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Schwanger und mein Freund bekommt schlechte Nachrichten und will das Kind nicht mehr

5. September 2016 um 21:59

Hallo,

das ist mein erster Eintrag in einem Forum, aber ich kann alleine nicht mehr klar denken. Mein Freund und ich sind seit 2 1/2 Jahren zusammen und wir sind beide 28 Jahre alt und haben beide einen gut bezahlten Job. Nun zu dem Problem. Mein Freund war nie der größte Kinderfan, ich allerdings sehr und ich wünsche mir insgeheim schon lange mein erstes Kind. Deshalb habe ich mich unglaublich gefreut, als mein Freund vor drei Monaten vorschlug, dass man es ja mal versuchen könnte. Ich habe das immer wieder hinterfragt und rausgezögert, da ich wollte, dass er sich ganz sicher ist. Da er immer wieder damit anfing war ich einverstanden und wir haben es einmal versucht. Sehr erfreut stellte ich dann vor zwei Wochen fest, dass es wirklich geklappt hat. Als ich es ihm erzählt habe ist allerdings die ganze Freude zusammengestürzt. Es hat ihn total geschockt und er möchte das Kind nicht. Nun ist innerhalb der zwei Wochen viel passiert, was die Situation nur schlimmer gemacht hat. Letzte Woche wurde sein Vater untersucht und es wurde Krebs festgestellt. Heute kam dann die Nachricht, dass es jetzt ziemlich schlimm wäre und mein Freund eine teure OP mitfinanzieren müsse. Mein Freund sieht jetzt natürlich alles schwarz und hat Angst, dass Kind finanziell nicht mehr richtig versorgen zu können und sagt dauernd in zwei Jahren könnte man das ja nochmal in Angriff nehmen. Es tut mir unglaublich leid mit seinem Vater, aber ich habe auch das Gefühl, dass er auch ohne diesen Schicksalsschlag sich gegen das Kind entschieden hätte, was mich unglaublich wütend macht, da ich ihn zu nichts gedrängt habe und er dauernd gefragt hat ob wir es nicht ausprobieren wollen. Sein Verhalten lässt mich auch von Tag zu Tag daran zweifeln ob er der richtige ist. Und dann möchte ich das Kind eigentlich behalten. Ist das zu egoistisch gedacht?

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5. September 2016 um 22:06

Es
ist auf keinen Fall egoistisch das Kind zu bekommen. Denn es kann nicht die ganze Welt still stehen, weil der Vater Deines Freundes Krebs hat. Natürlich bricht dadurch eine Menge auf ihn herein, aber vielleicht ist das Kind das Licht am Ende eines langen Tunnels.
Eine Abtreibung für einen anderen lohnt sich nicht. Denn es kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann.
Gib Deinem Freund die Chance sich noch auf das Kind einzustellen. Aber wer Dein Kind ablehnt, lehnt damit Dich ab. Denn es ist ein Teil von Dir.
VLG Yankho

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6. September 2016 um 10:25

Es ist natürlich nicht
"Ist das zu egoistisch gedacht?"

egoistisch gedacht.

Abgesehen davon, wenn die Krankheit erst in 9 Monaten entdeckt worden wäre und dann das Geld für eine Operation gefehlt hätte, hättet ihr dann das geborene Kind abgegeben?

Sicher nicht, ist also auch hier kein guter Grund.

Ferner ist es nicht mal unbedingt gut für seinen Vater. Denn der dürfte sowas wie 55+ sein. Wenn ich mal 55+ bin, Krebs habe und mein Sohn kommt zu mir mit einem "Ich kann jetzt doch deine OP mitfinanzieren, denn meine Freundin hat jetzt doch abgetrieben" würde ich entweder dem sofort den Hintern versohlen oder in tiefste Depressionen stürzen, wie sehr ich bei der Erziehung versagt habe, dass der jetzt sein ungeborenes Kind für mein Leben geopfert hat, obwohl ich doch den größeren Teil davon eh schon genießen konnte. Und so oder so wäre das nicht gesund.

Noch so aus Interesse, wie kommt es, dass man eine wohl lebenswichtige Behandlung aus eigener Tasche zahlen muss?
In D sollte das eigentlich nicht passieren.

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6. September 2016 um 15:06

Also..
Du solltest dein baby behalten, und nicht für ihn abtreiben.
Es gibt eigentlich nie den richtigen zeitpunkt für ein baby.
Das Leben legt einem immer wieder steine in den Weg. Sicherlich ist es schlimm mit seinem vater.
Aber das sollte nicht der grund sein.

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7. September 2016 um 11:28

Freud und Leid...
Liebe Chouchouuu,

ach Mensch, ich kann deine Enttäuschung wirklich gut nachempfinden...! Jetzt bist du schwanger, du hast es dir ja schon lange gewünscht... und bestimmt gehofft, dass dein Freund diese Freude mit dir teilt! Da tut es mir echt leid, dass er das gerade nicht kann!

Vielleicht hat dein Freund nicht erwartet, dass euer Versuch, ein Baby zu bekommen, so schnell klappt? Hatte er gehofft, dass er mehr Zeit haben würde, um sich darauf einzustellen? Sein Vorschlag kam für dich aus heiterem Himmel, habe ich verstanden. Habt ihr denn darüber reden können, warum er sich nicht über die Schwangerschaft freuen kann? Was macht ihm denn Angst?

Dass er jetzt um seinen Vater bangen muss... das tut mir von Herzen leid! Kann es sein, dass ihm das gerade so richtig den Boden unter den Füßen wegzieht? Es ist manchmal der Verlauf des Lebens... auf der einen Seite bangen wir um unsere Lieben, müssen vielleicht jemanden gehen lassen. Und auf der anderen Seite entsteht Leben und fordert uns heraus, im HIER und JETZT zu bleiben, das Leben zu leben!
Vielleicht braucht dein Freund jetzt vor allem Zeit sich mit beiden Seiten des Lebens zu befassen. Zu sehen, wie eben die Sorge und die Freude nebeneinander stehen können.
Wie geht es dir denn damit? Du hast geschrieben, du bist wütend dass er zuerst einen Versuch wagt und plötzlich keine Freude empfinden kann. Hast du jemanden, mit dem du reden kannst? Eine gute Freundin oder vielleicht deine Mutter? Weiß denn schon jemand von deiner Schwangerschaft?

Ich habe mich gefragt, warum dein Freund für die OP finanziell aufkommen muss? Normalerweise werden die Kosten doch von der Krankenkasse gezahlt... oder ist es ein ganz spezieller Fall bei seinem Vater?

Übrigens, dein Wunsch, das Baby zu bekommen, ist ganz und gar nicht egoistisch! Ganz im Gegenteil: da steckt ganz viel Liebe drin für dein ungeborenes Kind!
In welcher Woche bist du denn schon?

Ganz liebe Grüße, Lavena

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7. September 2016 um 13:57

Opa
Wer weiß, vielleicht wünscht sich sein Vater sogar noch Opa zu werden und ihr würdet ihm diese Freude nehmen?
Ich würde nicht abtreiben.... vielleicht kommt es deinem Freund momentan einfach zu "geballt", dass er sich erst sammeln muss?

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9. September 2016 um 9:09

Wie geht es dir?
Liebe TE,

wie geht es dir denn inzwischen? Du hast geschrieben, dass du das erste Mal hier im Forum warst... hat dir denn das Schreiben etwas Erleichterung verschaffen können? Manchmal tut es ja wirklich gut, sich freizuschreiben, da können sich die Gedanken nochmal sortieren.

Wie ist denn deine Woche noch verlaufen? Konntest du mit deinem Freund nochmal reden oder braucht ihr beide gerade eher Zeit, euch eure eigenen Gedanken zu machen? Und wie geht es beim Vater deines Freundes nun weiter, wird er schon bald operiert?

Ich möchte dir so gern nochmal Mut zusprechen, auf dein Herz zu hören! Da hat sich dein kleines Krümelchen schon so fest eingenistet ; )

Ich würde mich sehr freuen, wenn du nochmal schreiben magst!

Liebe Grüße von Lavena!

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11. September 2016 um 4:50

Hallo!
Ich kann mich den vorrangegangenen Kommentierern nur anschließen. 1. kann es sehr gut sein, dass sich der Vater deines Freundes riesig freut - vielleicht wäre es seiner Gesundheit sogar förderlich? 2. Ist es maximal egoistisch von deinem Freund. Man kann doch nicht erst ein Kind in die Welt setzen wollen, um es dann abzutreiben Mag ja sein, dass er plötzlich Muffensausen bekommt (hatte mein Vater bei mir auch ), aber vielleicht wäre es eine gute Gelegenheit für ihn, erwachsen zu werden? Du solltest dich niemals zu einer Abtreibung drängen lassen, egal, aus welchen Gründen. Stell dir vor, wie du dich hinterher fühlen würdest. Mit den Schuldgefühlen leben müsstest du alleine...und nicht dein Freund.

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14. September 2016 um 15:43

Behalte dein Kind
Liebe Chouchou,

wie kommst du nur darauf dass es egoistisch wäre dein Kind zu behalten??? Das eigene Kind, das man sich so sehr gewünscht hat, zu bekommen, ist doch das normalste der Welt. Außerdem seid ihr schon länger ein Paar und habt gemeinsam beschlossen, es zu versuchen...
... ich hoffe so sehr, dass eure Situation sich langsam entspannt.

Alles Liebe, Ilona

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