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Realisieren, verstehen...

17. April um 8:32 Letzte Antwort: 17. April um 17:11

Hallo Zusammen, 

ich weiß nicht wo ich anfangen soll. 

Meine letzte Periode war am 04. April, zwar eine Woche später aber ich habe mir nichts dabei gedacht. Auch mein Termin bei meiner Frauenärztin aufgrund von Schmerzen im Unterleib und der rechten Leiste. Die Ärztin konnte eine Schwangerschaft nicht ausschließen, da sich die Menstruation aber mal verspäten kann und darf verblieben wir bei abwarten. 

Und die kam ja auch, ordentlich. Somit war für mich erstmal alles in Ordnung. 

Am 14. April dann bekam ich urplötzlich starke Schmerzen an den gleichen Stellen wie zuvor. Eine Wärmflasche und Novalgin halfen mir nicht. Als ich dann auf die Toilette ging sah ich eine Schmierblutung. 

Mein Mann fuhr mich erstmal zum Hausarzt. Der untersuchte mich nicht wirklich, gab mir direkt eine Verordnung ins Krankenhaus. Verdacht: Nierensteine.

Er schrieb auf die Verordnung ein Krankenhaus aus, welches weder eine Urologie noch Gynäkologie hat. Naja ok. 

Dort angekommen musste ich eine Urin Probe abgeben und Blut haben sie auch genommen. 

Keine halbe Stunde wurde ich aufgerufen. Der erste Satz der Ärztin war: Herzlichen Glückwunsch Sie sind schwanger. 

Die Ärztin redete mir die Blutung und Schmerzen schön. Jeder hat man mal etwas Blut das ist ok. Die Bänder dehnen sich nur. Trotzdem sollte ich zur Sicherheit in anderes Krankenhaus gehen. 

Dort angekommen hat man ein ultraschall gemacht, es war nichts zu sehen. Kein Baby, keine Fruchthöhle. Der zweite Test im Urin war ebenfalls positiv. Es folgte eine ratlose Nacht. 

Am nächsten Morgen wurde das Beta HCG genommen. Der sagte ebenfalls schwanger. Der Chefarzt teilte mir bei der Visite mit, dass es keinen Anlass zur Vermutung einer Bauchhöhlenschwangerschaft gibt. Es gibt wohl Schwangerschaften die brauchen etwas länger bis man sie sieht oder ich sei im aktuellen zyklus befruchtet worden, das HCG steigt aber man sieht erst in einigen wochen etwas. Das wäre bei mehrlingen so. 

Am Nachmittag war dann ein weiterer Ultraschall. Die Ärztin suchte sehr lange und sprach kein Wort. Sie ging kurz um sich zu beraten. Anschließend sagte sie mir, dass sie im rechten eierstock freie Flüssigkeit und ein Knubbel sah. Die Gebärmutter ist leer. Sie sagte mir, man würde in 48 Stunden nochmal den Wert messen und zu sehen wo das Baby sitzt. Egal wo es sitzt es hat wohl keine Chance. 

Gestern ging es dann los. Wieder starke Schmerzen bis in den Rücken. Die Ärztin durfte mich nicht anfassen. Also wurde ich kurze Zeit später operiert. 

Tatsächlich befand sich das Embryo (7.SSW) im Eileiter und hatte keinen Platz mehr. Als ich wieder zu mir kam merkte ich wie mir Tränen runter liefen. Der Narkose Arzt meinte dazu:,, Das sind doch nur ein paar Zellklumpen. '' 

Die Stationsärztin riet mich, wenn ich zu Hause sei mich zu verabschieden. Die Nachtschwester verriet mir vor 38 Jahren eine Fehlgeburt gehabt zu haben und man würde das nie vergessen. 

Zu alldem kommt, dass ich auf der Wochenbettstation liege mit Müttern und ihren Neugeborenen. Aufgrund von Corona durfte mein Mann nicht einmal das Krankenhaus betreten. Innerhalb von 3 Tagen musste ich also alleine sehen und verstehen. Natürlich geht gerade allen Patienten so, dass sie alleine sind. 

Mein Kopf platzt fast, ich weiß nicht was ich denken oder fühlen soll. Klar gibt es andere Unglücke in anderen Stadien einer Schwangerschaft. Und ja ich werde bestimmt wieder schwanger aber trotzdem fühle ich mich gerade machtlos, verloren, kraftlos. Zu viele Nachrichten und Untersuchungen innerhalb der kurzen Zeit. Da kam mein Kopf nicht hinterher. Und Herz ist überladen. Von der Freude auf ein zweites Kind über die Sorge zum schnellen Ende.

Wenigstens darf ich gleich nach Hause. Soll aber am Sonntag zur Ambulanz kommen um nochmal das Beta HCG überprüfen zu lassen. 

Danke fürs zuhören. 

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17. April um 16:46

Hey meine Liebe ..
es tut mir leid das du sowas mitmachen musstest und das auch noch in Zeiten wie diesen wo keiner zu dir kann 😢
war zwar noch nie in deiner Situation und hoffe das werd ich so auch nicht aber ich kann dir sagen ich hab auch mein Baby in der 6ten Woche verloren .. es ist zwar nicht lange aber man denkt trzdem nach 😢wünsche dir viel Kraft 😔

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17. April um 17:11

Hi!
es tut mir sehr leid, was dir passiert ist!
fühl dich gedrückt!
Aus leider 4facher Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Schnerz vergehen wird.Auch, wenn man das mir vergisst lernt Mandantin umzugehen und darüber zu reden!
alles Gute für dich ! Nimm dir jetzt die Zeit, die du brauchst um es zu verarbeiten!

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