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Probleme nach Abtreibung mit Pille

13. April 2011 um 13:52

Vor zwei Wochen habe ich einen Schwangerschaftsabbruch mit der Pille Mifegyne gehabt. 48 Stunden nach der Pille habe ich die anderen Medikamente bekommen und bis auf einen Krampf im Bauch habe ich zuerst nichts gespürt. Der Arzt hat mir dann noch andere Medikamente gegeben und ich konnte nach Hause. Am späten Nachmittag hatte ich dann einen Abgang, ich konnte es mir nicht ansehen. Erst bei der Nachkontrolle hat der Arzt einen Ultraschall gemacht und gesehen dass es nicht vollständig abgeganen ist. Ich habe Medikamente zur Kontraktion der Gebärmutter bekommen, mit übelsten Nebenwirkungen. Eine Woche später war es immer noch nicht gut. Also bin ich in die Klinik eingeliefert worden für eine Ausschabung. Dort haben sie mich noch drei Tage behalten weil ich sehr stark geblutet habe. Wie es scheint wurde die Gebärmutter verletzt und ich habe eine Infektion erwischt. Im schlimmsten Fall bin ich meine Gebärmutter los, aber jetzt probieren wir es noch mit einem neuen Antibiotikum, ich hoffe das kommt doch schon noch gut.

Hat jemand selbst oder im Bekanntenkreis Erfahrung mit dem Problem? Wie kann es zu so etwas kommen?
Die Informationen der Ärzte sind widersprüchlich. Mein behandelnder Arzt sagt, das sei eine Verletzung die bei der OP geschehen ist, in der Klinik sagten mir jetzt aber schon zwei Ärzte, die OP sei nicht schuld, sondern wegen Geweberesten in der Gebärmutter habe es schon vor der OP wahrscheinlich eine Infektion gegeben. Welche Variante ist glaubwürdiger? Ich stehe auf dem Schlauch und fühle mich von den Ärzten nicht erstn genommen, weil jeder nur seinen Kopf aus der Schlinge ziehen will und ich nicht richtig informiert werde.

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13. April 2011 um 20:48

Hallo,
ich hatte auch einen Abbruch mit Mifegyne, aber bei mir hat alles reibungslos geklappt. Meistens funktioniert diese Abbruchmethode recht gut. Ab und zu liest man mal hier von jemandem, wo noch eine Ausschabung nötig war - aber von einem Fall wie deinem habe ich noch nicht gehört, soweit ich mich erinnere. Glücklicherweise treten solche Komplikationen selten auf.
Woran genau die Infektion bei dir nun begründet liegt, kann ich nicht sagen, oder ob einer der Ärzte gepfuscht hat..

Wann genau fand diese Nachkontrolle bei deinem Arzt statt? Ich musste solange in der Praxis bleiben, bis die Frucht abging - direkt danach Kontrollultraschall. Dann erst durfte ich nach Hause - und 14 tage später noch mal Nachkontrolle.

Ich bin mir nicht sicher, ob das von dem Arzt so korrekt war, dass du so nach Hause geschickt wurdest. Ich will da jetzt auch nichts falsches sagen.
Ich war hier mal mit einer Userin in Kontakt, die sogar die 2. Tabletten, die Cytotec zu Hause nehmen durfte/musste. Ich persönlich finde so eine Vorgehensweise vom Arzt nicht in Ordnung, da es eben zu starken Nebenwirkungen oder Komplikationen kommen kann. Die Userin hat sich 3 Tage mit Unterleibskrämpfen gequält, bis sie an der uni zusammenklappte und die Frucht abging. Sie hat dennoch eine Ausschabung gebraucht. Leider ist sie hier nicht mehr angemeldet, sonst hättest du sie kontakten können.

Vielleicht holst du dir noch mal eine dritte, unabhängige Meinung ein?

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass das AB bei dir anschlägt und keine Total-OP bei dir nötig wird.

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13. April 2011 um 21:48

Cytotec zu Hause
"Die Cytoteceinnahme zu Hause ist mittlerweile vielerorts üblich. Ich halte nicht viel davon, weil den Frauen ja nicht zugemutet werden kann, das Schwangerschaftsgewebe genau zu untersuchen. "

Ich finde es auch nicht gut - wenn ich daran denke, was ich für nebenwirkungen hatte wär ich allein zu Hause gewesen, hätte ich vielleicht Panik bekommen, weil ich nicht gewußt hätte, ob das so normal ist. Fand es sehr beruhigend, dass zwei nette Sprechstundenhilfen direkt nebenan waren, die Fragen beantworten konnten und sofort greifbar waren. Vom menschlichen mal ganz abgesehen. Für viele ist es doch tröstlich, wenn jemand zur Verfügung steht, der einem eine Tasse Tee reicht oder mal beruhigende Worte findet.

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14. April 2011 um 18:16
In Antwort auf nainsm_12077256

Cytotec zu Hause
"Die Cytoteceinnahme zu Hause ist mittlerweile vielerorts üblich. Ich halte nicht viel davon, weil den Frauen ja nicht zugemutet werden kann, das Schwangerschaftsgewebe genau zu untersuchen. "

Ich finde es auch nicht gut - wenn ich daran denke, was ich für nebenwirkungen hatte wär ich allein zu Hause gewesen, hätte ich vielleicht Panik bekommen, weil ich nicht gewußt hätte, ob das so normal ist. Fand es sehr beruhigend, dass zwei nette Sprechstundenhilfen direkt nebenan waren, die Fragen beantworten konnten und sofort greifbar waren. Vom menschlichen mal ganz abgesehen. Für viele ist es doch tröstlich, wenn jemand zur Verfügung steht, der einem eine Tasse Tee reicht oder mal beruhigende Worte findet.

Leider
Das Cytotec habe ich ja zuerst in der Praxis bekommen, aber es hat sich einfach nichts getan. Maximal eine leichte Schmierblutung. Wahrscheinlich wollten die Ärzte da am Freitag die Praxis schon zu machen und haben mich nach dem Mittag dann nach Hause geschickt, nicht ohne mir vorher weitere Cytotectabletten zu geben. Zum Glück war ich dann zu Hause als der Fruchtsack abgegangen ist, keine schöne Geschichte, aber das wäre ja schlimm genug.
Ich verstehe einfach nicht wie die Ärzte mir sagen können, es sei unklar, von wo ich die Infektion geholt habe. Arzt1 sagt, das sei ein "Unfall" bei der Auskratzung, Arzt2, eine Folge von Mifegyne wegen nicht vollständig abgegangenem Gewebe und Arzt3 redet sich heraus, ich hätte schon vorher sicher eine unbemerkte Infektion gehabt, angeblich von einem Partner bekommen die bei der Schwächung durch die Abtreibung nur ausgebrochen ist. Jetzt habe ich keine Ahnung, wie das weiter gehen soll. Ich vertraue immer noch den ABs, aber der Horror, den ich bis jetzt durchgemacht habe, ist ja schon schlimm genug und jeder will nur nicht verantwortlich sein und weist die Schuld auf andere oder eben auch mich zu. Der eine Arzt hat sogar einen dummen Kommentar fallen lassen, ob ich denn mit vielen Partner ungeschützt Verkehr hatte.

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21. April 2011 um 10:10
In Antwort auf allesschief1981

Leider
Das Cytotec habe ich ja zuerst in der Praxis bekommen, aber es hat sich einfach nichts getan. Maximal eine leichte Schmierblutung. Wahrscheinlich wollten die Ärzte da am Freitag die Praxis schon zu machen und haben mich nach dem Mittag dann nach Hause geschickt, nicht ohne mir vorher weitere Cytotectabletten zu geben. Zum Glück war ich dann zu Hause als der Fruchtsack abgegangen ist, keine schöne Geschichte, aber das wäre ja schlimm genug.
Ich verstehe einfach nicht wie die Ärzte mir sagen können, es sei unklar, von wo ich die Infektion geholt habe. Arzt1 sagt, das sei ein "Unfall" bei der Auskratzung, Arzt2, eine Folge von Mifegyne wegen nicht vollständig abgegangenem Gewebe und Arzt3 redet sich heraus, ich hätte schon vorher sicher eine unbemerkte Infektion gehabt, angeblich von einem Partner bekommen die bei der Schwächung durch die Abtreibung nur ausgebrochen ist. Jetzt habe ich keine Ahnung, wie das weiter gehen soll. Ich vertraue immer noch den ABs, aber der Horror, den ich bis jetzt durchgemacht habe, ist ja schon schlimm genug und jeder will nur nicht verantwortlich sein und weist die Schuld auf andere oder eben auch mich zu. Der eine Arzt hat sogar einen dummen Kommentar fallen lassen, ob ich denn mit vielen Partner ungeschützt Verkehr hatte.

...
Oh man das ist ja echt horror für dich!!
Ich kann dich echt verstehen, ich wäre genauso durcheinander wie du!
Erst der ganze stress durch die abtreibung, jeder arzt sagt was anderes, die körperliche belastung durch die medikamente und die angst vor einer gm-op! Das ist echt viel auf einmal!
Ich habe auch damals mit den medikamenten abgetrieben, zum glück komplikationslos. Allerdings waren die nebenwirkungen nicht ohne und ich war froh, dass ich in der praxis bleiben sollte.
Ich wünsche dir alles gute und viel kraft!

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15. Mai 2013 um 12:20

Nie wieder abtreibung durch Medis
Hi....
ich habe auch 2010 eine Abtreibung mit Mifegyne gehabt die allesdings alles andere ausser problemlos verlief.....

Ich gib zum Arzt der gab mir 1 Tablette die wohl zum abtöten sein sollte... 2 tage später ging ich wieder hin und bekam noch 2 Tabletten zum austreiben......

Ich sollte nach der einnahme noch c.a 1 1/1 stunden in der Praxis bleiben mir ging es bis dahin eigentlich noch gut.
kaum die Praxis verlassen habe ich fürchterliche Unterleibkrämpfe bekommen so das ich nicht einmal laufen konnte.
Kurze Zeit später fing ich ganz schlimm an zu bluten dachte erst das sei normal.... es war auch beim ersten schwall ne menge gewebe dabei dachte auch das nun das schlimmste vorbei ist....pustekuchen es fing gerade erst an.

Ich hatte einen Heimweg von 35 Automin mein Freund war der fahrer.....es waren 35 grad und total drückend......

Ich habe eine Windel getragen und zusätzlich ein Handtuch unter gelegt so heftig habe ich geblutet...

Wärend der Fahrt habe ich meine Hose ausgezogen weil alles durchgeblutet war....als wir endlich zuhause ankamen und ich aus dem Auto ausstieg ist mir das Blut die beine heruntergelaufen es sah erschreckend aus.
Ich wollte einfach nur duschen und mich hinlegen.....
5 stunden nach einnahme der Pille und 3 stunden starken Blutungen musste ich zur toilette wo ich c.a 4 m laufen musste.....ich habe immernoch total stark geblutet was ich langsam nicht mehr normal fand....ich stand von der toilette auf und verlor mein Bewusstsein......das spiel habe ich 2 mal gemacht als ich wieder zusammengebrochen war habe ich meinen Freund gebeten den notarzt zu rufen......es war klar das ich ins Krankenhaus muss......Im krankenwagen wurde mir Blut abgenommen ( ja ich hatte tatsächlich noch was davon ^^)
Die werte waren unglaublich noch im norm bereich Hb lag bei 11,6 normalwerte sind zwischen 16 -12,0
Seit der einnahme waren nun 6-7 stunden vergangen
Der Ärztin die mich aufnahm sagte das ich ausgescharbt werde , muss aber noch warten das der oberarzt noch im OP sei......
Als er kam sagte er nicht ausscharben stattdessen gab er mir noch 3 von diesen pillchen die kontraktionen der GB auslösen die ich ja ned schon die ganze zeit hatte "neiiin!!"

2 sollte ich oral einnehmen und die andere sollte mir rektal eingefürht werden ääääh?? nix gibbet was in den Mund gehört steck ich mir mit sicherheit nicht in den Po , der spinnt wohl.

Nunja ich kam in den kreissaal und wurde in ein zimmer zur überwachung geschoben dort wurde ich auch an einem Blutdruck-messgerät angeschlossen was sich alle 15 min selbst aufgepustet hat......Die blutung wurde auch ned weniger und mein zustand immer schlechter......die Hebamme die mich betreute machte sich sorgen und schaute regelmässig nach mir.
Ich habe mittlerweile 2 -3 kreislaufzusammenbrüche im schlaf bekommen und noch immer sollte ich nicht ausgescharbt werden....und kalt war mir im hochsommer) nunja die Hebamme nahm mir kurz vor Schichtwechsel nocheinmal Blut ab......20 min später war das ergebnis da......Hb-wert in 6 stunden von 11,6 auf 4,6 gefallen.....ich hab auch kaum noch mein umfeld wargenommen......6:30 war ich im OP und wurde notoperiert........

Nach angaben der Ärzte hab ich c.a 1,5 liter Vollblut verloren.....

Übrigens musste ich noch 6 monate lang Eisentabletten nehmen damit sich alles wieder normalisiert.....

Es war eine erfahrung für sich -.-

Es sind nur 2-6% denen soetwas bei einer abtreibung mit Pille passiert trotzdem würde ich jeder frau zur einer normalen ausscharbung raten.......




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28. Mai 2013 um 12:49

Probleme nach Abtreibung mit Pille
hört sich gemein an aber ganz oder teilweise wird meine Meingung wohl zutreffend sein
das er die Patientin im Vorfeld nicht ausführlich und umfassend berät und aufklärt
dafür gibt es zwei Gründe :
1. das Gespräch dauert viel zu lange dieses Zeit bekommt er nicht vergütet
2. irgendwann hat er eine aufgelöste Patientin vor sich sitzend und er weiß
nicht wie man mit dieser Situation umgehen soll
darum redet er alles im Vorfeld schön und denkt nur an sein Profit
denn er möchte mit wenig aufwand viel verdienen

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28. Mai 2013 um 13:24

2011
Ratschläge kommen hier bissel spät

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