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Schwanger und Vorstellungsgespräch

25. Januar 2008 um 11:33 Letzte Antwort: 25. Januar 2008 um 19:40

Hallo ihr Lieben,

nun hab ich auch mal ein Anliegen.

Ich bin in der 7 SSW und seit einem Jahr suche ich nach meinem Studium einen Job.
Als es nicht so recht zu klappen schien, haben wir uns dazu entschlossen, ein zweites Kind zu bekommen (Ronja ist 3 Jahre). Nun hat es mit dem Baby geklappt und auf einmal rennen mir die Arbeitgeber die Bude ein

Am 11.2. hab ich ein Vorstellungsgespräch. Ich möchte den Job (ein Jahr befristet) eigentlich machen. Einmal um Berufserfahrung zu sammeln und um Geld zu verdienen.
Habt ihr da Erfahrungen. Ich komme mir total verlogen vor, wenn ich eventuell den Arbeitsvetrag in der Tasche habe und auf einmal sagen würde "*tadaaa* übrigens geh ich dann bald wieder, weil ich ein Baby bekomme" Kann man sowas machen? ???

Übrigens würde man mir bei meiner Statur den BAbybauch auch nicht sofort ansehen

LG M

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25. Januar 2008 um 11:36

...
Also ich könnte es mir mit meinem Gewissen nicht vereinbaren aber das muss jede für sich selber entscheiden.

Bea (19. SSW)

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25. Januar 2008 um 11:40

Hallo Du
Du bist verpflichtet es bei Deinem Einstellungsgespräch Deinem neuen Arbeitgeber mitzuteilen. Sorry, so leicht gehts nicht
warte erstmal auf die Antwort von Ihm ab, ansonsten kannst Du Ihm ja anbieten das Du auch evtl einen befristeten Arbeitsvertrag unterzeichnest.
Lg Pia

PS: Wenn Du in einer Firma angestellt bist dann musst Du es Deinem Arbeitgeber erst nach 12 Wochen sagen.

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25. Januar 2008 um 11:51

Ich war genau in derselben Situation
Hallo!

Also ich war ebenfalls in der 7. Woche als ich ein 2. Vorstellungsgespräch einer Firma(nach meiner Lehre als Mediengestalterin. Beim ersten Gespräch wusste ich nichts von meiner SS. Beim 2. jedoch schon. Und ich log die Dame erst an. Denn sie stellte mir doch tatsächlich die Frage, ob ich einst eine Familie gründen will! Ich verneinte dies!
Und nach dem Gespräch bot sie mir eine 2-monatige Probezeit an (ohne Bezahlung versteht sich). Und ich freute mich erst und dachte jetzt hast die Chance! Aber auf der anderen Hand, hatte ich echt ein schlechtes Gewissen und erkundigte mich nach den Folgen, wenn ich eines Tages die Schwangerschaft gg.über den Arbeitgeber verkünden muss!

Also: scheinbar ist es so, dass die AG das Recht haben, in Erfahrung zu bringen wann die SS festgestellt worden ist. Ist das noch vor Beginn des Arbeitsverhältnisses der Fall, so kann der AG dem AN fristlos kündigen. Zudem kann er 1,5 Bruttogehälter vom Ex-AN wieder zurückfordern/klagen.
Und das wollte ich auf keinen Fall. Vielmehr aber würde mich zu schaffen machen, wenn jeden Tag meinen Mitarbeitern und Chefs in Gesicht kucken muss und sie mit meinem Schweigen belüge. Die Vertrauensbasis (welcher im Arbeitsverhältnis auch wichtig ist) wäre von Anfang an nicht gegeben.

Letztendlich entscheidest aber DU!

Ich wäre erstmal für Deine Kiddis da. Und danach hast Du ohnehin bessere Chancen, weil die meisten AG davon ausgehen, dass Deine Familienplanung abgeschlossen ist.


LG Leni

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25. Januar 2008 um 11:53

Befristet!?
Hallo nochmal. Die Idee mit dem befristeten Vertrag hatte ich auch. Aber da spielt (fast) keiner mit. Also in meinem Fall hatte ich nicht mal als Aushilfskassiererin eine Chance! Weil mit der Schwangerschaft einfach auch viele Ausfälle zu rechnen ist!

Ich hab auf jeden Fall mit offenen Karten gespielt!
Und das währt einfach am Längsten.

LG

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25. Januar 2008 um 12:20

Danke
für die Zahlreichen Antworten. Mmh, ich werde es mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Ich denke, dass ich bei dem Vorstellungsgespräch noch nichts sage und einfach abwarte (ich glaube auch nicht, dass die Frage nach der Familienplanung kommt, da es eh nur um einen befristeten Vertrag geht) und dann warte ich ab. Bekomme ich eine Zusage... könnte ich es vielleicht sagen... na und dann mal sehen ... ist übrigens eine Stelle beim Landkreis, also öffentlicher Dienst.
Denen tut es sicher nicht weh, aber es sind eben doch Menschen mit moralischen Werten und wenn da eine kommt, die Wochenlang schweigt... keine tollen Vorraussetzungen

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25. Januar 2008 um 12:21

Hallo
Ich kann ziemlich gut nachfühlen, wie es dir mit solchen Gedanken geht. Ich habe mich nach knapp 3 Jahren auch endlich mal aufraffen können, meine Stelle zu wechseln, weil es dann auch mit dem SS Werden nicht so richtig klappen wolte usw. Ich habe endlich einen neuen Arbeitsplatz, den ich nächste Woche Freitag (1.2) antrete und siehe da .... vor 2,5 Wochen habe ich ein positives Ergebnis gehabt. Der Vertrag war aber schon unterschrieben, Gott sei Dank unbefristet... .
Wenn ich mir aber so überlege, wie ich es dann dem neuen Arbeitgeber sage .... kommt alles ziemlich sch..... an. Aber was willste machen?
Bei einem Vorstellungsgespräch DARF man auf alle Fälle lügen, und sollte ein Arbeitgeber die verbotene Frage stellen, ob du ss bist, dann hast du das Recht NEIN zu sagen. Also, keine Angst und keine Selbstvorwürfe.

Gruß hope

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25. Januar 2008 um 12:36

Gleiche Situation
war auch etwa in der 7. oder 8. SSW als ich ein Vorstellungsgespräch bei einem Regierunspräsidium hatte, auch 1 Jahr befristet... Hab nichts gesagt und 6 Wochen später angefangen zu arbeiten. Weil dann bald auch etwas Bauch zu sehen war und ich das ganze nicht so lange rauszögern wollte, hab ich nach 2 Wochen mit der Referatsleiterin und dem Abteilungsleiter geredet und sie haben es echt gut aufgenommen und hatten vollstes Verständnis. Hatte auch voll das schlechte Gewissen, aber mir immer gesagt, dass sie den Verlust meiner Arbeitskraft aufgrund der Größe und halt öffentl. Dienst schon verkraften werden. Mittlerweile bin ich froh darüber, dass alles so gelaufen ist und werde in 7 Arbeitstagen in Urlaub und anschließend in Mutterschutz gehen! Bisschen schade ists schon, da ich mich gerade eingearbeitet hab und halt nach 5 Monaten wieder gehe... aber was solls!
Der Vertrag läuft halt dann aus und wird natürlich nicht verlängert. Dafür gabs ne Krankenversicherung, bissle mehr Elternegld und bissle Berufserfahrung !

Drück dir die Daumen, dass du den Job bekommst! Versuch kein allzu schlechtes Gewissen zu haben! Hat bei mir aber auch ne Weile gedauert bis ich das geschafft hatte...

LG Zwergenhüpferle

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25. Januar 2008 um 19:18

AGG
Hallo,

auch in Deutschland gibt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (von der EU vorgeschrieben). Das bedeutet, du musst definitiv keine Angaben zu Schwangerschaft und Familienplanung machen. Sollten dir dazu Fragen gestellt werden, darfst du sogar lügen. Diese Fragen sind so wie so absolut unzulässig. Aber ich weiss auch, dass sie gern gestellt werden.

Auch wenn dein Arbeitgeber dann erfährt, dass du bei Einstellung schon schwanger warst und das verschwiegen oder ihn wissentlich belogen hast, darf er dich nicht kündigen und erst recht nicht Gehalt oder Lohnzahlungen zurück verlangen. Ganz im Gegenteil. Sollte die Schwangerschaft nachteilig für dich werden, du also ehrlich sein, muss der Arbeitgeber dir hohe Strafen zahlen. Sicher muss man das erst mal beweisen, aber momentan freuen sich sehr viele Arbeitsgerichte über solch einen Rechtsstreit.

Ich würde dir raten, es erst einmal zu verschweigen, zu dem Gespräch zu gehen und sehen, ob das dir auch wirklich zusagt. Dann kannst du immer noch entscheiden.

In einem Beschäftigungsverhältniss muss man übrigens bei Kenntniss von der Schwangerschaft, am Besten nach Bestätigung durch den FA, den Arbeitgeber benachrichtigen und nicht erst nach oder im dritten Monat.

Liebe Grüße!

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25. Januar 2008 um 19:40

Probezeit


Du müsstest halt damit rechnen, dass man Dir dann während oder am Ende der Probezeit kündigt, wenn es bis dahin bekannt ist. Bei Kündigung in der Probezeit muß der Arbeitgeber keinen Grund angeben!

Natürlich musst Du selbst entscheiden, aber solltest dann auch nicht allzu enttäuscht sein, wenn der Job schneller wieder beendet ist als Dir lieb ist!

Alles Gute!

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