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Refertilisierung /Sterilisation rückgängig machen

22. Juli 2014 um 22:12 Letzte Antwort: 7. August 2014 um 13:18

Hallo ich bin 35 Jahre alt. Hab mich aus gesundheitlichen Gründen mit 27 sterilisieren lassen. Der grösste Fehler überhaupt. Jetzt bin ich am überlegen nach zwei negativen künstlichen Befruchtungen die Steri rückgängig zu machen. Hat jemand Erfahrung oder ist in der selben Situation ?

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4. August 2014 um 23:48

Hallo,
ich möchte dir natürlich nicht die Hoffnung stehlen - derartige Operationen werden angeboten. Laut dem Arzt, der mich sterilisierte, werden diese aber an sich mehr aus Profitgründen durchgeführt und sind wenig erfolgversprechend.
Und da ich Bilder meiner verödeten Eileiter gesehen habe, kann ich mir auch schlecht vorstellen, dass die Sterilisation- außer mit wirklich viel Glück- rückgängig zu machen ist.

Müssen es denn unbedingt leibliche Kinder sein?
Es gibt viele kleine Würmer, die sich über ein Zuhause freuen würden....und mit 35 hättest du da noch ein paar Jahre Zeit...



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5. August 2014 um 10:01
In Antwort auf xandra_12062798

Hallo,
ich möchte dir natürlich nicht die Hoffnung stehlen - derartige Operationen werden angeboten. Laut dem Arzt, der mich sterilisierte, werden diese aber an sich mehr aus Profitgründen durchgeführt und sind wenig erfolgversprechend.
Und da ich Bilder meiner verödeten Eileiter gesehen habe, kann ich mir auch schlecht vorstellen, dass die Sterilisation- außer mit wirklich viel Glück- rückgängig zu machen ist.

Müssen es denn unbedingt leibliche Kinder sein?
Es gibt viele kleine Würmer, die sich über ein Zuhause freuen würden....und mit 35 hättest du da noch ein paar Jahre Zeit...



Hallo
Naja also der Stand der Dinge ist da wohl jetzt anderst. ich habe über urbia eine Dame kennengelernt die das ganze Rückgängig machen lassen hat in der Klinik wo ich jetzt Termin habe und ist schwanger geworden. Auch eine Freundin meiner Schwester hat nach 14 Jahren Sterilisation das dort rückgängig machen lassen und war sogar gleich danach schwanger. Die Klinik ist in Magdeburg und hat einen ganz tollen Ruf wegen ihrer Hohen Erfolgschancen. Die sind auf Refis spezialisiert. Da kommen wohl aus sämtlichen Bundesländern die Frauen. Es kommt wohl darauf an wie die Sterilisation gemacht worden ist. Die verödeten Stellen werden entfernt ect.
Auf dein Frage ein Kind anzunehmen. Für mich wäre eine Adoption auch eine Option. Aber mein Mann hat da so seine Problem mit. Er meint man kennt die Charakter der Eltern nicht. Weiß nicht was für Gene da auf einen zukommen und seine Größte und Hauptangst ist, dass wenn das Kind erfährt das es andere Eltern hat uns den rücken kehrt und zu denen geht. Ich hab ihm zwar gesagt, dass ein Kind dem es gut geht und alles hat nicht gehen wird, sondern wir immer die Eltern sein werden auch wenn es mit den leiblichen Eltern Kontakt hat, aber das motiviert ihn nicht wirklich...

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6. August 2014 um 18:19
In Antwort auf raelyn_12757826

Hallo
Naja also der Stand der Dinge ist da wohl jetzt anderst. ich habe über urbia eine Dame kennengelernt die das ganze Rückgängig machen lassen hat in der Klinik wo ich jetzt Termin habe und ist schwanger geworden. Auch eine Freundin meiner Schwester hat nach 14 Jahren Sterilisation das dort rückgängig machen lassen und war sogar gleich danach schwanger. Die Klinik ist in Magdeburg und hat einen ganz tollen Ruf wegen ihrer Hohen Erfolgschancen. Die sind auf Refis spezialisiert. Da kommen wohl aus sämtlichen Bundesländern die Frauen. Es kommt wohl darauf an wie die Sterilisation gemacht worden ist. Die verödeten Stellen werden entfernt ect.
Auf dein Frage ein Kind anzunehmen. Für mich wäre eine Adoption auch eine Option. Aber mein Mann hat da so seine Problem mit. Er meint man kennt die Charakter der Eltern nicht. Weiß nicht was für Gene da auf einen zukommen und seine Größte und Hauptangst ist, dass wenn das Kind erfährt das es andere Eltern hat uns den rücken kehrt und zu denen geht. Ich hab ihm zwar gesagt, dass ein Kind dem es gut geht und alles hat nicht gehen wird, sondern wir immer die Eltern sein werden auch wenn es mit den leiblichen Eltern Kontakt hat, aber das motiviert ihn nicht wirklich...

Dann..
..sind das doch sehr schöne Neuigkeiten für dich.
Vielleicht hat mein Arzt das auch nur überspitzt formuliert, um mich ein letztes Mal auf die Probe zu stellen und sicherzugehen, dass ich die Sterilisation wirklich möchte.
Das war nämlich erst Anfang des Jahres und ein solcher Schritt ist für mein Alter recht ungewöhnlich.

Wenn das für ihn keine Opton ist, muss man das so akzeptieren. Natürlich sind genetische Faktoren auch nicht zu vergessen, aber man nennt es ja nicht umsonst den bio-psycho-sozialen Ansatz, wenn es um die Entwicklung eines Menschen geht

Die Eltern der Adoptierten, die ich kenne, haben Ihrem Kind von klein auf erklärt, dass es zwei Mamas und zwei Papas hat und- angepasst an das jeweilige Alter- die aufkommenden Fragen beantwortet. Das halte ich auch für den besten Weg. Man lügt das Kind nicht an.

Sollte trotzdem irgendwann der Satz "Ihr seid doch gar nicht meine richtigen Eltern" fallen, ist das natürlich schade und in dem Moment sehr verletzend. Aber meist doch auch nur das unschönere "Du hast mir gar nichts zu sagen", dass fast jeder Teenager irgendwann sagt.

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6. August 2014 um 19:09

Oh ha
Ich habe gerade gesehen du bist ja erst 23 richtig ? Wieso lässt man sich denn so jung sterilisieren ? Und normal wird das doch so jung garnicht gemacht. Ich hatte mit 27 schon so meine Kämpfe. Und bei mir haben die Ärzte auch harte Methoden aufgefahren, um mich davon abzuhalten von wegen was ist wenn der Mann mich verlässt oder stirbt oder wenn das Kind stirbt ect... aber ich war von meiner Sache absolut überzeugt. Allerdings auch weil es hiess ich könnte kein Kind mehr austragen ect. aber was soll ich sagen sieben Jahre danach kamm alles anderst.... und jetzt bereu ich diesen Schritt zu tiefst

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6. August 2014 um 22:53
In Antwort auf raelyn_12757826

Oh ha
Ich habe gerade gesehen du bist ja erst 23 richtig ? Wieso lässt man sich denn so jung sterilisieren ? Und normal wird das doch so jung garnicht gemacht. Ich hatte mit 27 schon so meine Kämpfe. Und bei mir haben die Ärzte auch harte Methoden aufgefahren, um mich davon abzuhalten von wegen was ist wenn der Mann mich verlässt oder stirbt oder wenn das Kind stirbt ect... aber ich war von meiner Sache absolut überzeugt. Allerdings auch weil es hiess ich könnte kein Kind mehr austragen ect. aber was soll ich sagen sieben Jahre danach kamm alles anderst.... und jetzt bereu ich diesen Schritt zu tiefst

Ja, ich bin erst 23...
...ich habe mich mit 22 sterilisieren lassen. Die Frage nach dem Warum könnte Seiten füllen.
Den Arzt habe ich erst nach 4 Jahren Suche gefunden. An sich finde ich es im Nachhinein sogar gut, dass sich so lange keiner gefunden hat, denn ich würde, banal betrachtet, jedem in meinem Alter davon abraten.
Ohne zu selbstüberzeugt zu klingen, sind einfach die Wenigsten in meinem Alter in der Lage, eine solche Entscheidung zu treffen.

Es gab für mich verschiedene Gründe. Runtergebrochen: Es ist eine Mischung aus dem "Ich will keine Kinder" (Ich fand den Gedanken, irgendwann selbst ein Kind auf die Welt zu bringen schon seit dem Mutter-Vater-Kind-Spiel im Kindergarten absurd) und verschiedener genetischer Voraussetzungen (Ja, ich sehe gesund aus, aber ich habe schon mit genug Erbkrankheiten Ärger- und das wäre ja nur die halbe Miete), die ich,im Zweifel, keinem jungen Leben aufbürden will.
Ganz plump gesagt, finde ich es gibt Menschen, die sollten aufgrund der genetischen Bedingungen einfach keine Kinder bekommen- und da zähle ich mich dazu. Das mag für Viele eine extreme Ansicht sein, man möge mir diese aber lassen.

Als 6-jährige dachte ich, ich würde irgendwann ein Kind adoptieren. Je älter ich wurde, desto mehr hat sich für mich gezeigt, ich will einfach keines.
Mit 18 habe ich angefangen einen Arzt zu suchen und wurde abgeschmettert ("Das machen Ärzte erst ab 30"). Heute ist das für mich verständlich- "damals" fühlte ich mich einfach nur unverstanden- man wollte nicht einmal ein Aufklärungsgespräch mit mir führen, sei es nur, um es mir auszureden.
Durch Zufall (Umzug in eine andere Stadt und die für mich obligatorische Frage nach Sterilisation beim neuen Gynäkologen) bin ich dann fündig geworden.
Und ich fühle mich seit der OP wieder ein Stück näher an dem Ich, das ich werden möchte.

Im Gegensatz zur häufigen Meinung, ist es ja ab 18 erlaubt, jemanden zu sterilisieren. Es gibt eben nur wenige Ärzte, die das ermöglichen. Meiner erst nach mehreren Gesprächen in größeren Abständen.

Dass manche Frauen das Thema auf den Mann abschieben finde ich schade, es ist zwar eine etwas größere Sache als für die Frau, aber doch keine allzu große. Und es ist eine sehr persönliche Entscheidung und sollte unabhängig vom Partner getroffen werden.
Zum Thema "was ist später?":
Es mag gut sein, dass ich mit 30- und wenn nur für 10 Minuten ist, denke "shit, ein Kind wäre toll gewesen"...aber ich weiß, dass sich meine Einstellung zu dem Rest (z.B. den Erbkrankheiten) nicht ändern wird. Darum bin ich sehr zufrieden damit.

Außerdem freue ich mich darauf Tante zu werden....schöne Wochenenden mit Kindern, ohne den Alltagsstress

Genug zu mir: Es tut mir leid, dass du deine Entscheidung so bereuen musstest.
Ich bin mir sicher- wenn du dir ein Kind wünscht, ist das auf dem ein oder anderen Weg zu realisieren. Und im Endeffekt braucht es gerade doch motivierte, bewusste Eltern.
Was hat sich bei dir verändert, dass du dich so umentschieden hast (natürlich nur, wenn du erzählen willst,du weist ja schon auf ein körperliches Problem hin)?

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7. August 2014 um 13:18


Ich persönlich würde dir da nie Vorwürfe machen. es ist deine Entscheidung und wenn du sagst für dich ist das der richtige Weg dann soll es so sein. Und wenn gibt es ja wirklich noch den Weg der Adoption. Genug Kinder haben kein vernünftiges Zuhause.
Das mit den Genfehlern und Erbkrankheiten kann ich verstehen. Meine Tochter soll auch genetechnisch Untersucht werden, weil sie zu viele Vererbungen hat und man gucken will, ob sie andere Fehler noch in sich trägt. Und meine Freundin hat sich auch sterilisieren lassen, weil ihre kleine Maus einen Gendefekt hat und seid der Geburt ein Spießrutenlauf ist (sie hat aber schon drei Kinder) und das kein zweites mal durchmachen möchte.

Hm zu mir. Ich wollte schon immer Kinder haben. Eigentlich war das Thema für mich nicht abgeschlossen. Hab ja auch schon eine Tochter. Aber alles fing bei mir mit 25 an. Da hatte ich Gebärmutterhalskrebs und demzufolge musste mir fast der komplette Gebärmutterhals entfernt werden. Darauf hin hieß es immer ich kann schwanger werden, aber keine Kinder austragen, weil aufgrund des fehlendes Gebärmutterhalses die Gebärmutter sich öffnet und ich spätestens in der 20. Woche das Kind verlieren würde. Nun hatte ich aber das Problem das ich jegliche Art von Verhütungsmittel nicht vertragen hab. Alles ausprobiert .. zich Pillen, Pflaster, Ringe ect. Blöder weiße auch kein Kondom Stäbchen und Spirale wurde mir dann abgeraten auf Grund dessen. So nun hatte ich den Salat. Abhilfe musste her. Und da ich aber ständige Fehlgeburten garnicht verkraftet hätte und mein Lebensgefährte der festen Überzeugung war keine Kinder mehr haben zu wollen ging ich dann letzt endlich diesen Schritt. Tja und dann musste ich vor zwei Jahren nach einer OP zu einem Vertretungsarzt der mich fragte warum ich denn schon so früh sterilisiert worden bin und als ich ihm meine Geschichte erzählt habe ist er fast ausgeflippt und fragte was für dumme Ärzte (es waren mehrere wollte mich ja absichern) so einen Mist erzählen können. ich war entsetzt und fragte warum und er meinte dann das man einfach bis zur 12. Woche die Gebärmutter zunäht und kurz vor der Geburt wieder aufmacht und das so eine Schwangerschaft kein Problem wäre. Für mich brach eine Welt zusammen, weil ich immer noch Kinder haben wollte. Als ich das meinem Mann erzählte war er auf entsetzt und traurig, weil er wohl auch noch eins wollte und sich immer Vorwürfe gemacht hat (von denen ich nichts wusste) das er wollte das ich mich sterilisieren lasse. Bis zu dem Zeitpunkt war für mich das auch kein Problem, weil ich ja immer davon ausging ich könnte keine bekommen. Aber seid dem ich es anderst weiss leide ich darunter. Und zwei künstliche Befruchtungen waren schon negativ. Eine dritte kommt für mich nicht in Frage. Dann lieber wenn alle Stricke reißen Adoption.

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