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Schwanger und befristeten Vertrag

4. Oktober 2012 um 16:54

Hallo,

arbeite jetzt schon fast 5 Jahre im öffentlichen Dienst da wir aber immer alle nur Zeitverträge für ein halbes Jahr (gute Taktik bei Frauen in einem trächtigen alter) bekommen und ich jetzt schwanger bin mach ich mir etwas sorgen.

Geburtstermin ist Mai 2013 mein Vertrag wurde jetzt mal wieder bis 28. Februar verlängert. Da man bis dorthin aber davon ausgehen kann das man die Schwangerschaft sieht - gehe ich also nicht davon aus das der Vertrag verlängert wird. Aber was passiert dann? Ich melde mich am 01.03.2012 Arbeitslos und was steht mir dann in und nach der Schwangerschaft zu? Ich kenn mich da gar nicht aus weiß nur von einer Freundin die Hartz4 bekommt das sie für alles einen Zuschuss bekommt ich wüsste gar nicht wo ich da überall hin muss, gibt es da Anlaufstellen für Mütter die einem sagen hier kannst du das und das beantragen?. Habe schon etwas Existenzängste da ich im öffentlichen Dienst nicht schlecht verdient habe und Wohnung/Auto und natürlich Kind bezahlt werden muss.

Danke für eure Antworten

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4. Oktober 2012 um 16:58

Man
Darf doch nur 2 mal einen zeitvertrag vergeben?! Gerade weil es unfair ist den frauen gegenüber. Ich verstehe das gar nicht!

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4. Oktober 2012 um 17:06

Aber leider nicht der Sa
aber leider nicht der Saat - der darf alles... und zudem Verträge so oft verlängern wie er möchte. - der größte Arbeitgeber mit Zeitverträgen in Deutschland ist man glaubt es kaum ... der Staat

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4. Oktober 2012 um 17:18

Man darf ...
... nicht länger als zwei Jahre befristet arbeiten und sich nicht mehr als drei befristete Verträge hintereinander haben ... außer der Arbeitgegner kann einen sehr guten sachlichen Grund dafür angeben.

Der Sinn ist genau, dass z.B. junge Frauen in einem riskanten Alter nicht so ewig hingehalten werden können.

Du hast möglicherweise Anspruch auf einen festen Vertrag und damit gute Chancen, dich darauf einzuklagen.

Normalerweise macht man sowas ja nicht gerne als Arbeitnehmer (darauf spekulieren die Unternehmen oft) ... aber in deiner Situation würde ich es in Betracht ziehen. Es hängt ja sehr viel daran für dich und dein Kind (z.b. Elterngeld).

Hier ein aktueller Artikel dazu: http://m.welt.de/article.do?id=wirtschaft%252Fkarriere%252Fti pps%252Farticle108332333%252FB efristete-Arbeitsvertraege-gehorchen-neuen-Grenzen

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4. Oktober 2012 um 17:22

Hallo!
Ich kenne deine Situation. Ich bin auch im 5. Jahr mit Zeitverträgen als Lehrerin angestellt.
Es kommt ein wenig drauf an, wann du in den MuSchu gehst und wann dein Arbeitsvertrag endet. Endet dein Arbeitsvertrag im MuSchu bekommst du im MuSchu dein Gehalt von der Krankenkasse weiter gezahlt. Wirst du vorher arbeitslos, bekommst du im MuSchu Geld in Höhe des Arbeitslosengeldes auch von der KK. Wenn du vor dem MuSchu arbeitslos wirst, musst du 3 Monate vorher Arbeitslosengeld beantragen. Nach dem MuSchu bekommst du ganz normal Elterngeld, dass du beantragen musst. Da wird dann das letzte Jahr, das du gearbeitet hast, berechnet. Also musst du dir da keine Sorgen machen, wenn du gut verdient hast.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne fragen. Es hört sich vielleicht kompliziert an.

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4. Oktober 2012 um 17:23

Anwalt-Forum
Poste deinen Fall doch mal bei www.frag-einen-anwalt.de/

Die können dir (gratis) sagen, wie deine Rechte und Chancen in deinem konkreten Fall sind.

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4. Oktober 2012 um 17:27
In Antwort auf mette_11900586

Man darf ...
... nicht länger als zwei Jahre befristet arbeiten und sich nicht mehr als drei befristete Verträge hintereinander haben ... außer der Arbeitgegner kann einen sehr guten sachlichen Grund dafür angeben.

Der Sinn ist genau, dass z.B. junge Frauen in einem riskanten Alter nicht so ewig hingehalten werden können.

Du hast möglicherweise Anspruch auf einen festen Vertrag und damit gute Chancen, dich darauf einzuklagen.

Normalerweise macht man sowas ja nicht gerne als Arbeitnehmer (darauf spekulieren die Unternehmen oft) ... aber in deiner Situation würde ich es in Betracht ziehen. Es hängt ja sehr viel daran für dich und dein Kind (z.b. Elterngeld).

Hier ein aktueller Artikel dazu: http://m.welt.de/article.do?id=wirtschaft%252Fkarriere%252Fti pps%252Farticle108332333%252FB efristete-Arbeitsvertraege-gehorchen-neuen-Grenzen

...
Ja, eigentlich...

Ich arbeite auch schon lange so. Leider ist es so, dass in den Arbeitsverträgen immer andere Begründungen für einen Arbeitsvertrag stehen. Der alte Vetrag wird also eigentlich nicht verlängert, sondern es gibt einen neuen mit einer anderen Begründung.

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4. Oktober 2012 um 17:29
In Antwort auf mette_11900586

Anwalt-Forum
Poste deinen Fall doch mal bei www.frag-einen-anwalt.de/

Die können dir (gratis) sagen, wie deine Rechte und Chancen in deinem konkreten Fall sind.

...
Lehrer in S-H werden zB. die ersten Jahre alle so behandelt. Das ist leider normal.

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4. Oktober 2012 um 17:31

...
Ja, bist du. Bin ich auch.

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4. Oktober 2012 um 17:40

3 monate vorher
Arbeitssuchend melden damit du keine sperre bekommst. Das ist ganz wichtig. Danach hast du anspruch auf 6 monate arbeitslosengeld 1 ( wenn du 12 monate versicherungspflichtig beschäftigt warst in den letzten 3 jahren)
Sollte in der zeit des alg bezuges der muschu eintreten bekommst du ganz normal dein mutterschaftsgeld das alg wird als normales gehalt gerechnet . Ab eintreten der elternzeit bekommst du dann elterngeld das ca die höhe vom alg hat.
Sollte der anspruch vorher auslaufen musst du Vorher hartz IV beantragen und auch dann bekommst du dein mutterschaftsgeld soweit ich weiß normal.
Wichtig ist eigentlich nur das du vorher die 12 monate voll hast.
Kk versichert bist du die ganze zeit über.

Das mit den befristeten verträgen beim staat land stadt ist normal. Die Verträge werden immer wieder mit einem neuen sachgrund geschlossen dann ist das leider rechtens.
Nur sobald der dritte vertrag mit dem gleichen sachgrund bekommt kann man sich einklagen.

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4. Oktober 2012 um 17:55

Ich
Habe auch nur einen befristeten vertrag. Ich hab et im april. Hatte total angst es meinem chef zu sagen, unter anderem wegen der verlängerung- bin auch noch nicht so lange da. Mein chef hat total toll reagiert und mir die verlängerung zugesagt. Fazit: viel angst und damit verbunden stress für nichts.

An deiner stellw würde ich es so bald wie möglich sagen, denn erst wenn es dein chef weiss geniesst du einen kündigungsschutz und es mussen auch deine arbeitsbedingungen an das mutterschutzgesetz angepasst werden. Ausserdem musst du dich spätestens 3 monate vor auslaufen deines arbeitsvertrages arbeitslos melden. Das heisst ja bei dir ende november. Ich würde daher jetzt mit offenen karten spielen, dann bis mitte november weiterhin gute arbeit leisten (man ist ja schliesslich nur schwanger und nicht krank), und dann mitte november freundlich nachfragen wie es mit der verlängerung aussieht, weil du dich ansonsten jetzt arbeitslos melden musst. Dann weisst du auch wo du dran bist und vielleicht kommt ja dann doch alles anders als erwartet- ich meine, wenn sie mit deiner arbeit zufrieden sind wären sie ja auch blöd dich gehen zu lassen, schliesslich ist deine elternzeit ja auch absehbar wieder vorbei....

Viel glück, japo 11 plus 6

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4. Oktober 2012 um 22:12

Wow ...
Das ist ja fies, dass das im öffentlichen Dienst so locker geht!

Ich hatte vor ein paar Jahren den Fall, dass ich einen Vertrag gerne bis zum Studienende über die zwei Jahre hinaus befristet verlängert hätte.

Die Personalabteilung hat sich aber quergestellt und gemeint, die Gesetzgebung wäre so, dass ich mich zu leicht einklagen könnte. Was ich natürlich nicht vorhatte, aber das Risiko war ihnen zu groß.

Mein Chef und ich haben damals alles mögliche versucht - sachliche Gründe, Einstellung über eine andere Abteilung, Vertrag über eine Tochterfirma - nix zu machen. Personal meinte, das Gesetz steht da voll auf Arbeitnehmerseite.

Ungerecht, dass sich ausgerechnet der Staat selbst nicht daran halten muss!

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5. Oktober 2012 um 9:47

Danke
Danke für die vielen Antworten.

Mein Vertrag endet ja Ende Februar. Geburtstermin ist aber Mai. Was würde passieren wenn mich mein Frauenarzt schon Anfang Februar Krankschreiben würde?
Würde ich dann im Mutterschutz ins Arbeitslosengeld fallen oder müsste die Krankenkasse das Mutterschutzgeld zahlen?

Ist ja nicht ganz unerheblich da ich wenn Arbeitslosengeld ja nur 60 % von meinem Nettoeinkommen bekommen würde die Krankenkasse müsste ja das volle Nettoeinkommen zahlen oder?

Der Verdienst des meines Freundes bzw. dann Vaters ist bei diesen Berechnungen ja nicht zu berücksichtigen oder?

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