Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Psychisch kranker Mann und Kinderwunsch

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A
alena27
03.12.21 um 18:32

Hallo

Ich bin neu hier im Forum und hoffe der Beitrag passt hier rein. 

Zurzeit stehe ich vor einem großen Problem. Mein Mann und ich (beide27) sind seit 10 Jahren ein Paar. Seit drei Jahren sind wir verheiratet. 
Unsere Ehe ist etwas schwierig. Mein Mann ist im Laufe der Zeit psychisch erkrankt. Er leidet unter einer bipolaren Störung die leider immer schlimmer wird. 
Ich habe damit gelernt zu leben. Das Problem ist das er seit einigen Monaten davon redet das er sich ein Kind wünscht. 
Einerseits verstehe ich seinen Wunsch. Ich hätte auch gerne mal Kinder gehabt. Aber auf der anderen Seite habe ich Angst ein Kind mit ihm zu bekommen. 
Für mich ist es schwierig wenn er seine Episoden durchläuft. Und das möchte ich einem Kind nicht zumuten. 
Meine Freundin meint aber das ich ihm seinen Kinderwunsch nicht verweigern darf. Denn jeder hat ein Recht darauf ein Kind zu bekommen. 

Über die Meinung von Außenstehenden zu dieser Situation wäre ich dankbar. 

Lg. Alena 

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D
deflorin
05.12.21 um 21:27

oh ein sehr schweres Thema.
Ich vermute mal, dass er zur Zeit irgend eine Therapie besucht, wegen seiner Bipolarität? Wäre es möglich, dass du ihn in einigen Sitzungen begleitest und ihr das dann mit der Psychiaterin, dem Psychologen o.ä. besprechen könnt? Ich denke in so einer Frage könnte es wirklich hilfreich sein, noch eine weitere Perspektive anzuhören. Und es könnte dir auch helfen deine Sicht, dass dir Sorgen machst, ihm schonend zu erklären.
Als ich deinen Post gelesen habe, kam in mir noch die Frage auf, ob er denn das Kind als eine Art "Lösung" seiner Probleme sieht, also im Sinne von "wenn ich Vater bin, wird alles besser". Das wäre sicher auch etwas, das anzusprechen wert wäre.

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D
deflorin
05.12.21 um 21:30

Ach, und noch dazu, was deine Freundin sagt: Also ich fände es andersherum eher schlimm, nämlich wenn du nur ein Kind kriegen würdest, um ihn zufrieden/glücklich (...) zu machen, und dabei 1. deine eigenen Wünsche/Pläne und 2. deine (berechtigten!) Sorgen einfach ausblenden würdest. Schlussendlich müsst ihr GEMEINSAM für oder gegen ein Kind sein. Und wenn ihr euch nicht einigen könnt, stellt sich die Frage, ob die Beziehung trotzdem eine Zukunft hat.

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lole72
06.12.21 um 11:07

​ Hallo!
Also tut mir wirklich leid, dass du in so einer komplizierten Situation bist. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du Angst hast. Hätte ich auch. Aber hier gibt es was zu besprechen.
Ich war zwar nie an deiner Stelle, aber würde auch was dazu sagen. Vielleicht ein bisschen schroff. Aber nicht böse gemeint.
Also was seine psychische Krankheit angeht. Pass auf. Bipolare Störung ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinn. Das bedeutet nur, diese Krankheit wird nicht direkt an die Nachkommen weitergegeben.  Familiäre Häufungen und Zwillingsstudien legen jedoch nahe, dass es eine genetische Komponente gibt. Man geht von der Vererbung einer gewissen Anfälligkeit bzw. Verletzlichkeit aus.
Das Ding ist, dass diese Psychische Erkrankung tritt oft in der Regel im mittleren Jugendalter oder im frühen Erwachsenenalter auf. Also das ist nicht angeboren.
Also hier brauchst du keine Angst haben.
Aber in deinem Fall geht es um Liebe in erster Linie.
Diese Situation soll zeigen, ob du deinen Partner wirklich liebst.
Ob du wirklich bereit bist, von ihm ein Baby zu bekommen.
Ihr seid schon seit so langem zusammen. Natürlich ist Kinderwunsch seinerseits logisch.
Also jetzt musst du diese Entscheidung treffen ob du ihn wirklich liebst. Ob du wirklich bereit bist ihn zu unterstützen. Oder ist es too much für dich.
Ja, das ist auf jeden Fall schwer, so einen Mann zu haben. Aber wie gesagt, entweder aufgeben und es kommt zur Trennung nach 10 Jahren. Oder Mut finden und eine richtige Familie zu gründen.
Natürlich kannst du jetzt ihn verlassen. Aber brauchst du das wirklich?
Wie ist es überhaupt mit deinem Mann? Wie lange ist es so bei ihm?
Und was hat diese Störung überhaupt verursacht?
Wie sieht es mit Therapie aus?
Du meinst, es wird ihm immer schlimmer. Das auch trotz Therapie​?

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alena27
06.12.21 um 13:29
In Antwort auf lole72

​ Hallo!
Also tut mir wirklich leid, dass du in so einer komplizierten Situation bist. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du Angst hast. Hätte ich auch. Aber hier gibt es was zu besprechen.
Ich war zwar nie an deiner Stelle, aber würde auch was dazu sagen. Vielleicht ein bisschen schroff. Aber nicht böse gemeint.
Also was seine psychische Krankheit angeht. Pass auf. Bipolare Störung ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinn. Das bedeutet nur, diese Krankheit wird nicht direkt an die Nachkommen weitergegeben.  Familiäre Häufungen und Zwillingsstudien legen jedoch nahe, dass es eine genetische Komponente gibt. Man geht von der Vererbung einer gewissen Anfälligkeit bzw. Verletzlichkeit aus.
Das Ding ist, dass diese Psychische Erkrankung tritt oft in der Regel im mittleren Jugendalter oder im frühen Erwachsenenalter auf. Also das ist nicht angeboren.
Also hier brauchst du keine Angst haben.
Aber in deinem Fall geht es um Liebe in erster Linie.
Diese Situation soll zeigen, ob du deinen Partner wirklich liebst.
Ob du wirklich bereit bist, von ihm ein Baby zu bekommen.
Ihr seid schon seit so langem zusammen. Natürlich ist Kinderwunsch seinerseits logisch.
Also jetzt musst du diese Entscheidung treffen ob du ihn wirklich liebst. Ob du wirklich bereit bist ihn zu unterstützen. Oder ist es too much für dich.
Ja, das ist auf jeden Fall schwer, so einen Mann zu haben. Aber wie gesagt, entweder aufgeben und es kommt zur Trennung nach 10 Jahren. Oder Mut finden und eine richtige Familie zu gründen.
Natürlich kannst du jetzt ihn verlassen. Aber brauchst du das wirklich?
Wie ist es überhaupt mit deinem Mann? Wie lange ist es so bei ihm?
Und was hat diese Störung überhaupt verursacht?
Wie sieht es mit Therapie aus?
Du meinst, es wird ihm immer schlimmer. Das auch trotz Therapie​?

Erstmal danke für die Antworten und Ratschläge. 

Die Ärzte tappen leider noch im dunkeln was diese Störung ausgelöst haben könnte. Mein Mann musste Anfang 2016 einige Schicksalsschläge wegstecken. 
Er hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Mutter. Bei ihr wurde Mitte Dezember 2015 ein bösartiger Gehrintumor festegestellt an dem sie acht Wochen später verstarb. Mein Mann hat bis heute nicht über ihren Tod gesprochen. Ich habe ihn auch nie weinen sehen. Kurz nach dem Begräbnis fand er seine Lieblingskater tot auf. Das Tier war für ihn sehr wichtig da er ihm in der schweren zeit eine große Stütze war. 
Danach wurde bei seinem Vater Krebs festgestellt. Und in dieser Zeit hat auch mein Mann angefangen sich zu verändern. Soziale Kontakte hat er überhaupt keine mehr und lebt sehr zurückgezogen. 
Die Ärzte sprechen inzwischen von einem Ultradian Cycling Verlauf. Dazu kommen inzwischen auch massive Angststörungen. 

Mein Mann wird momentan medikamentös behandelt und ist in psychologischer Betreuung. Verlassen würde ich ihn nie da er trotz der Probleme meine große Liebe ist. 
Ich wäre auch bereit ihm seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Nur habe ich eben Zweifel da ich nicht möchte das, das Kind die Ausraster mitbekommt. 
Mein Mann neigt beim Wechsel der Episoden auch zur Selbstverletzung. Und für ein Kind wäre dies doch verstörend wenn es so etwas mitbekommen würde. 

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lole72
15.12.21 um 14:28
In Antwort auf alena27

Erstmal danke für die Antworten und Ratschläge. 

Die Ärzte tappen leider noch im dunkeln was diese Störung ausgelöst haben könnte. Mein Mann musste Anfang 2016 einige Schicksalsschläge wegstecken. 
Er hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Mutter. Bei ihr wurde Mitte Dezember 2015 ein bösartiger Gehrintumor festegestellt an dem sie acht Wochen später verstarb. Mein Mann hat bis heute nicht über ihren Tod gesprochen. Ich habe ihn auch nie weinen sehen. Kurz nach dem Begräbnis fand er seine Lieblingskater tot auf. Das Tier war für ihn sehr wichtig da er ihm in der schweren zeit eine große Stütze war. 
Danach wurde bei seinem Vater Krebs festgestellt. Und in dieser Zeit hat auch mein Mann angefangen sich zu verändern. Soziale Kontakte hat er überhaupt keine mehr und lebt sehr zurückgezogen. 
Die Ärzte sprechen inzwischen von einem Ultradian Cycling Verlauf. Dazu kommen inzwischen auch massive Angststörungen. 

Mein Mann wird momentan medikamentös behandelt und ist in psychologischer Betreuung. Verlassen würde ich ihn nie da er trotz der Probleme meine große Liebe ist. 
Ich wäre auch bereit ihm seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Nur habe ich eben Zweifel da ich nicht möchte das, das Kind die Ausraster mitbekommt. 
Mein Mann neigt beim Wechsel der Episoden auch zur Selbstverletzung. Und für ein Kind wäre dies doch verstörend wenn es so etwas mitbekommen würde. 

Danke für die Antwort. Also offensichtlich war es mit seiner Mama und Vater verbunden. Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren würde. Das ist wirklich too much. Sogar für einen schon erwachsenen Mann. Das würde mich auf jeden Fall auch umbringen.
Tut mir wirklich leid, dass es mit seinen Eltern passiert ist.
Aber ich finde das so gut, dass du trotzdem mit dem bist. Dass du trotzdem bereit bist ihn zu unterstützen.
Und natürlich auch dass du trotzdem bereit bist von ihm das Baby zu bekommen. Jetzt sehe ich, dass du ihn wirklich liebst. Obwohl nicht jede Frau bereit wäre weiter so einen Mann zu unterstützen.
Das ist natürlich schrecklich, dass er Episode zur Selbstverletzung hatte.
Aber ich glaube, alles ändert sich mit der Geburt. Das hoffe ich.
Das Baby gibt uns auf jeden nur positive Momente. Ich glaube, dein es wird deinem Mann viel besser.
​Also ich wünsche euch weiterhin alles Gute. Dir viel Geduld! Und ihr schafft das auf jeden!
 

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deflorin
20.12.21 um 22:41
In Antwort auf lole72

Danke für die Antwort. Also offensichtlich war es mit seiner Mama und Vater verbunden. Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren würde. Das ist wirklich too much. Sogar für einen schon erwachsenen Mann. Das würde mich auf jeden Fall auch umbringen.
Tut mir wirklich leid, dass es mit seinen Eltern passiert ist.
Aber ich finde das so gut, dass du trotzdem mit dem bist. Dass du trotzdem bereit bist ihn zu unterstützen.
Und natürlich auch dass du trotzdem bereit bist von ihm das Baby zu bekommen. Jetzt sehe ich, dass du ihn wirklich liebst. Obwohl nicht jede Frau bereit wäre weiter so einen Mann zu unterstützen.
Das ist natürlich schrecklich, dass er Episode zur Selbstverletzung hatte.
Aber ich glaube, alles ändert sich mit der Geburt. Das hoffe ich.
Das Baby gibt uns auf jeden nur positive Momente. Ich glaube, dein es wird deinem Mann viel besser.
​Also ich wünsche euch weiterhin alles Gute. Dir viel Geduld! Und ihr schafft das auf jeden!
 

Sorry da muss ich echt widersprechen. Ein Kind ist doch kein Allheilmittel für psychische Probleme! und schon gar nicht so schwerwiegende! Das ist echt hart, was dein Partner durchmachen musste und es ist toll, dass du ih eine so tolle Stütze bist.
Man muss sich einfach bewusst sein, dass ein Kind in vielen Aspekten einfach auch eine Belastung für eine Beziehung ist. Natürlich gibt es unzählige schöne Momente, aber da ist so viel Verantwortung etc etc schlaflose Nächte ....
Dazu noch die Schwangerschaft - denkst du, du bist stark genug, die "alleine" durchzustehen, falls er dich nicht unterstützen kann? bzw. wie wäre es für ihn, wenn du wegen der Schwangerschaft (oder auch nach der Geburt) zeitweise nicht in der Lage bist dich um ihn zu kümmern?
Das sind Punkte, die ihr unbedingt absprechen müsst. Habt ihr sons noch jemanden, der euch helfen könnte, falls alles zu viel wird?

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holzmichel
21.12.21 um 10:24

Ich finde es toll das du so hinter deinem Mann stehst, Hut ab. ​Da es keine Erbkrankheit ist sollte von dieser Seite nix elementares dagegen sprechen.
 
Ganz wichtig wird sein ob du dir das ganze zutraust. Es ist mit Sicherheit eine Aufgabe mit den Schwankungen deines Mannen umzugehen.
Da er, wie du schreibst, auch nicht Ansatzweise über seine Traumata sprechen kann oder Gefühle dazu zeigen kann, hat er wohl noch einen langen Weg vor sich bevor sich da eventuell was bei ihm bessert oder ändert.
Dieser Weg den Ihr geht wird dich weiterhin sehr fordern, wie sehr kannst du nur allein einschätzen.
Was du daneben noch zu leisten im Stande ist, kann dir wohl auch niemand sagen.
Ein Kind glaube ich, wird in diese Situation hineinwachsen, wenn ihr es entsprechend mit nehmt.

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alena27
21.12.21 um 12:22
In Antwort auf deflorin

Sorry da muss ich echt widersprechen. Ein Kind ist doch kein Allheilmittel für psychische Probleme! und schon gar nicht so schwerwiegende! Das ist echt hart, was dein Partner durchmachen musste und es ist toll, dass du ih eine so tolle Stütze bist.
Man muss sich einfach bewusst sein, dass ein Kind in vielen Aspekten einfach auch eine Belastung für eine Beziehung ist. Natürlich gibt es unzählige schöne Momente, aber da ist so viel Verantwortung etc etc schlaflose Nächte ....
Dazu noch die Schwangerschaft - denkst du, du bist stark genug, die "alleine" durchzustehen, falls er dich nicht unterstützen kann? bzw. wie wäre es für ihn, wenn du wegen der Schwangerschaft (oder auch nach der Geburt) zeitweise nicht in der Lage bist dich um ihn zu kümmern?
Das sind Punkte, die ihr unbedingt absprechen müsst. Habt ihr sons noch jemanden, der euch helfen könnte, falls alles zu viel wird?

Das ist eben einer der Punkte die mir Sorgen machen. 
Wenn ich wegen der Geburt einige Tage im Krankenhaus bleiben muss, wer sich dann um ihn kümmern soll. 

Meine Eltern kämen da auch nicht in Frage da ihnen leider der Umgang mit meinem Mann fehlt. 
Ich habe durchaus Tage wo ich mir einen pflegebedürftigen Mann und ein Baby zutrauen würde. 
Aber es gibt eben auch die Tage wo ich mit meinem Mann überfordert bin. 

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lole72
21.12.21 um 21:35
In Antwort auf deflorin

Sorry da muss ich echt widersprechen. Ein Kind ist doch kein Allheilmittel für psychische Probleme! und schon gar nicht so schwerwiegende! Das ist echt hart, was dein Partner durchmachen musste und es ist toll, dass du ih eine so tolle Stütze bist.
Man muss sich einfach bewusst sein, dass ein Kind in vielen Aspekten einfach auch eine Belastung für eine Beziehung ist. Natürlich gibt es unzählige schöne Momente, aber da ist so viel Verantwortung etc etc schlaflose Nächte ....
Dazu noch die Schwangerschaft - denkst du, du bist stark genug, die "alleine" durchzustehen, falls er dich nicht unterstützen kann? bzw. wie wäre es für ihn, wenn du wegen der Schwangerschaft (oder auch nach der Geburt) zeitweise nicht in der Lage bist dich um ihn zu kümmern?
Das sind Punkte, die ihr unbedingt absprechen müsst. Habt ihr sons noch jemanden, der euch helfen könnte, falls alles zu viel wird?

Hier bin ich gar nicht mit dir einverstanden. Was soll das, dass ein Kind in vielen Aspekten einfach auch eine Belastung für eine Beziehung ist? Ja, vielleicht schon in Familien, wo kein Respekt und Liebe ist.
Wenn es so in deiner Familie war tut es mir wirklich sehr leid.
Aber in einer Familie, wo man einander respektiert und liebt, wird es nur besser.
Kinder machen Partner näher. Liebe herrscht überall.
Also ein Baby kann nicht zur Belastung werden!
Du hast wirklich kein Recht, eine fremde Person von Baby abzureden (Nicht böse gemeint).
Aber du schreibst hier Dinge, die wirklich verrückt sind.
Also liebe TE, bitte nicht ernst nehmen, dass Baby eine Belastung für eine Beziehung ist.
Ist gar nicht so!
Ich hoffe wirklich, dass es bei euch super klappt.
ich hoffe, dass deinem Partner bald viel besser geht.
Und zu 100 Pro sage ich, dass ihre Beziehungen mit erstem Baby nur besser werden!
 

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M
missdalton
28.12.21 um 12:33

Also ich bin nicht einverstanden mit dem, was du schreibst.
Natürlich kann die Versorgung und der Alltag mit Kind eine Belastung sein, gerade in den ersten 2 Jahren. Nicht das Kind als Person ist eine Belastung, aber durchaus die schlaflosen Nächte, damit vebundener Schlafmangel und dann sich noch um den kranken Mann kümmern müssen und gleichzeitg weiterhin ums Baby - ja, natürlich kann das belastend sein.
Das hat nichts mit fehlender Liebe zu Kind oder Mann zu tun.
Aber Liebe alleine heilt nicht alles.
Es KANN sein, dass es dem Mann durch das Kind besser gehen wird, es MUSS aber nicht sein. Es kann genauso gut schlimmer werden.
Auch wenn man das eigene Kind über alles liebt, darf es einem schlecht gehen.
Was du schreibst ist Schönmalerei, ein Märchen "...und sie lebten glücklich und zufrieden..." aber das Leben mit Kind ist nicht immer nur schön und das Leben mit Kind UND pflegebedürftigem Mann erst recht nicht.
Ein Kind ist erwas wunderbares und unbezahlbares, aber auch mit Stress verbunden.
Und in diesem Fall sollte eine Familiengründung gut überlegt sein, denn im schlimmsten Fall sind es immer die Kinder, die das meiste Leid ertagen müssen.
 

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M
missdalton
28.12.21 um 12:34
In Antwort auf lole72

Hier bin ich gar nicht mit dir einverstanden. Was soll das, dass ein Kind in vielen Aspekten einfach auch eine Belastung für eine Beziehung ist? Ja, vielleicht schon in Familien, wo kein Respekt und Liebe ist.
Wenn es so in deiner Familie war tut es mir wirklich sehr leid.
Aber in einer Familie, wo man einander respektiert und liebt, wird es nur besser.
Kinder machen Partner näher. Liebe herrscht überall.
Also ein Baby kann nicht zur Belastung werden!
Du hast wirklich kein Recht, eine fremde Person von Baby abzureden (Nicht böse gemeint).
Aber du schreibst hier Dinge, die wirklich verrückt sind.
Also liebe TE, bitte nicht ernst nehmen, dass Baby eine Belastung für eine Beziehung ist.
Ist gar nicht so!
Ich hoffe wirklich, dass es bei euch super klappt.
ich hoffe, dass deinem Partner bald viel besser geht.
Und zu 100 Pro sage ich, dass ihre Beziehungen mit erstem Baby nur besser werden!
 

Also ich bin nicht einverstanden mit dem, was du schreibst.Natürlich kann die Versorgung und der Alltag mit Kind eine Belastung sein, gerade in den ersten 2 Jahren. Nicht das Kind als Person ist eine Belastung, aber durchaus die schlaflosen Nächte, damit vebundener Schlafmangel und dann sich noch um den kranken Mann kümmern müssen und gleichzeitg weiterhin ums Baby - ja, natürlich kann das belastend sein.Das hat nichts mit fehlender Liebe zu Kind oder Mann zu tun.Aber Liebe alleine heilt nicht alles.Es KANN sein, dass es dem Mann durch das Kind besser gehen wird, es MUSS aber nicht sein. Es kann genauso gut schlimmer werden.Auch wenn man das eigene Kind über alles liebt, darf es einem schlecht gehen.Was du schreibst ist Schönmalerei, ein Märchen "...und sie lebten glücklich und zufrieden..." aber das Leben mit Kind ist nicht immer nur schön und das Leben mit Kind UND pflegebedürftigem Mann erst recht nicht.Ein Kind ist erwas wunderbares und unbezahlbares, aber auch mit Stress verbunden.Und in diesem Fall sollte eine Familiengründung gut überlegt sein, denn im schlimmsten Fall sind es immer die Kinder, die das meiste Leid ertagen müssen. 

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deflorin
30.12.21 um 2:59
In Antwort auf missdalton

Also ich bin nicht einverstanden mit dem, was du schreibst.Natürlich kann die Versorgung und der Alltag mit Kind eine Belastung sein, gerade in den ersten 2 Jahren. Nicht das Kind als Person ist eine Belastung, aber durchaus die schlaflosen Nächte, damit vebundener Schlafmangel und dann sich noch um den kranken Mann kümmern müssen und gleichzeitg weiterhin ums Baby - ja, natürlich kann das belastend sein.Das hat nichts mit fehlender Liebe zu Kind oder Mann zu tun.Aber Liebe alleine heilt nicht alles.Es KANN sein, dass es dem Mann durch das Kind besser gehen wird, es MUSS aber nicht sein. Es kann genauso gut schlimmer werden.Auch wenn man das eigene Kind über alles liebt, darf es einem schlecht gehen.Was du schreibst ist Schönmalerei, ein Märchen "...und sie lebten glücklich und zufrieden..." aber das Leben mit Kind ist nicht immer nur schön und das Leben mit Kind UND pflegebedürftigem Mann erst recht nicht.Ein Kind ist erwas wunderbares und unbezahlbares, aber auch mit Stress verbunden.Und in diesem Fall sollte eine Familiengründung gut überlegt sein, denn im schlimmsten Fall sind es immer die Kinder, die das meiste Leid ertagen müssen. 

das kann ich nur unterstreichen.

Auch insofern lole damals ja auf meinen Beitrag geantwortet hat; Ich wolle der TE das kind nicht ausreden oder das kinderkriegen per se schlecht machen. Ich wollte ihr nur aufzeigen, dass ihre Bedenken sehr berechtigt sind. Natürlich wünsche ich ihr und ihrem Partner nur das beste und, falls sie es beide wollen, eine glückliche Familiengründung. Aber das ist schon etwas, bei dem man alle punkte genau abwägen muss.

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annika9219
30.12.21 um 7:52

Hier meine ehrliche Meinung dazu. So schön ein Kind auch ist... Zu einem Partner mit dieser Erkrankung des Ende ja eher offen ist, passt es nicht. 
Er braucht dich zu 100% und die 100% kannst du Ihm nicht geben, in der Schwangerschaft und später mit Kind.
Auch später wenn das Kind größer wird, Du kommts mit seiner Erkrankung zurecht. Aber wie das Kind? 
Zudem mit 27 tickt deine BIO UHR überhaupt nicht. Wartet 3-5 Jahre ab, wie sich seine Krankheit entwickelt. 

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devota1977
devota1977
30.12.21 um 13:12

Erstmal HUT AB vor DIR. Was auf deinen jungen Schulter alles lastet. Großer Respekt. Andere junge Frau von 20 - 30 haben da andere Dinge im Kopf.

Nun aber was Essig in den Wein. Euer Kind würde zwangsläufig drunter leiden, auch wenn es nicht seine Ansicht ist. 
Auch musst Du bitte bedenken, ein Kind kostet viel deiner Kraft und deiner Zeit.  
Ein "großes Kind" hast DU  ja schon. Dazu noch eine Schwangerschaft und dann das Baby. Was ist wenn dich das alles letztlich überfordert, damit ist Ihm nicht geholfen. 
 

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alena27
30.12.21 um 18:03
In Antwort auf devota1977

Erstmal HUT AB vor DIR. Was auf deinen jungen Schulter alles lastet. Großer Respekt. Andere junge Frau von 20 - 30 haben da andere Dinge im Kopf.

Nun aber was Essig in den Wein. Euer Kind würde zwangsläufig drunter leiden, auch wenn es nicht seine Ansicht ist. 
Auch musst Du bitte bedenken, ein Kind kostet viel deiner Kraft und deiner Zeit.  
Ein "großes Kind" hast DU  ja schon. Dazu noch eine Schwangerschaft und dann das Baby. Was ist wenn dich das alles letztlich überfordert, damit ist Ihm nicht geholfen. 
 

Das sind genau die Gründe warum ich bezüglich einem Kind große Zweifel habe. 
Ehrlich gesagt stoße ich bei der Betreuung meines Mannes des öfteren an meine eigenen Grenzen. Mit Kind wäre das ganze eben doppelt so schwer für mich. 
 

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habibi
01.01.22 um 23:37

Eine ernsthafte, langjährige psychische Krankheit kann doch nicht durch die Geburt eines Kindes auf magische Weise geheilt werden, was redest du da?! Und natürlich ist ein Baby eine Belastung. Also nicht das Baby an sich, aber halt das, was es mitbringt: Schlafmangel, Schreien, kaum Zeit für sich selbst und den Partner, ev. Stillprobleme, Kinderkrankheiten (eine Freundin musste gerade heute in die Notaufnahme, weil ihre Tochter hohes Fieber hat), zusätzliche Arbeit im Haushalt, etc. In der Familie eines Arbeitskollegen ist ständig irgendwer krank, weil die Kinder im Kindergarten irgendwas aufgelesen haben... Natürlich sind das Belastungen. 

Und was soll dieser Zuckerwatte-Quatsch von wegen Liebe? Auch wenn man seinen Partner von Herzen liebt, muss man nicht zwingend Kinder bekommen, wenn äussere Umstände klar dagegen sprechen. Im Umkehrschluss müsste ja ein Baby automatisch ein Zeichen grosser Liebe sein. Wir wissen alle, dass es oft genug nicht so ist. 

Liebe FS, überlege es dir gut. Ein Kind sollte in stabilen Verhältnissen mit verlässlichen, psychisch stabilen Bezugspersonen aufwachsen. Ich will dir das Kind eigentlich nicht ausreden, denn das steht mir natürlich nicht zu. Aber ich wünsche jedem Kind Eltern, die diese Rolle zuverlässig ausfüllen und ihm in jeder Situation Geborgenheit geben können.

Hast du schon einmal mit Fachpersonen (Psychologen, Ärzten) über dieses Thema gesprochen? Die sollten einschätzen können, ob ein Kind momentan eine gute Idee ist.

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habibi
01.01.22 um 23:38

Der erste Teil meiner Antwort bezog sich auf lole72.

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lole72
05.01.22 um 11:05
In Antwort auf missdalton

Also ich bin nicht einverstanden mit dem, was du schreibst.Natürlich kann die Versorgung und der Alltag mit Kind eine Belastung sein, gerade in den ersten 2 Jahren. Nicht das Kind als Person ist eine Belastung, aber durchaus die schlaflosen Nächte, damit vebundener Schlafmangel und dann sich noch um den kranken Mann kümmern müssen und gleichzeitg weiterhin ums Baby - ja, natürlich kann das belastend sein.Das hat nichts mit fehlender Liebe zu Kind oder Mann zu tun.Aber Liebe alleine heilt nicht alles.Es KANN sein, dass es dem Mann durch das Kind besser gehen wird, es MUSS aber nicht sein. Es kann genauso gut schlimmer werden.Auch wenn man das eigene Kind über alles liebt, darf es einem schlecht gehen.Was du schreibst ist Schönmalerei, ein Märchen "...und sie lebten glücklich und zufrieden..." aber das Leben mit Kind ist nicht immer nur schön und das Leben mit Kind UND pflegebedürftigem Mann erst recht nicht.Ein Kind ist erwas wunderbares und unbezahlbares, aber auch mit Stress verbunden.Und in diesem Fall sollte eine Familiengründung gut überlegt sein, denn im schlimmsten Fall sind es immer die Kinder, die das meiste Leid ertagen müssen. 

Naja. Jeder bleibt bei seiner Meinung.
Das ist natürlich jedem klar, dass Mann wegen Alltag Stress haben kann.
Aber in einer Familie, wenn man einander liebt, dann wird alles gut sein. Unter Liebe verstehe ich Respekt und Unterstützung, egal was kommt. Egal wie fertig du bist. Aber wenn du liebst, du verstehst immer, dass Stress kein Problem in der Beziehung sein kann.
 

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alena27
Gestern um 19:21

Ich wollte mich bei allen bedanken die mir hier Tipps gegeben haben. 
Auch wenn es mir schwer fällt habe ich mich vorläufig gegen ein Kind entschieden mit meinem Mann entschieden. 
Zumindest mal für die nächsten fünf Jahre. 
Der Haussegen hängt wegen meiner Entscheidung zwar etwas schief. Aber das wird sich sicher wieder geben. 

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deflorin
9:37
In Antwort auf alena27

Ich wollte mich bei allen bedanken die mir hier Tipps gegeben haben. 
Auch wenn es mir schwer fällt habe ich mich vorläufig gegen ein Kind entschieden mit meinem Mann entschieden. 
Zumindest mal für die nächsten fünf Jahre. 
Der Haussegen hängt wegen meiner Entscheidung zwar etwas schief. Aber das wird sich sicher wieder geben. 

Ich finde es schön, dass ihr euch die Zeit nehmt zu heilen, das ist mE eine richtige Basis für eine glückliche und gesunde Familie. Wünsche euch alles Gute!

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