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Philosophie über 2. Abtreibung

12. Januar 2018 um 1:55

Hallo! Kurz zu mir. Leider bin ich ungewollt schwanger und mache mir seither viele Gedanken darüber. Ich bin seit vier Jahren mit meinem Freund zusammen und halte unsere Beziehung für grundsätzlich stabil. Ich war schon mit ihm zusammen als ich mit 18 meine erste Abtreibung hatte. Damals war ich sehr überzeugt davon und bin immer noch froh, auch heute keine Mutter zu sein. Jetzt mein Dilemma. Im Dezember habe ich die Pille abgesetzt, weil sie mir einfach nicht gut tat. Ich war deprimiert, hatte Wassereinlagerungen und litt unter grosser Lustlosigkeit. Ich hatte da kein wirkliches Interesse an Sex, konnte mich einfach nicht dran erfreuen und deshalb schliefen wir nach dem Absetzen gerademal 3, 4 Mal im Monat miteinander. Verhütet haben wir mit Kondom bis auf einmal, wo er (ohne Orgasmus) für ein paar Minuten ungeschützt in mir drin war. Bäm - diese Woche bleiben meine Tage aus und der Test war positiv. Ich war am Anfang wirklich am Boden zerstört, konnte es einfach nicht fassen und war total wütend auf mich und auf den Umstand, mit einem einzigen Mal direkt schwanger zu werden. Bei der ersten Schwangerschaft ging es mir richtig übel mit mehrfachem Erbrechen und starken Schmerzen und ich sehnte mich regelrecht nach dem Tag, an dem mein ungebetener Gast aus mir entfernt wurde. Diesmal ist es anders, was die körperlichen Eigenschaften angeht. Übelkeit und Schmerzen sind sehr subtil, nur die Müdigkeit macht mich fertig. Diesmal komm ich besser mit den physischen Auswirkungen klar, bin weniger "feindselig" darauf eingestellt und dachte beim Ergebnis des Testes daher wohl auch nicht als erstes: "Kacke, das Ding muss weg." Ich habe lange mit meinem Freund darüber gesprochen. Er ist in einem Alter, in dem sehr viele Männer bereits mehrfache Familienväter sind und auch er wünscht sich eine Familie mit vielen Kindern. Bei mir ist das anders. Ich bin erst 22 und pflege überhaupt keinen Kinderwunsch - im Gegenteil: Eigene wären mir momentan ein Graus. Ich stecke in meiner Ausbildung, bin nebenbei schon länger Arbeitslos (und wäre es mit einer Schwangerschaft nur noch länger) und dadurch hoch verschuldet (Bekomme fast wöchentlich Betreibungen ins Haus geliefert). Mein Freund hilft mir wo er kann, aber so wie ich mein Leben momentan führe, kann ich weder von Unabhängigkeit noch von Eigenständigkeit sprechen. Das hat mir auch den Stoss zur Entscheidung gegeben, das zweite Kind abzutreiben zu lassen. Ohne meinen Freund würde ich ein Leben unterhalb der Armutsgrenze führen und ich kann es weder mir noch gegenüber einem ungewollten Kind verantworten, sich jeglicher zusätzlichen Belastungen auszusetzen. Er verdient eigentlich sehr gut, aber er vermag schon jetzt kaum unser beider Leben zu finanzieren. Was ihn angeht, so versprach er mir mich zu unterstützen, egal wofür ich mich entscheide, auch wenn er seit er davon weiss immer wieder bemerkt, er würde es gerne bekommen und er würde immer für mich da sein. Er darf diese Meinung haben, ich verstehe ihn auch sehr gut und würde ihm den Wunsch auch mit meiner Ablehnung gegenüber eigenen Kindern gern erfüllen, wären da nur nicht die oben genannten Zweifel. Natürlich ist Geld nicht alles und es spielen auch andere Faktoren rein wie bspw. meine mit 4 Kindern alleinerziehende Mutter oder den Schweissausbrüchen die ich bekomme sobald ich daran denke, in spätestens einem Jahr jeden Tag dafür schauen muss, dass es dem Kleinen gut geht, mit all den Sorgen und Mühseligkeiten. Ich habe meine Entscheidung eigentlich eindeutig und bewusst gefällt, auch wenn es mir diesmal wohl etwas schwerer fallen wird, das Kind wegzumachen. Eigentlich. Mein Freund kam neulich mit dem Satz, dass "er hoffe, nicht irgendwann dafür büssen zum müssen." Er ist nicht religiös, nur um es gesagt zu haben. Aber wir beide glauben mehr oder weniger ans Karma und seit ich ihn das sagen hörte nagt es an mir. Trotz oder vielleicht sogar wegen den manchmal spirituell werdenden Gedanken, die ich mir darüber mache. Ängste und viele Fragen kamen dabei auf. Was wenn er recht hat? Soll ich aus Verantwortung wirklich ein Kind bekommen, für das ich im schlimmsten Fall nicht selber sorgen kann? Soll ich aus Schuldgefühlen ein Kind bekommen? Oder eines, um eine Lehre daraus zu ziehen? Soll ich daran glauben, dass trotz Kind schon alles gut kommt? Seine Aussage hat mich an meinen Zweifeln zweifeln lassen, auch wenn der Termin und die Entscheidung prinzipiell stehen. Ich bin traurig über die bevorstehende Abtreibung, denke aber auch traurig zu sein ein Kind in den Armen zu halten, dass ich eigentlich nie wollte. Und anbei: Adoption kommt für uns beide nicht in Frage. Niemand kann mir die Entscheidung abnehmen, ich weiss. Aber vielleicht hat jemand ein paar anregende, vielleicht aufmunternde Gedanken darüber oder steckt in einer ähnlichen Situation. Ich brauche keine Hasstiraden und Beleidigungen darüber, dass ich ein liebloses Monster oder eine Mörderin bin, sollten ein paar auf den Gedanken kommen, mich unnötig fertig zu machen. Danke fürs Durchlesen.

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Top 3 Antworten

12. Januar 2018 um 11:03

Spar dir deine scheiss Kommentare, rainbow. Wenn du ausser fehlenden Rechtschreibung und dummen Gelaber sonst nichts zu melden hast, dann halt deine Klappe und verzieh dich.

8 LikesGefällt mir

12. Januar 2018 um 7:18

Hallo,

Fühl dich erstmal aus der ferne gedrückt 😙. 

Nun zu dem was ich dir sagen möchte...

Geldprobleme sind nie schön und ich kenne eben das ganze auch. Der einzige richtige Weg aus den Schulden ist der gang zu einer Schuldnerberatung (zb bei Caritas). In meinem Fall blieb mir nur die Insolvenz, was zwar nicht mein Ziel war, sondern der einzige weg um finanziell wieder aufatmen zu können. Solltest du auch in die insolvenz müssen, ist dein Freund finanziell da raus. Du dürftest bis zu einer festgelegten grenze dein geld behalten, alles was darüber ist musst du abgeben. Genaueres kannst du im netz lesen oder bei der beratung erfahren. 

jetzt zu deinem krümel in dir...
Das die Vorstellung alleinerziehend zu sein nicht prickelnd ist glaube ich. Aber das wärst du ja gar nicht. Du hast einen partner der dich ja unterstützt.  Und das Risiko einer irgendwann scheiternden Beziehung gehen wir alle ein. 
Ich selbst habe noch nie eine Abtreibung gehabt, aber schon öfter gelesen, das frauen die zweifel daran hatten es hinterher schwer bereut haben. Wobei die die sich (wie fdu damals) sicher waren damit wohl gut klar kommen. 
Wie lange dauert deine ausbildung noch?
Vielleicht könntest du sie noch vor der Entbindung beenden und dann nach der elternzeit voll durchstarten oder sie zu ende bringen. 

Ein Kind  bereichert das leben wirklich sehr. Es schenkt dir so viel freude,kraft, liebe und vertrauen wie du es nirgendwo sonst bekommen kannst. 
Aber ich möchte dir jetzt nicht weiter vorschwärmen wie toll  ein kind ist...
nur eines noch, man wächst mit seinen aufgaben. 

Ich wünsche dir viel kraft für die anstehende Entscheidung und wenn du magst, kannst du mich auch gerne über pn kontaktieren und wir schreiben dann noch etwas. 

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12. Januar 2018 um 11:03

Spar dir deine scheiss Kommentare, rainbow. Wenn du ausser fehlenden Rechtschreibung und dummen Gelaber sonst nichts zu melden hast, dann halt deine Klappe und verzieh dich.

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12. Januar 2018 um 11:26
In Antwort auf teddytiffi

Hallo,

Fühl dich erstmal aus der ferne gedrückt 😙. 

Nun zu dem was ich dir sagen möchte...

Geldprobleme sind nie schön und ich kenne eben das ganze auch. Der einzige richtige Weg aus den Schulden ist der gang zu einer Schuldnerberatung (zb bei Caritas). In meinem Fall blieb mir nur die Insolvenz, was zwar nicht mein Ziel war, sondern der einzige weg um finanziell wieder aufatmen zu können. Solltest du auch in die insolvenz müssen, ist dein Freund finanziell da raus. Du dürftest bis zu einer festgelegten grenze dein geld behalten, alles was darüber ist musst du abgeben. Genaueres kannst du im netz lesen oder bei der beratung erfahren. 

jetzt zu deinem krümel in dir...
Das die Vorstellung alleinerziehend zu sein nicht prickelnd ist glaube ich. Aber das wärst du ja gar nicht. Du hast einen partner der dich ja unterstützt.  Und das Risiko einer irgendwann scheiternden Beziehung gehen wir alle ein. 
Ich selbst habe noch nie eine Abtreibung gehabt, aber schon öfter gelesen, das frauen die zweifel daran hatten es hinterher schwer bereut haben. Wobei die die sich (wie fdu damals) sicher waren damit wohl gut klar kommen. 
Wie lange dauert deine ausbildung noch?
Vielleicht könntest du sie noch vor der Entbindung beenden und dann nach der elternzeit voll durchstarten oder sie zu ende bringen. 

Ein Kind  bereichert das leben wirklich sehr. Es schenkt dir so viel freude,kraft, liebe und vertrauen wie du es nirgendwo sonst bekommen kannst. 
Aber ich möchte dir jetzt nicht weiter vorschwärmen wie toll  ein kind ist...
nur eines noch, man wächst mit seinen aufgaben. 

Ich wünsche dir viel kraft für die anstehende Entscheidung und wenn du magst, kannst du mich auch gerne über pn kontaktieren und wir schreiben dann noch etwas. 

Danke für deine liebe Antwort. Du hast sicher mit allem recht, was du über Geld, Schulden und Kinder schreibst. Meine Ausbildung ist erst in etwa 5 Jahren fertig. Zwar hab ich eine abgeschlossene Berufslehre, mit der ich aber nie glücklich war und nur gesundheitliche Probleme hatte.


Sicher schenken einem Kinder viel, aber sie rauben einem auch vieles. Freizeit hat man kaum mehr, Schlaf vorerst auch nicht und persönliche Träume bleiben zunächst auf der Strecke, wenn  man sie nicht schon von Anfang an begräbt. Um grenzenlose Liebe zu erfahren muss ich ja kein Kind in die Welt setzen, das wäre falsch. Wenn ein Kind, dann weil ich es will, ihm das Leben schenken möchte und liebe, und nicht um Selbstbestätigung zu bekommen.



Das bringt mich dann eben zum Punkt, an dem die Abtreibung wieder überwiegt. Ich fühle rein gar nichts fürs Kind, keine Liebe, keine Freude, kein Glück. Nur Belastung und Trauer. Und ich denke nicht, dass sich dies bis zum Ende der Schwangerschaft legen wird. Ich habe immer wieder depressive Phasen in denen ich einfach nicht mehr kann, hatte ich auch früher schon und seit ich schwanger bin wird es mit jedem Tag schlimmer. Ich rede manchmal mit dem Kleinen und entschuldige mich oder frage es, warum es nicht zu einer anderen Mutter ging, wo es hätte glücklich werden können. Möglich, dass ich mich selber unterschätze und mit der Aufgabe der Mutterschaft zurechtkomme, aber ich werde den Gedanken einfach nicht los, dem Kleinen dann irgendwann vorzuhalten, es habe mein Leben ruiniert.

Danke das du dir Zeit genommen hast

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12. Januar 2018 um 15:28

Ich schließe mich tante janne an.

Ich finde man kann auch mit kindern seine träume verwirklichen. Also vielleicht sehe ich es zu einseitig, weil mein größter Wunsch ein kind war...
aber wenn dein freund dich so unterstützt, ist es auch möglich freiräume für dich zu schaffen.

Aber auch wenn du denkst du hast keine bindung zu dem kleinen krümel, die tatsache das du mit ihm redest beweist das Gegenteil.  Die wirkliche unendliche liebe entsteht erst wenn das würmchen da ist. Also ich hab meinen zwerg auch schon in meinem bauch geliebt, aber nach der Geburt wird es erst richtig greifbar und intensiver. 

Ich würde dir auch raten, eine liste zu machen und nochmal ein intensives Gespräch mit deinem freund zu führen.

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12. Januar 2018 um 17:13

Ich schließe mich Tantejanne ebenfalls an.

Sprecht noch einmal als Paar über alles, und selbst, wenn es "nur" dazu ist, um die Entscheidung noch einmal gemeinsam zu überdenken und zu fällen.

Ich bin auch zum Ende des Studiums hin ungeplant schwanger geworden, hatte/habe viele Träume und es war danach auch erstmal sehr anstrengend. Aber man kann auch wirklich sehr an solchen neuen Aufgaben wachsen, wenn man nur den Mut dazu aufbringt. Mein Partner hat mich auch immer unterstützt. Depressionen sind sicher auch nicht leicht zu bewältigen, aber vielleicht ist es genau diese Aufgabe, die du brauchst, um über dich selbst hinauszuwachsen?

Einen Gedankenanstoß möchte ich dir zusätzlich noch auf den Weg geben: könnte es eurer Beziehung schaden, wenn du die Abtreibung durchführen würdest? Dein Freund wünscht sich ja eine Familie mit dir, und ich weiß nicht, inwieweit es ihn letzten Endes tatsächlich belasten würde.

Auch ich möchte dir nichts schönreden. Ein Kind großzuziehen ist anstrengend. Aber hör auf dein Herz, nicht auf dein Konto. Es gibt immer für alles eine Lösung.

 

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13. Januar 2018 um 14:05

Nein, weil ihr absolut sinnbefreiten Schwachsinn von euch gebt, ohne auch nur ein Argument dafür in den Raum zu stellen. Das tun nur idiotische Weiber die a.) noch nie über ihre Nasenspitze gedacht haben und b.) gar keine Meinung dazu haben können, da ihr Verständnis für die Situation schlicht zu begrenzt ist. Das sieht man leider schon an eurer sagenhaften Rechtschreibung. 

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13. Januar 2018 um 14:13
In Antwort auf lohtse

Nein, weil ihr absolut sinnbefreiten Schwachsinn von euch gebt, ohne auch nur ein Argument dafür in den Raum zu stellen. Das tun nur idiotische Weiber die a.) noch nie über ihre Nasenspitze gedacht haben und b.) gar keine Meinung dazu haben können, da ihr Verständnis für die Situation schlicht zu begrenzt ist. Das sieht man leider schon an eurer sagenhaften Rechtschreibung. 

Ich muss dir da zustimmen. 
ich persönlich bin zwar auch prinzipiell gegen eine abtreibung, aber das ist hier ja nicht gefragt....

und klar war es nicht eure beste idee wie ihr "verhütet" habt, aber das weißt du selbst und das hat mit blöd sein gar nichts zu tun. Daher kann man sich so unnötige kommentare auch sparen. 
lass dich nicht ärgern, du hast genug stress aktuell 

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13. Januar 2018 um 14:18
In Antwort auf catarianigra

Ich schließe mich Tantejanne ebenfalls an.

Sprecht noch einmal als Paar über alles, und selbst, wenn es "nur" dazu ist, um die Entscheidung noch einmal gemeinsam zu überdenken und zu fällen.

Ich bin auch zum Ende des Studiums hin ungeplant schwanger geworden, hatte/habe viele Träume und es war danach auch erstmal sehr anstrengend. Aber man kann auch wirklich sehr an solchen neuen Aufgaben wachsen, wenn man nur den Mut dazu aufbringt. Mein Partner hat mich auch immer unterstützt. Depressionen sind sicher auch nicht leicht zu bewältigen, aber vielleicht ist es genau diese Aufgabe, die du brauchst, um über dich selbst hinauszuwachsen?

Einen Gedankenanstoß möchte ich dir zusätzlich noch auf den Weg geben: könnte es eurer Beziehung schaden, wenn du die Abtreibung durchführen würdest? Dein Freund wünscht sich ja eine Familie mit dir, und ich weiß nicht, inwieweit es ihn letzten Endes tatsächlich belasten würde.

Auch ich möchte dir nichts schönreden. Ein Kind großzuziehen ist anstrengend. Aber hör auf dein Herz, nicht auf dein Konto. Es gibt immer für alles eine Lösung.

 

Liebe catarianigra, danke für deinen Kommentar.

Nein, die Abtreibung schadet unserer Beziehung sehr wahrscheinlich nicht langfristig. Er sagt, dass ihm die Beziehung zu mir wichtiger sei als der Wunsch nach Kindern und er damit leben könne, solange ich ihm den Wunsch nicht abspreche und ihm die Hoffnung lasse, dass er irgendwann Vater werden kann. Nur nicht heute. Ihm macht die Abtreibung wohl mehr zu schaffen als mir, das bestreite ich nicht. Der Gedanke daran, dass ich das Kind aber dann nur ihm zuliebe bekommen würde und dabei in jeglichen Belangen "den Kürzeren ziehe" (bei der Arbeitslosigkeit werde dann wohl ich vorerst für die Betreuung zuständig sein, was mir umso mehr Schwierigkeiten bereitet, einen neuen Job zu finden, denn mit einer fetten Kugel werde ich wohl kaum von einem neuen Arbeitgeber eingestellt), scheint mir dann das ausschlaggebenste Argument zu sein. Das Kind sollte von beiden Seiten gewünscht sein, nicht aus einem reinen Gefallen heraus.

Er konnte seine Ziele bereits in vielen Hinsichten erfüllen und sein Leben ohne Verantwortung anderer gegenüber ausleben und steht daher auch an einem anderen Punkt als ich mit Anfangs Zwanzig. Er versteht recht gut, dass ich auch meine Zeit haben will um allein im Leben zu bestehen und zu wachsen. Ich finde auch nicht, dass eine Abtreibung beziehungsintern schwerwiegende Probleme auslösen muss. Nach meiner ersten Abtreibung wuchsen wir nämlich eher zusammen als dass wir uns voneinander entfernt hätten. 

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13. Januar 2018 um 14:33
In Antwort auf teddytiffi

Ich schließe mich tante janne an.

Ich finde man kann auch mit kindern seine träume verwirklichen. Also vielleicht sehe ich es zu einseitig, weil mein größter Wunsch ein kind war...
aber wenn dein freund dich so unterstützt, ist es auch möglich freiräume für dich zu schaffen.

Aber auch wenn du denkst du hast keine bindung zu dem kleinen krümel, die tatsache das du mit ihm redest beweist das Gegenteil.  Die wirkliche unendliche liebe entsteht erst wenn das würmchen da ist. Also ich hab meinen zwerg auch schon in meinem bauch geliebt, aber nach der Geburt wird es erst richtig greifbar und intensiver. 

Ich würde dir auch raten, eine liste zu machen und nochmal ein intensives Gespräch mit deinem freund zu führen.

Auch dir danke ich, teddytiffi. 

Sicher kann man man mit Kindern seine Träume verwirklichen. Aber es wird umso schwieriger und strenger. Wir sind da wohl vielleicht auch gesinnungstechnisch etwas verschieden, da ich nie zu den Frauen gehörte, die sich Kinder in ihren Lebensplan geschrieben haben, beziehungsweise, je den Wunsch dafür gehegt haben. Kinder sah ich immer eher als Last an, auch fremde. Eigene zu haben, für die ich jede Sekunde in meinem Leben acht geben muss, war lange die absolute Horrorvorstellung von mir und ist es immer noch ein bisschen geblieben.

Sicher habe ich eine Bindung zum Krümelchen, allein deswegen, dass ich es ungescheiterweise zugelassen habe, dass es gerade mit der hälfte meiner Gene am wachsen ist. Emotional spüre ich aber nicht viel. Wenn ich mit ihm rede, dann auf eine Weise, wie ich es mit einem mir fremden, schwerkranken Menschen tun würde, der im Sterben liegt. Ich bin traurig, pflege Mitgefühl, aber nicht mit inniger Liebe. 

Und auch wenn es hart klingt: Würde ich das Kind behalten, so will ich nicht, dass mein Freund mich unterstützt. Ich will, dass er den grösseren Teil der Betreuung und Erziehung übernimmt, da ich es letztendlich ihm zuliebe bekommen würde. Dass er das aber dann auch nicht will, ist klar und verständlich. Er möchte sich vorerst ja auch noch um seine Karriere kümmern, die er momentan mit einer Weiterbildung aufwärts bringen will. Er sieht im Kinderkriegen auch eher die romantischen Seiten, weniger den Stress das es bedeutet. Und ich fürchte mich davor, dass er sich dann entweder die Rosinen herauspickt oder anderenfalls mit den Aufgaben überfordert ist.

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13. Januar 2018 um 14:57

Du hast sehr hilfreiche Fragen gestellt, danke. 

Bisweilen sehe ich null Vorteile im Kinderkriegen, nichts was dafür spricht. Nichts, was mein Leben bereichern oder mit erfüllenden Aufgaben beschenken würde. Nur die Nachteile. Traurig macht mich in erster Linie mein Freund, da er sich Kinder ja sehr wünscht und ich mich noch nicht dazu bereit fühle, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. 

Wir können sehr gut miteinander reden und was aus bisherigen Gesprächen herauskam war, dass halt eben doch ich primär für das Kind da sein muss, erstens weil wir schliesslich irgendwie zu Geld kommen müssen und zweitens, weil er in seinem Job nicht unbegrenzt reduzieren kann. Das stört mich aus dem Grund, dass ich das Kind nicht für mich, sondern "nur" für ihn bekommen würde. Ich möchte nicht in einer Beschäftigung als teilzeitarbeitende Hausfrau enden, die ich ja nie gewollt habe. 

Ich hatte jetzt Zeit, darüber nachzudenken, auch dank deinen Punkten. Und wenn ich eine Entscheidung fälle, auf die ich am ehesten auch später noch positiv zurückblicken kann, dann ist es die Abtreibung. Ich weiss nun, wie schnell ich schwanger werden kann. Sollte der Tag kommen, an dem ich den Wunsch hege Kinder zu bekommen, auf die ich mich von ganzem Herzen freuen und mit Liebe empfangen kann, dann wird das kein grosses Problem sein. Dieser Gedanke verschafft mir aktuell Beruhigung und Zuversicht, dass ich vielleicht eines Tages die Mutter sein kann, die ich für die unverhofften, entfernten Wunder nie sein konnte.

Ich denke meine Entscheidung auf Grundlage puren Egoismus gefällt zu haben. Ich finde aber, dass Egoismus in grundlegenden Themen, extremen Veränderungen in meinem persönlichen Leben auf die ich Einfluss habe, sehr gern mitspielen darf. Am Ende muss ich die Entscheidung mit mir selbst vereinbaren können, nicht mit meinem Freund, nicht mit einem ungewollten Kind. Ich möchte mein Leben nicht nach Wünsche und Träume von anderen richten müssen und das Gefühl, genau das zu tun, wenn ich das Kind behalten würde, wächst mit jedem Tag mehr. 
Sollte nicht eine bahnbrechende Erleuchtung über mich hineinbrechen, so werde ich den Termin in ein paar Tagen mit grösster Wahrscheinlichkeit wahrnehmen. 

Ich danke euch allen trotzdem, dass ihr mir Mut machen wolltet und mir auch geholfen habt, meine Entscheidung nicht allzugross durch Zweifel beeinflussen zu lassen. 

 

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14. Januar 2018 um 15:58

Beim Lesen deiner Beiträge ist mir etwas aufgefallen, dass du vllt. für dich auch noch langfristig mal klären solltest. Du hast eine wahnsinnig negative Einstellung gegenüber dem Muttersein. Sicher, deine Mutter war alleinerziehend mit 4 Kindern. Das war sicherlich nicht immer leicht, aber sie hat ja die Kinder nacheinander bekommen und nicht alle auf einen Schlag. Und ja, Mama sein ist ein 24 Std. Job und man muss zumindest zeitweise auf einiges  verzichten, aber es ist nicht so, dass danach dein Leben aufhört und du nie wieder dein Leben leben kannst und auch wieder Freiheiten haben wirst. Dein Freund ist älter als du und könnte sich mehrere Kinder vorstellen, aber meinst du, du wirst  jemals deine Abneigung und diese scheinbar tief sitzende Angst vor dem Muttersein überwinden können? Denn es wäre deinem Freund gegenüber auch nicht fair, wenn er die Jahre ins  Land verstreichen lässt, in der Hoffnung, dass du irgendwann mal bereit bist für Kinder und du im Innern eigentlich nie Kinder haben willst. Ich hoffe du verstehst meinen Gedankenanstoß.

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14. Januar 2018 um 18:56
In Antwort auf mikesch07

Beim Lesen deiner Beiträge ist mir etwas aufgefallen, dass du vllt. für dich auch noch langfristig mal klären solltest. Du hast eine wahnsinnig negative Einstellung gegenüber dem Muttersein. Sicher, deine Mutter war alleinerziehend mit 4 Kindern. Das war sicherlich nicht immer leicht, aber sie hat ja die Kinder nacheinander bekommen und nicht alle auf einen Schlag. Und ja, Mama sein ist ein 24 Std. Job und man muss zumindest zeitweise auf einiges  verzichten, aber es ist nicht so, dass danach dein Leben aufhört und du nie wieder dein Leben leben kannst und auch wieder Freiheiten haben wirst. Dein Freund ist älter als du und könnte sich mehrere Kinder vorstellen, aber meinst du, du wirst  jemals deine Abneigung und diese scheinbar tief sitzende Angst vor dem Muttersein überwinden können? Denn es wäre deinem Freund gegenüber auch nicht fair, wenn er die Jahre ins  Land verstreichen lässt, in der Hoffnung, dass du irgendwann mal bereit bist für Kinder und du im Innern eigentlich nie Kinder haben willst. Ich hoffe du verstehst meinen Gedankenanstoß.

Ja, ich verstehe deinen Gedankenanstoss. 
Ich habe keine Angst vor dem Muttersein, ich finde einfach nicht, dass das im Moment etwas ist, womit ich mein Leben verbringen möchte. Ich bin gerne frei und lasse mir Möglichkeiten offen. Ich möchte auch nicht darauf verzichten müssen und am allerwenigsten möchte ich meine Kapazitäten durch Kinder einschränken lassen.
Ich bin noch jung und habe mindestens noch zehn Jahre Zeit für die Familienplanung. Meinem Freund habe ich mehrmals gesagt, dass ich einfach andere Prioritäten habe und ich jetzt nicht sagen könne, ob ich später mal Kinder will. Das ist eben die Wahrheit. Ich kann nicht in die Zukunft schauen und sagen: Hey, mit 29 werde ich ganz sicher einen Kinderwunsch haben! Das weiss mein Freund und wäre ihm die Familiengründung wichtiger als unsere Beziehung, hätte er viele Gelegenheiten gehabt, sich von mir zu trennen. Er sagt selber dass er es schön fände, irgendwann mit mir Kinder zu haben, aber er nicht alles darauf ansetzt. Ihm ist es wichtiger, mit mir zusammen zu sein. Natürlich ist es besser die gleichen Ziele und Wünsche zu haben in einer Beziehung. Aber ich finde nicht, dass dies eine Voraussetzung sein muss. Wer wirklich zueinander steht, kann über solche Konflikte hinwegsehen und Kompromisse finden. 

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15. Januar 2018 um 11:37

Dann lass wenigstens danach dir die Spirale einsetzen. 

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15. Januar 2018 um 11:42
In Antwort auf lohtse

Hallo! Kurz zu mir. Leider bin ich ungewollt schwanger und mache mir seither viele Gedanken darüber. Ich bin seit vier Jahren mit meinem Freund zusammen und halte unsere Beziehung für grundsätzlich stabil. Ich war schon mit ihm zusammen als ich mit 18 meine erste Abtreibung hatte. Damals war ich sehr überzeugt davon und bin immer noch froh, auch heute keine Mutter zu sein. Jetzt mein Dilemma. Im Dezember habe ich die Pille abgesetzt, weil sie mir einfach nicht gut tat. Ich war deprimiert, hatte Wassereinlagerungen und litt unter grosser Lustlosigkeit. Ich hatte da kein wirkliches Interesse an Sex, konnte mich einfach nicht dran erfreuen und deshalb schliefen wir nach dem Absetzen gerademal 3, 4 Mal im Monat miteinander. Verhütet haben wir mit Kondom bis auf einmal, wo er (ohne Orgasmus) für ein paar Minuten ungeschützt in mir drin war. Bäm - diese Woche bleiben meine Tage aus und der Test war positiv. Ich war am Anfang wirklich am Boden zerstört, konnte es einfach nicht fassen und war total wütend auf mich und auf den Umstand, mit einem einzigen Mal direkt schwanger zu werden. Bei der ersten Schwangerschaft ging es mir richtig übel mit mehrfachem Erbrechen und starken Schmerzen und ich sehnte mich regelrecht nach dem Tag, an dem mein ungebetener Gast aus mir entfernt wurde. Diesmal ist es anders, was die körperlichen Eigenschaften angeht. Übelkeit und Schmerzen sind sehr subtil, nur die Müdigkeit macht mich fertig. Diesmal komm ich besser mit den physischen Auswirkungen klar, bin weniger "feindselig" darauf eingestellt und dachte beim Ergebnis des Testes daher wohl auch nicht als erstes: "Kacke, das Ding muss weg." Ich habe lange mit meinem Freund darüber gesprochen. Er ist in einem Alter, in dem sehr viele Männer bereits mehrfache Familienväter sind und auch er wünscht sich eine Familie mit vielen Kindern. Bei mir ist das anders. Ich bin erst 22 und pflege überhaupt keinen Kinderwunsch - im Gegenteil: Eigene wären mir momentan ein Graus. Ich stecke in meiner Ausbildung, bin nebenbei schon länger Arbeitslos (und wäre es mit einer Schwangerschaft nur noch länger) und dadurch hoch verschuldet (Bekomme fast wöchentlich Betreibungen ins Haus geliefert). Mein Freund hilft mir wo er kann, aber so wie ich mein Leben momentan führe, kann ich weder von Unabhängigkeit noch von Eigenständigkeit sprechen. Das hat mir auch den Stoss zur Entscheidung gegeben, das zweite Kind abzutreiben zu lassen. Ohne meinen Freund würde ich ein Leben unterhalb der Armutsgrenze führen und ich kann es weder mir noch gegenüber einem ungewollten Kind verantworten, sich jeglicher zusätzlichen Belastungen auszusetzen. Er verdient eigentlich sehr gut, aber er vermag schon jetzt kaum unser beider Leben zu finanzieren. Was ihn angeht, so versprach er mir mich zu unterstützen, egal wofür ich mich entscheide, auch wenn er seit er davon weiss immer wieder bemerkt, er würde es gerne bekommen und er würde immer für mich da sein. Er darf diese Meinung haben, ich verstehe ihn auch sehr gut und würde ihm den Wunsch auch mit meiner Ablehnung gegenüber eigenen Kindern gern erfüllen, wären da nur nicht die oben genannten Zweifel. Natürlich ist Geld nicht alles und es spielen auch andere Faktoren rein wie bspw. meine mit 4 Kindern alleinerziehende Mutter oder den Schweissausbrüchen die ich bekomme sobald ich daran denke, in spätestens einem Jahr jeden Tag dafür schauen muss, dass es dem Kleinen gut geht, mit all den Sorgen und Mühseligkeiten. Ich habe meine Entscheidung eigentlich eindeutig und bewusst gefällt, auch wenn es mir diesmal wohl etwas schwerer fallen wird, das Kind wegzumachen. Eigentlich. Mein Freund kam neulich mit dem Satz, dass "er hoffe, nicht irgendwann dafür büssen zum müssen." Er ist nicht religiös, nur um es gesagt zu haben. Aber wir beide glauben mehr oder weniger ans Karma und seit ich ihn das sagen hörte nagt es an mir. Trotz oder vielleicht sogar wegen den manchmal spirituell werdenden Gedanken, die ich mir darüber mache. Ängste und viele Fragen kamen dabei auf. Was wenn er recht hat? Soll ich aus Verantwortung wirklich ein Kind bekommen, für das ich im schlimmsten Fall nicht selber sorgen kann? Soll ich aus Schuldgefühlen ein Kind bekommen? Oder eines, um eine Lehre daraus zu ziehen? Soll ich daran glauben, dass trotz Kind schon alles gut kommt? Seine Aussage hat mich an meinen Zweifeln zweifeln lassen, auch wenn der Termin und die Entscheidung prinzipiell stehen. Ich bin traurig über die bevorstehende Abtreibung, denke aber auch traurig zu sein ein Kind in den Armen zu halten, dass ich eigentlich nie wollte. Und anbei: Adoption kommt für uns beide nicht in Frage. Niemand kann mir die Entscheidung abnehmen, ich weiss. Aber vielleicht hat jemand ein paar anregende, vielleicht aufmunternde Gedanken darüber oder steckt in einer ähnlichen Situation. Ich brauche keine Hasstiraden und Beleidigungen darüber, dass ich ein liebloses Monster oder eine Mörderin bin, sollten ein paar auf den Gedanken kommen, mich unnötig fertig zu machen. Danke fürs Durchlesen.

Hallo, also erstmal sag ich trotzdem herzlichen Glückwunsch zu Schwangerschaft, ich mache das, weil dir die Entscheidung genommen wird, die Entscheidung schwanger zu werden. Ich habe meine Tochter mit 17 bekommen, bewusst und gewollt, ich war gerade in der Schule, keine Ausbildung, keine Familie und warum hab ich sie bekommen? Weil das Schicksal dass so entschieden hat. Ich bin mit der Pille schwanger geworden und natürlich hatte ich auch Zweifel, ich bin nicht gläubig und auch nicht Abergläubisch, ich glaube aber fest daran das alles passiert, aus gutem Grund und wenn es schon das zweite mal ist, dann soll es so sein. Das hört sich komisch und vielleicht auch verrückt an, aber ich war wie du damals verschuldet, arbeitslos, hatte keinen standfuß, psychisch krank durch meine Vergangenheit, am Abgrund und nur einen Schritt vom Tod entfernt und in dem Monat als ich meinen Suizid plante hielt ich einen deutlich positiven test in der hand und ich bedankte mich, einfach so, ich bedankte mich beim Schicksal und entschied mich weiter zu kämpfen, ich kämpfte weiter mit meinem Fleisch und blut. Es ist jetzt 5 Jahre her und ich habe meine Ausbildung mit einem sehr guten Schnitt abgeschlossen, bin fast Schulden frei und therapiert. Ich stehe im Leben, ich habe einen neuen Partner und ganz tolle Haustiere, ich verdanke meinem Kind mein Leben, sie hat mit mir gekämpft, sie ist jeden Weg mit mir gegangen und sie hat mich an den schwersten Tagen zum Lachen gebracht, wenn ich alleine war, hab ich mich zu ihr ins Bett gelegt und sie ganz fest gehalten. Sie hat mich gerettet und ich liebe sie mehr als alles andere auf dieser Welt. In dieser ganzen schönen Geschichte waren natürlich harte und schwere Zeiten, aber ich kann sagen das wir sie alle mit Bravour gemeistert haben und mein Leben ist nicht vorbei, ich kann mit ihr jetzt reisen, ich kann dennoch frei sein, ich bin auch nicht nur Mama. Ich bin aufeinmal schnell erwachsen geworden und habe gelernt die verantwortung über noch ein Leben zu übernehmen. Du wirst niemals ohne irgendwas da stehen. Bevor du ein zweites Mal abtreibst, hör dein Herz an und frag sich ob du 100 % wirklich sicher bist und denke daran das du es später auch irgendwann bereuen könntest und es vielleicht dann keine Kinder mehr gibt für dich/euch. Manchmal hat es einen Grund warum Dinge so geschehen wie sie geschehen.

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15. Januar 2018 um 12:43

Hei
ich selbst bin mit 19!!! Das erste mal ungeplant schwanger geworden und habe mich trotz instabiler partnersvhaft (welche auch zerbrach) FÜR mein kind entschieden.. und auch ich hab anfangs nichts als panik gefühlt.. jetzt bin ich 21 und meine beste entscheidung flitzt durch die Küche und ruft Mama 😍 ich hab meine 1. Ausbildung beender und dank Unterstützung meiner Eltern kann ich noch eine 2. Machen ich glaub wenn man so jung ist verbindet man den Gedanken Kind immer mit = Leben vorbei. Dabei sind das oft Einschränkungen die garnicht sein müssen, wenn man es sich entsprechend organisiert und wenn du unterstützung hast - super !!! 
überstürze bitte nichts und überleb nochmal gut ich konnte es mir wirklich auch nie vorstellen und mittlerweile ist die kleine nicht mehr wegzudenken
alles gute dir!

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16. Januar 2018 um 1:44

Ich studiere Kunst, aber Kreativität ist in meiner Situaiton nicht auszumachen. Ich will mein Studium ohne Stress zu Ende kriegen und was meine "Fachrichtung" angeht, ist Flexibilität enorm wichtig. Mit Kind ist die nicht gegeben. Mein Freund müsste seine Arbeit mindestens auf 50% reduzieren, was bedeuten würde, dass wir mit einem halben Einkommen drei Menschen durchbringen müssen, davon auch noch meine Schulden abbezahlen, etc, etc. Das ist ohne Sozialhilfe kaum möglich und schlicht und ergreifend nicht tragbar. 

Ich leugne nicht, dass ich keine Beziehung zu dem Kind haben könnte, sie wird nur einfach nicht so rosig- romantisch, wie man das von geplanten Müttern kennt. Und ich möchte nicht meine Zukunft aufs Spiel setzten, um das herauszufinden. Ja, ich will unabhängig werden, meine Situation in geordnete Bahnen lenken, meinen Beruf trotz Arbeitslosigkeit vorantreiben und aus meiner Sicht ist das mit Kind nicht möglich. Ich müsste meine Ausbildung unterbrechen, werde über ein Jahr weiterhin arbeitslos sein, was mir nur zusätzliche Schulden generiert, die ich schon jetzt kaum zahlen kann. Fazit: Absolute Überforderung, egal, wer mich alles dabei unterstützt. 

Ich habe meinen Freund mehrfach danach gefragt, eine eindeutige Antwort kam nie. Er fände es halt "einfach schön". Definiert hat er das aber nie. Ich schätze er baut das auf einem gutbürgerlichen Sinn auf, vielleicht aus Beschützerinstinkt oder einfach, weil er seine Gene verewigen will. Aber da sind wir zu verschieden. Er kann meine Argumente gegen Kinder nicht immer nachvollziehen und ich nicht immer seine. Wenn er mich zu überzeugen versucht, greift er nicht zu sehr schlüssigen Erklärungen und fragt mich, ob es denn nicht süss wäre, Kinderbeine über den Boden rennen zu hören. Und ich antworte jedes Mal gleich: Oh gott, Nein. 

Und ein anderes Problem: Er hat sich ausleben können, diverse persönliche Wünsche erfüllt und er hat seine Karriereziele erreicht, sich ein stabiles Leben aufgebaut. Dinge, von denen ich noch weit entfernt bin. Und ich will nicht darauf verzichten und in ein paar Jahren in der Midlifecrisis nach Asien trampen. Beziehungsweise: Warum sollte ich darauf verzichten und er nicht? Auch wenns kindisch tönt. Er ist einfach an einem völlig anderen Punkt als ich und ich brauche kein Mann, der mich "älter" macht, als ich bin. 

Ja, in ein paar Jahren, wenn ich Kinder WILL. Ich weiss nicht wie das bei dir ist. Ob du dein Leben lang schon Kinder wolltest oder ob du geplant Mutter geworden bist. Ich verstehe, dass du das in einem anderen Licht siehst, aber es ist einfach ein Unterschied. Eine Beziehung muss nicht zwangsläufig entstehen. Es gibt auch viele ungewollte Mütter, die an ihrem Kind zerbrechen. Dieses Risiko will ich im Hinblick auf meine nicht unbedingt stabile Psyche nicht eingehen. 

Aufs Karma habe ich angespielt. Mittlerweile sehe ich es so: Wenn ich jetzt ein ungewolltes Kind bekomme und später noch ein gewolltes, finde ich das belastender als nur geplante Kinder in die Welt zu setzen, denen ich meine Liebe uneingeschränkt geben kann. 

Ich weiss nicht in welcher Woche ich bin. Ich schätze zwischen 5 - 9. Die Untersuchung am Mittwoch wird es zeigen. Ich hatte schon im Dezember seltsame Schmerzen im Unterleib und schon da wusste ich irgendwie, dass da was sein muss. Mein Freund kommt nicht, da er ein paar wichtige Termine im Geschäft hat, die er nicht absagen kann. Bei der Abtreibung wird er aber dabei sein. 

Danke trotzdem für deine Einwände, ich weiss du meinst es nur gut. Meine Entscheidung ist aber gefällt. 

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16. Januar 2018 um 11:36
In Antwort auf lohtse

Liebe catarianigra, danke für deinen Kommentar.

Nein, die Abtreibung schadet unserer Beziehung sehr wahrscheinlich nicht langfristig. Er sagt, dass ihm die Beziehung zu mir wichtiger sei als der Wunsch nach Kindern und er damit leben könne, solange ich ihm den Wunsch nicht abspreche und ihm die Hoffnung lasse, dass er irgendwann Vater werden kann. Nur nicht heute. Ihm macht die Abtreibung wohl mehr zu schaffen als mir, das bestreite ich nicht. Der Gedanke daran, dass ich das Kind aber dann nur ihm zuliebe bekommen würde und dabei in jeglichen Belangen "den Kürzeren ziehe" (bei der Arbeitslosigkeit werde dann wohl ich vorerst für die Betreuung zuständig sein, was mir umso mehr Schwierigkeiten bereitet, einen neuen Job zu finden, denn mit einer fetten Kugel werde ich wohl kaum von einem neuen Arbeitgeber eingestellt), scheint mir dann das ausschlaggebenste Argument zu sein. Das Kind sollte von beiden Seiten gewünscht sein, nicht aus einem reinen Gefallen heraus.

Er konnte seine Ziele bereits in vielen Hinsichten erfüllen und sein Leben ohne Verantwortung anderer gegenüber ausleben und steht daher auch an einem anderen Punkt als ich mit Anfangs Zwanzig. Er versteht recht gut, dass ich auch meine Zeit haben will um allein im Leben zu bestehen und zu wachsen. Ich finde auch nicht, dass eine Abtreibung beziehungsintern schwerwiegende Probleme auslösen muss. Nach meiner ersten Abtreibung wuchsen wir nämlich eher zusammen als dass wir uns voneinander entfernt hätten. 

Wie wäre es den das Kind zu bekommen und er nimmt die elternzeit? kenne einige Paare so der mann die Erziehung übernimmt und die Frau weiterhin arbeiten geht

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16. Januar 2018 um 15:44

Wenn ich das mit Sicherheit wüsste und das nicht erst in 5 Jahren passiert, dann wahrscheinlich schon. Aber sicher ist es eben nicht und da hilft auch jede Beschönigung nichts. Ich bin ein Realist, kein Optimist.

Ich habe Familie, aber sie mit dieser Arbeit zu belasten liegt mir nicht. Es ist keine gute Grundlage auf Finanzen und Unterstützung von anderen angewiesen zu sein. Wenn die wegfallen, aus welchen Gründen auch immer, dann stehe ich erneut sehr blöd da. Ausserdem erfordert das Organisation in enormen Ausmass, die ich nicht tragen kann. Hut ab für jeden, der das hinbekommt und mit sich vereinbaren kann. Ich kann es nicht, das weiss ich.

Die Schuldenberatung bringt mir nichts. Ich habe null Einkommen und da kann auch die Beratung nicht weiterhelfen. Kein Einkommen, keine Rückzahlung.

Ich bin nervös und unruhig für morgen, aber denke immerzu daran: Bald ist es endlich vorbei. Ich werde sehr erleichtert sein, wenn ich die Prozedur durch habe und hoffentlich etwas besonnener mein Leben weiterführen kann.

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16. Januar 2018 um 15:51
In Antwort auf

Wie wäre es den das Kind zu bekommen und er nimmt die elternzeit? kenne einige Paare so der mann die Erziehung übernimmt und die Frau weiterhin arbeiten geht

Kommt für mich nicht in Frage.
Dazu bräuchte ich a.) Überhaupt erstmal einen Job, der sich mit meinem Studium vereinbaren lässt. Das ist nicht sehr einfach zu finden, sonst wäre ich ja nicht arbeitslos.


b.)kommen wir nicht aus Deutschland. Elternzeit gibts bei uns nicht. Der Vater bekommt einen einzigen Tag bezahlten "Vaterschaftsurlaub", die Mutter zwei Monate und auch nur dann, wenn sie in einem Arbeitsverhältnis steht. Deutschland ist da um einiges fortschrittlicher (ihr habt doch über ein Jahr Elternzeit, oder?). Das ist also keine gute Option.

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16. Januar 2018 um 19:22

Kurz zu deinen schulden nochmal...

wie ich sagte, Schuldnerberatung. Die wird mit dir die insolvenz anstreben. Damit hättest du eine sorge weniger. Egal ob mit oder ohne kind. 

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16. Januar 2018 um 20:16
In Antwort auf teddytiffi

Kurz zu deinen schulden nochmal...

wie ich sagte, Schuldnerberatung. Die wird mit dir die insolvenz anstreben. Damit hättest du eine sorge weniger. Egal ob mit oder ohne kind. 

Das mag sein, aber ich möchte mir meine Kreditwürdigkeit nicht schon jetzt verbauen. Betreibungen kann ich löschen lassen, Insolvenz nicht. Das käme erst in Frage wenn ich kurz davor bin, auf der Strasse zu landen.
Trotzdem danke für den Tipp.

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16. Januar 2018 um 21:42
In Antwort auf lohtse

Das mag sein, aber ich möchte mir meine Kreditwürdigkeit nicht schon jetzt verbauen. Betreibungen kann ich löschen lassen, Insolvenz nicht. Das käme erst in Frage wenn ich kurz davor bin, auf der Strasse zu landen.
Trotzdem danke für den Tipp.

Guten Abend lohtse,
Du hast den guten Willen einiger hier im Forum ganz schön strapaziert. Du lässt hier für dich arbeiten und alles, was man dir schreibt, an dir abperlen. Bei dir ist eh alles anders!?
Was hattest du dir hier im Forum erwartet?
Bestätigung, dass du dein Glück schon noch findest, wenn du morgen abtreibst?
Die Versicherung, dass dein Leben dann auf jeden Fall nach Plan verlaufen wird?
Deine Beziehung auch gut bleiben wird?

Mir kommt es so vor: Spielt mir einen Ball zu - ich schmettere ihn ab.
Alles bleibt aber theoretisch und in Annahmen hängen.
Dein Hadern mit dem Leben spürt man. Deine Mutter hat dich mit drei Geschwistern alleine großgezogen. Hat sie dein negatives Mutterbild mitgeprägt? 
Ich kann mir ausmalen, was dir vielleicht nicht gefallen hat - aber du hast dein Leben! 
Leben ist nicht theoretisch. 

Praktisch ist es da - dieses Kind. Es spielt sich nicht mehr im Rahmen von Familienplanung ab! Du willst es "weniger nicht" als das erste. Worauf willst du es noch ankommen lassen in deinem Leben? Jetzt ist der Ernstfall. 

Was Anonym schreibt ist überzeugend - so könntest du zurückblicken, wenn du jetzt das Kreativste wagst, was es im Leben gibt: ein Kind beim Aufwachsen zu begleiten.
Alles was du schwarz malst, klingt unglücklich und verbissen. Halte lieber nicht daran fest.
Lass es los und sei einfach du selbst - mit dem Kunstwerk in dir!
Guten Abend, Catie


 

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16. Januar 2018 um 22:10
In Antwort auf catie09

Guten Abend lohtse,
Du hast den guten Willen einiger hier im Forum ganz schön strapaziert. Du lässt hier für dich arbeiten und alles, was man dir schreibt, an dir abperlen. Bei dir ist eh alles anders!?
Was hattest du dir hier im Forum erwartet?
Bestätigung, dass du dein Glück schon noch findest, wenn du morgen abtreibst?
Die Versicherung, dass dein Leben dann auf jeden Fall nach Plan verlaufen wird?
Deine Beziehung auch gut bleiben wird?

Mir kommt es so vor: Spielt mir einen Ball zu - ich schmettere ihn ab.
Alles bleibt aber theoretisch und in Annahmen hängen.
Dein Hadern mit dem Leben spürt man. Deine Mutter hat dich mit drei Geschwistern alleine großgezogen. Hat sie dein negatives Mutterbild mitgeprägt? 
Ich kann mir ausmalen, was dir vielleicht nicht gefallen hat - aber du hast dein Leben! 
Leben ist nicht theoretisch. 

Praktisch ist es da - dieses Kind. Es spielt sich nicht mehr im Rahmen von Familienplanung ab! Du willst es "weniger nicht" als das erste. Worauf willst du es noch ankommen lassen in deinem Leben? Jetzt ist der Ernstfall. 

Was Anonym schreibt ist überzeugend - so könntest du zurückblicken, wenn du jetzt das Kreativste wagst, was es im Leben gibt: ein Kind beim Aufwachsen zu begleiten.
Alles was du schwarz malst, klingt unglücklich und verbissen. Halte lieber nicht daran fest.
Lass es los und sei einfach du selbst - mit dem Kunstwerk in dir!
Guten Abend, Catie


 

Was Anonym schreibt ist absolut nicht überzeugend, wie man meiner Antwort darauf entnehmen kann.

Wie du siehst sind jetzt ein paar Tage vergangen seit ich diesen Fred eröffnet habe. Bei einer ungewollten Schwangerschaft hat man nicht ewig Zeit zum entscheiden. Vor ein paar Tagen war ich noch nicht ganz sicher, das hat sich jetzt nach mehrfachem abwägen geändert. Ich habe hier nicht nach einer Antwort gefragt, wie ich meine Entscheidung fällen soll, die habe allein ich zu machen. Ich lasse hier niemanden für mich arbeiten. 

Warum sollte ich mein Glück bei einer Abtreibung nicht finden können? Warum sollte ich ein Kind bekommen, wenn ich mir deiner Meinung nach nicht sicher sein kann, ob die Beziehung stabil bleibt? (Rethorische Frage) 

Richtig, ich hab mein Leben. Und mein Leben entscheidet sich jetzt, wo ich ein paar Tage Zeit hatte darüber nachzudenken, gegen das Kind. Was für ein Ernstfall? Warum sollte ich mir mit dem Ernstfall ein Leben schaffen, dass ich nicht will und jetzt noch abwenden kann? Muss ich es darauf ankommen lassen, für den Rest meines Lebens unglücklich zu sein? 

Ich bin mich selbst, umso mehr wenn ich die freie Wahl habe, mich gegen ein ungewolltes Kind zu entscheiden.

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16. Januar 2018 um 22:31

TanteJanne, von "hätte" kann ich mir - im übertragenen Sinne - nichts kaufen. Ich habe diese Aussichten nunmal nicht, jedenfalls dann nicht, wenn ich Mutter bin. So ist meine Überzeugung. Wenn meine finanzielle Lage, meine Situation und mein Berufsstand besser wären, dann würde ich das Kind trotzdem nicht mit Freude erwarten. Ich wäre nachwievor unglücklich über die Schwangerschaft, den Umstand, für ein Leben verantwortlich zu sein, das ich nie wirklich wollte. Meine Emotionen hierfür ändern sich nicht einfach so plötzlich, wenn mein Leben besser gestellt ist.

Ich lasse den Abbruch sobald möglich durchführen, daran ändert sich nichts mehr. Ich frage mich auch, ob du überhaupt gelesen hast, was ich alles geschrieben habe. Wir sind mit dem Kind absolut nicht mehr gut gestellt, ohne Sozialhilfe kämen wir nicht durch, das habe ich mehrfach betont. Es nützt gar nichts, das mein Freund jetzt gut verdient, wenn er später reduzieren und mit einem Teillohn drei Menschen ernähren muss. Du siehst eben das Kinderkriegen als Aufgabe - ich sehe die Aufgabe in der Abtreibung und auch daran kann ich wachsen, sie gut zu verarbeiten und mit dem Thema reflektiert abzuschliessen. Ich kann diese Krise auf mich wirken lassen und meine Lehren daraus ziehen, ganz unabhängig davon ob ich das Kind behalte oder nicht. Wenn du die Weiterentwicklung allein im Kinderkriegen siehst, dann muss ich dir widersprechen. Das sehe ich überhaupt nicht so. 

Wie schon gesagt: Bei allem wenn und aber würde ich das Kind letztendlich nur wegen meinem Freund bekommen. Und das ist in meinen Augen eine schlechte Entscheidung. Ich richte damit mein gesamtes Leben "gezwungenermassen" nach zwei Menschen aus und stelle meinen Willen in den Schatten - das macht niemanden glücklich. Nicht meinen Freund, nicht das Kind, am allerwenigsten mich. Es rührt mich, dass er mit mir eine Familie haben will - ich möchte das aber im Moment nicht. Es ist für mich nicht zumutbar. 

Ich möchte nicht forsch erscheinen, danke trotzdem für deinen Eifer. Aber ich bin nun überzeugt von meinen Absichten und das ist das einzige, was zählt. 
 

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17. Januar 2018 um 7:56
In Antwort auf lohtse

TanteJanne, von "hätte" kann ich mir - im übertragenen Sinne - nichts kaufen. Ich habe diese Aussichten nunmal nicht, jedenfalls dann nicht, wenn ich Mutter bin. So ist meine Überzeugung. Wenn meine finanzielle Lage, meine Situation und mein Berufsstand besser wären, dann würde ich das Kind trotzdem nicht mit Freude erwarten. Ich wäre nachwievor unglücklich über die Schwangerschaft, den Umstand, für ein Leben verantwortlich zu sein, das ich nie wirklich wollte. Meine Emotionen hierfür ändern sich nicht einfach so plötzlich, wenn mein Leben besser gestellt ist.

Ich lasse den Abbruch sobald möglich durchführen, daran ändert sich nichts mehr. Ich frage mich auch, ob du überhaupt gelesen hast, was ich alles geschrieben habe. Wir sind mit dem Kind absolut nicht mehr gut gestellt, ohne Sozialhilfe kämen wir nicht durch, das habe ich mehrfach betont. Es nützt gar nichts, das mein Freund jetzt gut verdient, wenn er später reduzieren und mit einem Teillohn drei Menschen ernähren muss. Du siehst eben das Kinderkriegen als Aufgabe - ich sehe die Aufgabe in der Abtreibung und auch daran kann ich wachsen, sie gut zu verarbeiten und mit dem Thema reflektiert abzuschliessen. Ich kann diese Krise auf mich wirken lassen und meine Lehren daraus ziehen, ganz unabhängig davon ob ich das Kind behalte oder nicht. Wenn du die Weiterentwicklung allein im Kinderkriegen siehst, dann muss ich dir widersprechen. Das sehe ich überhaupt nicht so. 

Wie schon gesagt: Bei allem wenn und aber würde ich das Kind letztendlich nur wegen meinem Freund bekommen. Und das ist in meinen Augen eine schlechte Entscheidung. Ich richte damit mein gesamtes Leben "gezwungenermassen" nach zwei Menschen aus und stelle meinen Willen in den Schatten - das macht niemanden glücklich. Nicht meinen Freund, nicht das Kind, am allerwenigsten mich. Es rührt mich, dass er mit mir eine Familie haben will - ich möchte das aber im Moment nicht. Es ist für mich nicht zumutbar. 

Ich möchte nicht forsch erscheinen, danke trotzdem für deinen Eifer. Aber ich bin nun überzeugt von meinen Absichten und das ist das einzige, was zählt. 
 

Guten Morgen lohtse,
deinen letzten Worten zufolge hat dich das Schreiben hier von Tag zu Tag gewisser gemacht und dich in deinem Entschluss gefestigt.
Dein schlagfertiges und hartnäckiges Argumentieren für Deine Philosophie nötigt Respekt ab. 
Ich könnte sagen: ich kapituliere.

Ich will dich aber noch etwas fragen:
Wie nimmst du Nähe und Zuwendung an? 
Die Liebe eines Freundes und die eines Kindes ist Zuwendung für dich.
Ein Hin und Her zwischen Menschen, die sich lieben - ein lebendiges Spiel. Selbstvergessenes Glück. 

Setze dieses Glück nicht leichtfertig auf´s Spiel.
Das Glück des eigenen Willens könnte dich eines Tages sehr einsam werden lassen.
Mit besten Wünschen für dein Leben, Catie

 

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17. Januar 2018 um 22:26

Wie geht es dir nun, mit dieser Entscheidung dein Kind abzutreiben? 

Ich bin selber Mama (mit 21 Jahren) und es ist nicht einfach - weder finanziell, noch emotional. Dennoch ist mein Kind das Wundervollste und Schönste auf Erden. Deshalb frage ich, wie's dir mit der Entscheidung geht. Rein emotional. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Versteh mich nicht falsch; es ist absolut deine Entscheidung, dein Körper und dein Leben und ich möchte dich keinesfalls werten. Mich interessiert es einfach wie man sich bei so einer (schwierigen und traurigen) Entscheidung fühlt.

Alles Liebe

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19. Januar 2018 um 12:23
In Antwort auf honkiii

Wie geht es dir nun, mit dieser Entscheidung dein Kind abzutreiben? 

Ich bin selber Mama (mit 21 Jahren) und es ist nicht einfach - weder finanziell, noch emotional. Dennoch ist mein Kind das Wundervollste und Schönste auf Erden. Deshalb frage ich, wie's dir mit der Entscheidung geht. Rein emotional. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Versteh mich nicht falsch; es ist absolut deine Entscheidung, dein Körper und dein Leben und ich möchte dich keinesfalls werten. Mich interessiert es einfach wie man sich bei so einer (schwierigen und traurigen) Entscheidung fühlt.

Alles Liebe

Ich fühle mich absolut erleichtert. Meine grösste Angst vor dem Termin war, dass es bereits zu spät ist, dass das Kind schon während der Zeit entstanden ist, als ich noch die Pille nahm und die vielleicht nicht so gewirkt hat, wie ich das wollte. Die Ärztin gab aber Entwarnung und seither bin ich nur noch froh. Auch wenn ich mir dieses Mal ein bisschen mehr vorstellen konnte, das Kind zu behalten, bin ich seltsamerweise weniger traurig als letztes Mal. Sicher sind Tränen geflossen - seit dem Termin aber nicht mehr und ich blicke nun sehr zuversichtlich und beruhigt in die Zukunft. Jetzt wo die Schwangerschaft eine Woche fortgeschritten ist machen sich auch die Symptome immer deutlicher bemerkbar: Miese Übelkeit und Schmerzen sind an der Tagesordnung und ich bin nur noch froh, wenn die wieder verschwinden. Selbst mit Medikamenten brauche ich mehrere Stunden um beschwerdefrei in den Tag starten zu können - der absolute Horror. Das spielt wahrscheinlich auch eine gewisse Rolle darin, das ich eher gespannt als traurig auf den Abtreibungstermin warte. 
 

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19. Januar 2018 um 12:53

Mir geht es soweit gut, danke der Nachfrage. Ich hatte einen guten Termin mit sehr lieben Leuten - von der Empfangsdame bis hin zur Beraterin. Gerade die Beraterin hat mir zusätzlichen Mut gemacht und mich im Entscheid bekräftigt, fand auch, dass ich mir die richtigen Fragen gestellt habe und auch sie war der Meinung, dass jeder etwas aus einer solchen Situation mitnehmen könne und Schlüsse daraus ziehen, sich vielleicht auch neue Sinnfragen stellen.
Ich bin jetzt bald in der 7. Woche und habe am Montag den ersten Termin zur medikamentösen Abtreibung. Ich kann danach nachhause gehen. Am Mittwoch dann der zweite, wo ich für ein paar Stunden im Krankenhaus bleiben muss und da wird mein Freund dabei sein, wie er sagt. Ich weiss allerdings noch nicht wirklich, ob ich überhaupt möchte, dass er dabei ist. Laut der Ärztin könnten (müssen aber nicht) diese Stunden ziemlich schmerzhaft werden und da brauche ich ehrlich gesagt niemanden daneben, der andauernd eine wehleidige Miene verzieht und mich bemitleidet. Ich denke alleine würde mir die Angelegenheit leichter fallen. Das muss ich noch mit ihm besprechen. Ich versuche auch danach oder währenddessen schon schnell wieder in die Schule zu gehen, da ich nicht ein allzu grosses Tamtam darum machen möchte. 

Ich bin wirklich froh jetzt, so wie alles ist und bin mit mir und meiner Entscheidung im Reinen. 

Danke für dein Interesse und liebe Grüsse. 

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20. Januar 2018 um 17:56

Wundervolle Antwort. Ich bewundere deine Worte und deine Warmherzigkeit zu tiefst! Wie schön, dass es Menschen wie dich gibt, die sich die Zeit nehmen um anderen zu helfen.

Ich wünsche dir alles Gute

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20. Januar 2018 um 18:39
In Antwort auf lohtse

Mir geht es soweit gut, danke der Nachfrage. Ich hatte einen guten Termin mit sehr lieben Leuten - von der Empfangsdame bis hin zur Beraterin. Gerade die Beraterin hat mir zusätzlichen Mut gemacht und mich im Entscheid bekräftigt, fand auch, dass ich mir die richtigen Fragen gestellt habe und auch sie war der Meinung, dass jeder etwas aus einer solchen Situation mitnehmen könne und Schlüsse daraus ziehen, sich vielleicht auch neue Sinnfragen stellen.
Ich bin jetzt bald in der 7. Woche und habe am Montag den ersten Termin zur medikamentösen Abtreibung. Ich kann danach nachhause gehen. Am Mittwoch dann der zweite, wo ich für ein paar Stunden im Krankenhaus bleiben muss und da wird mein Freund dabei sein, wie er sagt. Ich weiss allerdings noch nicht wirklich, ob ich überhaupt möchte, dass er dabei ist. Laut der Ärztin könnten (müssen aber nicht) diese Stunden ziemlich schmerzhaft werden und da brauche ich ehrlich gesagt niemanden daneben, der andauernd eine wehleidige Miene verzieht und mich bemitleidet. Ich denke alleine würde mir die Angelegenheit leichter fallen. Das muss ich noch mit ihm besprechen. Ich versuche auch danach oder währenddessen schon schnell wieder in die Schule zu gehen, da ich nicht ein allzu grosses Tamtam darum machen möchte. 

Ich bin wirklich froh jetzt, so wie alles ist und bin mit mir und meiner Entscheidung im Reinen. 

Danke für dein Interesse und liebe Grüsse. 

Guten Abend lohtse,
jetzt musste ich schon schlucken beim Lesen:
Gerade die Beraterin hat mir zusätzlichen Mut gemacht und mich im Entscheid bekräftigt ....
Das ist in Deutschland schon anders, also zumindest theoretisch. Es soll ausdrücklich und gesetzlich verankert Mut gemacht werden zum Kind, und alle Möglichkeiten sollen ausgelotet werden. Natürlich: am ausdrücklichen Wollen einer Frau (auch wenn es gesetzlich um Unzumutbarkeit geht und nicht um einfach nur wollen oder nicht) führt in Praxis kein Weg vorbei: Beratung - Schein - Abtreibung möglich.
Mich wundert allerdings, warum du überhaupt bei einer Beraterin warst, weil es doch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist in der Schweiz? War wohl eher eine Art Vorbesprechung.
Mir macht das Gänsehaut. Ich bin fast jedes Jahr in der Schweiz, an meinem Lieblingsort. Aber diese schweizer Seite, Sterben lieber zu haben als Leben (ich denke jetzt auch an den selbstgewählten Tod, zu dem Deutsche ja in die Schweiz fahren) - in einem Land mit so wunderbarer Natur und auch sonst so "perfekt" .... wo man reich ist allein durch alles, was einen umgibt, woran man Anteil hat, selbst wenn man persönlich "arm" ist ... 
Aber jetzt zu dir. Du schreibst: "Auch wenn ich mir dieses Mal ein bisschen mehr vorstellen konnte, das Kind zu behalten, bin ich seltsamerweise weniger traurig als letztes Mal." - Ich frage mich, wie die Verlängerung deiner Erfahrungen aussehen könnte: beim dritten Mal schwanger - noch ein bisschen mehr vorstellen können, aber noch weniger traurig sein!? Eine gefühlsmäßige Gegenläufigkeit. Wie gehst du für dich damit um? Es sind doch Tränen geflossen. Worum hast du geweint, was jetzt seit dem Gespräch keine Tränen mehr auslöst?
Wenn du in der Schwangerschaft schon weiter gewesen wärst - hättest du das Kind vielleicht bekommen? Warum dann?
Hast du mit deinem Freund schon sprechen können, wie ihr es nächste Woche macht? Ob er mitgeht, was dir hilft - und wie es ihm geht. Welche Perspektive ihr zusammen habt in punkto Kinder und überhaupt zu zweit?
Darf ich dich das alles überhaupt fragen? - Mich beschäftigt es einfach.
Liebe Grüße von Catie


 

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21. Januar 2018 um 2:17

Das ist eben dein Weltbild: Gemeinschaft, Familie, dass sind für dich Werte, die in deinem Leben erfüllt werden müssen, damit du glücklich bist. Für mich sind das auch Werte - aber nicht um jeden Preis. Ich habe bereits eine Familie - mich liebende Eltern, tolle Geschwister, das ist für mich ein Wert. Ich habe ein paar sehr gute Freunde, mit denen sich jeder Unsinn anstellen lässt und mit ihnen alles bereden kann, was ich sonst nicht sagen sollte. Das ist für mich Gemeinschaft. Ich bin nicht einsam, ich habe ein gutes Umfeld das mich immer auffängt, auch wenns mal nicht so rund läuft. Ich finde es ehrlich gesagt ein wenig befremdlich, dass du das rüberkommen lässt, als ob das alleine in der Entscheidung für oder gegen Kinder liegt. Meine Leidensbereitschaft habe ich in den letzten zwei Jahren kennengelernt und ausgezehrt und ich bin nicht gerade begeistert davon, mir freiwillig weiteres Leiden aufzubürden. 

Sind es denn alleine Kinder oder die Beziehung zu ihnen, die das Leben "in der Tiefe" lebenswert machen? Wenn das für dich stimmt und du das zu einer Art Aufgabe für dich gemacht hast - okay. Mein Leben ist dadurch lebenswert, das ich jeden Morgen aufstehen kann, jeder Tag was Neues bringt und mir jedes Mal Gelegenheiten und Begegnungen bringt, mich zu einem Menschen zu machen, der zufrieden ist und zu sich stehen kann. Anderen behilflich zu sein, etwas Gutes bewirken, das man aus einer inneren Überzeugung tut. Aber auch ein Leben so zu führen, dass man sich selber im Spiegel betrachten und man im Reinen ist mit sich selber. Wenn man mit sich selber auskommen kann, dann ist das Leben aus meiner Sicht lebenswert. 

Meine Wortwahl beeinflusst nicht meine innere Haltung. Es ist ein Kind - mehr aber nicht. So wie jedes andere Kind auch und es fühlt sich eher als Fremdkörper an als "tiefe Verbundenheit". Ein Kind ist für mich kein "Wunder". Es ist ein rein biologischer Ablauf, so wie unsere ganze Umwelt funktioniert: Mit Wachstum, mit Entwicklung. Den Emotionalen Bezug sehe ich nämlich (noch) überhaupt nicht. Ich denke manchmal, mir fehlt dieses "Mutter-Gen" einfach, das einen ausflippen oder mit romantischen Ergüssen überhäufen lässt, wenn man Schwangere sieht oder sich irgendeiner "göttlichen Eingebung" verbunden fühlt, wenn man selbst schwanger ist. Ich streite nicht ab, dass das irgenwann kommen könnte, aber es würde mich nicht überraschen, wenn sich meine Haltung dazu nicht ändert und ich ein Leben lang mit Ablehung auf Kinder reagiere. Um dieser mal so genannten Antipathie entgegen zu wirken, müsste mir erst die Einsicht kommen, welchen emotionalen Wert mir dadurch gegeben wird, wenn ich mal eigene Kinder haben sollte. Den sehe ich nämlich nirgendwo, auch nicht in der Vorstellung, das mich ein Baby "verliebt anschaut". 

Ja, so Geschichten liest man überall. Und wenn ich sehe, wie aktiv die Abtreibungsgegnerpropaganda im Netz grassiert, wundern mich vermehrte Berichte darüber auch nicht. Wie du weisst, habe ich bereits eine Abtreibung hinter mir und damals - verglichen mit heute - fühlte ich mich vor dem Abbruchtermin deutlich schlechter als jetzt. Ich gehe schwer davon aus, dass sich das nicht plötzlich ändert, wenn die Abtreibung gemacht wurde. 

Nur zur klarstellung: Ich antworte dir nur noch aus Wohlwollen, nicht weil ich mich umstimmen lassen möchte oder noch irgendwelche Argumente gegen eine Abtreibung bräuchte. Ich habe all meine Zweifel abgelegt und werde den Termin nächste Woche wahrnehmen. 

 

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21. Januar 2018 um 2:34
In Antwort auf catie09

Guten Abend lohtse,
jetzt musste ich schon schlucken beim Lesen:
Gerade die Beraterin hat mir zusätzlichen Mut gemacht und mich im Entscheid bekräftigt ....
Das ist in Deutschland schon anders, also zumindest theoretisch. Es soll ausdrücklich und gesetzlich verankert Mut gemacht werden zum Kind, und alle Möglichkeiten sollen ausgelotet werden. Natürlich: am ausdrücklichen Wollen einer Frau (auch wenn es gesetzlich um Unzumutbarkeit geht und nicht um einfach nur wollen oder nicht) führt in Praxis kein Weg vorbei: Beratung - Schein - Abtreibung möglich.
Mich wundert allerdings, warum du überhaupt bei einer Beraterin warst, weil es doch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist in der Schweiz? War wohl eher eine Art Vorbesprechung.
Mir macht das Gänsehaut. Ich bin fast jedes Jahr in der Schweiz, an meinem Lieblingsort. Aber diese schweizer Seite, Sterben lieber zu haben als Leben (ich denke jetzt auch an den selbstgewählten Tod, zu dem Deutsche ja in die Schweiz fahren) - in einem Land mit so wunderbarer Natur und auch sonst so "perfekt" .... wo man reich ist allein durch alles, was einen umgibt, woran man Anteil hat, selbst wenn man persönlich "arm" ist ... 
Aber jetzt zu dir. Du schreibst: "Auch wenn ich mir dieses Mal ein bisschen mehr vorstellen konnte, das Kind zu behalten, bin ich seltsamerweise weniger traurig als letztes Mal." - Ich frage mich, wie die Verlängerung deiner Erfahrungen aussehen könnte: beim dritten Mal schwanger - noch ein bisschen mehr vorstellen können, aber noch weniger traurig sein!? Eine gefühlsmäßige Gegenläufigkeit. Wie gehst du für dich damit um? Es sind doch Tränen geflossen. Worum hast du geweint, was jetzt seit dem Gespräch keine Tränen mehr auslöst?
Wenn du in der Schwangerschaft schon weiter gewesen wärst - hättest du das Kind vielleicht bekommen? Warum dann?
Hast du mit deinem Freund schon sprechen können, wie ihr es nächste Woche macht? Ob er mitgeht, was dir hilft - und wie es ihm geht. Welche Perspektive ihr zusammen habt in punkto Kinder und überhaupt zu zweit?
Darf ich dich das alles überhaupt fragen? - Mich beschäftigt es einfach.
Liebe Grüße von Catie


 

Bei uns sind die Gesetze anders. Im Beratungsgespräch wird "nur" die Überzeugung des Entscheids festgestellt und bei Zweifeln ggf. NEUTRAL geholfen. Meistens wird das Gespräch mit einer Beratung zu künftigen Verhütungsmitteln verknüpft und man bekommt ein paar Broschüren über Hilfswerke und Informationen zur Adoption. Man wird nicht dazu gedrängt, das Kind zu behalten. Die meisten Kliniken setzen ein solches Gespräch voraus. 

Sorry, aber diese Behauptung ist einfach Quatsch. Nur weil die Schweiz neutrale Beratungsgespräche bei Schwangerschaftsabbrüchen festlegt und Sterbehilfe anbietet, verherrlicht man doch nicht gleich den Tod! Das sind freiheitliche, fortschrittliche Gesetze, die den persönlichen Willen eines Menschen respektiert und nicht unnötiger Schikane aussetzt. Schwerkranke und alte Menschen, die nur noch Schmerzen haben und jeglichen Durchhaltewillen und Hoffnung aufgegeben haben, sollen diesen Weg gehen dürfen. 

Nein, ich hätte das Kind auch abgetrieben, wenn es älter gewesen wäre. Solange, wie die gesetzliche Frist eben gilt. Wäre diese abgelaufen hätte ich wohl intensive, psychologische Hilfe benötigt. Ich denke, die Angst hat mich traurig gemacht. Das Unwissen, wie die Sache laufen würde, mit was für Komplikationen ich zu rechnen hatte. Diesesmal war es die Angst davor, dass es bereits zu spät ist, eine Abtreibung durchzuführen. Davor hatte ich wirklich Panik und konnte nicht mehr richtig schlafen. 

Wenn mein Freund jetzt, in den nächsten paar Jahren unbedingt Kinder haben will, dann wäre ihm von Anfang an unserer Beziehung klar gewesen, dass dieser Wunsch unerfüllt bleibt und er hätte mich verlassen können. Er weiss von meiner Einstellung gegenüber Kindern generell. Vielleicht drängt sich ihm dieser Wunsch irgendwann zu sehr auf, sodass er mich entweder dazu überreden will oder sich schlimmstenfalls woanders umsieht. Ich würde es ihm wohl nicht übel nehmen. Ich kann mir vorstellen, das der Wunsch nach Kindern genauso stark oder noch stärker ist wie der Wunsch, keine Kinder zu haben. 

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21. Januar 2018 um 11:53
In Antwort auf lohtse

Bei uns sind die Gesetze anders. Im Beratungsgespräch wird "nur" die Überzeugung des Entscheids festgestellt und bei Zweifeln ggf. NEUTRAL geholfen. Meistens wird das Gespräch mit einer Beratung zu künftigen Verhütungsmitteln verknüpft und man bekommt ein paar Broschüren über Hilfswerke und Informationen zur Adoption. Man wird nicht dazu gedrängt, das Kind zu behalten. Die meisten Kliniken setzen ein solches Gespräch voraus. 

Sorry, aber diese Behauptung ist einfach Quatsch. Nur weil die Schweiz neutrale Beratungsgespräche bei Schwangerschaftsabbrüchen festlegt und Sterbehilfe anbietet, verherrlicht man doch nicht gleich den Tod! Das sind freiheitliche, fortschrittliche Gesetze, die den persönlichen Willen eines Menschen respektiert und nicht unnötiger Schikane aussetzt. Schwerkranke und alte Menschen, die nur noch Schmerzen haben und jeglichen Durchhaltewillen und Hoffnung aufgegeben haben, sollen diesen Weg gehen dürfen. 

Nein, ich hätte das Kind auch abgetrieben, wenn es älter gewesen wäre. Solange, wie die gesetzliche Frist eben gilt. Wäre diese abgelaufen hätte ich wohl intensive, psychologische Hilfe benötigt. Ich denke, die Angst hat mich traurig gemacht. Das Unwissen, wie die Sache laufen würde, mit was für Komplikationen ich zu rechnen hatte. Diesesmal war es die Angst davor, dass es bereits zu spät ist, eine Abtreibung durchzuführen. Davor hatte ich wirklich Panik und konnte nicht mehr richtig schlafen. 

Wenn mein Freund jetzt, in den nächsten paar Jahren unbedingt Kinder haben will, dann wäre ihm von Anfang an unserer Beziehung klar gewesen, dass dieser Wunsch unerfüllt bleibt und er hätte mich verlassen können. Er weiss von meiner Einstellung gegenüber Kindern generell. Vielleicht drängt sich ihm dieser Wunsch irgendwann zu sehr auf, sodass er mich entweder dazu überreden will oder sich schlimmstenfalls woanders umsieht. Ich würde es ihm wohl nicht übel nehmen. Ich kann mir vorstellen, das der Wunsch nach Kindern genauso stark oder noch stärker ist wie der Wunsch, keine Kinder zu haben. 

Hallo lohtse,

ist ja o.k. – du kannst ja machen, was du willst. Für jede Wirklichkeit entscheidet man sich gegen eine Möglichkeit. Jede Situation ist einmalig.
Ich find´s ja klasse, was du an tantejanne schreibst – du hast und schätzst Familie, die Liebe deiner Eltern und Geschwister - und dann auch Freunde! Menschen, die dein Leben lebenswert machen. Supergut!
Das mit dem „Muttergen“ und dem Ausflippen. Das ist es nicht und das braucht es nicht. Es kommt vor, sag ich mal. Von Frau zu Frau verschieden (manche nerven ja damit auch ...). Aber das Leben ist – eigentlich wie immer - auch mit einem Kind gemischt: mal so mal so.
Dass es so hochgehängt wird, macht es nur schwerer. Man muss nicht mit ständigem Glückstrahlen beweisen, dass man die richtige Entscheidung getroffen hat. Es ist halt auch nur ein Mensch, wie du sagst – ein Kind. Nicht mehr und nicht weniger. Der Mutterhypbe, je nachdem, wieviel man davon mitbekommt, kann einem Angst machen. Oder es einem gerade vermiesen.
Hab´ mal gelesen: Schwangerschaftsübelkeit – hat vielleicht den Sinn, dass einem schon am Anfang mal klar wird, dass es Tage und Zeiten geben wird, wo das Leben mit einem Kind zum Kotzen ist .....  Und dann aber auch wieder schön. Man ist nicht zwangsverpflichtet zum Glücklichsein. Man kann es sowieso nicht unbedingt „machen“, dass man glücklich ist. Man wird es – by the way. „Das Wesentliche im Leben bekommt man geschenkt“. Liebe zum Beispiel.  
Mach´s gut – in your way!
Catie
 

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21. Januar 2018 um 20:54

Hallo Lohtse,

Ich habe mich vor einiger Zeit selbst vor eine ähnlich Entscheidung gestellt. Zwar bin ich schon ein paar Jahre älter als du, aber doch ähnlich unvernünftig bei der Verhütung, bin ich mehr oder weniger ungewollt schwanger geworden. Ich bin 34 und war, bis ich vor ca einem Jahr mit meinem derzeitigen Freund zusammen gekommen bin, nie in der Situation,  ernsthaft / realistisch über's Mutterwerden nachzudenken.  Aufgrund meines Elternhauses mit intakter Familie bei meinen Eltern und Geschwistern, habe ich immer einen gewissen  unterschwelligen Druck gespührt, irgendwann selber Kinder bekommen zu "müssen", um ein erfülltes Leben zu führen. Tief in mir drin,  wusste ich aber, dass es wahrscheinlich keine Erfüllung bedeutet, Mutter zu sein und dass mein unabhängiges Leben (als Single und auch in der jetztigen Beziehung) mir sehr viel bedeutet und evtl. nicht wert ist, gegen ein mehr oder weniger fremdbestimmtes Leben als Mutter, einzutauschen. 
Ich habe bereits vor der Schwangerschaft viel über das Leben philosophiert und in Bezug auf Abtreibung aus sicherer Entfernung immer gedacht, dass es für mich nicht in Frage kommen würde.  In den ersten Wochen der SS war ich psychisch und emotional ziemlich angeschlagen, hatte keinerlei Verbindung zu dem Fötus und habe mir gewünscht, dass es von alleine abgeht, damit ich nicht mit der möglichen Reue einer Abtreibung zu kämpfen habe. Gegen eine Abtreibung sprach bei mir hauptsächlich die Angst, die auch dein Freund geäußert hat - irgendwann die Quittung zu bekommen.  Das schlimmste,  was ich mir vorstellen konnte war, irgendwann das Glück doch noch zu erkennen und dann keine Möglichkeit mehr zu haben und über das selbstgewählte Schicksal (aus Unwissenheit oder Ignoranz oder fehlender Weitsicht) todunglücklich zu werden. 
Fakt ist aber, dass man nicht weiss was die Zukunft bringt und es müßig ist, zu versuchen zu antizipieren, was das richtige ist, wenn man sich in einem so komplexen Zwiespalt befindet.  Und diese Einsicht hat mir schließlich den Weg gewiesen. Eine Schwangerschaft ist ein biologischer Prozess, der das Leben fortbestehen lässt.  Einen Sinn des Lebens mag es nicht geben, das einzige was man sicher sagen kann, ist dass die Fortpflanzung der Individuen das Fortbestehen des Lebens sichert. Was es mit den Individuen macht, ist individuell aber fest steht auch, dass es keine stärkere Bindung gibt als von Mutter zu Kind.  Das kann man letztendlich nur fühlen und erfahren, wenn man es selber durchmacht.  Ich habe mich in meine jetzt 5 Monaten Schwangerschaft,  von denen ich mich jetzt erst ca 4 Wochen dauerhaft gut fühle, schon so stark verändert ... ich bin unendlich froh diese Erfahrung machen zu dürfen. Eine Abtreibung kann man möglicher Weise dauerhaft bereuen - ein eigenes Kind wirst du höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft bereuen. 


LG, Lanes
 

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21. Januar 2018 um 22:29
In Antwort auf lanes83

Hallo Lohtse,

Ich habe mich vor einiger Zeit selbst vor eine ähnlich Entscheidung gestellt. Zwar bin ich schon ein paar Jahre älter als du, aber doch ähnlich unvernünftig bei der Verhütung, bin ich mehr oder weniger ungewollt schwanger geworden. Ich bin 34 und war, bis ich vor ca einem Jahr mit meinem derzeitigen Freund zusammen gekommen bin, nie in der Situation,  ernsthaft / realistisch über's Mutterwerden nachzudenken.  Aufgrund meines Elternhauses mit intakter Familie bei meinen Eltern und Geschwistern, habe ich immer einen gewissen  unterschwelligen Druck gespührt, irgendwann selber Kinder bekommen zu "müssen", um ein erfülltes Leben zu führen. Tief in mir drin,  wusste ich aber, dass es wahrscheinlich keine Erfüllung bedeutet, Mutter zu sein und dass mein unabhängiges Leben (als Single und auch in der jetztigen Beziehung) mir sehr viel bedeutet und evtl. nicht wert ist, gegen ein mehr oder weniger fremdbestimmtes Leben als Mutter, einzutauschen. 
Ich habe bereits vor der Schwangerschaft viel über das Leben philosophiert und in Bezug auf Abtreibung aus sicherer Entfernung immer gedacht, dass es für mich nicht in Frage kommen würde.  In den ersten Wochen der SS war ich psychisch und emotional ziemlich angeschlagen, hatte keinerlei Verbindung zu dem Fötus und habe mir gewünscht, dass es von alleine abgeht, damit ich nicht mit der möglichen Reue einer Abtreibung zu kämpfen habe. Gegen eine Abtreibung sprach bei mir hauptsächlich die Angst, die auch dein Freund geäußert hat - irgendwann die Quittung zu bekommen.  Das schlimmste,  was ich mir vorstellen konnte war, irgendwann das Glück doch noch zu erkennen und dann keine Möglichkeit mehr zu haben und über das selbstgewählte Schicksal (aus Unwissenheit oder Ignoranz oder fehlender Weitsicht) todunglücklich zu werden. 
Fakt ist aber, dass man nicht weiss was die Zukunft bringt und es müßig ist, zu versuchen zu antizipieren, was das richtige ist, wenn man sich in einem so komplexen Zwiespalt befindet.  Und diese Einsicht hat mir schließlich den Weg gewiesen. Eine Schwangerschaft ist ein biologischer Prozess, der das Leben fortbestehen lässt.  Einen Sinn des Lebens mag es nicht geben, das einzige was man sicher sagen kann, ist dass die Fortpflanzung der Individuen das Fortbestehen des Lebens sichert. Was es mit den Individuen macht, ist individuell aber fest steht auch, dass es keine stärkere Bindung gibt als von Mutter zu Kind.  Das kann man letztendlich nur fühlen und erfahren, wenn man es selber durchmacht.  Ich habe mich in meine jetzt 5 Monaten Schwangerschaft,  von denen ich mich jetzt erst ca 4 Wochen dauerhaft gut fühle, schon so stark verändert ... ich bin unendlich froh diese Erfahrung machen zu dürfen. Eine Abtreibung kann man möglicher Weise dauerhaft bereuen - ein eigenes Kind wirst du höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft bereuen. 


LG, Lanes
 

Tschau, nett das du mir Mut machen willst. Aber meine Entscheidung steht mit absoluter Sicherheit. 

Schön für dich. Für deine Situation mag das stimmen. Du bist 34 und gefestigt in deinem Leben, ausserdem geht bei dir langsam das Zeitfenster zu, was deine Fruchtbarkeit betrifft. Ich nicht. Ich bin weit jünger und wenn du vorangegangene Beiträge liest, in einer recht schwierigen Situation. 

Nein, man weiss nicht was in Zukunft passiert. Das ist für mich aber noch lange kein Grund ein Kind zu behalten. Genausowenig wie es eine "biologische Verpflichtung" einem vorschreibt. Und pardon, aber das mit der Bindung ist Unsinn. Wäre dem so, würden nicht Millionen von alten Frauen und Müttern in ihren Altersheimen dahinvegetieren ohne noch grosse Hoffnungen zu haben, das ihre Kinder irgendwann mal anrufen. Der Fakt, dass es nicht gerade wenige Mütter gibt, die es ein Leben lang bereuen ungewollte Kinder behalten zu haben, spricht auch gegen diese Aussage. Und zuletzt ist auch die Vorstellung davon, das diese Bindung das stärkste sei, was man je empfinden würde immer noch kein Grund, sich für Kinder zu entscheiden. Jedenfalls nicht für mich. Es freut mich, dass du das so erlebst - für allgemeingültig erklären würde ich das aber nicht. 

Ich habe meine erste Abtreibung keine Sekunde bereut. Ich kann natürlich nicht genau voraussagen, wie ich mich nach der zweiten fühle, aber mit der Selbstsicherheit, die ich für mein Vorhaben aufbringe, hat sich das Gefühl von Reue oder Schuld aufgelöst. Ich möchte das Risiko nämlich nicht eingehen, eine unglückliche Mutter zu werden und das sehe ich bei meinen Umständen eben als gegeben. 

Ich will dir nicht ans Bein pinkeln, ist ja toll für dich, wenns bei dir so gelaufen ist. Ich kanns nur einfach nicht mehr lesen wie Mütter, seien sie gewollt schwanger geworden oder nicht, andauernd von sich auf den Rest der weiblichen Menschheit schliessen und beteuern, wie ach so toll das Mutterwerden doch ist. 

Das ist meine letzte Antwort, von mir aus kann der Fred dicht gemacht werden. 

 

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21. Januar 2018 um 23:10
In Antwort auf lohtse

Tschau, nett das du mir Mut machen willst. Aber meine Entscheidung steht mit absoluter Sicherheit. 

Schön für dich. Für deine Situation mag das stimmen. Du bist 34 und gefestigt in deinem Leben, ausserdem geht bei dir langsam das Zeitfenster zu, was deine Fruchtbarkeit betrifft. Ich nicht. Ich bin weit jünger und wenn du vorangegangene Beiträge liest, in einer recht schwierigen Situation. 

Nein, man weiss nicht was in Zukunft passiert. Das ist für mich aber noch lange kein Grund ein Kind zu behalten. Genausowenig wie es eine "biologische Verpflichtung" einem vorschreibt. Und pardon, aber das mit der Bindung ist Unsinn. Wäre dem so, würden nicht Millionen von alten Frauen und Müttern in ihren Altersheimen dahinvegetieren ohne noch grosse Hoffnungen zu haben, das ihre Kinder irgendwann mal anrufen. Der Fakt, dass es nicht gerade wenige Mütter gibt, die es ein Leben lang bereuen ungewollte Kinder behalten zu haben, spricht auch gegen diese Aussage. Und zuletzt ist auch die Vorstellung davon, das diese Bindung das stärkste sei, was man je empfinden würde immer noch kein Grund, sich für Kinder zu entscheiden. Jedenfalls nicht für mich. Es freut mich, dass du das so erlebst - für allgemeingültig erklären würde ich das aber nicht. 

Ich habe meine erste Abtreibung keine Sekunde bereut. Ich kann natürlich nicht genau voraussagen, wie ich mich nach der zweiten fühle, aber mit der Selbstsicherheit, die ich für mein Vorhaben aufbringe, hat sich das Gefühl von Reue oder Schuld aufgelöst. Ich möchte das Risiko nämlich nicht eingehen, eine unglückliche Mutter zu werden und das sehe ich bei meinen Umständen eben als gegeben. 

Ich will dir nicht ans Bein pinkeln, ist ja toll für dich, wenns bei dir so gelaufen ist. Ich kanns nur einfach nicht mehr lesen wie Mütter, seien sie gewollt schwanger geworden oder nicht, andauernd von sich auf den Rest der weiblichen Menschheit schliessen und beteuern, wie ach so toll das Mutterwerden doch ist. 

Das ist meine letzte Antwort, von mir aus kann der Fred dicht gemacht werden. 

 

Ja, wäre jetzt wirklich nicht mehr nötig gewesen .... Ein Forum läd halt dazu ein, von sich zu schreiben. Ist verführerisch. 
Mir fällt jetzt nur noch dazu ein, was mein Sohn (noch im Vorschulalter) gesagt hat: Jeder hat sein eigenes Leben.

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21. Januar 2018 um 23:59
In Antwort auf catie09

Ja, wäre jetzt wirklich nicht mehr nötig gewesen .... Ein Forum läd halt dazu ein, von sich zu schreiben. Ist verführerisch. 
Mir fällt jetzt nur noch dazu ein, was mein Sohn (noch im Vorschulalter) gesagt hat: Jeder hat sein eigenes Leben.

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.
Sorry, Lothse dass ich dir so spät bzw. überhaupt geantwortet habe. Ich wollte dir auch in keinster Weise "ans Bein pissen". 
Ich wünsche dir alles Gute!

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22. Januar 2018 um 10:56

Ich kann mir vorstellen, dass man eine Abtreibung bereut, wenn man dann mal Kinder hat und sieht, was man quasi verloren hat. Zweimal in deinem Fall. Du willst kein Kind jetzt und keine Schwangerschaft. Ok. Aber du hast ein Kind in dir und bist schwanger und bist selbst dafür verantwortlich. Hast du wenigstens über adoption nachgedacht? Ich war selber in der Situation und habe mich für mein Kind entschieden. Ich habe von vielen Frauen gehört, die Abtreibungen sehr bereut haben. Sowas kann auch erst nach vielen Jahren passieren. Und niemand kann dir garantieren, dass du mit 30 noch schwanger werden kannst. Also stell es dir doch mal vor, mit 30 und du und dein freund wollt kinder und es geht nicht mehr und dann damit leben zu müssen, eigentlich aber zweimal das Geschenk bekommen zu haben... Naja ich finde es geht gar nicht zweimal abzutreiben und auch noch weil man so unverantwortlich war kein kondom zu benutzen. Und den richtigen Zeitpunkt für ein Kind gibt es nie. Dein leben wird nie perfekt sein und so verlaufen wie du es dir vorstellst. Du wirst abtreiben, es ist deine Sache, dein Körper. Aber viele können Es nicht verstehen und wie du siehst sind Es überwiegend Frauen, die Selber Kinder haben. Aber auf mich wirkt es als würdest du dir diese Erleichterung und dass es dir so viel besser gehen wird einredest. 

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22. Januar 2018 um 11:06

Die Leute hier nehmen sich die Zeit alles zu lesen und dir zu schreiben und du reagierst nur feindselig. Wirkt alles wie aus trotz... Ein Grund mehr für dich dein Ding durchzuziehen und abzutreiben, wenn alle gegen dich sind. Im übrigen wenn ich erfahre würde, dass mein Mutter vor mir zweimal schwanger wurde und abgetrieben hat, wäre ich sehr wütend und vielleicht könnte ich es ihr auch nicht verzeihen, denn sie hat meine Geschwister verhindert...  

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22. Januar 2018 um 15:19

Wenn du kein Kind willst, dann geh deinem Plan nach. So wie es sich anhört, hätte ein Kind bei dir kein schönes Leben. Ich verstehe nur nicht nach was du hier suchst ? Für dich steht die Entscheidung fest. Ob dich das Leben dafür bestraft, ich denke nicht. Es gibt viele Menschen die schlimmeres getan haben und die führen bekanntlich ein tolles Leben.. 

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25. Januar 2018 um 15:49

Eure frechen Kommentare finde ich extrem unangebracht. Ich bin auch gegen Abtreibungen und bin zum zweiten mal gewollt schwanger. Totz allem sollte mach sich nicht das Recht nehmen beleidigend zu werden. Ich denke gerade weil es hier so einfach ist seinen Problemen und gedanken freie Luft zu lassen, sollte man vielleicht die Sorge anderer ernst nehmen und keine Moralprädigt halten. Und sie weis glaub ich selber das man das zweite mal hätte verhindern können. Aber in dem Moment sollte man nich auf Gefühle anderer rum trampeln und so despektierliche Kommentare von sich geben. Stell dir vor sowas könnte auch deiner Tochter passieren (keine Ahnung ob du ne Tochter hast aber nur als Beispiel) würdest du ihr sowas dann auch vor den kopf werfen?

Egal was ein Mensch durch macht und egal ob dieser selbst schuld an seiner misslichen Lage ist. Niemand hat das Recht jemanden zu verurteilen.
es

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25. Januar 2018 um 15:49

Eure frechen Kommentare finde ich extrem unangebracht. Ich bin auch gegen Abtreibungen und bin zum zweiten mal gewollt schwanger. Totz allem sollte mach sich nicht das Recht nehmen beleidigend zu werden. Ich denke gerade weil es hier so einfach ist seinen Problemen und gedanken freie Luft zu lassen, sollte man vielleicht die Sorge anderer ernst nehmen und keine Moralprädigt halten. Und sie weis glaub ich selber das man das zweite mal hätte verhindern können. Aber in dem Moment sollte man nich auf Gefühle anderer rum trampeln und so despektierliche Kommentare von sich geben. Stell dir vor sowas könnte auch deiner Tochter passieren (keine Ahnung ob du ne Tochter hast aber nur als Beispiel) würdest du ihr sowas dann auch vor den kopf werfen?

Egal was ein Mensch durch macht und egal ob dieser selbst schuld an seiner misslichen Lage ist. Niemand hat das Recht jemanden zu verurteilen.
es

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25. Januar 2018 um 20:33

Das Leben ist nunmal ungerecht. Manche haben nichts zu essen und andere werfen selbiges in den Müll. Das ist aber nicht das Problem der TE. Würde sie ungewollt das Kind behalten, wäre diesen beschriebenen Frauen auch nicht geholfen - es sei denn die TE wird als Zwangsbrutkasten zur Adoption des Kindes bewegt.

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25. Januar 2018 um 21:30

Ups sry ...
Neu hier... 

Finds halt nur schade wenn man beleidigend wird. Und klar ne Abtreibung ist in meinen Augen auch keine Lösung. Im gegenteil ich finds gabz schlimm. Ich bin grad in der 6.ssw und bange jeden Tag das alles gut ist..

Nur leider gibt es sehr viele Menschen die für sich den einfachsten Weg als Lösung sehen. Und leider gibt es ebenso sehr wenige menschen, die den jenigen Mut machen, um einen anfern lösungsweg einzuschreiten. 

Sry das sollte kein persönlicher angriff sein. Ich denke nur das man mit solchen aussagen jemand dazu drängt seine Entscheidung durchzu ziehen ohne über andere perspektiven nach zu denken

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26. Januar 2018 um 6:24

In dem Fall denke ich aber echt : dann soll sie es lieber abtreiben, als es ungewollt bekommen und damit überfordert zu sein und letztendlich das Kind zu hassen. 
Sie wirkt so als wenn sie null Emotionen für das Kind hat. Lediglich Sorge vorm Karma....nach dem Motto " ich werde bestraft". 
Am Besten wäre da wohl die Spirale.

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