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Ratlos

23. März 2016 um 15:39

Hallo zusammen,

ich habe mir lange überlegt hier zu schreiben, aber mittlerweile wurde mir nach langer Recherche bewusst, dass es vielen so geht wie mir.
Aber wichtig: Ich möchte keinerlei Beleidigungen und Beschimpfungen über meine aktuelle Situation, jeder muss wissen was er tut und oft übernimmt man auch große Verantwortung wenn man sein Kind NICHT bekommt....

Also: Vor zwei Wochen wurde mir Sonntags unglaublich schlecht, dann blieb meine Periode 3 Tage aus. Gleich dachte ich "Ohje, ich werd doch nicht...." habe sofort mit meinem Freund geredet und meine Befürchtungen geäußert.

Zu unserer aktuellen Situation: Wir wohnen in einer kleinen 2 Zimmer Wohnung, mein Freund arbeitet rund um die Uhr, da er noch ein Nebengewerbe hat. Nebenbei bauen wir gerade einen großen Hof um und das ganze wird noch mind. 2-3 Jahre dauern bis wir dort wohnen können. Zudem war uns beiden immer klar, Ja, wir wollen Kinder, aber eben erst später, da wir auch dann die Zeit dafür haben und unser Nest gebaut haben. So, und nun war der Test am Montag positiv.
Ich habe ihn alleine gemacht, weil ich einfach nur wissen wollte was los war. Als mein Freund abends nach Hause kam bin ich in Tränen ausgebrochen, er hat mich ohne zu zögern in den Arm genommen und getröstet. Wir haben viel geredet und mir wurde wieder bewusst wie stabil und schön meine Beziehung ist, denn ich habe schon öfters hier gelesen wie gemein manche Partner reagiert haben und ich kanns manchmal sogar verstehen.... nach vielen Gesprächen sind wir zu dem Entschluss gekommen das Kind nicht zu kriegen, wir haben für das Wohl des Kindes entschieden, weil keiner richtig Zeit hätte, das Kind in der kleinen Wohnung leben würde und ich wahrscheinlich mit der ganzen Planung auch unzufrieden wäre.
In den letzten Tagen wurde mir klar wie sehr uns dieses Thema noch mehr zusammengeschweißt hat und wie sehr mich seine Reaktion am Montag berührt hat.

Heute war ich beim Arzt, mit der festen Überzeugung das Kind nicht zu bekommen. Er hat sich alles angehört und gemeint, dass man mit 29 einfach noch das beste Alter hat fruchtbar zu sein, wenn ich es jetzt abtreibe und in 5 Jahren nicht mehr schwanger werden kann, werde ich psychisch wahrscheinlich am Ende sein. Er will mir keine Angst machen, aber er betreut genügend Frauen mit so einer Psychose. Und er betreut mich auf jeden Fall, und geht mit mir diesen Weg,egal wie ich mich entscheide, er möchte nur nicht dass ich so ende wie die anderen Frauen. Da war ich wieder so gerührt weil es mir auch wichtig war dass er mich nicht verurteilt. Er würde sich dennoch freuen wenn ich es austrage.
So, und nun? Ich werde heute Abend nochmal mit meinem Freund reden, in zwei Wochen soll ich nochmal zur Untersuchung, da wir ja noch Zeit hätten und ich erst in der 5. Woche bin....
Vllt kann mir irgendjemand weiterhelfen oder Tipps geben.
Ein Kind in die Welt setzen, das nicht viel vom Papa hat, evtl eine unglückliche Mutter, die mit der ganzen Situation nicht zufrieden ist, weil das richtige "Nest" nicht gebaut wurde? Man weiß es ja vorher nicht.... Vllt ist es auch krank oder behindert und dann noch nebenher das ganze andere?

Ich danke euch schonmal fürs Lesen diesen riesen Textes

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23. März 2016 um 16:16

Also Unglück
"weil das richtige "Nest" nicht gebaut wurde?"
über Nestgröße und ähnliches ist vor dem Alter 4 oder 5 nicht zu erwarten.

Vorher nimmt das Kind die Dinge so wie sie sind.

Wenn ihr das also hinbekämt, in 2 bis 3 Jahren fertig zu werden mit eurem "Nest", dann sollte euer Kind kein Unglück diesbezüglich empfinden.

Ferner sprichst du vom Plural "Kinder"; und da muss man ganz praktisch sagen, dass bei z.b. "Zielwert" 3 Kinder 29 eigentlich Eisenbahn ist anzufangen; denn schneller als alle 1.5 Jahre Kind will man nicht und sollte man auch idealerweise nicht.

Dann klappt es nicht immer sofort, vor allem wenn dann schon Kind da ist (Stress, usw.).

Damit ist alle 2 Jahre weiteres Kind realistisch.

Wenn man also mit 30 die erste Geburt hat, ist mit 32 das 2. kind, und mir 34 das dritte realistisch.

Fängt man hingegen mit z.b. 33 an, dann ist Nummer 235 und Nummer 3 37 erwartbar. Und da erhöhen sich dann ganz andere Risiken als Kind unglücklich wegen unzureichendem "Nest", denn ab 35 steigen Wahrscheinlichkeiten für Down-Syndrom und anderes merklich.

Und dazu kommt auch noch, dass das "klappen" ab 35 merklich schwieriger wird.

Idealerweise sollte man die gewünschte Kinderanzahl weitgehend vorm 35. der Frau erzielen; mehr als 1 auf nach 35. verschieben ist nicht der beste Plan.

(Hier Beleg, dass ich mir das mit 35 nicht einbilde:
http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwanger-ueber-35/
"Medizinisch gelten Erstgebärende über 35 und werdende Mütter, die ab dem zweiten Kind älter als 40 Jahre sind, als Risikoschwangere. Dabei ist das tatsächliche Risiko unklar.")

Hast du deinem Arzt gesagt, dass du eventuell mehrere willst?

Dass würde wohl den Hinweis auf lieber jetzt anfangen bestärken.

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23. März 2016 um 16:40
In Antwort auf carn

Also Unglück
"weil das richtige "Nest" nicht gebaut wurde?"
über Nestgröße und ähnliches ist vor dem Alter 4 oder 5 nicht zu erwarten.

Vorher nimmt das Kind die Dinge so wie sie sind.

Wenn ihr das also hinbekämt, in 2 bis 3 Jahren fertig zu werden mit eurem "Nest", dann sollte euer Kind kein Unglück diesbezüglich empfinden.

Ferner sprichst du vom Plural "Kinder"; und da muss man ganz praktisch sagen, dass bei z.b. "Zielwert" 3 Kinder 29 eigentlich Eisenbahn ist anzufangen; denn schneller als alle 1.5 Jahre Kind will man nicht und sollte man auch idealerweise nicht.

Dann klappt es nicht immer sofort, vor allem wenn dann schon Kind da ist (Stress, usw.).

Damit ist alle 2 Jahre weiteres Kind realistisch.

Wenn man also mit 30 die erste Geburt hat, ist mit 32 das 2. kind, und mir 34 das dritte realistisch.

Fängt man hingegen mit z.b. 33 an, dann ist Nummer 235 und Nummer 3 37 erwartbar. Und da erhöhen sich dann ganz andere Risiken als Kind unglücklich wegen unzureichendem "Nest", denn ab 35 steigen Wahrscheinlichkeiten für Down-Syndrom und anderes merklich.

Und dazu kommt auch noch, dass das "klappen" ab 35 merklich schwieriger wird.

Idealerweise sollte man die gewünschte Kinderanzahl weitgehend vorm 35. der Frau erzielen; mehr als 1 auf nach 35. verschieben ist nicht der beste Plan.

(Hier Beleg, dass ich mir das mit 35 nicht einbilde:
http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwanger-ueber-35/
"Medizinisch gelten Erstgebärende über 35 und werdende Mütter, die ab dem zweiten Kind älter als 40 Jahre sind, als Risikoschwangere. Dabei ist das tatsächliche Risiko unklar.")

Hast du deinem Arzt gesagt, dass du eventuell mehrere willst?

Dass würde wohl den Hinweis auf lieber jetzt anfangen bestärken.

Es geht ja nur. ..
Nicht nur um den Nestbau. Mein Freund meint auch es macht ihm nichts aus nochmal 50% mehr zu geben, aber er ist ja jetzt schon komplett beschäftigt mit Job und Nebengewerbe UND Umbau. Aber ich möchte diesen Stress ihm auch nicht antun. Das sind zuviele Baustellen. Am Ende sitz ich frustriert mit dem Baby Zuhause, er ist frustriert weil er nicht die nötige Zeit hat für uns und dazu nocj eine frustrierte Freundin.... dann geht vllt auch alles kaputt.
Er hat mich gefragt ob der Kinderwunsch besteht und ich hab bejaht, aber erst in ein paar Jahren

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23. März 2016 um 16:43
In Antwort auf carn

Also Unglück
"weil das richtige "Nest" nicht gebaut wurde?"
über Nestgröße und ähnliches ist vor dem Alter 4 oder 5 nicht zu erwarten.

Vorher nimmt das Kind die Dinge so wie sie sind.

Wenn ihr das also hinbekämt, in 2 bis 3 Jahren fertig zu werden mit eurem "Nest", dann sollte euer Kind kein Unglück diesbezüglich empfinden.

Ferner sprichst du vom Plural "Kinder"; und da muss man ganz praktisch sagen, dass bei z.b. "Zielwert" 3 Kinder 29 eigentlich Eisenbahn ist anzufangen; denn schneller als alle 1.5 Jahre Kind will man nicht und sollte man auch idealerweise nicht.

Dann klappt es nicht immer sofort, vor allem wenn dann schon Kind da ist (Stress, usw.).

Damit ist alle 2 Jahre weiteres Kind realistisch.

Wenn man also mit 30 die erste Geburt hat, ist mit 32 das 2. kind, und mir 34 das dritte realistisch.

Fängt man hingegen mit z.b. 33 an, dann ist Nummer 235 und Nummer 3 37 erwartbar. Und da erhöhen sich dann ganz andere Risiken als Kind unglücklich wegen unzureichendem "Nest", denn ab 35 steigen Wahrscheinlichkeiten für Down-Syndrom und anderes merklich.

Und dazu kommt auch noch, dass das "klappen" ab 35 merklich schwieriger wird.

Idealerweise sollte man die gewünschte Kinderanzahl weitgehend vorm 35. der Frau erzielen; mehr als 1 auf nach 35. verschieben ist nicht der beste Plan.

(Hier Beleg, dass ich mir das mit 35 nicht einbilde:
http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwanger-ueber-35/
"Medizinisch gelten Erstgebärende über 35 und werdende Mütter, die ab dem zweiten Kind älter als 40 Jahre sind, als Risikoschwangere. Dabei ist das tatsächliche Risiko unklar.")

Hast du deinem Arzt gesagt, dass du eventuell mehrere willst?

Dass würde wohl den Hinweis auf lieber jetzt anfangen bestärken.

Es geht ja ..
nicht nur um den Nestbau. Mein Freund meint auch es macht ihm nichts aus nochmal 50% mehr zu geben, aber er ist ja jetzt schon komplett beschäftigt mit Job und Nebengewerbe UND Umbau. Aber ich möchte diesen Stress ihm auch nicht antun. Das sind zuviele Baustellen. Am Ende sitz ich frustriert mit dem Baby Zuhause, er ist frustriert weil er nicht die nötige Zeit hat für uns und dazu nocj eine frustrierte Freundin.... dann geht vllt auch alles kaputt.
Er hat mich gefragt ob der Kinderwunsch besteht und ich hab bejaht, aber erst in ein paar Jahren

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23. März 2016 um 21:26

Ich
kann Dir die Sichtweise Deines FA nur bestätigen. Denn was bringt Dir später das beste Nest, wenn es leer bleibt. Wenn Du Kinder willst, dann nimm dieses Kind, Du weißt nicht, wie Dir das Leben spielt.
Wenn man etwas nicht geplant hat, heißt dies noch lange nicht, dass man mit der Situation unzufrieden sein muß. Denn die Realität ist manchmal wesentlich schöner, als die Pläne , die wir ausgedacht haben. Eine Abtreibung hingegen kann zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg belasten kann.
Lass wieder von Dir hören, wie Dein Gespräch mit Deinem Freund verlaufen ist.
VLG Yankho

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23. März 2016 um 23:10
In Antwort auf frieda2016

Es geht ja nur. ..
Nicht nur um den Nestbau. Mein Freund meint auch es macht ihm nichts aus nochmal 50% mehr zu geben, aber er ist ja jetzt schon komplett beschäftigt mit Job und Nebengewerbe UND Umbau. Aber ich möchte diesen Stress ihm auch nicht antun. Das sind zuviele Baustellen. Am Ende sitz ich frustriert mit dem Baby Zuhause, er ist frustriert weil er nicht die nötige Zeit hat für uns und dazu nocj eine frustrierte Freundin.... dann geht vllt auch alles kaputt.
Er hat mich gefragt ob der Kinderwunsch besteht und ich hab bejaht, aber erst in ein paar Jahren


Also Frustration und Überforderung kann euch später viel kaputt machen und die Beziehung in die Brüche gehen lassen.

Du solltest auch nicht unbedingt schwanger bleiben, nur aus Angst, dass du eine Abtreibung bereuen könntest, sondern weil du dieses Kind wirklich willst.

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29. März 2016 um 16:08
In Antwort auf winterhimmel1


Also Frustration und Überforderung kann euch später viel kaputt machen und die Beziehung in die Brüche gehen lassen.

Du solltest auch nicht unbedingt schwanger bleiben, nur aus Angst, dass du eine Abtreibung bereuen könntest, sondern weil du dieses Kind wirklich willst.

Ich lass mir vieles durch den Kopf gehen
Ich durchstöbere die Foren.
Ich versuch immerwieder einen positiven Gedanken zu fassen aber am Ende komm ich immerwieder beim gleichen raus.
Ich fühle keine Bindung, ich möchte dieses Kind jetzt einfach nicht. Und mir ist es zum Wohl des Kindes auch zu riskant es einfach mal so zu bekommen nur weil ich jetzt mich nicht daran gewöhnen kann.
Das Kind wird IRGENDWIE groß, ja, wie bei vielen Menschen. Ich möchte das IRGENDWIE aber nicht.
Ich möchte nicht eine der Mütter sein die aus Moral ihr Kind bekommen haben und am Ende das Kind aber wirklich nur IRGENDWIE groß wird.
Das Thema hat uns fester zusammenschweißen lassen.
Im Moment habe ich eher das Gefühl mit Kind psychische Folgeb zu haben als nach einer Abtreibungen (Obwohl man sich bestimmt oft fragt was wäre wenn)

Was siegt? Moral oder Bauchgefühl?
Ich danke euch

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29. März 2016 um 17:08
In Antwort auf frieda2016

Ich lass mir vieles durch den Kopf gehen
Ich durchstöbere die Foren.
Ich versuch immerwieder einen positiven Gedanken zu fassen aber am Ende komm ich immerwieder beim gleichen raus.
Ich fühle keine Bindung, ich möchte dieses Kind jetzt einfach nicht. Und mir ist es zum Wohl des Kindes auch zu riskant es einfach mal so zu bekommen nur weil ich jetzt mich nicht daran gewöhnen kann.
Das Kind wird IRGENDWIE groß, ja, wie bei vielen Menschen. Ich möchte das IRGENDWIE aber nicht.
Ich möchte nicht eine der Mütter sein die aus Moral ihr Kind bekommen haben und am Ende das Kind aber wirklich nur IRGENDWIE groß wird.
Das Thema hat uns fester zusammenschweißen lassen.
Im Moment habe ich eher das Gefühl mit Kind psychische Folgeb zu haben als nach einer Abtreibungen (Obwohl man sich bestimmt oft fragt was wäre wenn)

Was siegt? Moral oder Bauchgefühl?
Ich danke euch

Also
Ich kenne Privat keinen Fall der einen ssa bereut inklusive mir. Die Mutterschaft hätte ich bereut und sa muss man sich nix einreden. Du bist nicht mal 30...... heute zu tage sind wir sooooooo lange fruchtbar, muss man nicht jede chance aufsaugen als wäre es die letzte.
PS ich bin 28.

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29. März 2016 um 18:08

Treibe bitte nicht ab!
Mache das bitte nicht! Ich habe vor eine Woche abgetrieben, bereie das zutiefst, ich war in einer schwierigen Situation, ich bin alleine hier in Deutschland, Ausländerin, grade angefangen zu arbeiten, verdiene wenig. Mein Freund wollte das Kind nicht, hat mich dazu gedrängt. Jetzt bereue ich das zutiefst. Das Leben des Kindes ist zu wertvoll, um es wegen einem unverantwortungsvollen Mann abzubrechen. Überlege dir alles gut. Vielleicht, wenn du das Kind behälst,erweckt das bei ihm die "Vatergefühle". Mach das bitte auf keinen Fall, sonst wirst das ganze Leben lang bereuen. Es ist die Hölle, wie ich mich fühle kann ich nicht beschreiben, ich werde das nie wieder tun, egal in welcher Situation. Sei bitte stark genug! Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke!

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29. März 2016 um 18:54
In Antwort auf tegwen_12103548

Also
Ich kenne Privat keinen Fall der einen ssa bereut inklusive mir. Die Mutterschaft hätte ich bereut und sa muss man sich nix einreden. Du bist nicht mal 30...... heute zu tage sind wir sooooooo lange fruchtbar, muss man nicht jede chance aufsaugen als wäre es die letzte.
PS ich bin 28.

Hmmm
Wie kann ich dir eine pn schicken? Bzw darf ich auch?

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29. März 2016 um 20:44
In Antwort auf frieda2016

Hmmm
Wie kann ich dir eine pn schicken? Bzw darf ich auch?

Klar
Ich melde mich nachher, kann mit dem Handy die pn nicht öffnen

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29. März 2016 um 21:33

Hmm
Ich würde nur wegen der Wohnsituation nicht abtreiben. 2 Zimmer reichen mit Baby erstmal aus, da empfohlen wird Babys im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen.

Du bist 29 und nicht 19. Du hast eine stabile Beziehung. In 5 Jahren kann es auch Gründe geben, dass es grade nicht passt. Dann bist du vielleicht beruflich befördert oder hast den Job gewechselt. Was auch immer. Kinder kommen eben nicht immer nach Plan.

Allerdings bin ich auch absolut der Meinung, dass du das Kind nicht nur wegen deinem Alter und der besseren Fruchtbarkeit bekommen solltest. Du musst das Kind schon wollen. Aber die Wohnsituation bzw. Bau des Hauses/Hofes ist in meinen Augen kein Grund ein Kind nicht bekommen zu können. Und beruflichen Stress wird dein Freund in 5 Jahren sicher auch noch haben - dann darfst du gar keine Kinder kriegen

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30. März 2016 um 7:25
In Antwort auf frieda2016

Ich lass mir vieles durch den Kopf gehen
Ich durchstöbere die Foren.
Ich versuch immerwieder einen positiven Gedanken zu fassen aber am Ende komm ich immerwieder beim gleichen raus.
Ich fühle keine Bindung, ich möchte dieses Kind jetzt einfach nicht. Und mir ist es zum Wohl des Kindes auch zu riskant es einfach mal so zu bekommen nur weil ich jetzt mich nicht daran gewöhnen kann.
Das Kind wird IRGENDWIE groß, ja, wie bei vielen Menschen. Ich möchte das IRGENDWIE aber nicht.
Ich möchte nicht eine der Mütter sein die aus Moral ihr Kind bekommen haben und am Ende das Kind aber wirklich nur IRGENDWIE groß wird.
Das Thema hat uns fester zusammenschweißen lassen.
Im Moment habe ich eher das Gefühl mit Kind psychische Folgeb zu haben als nach einer Abtreibungen (Obwohl man sich bestimmt oft fragt was wäre wenn)

Was siegt? Moral oder Bauchgefühl?
Ich danke euch

Damit hast du doch schon deine Antwort.
Du bist dir sicher das du es nicht willst. Ich weiß gar nicht so recht was ich dir schreiben soll. Den für mich klingt das so als ob du deine Antwort kennst sie aber gerne bestätigt haben möchtest. Das kann dir aber hier niemand bestätigen. Das kannst nur du selbst. Stell dir vor du bekommst das Kind, dan wärst du quasi alleinerziehend da dein Mann grade viel für euch arbeitet für euer Leben. Also wird er dich nicht richtig unterstützen können. Würdest du das alles schaffen? Solche Fragen solltest du dir stellen. Solche Fragen verdeutlichen dir was du möchtest.

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30. März 2016 um 10:41

LG
Hast du meine PN gesehen?

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5. April 2016 um 16:09

Hallo
Ich stehe vor einer ähnlichen situation.
Bin 30,gerade einen neuen job-den den ich immer wollte-angefangen.tja und wie das so ist,vertrag unterschrieben und zack schwanger.
Mein freund und ich hatten darüber gesprochen,aber ich weiß dass es jetzt absolut nicht passt.finanziell nicht,von der wohnsituation her nicht und wegen des jobs nicht...
So blöd und scheiße es sich für alle-besonders für betroffene- anhört,wäre es mir lieber das kind würde von alleine gehen...ich bin momentan nicht in der lage ein kind zu bekommen,gerade jetzt wo alles bergauf geht,würde dadurch wieder alles kaputt gehen...

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8. April 2016 um 15:11

..
Frieda kann dir leider nicht antworten!du willst keine pn empfangen???lg

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8. April 2016 um 16:02

Zeitpunkt für ein Kind ist meist nicht richtig
Hallo,
so schlimm hört sich meines Erachtens deine Situation nicht an. Ihr lebt in einer stabilen Beziehung und ein Kind ist auch in ein paar Jahren "ungeplant". Man hat ständig irgendetwas, was man dazwischen schiebt. Sei es neuer Job, die Wohnsituation etc.
Ich bin 27 und momentan auch schwanger (13 Woche) und wir wohnen in einer 2-Zimmer-Wohnung, meine Freund arbeitet in Schichten und auch sehr viel, so what? Man bekommt das alles schon irgendwie gestemmt. Die ersten 1-2 Jahre werden wir auch noch in der Wohnung wohnen (PS: Als meine Schwiegereltern in spe meinen Freund bekommen haben, haben sie in einer 2-Zimmer-Wohnung gewohnt, bis er 6 Jahre alt war und sind dann umgezogen, weil sie seine Schwester bekommen haben). Wir müssen auch schauen wie wir das machen alles, da wir auch nicht wirklich Platz haben, aber das wird schon gehen, mit 2-Zimmer-Wohnung, mit der Arbeit und auch mit dem Bau des Nestes.
Ich will dich auf keinen Fall zwingen, nicht anzutreiben, aber ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass das traumatisch ist.
Mit 18 wurde ich damals schwanger mit meinem Exfreund, den ich gerade mal 2 Monate hatte, kurz vorher einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, die Stelle wollte ich 2 Monate darauf antreten und zu allem Überfluss waren es dann auch noch Zwillinge. Das finde ich eine schlimmere Situation. Man wurde von allen Seiten gedrängt (Mutter, Exfreund etc.) die beiden abzutreiben. Zum Schluss war ich selbst so davon überzeugt worden, dass ich es tat. Bis heute muss ich daran noch denken, wobei es natürlich auch positive Auswirkungen auf mein Leben hatte (Ausbildung abgeschlossen, den falschen Mann abgeschossen und den Richtigen kennen gelernt etc.). Trotzdem habe ich bis heute ein schlechtes Gewissen und muss auch oft traurig darüber nachdenken.

Aber wie auch immer du dich entscheidest, denk dran: Es ist dein Körper und somit deine Entscheidung, lass dir von niemanden reinreden, sondern hör nur auf dich. Ich wurde damals sehr beeinflusst, dass ich darüber immer noch nicht komplett weg bin.

Ich wünsche dir viel Kraft, egal wie du dich entscheidest.

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9. April 2016 um 10:59

Kann mich den meisten nur anschließen.
Ich finde eine Abtreibung in eurer Situation irgendwie einen Schmarrn.

Ihr habt doch eine super Perspektive, wenn ihr bald sicher umzieht und eh Kinder wollt?
Ist doch alles supi.

Grad die ersten zwei bis drei Jahre ist es doch nicht so schlimm fürs Kind in einer kleinen Wohnung zu leben. Da hat es doch noch keine Ansprüche an ein eigenes Zimmer, etc.

Ihr wollt warten, bis ihr so weit seid, wie ihr es geplant habt. Aber vielleicht wird es ja nie so weit sein? Es läuft doch selten alles perfekt.
Aber eure Situation ist da nah dran, also würde ich da jetzt gar nicht drüber nachdenken.
Und wenn die FÄ schon sagt, dass es in ein paar Jahren nicht mehr so sicher ist, dass du ein Kind bekommst, dann erst recht nicht.

Andere treiben ab (oder selbst dann nicht!), weil sie alleine sind, von HartzIV in einer Einzimmerwohnung leben, keine Perspektive haben, nie Kinder wollten, und dem Kind nie irgendwas bieten könnten.

Ihr habt ne feste Beziehung, liebt euch, wohnt bald in nem großen Heim und wolltet eh Kinder.
Ich wollte eigentlich nicht vorwurfsvoll sein, aber muss doch sagen, dass ich es dann schon recht fraglich finde, wenn man in der Situation über Abtreibung nachdenkt, nur es nicht GENAU nach Plan lief. Sorry. :/

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9. April 2016 um 16:56
In Antwort auf tegwen_12103548

Also
Ich kenne Privat keinen Fall der einen ssa bereut inklusive mir. Die Mutterschaft hätte ich bereut und sa muss man sich nix einreden. Du bist nicht mal 30...... heute zu tage sind wir sooooooo lange fruchtbar, muss man nicht jede chance aufsaugen als wäre es die letzte.
PS ich bin 28.

Die Frauen sind heutzutage nicht länger fruchtbar als
vor 100 Jahren, die Reproduktionsmedizin ist nur weiter fortgeschritten und heute wird dann halt funktionsfähig gemacht, was eigentlich ohne medizinischen Eingriff nicht mehr funktionieren würde. Würde ich planen erst ab Mitte 30 Kinder zu bekommen, würde ich mir rechtzeitig ein paar Eizellen einfrieren lassen, oder schon mal anfangen zu sparen, um dann später die ganzen Behandlungen zahlen zu können. Ganz hartgesottene "kaufen" sich dann Eizellen oder lassen gleich in Indien brüten und werfen. Das hat aber alles nichts mit "längerer Fruchtbarkeit" sondern mit dem aus meiner Sicht unmoralischem und verwerflichen "mit Geld kann man sich heute alles kaufen, sogar Kinder" zu tun.

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9. April 2016 um 17:20
In Antwort auf page_12135386

Die Frauen sind heutzutage nicht länger fruchtbar als
vor 100 Jahren, die Reproduktionsmedizin ist nur weiter fortgeschritten und heute wird dann halt funktionsfähig gemacht, was eigentlich ohne medizinischen Eingriff nicht mehr funktionieren würde. Würde ich planen erst ab Mitte 30 Kinder zu bekommen, würde ich mir rechtzeitig ein paar Eizellen einfrieren lassen, oder schon mal anfangen zu sparen, um dann später die ganzen Behandlungen zahlen zu können. Ganz hartgesottene "kaufen" sich dann Eizellen oder lassen gleich in Indien brüten und werfen. Das hat aber alles nichts mit "längerer Fruchtbarkeit" sondern mit dem aus meiner Sicht unmoralischem und verwerflichen "mit Geld kann man sich heute alles kaufen, sogar Kinder" zu tun.

Ferner ist die "medizinische" Lösung
hinsichtlich des erhöhtem Behinderungsrisiko immer noch Abtreibung, so dass separat von der Frage, wie lange es klappt, man Kinder bevorzugt vor 35 bekommen sollte.

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12. April 2016 um 12:06

Wieder da!
Hallo.

Habe bewusst die Seite nicht mehr besucht weil ich eine Entscheidung getroffen habe.
Heute war mein Abbruch und mir geht es sehr gut.
Gestern war ich so nervös wegen des Eingriffs, aber alle waren so liebevoll. Wenn man nicht wüsste warum man da ist.... Wirklich Respekt an die Frauen die dort arbeiten.
Ich war sehr schnell wieder fit, hab halt Unterleibsziehen und bisschen Schmerzen.

Mein Freund war sehr erstaunt wieviel Frauen da waren zum Abtreiben und in welchem Alter. Und alle, wie soll ich sagen, mittlerer und höherer Wohlstand.

Ich bin nur sehr erleichtert, Schuldgefühle hatte ich nie, jetzt auch nicht. Ich weiß dass es die richtige Entscheidung war.

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12. April 2016 um 13:02
In Antwort auf frieda2016

Wieder da!
Hallo.

Habe bewusst die Seite nicht mehr besucht weil ich eine Entscheidung getroffen habe.
Heute war mein Abbruch und mir geht es sehr gut.
Gestern war ich so nervös wegen des Eingriffs, aber alle waren so liebevoll. Wenn man nicht wüsste warum man da ist.... Wirklich Respekt an die Frauen die dort arbeiten.
Ich war sehr schnell wieder fit, hab halt Unterleibsziehen und bisschen Schmerzen.

Mein Freund war sehr erstaunt wieviel Frauen da waren zum Abtreiben und in welchem Alter. Und alle, wie soll ich sagen, mittlerer und höherer Wohlstand.

Ich bin nur sehr erleichtert, Schuldgefühle hatte ich nie, jetzt auch nicht. Ich weiß dass es die richtige Entscheidung war.

Das
"Und alle, wie soll ich sagen, mittlerer und höherer Wohlstand."
ist nicht weiter überraschend; Abtreibungen haben hierzulande selten was, mit absoluter materieller Armut zu tun, sondern mehr mit dem Verlust an Möglichkeiten und höherer Wohlstand bedeutet mehr Möglichkeiten, also auch mehr Verlust an Möglichkeiten durch ungeplantes Kind.

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13. April 2016 um 22:25

Wir waren in der selben Situation
Sie war nicht ideal, aber auch nicht schlimm. Bevor wir unseren "Hof" beziehen konnten, hatten wir sogar 2 kleine Kinder. Es geht immer irgendwie, wenn man will. Und ein Baby/Kleinkind braucht noch nicht wirklich viel Platz. Und wenn sich das mal ändert, habt Ihr bereits Euren Hof. Mach Dir nicht zuviele Sorgen. Freu Dich auf Dein Kind und die schönste Zeit Deines Lebens.

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13. April 2016 um 23:03
In Antwort auf katish2

Kann mich den meisten nur anschließen.
Ich finde eine Abtreibung in eurer Situation irgendwie einen Schmarrn.

Ihr habt doch eine super Perspektive, wenn ihr bald sicher umzieht und eh Kinder wollt?
Ist doch alles supi.

Grad die ersten zwei bis drei Jahre ist es doch nicht so schlimm fürs Kind in einer kleinen Wohnung zu leben. Da hat es doch noch keine Ansprüche an ein eigenes Zimmer, etc.

Ihr wollt warten, bis ihr so weit seid, wie ihr es geplant habt. Aber vielleicht wird es ja nie so weit sein? Es läuft doch selten alles perfekt.
Aber eure Situation ist da nah dran, also würde ich da jetzt gar nicht drüber nachdenken.
Und wenn die FÄ schon sagt, dass es in ein paar Jahren nicht mehr so sicher ist, dass du ein Kind bekommst, dann erst recht nicht.

Andere treiben ab (oder selbst dann nicht!), weil sie alleine sind, von HartzIV in einer Einzimmerwohnung leben, keine Perspektive haben, nie Kinder wollten, und dem Kind nie irgendwas bieten könnten.

Ihr habt ne feste Beziehung, liebt euch, wohnt bald in nem großen Heim und wolltet eh Kinder.
Ich wollte eigentlich nicht vorwurfsvoll sein, aber muss doch sagen, dass ich es dann schon recht fraglich finde, wenn man in der Situation über Abtreibung nachdenkt, nur es nicht GENAU nach Plan lief. Sorry. :/

Wie schon
Geschrieben, habe ich gestern abgetrieben.
Uns geht's Prima.
Ich glaube manche verstehen den Grund nicht, es geht um die allgemeine Situation mit Selbständigkeit und wenig Zeit.
Ich finde Kinder viel zu wichtig um sie eben mal nebenher zu bekommen.
Man kann auch mal nicht eben den hart erarbeitenden KundenStamm zur Seite schieben. Hier geht's auch um Existenz. Klar hätte ich das Kind hier erstmal aufziehen können, meist alleine, wahrscheinlich dadurch gefrustet und der Papa auch weil er noch viel mehr Stress hat um seinem Kind in etwa gerecht zu werden.
Wenn wir dort wohnen wird er die meiste Zeit zur Verfügung stehen.
Es ist für viele evtl nicht nachvollziehbar, aber mir ist es wichtig die nächsten Jahre die Bauzeit weiterhin glücklich zu überstehen (und manchen ist schon 1 Jahr bauen zu viel für die Beziehung) und wenn irgendwann ein Baby unsere Krönung sein soll, freuen wir uns, wenn nicht, dann ist das eben so)
Mir geht es gut und das zeugt mir, dass es die richtige Entscheidung war. Ein Kind sollte gewollt sein.

Und glaubt mir, keine Frau entscheidet sich leichtfertig für diesen Schritt.

Und ich musste auch erst in diese Situation kommen um zu sagen: Jede Frau hat ihre Gründe für diesen Schritt, egal wie banal sich die Gründe für andere auch anhören

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14. April 2016 um 6:25
In Antwort auf esmi_12120735

Wir waren in der selben Situation
Sie war nicht ideal, aber auch nicht schlimm. Bevor wir unseren "Hof" beziehen konnten, hatten wir sogar 2 kleine Kinder. Es geht immer irgendwie, wenn man will. Und ein Baby/Kleinkind braucht noch nicht wirklich viel Platz. Und wenn sich das mal ändert, habt Ihr bereits Euren Hof. Mach Dir nicht zuviele Sorgen. Freu Dich auf Dein Kind und die schönste Zeit Deines Lebens.

Die Entscheidung
ist ihrerseits bereits umgesetzt worden, siehe unten ihren Post vom 12.04.

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18. April 2016 um 7:52
In Antwort auf carn

Die Entscheidung
ist ihrerseits bereits umgesetzt worden, siehe unten ihren Post vom 12.04.

Ah ja, danke
Sie haben für das Wohl des Kindes entschieden.

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