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Schwanger und unglücklich

21. Januar um 14:44

Hallo zusammen,

gleich vorweg, mein Beitrag ist nichts für all diejenigen unter euch, die schon lange vergeblich versuchen, ein Kind zu bekommen. Ich möchte euch nicht vor den Kopf stoßen oder verletzen...

Mein Mann und ich sind seit etwa neun Jahren ein Paar und haben im letzten Jahr geheiratet. Als wir uns anfangs über unsere Zukunftsvorstellungen ausgetauscht haben, wollte er Kinder, ich auf keinen Fall. Bei ihm war es aber auch eigentlich mehr ein "gehört-eben-dazu". Meine Einstellung zum Thema Kind(ern) hat sich nach und nach geändert. Zunächst dachte ich mir, dass es mit ihm vielleicht gar nicht sooo furchtbar wäre, irgendwann konnte ich mir ein Kind mit ihm sehr gut vorstellen.

Vor ungefähr 3 Jahren habe ich aufgehört die Pille zu nehmen. Ich wollte einfach nicht mehr ständig Hormone essen. Ich habe angefangen, meinen Zyklus zu beobachten und wir haben rund um die Zeit des Eisprungs verhütet. Relativ bald haben wir beschlossen, das auch zu lassen, da ein Kind vielleicht doch eine gute Idee wäre. Wir haben es jedoch nie aufs Schwanger werden angelegt. Das ist nun etwa 2,5 Jahre her. Im Frühjahr haben wir zuletzt über das Thema gesprochen. Wir waren uns einig, dass ein Kind zwar schön wäre, dass wir es aber nicht mit Sex nach Kalender, Kinderwunschklinik oder so versuchen, sondern einfach kommt was kommt. Kein Kind wäre auch in Ordnung.

Vor einem guten halben Jahr haben wir dann eine berufliche Entscheidung getroffen, die wirklich teuer ist und unseren Arbeitsalltag ziemlich verändern wird. Sowohl finanziell als auch organisatorisch (voraussichtlich ist das Organisatorische sogar schwerwiegender), passt eine Schwangerschaft und ein Kind momentan so gar nicht.

Mitte letzter Woche wuchs bei mir nun der Verdacht, dass ich schwanger sein könnte. Ich habe zwar null Übelkeit, mir geht es eigentlich super, aber meine Brüste fühlten sich bereits viel zu lange an, als müsste ich spätestens übermorgen meine Mens bekommen. Seit Freitag diskutieren wir, gestern Abend hab ich einen Test gemacht. Positiv... Rein rechnerisch müsste ich nun am Anfang der 7. SSW sein.

Einen Termin beim FA habe ich direkt gemacht, für Freitag habe ich einen bekommen. Nun komme ich heute aus dem Heulen nicht mehr raus. Ich wollte doch einen Test in den Händen halten und mich darüber freuen. Vor einem halben Jahr wäre das sicher der Fall gewesen. Vermutlich hätten wir die berufliche Entscheidung dann nicht getroffen und wären glücklich gewesen. In etwa einem Jahr werden wir uns hoffentlich soweit eingearbeitet haben, dass man mit den zusätzlichen 9 Monaten der Schwangerschaft genug Zeit hätte, alles Organisatorische zu regeln. Auch dann hätten wir uns vermutlich gefreut. Aber jetzt passt es einfach ganz und gar nicht. Dazu kommt, dass wir nächste Woche wir mit Freunden in den Skiurlaub wollen. Wir haben diesen Urlaub sooo dringend nötig und uns wahnsinnig darauf gefreut. Ich würde so gern die Zeit zurückdrehen und wieder verhüten. Natürlich war uns vorher klar, was es bedeutet, nicht zu verhüten. Aber nach über 2 Jahren ungeschütztem Verkehr, ohne dass etwas passiert ist, haben wir schon fast nicht mehr damit gerechnet, dass es einfach so, ohne Hilfe von außen klappen könnte.

Ich wünsche mir sooooo sehr, dass ich ein medizinisches Wunder bin und der Test unrecht hatte. Gleichzeitig schäme ich mich für diesen Gedanken. Abgesehen davon, dass der Zeitpunkt besch* ist, kommen mir nun auch Zweifel, ob ich denn tatsächlich ein Kind möchte. Die ganze Verantwortung, viel Spontanität die flöten geht, unsere wunderschönen Urlaube, die wir in Zukunft ganz anders gestalten müssen, eine nicht mehr Rückgängig zu machende Veränderung in unserem Leben, das mir doch eigentlich so wie es ist, so sehr gefällt... Würde mich jetzt jemand vor die Wahl Schwangerschaft oder gebrochenes Bein stellen, ich würde mich für das Bein entscheiden. Ich möchte nicht schwanger sein. Auf gar keinen Fall jetzt und voraussichtlich auch niemals in der Zukunft...

Sorry, dass es so lang geworden ist. Aber ich musste alles einfach mal aufschreiben. Vielleicht gibt es ja hier jemanden, dem es ähnlich geht??? Wenn es hier das komplett falsche Forum für mein Thema ist, freue ich mich über Infos zu einem Forum, in dem ich mich über die Sache austauschen kann.

Verzweifelte traurige Grüße

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21. Januar um 16:14

Liebe Eisblume,

so ein ganz klein wenig kann ich deine Gedanken nachvollziehen, denn mein Mann hatte auch gerade eine berufliche Änderung in die Wege geleitet, kurz bevor es dann endlich geklappt hat mit der Schwangerschaft und wir hatten zu Anfang natürlich auch so ein bisschen das Gefühl, dass das jetzt der denkbar blödeste Zeitpunkt war.

Aber wir haben auch lange probiert und waren nach dem ersten "sch*** hätte das nicht ein halbes Jahr später passieren können"-Gedanken einfach froh, dass es nun geklappt hat. Wir haben darüber gesprochen und uns war dann bald klar, dass wir das schon irgendwie organisiert kriegen. Wenn wir uns da finanziell oder beruflich etwas einschränken müssen, dann ist das halt so. Das gehört zum Eltern-Werden ja leider immer noch dazu (naja vielleicht außer man ist so reich, dass man die Ausgaben für ein Vollzeit-Kindermädchen gar nicht merkt).

Also mein Tipp: Genieß deinen Skiurlaub und rede dann nochmal in Ruhe mit deinem Mann darüber. Ihr findet schon eine Lösung, die für euch passt.

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21. Januar um 16:26

Sprich unbedingt mit deinem Mann, aber auch unabhängigen Personen! Wir haben uns auch ganz bewusst für unseren Junior entschieden, aber als ich dann schwanger war, hab ich mich zuerst mega gefreut und dann kamen auf einmal riesige Zweifel und ich wollte auch die Zeit zurück drehen. Das können auch die Hormone und natürlich Zukunftsängste sein. Mamchmal geht einfach alles anders, als man geplant hat und man ist total überfordert!
Aber es kann auch sein, dass du das in zwei, drei Wochen anders siehst. Wenn nicht, dann bleibt dir die Option Abtreibung immer noch... ich würde an deiner Stelle aber nichts über das Knie brechen und meine Sorgen und Ängste auch klar kommunizieren!

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21. Januar um 18:22

irgendwie traurig wenn man so lari Fari mit einem Kinderwunsch umgeht. 
ja machen wir... nein jetzt passt es doch nicht....   ich hoffe doch dass du das Kind behältst  

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21. Januar um 18:51
In Antwort auf theola

irgendwie traurig wenn man so lari Fari mit einem Kinderwunsch umgeht. 
ja machen wir... nein jetzt passt es doch nicht....   ich hoffe doch dass du das Kind behältst  

Ich bzw wir gehen mit dem Thema ganz bestimmt nicht larifari um. Wir hatten uns entschlossen, dass wir nicht mehr verhüten, weil wir uns eine Zukunft mit Kind(ern) vorstellen konnten. Wir wollten nur nicht aktiv "hibbeln", unter anderem, weil wir bei einigen im Bekanntenkreis mitbekommen haben, unter welchem Druck sie dadurch standen.
Nachdem es aber etwa 2 Jahre nicht funktioniert hat, haben wir uns im Sommer, als wir die berufliche Entscheidung getroffen haben, einfach nicht daran gedacht, dass wir nun vielleicht für das nächste Jahr oder so wieder verhüten sollten,bis sich alles eingespielt hat. Jetzt kommt es halt so wahnsinnig überraschend. Und das überfordert mich nun. Ich habe Angst, dass wir das nicht packen, dass unsere Ehe dadurch in die Brüche geht, dass es nun nicht mehr nur ein mega anstrengende nächstes halbes Jahr haben, das wir in jedem Fall haben werden, sondern nun viele stressige Jahre vor uns liegen.
Andererseits ist es von unserem Alter her höchste Zeit, dass wir loslegen, wenn wir überhaupt noch Kinder wollen. Ich bin Mitte 30, er Mitte 40. Ich bin so durcheinander. 

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21. Januar um 18:55
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Sprich unbedingt mit deinem Mann, aber auch unabhängigen Personen! Wir haben uns auch ganz bewusst für unseren Junior entschieden, aber als ich dann schwanger war, hab ich mich zuerst mega gefreut und dann kamen auf einmal riesige Zweifel und ich wollte auch die Zeit zurück drehen. Das können auch die Hormone und natürlich Zukunftsängste sein. Mamchmal geht einfach alles anders, als man geplant hat und man ist total überfordert!
Aber es kann auch sein, dass du das in zwei, drei Wochen anders siehst. Wenn nicht, dann bleibt dir die Option Abtreibung immer noch... ich würde an deiner Stelle aber nichts über das Knie brechen und meine Sorgen und Ängste auch klar kommunizieren!

Ich will nicht abtreiben. Auch wenn mein Mann die Option gestern in den Raum geworfen hat. Hätten wir verhütet, wäre es etwas anderes. Aber "nur" weil wir uns eingebildet haben, dass es auf natürlichem Weg nicht funktioniert... Aber ich möchte auch das Kind grad nicht. Ich wollte mich freuen, einen positiven test in den Händen zu halten. Und nun heul ich den halben Tag. 

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21. Januar um 19:32

Mir ging es auch so, bin auch Mitte 30 und ich hätte mich über den positiven Test freuen sollen... habe ich auch im ersten Moment, aber schon im zweiten war die Freude dahin. Ich habe zwei „große“ Mädchen die alle zwei Wochen bei ihrem Papa sind und auch mit ihm in den Urlaub fahren. Diese Zeit nutzten mein Partner und ich für uns, lang erträumte Fernreisen, Party so oft es ging und Städtereisen wenn wir Lust dazu hatten. Mein Job erfüllt mich und ich kann endlich gutes Geld verdienen. Es war perfekt. Tja, und dann ist es passiert... ich habe auch einige Zeit überlegt und sogar bei einer Beratungsstelle einen Termin ausgemacht... heute sitze ich hier, mit einem kleinen Bäuchlein... und ich bin selig und liebe dieses winzige Kind jetzt schon mehr als alles andere (also eben so sehr wie meine beiden großen tollen Mädchen) 

Was ich dir mitgeben kann - es gibt nicht „den perfekten Zeitpunkt“ für ein Baby. 
Aber, man bekommt es hin, irgendwie wird alles klappen und funktionieren... man wächst mit seinen Aufgaben. Und das tollste ist, es wird dich glücklich machen, wenn nicht sogar dir das wahre Glück überhaupt schenken! 

Ich wünsche dir wirklich alles gute. 

PS. Mit „einem“ Kind kannst du dein Leben weiterführen, es kann überall mit (abends/urlaub/feste/etc) es kommt auf dich an wie du mit verschiedenen Situationen umgehst. Es gibt eben solche „Muttis“ und solche „muttis“ 

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21. Januar um 19:52
In Antwort auf anoth3rmoth3r

Mir ging es auch so, bin auch Mitte 30 und ich hätte mich über den positiven Test freuen sollen... habe ich auch im ersten Moment, aber schon im zweiten war die Freude dahin. Ich habe zwei „große“ Mädchen die alle zwei Wochen bei ihrem Papa sind und auch mit ihm in den Urlaub fahren. Diese Zeit nutzten mein Partner und ich für uns, lang erträumte Fernreisen, Party so oft es ging und Städtereisen wenn wir Lust dazu hatten. Mein Job erfüllt mich und ich kann endlich gutes Geld verdienen. Es war perfekt. Tja, und dann ist es passiert... ich habe auch einige Zeit überlegt und sogar bei einer Beratungsstelle einen Termin ausgemacht... heute sitze ich hier, mit einem kleinen Bäuchlein... und ich bin selig und liebe dieses winzige Kind jetzt schon mehr als alles andere (also eben so sehr wie meine beiden großen tollen Mädchen) 

Was ich dir mitgeben kann - es gibt nicht „den perfekten Zeitpunkt“ für ein Baby. 
Aber, man bekommt es hin, irgendwie wird alles klappen und funktionieren... man wächst mit seinen Aufgaben. Und das tollste ist, es wird dich glücklich machen, wenn nicht sogar dir das wahre Glück überhaupt schenken! 

Ich wünsche dir wirklich alles gute. 

PS. Mit „einem“ Kind kannst du dein Leben weiterführen, es kann überall mit (abends/urlaub/feste/etc) es kommt auf dich an wie du mit verschiedenen Situationen umgehst. Es gibt eben solche „Muttis“ und solche „muttis“ 

Danke! Ich hoffe so sehr, dass der Moment bei mir auch kommt. 
Das unser Leben nicht vorbei ist, weiß ich ja eigentlich auch. Meine Schwiegermutter wohnt im gleichen Haus wie wir. Meine Mutter würde sich sicher auch riesig freuen und anreisen, wenn wir Hilfe bräuchten. Und ich sehe ja auch bei Freunden, wie glücklich sie mit ihren Kindern sind. Aber gerade fühlt sich das einfach alles falsch an. 

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21. Januar um 20:39

Bei mir hat es auch gute sechs Wochen gedauert, aber Ja, er wird auch bei dir mit Sicherheit kommen, du machst den Eindruck einer taffen Person - der einfach unkontrollierbares fern liegt - gebe dir Zeit...
die Voraussetzungen für eine stabile Unterstützung sind auch gut! 

 

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21. Januar um 21:54

Am aller schlimmsten ist gerade, dass ich sooo unsicher bin und mein Mann tatsächlich an Abtreibung denkt. In der Theorie hätte ich immer eher damit gerechnet, dass es anders herum sein würde. Ich würde mir so sehr wünschen, dass er mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass wir das alles schaffen. Stattdessen ist er noch viel unsicherer als ich. Leider ist er jemand, der immer vom schlimmsten ausgeht. Er denkt schon darüber nach, was wäre wenn ich die letzten 3 Monate der Schwangerschaft liegen müsste oder wir ein ganz furchtbar anstrengendes Schreikind bekommen... 

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22. Januar um 9:55
In Antwort auf eisblume191

Am aller schlimmsten ist gerade, dass ich sooo unsicher bin und mein Mann tatsächlich an Abtreibung denkt. In der Theorie hätte ich immer eher damit gerechnet, dass es anders herum sein würde. Ich würde mir so sehr wünschen, dass er mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass wir das alles schaffen. Stattdessen ist er noch viel unsicherer als ich. Leider ist er jemand, der immer vom schlimmsten ausgeht. Er denkt schon darüber nach, was wäre wenn ich die letzten 3 Monate der Schwangerschaft liegen müsste oder wir ein ganz furchtbar anstrengendes Schreikind bekommen... 

ich hoffe du lässt dich von ihm da nicht beeinflussen

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22. Januar um 10:11

Unser zweites Kind war ein absolutes Wunschkind, als ich dann den positiven Test in den Händen hielt, habe ich plötzlich auch an allem gezweifelt und hatte viele Ängste. Beruflich, finanziell, Urlaub etc es wird vom Zeitpunkt nie perfekt sein. Bei mir haben sich die Ängste um die Zukunft schnell in Ängste um mein „Baby“ gewandelt, die Gefühle der Freude und das dem Baby was passieren könnte waren dann da und ich hatte gar keine Zeit mehr mir auch noch sorgen um anderes zu machen   Hab noch etwas Geduld mit dir, die Freude wird bestimmt noch kommen 

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22. Januar um 10:12

Dass du erstmal Angst hast ist echt normal. Ich glaube dieses Gefühl " oh Gott nun ändert sich mein ganzes Leben" hat jede Frau. Plötzlich trägt man Verantwortung für jemanden rund um die Uhr und das macht erstmal auch Angst und Unsicherheit. Wenn du das Herz schlagen siehst, die ersten Bewegungen siehst ,später spürst, wächst du da rein. Und auch nach der Geburt wirst du mal heulende Tage haben und alles in Frage stellen. Aber du wirst es lieben!  

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22. Januar um 14:03

Ich würde auch noch abwarten. Ich erinnere mich noch zu gut daran, dass ich auch eine Phase des Zweifelns und Weinens hatte. Das sind die Hormone in Kombination mit dieser absolut krassen Veränderung, die auf euch zukommt. 

Sprich mit deinem Mann. IHR SCHAFFT DAS!

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22. Januar um 14:51

Hallo Eisblume!

Der positive Test hat dich ja ganz schön umgehauen und die Schwangerschaft kommt total unerwartet, wo ihr doch ganz andere Pläne für die nächste Zeit hattet. Da ist dir nur zum Heulen zumute. Das verstehe ich gut. Dein Gefühlschaos ist da völlig legitim und dass du erst mal Ängste, Unsicherheit und Überforderung verspürst, ist normal. Und mit den ganzen Hormonen dann: Du darfst Heulen und Schlurchzen solange es dir gut tut! Lass es raus! Und du darfst deinem Mann damit auch deutlich machen und es ihm sagen, dass du ihn brauchst, eine Umarmung brauchst und eigentlich Ermutigung hören möchtest! 
Was spricht denn gegen den Skiurlaub? Mal raus zu kommen tut euch vielleicht wirklich gut! Vielleicht findet ihr in den Bergen dann auch mal Momente für euch, wo ihr gut reden könnt. Ein schöner Spaziergang vielleicht? Und dann schaut ihr die Welt mal von oben an und die Sorgen werden kleiner – von den Bergen aus betrachtet sieht es vielleicht dann schon gleich anders aus. Nehmt euch die Ruhe und die Zeit!
Denn ja, eure Lebensgestaltung wird anders werden. Nur anders heißt nicht automatisch schlecht. In der Theorie wisst ihr jetzt natürlich nicht, wie es dann sein wird. Das kann man sich ja auch einfach nicht vorstellen. Und dazu kommt: Männer durchdenken die neue Situation meist erst mal theoretisch und zählen ganz pragmatisch (bis zur Abtreibung hin) auf, was eine Möglichkeit darstellen würde. Das Kind wächst schließlich in dir und als Frau hast du gleich einen anderen Zugang zum neuen Leben. Dein Mann braucht da noch Zeit. Du ja auch und das darf sein!
Dass es richtig schön und gut werden kann mit einem neuen winzigen Erdenbürger, der aus euch beiden entstanden ist und eine Verbindung her stellt, ist nämlich auch eine Wahrscheinlichkeit – eine ziemlich große sogar, wie hier manche persönliche Geschichten im Forum zeigen.
Du hättest Unterstützung von deiner Familie, schreibst du. Das wird dir Entlastung schenken können und als Paar hättet ihr noch genügend Freiraum, den ihr für euch gestalten könnt! 

Ich glaube, der Moment wird sich mit ein bisschen Geduld einstellen, wo die Freude in dir wächst! Wie bei einer Eisblume sozusagen: das Eis wird schmelzen! Denn die Blume existiert ja schon, ist bereits schön und gut. Auch wenn es sich gerade kalt anfühlt, die Gefühle etwas eingeschmolzen sind... Wenn es dann langsam taut, wirst du erkennen, was sich dahinter für ein Geschenk verbirgt. Du merkst, ich mag deinen Namen Ganz liebe Grüße schicke ich dir!

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22. Januar um 17:08

Ich danke euch sehr für eure lieben Worte! Tut gut. Und heute musste ich auch gar nicht mehr heulen. Nur arbeiten fiel mir mega schwer. Bin fast den ganzen Tag in Foren unterwegs gewesen und habe Erfahrungsberichte und Diskussionen gelesen.
Für mich habe ich folgende Entscheidungen getroffen :
- Endlich habe ich einen Grund, der es mir leicht machen wird, mit dem Rauchen aufzuhören. Ist schon fast geschafft. Heute waren es nur noch zwei Zigaretten. Und heute nachmittag habe ich festgestellt, dass es für mich als Ersatz ausreichend ist, mich ohne Kippe für 5 Minuten mit nem Kaffee auf den Balkon in die Sonne zu stellen. Im Auto hilft ein Kaugummi. Ab sofort bin ich Ex-Raucher. Juhu!
- Heute Abend gibt es noch ein Gespräch mit meinem Mann, dann wird das Thema bis zu meinem Fa-Termin am Freitag nicht weiter durchdacht und besprochen. Erstmal abwarten, ob alles in Ordnung ist.
- Anschließend wird gepackt, so schnell wie möglich geschlafen und dann ab in den Urlaub. Der wird einfach genossen. Wie ich es schaffen soll, dass der Rest unserer Truppe nichts mitbekommt, ist mir allerdings noch schleierhaft. Hoffentlich kommt bei mir bis dahin nicht noch Schwangerschaftsübelkeit. Das wäre echt nervig 🙄
- Am Ende des Urlaubs haben mein Mann und ich noch 2 Tage zu zweit. Dann wird wieder geredet und eine Entscheidung getroffen.

Eine Frage noch an alle, die schon Kinder haben : bekommt man beim Termin Ende der 7. SSW schon ein Ultraschallbild mit nach Hause und ist darauf schon ein bisschen was zu sehen? Ich möchte eigentlich gern allein zu dem Termin. Aber mein Mann soll schon SEHEN, worüber wir dann reden und wofür oder wogegen (für wen, gegen wen) wir uns letztendlich entscheiden. 

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22. Januar um 17:31

Glückwunsch zum Rauchenaufgeben! Du wirst sehen, man legt so manche ungesunde Gewohnheit ab mit Kind!
Also im Urlaib zwecks Alkohol oä, würde ich auf die Antibiotikalüge zurückgreifen. Hat bei meiner Schwiegerfamilie am Wochenende nach positivem Test, vor erstem Frauenarztbesuch gut geklappt, wir wollten eben nichts sagen, bevor nicht safe. Und dann eben zB wegen Blasenentzündung (erklärt dann auch, warum du evtl öfter auf die Toilette musst, was am Anfang der Schwangerschaft häufig der Fall ist).
Also bei mir hat man bei 7+1 den Herzschlag gehört und auf dem Ultraschallbild ein kleines Böhnchen in der Fruchthöhle gesehen. 
Und mach dir keine Sorgen, Stimmungsschwankungen sind von der Hormonumstellung übrigens auch normal. Du wirst dich sicher doch noch freuen, so wie es jetzt klingt!🤗

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22. Januar um 22:35

Ja, Harnwegsinfekt + Antibiotika ist glaub ich die perfekte Notlüge für die frühe Schwangerschaft.
Mir ging's auch fast von Anfang an so, dass ich echt häufig aufs Klo musste.
Übelkeit kam bei mir zum Glück erst deutlich später - so ab Woche 10 ungefähr.
 

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23. Januar um 7:21

Guten Morgen apolline, 
Ich versteh schon, dass du möchtest, dass das Kind auf die Welt kommen darf. Aber die Art, auf die du das gerade versuchst, bewirkt in mir nur Wiederwillen. Während die meisten anderen Stimmen hier versuchen mich zu verstehen und mir Mut zu machen, dass die Freude noch kommt und irgendwann positive Gefühle da sein werden, sind deine Argumente pseudosachlich und vorwurfsvoll. Wären hier alle Stimmen wie deine, würde ich vermutlich eine pro- und contra-Liste schreiben und mich anschließend für die Seite entscheiden, auf der mehr Punkte stehen. Und ich befürchte, ich weiß, welche Seite das sein wird.

Danke noch einmal an alle, die mir hier Mut machen! 💐 

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23. Januar um 8:23

Das klingt alles nach einem sehr guten Plan, den du geschmiedet hast!  
Wenn es mit dem Heulen schon besser wurde, wird es auch bald wieder einfacher auf der Arbeit und so weiter eben. Eins nach dem anderen. Du gehst gerade alles Schritt für Schritt an und dann wirst du mit deinem Mann den Weg schon erkennen. Also Herzlichen Glückwunsch du Leben-in-die-Hand-Nehmerin und juhu Ex-Raucherin!  
Für Freitag alles Gute! Schreib doch mal, ob alles okay ist und du auch schon ein kleines Böhnchen sehen konntest! Liebe Grüße!

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23. Januar um 9:31
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Glückwunsch zum Rauchenaufgeben! Du wirst sehen, man legt so manche ungesunde Gewohnheit ab mit Kind!
Also im Urlaib zwecks Alkohol oä, würde ich auf die Antibiotikalüge zurückgreifen. Hat bei meiner Schwiegerfamilie am Wochenende nach positivem Test, vor erstem Frauenarztbesuch gut geklappt, wir wollten eben nichts sagen, bevor nicht safe. Und dann eben zB wegen Blasenentzündung (erklärt dann auch, warum du evtl öfter auf die Toilette musst, was am Anfang der Schwangerschaft häufig der Fall ist).
Also bei mir hat man bei 7+1 den Herzschlag gehört und auf dem Ultraschallbild ein kleines Böhnchen in der Fruchthöhle gesehen. 
Und mach dir keine Sorgen, Stimmungsschwankungen sind von der Hormonumstellung übrigens auch normal. Du wirst dich sicher doch noch freuen, so wie es jetzt klingt!🤗

naja sie raucht ja noch.... nur eben weniger

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23. Januar um 9:33

eben darum gehts:

ES GEHT

es ist nicht so dass sie fianziell oder so nicht klarkommen!

schwierig aber es geht!
deswegen würde ich eine Abtreibung in diesem Falle absolut nicht richtig finden!
zumal BEWUSST nicht verhütet wurde und es kein Unfall war!

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23. Januar um 12:34

Hallo Eisblume,
erstmal tut mir deine Trauer sehr leid.
Das Problem ist, dass sich dein Elend nun auf dein Kind auswirkt, weil der Körper ihm signalisiert, dass es nicht gewollt ist. So wurde es in der Traumaforschung untersucht.
Also erstmal muss ich dir sagen, dass du dir keine Schuld geben darfst. Du und dein Mann ihr seid beide nicht SCHULD. Es hat niemand Schuld.
Schuldgefühle, dass man etwas falsch gemacht hat sollten weg.
Ihr habt etwas nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden und leider ist dieses kapitalistische System sehr unverzeihlich, weil es immer darum geht wann der richtige wirschaftliche Zeitpunkt ist. Demnach dürfte ich auch erst jetzt Kinder haben aber da fehlt mir was anderes dafür, egal.

Ihr habt euch entscheiden, dass es passieren darf. Damit habt ihr es angenommen und euch durchaus auch gefreut.
Glaub mir ich arbeite mit Jugendämtern zusammen und du willst nicht wissen, was manche Eltern ihren Kindern antun, weil sie sie nicht annehmen.
Wenn du eine stille Stunde hast, streichle dich über den Bauch und sei dir und der Natur trotzdem dankbar. So blöd es klingt. Du solltest einfach die Einstellung ändern aber dafür braucht ihre beide einen Plan, wie es trotzdem geht. Der muss her.
Ein Kind sollte immer das Glück bedeuten. Und das wäre es auch, NUR NICHT wegen einer wirtschaftlichen Entscheidung.
Die kann man irgendwann wieder ändern.
Es gibt immer einen Weg, glaube mir. Wenn ich in so einer Situation wäre, würde ich dir jeden Tag danken dafür, vollkommen egal, wie es uns jetzt geht.
Ihr werdet nicht verhungern. Ihr seid zu zweit und liebt euch.
Nehmt euch viel Zeit ganz in Ruhe zu reden was für Möglichkeiten ihr habt. Ganz sachlich. Liebt euch und schenkt euch ruhige ganz intensive Momente zu zweit.
Nehmt euch heraus aus dem Zwang von außen. Wenigstens für kleine Momente.
Euer Baby wird es euch danken, glaub mir. Ihr seid sicher ein tolles Paar.

Alles Liebe

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24. Januar um 8:11

Guten Morgen zusammen, 
Ein letztes Mal, bevor ich morgen meinen Termin habe, möchte ich mich hier noch melden und ein paar meiner Gedanken los werden.
Ich glaube, ein ganz riesengroßes Problem für mich ist, dass ein Kinderwunsch keine rationale Sache ist. Darum tu ich mich seit jeher so schwer damit. Es gibt abgesehen von der Arterhaltung und der "Sicherung" unserer Rente (dafür ist es eigentlich sowieso zu spät) keinen sinnvollen Grund, Kinder in die Welt zu setzen. Dafür braucht es mich aber nicht unbedingt, das bekommen andere auch gut hin. Alle anderen "Gründe" warum es sich lohnt, Kinder zu bekommen, liegen irgendwo in der Welt der Gefühle. Mir fällt es immer schwer, meine Gefühle wichtiger zu nehmen als rationale Überlegungen. Wobei ich zugeben muss, dass die Entscheidungen, bei denen ich mich von den Gefühlen leiten lassen habe, nicht zu den schlechtesten in meinem Leben zählen.

Auf meine momentane Situation bezogen, gibt es viel, was rational für eine Abtreibung spräche. Ist es sinnvoll sich aus Schuldgefühlen heraus für ein Kind zu entscheiden? Schuldgefühle, weil wir die Situation ohne ärztlichen Befund eingeschätzt haben und diese Einschätzung falsch war; weil es so viele Paare gibt, die sich sehnlichst Kinder wünschen und bei denen es einfach nicht funktioniert? Ist es wirklich sinnvoll, ein Kind zu bekommen, das voraussichtlich schon früh viel fremdbetreut werden wird, das irgendwie mitlaufen muss, das in eine unheimlich stressige Zeit hinein geboren wird und in dem Moment nicht so wirklich erwünscht ist? Sollen wir dieses Kind bekommen, weil es in Zukunft möglicherweise nicht mehr funktioniert? Besonders, da wir unser Leben auch ohne Kinder mögen und es sich nicht wirklich so anfühlt, als würde etwas fehlen?

Und während ich mir die Gedanken mache, kommen da Gefühle. Zu aller erst das Gefühl, dass ich eine Abteilung nicht möchte. Nicht aus moralischen Gründen. Nicht weil ich Angst hätte, damit nicht klar zu kommen. Sondern aus einem unbestimmten Gefühl heraus, das ich nicht wirklich erklären kann.

Dann kommt die Angst, dass es ein ganz furchtbar anstrengende Kind werden könnte,laut und nervig. Oder ein unheimlich langweiliges Kind, mit dem man einfach nix anfangen kann. Eine kleine Zicke, die ausschließlich auf rosa Mädchenkram steht... Aber dann sind da auch die Gedanken, wie schön es wäre, wenn es ein nettes, freundliches, aufgeweckt, liebenswürdiges Kind wäre. Kann es nicht ein Kind sein, das vielleicht schon 2 Jahre alt ist? Ich kann doch mit Babys so furchtbar wenig anfangen und sie heulen immer alle, wenn ich sie auf dem Arm habe...

So ungefähr sieht es grad in mir aus. Und nun, wo ich das runtergeschrieben habe, kann ich hoffentlich an was anderes denken und mich konzentriert an die Arbeit machen. Sonst wird es nämlich mit dem Urlaub nix... 

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24. Januar um 9:17

Ich finde, du zerdenkst das alles zu sehr. Berufliches kann man auch mit Baby machen bzw nachholen (dann wird es eben früh fremdbetreut, na und?), den Charakter des Kindes kann man auch nicht beeinflussen und ich denke mal, du wirst so oder so mit deinem eigenen Kind klarkommen, und auch wissen, wie du es als Baby handeln musst. Urlaube, ja, auch Skiurlaube, gehen ebenfalls mit Kind.
Es wird zwar alles anders, aber doch irgendwie besser.
Ich glaube, du würdest mit der Situation besser klarkommen, wenn du dich aufs Wesentliche konzentrierst und nicht alles gleich in 50 kleinere Dinge zerdenken würdest. Natürlich kommt so nur negatives dabei heraus...

Es ist ein Baby, kein Projekt mit tausend Unterprojekten. Man kann vorher nie wissen, wie sich das Leben wirklich ändert und mit reiner Rationalität wird man dabei auch nicht wirklich weiterkommen und wird so auch nie die richtige Entscheidung treffen können.

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24. Januar um 9:48
In Antwort auf eisblume191

Guten Morgen zusammen, 
Ein letztes Mal, bevor ich morgen meinen Termin habe, möchte ich mich hier noch melden und ein paar meiner Gedanken los werden.
Ich glaube, ein ganz riesengroßes Problem für mich ist, dass ein Kinderwunsch keine rationale Sache ist. Darum tu ich mich seit jeher so schwer damit. Es gibt abgesehen von der Arterhaltung und der "Sicherung" unserer Rente (dafür ist es eigentlich sowieso zu spät) keinen sinnvollen Grund, Kinder in die Welt zu setzen. Dafür braucht es mich aber nicht unbedingt, das bekommen andere auch gut hin. Alle anderen "Gründe" warum es sich lohnt, Kinder zu bekommen, liegen irgendwo in der Welt der Gefühle. Mir fällt es immer schwer, meine Gefühle wichtiger zu nehmen als rationale Überlegungen. Wobei ich zugeben muss, dass die Entscheidungen, bei denen ich mich von den Gefühlen leiten lassen habe, nicht zu den schlechtesten in meinem Leben zählen.

Auf meine momentane Situation bezogen, gibt es viel, was rational für eine Abtreibung spräche. Ist es sinnvoll sich aus Schuldgefühlen heraus für ein Kind zu entscheiden? Schuldgefühle, weil wir die Situation ohne ärztlichen Befund eingeschätzt haben und diese Einschätzung falsch war; weil es so viele Paare gibt, die sich sehnlichst Kinder wünschen und bei denen es einfach nicht funktioniert? Ist es wirklich sinnvoll, ein Kind zu bekommen, das voraussichtlich schon früh viel fremdbetreut werden wird, das irgendwie mitlaufen muss, das in eine unheimlich stressige Zeit hinein geboren wird und in dem Moment nicht so wirklich erwünscht ist? Sollen wir dieses Kind bekommen, weil es in Zukunft möglicherweise nicht mehr funktioniert? Besonders, da wir unser Leben auch ohne Kinder mögen und es sich nicht wirklich so anfühlt, als würde etwas fehlen?

Und während ich mir die Gedanken mache, kommen da Gefühle. Zu aller erst das Gefühl, dass ich eine Abteilung nicht möchte. Nicht aus moralischen Gründen. Nicht weil ich Angst hätte, damit nicht klar zu kommen. Sondern aus einem unbestimmten Gefühl heraus, das ich nicht wirklich erklären kann.

Dann kommt die Angst, dass es ein ganz furchtbar anstrengende Kind werden könnte,laut und nervig. Oder ein unheimlich langweiliges Kind, mit dem man einfach nix anfangen kann. Eine kleine Zicke, die ausschließlich auf rosa Mädchenkram steht... Aber dann sind da auch die Gedanken, wie schön es wäre, wenn es ein nettes, freundliches, aufgeweckt, liebenswürdiges Kind wäre. Kann es nicht ein Kind sein, das vielleicht schon 2 Jahre alt ist? Ich kann doch mit Babys so furchtbar wenig anfangen und sie heulen immer alle, wenn ich sie auf dem Arm habe...

So ungefähr sieht es grad in mir aus. Und nun, wo ich das runtergeschrieben habe, kann ich hoffentlich an was anderes denken und mich konzentriert an die Arbeit machen. Sonst wird es nämlich mit dem Urlaub nix... 

die angst dass es ein furchtbar anstrengendes kind werden könnte?

und bei solchen gedanken macht man BEWUSST eine babyplanung???

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24. Januar um 10:25
In Antwort auf theola

die angst dass es ein furchtbar anstrengendes kind werden könnte?

und bei solchen gedanken macht man BEWUSST eine babyplanung???

Die Angst finde ich jetzt nicht sooo ungewöhnlich. Ich finde es eher extrem blauäugig, wenn man davon ausgeht, ein "Anfänger-Baby" zu bekommen. Ich denke, JEDER sollte sich darüber klar sein, dass mit Baby / Kind nicht alles total easy und bilderbuchmäßig sein wird...

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24. Januar um 10:33
In Antwort auf badumtssss

Ich finde, du zerdenkst das alles zu sehr. Berufliches kann man auch mit Baby machen bzw nachholen (dann wird es eben früh fremdbetreut, na und?), den Charakter des Kindes kann man auch nicht beeinflussen und ich denke mal, du wirst so oder so mit deinem eigenen Kind klarkommen, und auch wissen, wie du es als Baby handeln musst. Urlaube, ja, auch Skiurlaube, gehen ebenfalls mit Kind.
Es wird zwar alles anders, aber doch irgendwie besser.
Ich glaube, du würdest mit der Situation besser klarkommen, wenn du dich aufs Wesentliche konzentrierst und nicht alles gleich in 50 kleinere Dinge zerdenken würdest. Natürlich kommt so nur negatives dabei heraus...

Es ist ein Baby, kein Projekt mit tausend Unterprojekten. Man kann vorher nie wissen, wie sich das Leben wirklich ändert und mit reiner Rationalität wird man dabei auch nicht wirklich weiterkommen und wird so auch nie die richtige Entscheidung treffen können.

Bei der gesamten beruflichen Geschichte kann nichts nachgeholt werden. Das ist jetzt angeschoben und wir müssen das durchziehen. Wird jetzt eben organisatorisch alles schwieriger. Aber wird schon werden...

Bei dem Projekt-Gedanken musste ich grad schmunzeln. Ich glaube, für mich macht es das ganze sogar insgesamt einfacher, wenn ich es als Projekt sehe. Zumindest erstmal. Um alles zu organisieren, zu planen und die Angst zu verlieren.

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24. Januar um 11:28
In Antwort auf eisblume191

Die Angst finde ich jetzt nicht sooo ungewöhnlich. Ich finde es eher extrem blauäugig, wenn man davon ausgeht, ein "Anfänger-Baby" zu bekommen. Ich denke, JEDER sollte sich darüber klar sein, dass mit Baby / Kind nicht alles total easy und bilderbuchmäßig sein wird...

Nein aber wie man damit umgeht ist wichtig.
Ich würde dir als Partner erst einmal versuchen, die Ängste zu nehmen. Du bist ja nicht allein. Und zusammen kann man alles schaffen, auch ein "Problemkind"
Es geht nicht gleich alles kaputt, es sei denn man lässt es kaputt gehen.
Sorgt euch um euch, je schlimmer es sich anfühlt desto mehr sollte man zusammen sein und es genießen. Dann ist man ein Team das alles schafft.

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24. Januar um 12:06
In Antwort auf eisblume191

Bei der gesamten beruflichen Geschichte kann nichts nachgeholt werden. Das ist jetzt angeschoben und wir müssen das durchziehen. Wird jetzt eben organisatorisch alles schwieriger. Aber wird schon werden...

Bei dem Projekt-Gedanken musste ich grad schmunzeln. Ich glaube, für mich macht es das ganze sogar insgesamt einfacher, wenn ich es als Projekt sehe. Zumindest erstmal. Um alles zu organisieren, zu planen und die Angst zu verlieren.

Problem ist... Man kann bei der ganzen Geschichte nicht alles durchplanen und organisieren
Schwangerschaften, Geburten, Baby- und Kinderzeiten verlaufen nie gleich und bieten immer unvorhergesehene Ereignisse.
und je mehr man das so technisiert, umso größer wird die Enttäuschung, wenn etwas nicht so klappt wie geplant. Deshalb ist es eher nicht so ideal, die Sache nur rational anzugehen. Etwas Emotionalität darf man sich schon gönnen.

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24. Januar um 12:34
In Antwort auf badumtssss

Problem ist... Man kann bei der ganzen Geschichte nicht alles durchplanen und organisieren
Schwangerschaften, Geburten, Baby- und Kinderzeiten verlaufen nie gleich und bieten immer unvorhergesehene Ereignisse.
und je mehr man das so technisiert, umso größer wird die Enttäuschung, wenn etwas nicht so klappt wie geplant. Deshalb ist es eher nicht so ideal, die Sache nur rational anzugehen. Etwas Emotionalität darf man sich schon gönnen.

Für Emotionalität ist es bei uns aber zu früh. Dafür ist der "Schock" noch zu groß. Und es ist alles noch zu abstrakt. Vielleicht ändert sich das nach dem Arzt-Termin morgen, vielleicht auch während des Urlaubs, wenn wir alles mal in Ruhe sacken lassen können. 
Ich finde es gerade einfacher, das ganze als Projekt zu betrachten. Da plane ich ja auch zuerst den "Idealfall". Was mache ich wie, wenn alles wie geplant läuft. Und ich überlege mir Alternativen, falls "Probleme" auftauchen. Sollten wir ein "Anfängerbaby" bekommen, die Schwangerschaft und die Geburt unkompliziert sein, bräuchten wir nur wenig Unterstützung in der Firma, könnten aber früh viel Hilfe mit dem Kind in Anspruch nehmen. Sollte das Kind eher "schwierig" sein, es vorher zu Komplikationen kommen, bräuchten wir sehr viel Hilfe in der Firma. Darauf erst zu reagieren, wenn es soweit ist, finde ich aber zu spät. Wir müssten für beide Fälle im Frühsommer einen Plan haben. Sind ja auch in jedem Fall weitere Personen involviert, über die man nicht unbedingt spontan nach Lust und Laune verfügen kann.

Aber egal. Momentan wäre alle Planung ein nachdenken über ungelegte Eier. Und das mag ich so gar nicht. Erst mal morgen abwarten, ob überhaupt alles in Ordnung ist. 

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24. Januar um 13:28
In Antwort auf eisblume191

Die Angst finde ich jetzt nicht sooo ungewöhnlich. Ich finde es eher extrem blauäugig, wenn man davon ausgeht, ein "Anfänger-Baby" zu bekommen. Ich denke, JEDER sollte sich darüber klar sein, dass mit Baby / Kind nicht alles total easy und bilderbuchmäßig sein wird...

ja aber diese gedanken muss man erstmal zu ende denken bevor man wirklich in die planung geht...

findest du nicht?

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24. Januar um 20:01

Doch, ich denk schon an Rente,... deswegen geh ich wieder voll arbeiten auch mit Kind!

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25. Januar um 5:15
In Antwort auf butterfliegenbeinchen

Doch, ich denk schon an Rente,... deswegen geh ich wieder voll arbeiten auch mit Kind!

Ja, diese verkopften Gedanken sind mir auch nicht fremd.
Und ich werde auch sehr bald wieder arbeiten gehen - wegen Rente, weil es insgesamt für uns wirtschaftlich sinnvoller so ist, usw ...

Allerdings wenn man sich von verkopften Gedanken leiten lässt, ist nie der ideale Zeitpunkt für ein Kind. Das haben wir irgendwann auch festgestellt und beschlossen, dass wir es trotzdem schaffen.

Liebe Eisblume, ich wünsche euch, dass ihr euch auch mit dem "wir schaffen das schon irgendwie" Gedanken anfreunden könnt. Da wir diesen Gedanken schon fest gefasst hatten, hat uns dann auch der ungünstige berufliche Zeitpunkt nicht mehr wirklich aus der Bahn geworfen, sondern nur kurz irritiert - und nicht alles rosarot sehen muss auch erlaubt sein, finde ich. Dann kann man wenigstens planen, was man macht, wenn es mal nicht so glatt läuft.

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25. Januar um 8:57

Liebe Eisblume,

Das was du hier beschreibst finde ich nicht außergewöhnlich sondern sehr verständlich. 

Gerade bei Frauen ab 30 die sich in ihrem Leben gut eingerichtet haben kommt es häufiger vor dass es schwierig wird das Leben umzustellen. 

Du musst dich nicht zwischen Kind und Karriere entscheiden aber es ändert sehr vieles. Man kann sehr viel mit Kind schaffen ( bei mir Selbstständigkeit plus zwei Studien inklusive über 1000 Stunden unbezahlter Praktika) aber es kommt auch darauf an wie man sich als Familie das Leben einteilen kann. Gerne auch Omas Opas Tanten als Helfer. 

Auch ich hatten eben großer Freude Angst das alle Mühe bis dato umsonst war und ich nichts mehr tun kann. Wie gut es klappt hab ich erst gesehen als die Kleine da war. Ich hatte sie viel im. Tragetuch und auch jetzt bin ich jeden Nachmittag(mit Ausnahmen) bei ihr. Ich arbeite dann Vormittags und Abends.

Denk auch an die Möglichkeit Hilfe anzunehmen.

Alles gute

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27. Januar um 9:00

apolline, ich glaub das hast du falsch verstanden.
Natürlich macht keiner Kinder, um die staatliche Rentenkasse zu füllen, das hat Eisblume so auch nicht gesagt.

Aber dass man beim Kinderwunsch auch daran denkt, dass sich die Kinder später mal kümmern, wenn man alt ist und ein bisschen Unterstützung braucht, ist glaube ich nicht all zu weit her geholt. Ich sehe es gerade bei meinen Eltern und Großeltern, dass das doch auch ein wichtiger Faktor sein kann.

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5. Februar um 9:46

Hallo zusammen,

hab nicht viel Zeit, daher nur ein kurzes Update.

Mein FA-Termin war soweit gut. Mit mir und dem Baby alles in Ordnung, die Ärztin war super verständnisvoll, dass ich noch so unsicher bin. In 1,5 Wochen soll ich wieder hin.

Der Urlaub hat uns sehr gut getan. Auf der Hinfahrt und auch an den ersten Abenden habe ich immer mal wieder das große Heulen bekommen (tagsüber war ich beim Skilaufen genug abgelenkt), aber im Laufe der Tage hat sich das gegeben und wir konnten uns immer mehr mit dem Gedanken anfreunden. Es ist noch nicht so, dass wir uns freuen, aber wir können es inzwischen akzeptieren und denken, dass wir schon alles irgendwie gewuppt bekommen. 

Ich habe inzwischen ja immer häufiger gehört und gelesen, dass die Freude irgendwann kommt. Darauf hoffe ich jetzt einfach mal...

Liebe Grüße

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6. Februar um 11:56

Das traue ich dir und euch auch zu, dass ihr das schon alles gewuppt bekommt!   Geht es langsam an. Ihr akzeptiert es nun, nach und nach kehrt Ruhe bei euch ein – auch in deine Gefühlswelt. Ist ja klar, dass da ab und an noch Tränen fließen und die Hormone tun schließlich ihr übriges dazu. Das ist okay und wird schon werden! Liebe Grüße!

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8. Februar um 13:47

Das ist echt schön zu lesen! Kann mir vorstellen welchen Kampf ihr bis jetzt austragen musstet, um alleine an diesen Punkt zu kommen... das Gefühl wird kommen, mit Sicherheit - ihr seid auf dem richtigen Weg <3 

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