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Schwanger im Anerkennungsjahr

3. Oktober um 18:12

Ich fühle mich zur Zeit ein wenig aufgeschmissen.
Ich habe eine zweijährige Fachschulausbildung zur Facherzieherin hinter mir und im August erst mit dem Anerkennungsjahr angefangen. Kurz und knapp, ich (23) bin schwanger (5SSW) und habe jetzt Sorge wegen meinem Lebensunterhalt im Anerkennungsjahr.

In der Einrichtung in der ich bin, wird ein sofortiges Beschäftigungsverbot ausgesprochen, sobald eine Schwangerschaft bekannt wird aufgrund möglicher Krankheiten von Müttern mit ihren Kleinkindern. Mir steht bevor dies meinem Arbeitgeber mitzuteilen, was nicht schön wird, da ich erst so kurz in der Einrichtung bin.

Bisher hatte ich nur zwei Monatsgehälter, diese durch drei geteilt für das Mutterschutzgeld, da ich zuvor kein Einkommen hatte wegen der Schulausbildung macht ca 730€ mtl.

Das ist wenig, in wie weit kann dieses Geld aufgestockt werden?

Erhalte ich, da ich in einem Ausbildungsverhältnis stehe weiterhin Kindergeld?

Ist es richtig, dass ich in diesem Ausbildungsverhältnis trotz sechsmonatiger Probezeit nicht gekündigt werden kann?

Ich weiß, dass ich das Anerkennungsjahr und die Kolloquiumsprüfung nicht beenden kann und es ein Jahr nach der Geburt wiederholen muss. Am liebsten würde ich einfach weiter arbeiten, bis ich körperlich nicht mehr kann. Muss ich das gesamte Jahr wiederholen, oder werden mir bisherige Stunden angerechnet?

Und zuletzt, mit welchem Einkommen berechne ich das Elterngeld? Mit dem „Einkommen“ das ich im Mutterschutz erhalte?

Am Rande: Ich bin in einer über fünfjährigen Beziehung mit meinem Partner und trotz der fehlenden Planung ist das Kind willkommen. Wir haben uns ein Kind gewünscht, nur zu einem späteren Zeitpunkt.

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3. Oktober um 18:39
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Vielleicht wartest du erstmal einige Wochen, solange es dir gut geht und du es verheimlichen kannst. 50% der ss werden ja vorzeitig natürlich beendet. Wenn dein Wurm bleibt, kannst du später wiederholen, sollte es, warum auch immer, nicht bleiben, machst du weiter. Hört sich hart an, ist aber nicht so gemeint. Sondern eher sachlich. 

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3. Oktober um 19:03
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In Antwort auf waldmami

Vielleicht wartest du erstmal einige Wochen, solange es dir gut geht und du es verheimlichen kannst. 50% der ss werden ja vorzeitig natürlich beendet. Wenn dein Wurm bleibt, kannst du später wiederholen, sollte es, warum auch immer, nicht bleiben, machst du weiter. Hört sich hart an, ist aber nicht so gemeint. Sondern eher sachlich. 

Lass zu allererst deinen Immunstatus prüfen. Viele haben keinen Cytomegalieschutz und dieser kann auch nicht geimpft werden. Solltest du keinen Schutz haben, kannst du auf gar keinen Fall arbeiten. Das wäre echt leichtsinnig. Cytomegalie kann zu Behinderungen beim Ungeborenen führen und du selber merkst nix in der Schwangerschaft, wenn du dich damit ansteckst.
Wenn du es dem AG mitteilst und es direkt BV gibt, ist das nicht schlimm. Du bekommst dein volles Gehalt weiter!! Also bist finanziell abgesichert.
Es bringt eh nichts, dass du schwanger arbeitest, wenn du dann das Anerkennungsjahr nicht abschließen kannst.
Übrigens muss dein AG die Richtlinien einhalten und ein BV dann ausstellen. Dieses wird er machen, denn er will auf keinen Fall rechtlich gesehen für irgendwas haftbar gemacht werden wie z.B. Behinderungen aufgrund Röteln, CMV oder betreutes Kind tritt in den Bauch etc. 
Also...alles halb so wild. Du bekommst Gehalt weiter, dann natürlich nur Elternzeitgeld und dann kannst dein Anerkennungsjahr machen. Allerdings würde ich mich da erkundigen ob du das Vollzeit machen musst...oder ob es Alternativen gibt. Vollzeit mit zusätzlichen Prüfungen,  sehr viel Schriftkram und Planung....mit Baby...wird verdammt hart. Ich fand das Anerkennungsjahr ist ja an sich schon echt anstrengend. 

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4. Oktober um 8:28
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In Antwort auf ning_18663529

Ich fühle mich zur Zeit ein wenig aufgeschmissen. 
Ich habe eine zweijährige Fachschulausbildung zur Facherzieherin hinter mir und im August erst mit dem Anerkennungsjahr angefangen. Kurz und knapp, ich (23) bin schwanger (5SSW) und habe jetzt Sorge wegen meinem Lebensunterhalt im Anerkennungsjahr. 

In der Einrichtung in der ich bin, wird ein sofortiges Beschäftigungsverbot ausgesprochen, sobald eine Schwangerschaft bekannt wird aufgrund möglicher Krankheiten von Müttern mit ihren Kleinkindern. Mir steht bevor dies meinem Arbeitgeber mitzuteilen, was nicht schön wird, da ich erst so kurz in der Einrichtung bin.

Bisher hatte ich nur zwei Monatsgehälter, diese durch drei geteilt für das Mutterschutzgeld, da ich zuvor kein Einkommen hatte wegen der Schulausbildung macht ca 730€ mtl.  

Das ist wenig, in wie weit kann dieses Geld aufgestockt werden? 

Erhalte ich, da ich in einem Ausbildungsverhältnis stehe weiterhin Kindergeld? 

Ist es richtig, dass ich in diesem Ausbildungsverhältnis trotz sechsmonatiger Probezeit nicht gekündigt werden kann? 

Ich weiß, dass ich das Anerkennungsjahr und die Kolloquiumsprüfung nicht beenden kann und es ein Jahr nach der Geburt wiederholen muss. Am liebsten würde ich einfach weiter arbeiten, bis ich körperlich nicht mehr kann. Muss ich das gesamte Jahr wiederholen, oder werden mir bisherige Stunden angerechnet? 

Und zuletzt, mit welchem Einkommen berechne ich das Elterngeld? Mit dem „Einkommen“ das ich im Mutterschutz erhalte? 

Am Rande: Ich bin in einer über fünfjährigen Beziehung mit meinem Partner und trotz der fehlenden Planung ist das Kind willkommen. Wir haben uns ein Kind gewünscht, nur zu einem späteren Zeitpunkt.

Beschäftigtigungsverbot = volles Gehalt

Schwangerschaft = Probezeit entfällt,  du bist durch das Mutterschutzgesetzt geschützt.

Elterngeld wird ab Geburt durch die Einnahmen der letzten 12 Monate berechnet.

Dir steht in der Ausbildung auch dein Kindergeld zu, bis 25 Jahre.

Aufstocken kann man beim Hartz 4 Amt. 
Da wird geprüft ob du Anspruch hast,  oder dein Gehalt ausreicht. 
Es gibt auch im Internet Seiten mit "Hartz 4 Rechner" kannst ja mal dort prüfen,  ob du überhaupt in Frage kommst. Wenn du mit dein Freund zusammen lebst muss du sein Gehalt auch angeben. 

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4. Oktober um 20:26
In Antwort auf nadu2.0

Beschäftigtigungsverbot = volles Gehalt

Schwangerschaft = Probezeit entfällt,  du bist durch das Mutterschutzgesetzt geschützt.

Elterngeld wird ab Geburt durch die Einnahmen der letzten 12 Monate berechnet.

Dir steht in der Ausbildung auch dein Kindergeld zu, bis 25 Jahre.

Aufstocken kann man beim Hartz 4 Amt. 
Da wird geprüft ob du Anspruch hast,  oder dein Gehalt ausreicht. 
Es gibt auch im Internet Seiten mit "Hartz 4 Rechner" kannst ja mal dort prüfen,  ob du überhaupt in Frage kommst. Wenn du mit dein Freund zusammen lebst muss du sein Gehalt auch angeben. 

Das hat mir weitergeholfen , kannst du mir bei zwei weiteren Fragen helfen die mir noch unklar sind?

Volles Gehalt obwohl ich keine drei Monatsgehälter erhalten habe. Wegen der Berechnung des Mutterschaftsgeldes?

Wird denn das Mutterschaftsgeld, welches ich während dem Beschäftigungsverbot erhalte als Einkommen für die Berechnung des Elterngeldes anerkannt?

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4. Oktober um 20:29
In Antwort auf waldmami

Vielleicht wartest du erstmal einige Wochen, solange es dir gut geht und du es verheimlichen kannst. 50% der ss werden ja vorzeitig natürlich beendet. Wenn dein Wurm bleibt, kannst du später wiederholen, sollte es, warum auch immer, nicht bleiben, machst du weiter. Hört sich hart an, ist aber nicht so gemeint. Sondern eher sachlich. 

Ach du meine Güte, 50% gehen ab? Ich wusste nicht das die Wahrscheinlichkeit so hoch ist. 

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4. Oktober um 23:54
In Antwort auf ning_18663529

Das hat mir weitergeholfen , kannst du mir bei zwei weiteren Fragen helfen die mir noch unklar sind?

Volles Gehalt obwohl ich keine drei Monatsgehälter erhalten habe. Wegen der Berechnung des Mutterschaftsgeldes?

Wird denn das Mutterschaftsgeld, welches ich während dem Beschäftigungsverbot erhalte als Einkommen für die Berechnung des Elterngeldes anerkannt?

Bitte gerne.

Volles Gehalt bekommst du wegen des Beschäftigtigungsverbot 's. 

Elterngeld wird aus den letzten 12 Monaten berechnet.  Das heisst also bei dir aus 11 Gehältern. 

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5. Oktober um 18:24
In Antwort auf nadu2.0

Bitte gerne.

Volles Gehalt bekommst du wegen des Beschäftigtigungsverbot 's. 

Elterngeld wird aus den letzten 12 Monaten berechnet.  Das heisst also bei dir aus 11 Gehältern. 

Ich danke 

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8. Oktober um 12:46
In Antwort auf ning_18663529

Ach du meine Güte, 50% gehen ab? Ich wusste nicht das die Wahrscheinlichkeit so hoch ist. 

Da sind aber schon die Schwangerschaftten mit eingerechnet, die Frauen gar nicht bemerken. Also wenn es zur Befruchtung aber gar nicht zur Einnistung kommt. Da bist du ja schon drüber raus! Also mach dir nicht zu viele Sorgen!!!

Ich habe übrigens eine Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht und habe jetzt gerade mit der Ausbildung zur Erzieherin begonnen - und zack: schwanger! Ich habe morgen mein Gespräch mit der Schule, um mal zu sehen, was man da jetzt machen kann. 

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