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Schwanger und der Zustand der totalen Verwirrung!!!

28. Mai 2010 um 9:41

Hallo,

ich bin neu hier und schreibe bewusst unter der Rubrik "Schwangerschaft". Zuvor habe ich ein bisschen unter der Rubrik "Schwangerschaftsabbruch" gelesen, und muss sagen, dass mir all die aufgeregten und glücklichen Mamis, in dieser Rubrik hier, sehr viel Mut für meine Situation machen.

Ich bin in der 7.Woche schwanger und das war völlig überraschend. Mein Mann und ich haben bis vor 2 Monaten mit der Pille verhütet und im April wollte ich auf die Hormonspritze umstellen. Leider habe ich zu zeitig meine Periode bekommen und musste bis nächsten warten. Wir haben immer mit Kondom verhütet. Aber naja, die DInger reißen ja bekanntlich manchmal, und diesen Moment hat unser zukünftiges Kind wohl genutzt.

Seit einer Woche weiß ich, dass ich schwanger bin, und befinde mich seitdem in einem Zustand der totalen Verwirrung. Wir haben bereits einen 2,5 Jahre alten Sohn und wollten noch ein paar Jahre warten, da ich mich bis nächstes Jahr im März im Prüfungsstreß des ersten Staatsexamen befinde. Ich habe mir extra dafür sehr viel Zeit genommen, damit unser Sohn nicht allzuviel unter der Situation leidet. Und jetzt das!

Das Baby würde nächstes Jahr im Januar kommen, bis dahin habe ich aber einen prüfungsreichen und stressigen Sommer, einen Herbst mit 3 Monaten Zeit um eine Staatsexamensarbeit zu schreiben, und kurz nach der Geburt müsste ich dann 6 Hammerprüfungen ablegen.
Kann ich mir und meinem ungeborenen Kind sowas zumuten? Meine erste Schwangerschaft lief unter ähnlichen Bedingungen ab. Ich wollte unbedingt soviel wie möglich meines Studiums noch schaffen, und das Endresultat ist, dass mein Sohn 4 Wochen zu früh auf die Welt kam und keinen leichten Start hatte.

Jetzt wäre es ein leichtes zu sagen, dann verschiebe doch die Prüfungen einfach. Aber da hängen so viele Erwartungen und Komplikationen dran. Der ganze Staatsexamensprozess ist sehr aufwendig. Wer sich da auskennt, weiß vielleicht von was ich rede. Außerdem ist unsere finanzielle Situation nicht ganz so leicht, mit Haus und Schulden. Zusätzlich unterstützen mich meine Eltern noch sehr viel, da die ja auch wollen, dass ich endlich fertig werde und Entlastung schaffe.

Jetzt sitze ich hier, völlig verwirrt und schlage mich sogar mit Abtreibungsgedanken herum, obwohl das für mich völlig untypisch ist. Gleichzeitig lese ich alle eure tollen Beiträge und spüre dieses Kribbeln der Vorfreude auf ein weiteres Baby. Meistens werden diese dann gleich wieder von den Zweifeln, ob ich das alles schaffe, abgelöst.

Vielleicht, auch wenn sich das alles reichlich verwirrt anhört, kennt ja jemand so eine Situation und hat einen Rat, oder zumindest eine Meinung. Vielleicht brauche ich auch nur mal den obligatorischen "Tritt in den A....".
Keine Ahnung!
Trotzdem danke für die Mühe, für alle die bis hierher gelesen haben.

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