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Plötzlicher zweifel an der partnerschaft seit der ss

20. Oktober 2004 um 19:32 Letzte Antwort: 22. Oktober 2004 um 13:00

ich brauch mal eure erfahrungen: ich und mein partner haben uns nach bekanntwerden der ungeplanten ss sehr intensiv mit diesem thema auseinander gesetzt. wir hatten auch an einem gemeinsamen beratungsgespräch teilgenommen, welches sehr positiv verlief. danach waren wir uns eigentlich verschwiegen einig, daß wir das kind behalten wollen. nun regen sich seit einigen tagen komische gedanken und gefühle in mir. sie betreffen vor allem auch die partnerschaft. ich bin plötzlich total unsicher, ob es die richtige entscheidung wäre, das kind zu behalten. auch die frage, ob er wirklich mein traummann ist, beschäftigt und quält mich sehr. kann es sein, daß es aus evolutionärer sicht sinnvoll ist, am anfang einer ss solche gedanken zu haben, um sich danach mit seiner entscheidung wirklich sicher sein zu können? hattet ihr auch solche zweifel an allem? bitte schreibt mir von euren erlebnissen diesbezüglich!!

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21. Oktober 2004 um 10:53

...dies ist normal, denke ich
..zumindest bist du nicht die einzige.

Psychologen reden hier davon, dass man sein "Nest baut", oder auch "sein Feld bestellt"

Du machst dir Sorgen um die Zukunft deines Kindes. Das ist doch normal und auch völlig gerechtfertigt. Jede Mutter möchte, dass ihr Kind in einer "heilen Welt" aufwächst, in dem es nicht ständig kracht oder die Eltern sich nichts zu sagen haben.

Und dann überlegt man halt bei jedem kleinen Streit, bei jeder Unstimmigkeit: "Wenn er da so denkt, ist er dann der Richtige fürs ganze Leben? Komme ich mit einem Kind und ihm denn das ganze Leben klar?" Dann kommt auch noch die eigene Unsicherheit dazu, ob man das alles schafft. Und - vor allem anderen: Dieses Kind wird dein ganzes Leben verändern. Verantwortung, Pflichten, Sorgen, alles dreht sich nun erst mal nur noch um den kleinen Schreihals. Keine spontanen Kinobesuche, Partys, Discobesuche mehr. Dieser "Magen mit Lautsprecher" bestimmt erst einmal alles. Dass du dir da die Frage stellst, ob der Weg, den du nun eingeschlagen hast, richtig ist, ist in meinen Augen völlig normal.

Sprich mit deinem Freund über deine Ängste. Vielleicht hat er Ähnliche? Wenn ihr zusammen haltet und über eure Gefühle und Pläne für das Kind und eure gemeinsame Zukunft redet, ist es nicht mehr so schrecklich.

Liebe Grüße

Heike

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22. Oktober 2004 um 13:00

Superglückliche und traurige
Stimmungen sind es, die ich vorwiegend erlebe (bin jetzt 25.SSW). Die Gefühlsschwankungen haben sich aber auch bzgl. Partnerwahl stabilisiert. Am Anfang (bis zur 14.-16. Woche) hat mich das auch noch stark beansprucht, liess aber wirklich nach.
Ich bin schon 7 Jahre mit meinem Freund zusammen, er ist schon ein ganz lieber, manchmal empfinde ich ihn auch als grob und unsensibel, was bei mir zur Zeit viel stärker einschlägt. Also, ich bin bestimmt auch nicht einfach. Gestern haben wir uns auch gestritten, am nächsten morgen geredet, dann war alles gut.
Himmelhochjauchzend bis tödlich betrübt trifft auf mich auch noch zu. Dies nur zu deinen "berechtigten, natürlichen" Zweifeln.
Schau, was in dir passiert. Du musst dich darauf einstellen, deinen Körper mit "jemandem" zu teilen, dein Leben neu ordnen, das ist doch kein Klax!
Lass die Zeit ein wenig walten und schaue dir deine Gefühle jede Woche neu an. Ich glaube, sie werden sich auch noch ändern.
Gönne dir Ruhe und ein wenig Zeit,
viel Glück dabei!

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