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Schwanger und einsam nach Umzug

20. Oktober um 23:16

Hallo Ihr Lieben,

Ich bin im 9. Monat schwanger. Vor acht Wochen bin ich zu meinem Freund gezogen. Dafür habe ich alles aufgegeben was ich mir in den letzten Jahren aufgebaut habe.

Meine Familie ist rund 600 km entfernt. Mein soziales Umfeld, also all meine Freundinnen rund 800 km. Ich fühle mich furchtbar einsam und bin verzweifelt.

Ich habe immer gern gearbeitet, ich bin kommunikativ, offen, treibe gern Sport... Hier fange ich von Null an, habe nur meinen Partner, den dicken Bauch, und eine schwierige Schwangerschaft die selbst leichtes sporteln wie Yoga unmöglich macht. Ich würde gern noch arbeiten - und sei es nur für den geregelten Tagesablauf - bin aber bereits in der schutzfrist.

Ich bin einsam, weine viel und bin mit der Situation völlig überfordert. In der wohnung ist noch so viel zu erledigen weil er sich nicht wirklich um etwas gekümmert hat seit März... Entgegen anders lautender Absprachen.

Ich habe Angst vor allem was die nächsten Wochen auf mich zu kommt, Angst vor der Zukunft, Angst dass ich die Aufgabe Mutter zu sein nicht gebacken kriege. Mittlerweile ist es so schlimm dass ich mich "gar nicht mehr freuen kann" und angst und Verzweiflung alles "überdecken".

ich hab unsagbar Heimweh nach meinen Freundinnen und eine lähmende Angst.

Während mein Freund hier geboren und aufgewachsen ist, Familie und Freunde in der Nähe hat, habe ich für ihn und unser Kind alles aufgegeben und sitze hier nun und grübel tagein, tagaus.

Hat irgendjemand das schon durch? Und eine tolle Bewältigungsstrategie?

Ich habe hier schon Leute kennengelernt, aber das sind natürlich bisher oberflächliche Kontakte mit denen ich Sorgen und Probleme nicht ansprechen möchte.

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21. Oktober um 0:00

Warum ist er denn nicht zu dir gezogen?

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21. Oktober um 8:06
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Hallo. 

Lange hast du ja nicht mehr bis zur Geburt. Hast du dir eine Hebamme gesucht? Da hast du schonmal jemanden zum reden. Schau einfach mal nach Krabbelgruppen. Es gibt viele Träger die Gruppen haben mit Frauen mit Babys. Man trifft sich, frühstückt gemeinsam, quatscht,... Eine gute Möglichkeit um Kontakte zu knüpfen. Zweifel hat jeder mal, gerade wenn man sich so einsam fühlt. Du schaffst das. 

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21. Oktober um 8:33
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Kopf hoch...
du bist hochschwanger, die Hormone spielen da oft verrückt, die bevorstehende Geburt, neues Umfeld ect. 
Das ist am Anfang nicht leicht.

aber: Kinder verbinden!
wenn dein kleines erst einmal da ist, bist du tagsüber schon mal beschäftigt. Melde dich in einer Krabbelgruppe an. Und bis dahin halte dich mit Skype kontaktmäßig über Wasser.
oft ist es so, dass man als frisch gebackene Mama die beste Freundin aus dem nachbarstadtteil nur alle paar Monate sieht, statt wöchentlich, wie es vorher war.

alle Gute

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21. Oktober um 9:56
In Antwort auf sterndl

Hallo Ihr Lieben,

Ich bin im 9. Monat schwanger. Vor acht Wochen bin ich zu meinem Freund gezogen. Dafür habe ich alles aufgegeben was ich mir in den letzten Jahren aufgebaut habe. 

Meine Familie ist rund 600 km entfernt. Mein soziales Umfeld, also all meine Freundinnen rund 800 km. Ich fühle mich furchtbar einsam und bin verzweifelt. 

Ich habe immer gern gearbeitet, ich bin kommunikativ, offen, treibe gern Sport... Hier fange ich von Null an, habe nur meinen Partner, den dicken Bauch, und eine schwierige Schwangerschaft die selbst leichtes sporteln wie Yoga unmöglich macht. Ich würde gern noch arbeiten - und sei es nur für den geregelten Tagesablauf - bin aber bereits in der schutzfrist. 

Ich bin einsam, weine viel und bin mit der Situation völlig überfordert. In der wohnung ist noch so viel zu erledigen weil er sich nicht wirklich um etwas gekümmert hat seit März... Entgegen anders lautender Absprachen. 

Ich habe Angst vor allem was die nächsten Wochen auf mich zu kommt, Angst vor der Zukunft, Angst dass ich die Aufgabe Mutter zu sein nicht gebacken kriege. Mittlerweile ist es so schlimm dass ich mich "gar nicht mehr freuen kann" und angst und Verzweiflung alles "überdecken". 

ich hab unsagbar Heimweh nach meinen Freundinnen und eine lähmende Angst. 

Während mein Freund hier geboren und aufgewachsen ist, Familie und Freunde in der Nähe hat, habe ich für ihn und unser Kind alles aufgegeben und sitze hier nun und grübel tagein, tagaus. 

Hat irgendjemand das schon durch? Und eine tolle Bewältigungsstrategie? 

Ich habe hier schon Leute kennengelernt, aber das sind natürlich bisher oberflächliche Kontakte mit denen ich Sorgen und Probleme nicht ansprechen möchte. 

wieso ziehst du erst hochschwanger zu ihm? und nicht schon vorher um dich einzuleben?

dass er zu dir zieht war kein thema?

wieso ein baby ohne vorher zusammenzuwohnen?
 

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21. Oktober um 11:03

Danke für die lieben Nachrichten. 

Hierher zu ziehen statt bei mir den Lebensmittelpunkt zu haben war eine Finanzielle und eine Vernunftsentscheidung. Hier ist z. B. bereits eine große und bezahlbare Wohnung vorhanden und wir haben beide einen Job und eine Oma in der Nähe. In meiner alten Heimat hätten wir ein 30 m2 appartement gehabt, eine Wohnung in "groß genug" wäre eine riesen Herausforderung geworden, er hätte einen neuen Job suchen müssen, meine Familie wäre weiter 200 km entfernt gewesen. 

Baby ohne zusammenziehen. Ja ich weiß das hört sich erstmal total bescheuert und vermessen an. mein gyn hat mir die letzten 14 Jahre bereits gesagt dass es mit baby auf natürlichem weg ganz schwierig wird (weil ich in meiner Jugend mehrere große Operationen hatte)... Und dann war ich im ersten Zyklus schwanger.

Eigentlich hatten wir uns auf viele Monate, wenn nicht Jahre eingestellt bis es klappt. So wäre natürlich viel Zeit zum umziehen etc gewesen. Unser Menschenkind ist ein "Glücksgeschenk" für uns. 

Ich hab dann auch direkt nach der 12. Woche meine Versetzung beantragt, aber sowas geht eben selten von heute auf morgen sodass ich halt noch drei monate warten musste bis ich hier den Arbeitsplatz hatte. Nach der Elternzeit kann ich direkt dort wieder einsteigen. Das gibt uns auch eine entsprechende Sicherheit. 

Die Beziehung fühlte sich von Anfang an richtig und gut an. Trotz fernbeziehung und der enormen haben wir uns jedes Wochenende gesehen. 

Ich hoffe es ist damit ein bisschen besser nachvollziehbar wieso die Situation so ist, wie sie ist.

Ich hab mich heute früh schonmal um einen Termin mit dem Baby treff hier in der Kirchengemeinde gekümmert und für Februar einen Termin in einer Mami sport Gruppe vereinbart (für die Zeit nach der rückbildung). Eine hebamme habe ich. Mir war nur nicht klar, dass ich dort auch zwischenmenschliches ansprechen könnte... Werde ich nächste Woche mal machen beim nächsten Termin. 

Ich denke es kommt gerade einfach alles zusammen... Heimweh, Einsamkeit, wenig Schlaf weil ich nachts alle anderthalb Stunden zur Toilette muss, keine Möglichkeit wie bisher in Stress Situationen mit Sport gegenzusteuern, Hormon Overkill.... 

Ich bin gerade einfach sehr gefangen in meinen Selbstzweifeln und ich bin sehr froh, dass ich das hier anonym mal los werden konnte 

Habt vielen Dank für die lieben Tipps und Vorschläge.... 
 

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21. Oktober um 11:58
Beste Antwort

Hey!

Ich bin noch relativ frisch schwanger. Es weiß in meinem Umfeld auch fast niemand bisher. 
Da ich noch sehr jung bin und Kinder bei noch niemandem um mich herum ein Thema sind, befürchte ich auch, dass ich ziemlich einsam werde! Und wenn nicht einsam, dann zumindest niemanden habe, der so wirklich Verständnis für meine Situation hat oder meine Interessen teilt.

Ich glaube bei dir kommt gerade Vieles zusammen, was die blöde Situtaion viel dramatischer erscheinen lässt, als sie wahrscheinlich ist! Hormone, schwierige Schwangerschaft, bevorstehende Geburt,...
So aktiv, wie du das jetzt schon angehst, wirst du nach der Geburt bestimmt schnell Anschluss finden! Und man braucht ja nicht gleich riesig viele Menschen - eine gute Freundin reicht schon, um wieder Fuß zu fassen!  
Du bist nicht alleine mit deiner jetzigen Situation, was aber eher helfen sollte, Leute zu finden!

Was ist eigentlich mit den Freunden deines Partners? Gibt es da keine Chance auf ein bisschen Anschluss?

Für die Geburt alles Gute!!!

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21. Oktober um 13:39
In Antwort auf sterndl

Danke für die lieben Nachrichten. 

Hierher zu ziehen statt bei mir den Lebensmittelpunkt zu haben war eine Finanzielle und eine Vernunftsentscheidung. Hier ist z. B. bereits eine große und bezahlbare Wohnung vorhanden und wir haben beide einen Job und eine Oma in der Nähe. In meiner alten Heimat hätten wir ein 30 m2 appartement gehabt, eine Wohnung in "groß genug" wäre eine riesen Herausforderung geworden, er hätte einen neuen Job suchen müssen, meine Familie wäre weiter 200 km entfernt gewesen. 

Baby ohne zusammenziehen. Ja ich weiß das hört sich erstmal total bescheuert und vermessen an. mein gyn hat mir die letzten 14 Jahre bereits gesagt dass es mit baby auf natürlichem weg ganz schwierig wird (weil ich in meiner Jugend mehrere große Operationen hatte)... Und dann war ich im ersten Zyklus schwanger.

Eigentlich hatten wir uns auf viele Monate, wenn nicht Jahre eingestellt bis es klappt. So wäre natürlich viel Zeit zum umziehen etc gewesen. Unser Menschenkind ist ein "Glücksgeschenk" für uns. 

Ich hab dann auch direkt nach der 12. Woche meine Versetzung beantragt, aber sowas geht eben selten von heute auf morgen sodass ich halt noch drei monate warten musste bis ich hier den Arbeitsplatz hatte. Nach der Elternzeit kann ich direkt dort wieder einsteigen. Das gibt uns auch eine entsprechende Sicherheit. 

Die Beziehung fühlte sich von Anfang an richtig und gut an. Trotz fernbeziehung und der enormen haben wir uns jedes Wochenende gesehen. 

Ich hoffe es ist damit ein bisschen besser nachvollziehbar wieso die Situation so ist, wie sie ist.

Ich hab mich heute früh schonmal um einen Termin mit dem Baby treff hier in der Kirchengemeinde gekümmert und für Februar einen Termin in einer Mami sport Gruppe vereinbart (für die Zeit nach der rückbildung). Eine hebamme habe ich. Mir war nur nicht klar, dass ich dort auch zwischenmenschliches ansprechen könnte... Werde ich nächste Woche mal machen beim nächsten Termin. 

Ich denke es kommt gerade einfach alles zusammen... Heimweh, Einsamkeit, wenig Schlaf weil ich nachts alle anderthalb Stunden zur Toilette muss, keine Möglichkeit wie bisher in Stress Situationen mit Sport gegenzusteuern, Hormon Overkill.... 

Ich bin gerade einfach sehr gefangen in meinen Selbstzweifeln und ich bin sehr froh, dass ich das hier anonym mal los werden konnte 

Habt vielen Dank für die lieben Tipps und Vorschläge.... 
 

und dein partner ist für dich da?
weiß er wie es dir geht?

 

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