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Schwanger, der Vater will das Kind nicht und meldet sich nicht mehr - bitte um Erfahrung und Rat

8. Juli 2014 um 17:13 Letzte Antwort: 10. Juli 2014 um 8:14

Hallo Zusammen,

Ich bin in der 7. SSW. Es war ungeplant, aber ich habe mich über die Schwangerschaft gefreut und dachte alles wird gut. Den Vater kenne ich seit 10 Jahren, zwischen uns hat es immer geknistert und nun hatten wir vor 3 Monate eine Affäre angefangen.

Ich habe ihn gesagt, dass ich die Pille nicht nehme weil ich diese 13 Jahre genommen habe und Angst habe, dass mein Körper nicht mehr normal wird, falls ich mal Kinder möchte.

Nun ist es passiert. Ich dachte es wäre kein Problem, da er mich lieb, einen Job hat, ich kurz vor meinem Bachelor Abschluss stehe und sobald das Kind groß genug ist,
ich meinen Master mache und dann auch arbeitstätig werde.

Aber es ist ganz anders gekommen. Er hat die Panik bekommen, meinte er wurde alles verlieren und er musst Unterhalt zahlen und verliert seine Familie. Er kann nicht für das Kind da sein, weil durch sein Job er immer im Ausland ist. Er meint die Sache macht ihn so kaputt, dass er nicht mal mehr sein Job machen kann. Er ist so am Ende und bittet mich abzutreiben. Zu einem späteren Zeitpunkt wenn ich mein Master habe und er nicht mehr so oft ins Ausland muss, können wir Kinder haben. Aber nicht jetzt.

Mittlerweile schreiben wir nicht mehr und es herrscht Stille. Als letztes schrieb er mir - Es tut ihn alles so leid.
Ich bin sehr traurig und nachts kann ich kaum schlafen. Meine Bachelorarbeit bleibt liegend weil ich kaum mich noch konzentrieren mann. Ich mache mir große Sorgen über die Zukunft.

Nun stehe ich vor der Entscheidung Kind behalten oder Kind abtreiben.

Ich möchte das Kind eigentlich nicht abtreiben, aber ich frage mich wirklich ob ich das schaffe. Ich sehe viele Alleinerziehende, die es sehr schwer haben. Ich habe sehr viel Respekt davor und meinte immer, ich wurde das nie schaffen, was sie leisten.

Finanziell wurde ich erstmal ins Sozialhilfe rutschen, da ich nach meinem Abschluss mit ein Babybauch kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe.

Meine Familie und Freunde sind gegen das Kind. Sie meinen bei eine Abtreibung wurde ich psychisch und körperlich sehr leiden, aber nur kurz, auf lange Sicht wäre es ohne Kind besser für mich.

Meine Frauenärztin meint, es gib viele Unterstützung für Alleinerziehende, aber wie ich sehe, stehen mir dann mit Sozialgeld nur (391+226) 617+ Miete pro Monat für Kind und mich zu Verfügung.

Als Studentin hatte ich sogar mehr.

Ich bin hin und her gerissen. Möchte das Kind, aber ob ich das körperlich, geistig, finanziell schaffe?

Bitte um Erfahrung und Rat.






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8. Juli 2014 um 17:20

..
Ohje du Arme..
Also wie ich es richtig verstehe und auch aufnehme möchtest du das Kind.. Damit hat sich deine Frage doch schon bestätigt.
Natürlich wird es nicht einfach sein, aber das Baby ist ein Geschenk und das schönste der Welt. Dir wird noch ein wenig mehr zustehen. Stellen wie ProFamilia geben dir vernünftige Auskunft und davon kann man auch überleben. Ausserdem kommt es nicht auf die finanzielle Lage an, dass Baby brauch Liebe und das bedeutet mehr als Geld.
Treibe nicht ab so wie du schreibst wird es dich sehr traurig machen.

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8. Juli 2014 um 17:20

Keine erfahrung
aber man sollte nicht so einfach abtreiben.. vorallem nicht, wenn er "verspricht" dass man in x jahren zusammen haben kann.. Wer sagt, dass ihr dann noch zusammen seid?
Wie oft hat man schon gehört und gelesen, dass die männer trotz solcher versprechen doch auf einmal kein kind haben wollen..

Höre ganz allein auf dich.. Du freust dich auf die Schwangerschaft und das Baby, ich glaube nicht, dass du eine abtreibung verkraften würdest..

"Sie meinen bei eine Abtreibung wurde ich psychisch und körperlich sehr leiden, aber nur kurz, auf lange Sicht wäre es ohne Kind besser für mich."
Das ist totaler quatsch.. woher wollen die denn wissen, dass du nur kurz "leidest"? Wie viele bereuen noch im Hohen Alter die Abtreibung, die sie mal vorgenommen haben...

alleinerziehend mag zwar nicht einfach sein, aber es ist auch nicht unschaffbar.. erkundige dich bei caritas, pro famila etc. es gibt genug anlaufstellen...

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8. Juli 2014 um 17:37

Ich bin hin und her gerissen
Ich wäre sehr traurig wenn ich es abtreiben müsste.

Alleinerziehend schaut für mich aus wie ein Berg. Meine Beste Freundin meint, ich würde das Kind damit nichts gutes tun. Es wurde benachteilig sein und ich bin keine Power Frau, die alleinerziehung schafft. Ich bin auch hier ohne Vater und Mutter. Was passiert mit dem Kind wenn ich krank werde?

Ich habe mir bereits einen Termin bei eine Beratungsstelle geholt. Freitag gehe ich hin. Aber das alles lässt mich nicht zu Ruhe kommen.

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8. Juli 2014 um 17:57


Gut das du dir ein Termin geholt hast. Über sowas musst du dir keine Gedanken machen. Es kann immer etwas sein. Diese Ängste sind normal aber du würdest es schaffen.

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8. Juli 2014 um 18:06
In Antwort auf anca_12672461

Ich bin hin und her gerissen
Ich wäre sehr traurig wenn ich es abtreiben müsste.

Alleinerziehend schaut für mich aus wie ein Berg. Meine Beste Freundin meint, ich würde das Kind damit nichts gutes tun. Es wurde benachteilig sein und ich bin keine Power Frau, die alleinerziehung schafft. Ich bin auch hier ohne Vater und Mutter. Was passiert mit dem Kind wenn ich krank werde?

Ich habe mir bereits einen Termin bei eine Beratungsstelle geholt. Freitag gehe ich hin. Aber das alles lässt mich nicht zu Ruhe kommen.

Babyforum
Frag doch mal im babyforum nach erfahrungen. Dort sind auch alleinerziehende

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8. Juli 2014 um 18:06

Danke für die Ermutigung
Wow, ich habe wirklich großen Respekt vor sowas.

Meine Mutter war leider das Gegenteil, mir ging es sehr schlecht und oftmals wünschte ich, sie hätte mich bei Papa gelassen oder damals abgetrieben.

Meine größte Angst ist, dass ich so überfordert werde und wie meine Mutter werde. Es gab kein einzigen ruhigen Tag bei uns bis ich auszog.

Ich surfe ganze Zeit im Internet und lese durch welche Unterstützung ich bekommen kann.

Innerlich wünsche ich mir so sehr das das ungeborene einen Vater hat. Zum mindesten der Vater sich für das Kind interessiert.

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8. Juli 2014 um 18:51

Wird es?
Ich habe an Online Beratung von pro Familia geschrieben.

Lese oft, dass alleinerziehung sehr hart ist, aber man schafft es.

Ich würd gerne einen Tagesablauf einer Alleinerziehende wissen. Und was macht man wenn das Kind nicht hört, nicht aufhört zu weinen oder bockig wird?

Den Vater des ungeborenen kann ich wohl vergessen...

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8. Juli 2014 um 19:05
In Antwort auf anca_12672461

Wird es?
Ich habe an Online Beratung von pro Familia geschrieben.

Lese oft, dass alleinerziehung sehr hart ist, aber man schafft es.

Ich würd gerne einen Tagesablauf einer Alleinerziehende wissen. Und was macht man wenn das Kind nicht hört, nicht aufhört zu weinen oder bockig wird?

Den Vater des ungeborenen kann ich wohl vergessen...


Wie unten schon geschrieben, frag mal im babyforum nach. Da sind auch alleinerziehende

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8. Juli 2014 um 21:36

Du willst
das Kind eigentlich nicht abtreiben, dann bekomme das Kind. Denn es geht um niemand anders als um Dich. Das Kind wächst in Dir heran. Eine Abtreibung für andere lohnt sich nicht.
Du wirst es schaffen, denn wir wachsen mit und an unseren Aufgaben
VLG Yankho

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8. Juli 2014 um 21:37

...
Ich glaube, es ist unmöglich, einem anderen Menschen in so einer Situation einen guten Rat zu geben. Nur du weißt letztendlich, ob oder wie gut du eine Abtreibung verkraften kannst.

Aber wenn ich eine wichtige Erfahrung im Leben gemacht habe, dann die, dass Angst ein sehr schlechter Ratgeber ist. Ich lese aus deinem Text heraus, dass dich eigentlich nur die Angst, es nicht oder nicht gut zu schaffen, davon abhält, Ja zu diesem Kind zu sagen. Wen du dich eigentlich irgendwo tief in dir drin über die Schwangerschaft freust und nur jede Menge "was wäre wenn..." dich an einen Abbruch denken lassen, dann könnte es schon sein, dass dir so eine Entscheidung irgendwann einmal leid tun wird. Zumindest bin ich überzeugt, dass es mir so gehen würde.

Eine Schwangerschaft, auch wenn sie geplant und gewünscht ist, ist immer ein Sprung ins Ungewisse und letztendlich weiß keine werdende Mutter, ob sie mit dem Kind über ihre persönlichen Grenzen hinausgehen muss.

Ich bin jetzt zum zweiten Mal schwanger und da ich ein Mensch mit großem Sicherheitsbedürfniss und einem Hang zum Grübeln bin, liege ich oft nachts wach und frage mich, wie um alles in der Welt ich zwei kleinen Menschen gerecht werden soll, obwohl ich nicht alleinerziehend bin und familiären Rückhalt habe.

Was, wenn das Baby ein anspruchsvolleres Kind als mein Erstes, ein Schreikind ist? Was, wenn es krank oder behindert auf die Welt kommt? Was, wenn das Große, was bisher ein fröhlicher, unkomplizierter Mensch ist, nicht mit der kleinen Konkurrenz zurechtkommt?

Aber ich weiß auch noch, dass ich mir in der ersten Schwangerschaft ebensoviele Gedanken gemacht habe und als das Baby erstmal da war, sich vieles einfach ganz von selbst ergeben hat und jedes Problem irgendwie lösbar war.

Natürlich ist deine Situation ungleich schwieriger als meine, aber ich bin überzeugt, dass eine Frau eine Abtreibung nur dann gut verkraftet, wenn irgendwo in ihr drin eine Stimme sagt "Nein, ich möchte dieses Kind jetzt in dieser Situation nicht bekommen". Wenn die Stimme "Ich würde ja gerne, aber das und das spricht dagegen" sagt, dann glaube ich, dass ein Abbruch nicht wirklich gut zu verkraften ist.

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8. Juli 2014 um 22:14

Danke für die Antworten
Ich bin auch jemand der Sicherheit, Plan und Struktur im Leben bevorzugt.

In meine Familie haben alle Alleinerziehende Frauen kein gutes Mutter-Kind-Verhältnis und sind sehr überfordert.
Daher wollte ich nie alleinerziehend werden.

Aber ich bin jetzt schwanger und wegen Zweifel es abzutreiben ist auch nicht richtig...aber es zu behalten, ohne Vater und kein gutes Leben ist irgendwie unverantwortlich...

Dieses "was wäre wenn" trifft es genau.
Ich liege auch wach im Bett und frage mich ob ich eine gute Mutter sein kann.

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8. Juli 2014 um 23:01
In Antwort auf anca_12672461

Danke für die Antworten
Ich bin auch jemand der Sicherheit, Plan und Struktur im Leben bevorzugt.

In meine Familie haben alle Alleinerziehende Frauen kein gutes Mutter-Kind-Verhältnis und sind sehr überfordert.
Daher wollte ich nie alleinerziehend werden.

Aber ich bin jetzt schwanger und wegen Zweifel es abzutreiben ist auch nicht richtig...aber es zu behalten, ohne Vater und kein gutes Leben ist irgendwie unverantwortlich...

Dieses "was wäre wenn" trifft es genau.
Ich liege auch wach im Bett und frage mich ob ich eine gute Mutter sein kann.

...
Ach Mensch, ich kann deine Sorgen und Zweifel gut verstehen. Ich möchte sie auch nicht kleinreden oder dich überzeugen, weil ich sicher bin, dass am Ende nur du weißt, was richtig für dich ist.

Aber trotzdem bin ich überzeugt, dass ein Kind auch mit einem Elternteil glücklich aufwachsen kann. Ich kenne viele Menschen, Erwachsene und Kinder, die entweder völlig ohne Vater oder nach eine Trennung mit einem Wochenendvater aufwachsen. Es ist ein anderes Lebensmodell, bestimmt oft schwierig und herausfordernd, aber es ist nicht verantwortungslos, so zu leben.

Und ich bin überzeugt, dass du eine gute Mutter sein wirst. Keine perfekte, aber die braucht auch kein Kind, sondern eine die als erstes überlegt, was das Beste für ihr Kind ist. Du klingst hier, bei aller Angst, reflektiert und nachdenklich und ich denke, diese Eigenschaften werden dir helfen, die Fehler deiner Mutter nicht zu wiederholen.

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9. Juli 2014 um 1:18

Hallo
Wow, ich muss als erstes echt mal alle Mädels hier loben für die schönen antworten.
Finde es klasse wie ihr versucht zu helfen.
(normal eskalieren solche threads immer)

Ich würde dir das gleiche raten wie alle hier.
Wie du schreibst möchtest du das Baby, also bekomm es auch.

Zwar bin ich nicht alleinerziehend, aber mein freund ist jeden Tag von morgens bis abends gegen neun arbeiten (Gastronomie halt), er hat im Sommer keinen Tag frei, also ist es wie alleinerziehend sein.
In der Schwangerschaft hatte ich furchtbare angst das alles nicht zu schaffen.
Und ja, in den ersten drei Monaten war ich auch mal überfordert und zu stolz um mir Hilfe zu holen, aber trotzdem habe ich es gut hin bekommen.
So lange du deinem Kind liebe gibst, kannst du gar keine schlechte Mama sein.
Für dein Baby wirst du immer die beste Mama auf der Welt sein.

Ich weiß, es wird dir nicht helfen, aber diese ganzen Ängste sind normal.
Am Anfang machst du dir sorgen ob du das schaffen kannst, dann hoffst du die ersten drei Monate zu überstehen.
Wenn die überstanden sind kommt plötzlich die angst vor der Geburt, danach machst du dir sorgen ob das Kind gesund ist und gehst mit jeder Kleinigkeit zum Arzt und zum Schluß kriegst du wieder angst ob das Baby dich überhaupt mag.
Eigentlich total bescheuert wie viel Zeit man mit der Angst in den Monaten vergeudet anstatt sich einfach auf sein Baby zu freuen.
Aber das sind einfach die Hormone die dich steuern.

In dir steckt mehr Kraft als du ahnst.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und hoffe du schreibst mal wie es ausgegangen ist.

Tut mir leid wegen dem langen Text.

LG

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9. Juli 2014 um 8:39

Hallo sommerkrise
ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, aber ich kann dir sagen ich habe das Gleiche durch Kurz zu meiner Geschichte:

Mit 23 Jahren wurde ich von meinem Exfreund schwanger, den ich damals immer noch liebte und wo sich gerade mehr entwickelte sodass auch wieder eine Beziehung im Raum stand. Als ich schwanger wurde kam er damit überhaupt nicht klar, wollte eine Abtreibung und ging auf die Barrikaden.

Ich wuchs behütet auf, weißt du. Hatte gerade ein Jahr zuvor mein Abitur gemacht und befand mich mitten im Jurastudium. Das meinen Eltern zu sagen, war schon mal elends hart. Mein Papa fiel aus allen Wolken, dass sein Prinzesschen schwanger ist und empfahl mir ebenso abzutreiben, weil ich doch noch so viel vor mir hatte. Meine Mama und meine Schwester dagegen (meine SIS ist 13 Jahre älter als ich, Halbschwester) waren strikt dagegen. So war auch ich hin und hergerissen, weil tief in mir drinnen, wusste auch ich, dass ich eine Abtreibung eigentlich weder wollte noch wohl auf Dauer verkraften könne. Vor dieser Alleinerziehung ging auch mir echt die Titanic.

Ich entschied mich also dafür und klar Schwangerschaft mit Liebeskummer versalzen, alles alleine ohne Vater, war auch echt hart. Studium war natürlich auch erstmal auf Eis, blieb mir noch mein Nebenjob als Bedienung, welcher mich ablenkte und welchen ich auch ausübte bis kurz vor der Geburt.

Meine Familie stand dann aber geschlossen hinter mir. Bei der Geburt, kam dann schlussendlich auch mein Papa aus den Puschen und heute (fast 7 Jahre später) vergöttert er seine Enkelin, wie eine zweite Tochter.

Ich hatte ab Geburt an, dann meine Familie neben mir. So war es möglich, dass ich ziemlich gleich nach der Geburt wieder meinen Nebenjob als Bedienung aufnehmen konnte, um dieses Gefühl auch einfach zu bekommen, dass ich nunmehr auch schauen muss Geld zu verdienen damit es meiner Kleinen an nichts fehlt. Die ersten 1 1/2 Jahre blieb ich Zuhause, war Mutter und eben Bedienung.

Der Kontakt mit dem Vater brach komplett ab, er war dann auch in einer neuen Beziehung. Vaterschaftstest + Anerkennung liefen übers Gericht (über das Jugendamt), weil er sich weigerte anzuerkennen. In der Summe kann man sagen die ersten 2 Lebensjahre seiner Tochter interessierten ihn nicht die Bohne.

Im 2. Lebensjahr war mir dann natürlich auch klar, dass ich einen Abschluss brauche. Ein weiteres oder eine Wiederaufnahme vom Studium kam für mich nicht in Frage, denn dann hätte ich noch einmal 3 Jahre verloren mindestens und dann einen "Abschluss" nur im Grundstudium. Weißt ja selbst wie ein "Bachelor" bewertet wird.

So verband ich mein Interesse Recht bzw. Jura mit einer Ausbildung und landete als Azubinchen für eine Rechtsanwaltsfachangestellte sofort bei einer großen Kanzlei. Diese Ausbildung habe ich komplett durchgezogen mit der Unterstützung meiner Eltern. Verkürzt auf 2 Jahre, super Abschluss hingelegt, da mir Recht einfach sehr liegt und ich kaum lernen musste und in meiner Arbeitszeit, hatten meine Eltern die Kleine. Ab 1 1/2 Jahre ging sie bis 12 Uhr in den Kindergarten, mein Papa ist Postbeamter kam also bis spätestens 12 Uhr nach Hause und holte und betreute sie bis ich nach Hause kam.

Negativer Effekt ist natürlich, dass meine Eltern nicht dieses typische Oma/Opa Verhältnis hatten, weil sie sie die meiste Zeit am Tag hatten. Aber ich war darauf angewiesen bzw. vereinfachte es einfach vieles, sie habens gerne gemacht und ich bin ihnen noch heute dankbar.

Als ich meinen Abschluss 2012 fertig hatte (sie war dann gerade 4 Jahre) war ich bereit für den nächsten Schritt, nämlich loseisen von meinen Eltern und selbstständig für meine Tochter sorgen. Hatte derweil auch einen neuen Top Partner mit dem ich dann zusammenzog und mich mit Kind akzeptierte und liebte (heute ist sie für ihn auch schon wie ein Töchterchen). Wir sind immer noch zusammen und erwarten nunmehr auch Nachwuchs
Ich arbeitete Vollzeit dann als Rechtsanwaltsfachangestellte bis 17 Uhr und meine Tochter hat einen Kindergartenplatz von 7:30 Uhr - 17 Uhr bekommen. Das geht prinzipiell von 3 Jahre an, dass du sie solange drin lassen kannst.

Meine Eltern sind über die letzten 2 Jahre auch wieder an den richtigen Platz im Leben meiner Tochter gerückt, nämlich Oma und Opa, wo sie mal in den Ferien ist, mehr aber auch nicht. Mama war immer ich, da ich auch während meiner Ausbildung wert darauf legte, trotz allem immer für sie da zu sein, wenn sie krank war oder ich eben einfach Abends nach Hause kam, sofort geholt.

Der Vater hatte sich nach 2 Jahren iwie einbekommen, denn ab da suchte er den Kontakt und hält ihn heute noch. Zahlt seinen Unterhalt und ruft regelmäßig an bzw. hat sie auch in den Ferien regelmäßig. Aber ich bin über ihn hinweg, sein Privatleben interessiert mich nicht mehr die Bohne und wir haben mittlerweile auch ein recht gutes Verhältnis.

Ich war also nicht diese typische Alleinerziehende, die komplett alles selbst managen musste (das bin ich erst seit 2 Jahren, weil mein Lebenspartner sich in Belange meiner Tochter nicht einmischt sondern mir da nach wie vor den Lenker lässt).

Ich kann dir daher nur sagen, steckt den Kopf nicht in den Sand, es geht alles irgendwie. Wenn deine Eltern jetzt noch sagen, du spinnst ja... die halten den Krümmel das erste Mal im Arm und die drehen sich um 180 Grad glaubs mir Auch Freundinnen von mir, Cousine, Schwester usw... alle haben immer angeboten, wenn irgendwann mal was ist und ich eine Betreuung brauche solle ich nur Bescheid geben.

Es tat sich in der Zeit soviel auf, das ging über "Lass uns eine WG machen, ich bin ja als Studenten flexibel und kann aufpassen" (natürlich gegen ein kleines Entgelt) bis zu meiner besten Freundin, die zeitgleich schwanger war, die bereit war, da sie eh Zuhause war (Mann Vollzeitarbeit), beide Mädels unterm Tag zu nehmen. Ich wäre also auch nicht nur auf meine Eltern angewiesen gewesen. Jugendämter stellen Tagesmütter zur Verfügung, wie gesagt ab 1 1/2 Jahren kann er/sie in den Kindergarten usw.

Du lernst andere Mütter (auch Alleinerziehende) über den Kindergarten kennen, die ständig fragen ob deine Tochter mal zu ihnen kann usw...

Als Alleinerziehende darfst du auch echt offen für alles sein. Ziehe dich nicht zurück und sei stur und sag dir ich pack alles alleine. Du wirst auch wieder einen Lebenspartner irgendwann haben auf den du dich verlassen kannst und der dich mitsamt Kind haben möchte Versteif dich nicht auf den einen Idioten.

Und wenn du mal ehrlich bist ist jede Frau als Mama iwo ein Stückchen "alleinerziehend", denn mir kann keine Frau erzählen dass ihr Mann Abends nach Hause kommt und sofort ins Familienleben einsteigt. Wenn der Mann bis Abends arbeitet, wer muss Kind von der Schule/Kiga abholen? Die Mama. Wer muss Hausaufgaben machen? Mama. Wer muss kochen? Die Mama. Wer schmeißt den Haushalt weitgehend alleine. Die Mama. Wer kümmert sich um den ganzen Kram, den Kinder brauchen (Klamotten, Spielzeug, Schulsachen, Brotzeit usw) - auch die Mama.

Der grundlegende Unterschied zur Gemeinschaft ist für mich fast ausschließlich nur bemerkbar, weil du als Alleinerziehende eben schauen musst, dass du Arbeit und Kind unter einen Hut bringst (Halbtagsjob reicht halt leider auf Dauer nicht) ohne Partner.

Mach dir mal deine Gedanken aber glaubs mir - nicht alles ist pechschwarz

LG

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9. Juli 2014 um 10:19

Oh Mann
Ich zitiere dich mal aus einem älteren Beitrag, weil ich dir dazu was sagen möchte. Du hast geschrieben:

"Ich wäre sehr traurig wenn ich es abtreiben müsste. Alleinerziehend schaut für mich aus wie ein Berg. Meine Beste Freundin meint, ich würde das Kind damit nichts gutes tun. Es wurde benachteilig sein und ich bin keine Power Frau, die alleinerziehung schafft."


Und das ist deine beste Freundin??? Anstatt dir den Rücken zu stärken, dich aufzubauen, dich zu unterstützen wos nur geht und dir Hilfe anzubieten, bringt sie so ein Geschwätz und das wahrscheinlich auch noch, ohne zu wissen, wovon sie redet (ich nehme mal an, sie hat weder ein Kind noch ist sie alleinerziehend)?! Da ist doch echt drauf gepfiffen!!! Klar mag es dir im Moment noch wie ein Berg erscheinen - aber wenn man etwas wirklich WILL, dann schafft man das auch! Mama sein ist nie ein Spaziergang, nicht mal mit Partner. Ich glaube aber, du schaffst das und wirst eine ganz ganz tolle Mutter, die ihrem Kind jede Menge zu bieten hat. Und überhaupt hat doch jede Mutter ihrem Kind etwas zu bieten: Liebe, Nähe, Geborgenheit - und noch so vieles mehr.

GLAUB AN DICH, DU SCHAFFST DAS!

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9. Juli 2014 um 11:06

Wow
Ich staune, weil ich noch nie eine Geschichte gelesen habe, wo das mit Alleinerziehung alles gut geht.

Nun ja bei mir werden Eltern nicht da sein. Zu meine Mutter habe ich kein Kontakt nach dem ich auszog. Sie wäre auch kein guter Umgang für das Kind. Mein Vater ist ein halben Erdkreis entfernt mit eine neue Familie. Ich habe weder Großeltern noch Geschwister. Meine Cousine, die Einzige, die ich hier habe, hat mir bereits gesagt, dass ich das allein machen musst, da sie selbst Kind, Mann und Job hat.

Meine beste Freundin kommt gar nicht in Frage. Sie wurde nicht mal auf meine Katze für 3 Tage aufpassen.

Ich stehe so ziemlich alleine da. Jobben kann ich erst wenn das Kind ein Kindegartenplatz hat.

Der Vater ist wirklich ein Seemann. Momentan ist er am Land und meldet sich nicht mehr. Ob er sich nach Jahren fängt bezweifele ich. Seine Unterhaltzahlung sowie Kindergeld wird mit Sozialhilfe verrechnet, sodass ich Unterstrich genau so viel fürs Kind habe wie ein Harzt 4 Empfänger.

Ich habe mich wirklich sehr sehr gefreut über die Schwangerschaft. Am Anfang hatte ich das Gefühl alles wird gut. Ich bleibe die ersten 2 Jahre zu hause und bin nur Mama, aber es kristallisiert raus, dass das Einzige was ich das Kind geben kann, ist Liebe und Zuneigung. Finanziell wird es immer knappt sein und Familien und Vater nicht da sein. Und wenn ich auch noch Depression bekomme, wäre es für das Kind eine große psychische Belastung.

Auch Mütter mit Partner bekommen Probleme, das habe ich auch schon erlebt. Rückhalt der Familie wäre sehr wichtig. Aber dies habe ich nicht, das macht mir Sorgen. Falls mir was passiert und mit mir was nicht stimmt, wird das Baby niemand haben...

Bin ich unverantwortlich wenn ich es trotz diese schwierige Situation das Baby bekomme?

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9. Juli 2014 um 11:14

Du arme..
Deine Situation kommt mir ähnlich vor. Auch ich wurde ungeplant schwanger mit meinem Partner mit dem ich fast 4 Jahre zusammen war bzw bin. Er wollte unbedingt, dass ich abtreibe, sonst wird er mich verlassen. Meine Familie hat mir gesagt, die werden mir beistehen, egal was ich entscheide. Seine dagegen war auf seiner Seite. So sind unsere Wege für kurze Zeit auseinander gegangen. Er wollte seinen Willen durchsetzen, merkte aber das mir das Kind wichtiger ist, ich es ernst meine und hat sich nach ner Zeit gemeldet, es bereut und jetzt freut er sich sehr über die Schwangerschaft. Seine Familie übrigens auch. Treibe niemals dein Kind ab, was du selbst möchtest für einen Mann. Das könnte dich zerstören. Und falls er wirklich geht und es durchzieht, dann weisst du wenigstens du konntest nie auf ihn zählen und hast dein Baby was dir immer ein Lächeln im Gesicht zaubert. Ich bin mir sicher, dass wenn du wirklich hinter deiner Entscheidung stehst, wird auch deine Familie dich unterstützen. Finanzielle Unterstützungen gibts ohne Ende, kann dir gerne sagen, wo du überall Hilfe bekommst. Falls du reden möchtest, kannst mir gerne schreiben. Viel Kraft wünsche ich dir!!

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9. Juli 2014 um 23:34

Neuigkeiten
Ich habe von Vater gehört, er möchte am Freitag mit mir reden. Aber es hört sich so an als ob er einen Schlussstrich ziehen möchte. Ob wir telefonieren oder treffen hat er mir nicht gesagt. Ich hab nun gemischte Gefühle.

Auch gab es heute wieder Kontra von Freunde und Familie. Ein Kind sei nicht leicht und auch wenn ich müde bin, muss ich aufstehen. Am Anfang ist es am härtesten. Meine Cousine meint, sie hätte es nie ohne Mann schaffen könnt.

Der Mann meiner Cousine meinte ob ich nicht mir noch eine Chance gäbe und vielleicht der richtige Mann kommt.

Habe heute auch nochmal mit eine Sozialarbeiterin geredet. Sie meinte zu mir, dass Sie mich sehr alleine sieht. Wollen, aber wo soll die Kraft herkommen.

Alle sind dagegen. Ich stelle mir das Szenario vor wenn ich abtreibe. Ich werde auf jeden Fall nicht leicht darüber hinweg kommen.

Nun bin ich ziemlich nervös, Freitag steht Schwangerschaftberatung an und der Vater des Kindes meldet sich.

Erwarten kann ich nicht viel, aber mir schwebt dauern in Kopf, was wird auf mich zu kommen?

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10. Juli 2014 um 7:06
In Antwort auf anca_12672461

Neuigkeiten
Ich habe von Vater gehört, er möchte am Freitag mit mir reden. Aber es hört sich so an als ob er einen Schlussstrich ziehen möchte. Ob wir telefonieren oder treffen hat er mir nicht gesagt. Ich hab nun gemischte Gefühle.

Auch gab es heute wieder Kontra von Freunde und Familie. Ein Kind sei nicht leicht und auch wenn ich müde bin, muss ich aufstehen. Am Anfang ist es am härtesten. Meine Cousine meint, sie hätte es nie ohne Mann schaffen könnt.

Der Mann meiner Cousine meinte ob ich nicht mir noch eine Chance gäbe und vielleicht der richtige Mann kommt.

Habe heute auch nochmal mit eine Sozialarbeiterin geredet. Sie meinte zu mir, dass Sie mich sehr alleine sieht. Wollen, aber wo soll die Kraft herkommen.

Alle sind dagegen. Ich stelle mir das Szenario vor wenn ich abtreibe. Ich werde auf jeden Fall nicht leicht darüber hinweg kommen.

Nun bin ich ziemlich nervös, Freitag steht Schwangerschaftberatung an und der Vater des Kindes meldet sich.

Erwarten kann ich nicht viel, aber mir schwebt dauern in Kopf, was wird auf mich zu kommen?

AUCH das kannst du nicht
sagen, ob es hart wird! Da ist jedes Baby unterschiedlich. Meine beste Freundin, die stillte die ersten Wochen, hatte Megastress und schlaflose Nächte, weil sie eben aufgrund des Stillens schon öfters füttern musste... sie hat dann nach 1 1/2 Monaten Flasche über Nacht gemacht.

Meine Tochter wuchs als reines Flaschenkind auf und ich hatte NULL Probleme. Von Anfang an hatte sie ihren Rythmus gefunden, dass es um 22 Uhr die letzte Flasche gab bzw. sie sie brauchte und dann schlief sie mir komplett bis 6 Uhr morgens durch. Von Blähungen blieb ich auch verschont. Sie war ein sehr ruhiges, ausgeglichenes Kind und bis heute kaum krank. Heißt es erwischt sie höchstens 1-2 Jahr mit Grippe und das ist nach 2 Tagen spätestens gegessen.

Meine Schwiegermutter hat 9 Kinder. Ja Großfamilie xD Können es sich aber auch leisten, da der Schwiegervater Topverdiener ist und sie Zuhause bleiben kann. Und die sagt auch... jedes ihrer Kinder war anders. Mein Mann scheint die ersten 3 Monate mit Blähungen so zu kämpfen gehabt haben (er ist der Älteste) und das war natürlich Horror. Beim zweiten war wieder gar nichts und alles entspannt. Der eine hatte mit dem Zahnen Probleme, das andere nicht usw...

Du musst dich klar auf alles einstellen aber nichts MUSS sein

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10. Juli 2014 um 7:21
In Antwort auf anca_12672461

Neuigkeiten
Ich habe von Vater gehört, er möchte am Freitag mit mir reden. Aber es hört sich so an als ob er einen Schlussstrich ziehen möchte. Ob wir telefonieren oder treffen hat er mir nicht gesagt. Ich hab nun gemischte Gefühle.

Auch gab es heute wieder Kontra von Freunde und Familie. Ein Kind sei nicht leicht und auch wenn ich müde bin, muss ich aufstehen. Am Anfang ist es am härtesten. Meine Cousine meint, sie hätte es nie ohne Mann schaffen könnt.

Der Mann meiner Cousine meinte ob ich nicht mir noch eine Chance gäbe und vielleicht der richtige Mann kommt.

Habe heute auch nochmal mit eine Sozialarbeiterin geredet. Sie meinte zu mir, dass Sie mich sehr alleine sieht. Wollen, aber wo soll die Kraft herkommen.

Alle sind dagegen. Ich stelle mir das Szenario vor wenn ich abtreibe. Ich werde auf jeden Fall nicht leicht darüber hinweg kommen.

Nun bin ich ziemlich nervös, Freitag steht Schwangerschaftberatung an und der Vater des Kindes meldet sich.

Erwarten kann ich nicht viel, aber mir schwebt dauern in Kopf, was wird auf mich zu kommen?

Ich könnte das nicht...
... Du hast die Pille nicht genommen also gewusst, das "es" passieren kann...
Das Kind kann nichts dafür.

Ich persönlich könnte in dieser Situation nicht abtreiben.
Ich kann Deine Angst verstehen, aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit einer Adoption wenn Du tatsächlich keine Alternativen siehst.

solltest Du Dich für eine Abtreibung entscheiden, ist dieser Schritt endgültig. Den Kerl würde ich an Deiner Stelle dann aber auch nicht zurücknehmen. Auch er wusste dass Du die Pille nicht nimmst und Ihr habt im Vorfeld über Gründe und "Risiken" gesprochen.
Einen Typen der keine Verantwortung übernehmen kann und Dich dadurch zu solchen Überlegungen und ggf sogar Handlungen zwingt braucht kein Mensch. Finde ich...

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10. Juli 2014 um 8:13

Das ist eben das was ich meine
Klar sagen alle am Anfang, bist verrückt, alleine und "Hände hoch, ich will damit aber dann nichts zu tun haben, das machste schön alleine..." und wenns da ist... 180 Drehung. Die Kleinen mogeln sich wie von selbst in die Herzen

Was mich interessiert ist, warum denkst du deine Mutter wäre keiner guter Umgang? Weil sie als Alleinerziehende knabberte und du dich vernachlässigt fühltest? Ich kann dir nur raten bewerte das NICHT über.

Meine Mom zB war die "Besserverdienerin" in meiner Kinderzeit. Sie hatte einen Vollzeitjob als Abteilungsleiterin, war Ausbilderin usw... arbeitete oft bis 19 Uhr Abends. Mein Dad kam wie gesagt, mittags nach Hause. Es war also andersrum. Mein Dad machte mit uns Hausaufgaben, kochte uns was zu Essen mittags und abends, ging mit uns ins Schwimmbad, fuhr mich und meinen Bruder auf unsere jeweiligen Hobbies, zu Freunden usw.. ich hatte also wesentlich mehr Bezug zu meinem Vater als zu meiner Mama. Als ich noch jünger war, dachte ich auch immer ihr Job sei ihr wichtiger als wir. War es aber nicht. Auch meine Mama legte eine 180 Drehung hin. Enkel ist eben auch wirklich nochmal was anderes, als das eigene Kind. Den Enkel haste nicht rund um die Uhr zu versorgen, sondern er ist dann auch mal wieder bei den Eltern verstehst? Großeltern werden ist nochmal was gaaaaanz anderes und eine andere Form der Unterstützung deiner Kinder. Das ist "entspannter", wenn man so will.

Rede wenigstens mit ihr und hör dir an, was sie dazu sagt. Sie ist und bleibt deine Mutter, auch wenn sie in deiner Kinderzeit Fehler gemacht hat.

Auch meine zweite Beste Freundin zB war erstmal ne Runde geschockt. Sie ist ganz klar gegen Abtreibung, sodass ich mir hierzu zwar nichts anhören musste, aber mit 22/23 Jahren kannst du auch nicht von jedem deiner Freunde verlangen, dass die Himmelhochjauchzend rumspringen und alles schön reden. Da stehen noch andere Dinge oft mehr im Vordergrund als ein Kind zu bekommen. Heute geht das oft erst mit 28/29 Jahren los. Da gehts um Studium, Leben noch genießen, Arbeit finden usw... nicht Zuhause bleiben und Kind versorgen. Als meine Tochter da war, wurde auch diese Freundin erwärmt und hat von selbst den Kontakt zu mir und meiner Tochter immer gesucht. Und auch in einem Fall mal 2 Stunden aufgepasst Danach kam sie auch an "Oh ist die süß und wir waren spazieren und haben die Hasen angeschaut usw... jederzeit wieder."

Ich kann dir wirklich keinen Einzigen aus meinem Umfeld sagen, der meine Tochter mittlerweile nicht verdammt gerne hat oder gar mich hat hängen lassen, weil ich "seines/ihres Erachtens zu früh schwanger wurde". Seit 2 Jahren legen im Übrigen auch nacheinander meine Freunde los mit dem Nachwuchs... von daher war ich/bist du "nur" 4 Jahre voraus ^^

Prinzipiell ist es echt deine Entscheidung, aber so wie DU dich liest, würde für mich keine Abtreibung in Frage kommen und daher würd ich mein hübsches Köpfchen mal anfangen dafür einzusetzen, wie man das alles am Besten geregelt bekommt.

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10. Juli 2014 um 8:14
In Antwort auf anca_12672461

Neuigkeiten
Ich habe von Vater gehört, er möchte am Freitag mit mir reden. Aber es hört sich so an als ob er einen Schlussstrich ziehen möchte. Ob wir telefonieren oder treffen hat er mir nicht gesagt. Ich hab nun gemischte Gefühle.

Auch gab es heute wieder Kontra von Freunde und Familie. Ein Kind sei nicht leicht und auch wenn ich müde bin, muss ich aufstehen. Am Anfang ist es am härtesten. Meine Cousine meint, sie hätte es nie ohne Mann schaffen könnt.

Der Mann meiner Cousine meinte ob ich nicht mir noch eine Chance gäbe und vielleicht der richtige Mann kommt.

Habe heute auch nochmal mit eine Sozialarbeiterin geredet. Sie meinte zu mir, dass Sie mich sehr alleine sieht. Wollen, aber wo soll die Kraft herkommen.

Alle sind dagegen. Ich stelle mir das Szenario vor wenn ich abtreibe. Ich werde auf jeden Fall nicht leicht darüber hinweg kommen.

Nun bin ich ziemlich nervös, Freitag steht Schwangerschaftberatung an und der Vater des Kindes meldet sich.

Erwarten kann ich nicht viel, aber mir schwebt dauern in Kopf, was wird auf mich zu kommen?

Hallo,
Mal zum Thema was man schaffen kann: ich bin ungeplant schwanger geworden von einer monatelangen Affäre (trotz Pille!). Mir war sofort klar ich hab die gesamte Verantwortung. Glücklicherweise hat sich zwischen dem Papa und mir alles sehr positiv entwickelt. Wir leben inzwischen zusammen, planen ein zweites Kind usw.
Aber: ich war diejenige die immer(!!) Nachts aufgestanden ist. In den letzten zwei Jahren habe ich vielleicht 5 oder 6 mal bis neun geschlafen also "ausgeschlafen". Ich mache zusätzlich den gesamten Haushalt alleine und studiere seit knapp einem Jahr wieder. Und es geht. Es ist unendlich anstrengend und es hat mich oft an Grenzen getrieben, treibt es heute noch. Gerade in Prüfungsphasen. Aber es geht. Und es gibt nichts schöneres als morgens ein "Mama liebe" zu hören,nach einem anstrengenden Tag verknutscht zu werden usw. Mein Sohn gibt mir alles auf ganz andere Weise aber zigfach zurück ich bin zwar nicht allein erziehend,aber eben die Mama und da hat man automatisch mehr Verantwortung,mehr Aufgaben es wird die anstrengendste zeitintensivste Aufgabe. Aber auch die schönste und erfüllendste so geht's jedenfalls mir.
Dir wünsche ich ganz viel Kraft und Mut. Egal was du letztendlich tust. Es ist dein Kind da unter deinem Herzen. Es liegt ganz allein in deiner Hand wie du deine Zukunft jetzt gestaltest
LG

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