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Schwanger -- trotz Sterilisation?

26. April 2012 um 8:56

Hallo Ihr!

Ich bin neu hier, aber über google landet man recht schnell hier . Und ich bin gerade so durcheinander - und ich weiß nicht, mit wem ich sonst reden soll.

Zu meiner Geschichte: Ich bin 42 Jahre alt, habe zwei wunderbare Kinder (4 und 6) - arbeite seit einem halben Jahr wieder Vollzeit - und bin mit unserem Leben, so wie es ist, sehr zufrieden.
Mein Mann und ich hatten mit der Familienplanung eigentlich abgeschlossen, darum hat ER sich vor 2 Jahren sterilisieren lassen. (wir haben uns für ihn entschieden, weil der Eingriff "einfacher" ist - und ich irgendwie Angst hatte)
Ich hatte NUR mit meinem Mann Sex - und nun bin ich SCHWANGER - trotz allem.
Ich will kein Kind mehr, mein Mann auch nicht - sonst hätten wir uns ja vor 2 Jahren kaum zu diesem Schritt entschieden. Ich weiß WIRKLICH nicht, wie das passieren konnte.
Ich habe Angst, mit meinem Mann darüber zu reden - Es wird wahrscheinlich sehr schwer sein, ihn zu überzeugen, dass er auch wirklich der Erzeuger ist. Wir vertauen uns eigentlich sehr - und Eifersucht war nie ein Thema - aber ich würde an seiner Stelle auch extrem misstrauisch werden..

Würdet ihr an meiner Stelle mit ihm reden? Ich bin mir sicher, dass ich abtreiben will - aber ich hätte gerne meinen Mann an meiner Seite - eigentlich war er immer der Mensch, an den ich mich in schweren Situationen gewannt habe - und eine Abtreibung ist nun wirklich nichts, was mich kalt lässt ... aber ich habe so Angst, dass er mir nicht glaubt - oder dadurch misstrauisch wird. Unser Vertrauenverhältnis ist irgendwie eh kaputt. Er merkt, dass ich ihm etwas "verheimliche" - und wenn ich mit ihm rede, wird das Misstrauen wohl kaum weniger..
ich bin gerade wirklich am Verzweifeln.

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26. April 2012 um 13:24

Fraumithut
Hallo Fraumithut,
wenn eine Schwangerschaft so völlig ungeplant kommt, ist es logisch, dass Du gerade wirklich am Verzweifeln bist. Es ist gut, dass Du hier im Forum über Deine Not redest, denn allein geht man ein. Dazu ist das Forum ja da.
Du scheinst mit Deinem Mann eine sehr gute Beziehung zu haben, sonst würde er jetzt nicht erfühlen, dass Du ihm etwas verschweigst. Da kann ich Dir nur raten, mit ihm zu reden. Wenn Du jetzt schon weißt, dass Dich eine Abtreibung nicht kalt läßt, wie soll dies dann anschließend sein? Denn es ist ein Unterschied kein Kind mehr zu wollen, wenn keines da ist. Oder keines mehr zu wollen, wenn sich eines auf den Weg gemacht hat. Dies scheint immerhin ein kleiner Kämpfer zu sein, der sich trotz allen Hinternissen zu Euch durchgekämpft hat.Gerne kannst Du Dich an ausweg-pforzheim.de wenden, die werden Dich in Deinen Ängsten Ernst nehmen und Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
LG Itemba

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26. April 2012 um 13:40

Hallo,
das ist ja wirklich mal eine Ausnahme, dass man trotz Sterilisation des Mannes schwanger wird. Kann mir vorstellen was für ein Schock das gewesen sein muss. Hab aber auch schon gehört, dass das manchmal vorkommen kann. Dass ihr doch eigentlich eine gute Ehe habt spricht meiner Meinung nach dafür, dass er es gut aufnehmen wird ohne gleich durchzudrehen?!
Es ist bestimmt ein schwieriger Schritt es ihm zu sagen, aber villt entspringen daraus ja auch riesige Chancen, villt reagiert er ja sogar relativ positiv. Könnt ihr es euch denn überhaupt nicht vorstellen noch einen kleinen Nachzügler zu bekommen? Was würde dir dein Mutterherz sagen wenn du einmal alle Umstände ausblenden würdest?
Bin gespannt wie es weitergeht. Sei mutig, du kannst das schaffen!

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26. April 2012 um 19:32

Ich werde..
... das Kind definitiv nicht bekommen - ob so oder so, indem ich es meinem Mann sage oder nicht.

Ich habe heute ein wenig gegoogled, eine Wahrscheinlichkeit bleibt tatsächlich, sogar ähnlich groß wie bei anderen Verhütungsmitteln.

Man kann aber bei dem Ejakulat messen, ob Spermien da sind - d.h. ich könnte meinem Mann wirklich nachweisen, dass er der Vater ist.
Ich werde morgen mit den entsprechenden Ärzten telefonieren - und dann am Sonntag wohl mit meinem Mann reden - das ist immer unsere "Tag"

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26. April 2012 um 22:11
In Antwort auf baylee_12441793

Ich werde..
... das Kind definitiv nicht bekommen - ob so oder so, indem ich es meinem Mann sage oder nicht.

Ich habe heute ein wenig gegoogled, eine Wahrscheinlichkeit bleibt tatsächlich, sogar ähnlich groß wie bei anderen Verhütungsmitteln.

Man kann aber bei dem Ejakulat messen, ob Spermien da sind - d.h. ich könnte meinem Mann wirklich nachweisen, dass er der Vater ist.
Ich werde morgen mit den entsprechenden Ärzten telefonieren - und dann am Sonntag wohl mit meinem Mann reden - das ist immer unsere "Tag"


und warum möchtest du dein Kind nicht?

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27. April 2012 um 9:29
In Antwort auf kae_12700678


und warum möchtest du dein Kind nicht?

Meine
... beiden Kinder will ich sehr wohl.

Ich will nur kein weiteres.
ich könnte jetzt 1000 Gründe nenne, die für mich persönlich gelten - aber welchen Sinn hätte das? Es sind meine Gründe, für die es, wie ich weiß, 1000 Gegenargumente gibt - und die viele hier auch nicht "akzeptieren" würden.

Ich will kein weiteres Kind. Das ist es, was zählt

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27. April 2012 um 14:22
In Antwort auf kae_12700678


und warum möchtest du dein Kind nicht?


Die TE schrieb doch schon das sie mit ihrem leben so wie es ist Glücklich ist und das sie darum den weg der Sterilisatsion gegangen sind weil sie einfach zu 100% KEIN Kind mehr möchte, ich finde damit hat sie ihre gründe schon geschildert.
An schlampiger Verhütung hats ja nicht gelegen den das war nun mal einfach Pech das sie trotz Sterilisatsion Schwanger wurde und das sie nun über die Schwangerschaft nicht Glücklich ist kann ich sehr gut nachvollziehen.

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27. April 2012 um 15:31

Hoer auf Dich selbst
Hallo Fraumithut,

in erster Linie kann ich Dir nur raten, auf Dein Inneres zu hoeren. Du musst wissen, was richtig fuer Dich ist. Was Deinen Mann betrifft, wuerde ich mich nicht so sehr sorgen. Es wird sich bestimmt feststellen lassen, dass noch Spermien in seinem Ejakulat zu finden sind. Deswegen wuerde ich auch mit ihm zusammen entscheiden, was Ihr machen wollt. Ich denk, besser jetzt mit ihm geredet als wenn er irgendwann mal erfaehrt, dass Du ohne sein Wissen den Eingriff hast machen lassen. Vielleicht moechte er ja auch das Baby, wo Du nun schwanger bist.

Ich wuensche Dir alles Gute und das Du die richtige Entscheidung fuer Dich findest.

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29. April 2012 um 19:59

So ..
.. ein kleines Update

Ich habe in den letzten Tagen viel mit anderen Menschen gesprochen - und heute dann auch mit meinem Mann. Es war mir sehr wichtig, ich will keine Geheimnisse Zwischen uns.

Das Gespräch war nicht einfach, aber ich glaube, er glaubt mir. Er will natürlich noch einmal zum Arzt, sein Sperma untersuchen lassen - auch, um die Sterilisation zu "wiederholen" - und sicher zu gehen, dass es nötig ist.

Was meine Entscheidung angeht, das Kind zu bekommen - so hat sich nichts geändert. Mein Mann sagt zwar, dass er mich auch bei einem weiteren Kind nicht verlassen würde und für uns da wäre - aber ihm wäre es auch "lieber" kein Kind zu bekommen (was er allerdings auch erst gesagt hat, nachdem ich meinen Wunsch klar gestellt habe)

Er wird morgen auch mit zu der Beratung gehen - wir wollen uns auch erkundigen, wie viel Sinn es mach zusätzlich zu seiner Sterilisation noch weitere Verhütungsmittel (z.B. die Kupferkette) zu verwenden.

Trotz allem sind es harte Tage gewesen. Ich habe großen Respekt vor dem Leben - und ich beende ein Leben nicht einfach willkürlich. Aber mein Leben und meine Familie, meine beiden Kinder, mein Mann und mich selber schätze ich einfach noch mehr.

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29. April 2012 um 22:00
In Antwort auf baylee_12441793

So ..
.. ein kleines Update

Ich habe in den letzten Tagen viel mit anderen Menschen gesprochen - und heute dann auch mit meinem Mann. Es war mir sehr wichtig, ich will keine Geheimnisse Zwischen uns.

Das Gespräch war nicht einfach, aber ich glaube, er glaubt mir. Er will natürlich noch einmal zum Arzt, sein Sperma untersuchen lassen - auch, um die Sterilisation zu "wiederholen" - und sicher zu gehen, dass es nötig ist.

Was meine Entscheidung angeht, das Kind zu bekommen - so hat sich nichts geändert. Mein Mann sagt zwar, dass er mich auch bei einem weiteren Kind nicht verlassen würde und für uns da wäre - aber ihm wäre es auch "lieber" kein Kind zu bekommen (was er allerdings auch erst gesagt hat, nachdem ich meinen Wunsch klar gestellt habe)

Er wird morgen auch mit zu der Beratung gehen - wir wollen uns auch erkundigen, wie viel Sinn es mach zusätzlich zu seiner Sterilisation noch weitere Verhütungsmittel (z.B. die Kupferkette) zu verwenden.

Trotz allem sind es harte Tage gewesen. Ich habe großen Respekt vor dem Leben - und ich beende ein Leben nicht einfach willkürlich. Aber mein Leben und meine Familie, meine beiden Kinder, mein Mann und mich selber schätze ich einfach noch mehr.

Ich kann das sehr gut nachfühlen.
Ich hatte auch mal Riesenangst, trotz Sterilisation schwanger geworden zu sein. War dann aber zum Glück nichts...

Falls doch bei deinem Mann noch irgend welche Zweifel bleiben sollten, gäbe es ja auch noch die Möglichkeit einer Genanalyse mit embryonalem Gewebe nach dem Abbruch. Besser das, als irgenwelche falsche Verdachtsmomente in der Beziehung.

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4. Mai 2012 um 11:24

Hallo!
So, ich habe es jetzt hinter mir. Ich habe mich für die Operative Methode entschieden, da ich mir gleich eine Kupferkette dabei habe einsetzen lassen.
Außerdem habe ich 2 Fehlgeburten hinter mir, so dass ich die Erfarung nicht noch mal gebraucht habe - auch wenn ich erst in der 5. Woche war.

Das Beratungsgespräch war so ziemlich Sinnlos, mein Mann und ich haben eher die Zeit abgessen. Das habe ich der Dame auch so gesagt - und sie meinte nur, dass ginge den meißten so, die wüßten, was sie wollen - für sie sei es auch Zeitverschwendung, die für die Leute verlohren ginge, die Wirklich hilfe brauchen.

Ich bin noch ein wenig benommen von der Narkose, aber sonst geht es mir gut, ich habe mir heute Urlaub genommen, mein Mann auch - die Kinder sind bis 17Uhr in der Betreuung.

Ich habe gestern einen Brief bekommen, mit einer Berufung - seit dem weiß ich noch sicherer, dass es die richtige Entscheidung war - darum habe ich auch fast gute Laune.

Ich habe die Entscheidung nicht unter Druck gefällt (weder Finanziell, noch durch den Partner noch sonst irgendwie - ich weiß, dass ich in der Lage gewesen wäre, auch noch ein drittes Kind durch zu bekommen, besser als viele andere) - nur nach meinen Vorstellungen und ich glaube, dass es mir deswegen gut geht.

Ich habe Respeckt vor dem Leben, dass in mir wuchs - aber - und auch wenn es Egoistisch klingt - mein eigenes Glück und das meiner Familie, ist mir wichtiger.

Ich habe zwei Fehlgeburten gehabt, was sicher nicht leicht ist - es waren Wunschkinder

Aber die Angst, die ich hatte, als mein Älteres zwei Tage auf der Intensivstation kurz vor dem Tod stand, ist damit in NICHTS zu vergleichen - ich habe nur eine Ahnung davon, was es heißt ein geliebtes Kind, das bereits lebt, zu verlieren - und es ist das grausamste, was eine Mutter passieren kann - wesentlich schlimmer als eine Fehlgeburt im frühen Stadium!

Darum würde ich eine Abtreibung NIEMALS mit einem Mord gleichsetzen-

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4. Mai 2012 um 20:04
In Antwort auf baylee_12441793

Hallo!
So, ich habe es jetzt hinter mir. Ich habe mich für die Operative Methode entschieden, da ich mir gleich eine Kupferkette dabei habe einsetzen lassen.
Außerdem habe ich 2 Fehlgeburten hinter mir, so dass ich die Erfarung nicht noch mal gebraucht habe - auch wenn ich erst in der 5. Woche war.

Das Beratungsgespräch war so ziemlich Sinnlos, mein Mann und ich haben eher die Zeit abgessen. Das habe ich der Dame auch so gesagt - und sie meinte nur, dass ginge den meißten so, die wüßten, was sie wollen - für sie sei es auch Zeitverschwendung, die für die Leute verlohren ginge, die Wirklich hilfe brauchen.

Ich bin noch ein wenig benommen von der Narkose, aber sonst geht es mir gut, ich habe mir heute Urlaub genommen, mein Mann auch - die Kinder sind bis 17Uhr in der Betreuung.

Ich habe gestern einen Brief bekommen, mit einer Berufung - seit dem weiß ich noch sicherer, dass es die richtige Entscheidung war - darum habe ich auch fast gute Laune.

Ich habe die Entscheidung nicht unter Druck gefällt (weder Finanziell, noch durch den Partner noch sonst irgendwie - ich weiß, dass ich in der Lage gewesen wäre, auch noch ein drittes Kind durch zu bekommen, besser als viele andere) - nur nach meinen Vorstellungen und ich glaube, dass es mir deswegen gut geht.

Ich habe Respeckt vor dem Leben, dass in mir wuchs - aber - und auch wenn es Egoistisch klingt - mein eigenes Glück und das meiner Familie, ist mir wichtiger.

Ich habe zwei Fehlgeburten gehabt, was sicher nicht leicht ist - es waren Wunschkinder

Aber die Angst, die ich hatte, als mein Älteres zwei Tage auf der Intensivstation kurz vor dem Tod stand, ist damit in NICHTS zu vergleichen - ich habe nur eine Ahnung davon, was es heißt ein geliebtes Kind, das bereits lebt, zu verlieren - und es ist das grausamste, was eine Mutter passieren kann - wesentlich schlimmer als eine Fehlgeburt im frühen Stadium!

Darum würde ich eine Abtreibung NIEMALS mit einem Mord gleichsetzen-

So ist es
ein geborenes Kind hat gelebt, man kannte es und hatte einen liebevollen Bezug zu ihm

eine Schwangerschaftsunterbrechung ist nicht mehr als eine normale Ausschabung, Routine eben



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Zu kleiner KU in der 36 SSW. Bitte um vergleichswerte!!!
Von: asha_12296270
neu
4. Mai 2012 um 14:49
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