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Schwanger und einen Hund kaufen???

7. Dezember 2016 um 17:22 Letzte Antwort: 13. Dezember 2016 um 14:03

Hallo,

ich bin jetzt 5+1 und wir überlegen schon lange, uns einen Hund/ Welpen zu holen.

Ich weiß nur nicht, ob vor oder nach der SSW?

Wir haben einen 7 Jährigen Sohn, der sich auch schon immer einen Hund gewünscht hat.
Jetzt hätte ich noch genug Zeit, mich um den Hund oder Welpen zu kümmern (stubenrein, Hundeschule, etc., haben auch einen großen Garten) bis das Baby dann im August da ist. Und dann wäre ja auch noch mein Sohn da, der dem Hund weiterhin viel Aufmerksamkeit schenken würde.Ich möchte das mein Sohn und der Hund ein Herz & eine Seele werden.
Gassi gehen sehe ich jetzt nicht als Problem, wir sind gerne draußen.
Wir haben einen einen Pom-Chi, Beagle oder Terriermix gedacht, also alles im 30 cm Bereich

Meine Schwägerin hat eine Hundeallergie, daher habe ich etwas Angst, dass vielleicht das Baby auch eine entwickeln könnte, was würden wir dann machen??? Ein Hund wächst einem ja sofort ans Herz und ich wünsche mir auch ganz arg einen!!

Könnt ihr mir vielleicht helfen? Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Freue mich auf viele Antworten.

glg

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7. Dezember 2016 um 18:07

Hallo!
Hast du schon mal einen Hund gehabt? Ich möchte dir nicht zu nahe treten,aber mal nebenbei schnell bis August einen Hund groß zu ziehen ist nicht so einfach,wie es klingt. Welpen ,gerade im ersten Jahr brauchen Aufmerksamkeit und Erziehung.Das kann ein 7.jähriges Kind nicht leisten. 
ich möchte dir den Traum nicht ausreden, aber der Schritt sollte gut überlegt sein.

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7. Dezember 2016 um 18:21

Also ich würde das definitiv nicht machen. Du weißt nicht wie es dir im späteren Verlauf der ss gehen wird.
Du wirst im Hochsommer hochschwanger sein.
Was ist wenn du Wassereinlagerungen bekommst ?
Dein Kreislauf schlapp macht ?
Willst du dann echt immer mit einem Hund raus gehen ?
Bis man einen passenden Hund gefunden hat dauert es auch gerne mal Wochen/Monate und wenn der Hund dann länger brauch um stubenrein zu werden ? Außerdem verlieren Kinder schnell das Interesse vorallem wenn ihnen etwas lästig wird.
Das kann man im voraus auch leider nicht sagen. Und dann ist das Baby da und was dann ?
Der noch sehr kleine Hund muss lernen dass das Baby über ihn steht in der Rangfolge....
Das kann auch sehr viele nerven kosten (vorallem im Wochenbett). Ich würde mir das niemals antun.
Das ist einfach nur unnötiger Stress.
Wenn ihr unbedingt einen Hund wollt würde ich warten bis das Baby da ist und 2-4 Jahre alt ist je nachdem wie das Kind dann vom Charakter her ist. 

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7. Dezember 2016 um 21:04

Hallo,
vielen Dank schonmal für Eure Meinungen und Erfahrungen.
Ja, man stellt sich gedanklich schon immer alles so toll vor, aber wie es dann wirklich wird, weiß man natürlich nicht. Eigentlich hätte ich schon gerne, dass der Hund mit dem Kind mitwächst und mein Großer auch einen Freund für's Leben hat. Es muss auch nicht unbedingt ein Welpe sein.
So wirkliche Hundeerfahrungen haben wir bisher allerdings nicht. Wir hatten mal für 3 Monate einen Hund, auf den wir aufgepasst haben als meine Freundin im KH war. Es war eine tolle Zeit!! Wir hatten ihn schnell in unser Herz geschlossen, aber es war eben nicht richtig 'unser ' Hund.
Aber ich weiß, man muss ich es gut überlegen.

Gibt es vielleicht auch jemanden der dem positiv gegenübersteht  und bei dem es gut geklappt hat?

Glg

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13. Dezember 2016 um 12:56

Hi,
zunächst einmal muss ich sagen, dass ich es gut finde, dass du so genau über das Thema nachdenkst.
Also, ich habe zwei Hunde und bin schwanger.
ABER: Ich bin selbst Hundetrainerin, habe immer schon selbst Hunde. Meine junge Hündin wird 1,5 Jahre alt sein, wenn das Baby zur Welt kommt und ist aus "dem Gröbsten" raus.

Grundsätzlich kann es schon klappen einen jungen Hund und ein Baby zu haben - aber ganz ehrlich: Ich selbst würde es nicht machen - obwohl ich wirklich viel Erfahrung habe. Und ohne Hundeerfahrung würde ich es wirklich nicht empfehlen. Ich nenne dir mal 2 Szenarien:

Wenn du Baby und Welpen gleichzeitig hast, dann stell dich darauf ein, dass du dich quasi zerreißen musst. Nicht nur das Baby wird dich Nachts wecken, auch der Welpe - ein kleiner Hund kann noch keine 8 Stunden durchhalten und muss Nachts raus. Um ihn stubenrein zu kriegen, musst du quasi ständig auf ihn achten und raus lassen, sobald er muss. Je öfter was Zuhause daneben geht, umso länger dauert es ihn stubenrein zu bekommen. Du weißt nicht, wie schnell dein Hund stubenrein wird - selbst wenn er ansich sauber ist, kann es die ersten Monate immer nochmal vorkommen, dass doch nochmal was daneben geht. Also auch, wenn du ihn schon 2-3 Monate vorher hast, ist es sehr anstrengend auf beide ständig zu achten. Dann ist auch ein Hund mal krank - gerade wenn sie jung sind, haben sie häufiger mal Durchfall etc. Glaub mir - das kann wirklich stressig sein, wenn du Nachts alle halbe Stunde raus musst und dann noch das Baby versorgen.

Solltest du dir jetzt einen Hund anschaffen und er dann zur Geburt des Babys ein halbes Jahr oder etwas älter ist, wird es auch nicht besser, denn dann ist er gerade in der "Pflegelphase". Ein pubertierender Hund versucht seine Grenzen auszutesten. Auch wenn er vorher gut gehört hat, hört er jetzt häufiger mal nicht, macht was er will, schaut wie souverän du reagierst. In dieser Zeit ist es sehr wichig konsequent aber liebevoll zu sein. Ganz ehrlich? Wenn man gerade von seinem Baby gestresst ist, weil man ggf. seit mehreren Nächten nicht geschlafen hat, ist es hier schwer, richtig zu reagieren. Aber gerade in dieser Phase werden viele empfindliche Fehler gemacht, die hinterher wirklich Probleme mit sich bringen. Ein Hund verliert vor dir schnell den Respekt wenn du Dinge, der er eigentlich nicht durfte, durchgehen lässt (weil du z.B. gerade mit deinem Baby beschäftigt bist und es gar nicht mit bekommst), aber auch, wenn du überreagierst (weil du z.B. gerade total gestresst bist".

Wenn ein Hund, würde ich dir eher ein etwas älteres und bereits grunderzogenes Tier empfehlen. Ich habe lange Zeit Pflegehunde für Tierheime aufgenommen. Hunde ab ca. 2 Jahren sind da wesentlich leichter zu handhaben und (falls sie es noch nicht sind) man bekommt sie leichter stubenrein - sie müssen auch nicht so oft raus, können länger aushalten. Hier gilt es sich im Tierheim oder bei den Vorbesitzern gut zu informieren, ob der Hund Kinder kennt. Deine Erfahrung beschränkt sich ja leider auch auf einen bereits älteren und erzogenen Hund, daher kannst du dir vielleicht nicht vorstellen, wie viel Arbei in der Erziehung eines Hundes steckt. Und du weißt vorher auch nicht, was für einen Charakter der Hund hat und wie leichtführig er ist.

Grundsätzlich würde ich dir eher empfehlen zu warten, bis euer Baby etwas älter ist. Dann könnt ihr auch gleich auf Allergien testen - denn sowohl Kinder als auch Hund würden leiden, müsstet ihr den Hund wieder weg geben.
Euer Sohn sollte vorher auf jeden Fall einen Kurs für Kinder besuchen - viele Hundeschulen bieten die an. So lernen Kinder, wie sie sich richtig verhalten, denn instiktiv verhalten sich Kinder Hunden gegenüber leider meist falsch.
Außerdem sollte vorher klar sein, wer die Hauptbezugsperson für den Hund ist - ein ständiger Wechsel ist für Hunde nicht wirklich gut. In Kinderhände gehört ein Hund schonmal gar nicht. Ein "Freund fürs Leben" ist schön - aber egal wie groß der Hund ist, man sollte Kind und Hund nicht ohne Aufsicht alleine lassen. Euer Sohn ist mit 7 auch noch zu jung. Ich würde mal sagen ab ca. 10 ist das kein Problem, aber vorher habe ich leider berufsbedingt schon zu oft negative Folgen gesehen.
Ansonsten ist es natürlich immer toll, wenn Kinder mit Tieren groß werden - aber ein Hund bedeutet sehr viel Verantwortung, darum sollte es gut überlegt sein. Und wie gesagt, ich persönlich denke, etwas später wäre es für euch alle am besten.
 

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13. Dezember 2016 um 13:28
In Antwort auf mariquita321

Hallo,

ich bin jetzt 5+1 und wir überlegen schon lange, uns einen Hund/ Welpen zu holen.

Ich weiß nur nicht, ob vor oder nach der SSW?

Wir haben einen 7 Jährigen Sohn, der sich auch schon immer einen Hund gewünscht hat.
Jetzt hätte ich noch genug Zeit, mich um den Hund oder Welpen zu kümmern (stubenrein, Hundeschule, etc., haben auch einen großen Garten) bis das Baby dann im August da ist. Und dann wäre ja auch noch mein Sohn da, der dem Hund weiterhin viel Aufmerksamkeit schenken würde.Ich möchte das mein Sohn und der Hund ein Herz & eine Seele werden.
Gassi gehen sehe ich jetzt nicht als Problem, wir sind gerne draußen.
Wir haben einen einen Pom-Chi, Beagle oder Terriermix gedacht, also alles im 30 cm Bereich

Meine Schwägerin hat eine Hundeallergie, daher habe ich etwas Angst, dass vielleicht das Baby auch eine entwickeln könnte, was würden wir dann machen??? Ein Hund wächst einem ja sofort ans Herz und ich wünsche mir auch ganz arg einen!!

Könnt ihr mir vielleicht helfen? Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Freue mich auf viele Antworten.

glg

Hallo,
ich rate dir davon ab.
Ich selber habe zwei aktive Hunde und bin aktuell in der 30.ssw. Meine Hunde sind allerdings schon 3 und 2 jahre alt. Und haben eine liebevolle, konsequente Erziehung genossen.
Ein Welpe ist wie ein Baby, er kann anfang noch gar nichts und das ist normal, er muss alles schritt für schritt erlernen. Eine Welpenschule ist meiner Meinung nach aus unausweichlich, weil 1. Du noch gar keine Hundeerfahrung hast und 2.Der Hund kontakt zu artgenossen braucht um ein gutes Sozialwesen zu entwickeln.

Dein Baby kommt zum spät Sommer hin oder? Da beginnt dann gerade, je nachdem wann der Welpe bei euch einzieht, die Pubertät, denn auch Hunde kommen da rein und die kann bis kurz vor dem 2. Lebensjahr andauern. Das heisst, du brauchst viel Zeit und Geduld für deinen Vierbeiner, das ist meiner Meinung nach nicht mit einem Säugling, Kleinkind zu vereinbaren.

Der Gedanke an einem Hund ist schön, vorallem, wenn Kinder mit ihm aufwachsen, aber warte noch etwas, zumindest bis euer Kind 2-3 jahre alt. Und du dann evtl. noch zu Hause bist, denn ein Welpe kann anfangs noch nicht alleine bleiben! Das alleine bleiben dauert mit am längsten von den Sachen, die trainiert werden müssen.

Was du machen könntest, dir eine Hunderasse raussuchen, die zu euren Bedürfnissen passt, bitte nicht nur nach dem Äusseren gehen, denn verschiedene Hunderassen, haben verschiedene Bedürfnisse und Ansprüche an ihre Halter. Vielen reichen einfache spaziergänge zB nicht aus.
Sucht euch eine Rasse, die zu euren Vorstellungen passt und kontaktiert doch schonmal Züchter, so lernt man eine Rasse am besten kennen. (Züchter natürlich am besten Besuchen, wenn er keine Welpen hat. )
Die Züchter die ich kenne legen grossen Wert darauf, die künftigen Welpenkäufer frühzeitig kennenzulernen, auch weil viele eine "InteressentenListe" haben. Seriöse Züchter erkennt ihr daran, dass sie einem Verein angehören, nicht zu viele Hunde haben und auch nicht die Hündinnen mit jeder Läufigkeit decken lassen. Ein Rassehund hat seinen Preis und der ist auch berechtigt.
Wir haben damals jeweils 1Jahr auf unsere Hunde gewartet.
Bitte keine Hunde von Vermehrern kaufen, das sind zB Leute, die ihre Welpen über Ebay verkaufen. Vermehrerei ist in Deutschland verboten. Züchten darf grundsätzlich nur der, der auch eine Zuchtzulassung hat.
Du siehst, da gehört viel Planung im vorraus zu. Einfach mal eben einen Welpen ins haus holen ist meiner Meinung nach völlig unverantwortlich.

Fangt langsam an zu planen, aber lasst euch mit dem Einzug noch 2-3 Jahre zeit.

LG

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13. Dezember 2016 um 14:03

Edit:
Kein Hund für ein Kind kaufen, sondern, weil man ihn als Familie möchte. Ein 7 jähriges Kind würde ich wohl noch nicht alleine mit einem Hund spazieren gehen lassen. Die Rassen die du aufzählst, Beagle, Terrier, sind Jagdthunde, bedenke das! Da sie nicht jagen dürfen, ist es an euch, sie anderweitig auszulasten, mir würde da gut Dummyarbeit einfallen, also das sie suchen müssen.
Ein Hund sieht ein Kind auch nicht als Ranghöher an, er kann durchaus unterscheiden zwischen Kind und Erwachsenen. Ihr seit der Rudelchef und nicht euer Sohn.

Und bitte, solange nicht aus dem Terheim, lasst die Finger von irgendwelchen Mixen. Es gibt 1. In Tierheimen genug, die wahllos in die Welt gesetzt wurden und dann blind angeschafft wurden und 2. wie ich oben schon erwähnt habe, ist das vermehrern in Deutschland gesetzlich verboten und diese Leute sollten auch nicht unterstützt werden!

Wenn ihr etwas eher kleineres haben wollt, welcher jetzt auch nicht unbedingt arbeiten will, würde mir spontan der Zwergspitz, Zwerg-(Reh)Pinscher einfallen, wenn ein Terrier, dann West Highland oder Yorkshire Terrier, aber auch da bedenken, dass auch die Kleinen Jagthunde sind.

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