie hat genau das selbe gesagt, wie ihr.

Sie meinte auch, die Grenze wäre erreicht. Sie musste jahrelang zusehen wie mein Leben wegen ihm den Bach runterging und konnte nichts dagegen tun, aber jetzt bin ich nicht mehr alleine, jetzt ist da etwas in mir, das mich wirklich braucht.

Sie hat mir ihre Unterstützung angeboten, hat gesagt, wenn ich mich endlich dazu entschließe ein neues Leben ohne meinen "Ballast" zu beginnen und mich in Therapie begebe, wird sie für mich da sein, sie möchte auch mit mir zu Beratungsstellen gehen, möchte mir helfen einen Therapeuten zu finden.

Ich war so gerührt und so glücklich.

Und, wisst ihr was. Eure Beiträge und das Wachgerüttel meiner Mutter haben mir die Entscheidung vereinfacht.

Ich wollte immer eine Familie, natürlich, habe ich mir das alles anders vorgestellt, andere, schönere Umstände. Aber selbst ohne Mann wären mein Baby und ich eine kleine Familie. Ich möchte dieses Kind bekommen.

Natürlich wird es schwer, sehr schwer. Die Trennung wird mich vermutlich fertig machen, ich werde mit Ängsten zu kämpfen haben und ich bin mir sicher, dass es lange dauern wird, bis ich wirklich damit leben kann und auch glücklich damit bin. Aber mit Hilfe von Freunden, meiner Mutter und Beratungsstellen kann ich das schaffen.

Das aller schwierigste wird nur jetzt sein, es ihm zu sagen, ihm klar zu machen, dass ich nicht sein ganzes Leben lang seine Freundin/Mutter/Babysitterin/Finanzspritze/Therapeutin sein kann, da ich selbst auch noch ein Leben habe.
Ich weiß auch nicht, ob ich sagen soll, dass es wegen dem Baby ist, oder ob ich ihm das lieber verschweige. Ich habe wirklich große Angst und auch schreckliche Schuldgefühle, weil ich mich für diesen Schritt entschieden haben, aber gleichzeitig bin ich auch glücklich und habe die Hoffnung auf ein erfüllenderes und fröhlicheres Leben.

Sorry, ist echt lang geworden.

Ich freue mich sehr für dich
Ja, es ist der einzig richtige Weg.
Das hast du erkannt und mit Hilfe von deiner Mutter wirst du es auch schaffen.
Du wirst sehen ,ihr drei ,du mit deinem Baby und deiner Mutter werdet ein gutes Team.
Schuldgefühle brauchst du nicht zu haben.Warum? Du hast ihm nichts getan .
Er müsste dir gegenüber Schuldgefühle haben.
Ich würde ihm klipp und klar sagen ,dass du dich für dein Baby und somit für ein anderes Leben entschieden hast und er kann daran teilhaben mit der Bedingung :ER WIRD CLEAN !!!
Das ist auch seine Chance und wenn er diese Chance für sein Leben nicht sieht,Sorry ,dann ist er es auch nicht wert, Vater zu sein.
Alles Liebe, alles Gute und melde dich mal wieder im SS-Forum.

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24. November 2010 um 21:03
In Antwort auf missxsunshine20

Danke!
Wow, danke für die vielen lieben, ehrlichen und guten Antworten!

Ihr habt mich wirklich ein Stück wachgerüttelt.
Klar, ich kenne mein Problem, ich weiß, dass es die Co-Abhängigkeit zu meinem Freund ist, die mich so handeln lässt.

Ich habe wirklich die letzten drei Jahre mein ganzes Leben nach meinem Freund ausgerichtet, alles menschenmögliche für ihn getan, egal wie verachtenswert, undankbar und verletzend er war.

Aufgrund eurer Antworten habe ich den Mut gefunden mit meiner Mutter zu sprechen, obwohl wir in letzter Zeit ein schlechtes Verhältnis hatten, aufgrund meines Freundes, weil sie mich nie verstehen konnte.

Ich habe mich getraut ihr von dem Baby zu erzählen und sie hat genau das selbe gesagt, wie ihr.

Sie meinte auch, die Grenze wäre erreicht. Sie musste jahrelang zusehen wie mein Leben wegen ihm den Bach runterging und konnte nichts dagegen tun, aber jetzt bin ich nicht mehr alleine, jetzt ist da etwas in mir, das mich wirklich braucht.

Sie hat mir ihre Unterstützung angeboten, hat gesagt, wenn ich mich endlich dazu entschließe ein neues Leben ohne meinen "Ballast" zu beginnen und mich in Therapie begebe, wird sie für mich da sein, sie möchte auch mit mir zu Beratungsstellen gehen, möchte mir helfen einen Therapeuten zu finden.

Ich war so gerührt und so glücklich.

Und, wisst ihr was. Eure Beiträge und das Wachgerüttel meiner Mutter haben mir die Entscheidung vereinfacht.

Ich wollte immer eine Familie, natürlich, habe ich mir das alles anders vorgestellt, andere, schönere Umstände. Aber selbst ohne Mann wären mein Baby und ich eine kleine Familie. Ich möchte dieses Kind bekommen.

Natürlich wird es schwer, sehr schwer. Die Trennung wird mich vermutlich fertig machen, ich werde mit Ängsten zu kämpfen haben und ich bin mir sicher, dass es lange dauern wird, bis ich wirklich damit leben kann und auch glücklich damit bin. Aber mit Hilfe von Freunden, meiner Mutter und Beratungsstellen kann ich das schaffen.

Das aller schwierigste wird nur jetzt sein, es ihm zu sagen, ihm klar zu machen, dass ich nicht sein ganzes Leben lang seine Freundin/Mutter/Babysitterin/Finanzspritze/Therapeutin sein kann, da ich selbst auch noch ein Leben habe.
Ich weiß auch nicht, ob ich sagen soll, dass es wegen dem Baby ist, oder ob ich ihm das lieber verschweige. Ich habe wirklich große Angst und auch schreckliche Schuldgefühle, weil ich mich für diesen Schritt entschieden haben, aber gleichzeitig bin ich auch glücklich und habe die Hoffnung auf ein erfüllenderes und fröhlicheres Leben.

Sorry, ist echt lang geworden.

Auch meine
volle bewunderung dir!

du klingst wirklich wie "umgedreht".
du hast einen perspektivenwechsel vorgenommen!
das ist eine großartige leistung von dir!

zu dieser leistung gehört auch deine einschätzung, dass es schwer werden wird.
aber du hast auch darin recht: du wirst ein erfüllenderes und fröhlicheres leben führen.

ich wünsch dir jetzt ganz ganz ehrliche und starke menschen um dich! deine mama ist ja schon so eine - und sicher "schlummert" diese kraft auch in dir. und das sogar im doppeldeutigen sinn.

erinnere dich in den schwierigen momenten an diesen tag - häng dir dein posting an einen wichtigen platz!

ich bin so froh, dass du jetzt wieder hoffnung für dein leben hast!! und dann wünsch ich deiner neuen kleinen familie alles alles gute!!

liebe grüße von catie

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28. November 2010 um 9:08

Ich glaube du musst anders denken
wenn du das Kind bekommst, kannst du nicht mehr mit ihm zusammen leben.

Das Jugendamt lässt kein Kind in einer Drogenfamilie.

Du musst dich komplett von ihm abwenden und ein neues Leben anfangen. Damit du dem Kind eine gesunde Umgebung bieten kannst.

Was sagt der Arzt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind krank auf die Welt kommen kann??

In den Spermien wir ja auch Heroin gewesen sein.

Lass dich Beraten und dann entscheide.

Saraa

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28. November 2010 um 15:42
In Antwort auf saraa33

Ich glaube du musst anders denken
wenn du das Kind bekommst, kannst du nicht mehr mit ihm zusammen leben.

Das Jugendamt lässt kein Kind in einer Drogenfamilie.

Du musst dich komplett von ihm abwenden und ein neues Leben anfangen. Damit du dem Kind eine gesunde Umgebung bieten kannst.

Was sagt der Arzt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind krank auf die Welt kommen kann??

In den Spermien wir ja auch Heroin gewesen sein.

Lass dich Beraten und dann entscheide.

Saraa

...
@saraa

Laut Frauenarzt und Internist ist das Risiko, dass das Kind durch die Drogen geschädigt wird nicht sehr hoch. Da nur ausschlaggebend ist, was die Mutter zu sich nimmt, und da ich keine Drogen nehme ist das Risiko eines Gendefekts genau so hoch, bzw gering wie bei "normalen" Elternpaaren.



Ich habe mich übrigens am Donnerstag von meinem Freund getrennt. Es war und ist die Hölle. Er steht ständig vor meiner Wohnung, hämmert gegen die Tür, brüllt herum wie verrückt, ruft mich ständig an, die Nachbarn haben sogar schon einmal die Polizei gerufen. Ich bin total am Ende, ich werde wahrscheinlich nächste Woche erstmal für eine Weile zu meiner Mutter ziehen.

Ich wusste ja, dass es nicht einfach wird, aber so wie es im Moment ist, kann es nicht weitergehen, ich habe teilweise richtige Angst...

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