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Schwanger und im Job auf dem Abstellgleis, was tun?

18. Oktober 2013 um 16:28

Hallo zusammen,

Ich hab lange darüber nachgedacht mich hier anzumelden und hier darüber zu schreiben.
Aber so langsam weiß ich nicht mehr was ich machen soll... Mein Mann hat da eine ganz andere Sichtweise wie ich und ich wünschte manchmal so entspannt wie er zu sein. Er sagt: du hast es doch bald geschafft, reg dich doch nicht auf.

Ich habe eine gute Position mit Festeinstellung, bewege mich in der oberen Hälfte der Belegschaft (was die Hierarchie angeht). Ich Habe meinen Master, 10 Jahre Berufserfahrung und bin gut in dem was ich mache, das weiß ich(bin sogar wo anders abgeworben worden). Ich hätte mich auch schon längst Selbstständig machen können, was auch ein großer Wunsch von mir ist. Aber zwecks Lebenslauf und Familienplanung bin ich dann vor 2 Jahren doch noch mal in ein Angestelltenverhältnis, es hat sich mir ja vor die Füße geworfen... Ich bin aber sehr engagiert und will weiterkommen, mich weiterbilden neues lernen Herausforderungen meistern. Das wird mir hier überhaupt nicht geboten mir wurde sogar schon von einer der älteren Kolleginnen ( Mitte 40 ) durch die Blume gesagt: ich soll mal den Ball flach halten. Für Schulungen habe die Geschäftsleitung momentan kein Geld (was nicht stimmt)... Ich glaube de wollen nur aus ihrem Trott nicht raus.

Auch der Personalchef hat mein Anliegen auf mehrmalige nachfrage nicht an den Chef weitergegeben etc.
Naja dachte ich mir, dann bringt das hier nix! Dann legen wir jetzt los mit dem Nachwuchs... ( wollte mich nicht noch mal wo anders bewerben weil eine Festanstellung in meiner Branche nicht die Regel ist)

Es hat auch gleich beim ersten Anlauf geklappt !!!
Ich bin jetzt in der 22 Woche und mein Chef weiß es auch schon seit der 7 SSw. So weit so gut.

Jetzt kommt's: ich habe nämlich das Gefühl jetzt bin ich vollkommen auf dem Abstellgleis gelandet. Weil ich wegen einer Blutung mal 2 Wochen ausgefallen bin . ( Plazenta war zu nah am Muttermund aber hat sich jetzt wieder hochgezogen) Eine Kollegin, die weit aus weniger qualifiziert ist und in meinen Augen auch nicht wirklich fachlich was drauf hat, bekommt nun Aufgaben die ich noch nicht mal Unschwanger bekommen hab, und das wird auch noch hinter meinem Rücken gemacht ( hab's durch Zufall auf dem Flur mitbekommen, stand um die Ecke) ich bekomme hier Aufgaben die Auszubildende normalerweise machen. Ich fühl mich total unterfordert noch mehr als vorher schon und vereitert!!!

Nun überlege ich mich krankschreiben zu lassen, obwohl das total gegen meine Überzeugung ist ich bin eigentlich immer eine sehr loyale Angestellte gewesen! Aber 8h rumhängen, mir angucken wie andere die Arbeit kriegen die ich gern machen würde und zu wissen, dass zuhause Sachen liegen bleiben die dringenst erledigt werden müssten (bin nebenbei selbstständig) mach mich wahnsinnig, diese Firma verdient meine Loyalität nicht mehr. Wenn ich ehrlich bin würde ich nach der Elternzeit auch nicht wieder hier anfangen wollen!!!

1. weil ich wirklich danach meine Selbstständigkeit ausbauen will...
2. hat mir mein Chef schon gesagt, dass es danach halbtags in meiner Position nicht geht ( frag mich was für ne Position ) obwohl er eigentlich müsste, bei über 30 Angestellten. Aber der Typ ist auch n Soziopath

Ich werd ihn wahrscheinlich nach der Elternzeit um eine Kündigung bitten und bekomme dann auch eine Förderung für den Ausbau der Selbstständigkeit... Dann ist er mich los und ich kann endlich wieder mit Spaß an die Arbeit....

Naja aber die Frage ist, was würdet ihr an meiner Stelle in der jetzigen Situation machen???
Aussitzen, krankschreiben, Gespräch suchen, oder ganz dreist in der Arbeitszeit "private" Dinge erledigen.

Ich weiß echt nicht mehr weiter

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18. Oktober 2013 um 18:23

Hey
Hast du deinem chef denn schon mal gesagt, dass du dich massiv unterfordert fühlst?
Vllt meint ers ja nur gut und denkt er handelt zu deinem besten.

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18. Oktober 2013 um 20:03

Kann Kamikatze nur zustimmen
Wer weiß, was die Motivation ist? Bitte deinen Chef doch mal um ein Gespräch, in dem du ihm auch sagst, dass du keine Lust hast, nur Däumchen zu drehen. Wenn das nix bringt, kannst du meiner Meinung nach die Zeit, die du nix zu tun hast, recht dreist absitzen und Tee trinken. Auch den Papierkram, der im Zusammenhang mit der Elternzeit erledigt werden muss, würde ich erledigen (das kann man sogar mit deiner Arbeit begründen). Wenn jemand dumm fragt: Dein Chef findet das ja offensichtlich ok, du hast ihn ja darauf hingewiesen
Mit der Teilzeit für danach: Darum würde ich mir jetzt keinen Kopf machen, eigentlich ist es ja sein Problem, wie das dann laufen soll. Ich schätze mal, dass du sowieso nicht zurück in diese Firma gehst Nimm es nicht zu schwer, lieber weniger zu tun als bis zum letzten Tag vor dem Mutterschutz komplett an der Leistungsgrenze zu arbeiten. In beiden Fällen ist man froh, wenn der Mutterschutz einen dann rettet

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19. Oktober 2013 um 22:57


Hm.. erstmal Herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwangerschaft und ich wünsch dir alles Gute
Allerdings schätze ich die Lage etwas anders ein als du. Wenn ich eine Firma leite, dann investiere ich nicht in die Weiterbildung einer Kollegin, die im Mutterschutz ist und bald auf unabsehbare Zeit ausfällt. Klar, darf kein Chef/Team eine Mitarbeiterin deshalb aufs Abstellgleis schieben, aber du darfst auch nicht erwarten, dass sich die Belegschaft so freut wie du es tust, weil es für die eigentlich nur Veränderung und somit auch zusätzliche Stressfaktoren bringt. Kann dir ja aber wurscht sein. Deshalb mein rat: Augen zu und durch.
Zweitens noch ein tip zur Selbstständigkeit. Ich war selbstständig, als ich schwanger wurde 2010 und hab vor einem halben Jahr meine firma überschrieben, weil ich fand, dass man das als Mutter eigentlich nicht leisten kann. Jetzt kenn ich deine Branche nicht und vielleicht ist es bei dir auch anders und dein finanzieller Backround vielleicht auch. Drück dir jedenfalls ganz fest die Daumen!,

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