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Schmerz um HENRY 18.SSW

13. Mai 2007 um 20:44

Hallo!Vielleicht ist ja irgendwem Ähnliches passiert!!???Am 3.4.bin ich zu der Vertretungsärztin meines Frauenarztes wegen komischen Beschwerden gegangen.. Sie hat sehr lange Ultraschall gemacht und wir haben gesehen,dass mein Baby eine vergrößerte Harnblase hatte. Sie hat mich dann zu einem Spezialisten ins KH geschickt,der meinte es könnte ein Klappenfehler der Blase sein oder eventl auch das Downsyndrom oder alles ganz harmlos. 50 zu 50 schätzte er alles ein. Am 10.4.musste ich dann zur fruchtwasseruntersuchung und am FREITAG,dem 13. rief er mich morgens an. Die ersten Ergebnisse,ob sich ums Down syndrom handelt wären da und es läge nichts vor.. Sollte aber mittags zum Ultraschall in die Klinik kommen. Auf dem Ultraschall war kein Herzschlag mehr zu sehen!!! Das hatte sich aber wohl auch schon im Fruchtwasser angedeutet.. Bin dann gleich im KH geblieben und Geburt wurde mit Tabletten eingeleitet. Um 18 Uhr habe ich die 1.Tabletten,die ich einführen musste,bekommen zum Glück ging Alles sehr schnell und morgens um 8 könnte ich schon das Köpfchen ertasten. Den einzigen Kontakt,den ich zu meinem Kind hatte. Gegen halb 11 ist die Fruchtblase geplatzt und den Rest habe ich unter Vollnarkose gemacht.. Die Ärztin wollte mein Baby(es ist ein Junge HENRY) eigentlich für mich fertig machen um ihn mir nochmal zu zeigen,hat dann aber entschieden es doch nicht zu machen,da der Anblick wohl nicht so toll war.. Nabelschnur war 2mal um den Hals gewickelt und dadurch war das Gesicht wohl nicht so schön und mein Kind hatte ein nach außen offenes Zwerchfell.. Es wurden aber Fotos gemacht und die werde ich mir in 2 Wochen wenn alle ergebnisse da sind anschauen.. Muss einen Bezug aufbauen,hatte den nämlich während der Schwangerschaft gar nicht,da ich mir vom 1.Tag an sicher war,dass irgendetwas nicht stimmt. War das bei euch auch so? Habe es nämlich schon häufiger gehört.. Und dieses warten auf die Ergebnisse machen mich echt verrückt. Wisst ihr was da Alles untersucht wird bzw was da alles rauskommen kann? Das Schlimmste ist aber,auch wenn man tolle Freunde oder ne tolle Familie hat denen man alles erzählen kan, man steht doch alleine da und muss da auch alleine durch.. Habe mir psychologische Hilfe genommen um auch mit einer neutralen Person drüber sprechen zu können.. Ist halt alles verdammt schwer auch der Umgang mit anderen Schwangeren.Vor allem ist meine beste Freundin schwanger und wir waren nur 3 Wochen auseinander.. Hoffe ich kann irgendwann wieder Kontakt zu ihr haben..
So,das war ne Menge.. Musste mir aber mal alles von der Seele reden
Gruß Nicole

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14. Mai 2007 um 10:15

Hallo nicole
das ist furchtbar, was Dir passiert ist! Ich drücke Dich in Gedanken! Du brauchst jetzt liebe Leute, die um Dich sind, lass Deinen ganzen Schmerz raus, weine, wenn es Dir danach ist, das mit der psychologischen Hilfe ist auch gut. Vielleicht hilft Dir auch ein Buch,das heisst "Gute Hoffnung-Jähes Ende" von Hanna Lothropp, mir hat es etwas geholfen, ich hatte anfang April meine 3 FG, bin aber gerade etwas zuversichtlicher, und hoffe, dass wir noch einen Versuch wagen.
Als kleiner Trost: meine Freundin verlor ihr erstes Kind 2 Tage vor ET, und musste ihn tot gebären. Die Trauer um ihn wird nie ganz vergehen, aber die Freude um ihre 3!! Kinder die sie danach empfangen durfte, überwiegt! Es gibt immer Hoffnung, gib nicht auf- bestimmt wirst Du eines Tages ein gesundes Baby im Arm halten!
Liebe Grüße,
Blaumausi

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14. Mai 2007 um 13:40

Mein Junge 17 SSW
Hallo Nicole,
Es tut gut zu lesen das du gleiches erlebt hast. Bei mir war eine Blutuntersuchung vom AFP Wert etwas hoch und dann sollte ich auch mal zum Ultraschall in die Klinik.
Da bekam ich die gleiche Antwort, "das Herz schlägt nicht mehr". Das Kind habe ich bei Bewußtsein Bekommen, nur danach wurde noch eine Ausschabung in Vollnarkose geacht. Ich habe nach langer Überlegung beschlossen,mir das Kind nicht anzusehen. Ich habe erst meine Mutter verloren und Ihr Bild (tot) werde ich auch nicht los.
Es ist gemein,das man uns Frauen immer nur Kleckerweise informationen gibt. Oft habe ich auch das Gefühl, Ärzte sagen nicht alles um "einen nicht zu beunruhigen". Bei meiner entlassung aus der Klinik sagten die Ärzte, es würde an meinen Myomen gelegen haben-die müssen jetzt raus und dann wird es wohl wieder gehen.
Heute habe ich Ergebnisse der Placenta bekommen, (hab selbst in der Klnik angerufen)die war jetzt zu klein... & das Ergebnis ist wohl eher eine Chromosomenveränderung.
Stück für Stück bekomme ich neue Ergebnisse.Bin noch bis 1.6.07 krank geschrieben.Nä. Woche gibt es Ergebnisse vom Kind.
Ich habe eine Freundin in der gleichen SSW, die auch schon ein gesundes Kid hat. - Habe mit Ihr seit dem auch noch nicht sprechen können.
Ich wünsch dir Kraft und liebe Leute.
Gruß Grit

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14. Mai 2007 um 17:14
In Antwort auf kaye_12169396

Mein Junge 17 SSW
Hallo Nicole,
Es tut gut zu lesen das du gleiches erlebt hast. Bei mir war eine Blutuntersuchung vom AFP Wert etwas hoch und dann sollte ich auch mal zum Ultraschall in die Klinik.
Da bekam ich die gleiche Antwort, "das Herz schlägt nicht mehr". Das Kind habe ich bei Bewußtsein Bekommen, nur danach wurde noch eine Ausschabung in Vollnarkose geacht. Ich habe nach langer Überlegung beschlossen,mir das Kind nicht anzusehen. Ich habe erst meine Mutter verloren und Ihr Bild (tot) werde ich auch nicht los.
Es ist gemein,das man uns Frauen immer nur Kleckerweise informationen gibt. Oft habe ich auch das Gefühl, Ärzte sagen nicht alles um "einen nicht zu beunruhigen". Bei meiner entlassung aus der Klinik sagten die Ärzte, es würde an meinen Myomen gelegen haben-die müssen jetzt raus und dann wird es wohl wieder gehen.
Heute habe ich Ergebnisse der Placenta bekommen, (hab selbst in der Klnik angerufen)die war jetzt zu klein... & das Ergebnis ist wohl eher eine Chromosomenveränderung.
Stück für Stück bekomme ich neue Ergebnisse.Bin noch bis 1.6.07 krank geschrieben.Nä. Woche gibt es Ergebnisse vom Kind.
Ich habe eine Freundin in der gleichen SSW, die auch schon ein gesundes Kid hat. - Habe mit Ihr seit dem auch noch nicht sprechen können.
Ich wünsch dir Kraft und liebe Leute.
Gruß Grit

Danke für die Antwort
Habe ja auch letzte Woche mit dem Spezialisten telefoniert und er ist eher so einer der nicht beruhigt sondern die Wahrheit sagt wenn es auch in dem Moment weh tat,als ich noch schwanger war.. 2 Ärzte meinten nämlich,keine Angst wird wieder und er hat sofort gesagt Chance 50 zu 50.. Na ja,in meinem Blut wurde erstmal nix gefunden und die ersten Ergebnisse sind auch gut und jetzt muss ich halt wie du ne Woche warten..
Aber es gibt ja ganz schöne Parallelen zwischen uns!! Z.b.das mit der Freundin.. Habe auch im Moment das Gefühl als würde ich nie mehr Kontakt zu ihr haben.. Ne gemeinsame Freundin von uns wird im Juli 30 und eigentlich muss ich da hin,aber mir wird schon schlecht allein beim Gedanken daran.. Da ich nach außen sehr stark wirke und auch schon 2 Wochen nach dem KH wieder angefangen habe zu arbeiten,werde ich ganz schön überschätzt..Keiner weiß wie es in mir aussieht und weinen kann ich nur alleine.. Aber ich kann halt nicht alle Schritte auf einmal gehen und ich bin froh,dass das mit dem Job so gut klappt. Arbeite in einer Kindertagesstätte mit Kindern von 4 Monaten bis 6 Jahren und es hätte auch ganz anders aussehen können.. Aber irgendwie habe ich kein Problem mit Kindern die schon da waren,sondern nur mit Schwangeren und ein bißchen mit Neugeborenen..
Ganz,ganz lieben gruß und auch viel Kraft
Gruß Nicole

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27. Mai 2007 um 23:12

Ähnliche Erfahrung
Hallo Nicole,
es tut mir leid, was dir passiert ist und ich kann es gut nachempfinden, denn ich habe vor 5 Wochen auch meinen kleinen Jungen in der 18. Woche verloren.
Mittlerweile geht es mir aber wieder ganz gut, bzw. ich kann den Alltag gut meistern.
Die Zeit der vielen Untersuchungen ist grausam, weil man immer wieder wartet, einerseits hoffend, dass etwas gefunden wird, was die Auffälligkeiten erklärt. Andererseits verängstigt, welches Ausmaß die Ergebnisse haben.
Mein Sohn hatte eine überdimensionale Nackenfalte und im ganzen Körper Wasseransammlungen, die weder durch Chromosomenfehler noch durch Infektionen erklärt werden konnten. Auch die Obduktion hat keine Aufklärung gegeben. Das ist schon ein Scheißgefühl, wenn alle Untersuchungen erstmal positive Ergebnisse bringen, im Endeffekt aber nur ausschließen und nichts feststellen. Angesehen habe ich ihn mir übrigens auch nicht, da schon das Ultraschallbild ein Schreck war. Vielleicht schaue ich mir später die Bilder an.
Diese Zeit der Untersuchungen, es waren bei mir ca. 5 Wochen, habe ich als wirklich schlimm und zermürbend in Erinnerung. Sie ist für mich schlimmer gewesen, als es jetzt für mich ist. Denn jetzt gibt es eine Tatsache, mit der man leben muss bzw. die man beginnen kann zu verarbeiten.
Ich habe, auch wie du, tolle Freunde und ein tolle Familie, mit der man reden kann. Aber die Trauer machst du mit dir ganz alleine aus. Die kann auch der Partner dir nicht abnehmen.! Das habe ich leider auch erfahren. Ich kann dir aber nur sagen, dass man das schafft. Der eine eher, der andere später. Durch meine ältere Tochter bin ich auch ein wenig gezwungen, mich nicht hängen zu lassen. Das tut gut.

Ich wünsche dir alles, alles Gute und hoffe, dass du es schaffst, die Trauer zu überwinden. Vergessen wirst du das nie, aber du wirst damit leben können!

Alles Liebe

Veronika

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