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Schwanger trotz Kuperspirale (Spirale ziehe lassen = schwangerschaftsabbruch?)

2. April 2013 um 19:40 Letzte Antwort: 3. April 2013 um 12:39

Hallo zusammen,

zu meinem Fall
ich habe heute von meinem FA gesagt bekommen das ich schwanger bin trotz richtig sitzender Kuperspirale.
Das war vielleicht ein Schock für mich
Vor allem weil mein Partner und ich eigentlich beide verhüten (Kondom/Kuperspirale) uns ist nur einmal das Kondom gerissen und ich dummer Mensch habe auch noch gesagt nein wir brauchen keine Pille danach da ich ja schließlich auch noch verhüte - das war ein riesen Fehler.
Ich bin 21 Jahre und ein Kind passt einfach noch nicht in meine Lebensplanung
Als ich heute zu meinem FA kam hab ich gesagt das meine Periode jetzt schon 9 Tage überfällig sei und ich angst hätte das dass mit einer Schwangerschaft zutun hätte, sie hat ein Ultraschall gemacht und meinte nein da wäre nichts wir machen zur Sicherheit noch einen SST -> der fiel dann allerdings POS aus nach vielen Tränen die ich dort vergossen habe, hat Sie mir angeboten die Spirale zu ziehen damit wäre es sozusagen ein Schwangerschaftsabbruch. Nächste Woche habe ich einen neuen Termin zur Kontrolle und sollte dann noch eine Schwangerschaft bestehen, soll wohl meine Gebärmutter ausgeschabt werden?? In meiner Schock situation hab ich nicht viele weitere Fragen gestellt. Im Internet steht bei vielen dass das ziehen der Spirale nur zu Fehlgeburten führt und nicht zu einem Abbruch.
Hat jemand schonmal erfahrungen damit gemacht? was ist bei euch raus gekommen? ich finde es jetzt schon eine Qual bis nächste woche warten zu müssen

schonmal vielen Dank für Eure Antworten!!

LG Kaate

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3. April 2013 um 12:39


Deine Ärztin lehnt sich da ziemlich weit aus dem Fenster. Weniger direkt medizinisch als rechtlich.
Es ist tatsächlich so, dass eine Spirale bei einer Schwangerschaft ein Problem ist. Und es ist auch so, dass das Ziehen der Spirale einen Abgang auslösen kann. Soll eine Schwangerschaft abgebrochen werden die trotz Spirale entstanden ist, kann das Vorgehen, sie sehr früh zu ziehen und auf einen Abgang zu spekulieren, richtig sein. Wird sie aber mit dem Ziel gezogen, einen Abgang zu fördern, d.h. einen Schwangerschaftsabbruch auszulösen, darf das eigentlich nicht sein, da ein Schwangerschaftsabbruch nur nach der Beratungsregelung möglich ist, inkl. Wartezeit. Es wäre also theoretisch ein illegaler Schwangerschaftsabbruch. Sie hat ihre Worte also eher unbedacht gewählt.

Für die Patientin ist das Vorgehen auch nicht ganz optimal, da durch das Ziehen der Spirale sie belastet und Schmerzen ausgesetzt wird. Wird ein operativer Schwangerschaftsabbruch durchgeführt, wird üblicherweise die Spirale in der Anästhesie (lokal oder Narkose) direkt beim Abbruch gezogen. Wird der Abbruch medikamentös gemacht, wird sie in der Regel vorher gezogen.

Das Vorgehen, erst mal ziehen, auf Abbruch spekulieren und wenn die Schwangerschaft doch besteht, dann einen Abbruch durchzuführen ist, wenigstens in Deutschland, nicht korrekt.

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