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Schwanger, single und verunsichert... Wer noch?

25. August um 12:51

Ich weiß seit etwas über zwei Wochen, dass ich schwanger bin (mittlerweile 7. SSW). Und seitdem ist in meinem Kopf einfach nur noch Chaos.

Es war absolut nicht geplant. Ganz im Gegenteil. Geplant war definitiv nicht schwanger zu werden. Ich geb mittlerweile meinem Leichtsinn die Schuld. Hatte im Juli angefangen die Pille zu nehmen und hatte Tage nach meiner Periode einfach so minimalistische Zwischenblutungen. Mittlerweile weiß ich, dass das ein Indiz dafür sein kann, dass der Wirkstoff einfach nicht das tut was er soll. Ich hab mir "damals" einfach nichts dabei gedacht. War alles neu für mich, der Arzt meinte, an der Periode könne sich was verändern und... Ja, nennt es ne Mischung aus Optimismus und Leichtsinn.

Als ich dann den positiven Test in der Hand hatte, bin ich im Dreieick gesprungen.
Für den dazugehörigen Mann, mit dem ich nicht zusammen bin und den ich auch erst wenige Monate kenne, ist der Schwangerschaftsabbruch die einzige Option, weil ein Kind sein Leben kaputt machen würde. Ich habe auch tatsächlich ein Termin zum Abbruch nächste Woche, aber ich suche immer noch irgendwie nach Wegen das alleine zu schaffen. Realistische Optionen, wie es eben doch möglich wäre.

Meine Ängste umfassen in erster Linie finanzielle Sorgen und die Sorge allein mit all dem zu sein.
Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit nämlich eher hoch als niedrig, dass ich mit Kind am Ende in diesem ALG2 Kreislauf lande und nur schwer raus komme. Dabei wollte ich eigentlich endlich meine Ausbildung zum Heilpraktiker beginnen...

Gibt es noch Frauen hier, denen es geht wie wir? Vielleicht sogar aus NRW?

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25. August um 16:53

wenn du schon so denkst dann wirst du an einer Abtreibung zugrunde gehen. 

du schläfst ohne Kondom mit einem Typ der nicht dein Partner ist?? 

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25. August um 17:03
In Antwort auf kallisto90

Ich weiß seit etwas über zwei Wochen, dass ich schwanger bin (mittlerweile 7. SSW). Und seitdem ist in meinem Kopf einfach nur noch Chaos.

Es war absolut nicht geplant. Ganz im Gegenteil. Geplant war definitiv nicht schwanger zu werden. Ich geb mittlerweile meinem Leichtsinn die Schuld. Hatte im Juli angefangen die Pille zu nehmen und hatte Tage nach meiner Periode einfach so minimalistische Zwischenblutungen. Mittlerweile weiß ich, dass das ein Indiz dafür sein kann, dass der Wirkstoff einfach nicht das tut was er soll. Ich hab mir "damals" einfach nichts dabei gedacht. War alles neu für mich, der Arzt meinte, an der Periode könne sich was verändern und... Ja, nennt es ne Mischung aus Optimismus und Leichtsinn. 

Als ich dann den positiven Test in der Hand hatte, bin ich im Dreieick gesprungen. 
Für den dazugehörigen Mann, mit dem ich nicht zusammen bin und den ich auch erst wenige Monate kenne, ist der Schwangerschaftsabbruch die einzige Option, weil ein Kind sein Leben kaputt machen würde. Ich habe auch tatsächlich ein Termin zum Abbruch nächste Woche, aber ich suche immer noch irgendwie nach Wegen das alleine zu schaffen. Realistische Optionen, wie es eben doch möglich wäre. 

Meine Ängste umfassen in erster Linie finanzielle Sorgen und die Sorge allein mit all dem zu sein. 
Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit nämlich eher hoch als niedrig, dass ich mit Kind am Ende in diesem ALG2 Kreislauf lande und nur schwer raus komme. Dabei wollte ich eigentlich endlich meine Ausbildung zum Heilpraktiker beginnen... 

Gibt es noch Frauen hier, denen es geht wie wir? Vielleicht sogar aus NRW? 
 

Hallo Kallisto90,

die Ängste, die du ausstehst verstehe ich sehr gut. Was der dazugehörige Mann zu dem Thema zu sagen hat, würde ich an deiner Stelle mal ganz weit zur Seite schieben. Ja, es ist ein kontroverses Thema und das Recht des Vaters ist wichtig... Aber es geht ja hierbei nicht um die Frage, ob man einen Hund adoptiert oder nicht. Die Konsequenzen daraus sind größer und werden letztlich durch dich und nicht ihn getragen. Und von dem was ich lese, ist er sowieso kein "Vatermaterial"; war mein Erzeuger auch nicht und aus mir ist trotzdem was geworden. So what? Wenn es von deiner Seite "Leichtsinn" war, dann war es das auch von seiner Seite aus.

Möchtest du aus dir selbst heraus, ohne Einfluss von anderen abtreiben, dann tue es, dann ist es das Richtige. Aber, wenn du eigentlich nicht abtreiben willst, dann treib bitte nicht ab. Für alles andere findet sich immer eine Lösung.

Ich war selbst im Hartz und weiß, dass diese Aussicht eine sehr beängstigende ist. Als ich klein war, waren wir auch arm wie die Kirchenmäuse. Aber weißt du, meine Mutter hat mich geliebt. Klar, es gab oft Sachen, die ich gern gehabt hätte und große Reisen kenne ich nicht, aber ich war trotz allem glücklich. Hätte ich mit Freunden tauschen wollen? Nie, denn ich hatte eine wundervolle Mutter, die ich nie gegen das größte Schloss oder die riesigste Schlemmer-Tafel getauscht hätte.

Egal was ich im Leben geplant habe, egal was ich mir erhofft habe, es kam am Ende doch immer alles anders. Und jeder einzelne Schritt, der Leid bedeutet, hat mich auch zu jeder Stunde des Glücks meines Lebens geführt. Und so geht es an sich jedem Menschen, nur verlernen wir so schnell Dinge zu erkennen.

Ja, natürlich gibt es Leute, die bessere "Vorraussetzungen" mitbringen. Aber vieles scheint auch nur so. Da kenne ich eine junge Mutter, die das Kind für den Vater, der fast nie da ist, zur Welt gebracht hat und es selbst komplett ablehnt. Sind finanziell super abgesicht, aber das Kind kennt keine mütterliche Liebe. Eine Freundin aus Jugendtagen hat in einem großen Haus gewohnt und wurde regelmäßig in der Familie vergewaltigt. Eine damalige Nachbarin war perfekt vorbereitet auf ein Kind und hat dann ein schwerbehindertes Kind auf die Welt gebracht, worauf sie nicht vorbereitet war. Dann gibt es Situationen in denen sich der Vater dann plötzlich überlegt, dass er doch kein Vater werden will. Andere haben so lange gewartet, bessere "Vorraussetzungen" mitzubringen, dass auf einmal die Natur nicht mehr mitspielt. Will sagen, egal wo wir herkommen und wer wir sind, am Ende kann alles anders kommen. Und die wichtigste Vorraussetzung ist, dass du dein Kind liebst; der Rest findet sich.

Ich war bei der Schwangerenberatungsstelle und meinte vollkommen verzweifelt, dass ich es, wenn alles gut geht, schon hinkriege, aber was wenn das Kind behindert ist?! Da lächelt sie mich an, und fragt mich, ob ich es dann nicht haben wollen würde. Doch! Dem Leben, dass in mir wächst (welch Wunder es ist!) möchte ich ein Leben gönnen! Und da meint sie, na dann: Es gibt auch ein Leben mit behindertem Kind. Und ja, sie hat Recht. Wir können uns nie auf alle Eventualitäten vorbereiten, es kommt immer alles anderes. Aber es wird, denn wenn es muss, wird es.

Und insofern, wenn du das Kind kriegen willst, dann behalte es. Der Rest, findet sich.

Ans Herz legen möchte ich dir auf jeden Fall zur Schwangerenberatung zu gehen. Wenn dir das unangenehm ist, gibt es auch annonyme Telefonberatungsstellen. Das hat mir sehr geholfen.

Alles, alles Gute!


 

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25. August um 18:16
In Antwort auf kallisto90

Ich weiß seit etwas über zwei Wochen, dass ich schwanger bin (mittlerweile 7. SSW). Und seitdem ist in meinem Kopf einfach nur noch Chaos.

Es war absolut nicht geplant. Ganz im Gegenteil. Geplant war definitiv nicht schwanger zu werden. Ich geb mittlerweile meinem Leichtsinn die Schuld. Hatte im Juli angefangen die Pille zu nehmen und hatte Tage nach meiner Periode einfach so minimalistische Zwischenblutungen. Mittlerweile weiß ich, dass das ein Indiz dafür sein kann, dass der Wirkstoff einfach nicht das tut was er soll. Ich hab mir "damals" einfach nichts dabei gedacht. War alles neu für mich, der Arzt meinte, an der Periode könne sich was verändern und... Ja, nennt es ne Mischung aus Optimismus und Leichtsinn. 

Als ich dann den positiven Test in der Hand hatte, bin ich im Dreieick gesprungen. 
Für den dazugehörigen Mann, mit dem ich nicht zusammen bin und den ich auch erst wenige Monate kenne, ist der Schwangerschaftsabbruch die einzige Option, weil ein Kind sein Leben kaputt machen würde. Ich habe auch tatsächlich ein Termin zum Abbruch nächste Woche, aber ich suche immer noch irgendwie nach Wegen das alleine zu schaffen. Realistische Optionen, wie es eben doch möglich wäre. 

Meine Ängste umfassen in erster Linie finanzielle Sorgen und die Sorge allein mit all dem zu sein. 
Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit nämlich eher hoch als niedrig, dass ich mit Kind am Ende in diesem ALG2 Kreislauf lande und nur schwer raus komme. Dabei wollte ich eigentlich endlich meine Ausbildung zum Heilpraktiker beginnen... 

Gibt es noch Frauen hier, denen es geht wie wir? Vielleicht sogar aus NRW? 
 

Tue es nicht, du schaffst das alleine glaub mir.

Bitte..

soviele frauen die Jahre versuchen und es nicht klappt...

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26. August um 0:04
In Antwort auf fraeuleininspektora

Tue es nicht, du schaffst das alleine glaub mir.

Bitte..

soviele frauen die Jahre versuchen und es nicht klappt...

was haben andere Frauen die es jahrelang versuchen damit zu tun? Mach ihr kein schlechtes Gewissen. 

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26. August um 10:45
In Antwort auf kallisto90

Ich weiß seit etwas über zwei Wochen, dass ich schwanger bin (mittlerweile 7. SSW). Und seitdem ist in meinem Kopf einfach nur noch Chaos.

Es war absolut nicht geplant. Ganz im Gegenteil. Geplant war definitiv nicht schwanger zu werden. Ich geb mittlerweile meinem Leichtsinn die Schuld. Hatte im Juli angefangen die Pille zu nehmen und hatte Tage nach meiner Periode einfach so minimalistische Zwischenblutungen. Mittlerweile weiß ich, dass das ein Indiz dafür sein kann, dass der Wirkstoff einfach nicht das tut was er soll. Ich hab mir "damals" einfach nichts dabei gedacht. War alles neu für mich, der Arzt meinte, an der Periode könne sich was verändern und... Ja, nennt es ne Mischung aus Optimismus und Leichtsinn. 

Als ich dann den positiven Test in der Hand hatte, bin ich im Dreieick gesprungen. 
Für den dazugehörigen Mann, mit dem ich nicht zusammen bin und den ich auch erst wenige Monate kenne, ist der Schwangerschaftsabbruch die einzige Option, weil ein Kind sein Leben kaputt machen würde. Ich habe auch tatsächlich ein Termin zum Abbruch nächste Woche, aber ich suche immer noch irgendwie nach Wegen das alleine zu schaffen. Realistische Optionen, wie es eben doch möglich wäre. 

Meine Ängste umfassen in erster Linie finanzielle Sorgen und die Sorge allein mit all dem zu sein. 
Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit nämlich eher hoch als niedrig, dass ich mit Kind am Ende in diesem ALG2 Kreislauf lande und nur schwer raus komme. Dabei wollte ich eigentlich endlich meine Ausbildung zum Heilpraktiker beginnen... 

Gibt es noch Frauen hier, denen es geht wie wir? Vielleicht sogar aus NRW? 
 

Naja der Mann ist ja dann fein raus mit der Abtreibung... 
Keine Kosten... 

Und so oder so Tschüss Beziehung... 

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26. August um 13:16
In Antwort auf fraeuleininspektora

Tue es nicht, du schaffst das alleine glaub mir.

Bitte..

soviele frauen die Jahre versuchen und es nicht klappt...

Din letzter Satz ist mit Verlaub, nicht okay.
Diese Frauen die es all die Jahre probieren haben definitiv einen Kinderwunsch, die Te wollte definitiv nicht schwanger werden deshalb hat sie ja auch verhütet.
Und dass viele Frauen es leider alleine nicht schaffen, und gerade die Gesellschaft, auch Menschen die Dinge wie Du schreiben, daran einen Anteil haben, sieht niemand.
Wieviel ungewollte Babay landen sonstwo, wer kümmert sich um die Mütter.
DU, die ihr jetzt ein schlechtes Gewissen einredest?!
Wenn Sie ein ungutes Gefühl mit dem Abbruch hat ist angeraten sich nochmal beraten zu lassen.
Allerdings hat ihr geplanter Abbruch nichts mit unerfülltem Kinderwunsch anderer Frauen zu tun.
Auch das sollte sie nun wirklich nicht noch mehr in Konflikte stürzen.
Manchmal meint man tatsächlich es hier nicht immer mit erwachsenen Frauen zu tun  zu haben....

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26. August um 13:20
In Antwort auf kallisto90

Ich weiß seit etwas über zwei Wochen, dass ich schwanger bin (mittlerweile 7. SSW). Und seitdem ist in meinem Kopf einfach nur noch Chaos.

Es war absolut nicht geplant. Ganz im Gegenteil. Geplant war definitiv nicht schwanger zu werden. Ich geb mittlerweile meinem Leichtsinn die Schuld. Hatte im Juli angefangen die Pille zu nehmen und hatte Tage nach meiner Periode einfach so minimalistische Zwischenblutungen. Mittlerweile weiß ich, dass das ein Indiz dafür sein kann, dass der Wirkstoff einfach nicht das tut was er soll. Ich hab mir "damals" einfach nichts dabei gedacht. War alles neu für mich, der Arzt meinte, an der Periode könne sich was verändern und... Ja, nennt es ne Mischung aus Optimismus und Leichtsinn. 

Als ich dann den positiven Test in der Hand hatte, bin ich im Dreieick gesprungen. 
Für den dazugehörigen Mann, mit dem ich nicht zusammen bin und den ich auch erst wenige Monate kenne, ist der Schwangerschaftsabbruch die einzige Option, weil ein Kind sein Leben kaputt machen würde. Ich habe auch tatsächlich ein Termin zum Abbruch nächste Woche, aber ich suche immer noch irgendwie nach Wegen das alleine zu schaffen. Realistische Optionen, wie es eben doch möglich wäre. 

Meine Ängste umfassen in erster Linie finanzielle Sorgen und die Sorge allein mit all dem zu sein. 
Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit nämlich eher hoch als niedrig, dass ich mit Kind am Ende in diesem ALG2 Kreislauf lande und nur schwer raus komme. Dabei wollte ich eigentlich endlich meine Ausbildung zum Heilpraktiker beginnen... 

Gibt es noch Frauen hier, denen es geht wie wir? Vielleicht sogar aus NRW? 
 

Hallo wende die bitte an abtreibung.de, der linkname schreckt erstmal ab, es geht um Lebenshelfer, Frauen die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ich bin dort auch als Lebenshelferin registriert allerdings nicht für NRW.
Wenn du nicht alleine dort dich melden möchtest, bitte PN an mich.
Dort wird dir geholfen EGAL ob du dich für oder gegen das Kind entscheidest.
Glg

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