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Schuld an 3.FG 17. SSW, wegen zweimaliger Fruchtwsserpunktion?

17. Januar 2007 um 21:15

Im Jahr 2000 hatte ich eine Fehlgeburt in der 7. Woche (Blasenmolo), 2002 kam mein 1. Kind gesund zur Welt, dann dauerte es leider lange bis ich wieder schwanger wurde und zwar im Okt. 2005 und hatte dann in der 9. Woche wieder eine FG. Genau ein Jaht später wurde ich wieder schwanger, hatte aber von Anfang an große Probleme mit meiner Angst vor einer erneuten FG. Aber es ging alles gut und der Geburtstermin war sogar noch eine Woche früher weil sich das Kind so gut entwickelt hat. Dann hatte ich es endlich geschafft, war im 4. Monat. Kurz darauf bekam ich Blutungen und wieder furchtbare Angst, aber es war alles o.k. nur sollte ich etwas langsamer machen. Da ich dachte für Frauen ab 35 Jahren gehört es einfach dazu habe ich gesagt dass ich eine Fruchtwasseruntersuchung möchte zumal mein Mann und ich bei meiner Vorgeschichte auch Angst hatten und sicher gehen wollten. Termin war am 22.12.2006. Mein Frauenarzt machte es mit seinem Kollegen bei uns im Krankenhaus. Alle haben einen guten Ruf. Der Arzt versuchte zweimal in die Fruchtblase zu stechen aber es ging nicht.Keiner weiß warum. Die Hebamme meinte noch ich solle auf das zweitemal verzichten es gäbe doch noch andere Möglichkeiten und es besteht ja kein Verdacht auf Schäden. Mein Mutterinstinkt sagte mir das auch und ich wollte den Termin absagen, aber dann siegte die Angst und wir machten es noch einmal. Nächster Termin 28.12.2006 es hat sofort geklappt nach zehn Minuten war alles fertig. Zwei Tage später war ich krank mit Schüttelfrost, dann kamen Rückenschmerzen. 31.12.2006 war ich morgens im Krankenhaus, nur Schmerzen wegen Verstopfung, evtl. Wehen. Über Tag bekam ich Wehen und abends fuhren wir ins Krankenhaus da kamen die Wehen alle 2 min., ich kam an den Wehentropf um alles noch zu hemmen, man stellte eine starke Infektion fest und am 1.1.2007 um halb zwei nachts platzte die Fruchtblase und die Krankenschwester rief noch nicht mal den Arzt an, erst als ich auf der Toilette mein Kind verlor rief sie ihn, der mein Kind dann abnabelte und mich 4 std. später dann ausschabte. Es kam weder eine Hebamme, noch wurde ich aufgeklärt was mit meinem Kind weiter passiert. Am 15.01. wurde mir telf. von meinem Arzt mitgeteilt dass das Kind gesund gewesen wäre und ich zu den 1% gehöre die eine Infektion von der Punktion bekommen haben. Ich fühle mich so furchtbar schuldig weil ich leichtfertig das Leben meines Kindes aufs Spiel gesetzt habe. Fühle mich aber auch von den Ärzten im Stich gelassen, man versicherte mir eine zweite Punktion wäre nicht gefährlicher ich bekam nur gesagt ausruhen einen Blasensprung würde ich merken. Von Fieber, Schüttelfrost wurde nichts gesagt, dann wäre ich einen Tag früher schon zum Arzt. Hätte ich nicht im Internet gelesen wüßte ich nicht einmal dass diese Kinder bestattet werden und habe jetzt auch eine Adresse Initiative Regenbogen, was eigentlich vom Krankenhaus aus geschehen sollte. Aber die Trauer um dieses Kind ist für uns furchtbar, da wir uns die Schuld geben. Warum konnten wir es nicht einfach in Ruhe lassen. Im Moment weiß ich nicht wie es weiter gehen soll, kann mir selbst nicht in die Augen schauen. Mein Mann ist zu hause und versorgt unser Kind, da ich nicht die Kraft dazu habe. Es ist alles so furchtbar!

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17. Januar 2007 um 22:46

Hallo Sanne!
Ich habe gerade dein vortrag gelesen und bin sehr traurig was mit dir passiert ist. Ich hatte ein abort in der 12 woche und musste eine AS über mich ergehen lassen. Wo noch alles in ordnung war stand es auch im gespräch mit meine FA. bald eine Fruchtwasserpunktion durchzuführen. Sie meinte weil ich 37 bin wäre es sichere diese untersuchung zu machen. Mein Mann und Ich hatten sehr grosse angst das was schief gehen könnte. Nun auf eine seite bin ich traurig aber sehr froh das die natur von alleine erledigt hat.Es war ende 12 woche aber ich finde in diese zeitraum ist es zwar auch sehr schmerzhaft aber noch besser zu verarbeiten als bei Dir und dein Mann. Ich wünsche Dir und dein Mann ganz viel kraft um euren schiksal zu verarbeiten. Ich weiss auch das man sowas nie vergessen kann das sollte auch nicht sein aber mit der zeit wird Ihr sehen wird es euch besser gehen jeden tag ein bissien mehr. Gibt nicht auf und redet viel mit einander und schreibt weiterhin in diesen forum, das hielft unheimlich!!!! Wünsch Dir und deine Famillie viel viel kraft.Kopf hoch und gibt nicht auf

Liebe Grüsse Cecile

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19. Januar 2007 um 21:09

Manchmal
nimmt das Schicksal Wege, die wir nicht verstehen können. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Hoffnung für die Zukunft. Gib dir keine Schuld - denn zu diesem Zeitpunkt hast du das getan, was für dich richtig war. 1%! Wer will da schon glauben, dass man zu diesem Prozent gehört? Ich hätte auch nie gedacht, dass ich zu den 20% gehöre, die ihr Kind in den ersten 12 Wochen verlieren. Von allen Seiten prasseln schlechte Nachrichten auf uns ein, hören wir dies, hören wir das - wer sollte es verübeln, dass wir kleinen Menschen uns ein wenig Sicherheit wünschen?! Und wenn eine Untersuchung uns diese geben kann, dann denkt man doch in erster Linie an die Zuversicht und Gewissheit, die eine solche Untersuchung liefern kann, so dass wir daürber auch wieder positive Kraft schöpfen können für die restliche Zeit der Schwangerschaft. Schuld weil wir uns hoffnungsvoll an einen Strohalm klammern? Nein, ich denke du hast genug damit zu tun, das alles zu verkraften. Du solltest dir nicht auch noch Schuldgefühle machen! Das Leben fließt in seinen Bahnen und wir sind nur kleine Puzzelteile, die im Strom schwimmen. Unsere Entscheidungen mögen nur einen kleinen Einfluss darauf haben, welchen Weg wir schwimmen, aber jede Entscheidung führt uns zu neuen Entscheidungen - heute mag diese Entscheidung gut sein, die nächste vermag es vielleicht nicht mehr zu sein. Wer weiß dies? Und so lange wir guten Gewissens handeln - und du wolltest nur das beste für dein Kind und deine Familie - sollte keine Schuld im Raum stehen.

Viel Kraft wünscht die Kim

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20. Januar 2007 um 10:58
In Antwort auf cho_12843298

Manchmal
nimmt das Schicksal Wege, die wir nicht verstehen können. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Hoffnung für die Zukunft. Gib dir keine Schuld - denn zu diesem Zeitpunkt hast du das getan, was für dich richtig war. 1%! Wer will da schon glauben, dass man zu diesem Prozent gehört? Ich hätte auch nie gedacht, dass ich zu den 20% gehöre, die ihr Kind in den ersten 12 Wochen verlieren. Von allen Seiten prasseln schlechte Nachrichten auf uns ein, hören wir dies, hören wir das - wer sollte es verübeln, dass wir kleinen Menschen uns ein wenig Sicherheit wünschen?! Und wenn eine Untersuchung uns diese geben kann, dann denkt man doch in erster Linie an die Zuversicht und Gewissheit, die eine solche Untersuchung liefern kann, so dass wir daürber auch wieder positive Kraft schöpfen können für die restliche Zeit der Schwangerschaft. Schuld weil wir uns hoffnungsvoll an einen Strohalm klammern? Nein, ich denke du hast genug damit zu tun, das alles zu verkraften. Du solltest dir nicht auch noch Schuldgefühle machen! Das Leben fließt in seinen Bahnen und wir sind nur kleine Puzzelteile, die im Strom schwimmen. Unsere Entscheidungen mögen nur einen kleinen Einfluss darauf haben, welchen Weg wir schwimmen, aber jede Entscheidung führt uns zu neuen Entscheidungen - heute mag diese Entscheidung gut sein, die nächste vermag es vielleicht nicht mehr zu sein. Wer weiß dies? Und so lange wir guten Gewissens handeln - und du wolltest nur das beste für dein Kind und deine Familie - sollte keine Schuld im Raum stehen.

Viel Kraft wünscht die Kim

Danke!
es hat gut getan die Ansicht eines objektiven Menschen zu hören. Als Mutter macht man sich vorwürfe, da man ja immer erst an sein Kind denkt und dann an sich. In diesem Fall habe ich nur einfach das Gefühl an mich und nicht das Kind gedacht zu haben. Vorallem fand ichmich auch unheimlich im Stich gelassen von den Ärzten. Es kam keine Hebamme, ich wurde nicht gefragt ob ich mein Kind sehen möchte, und nicht über Bestattungsmöglichkeiten informiert. Das alles sind auchnoch Gedaken die an mir nagen, aber ich glaube nächste Woche werde ich versuchen mit einer Hebamme zu sprechen. Ob das hilft?
Viele Grüße Sanne

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29. Januar 2007 um 11:45

Habe dir pn geschrieben
Viele Grüße von Steffie

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