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Schwanger im Studium / Hochzeit verschoben / Angst vor Reaktion der Familie

25. Januar 2018 um 11:57 Letzte Antwort: 27. Januar 2018 um 19:32

Hallo ihr Lieben,

da ich keine Diskussion zu diesem Thema gefunden habe, eröffne ich eine Neue.

Kurz zu mir :

Ich bin 26 Jahre alt, verlobt und studiere Architektur.
Mein Verlobter ist 32 Jahre alt und arbeitet im Schichtsystem.
Wir wohnen seit 1,5 Jahren in einem Haus, welches mein Papa vor ca 2,5 Jahren (zur Altersvorsorge) gekauft und an uns vermietet hat.

Letztes Jahr im Dezember hat mein Partner mir einen wunderschönen Heiratsantrag gemacht und in diesem Jahr wollten wir uns unsere Traumhochzeit erfüllen. Der Termin stand bzw steht (immernoch) fest. Am 08. September 2018. Fotograf, Liveact, Catering, Location... alles ist schon in trockenen Tüchern. Doch wie es der Zufall nun so wollte, bin ich nun in der 5. Woche schwanger. Wir wollten Kinder, das stand fest ! Da ich seit wenigen Monaten jegliche hormonellen Verhütungsmittel nicht mehr vertragen habe, haben wir auf das klassische Kondom zurück gegriffen und hier wohl nicht genug aufgepasst (vielleicht weil der Kinderwunschgedanke im Hinterkopf war, keine Ahnung). Nun macht uns das ganze zum 1. zwei Striche durch unsere Traumhochzeit und zum 2. auch durch mein Studium.
Mein Partner zeigte sich entspannt freudig, wohingegen ich neben Freude auch Versagensängste bekam und traurig war, dass wir die Hochzeit verschieben müssen.


Zudem wirft mich das mit meinem Studium etwas zurück. Das Studium ist extrem an wöchentliche Abgaben & Leistungen gebunden. Es ist schon schwierig bis unmöglich das Tempo mitzuhalten, wenn man mal 3 Tage krank ist. Und ja ich weiß, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber ob solch ein enormer Stress so gesund für das Ungeborene ist ?
Vielleicht kann mir jemand Tips zum Studium mit Kind geben ?

Zuletzt der Gedanke an die Familie....
Wie schon gesagt, ich bin 26 und im Studium (Erstausbildung). ..
Ich hatte als Kind viele Probleme in der Schule, was nicht zuletzt daran lag, dass meine Mama früh verstorben ist, mein Papa selbstständig und ich viel alleine war. Ganz zu schweigen von den späteren Partnerinnen meines Vaters ... aber darauf gehe ich jetzt nicht näher ein. Kurz gesagt: meine Schullaufbahn war sehr holprig. Mit 15 Hatte ich einen HSA gemacht, woraufhin ich aber keinen Beruf fand, der mir Spaß gemacht hätte, daraufhin war klar, dass ich weiter machen werde. Ich bin mit 18 ausgezogen und musste neben der Schule sehr viel arbeiten um mir meine Wohnung finanzieren zu können, was sich widerrum auch auf die Leistungen auswirkte. Mit 23 hatte ich dann endlich mein Abi in der Tasche.
Ein Studienplatz in Architektur war leider nicht in Aussicht. Also ging ich arbeiten. Teils über Leiharbeitfirmen und auch im 3 Schichtsystem. Also faul war ich gewiss nie. Als ich dann 2016 den Studienplatz bekam und mit meinem Partner darüber gesprochen hatte, war ich überglücklich meinem Ziel endlich ein Stück näher gekommen zu sein.
Meine Familie hat leider all die Jahre auf mir rum gehackt... hinter meinem Rücken geredet, es für fürchterlich empfunden, dass ich noch keine Ausbildung habe... Vielleicht sogar geäußert, dass ich froh sein könnte einen Partner zu haben der mich finanziell "aushält".
Das macht mich sehr traurig. Ich kann darüber auch nicht hinwegsehen... ich kann mir auch nicht erklären warum sie das tun ? Ich bin 26 und alt genug meine eigenen Entscheidungen zu treffen, das vergessen sie wohl. Ich habe noch nie auf die Kosten vom Staat gelebt und als erstes aus unserer Familie sowohl Abi als auch ein Studium angestrebt, das ist wohl alles nichts ?! Und jetzt bin ich auch noch schwanger.
Keine Ausbildung, kein Einkommen, nicht verheiratet und SCHWANGER ! "Das Studium hat sich dann wohl auch gehalten"... ich höre schon das Gelächter. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen warum ich nun schwanger bin und ob es nicht besser gewesen wäre ein Kind nach dem Studium zu bekommen...außerdem hätte man ja jetzt die groß angekündigte Hochzeit erstmal abwarten können...blablabla.
Ich will mich einfach nur auf mein Baby freuen, Sorgen habe ich auch ohne diese dummen Sprüche schon genug.

Vielleicht habt ihr ja ein paar Tips für mich
 

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25. Januar 2018 um 12:57

Kann man bei dir ein Teilzeitstudium machen? Dann hättest du weniger Seminare, Klausuren usw. und würdest bei Ausfall nicht ganz so unter Druck sein? 
Dieses Semester ist ja so gut wie rum, dann könnte das ja eventuell schon ab dem nächsten Semester relevant sein? Also auf Halbtagsstudium reduzieren, noch ein paar Scheine und Klausuren machen und nach der Geburt vielleicht direkt einsteigen oder eben Urlaubssemester? 
Wie finanzierst du dich denn? Wie finanzierst du dich, wenn du Urlaubssemester hättest? 

Und deine Familie... Mein erster Gedanke war "Warum hast du mit denen Kontakt? Was willst du von denen?" Außer dir Abwertungen abzuholen, ist da wohl wenig zu erwarten? Unter den Umständen sollten sie stolz auf dich sein, dass du es zum Abi und jetzt zu einem Studium geschafft hast! Und nicht noch zusätzlich auf dir rumhacken! 
Ich weiß nicht, ob du ihnen mal Contra geben kannst oder ob du dir eher alles gefallen lässt, aber es wäre ja schon mal gut, sie auf die Umstände damals hinzuweisen. Du könntest jetzt ehrlich gesagt wo ganz anders stehen... 

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26. Januar 2018 um 12:40
In Antwort auf orchideenblatt

Kann man bei dir ein Teilzeitstudium machen? Dann hättest du weniger Seminare, Klausuren usw. und würdest bei Ausfall nicht ganz so unter Druck sein? 
Dieses Semester ist ja so gut wie rum, dann könnte das ja eventuell schon ab dem nächsten Semester relevant sein? Also auf Halbtagsstudium reduzieren, noch ein paar Scheine und Klausuren machen und nach der Geburt vielleicht direkt einsteigen oder eben Urlaubssemester? 
Wie finanzierst du dich denn? Wie finanzierst du dich, wenn du Urlaubssemester hättest? 

Und deine Familie... Mein erster Gedanke war "Warum hast du mit denen Kontakt? Was willst du von denen?" Außer dir Abwertungen abzuholen, ist da wohl wenig zu erwarten? Unter den Umständen sollten sie stolz auf dich sein, dass du es zum Abi und jetzt zu einem Studium geschafft hast! Und nicht noch zusätzlich auf dir rumhacken! 
Ich weiß nicht, ob du ihnen mal Contra geben kannst oder ob du dir eher alles gefallen lässt, aber es wäre ja schon mal gut, sie auf die Umstände damals hinzuweisen. Du könntest jetzt ehrlich gesagt wo ganz anders stehen... 

Ein Teilzeitstudium gibt es bei uns offiziell nicht. Man kann es sich selbst "lockerer" einteilen.

Ich beziehe geringes Einkommen, aber um das finanzielle ging es auch nicht, deswegen verstehe ich diese Frage nicht ?! (Kein Bafög, nichts vom Staat).
Ein Urlaubssemester würde ich ja nur machen, wenn es mit Kind nicht anders geht, von daher würde ich vermutlich nicht arbeiten gehen, würde ja sonst keinen Sinn machen?! Zudem bin ich ja nicht allein.

Ich bin kein Mensch, der sich alles gefallen lässt. Ich gebe immer Contra... das Problem ist nur, dass es dennoch nicht aufhört und es passiert auch immer nur hinter meinem Rücken. So kann ich niemals jemanden auf frischer Tat ertappen und direkt in die Schranken weisen. Meine Reaktionen werden sehr häufig ins lächerliche gezogen und Aktionen Anderer verharmlost. Beispielsweise (ein aktueller Fall), hat meine Schwester (48) mich vor ein paar Monaten beklaut. Sie hat sich in meinem alten Jugendzimmer im Haus meines Vaters, in dem ich Sachen gelagert habe, an extravaganten Kleidungsstücken (uvm) von mir bedient. Herausgefunden habe ich das wirklich durch puren Zufall, als ich Bilder von ihr gesehen habe, auf denen sie diese Sachen trägt.
Zuerst wurde mir nicht geglaubt. Dann musste ich mir von meiner Familie anhören, dass ich die Sachen doch ohnehin nicht mehr tragen würde und sie mir ja außerdem nicht mehr passen würden. Zudem hieß es dann, dass die 93 jährige Oma (die bei meinem Vater mit im Haus wohnt) Schuld daran hätte, da sie meine Schwester immer in mein Zimmer geschickt hätte mit den Worten "nimm dir was du brauchst"...
Also irgendwann ist auch mal gut. Ich könnte mich wochenlang damit beschäftigen solche Storys zu erzählen. In der Außen- und Arbeitswelt komme ich sehr gut an. Selbstbewusst, zielstrebig, selbstständig, offen und ehrlich. Diese Resonanz habe ich in den letzten Jahren mehrfach erhalten...  Daher kann ich es mir nicht erklären.
Aber du hast Recht... ich muss mich endlich zur Wehr setzen. Ich mache mich seit Tagen und eigentlich schon seit Jahren so verrückt was das betrifft... das habe ich beim besten Willen nicht verdient. Somal ich noch immer jedem helfe.
Es ist wie mein Verlobter gestern sagte: es ist das schönste auf der Welt ein Kind zu erwarten, wir sollten uns bedingungslos freuen und es nicht zulassen, dass sich darüber jemand negativ äußert. Wir sind doch niemandem rechenschaft schuldig, unabhängig und alt genug.

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26. Januar 2018 um 12:41

wie und was "schief gelaufen" ist, habe ich nie erwähnt.

ich hätte auch einfach schreiben können: ,,Die Pille hat versagt, keine Ahnung wie das passieren konnte."

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26. Januar 2018 um 13:02
In Antwort auf luciana1991

Hallo ihr Lieben,

da ich keine Diskussion zu diesem Thema gefunden habe, eröffne ich eine Neue.

Kurz zu mir :

Ich bin 26 Jahre alt, verlobt und studiere Architektur.
Mein Verlobter ist 32 Jahre alt und arbeitet im Schichtsystem.
Wir wohnen seit 1,5 Jahren in einem Haus, welches mein Papa vor ca 2,5 Jahren (zur Altersvorsorge) gekauft und an uns vermietet hat.

Letztes Jahr im Dezember hat mein Partner mir einen wunderschönen Heiratsantrag gemacht und in diesem Jahr wollten wir uns unsere Traumhochzeit erfüllen. Der Termin stand bzw steht (immernoch) fest. Am 08. September 2018. Fotograf, Liveact, Catering, Location... alles ist schon in trockenen Tüchern. Doch wie es der Zufall nun so wollte, bin ich nun in der 5. Woche schwanger. Wir wollten Kinder, das stand fest ! Da ich seit wenigen Monaten jegliche hormonellen Verhütungsmittel nicht mehr vertragen habe, haben wir auf das klassische Kondom zurück gegriffen und hier wohl nicht genug aufgepasst (vielleicht weil der Kinderwunschgedanke im Hinterkopf war, keine Ahnung). Nun macht uns das ganze zum 1. zwei Striche durch unsere Traumhochzeit und zum 2. auch durch mein Studium.
Mein Partner zeigte sich entspannt freudig, wohingegen ich neben Freude auch Versagensängste bekam und traurig war, dass wir die Hochzeit verschieben müssen.


Zudem wirft mich das mit meinem Studium etwas zurück. Das Studium ist extrem an wöchentliche Abgaben & Leistungen gebunden. Es ist schon schwierig bis unmöglich das Tempo mitzuhalten, wenn man mal 3 Tage krank ist. Und ja ich weiß, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber ob solch ein enormer Stress so gesund für das Ungeborene ist ?
Vielleicht kann mir jemand Tips zum Studium mit Kind geben ?

Zuletzt der Gedanke an die Familie....
Wie schon gesagt, ich bin 26 und im Studium (Erstausbildung). ..
Ich hatte als Kind viele Probleme in der Schule, was nicht zuletzt daran lag, dass meine Mama früh verstorben ist, mein Papa selbstständig und ich viel alleine war. Ganz zu schweigen von den späteren Partnerinnen meines Vaters ... aber darauf gehe ich jetzt nicht näher ein. Kurz gesagt: meine Schullaufbahn war sehr holprig. Mit 15 Hatte ich einen HSA gemacht, woraufhin ich aber keinen Beruf fand, der mir Spaß gemacht hätte, daraufhin war klar, dass ich weiter machen werde. Ich bin mit 18 ausgezogen und musste neben der Schule sehr viel arbeiten um mir meine Wohnung finanzieren zu können, was sich widerrum auch auf die Leistungen auswirkte. Mit 23 hatte ich dann endlich mein Abi in der Tasche.
Ein Studienplatz in Architektur war leider nicht in Aussicht. Also ging ich arbeiten. Teils über Leiharbeitfirmen und auch im 3 Schichtsystem. Also faul war ich gewiss nie. Als ich dann 2016 den Studienplatz bekam und mit meinem Partner darüber gesprochen hatte, war ich überglücklich meinem Ziel endlich ein Stück näher gekommen zu sein.
Meine Familie hat leider all die Jahre auf mir rum gehackt... hinter meinem Rücken geredet, es für fürchterlich empfunden, dass ich noch keine Ausbildung habe... Vielleicht sogar geäußert, dass ich froh sein könnte einen Partner zu haben der mich finanziell "aushält".
Das macht mich sehr traurig. Ich kann darüber auch nicht hinwegsehen... ich kann mir auch nicht erklären warum sie das tun ? Ich bin 26 und alt genug meine eigenen Entscheidungen zu treffen, das vergessen sie wohl. Ich habe noch nie auf die Kosten vom Staat gelebt und als erstes aus unserer Familie sowohl Abi als auch ein Studium angestrebt, das ist wohl alles nichts ?! Und jetzt bin ich auch noch schwanger.
Keine Ausbildung, kein Einkommen, nicht verheiratet und SCHWANGER ! "Das Studium hat sich dann wohl auch gehalten"... ich höre schon das Gelächter. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen warum ich nun schwanger bin und ob es nicht besser gewesen wäre ein Kind nach dem Studium zu bekommen...außerdem hätte man ja jetzt die groß angekündigte Hochzeit erstmal abwarten können...blablabla.
Ich will mich einfach nur auf mein Baby freuen, Sorgen habe ich auch ohne diese dummen Sprüche schon genug.

Vielleicht habt ihr ja ein paar Tips für mich
 

Tolle was du geschrieben hast, raten kann ich dir leider nichts ich hoffe nur du wirst dich richtig entscheiden

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26. Januar 2018 um 17:23

Es gibt halt Solche und Solche. Wäre ja langweilig, wenn wir alle gleich wären.

was das aber nun mit dem Thema Verhütung zu tun hat verstehe ich nicht ganz?!

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27. Januar 2018 um 12:33

Ich kann dich gut verstehen, bin in einer ähnlichen Situation. Bin 26, in der 31. SSW, studiere noch, bin aber schon verheiratet seit über 3 Jahren. Aber das mit dem Studium wird mir immer wieder angehängt. "Du brauchst doch eh schon so lange, wie willst du das mit Kind machen?" oder "Hast da einen guten Fang gemacht mit deinem Mann der alles zahlt."
Es wird halt dann gern übersehen das ich ich selber immer gearbeitet habe und ich fürs Studium auch ein Jahr ins Ausland gegangen bin (was das Studium auch noch verlängert). Ich musste jedoch meinen Studiengang wechseln, weil ich ein Fach versemmelt habe, und bin genau dann auch noch schwanger geworden (war natürlich ein Wunschkind, jedoch früher als erwartet ). Da war das Geschrei dann groß: "Natürlich hat sie sich jetzt schwängern lassen, nachdem es mit dem Studium nicht geklappt hat." Nur zur Info: Ich studiere immer noch und muss halt jetzt 1 Jahr länger machen bzw. mit Kind peile ich 2 Jahre an. Vorallem kommen diese ganzen Aussagen nicht nur von entfernten Freunden sondern auch von nahen Verwandten, sogar meine Mutter lässt gern mal so nen Spruch los dass mein Mann ja alles zahlt oder wie lange das mit dem Studium noch dauern soll. Das tut dann schon weh.
Die Leute finden immer einen Grund auf dir rumzuhacken wenn sie es wollen. Sei es auch nur die kleinste Kleinigkeit. Lass dich nicht unterkriegen, ich habe mich auch viel gestresst wegen den Meinung von anderen aber habe jetzt großen Abstand davon genommen und mir ein dickes Fell zugelegt. Und man muss nicht immer Kontra geben. Manchmal ist es gut, in den meisten Fällen kostet dich das aber nur Energie und die Leute ändern ihre Meinung eh nicht. Die sollen sich ruhig das Maul über einen zerreißen, am meisten nervt es die aber wenn man es einfach ignoriert. Du hast denen ja sowieso gezeigt das du alles erreichen kannst und gezeigt das du trotz allen Strapazen alles hinbekommst. Manchmal ist es auch der pure Neid von den Leuten  
Freu dich jetzt auf die Schwangerschaft und euer gemeinsames Kind und zum Teufel mit den Meinungen, von Leuten, die es nicht gut mit einem meinen. Ich wünsche dir alles Gute!

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27. Januar 2018 um 16:12
In Antwort auf luciana1991

Hallo ihr Lieben,

da ich keine Diskussion zu diesem Thema gefunden habe, eröffne ich eine Neue.

Kurz zu mir :

Ich bin 26 Jahre alt, verlobt und studiere Architektur.
Mein Verlobter ist 32 Jahre alt und arbeitet im Schichtsystem.
Wir wohnen seit 1,5 Jahren in einem Haus, welches mein Papa vor ca 2,5 Jahren (zur Altersvorsorge) gekauft und an uns vermietet hat.

Letztes Jahr im Dezember hat mein Partner mir einen wunderschönen Heiratsantrag gemacht und in diesem Jahr wollten wir uns unsere Traumhochzeit erfüllen. Der Termin stand bzw steht (immernoch) fest. Am 08. September 2018. Fotograf, Liveact, Catering, Location... alles ist schon in trockenen Tüchern. Doch wie es der Zufall nun so wollte, bin ich nun in der 5. Woche schwanger. Wir wollten Kinder, das stand fest ! Da ich seit wenigen Monaten jegliche hormonellen Verhütungsmittel nicht mehr vertragen habe, haben wir auf das klassische Kondom zurück gegriffen und hier wohl nicht genug aufgepasst (vielleicht weil der Kinderwunschgedanke im Hinterkopf war, keine Ahnung). Nun macht uns das ganze zum 1. zwei Striche durch unsere Traumhochzeit und zum 2. auch durch mein Studium.
Mein Partner zeigte sich entspannt freudig, wohingegen ich neben Freude auch Versagensängste bekam und traurig war, dass wir die Hochzeit verschieben müssen.


Zudem wirft mich das mit meinem Studium etwas zurück. Das Studium ist extrem an wöchentliche Abgaben & Leistungen gebunden. Es ist schon schwierig bis unmöglich das Tempo mitzuhalten, wenn man mal 3 Tage krank ist. Und ja ich weiß, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber ob solch ein enormer Stress so gesund für das Ungeborene ist ?
Vielleicht kann mir jemand Tips zum Studium mit Kind geben ?

Zuletzt der Gedanke an die Familie....
Wie schon gesagt, ich bin 26 und im Studium (Erstausbildung). ..
Ich hatte als Kind viele Probleme in der Schule, was nicht zuletzt daran lag, dass meine Mama früh verstorben ist, mein Papa selbstständig und ich viel alleine war. Ganz zu schweigen von den späteren Partnerinnen meines Vaters ... aber darauf gehe ich jetzt nicht näher ein. Kurz gesagt: meine Schullaufbahn war sehr holprig. Mit 15 Hatte ich einen HSA gemacht, woraufhin ich aber keinen Beruf fand, der mir Spaß gemacht hätte, daraufhin war klar, dass ich weiter machen werde. Ich bin mit 18 ausgezogen und musste neben der Schule sehr viel arbeiten um mir meine Wohnung finanzieren zu können, was sich widerrum auch auf die Leistungen auswirkte. Mit 23 hatte ich dann endlich mein Abi in der Tasche.
Ein Studienplatz in Architektur war leider nicht in Aussicht. Also ging ich arbeiten. Teils über Leiharbeitfirmen und auch im 3 Schichtsystem. Also faul war ich gewiss nie. Als ich dann 2016 den Studienplatz bekam und mit meinem Partner darüber gesprochen hatte, war ich überglücklich meinem Ziel endlich ein Stück näher gekommen zu sein.
Meine Familie hat leider all die Jahre auf mir rum gehackt... hinter meinem Rücken geredet, es für fürchterlich empfunden, dass ich noch keine Ausbildung habe... Vielleicht sogar geäußert, dass ich froh sein könnte einen Partner zu haben der mich finanziell "aushält".
Das macht mich sehr traurig. Ich kann darüber auch nicht hinwegsehen... ich kann mir auch nicht erklären warum sie das tun ? Ich bin 26 und alt genug meine eigenen Entscheidungen zu treffen, das vergessen sie wohl. Ich habe noch nie auf die Kosten vom Staat gelebt und als erstes aus unserer Familie sowohl Abi als auch ein Studium angestrebt, das ist wohl alles nichts ?! Und jetzt bin ich auch noch schwanger.
Keine Ausbildung, kein Einkommen, nicht verheiratet und SCHWANGER ! "Das Studium hat sich dann wohl auch gehalten"... ich höre schon das Gelächter. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen warum ich nun schwanger bin und ob es nicht besser gewesen wäre ein Kind nach dem Studium zu bekommen...außerdem hätte man ja jetzt die groß angekündigte Hochzeit erstmal abwarten können...blablabla.
Ich will mich einfach nur auf mein Baby freuen, Sorgen habe ich auch ohne diese dummen Sprüche schon genug.

Vielleicht habt ihr ja ein paar Tips für mich
 

Mein Plan für dich/euch wäre.
heiratet zunächst so schnell wie möglich standesamtlich. Nur ihr zwei oder alternativ mit Trauzeugen und anschließenden Essen. 
Finanziell steht ihr euch wesentlich besser da. Dein Freund erhätl einen wesentlich besseren Nettolohn, so dass du deinen Job auch erstmal auf Eis legen kannst und zudem noch bei ihm familienversichert bist.

Die große Party holt ihr einfach in ein oder zwei Jahren nach mit oder ohne kirchliche Trauung.
Hauptsache ist erstmal, dass du finanziell abgesichert  bist.

Deinen Job könntest du so erstmal auf Eis legen und dich bis zur Geburt (Oktober, oder?) vollkommen auf das Studium konzentrieren. Im Prinzip hast du ja noch 1,5 Semester Zeit bis zur Geburt. Versuche Scheine, Praktika oder Ähnliches, was mit Baby schwierig werden könnte, abzuarbeiten in dieser Zeit.

Damit du dich danach die ersten Monaten wirklich nur um dein Baby kümmern musst.

Deine Familie... Mach dir da nicht so ein Stress. Es ist dein Leben!! Du, Dein Kind und dein Mann.
Deine Familie wäre auch nicht zufrieden damit, wenn du nach dem Studium ein Kind bekommen hättest, denn dann hättest du erstmal arbeiten sollen...
ich selbst kenne diese Situation. Ich habe als erstes in der Familie ein Studium angestrebt und abgeschlossen und durfte mir in dieser Zeit vieles anhören. In deinem Alter war ich schon x Jahre berufstätig. Oder, da wird eine Examensprüfung mal ganz schnell mit einem Vokabeltest gleichsetzt "Das bißchen lernen"
Lass dich nicht von Leuten verunsichern, die von deinem Leben keinen Plan haben. 

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27. Januar 2018 um 19:32

Nur wegen dem Kind heiraten sie doch nicht? Sie sind verlobt und hätten sowieso im September geheiratet. Ich finde die Idee gar nicht so blöd von wunderhochdrei. Der Partner erhält deutlich mehr Nettolohn, was ja schon mal nicht schlecht ist wenn sie jetzt ausfällt bzgl. verdienst. Mit Versicherung hat sie auch recht. Die große Sause kann irgendwann dann nachgeholt werden. Verstehe die Problematik nicht.

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