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Persönliches Babytief

27. November 2014 um 16:40 Letzte Antwort: 1. Dezember 2014 um 14:44

Hallo ihr, ich hoffe irgendwer kann mir ev. mit guten Tipps aus meinem Tief heraushelfen. Ich leide seit etwa 10 Jahren an Depressionen, wobei es mir stetig besser geht. Leider nehme ich seit 10 Jahren Antidepressiva. Nun bin ich gerade dabei meine Medikamentendosis zu verringern bzw. langsam auszuschleichen, da ich mir in etwa einem Jahr ein Baby wünsche. Diesen Wunsch lebe ich seit ich denken kann und es ist mein absoluter Lebenstraum, der Wunsch wurde mit den Jahren immer größer und hat mich im wahrsten Sinne des Wortes am Leben erhalten, da ich früher sehr oft ans aufgeben dachte. Nur ist dieses Kinderthema nicht nur ein Wunsch, es ist eine unbändigbare Sehnsucht die meinen Alltag bestimmt. Bis jetzt konnte ich den Wunsch aus dem Grund meiner voranschreitenden Genesung erfolgreich in den Hintergrund drängen. Nun wurde mein Leben von einem Moment zum Anderen auf den Kopf gestellt. Für euch mag sich das vielleicht komisch und dramatisch anhören, für mich ist dieses Problem momentan die Hölle. Die Schwester meines Freundes wurde nun (wahrscheinlich) ungeplant schwanger. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, da es meine ganze Ordnung durcheinandergebracht hat. Habe gestern 5 Stunden geweint, kann heute nur mit Mühe in die Arbeit gehen und fühle mich schrecklich. Für mich ist alles zusammengebrochen, da ich mir schon so viele Jahre ein Kind wünsche, es aber aufgrund meiner Krankheit bisher nicht möglich war. Es war immer mein größter Albtraum, dass genau SIE schwanger wird, da ich mich nicht besonders gut mit ihr verstehe, sie ist sehr oberflächlich und kann natürlich eine psychische Krankheit nicht verstehen. Sie ist auch ziemlich überheblich. Ich weiß dieses Problem hört sich nichtig an, aber ich habe psychisch schon immer ein Problem mit ihr gehabt, bei ihr scheint alles ganz leicht und ohne Schwierigkeiten zu funktionieren. Es ist einfach Neid (im Positiven), würde ihr natürlich nicht absichtlich etwas Schlechtes wünschen, so bin ich wirklich nicht. Aber es ist definitiv Neid. Vielleich kann sich irgendjemand in eine ähnliche Lage hineindenken, ich bin jedenfalls total fertig und am Ende und schleppe mich nur mehr hin und her um den Tag zu überstehen. Nachts träume ich die ganze Nacht von ihr und dem Baby. Mein Kinderwunsch ist wirklich sehr ausgeprägt und ich komme aus meinem Tief nicht heraus. Mein Kopf spinnt sich alle möglichen Szenarien vor, wie soll ich sie im Spital besuchen wenn das Baby da ist? Wie soll ich die Taufe überstehen, ohne in Tränen auszubrechen? Ich kann an nichts anderes mehr denken und bin sehr sehr verzweifelt.
Über Antworten von euch würde ich mich wirklich sehr freuen!

LG

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27. November 2014 um 19:33

Hallo Happycloud,

es tut mir sehr leid, so etwas zu lesen!! Ich denke, es ist ja schon hart, wenn sich ein Kinderwunsch nicht schnell erfüllt. aber wenn er durch so massive Barrieren wie Medikamente bei einer psychischen Krankheit verzögert wird, ist es sicher noch viel schlimmer.
Ich weiß leider keinen konkreten Tipp, und ich denke das Thema kann dir auch keiner abnehmen. Aber manchmal hilft es in kleinen Schritten zu denken, also nicht gleich: oh nein, wie verhalte ich mich bei der Taufe. Sondern eher zu versuchen den nächsten Tag zu schaffen, dann den übernächsten... und wenn das auch zu große Schritte sind, dann vielleicht die nächste Stunde, usw...
Machst du denn eine Therapie? Kannst du mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten darüber sprechen?
Ich wünsche dir viel Kraft
Momo

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28. November 2014 um 12:55
In Antwort auf momo8488

Hallo Happycloud,

es tut mir sehr leid, so etwas zu lesen!! Ich denke, es ist ja schon hart, wenn sich ein Kinderwunsch nicht schnell erfüllt. aber wenn er durch so massive Barrieren wie Medikamente bei einer psychischen Krankheit verzögert wird, ist es sicher noch viel schlimmer.
Ich weiß leider keinen konkreten Tipp, und ich denke das Thema kann dir auch keiner abnehmen. Aber manchmal hilft es in kleinen Schritten zu denken, also nicht gleich: oh nein, wie verhalte ich mich bei der Taufe. Sondern eher zu versuchen den nächsten Tag zu schaffen, dann den übernächsten... und wenn das auch zu große Schritte sind, dann vielleicht die nächste Stunde, usw...
Machst du denn eine Therapie? Kannst du mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten darüber sprechen?
Ich wünsche dir viel Kraft
Momo

Liebe Momo,
ich danke dir aus ganzem Herzen für deine bewegende Antwort, du hast mir so sehr weitergeholfen, ein Wahnsinn! Als ich deinen Kommentar gestern gelesen habe, ging es mir schlagartig besser und ich hab mich verstanden gefühlt, dass nicht irgendwer gleich sagt ich bin verrückt oder dumm. Ein aufrichtiges Dankeschön! Ich bin schon seit einigen Jahren in Therapie, aber manchmal habe ich eben das Gefühl dass sich die Therapeutin nicht so in meine Lage hineinversetzen kann, hier im Forum gibt es viele die sich die Zeit nehmen einem zu helfen oder einem einen Rat geben. Dies ist oftmals viel besser als eine Psychotherapie da viele hier Betroffene sind und dieses Problem nachvollziehen können.
Nochmals vielen Dank und ganz liebe Grüße
HappyCloud

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28. November 2014 um 15:32

Hallo happycloud!
Dein Beitrag klingt unendlich verzweifelt und das tut mir sehr Leid.
Hast du mal daran gedacht, den Therapeuten zu wechseln? Sinn einer Therapie ist doch, sich verstanden zu fühlen, damit dir geholfen werden kann.
Eine Depression ist eine schreckliche Krankheit. Umso schöner finde ich deinen Nicknamen.
Wie meine Vorrednerin schon anmerkte, denk in kleinen Schritten.
Das Leben kann sich so schnell ändern. Vielleicht bist du ja an der Taufe schon schwanger?
Versuche, jeden Tag positiv zu gestalten. Auch kleine Dinge machen glücklich (ein gutes Buch in der Wanne lesen, etwas leckeres zusammen mit deinem Freund kochen,...).
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du aus diesem Tief wieder herauskommst und einen Weg findest, bestmöglich mit der Depression zu leben.

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28. November 2014 um 16:41
In Antwort auf happycloud1

Liebe Momo,
ich danke dir aus ganzem Herzen für deine bewegende Antwort, du hast mir so sehr weitergeholfen, ein Wahnsinn! Als ich deinen Kommentar gestern gelesen habe, ging es mir schlagartig besser und ich hab mich verstanden gefühlt, dass nicht irgendwer gleich sagt ich bin verrückt oder dumm. Ein aufrichtiges Dankeschön! Ich bin schon seit einigen Jahren in Therapie, aber manchmal habe ich eben das Gefühl dass sich die Therapeutin nicht so in meine Lage hineinversetzen kann, hier im Forum gibt es viele die sich die Zeit nehmen einem zu helfen oder einem einen Rat geben. Dies ist oftmals viel besser als eine Psychotherapie da viele hier Betroffene sind und dieses Problem nachvollziehen können.
Nochmals vielen Dank und ganz liebe Grüße
HappyCloud

Oh, das ist schön,
wenn was dabei war, von dem was ich geschrieben habe, mit dem du etwas anfangen konntest.
Ich finde du bist überhaupt nicht verrückt oder dumm. Der Wunsch nach Kindern ist ganz tief drin. Egal ob Depression oder nicht, und mit Erschwerung ist es einfach hart. Ich stelle mir vor, dass du vielleicht auch mit deiner schweren Krankheit haderst, und das bricht natürlich auch auf, wenn andere Leute spielend etwas erreichen wofür du kämpfen musst. (Das ist aber nur eine Vorstellung von mir und muss nicht stimmen). Ich wünsche dir sehr, dass du einen guten Weg findest, deine Realität als DEIN Leben anzunehmen und in deinem Tempo deinen Weg zu gehen.

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28. November 2014 um 17:19

Huhu
liebe happycloud1,
es tut mir richtig leid, sowas zu lesen

da du seit 10 jahren unter depressionen leidest, gehe ich davon aus, dass du in behandlung bist???
was nimmst du denn momentan?

weiß der arzt von deinem kinderwunsch?

depressionen sind immer doof... ich leide auch daran.
mir wurde dann von meiner hausärztin vorgeworfen, dass ich doch deßwegen keine gute mutter sein kann.

ich wurde auf ein anderes medikament umgestellt, als ich vorhatte nochmal schwanger zu werden. (Sertralin)

ich kann mir vorstellen, dass die ungewollte schwangerschaft echt hart für dich ist
ich hoffe, du hast jemanden dem du dich im reallife anvertrauen kannst. lg



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28. November 2014 um 17:24

Hallo Happycloud

ich möchte dir nur eine Geschichte erzählen von meiner Cousine. Als sie geheiratet hat,wünschte Sie sich auch bald darauf ein Baby. Ein Jahr haben die beiden es versucht,bis raus kam das sie keine Kinder bekommen kann. Sie war 26. Dementsprechend war sie am Boden zerstört, ihre Schwester mit der sie sich auch nich versteht hatte derweil das dritte Kind im kommen. Sie war fix und fertig und letztendlich ist ihre Ehe daran zerbrochen.
Kurz danach wurde dann noch Krebs bei ihr festgestellt...
Den Krebs hat sie besiegt, den Gedanken ans Kind beiseite gestellt. Sie hatte einen Freund und obwohl sie von mehreren Ärzten gesagt bekommen hat das sie keine Kinder bekommen kann, hat sie im Oktober einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.

Was ich damit sagen will, der Körper hat seine eigenen Abwehrmechanismus hat. Vielleicht schützt sich dein Körper zur Zeit so und denkt sich ich muss erstmal vollständig genesen. Hast du schon Kuren gemacht? Eine Kollegin hatte eine nach einer Depression, wo sie eine ganz interessante therapie gemacht haben. Typische Situationen wurden von den anderen kurteilnehmern nachgespielt,sodass du von aussen einen blick auf dein eigenes Verhalten erhaschen konntest. In ihrem fall war sie einfach immer zu gutmütig,hat sich krumm geschafft um es allen anderen recht zu machen, seitdem ging es ihr besser,stück für stück. Versuch dich nicht so unter druck zu setzen. Fahr in den Urlaub mit deinem Mann,lasst es euch gut gehen. Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

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28. November 2014 um 19:09
In Antwort auf tora_11904853

Hallo Happycloud

ich möchte dir nur eine Geschichte erzählen von meiner Cousine. Als sie geheiratet hat,wünschte Sie sich auch bald darauf ein Baby. Ein Jahr haben die beiden es versucht,bis raus kam das sie keine Kinder bekommen kann. Sie war 26. Dementsprechend war sie am Boden zerstört, ihre Schwester mit der sie sich auch nich versteht hatte derweil das dritte Kind im kommen. Sie war fix und fertig und letztendlich ist ihre Ehe daran zerbrochen.
Kurz danach wurde dann noch Krebs bei ihr festgestellt...
Den Krebs hat sie besiegt, den Gedanken ans Kind beiseite gestellt. Sie hatte einen Freund und obwohl sie von mehreren Ärzten gesagt bekommen hat das sie keine Kinder bekommen kann, hat sie im Oktober einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.

Was ich damit sagen will, der Körper hat seine eigenen Abwehrmechanismus hat. Vielleicht schützt sich dein Körper zur Zeit so und denkt sich ich muss erstmal vollständig genesen. Hast du schon Kuren gemacht? Eine Kollegin hatte eine nach einer Depression, wo sie eine ganz interessante therapie gemacht haben. Typische Situationen wurden von den anderen kurteilnehmern nachgespielt,sodass du von aussen einen blick auf dein eigenes Verhalten erhaschen konntest. In ihrem fall war sie einfach immer zu gutmütig,hat sich krumm geschafft um es allen anderen recht zu machen, seitdem ging es ihr besser,stück für stück. Versuch dich nicht so unter druck zu setzen. Fahr in den Urlaub mit deinem Mann,lasst es euch gut gehen. Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

Liebe Emma!
Vielen lieben Dank für deine sehr bewegende und außerordentliche Geschichte, diese hat mir viel Mut gegeben, niemals aufzugeben, meine Ärzte sind sehr zuversichtlich, dass ich in einem Jahr die Medikamentendosis ausschleichen oder zumindest auf ein unbedenkliches Maß reduzieren kann. Ich fahre im März mit meinem Mann nach Marokko, das hab ich mir versprochen noch vor einer eventuellen Schwangerschaft zu erleben, ich freue mich schon darauf. Ich habe auch schon eine psychiatrische Kur gemacht, 6 Wochen lang, diese hat mir sehr gut getan, ist allerdings auch schon 3 Jahre her. Ich werde auf jede Fall für meinen Wunsch weiterkämpfen und nicht so schnell aufgeben. Ich werde auch versuchen, mich nicht mehr mit meiner Schwägerin zu vergleichen, für mich ist sie immer überperfekt und ich komme mir immer mies und unfähig vor. Dabei hat besagte Person unglaublich hohe selbst verursachte finanzielle Schulden und ich bräuchte überhaupt nicht neidisch auf sie sein. Wie gesagt, es ist dieses Unverständnis ihrerseits für meine psychiatrische Geschichte. Vielen Dank für deine sehr aufbauenden Worte.
Schönen Abend und ganz liebe Grüße

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28. November 2014 um 19:17
In Antwort auf howell_12322027

Huhu
liebe happycloud1,
es tut mir richtig leid, sowas zu lesen

da du seit 10 jahren unter depressionen leidest, gehe ich davon aus, dass du in behandlung bist???
was nimmst du denn momentan?

weiß der arzt von deinem kinderwunsch?

depressionen sind immer doof... ich leide auch daran.
mir wurde dann von meiner hausärztin vorgeworfen, dass ich doch deßwegen keine gute mutter sein kann.

ich wurde auf ein anderes medikament umgestellt, als ich vorhatte nochmal schwanger zu werden. (Sertralin)

ich kann mir vorstellen, dass die ungewollte schwangerschaft echt hart für dich ist
ich hoffe, du hast jemanden dem du dich im reallife anvertrauen kannst. lg



Liebe Honigbiene
Danke für dein aufrichtiges Interesse, ich bin seit Beginn meiner Depressionen sowohl in ärztlicher als auch psychotherapeutischer Hinsicht in Behandlung. Meine Ärzte wissen ganz klar von meinem Kinderwunsch, bin auch mit dem Arzt eines Berliner Institutes in Kontakt, der in Begleitung mit meinem Arzt die Medikamente umstellt bzw. ausschleicht. Dieser Arzt ist in der Forschung tätig, wie Antidepressiva in der Schwangerschaft wirken und weiß sehr genau über die Wirkung meiner Medikamente Bescheid. Auch ich nehme Sertralin (Adjuvin), seit 3 Jahren, dieses soll unbedenklich für das Ungeborene sein. Gleichzeitig nehme ich noch Lamotrigin (dieses sollte man laut Arzt ausschleichen) und Seroquel (dieses dürfte ich in sehr geringer Dosis höchstwahrscheinlich weiternehmen). Ich finde, dass vor allem Mütter mit psychischer Vorgeschichte ausgezeichnete Mütter werden können, da sie wissen worauf es ankommt und die Anzeichen einer ev. beginnenden Depression sofort erkennen und entsprechend handeln können. Dieses Forum ist für mich wie Genesung, So viele hier interessieren sich für meine Geschichte, das ist echt bewegend, könnte heulen!
Ganz liebe Grüße

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28. November 2014 um 19:23
In Antwort auf haven_12656208

Hallo happycloud!
Dein Beitrag klingt unendlich verzweifelt und das tut mir sehr Leid.
Hast du mal daran gedacht, den Therapeuten zu wechseln? Sinn einer Therapie ist doch, sich verstanden zu fühlen, damit dir geholfen werden kann.
Eine Depression ist eine schreckliche Krankheit. Umso schöner finde ich deinen Nicknamen.
Wie meine Vorrednerin schon anmerkte, denk in kleinen Schritten.
Das Leben kann sich so schnell ändern. Vielleicht bist du ja an der Taufe schon schwanger?
Versuche, jeden Tag positiv zu gestalten. Auch kleine Dinge machen glücklich (ein gutes Buch in der Wanne lesen, etwas leckeres zusammen mit deinem Freund kochen,...).
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du aus diesem Tief wieder herauskommst und einen Weg findest, bestmöglich mit der Depression zu leben.

Danke Wunschkind,
für deine Antwort. Habe heute nochmal eingehend mit meiner Psychologin gesprochen und sie konnte mir doch einige brauchbare Ratschläge mitgeben. Du hast Recht, das Glück liegt darin, kleine Dinge zu sehen und sich an ihnen zu erfreuen. Ich würde mich auch freuen, bei der Taufe schon schwanger zu sein, dies wäre ein inniger Wunsch von mir. Ich kämpfe für mein Glück und werde nicht aufgeben aus meinem Tief herauszukommen. Vielen lieben Dank für deine Tipps
Wunderschöne Grüße

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28. November 2014 um 19:30
In Antwort auf momo8488

Oh, das ist schön,
wenn was dabei war, von dem was ich geschrieben habe, mit dem du etwas anfangen konntest.
Ich finde du bist überhaupt nicht verrückt oder dumm. Der Wunsch nach Kindern ist ganz tief drin. Egal ob Depression oder nicht, und mit Erschwerung ist es einfach hart. Ich stelle mir vor, dass du vielleicht auch mit deiner schweren Krankheit haderst, und das bricht natürlich auch auf, wenn andere Leute spielend etwas erreichen wofür du kämpfen musst. (Das ist aber nur eine Vorstellung von mir und muss nicht stimmen). Ich wünsche dir sehr, dass du einen guten Weg findest, deine Realität als DEIN Leben anzunehmen und in deinem Tempo deinen Weg zu gehen.

Liebe Momo,
du hast exakt genau verstanden, worum es bei meinem Problem geht, dafür danke ich dir. Du hast genau ins Schwarze getroffen mit deiner Vermutung. Ich werde jetzt versuchen, mich mit den kleinen Dinge aufzuheitern und wirklich MEIN Leben leben und auf mein eigenes kleines Wunder hoffen
Viele liebe Grüße

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28. November 2014 um 20:24

Honigbiene, Happycloud
Das ist ja mal frech von Deiner Hausärztin und sowas von unüberlegt. Boah.....sowas ärgert einen. Genau deswegen hatte ich nämlich oft Bedenken ob es richtig ist Kinder zu bekommen da ich auch wegen Depris in Behandlung bin. Ich habe jedoch oft Zeiten ohne Medis und meine letzte Schwangerschaft,schaffte ich auch ohne Medis.
Meine Psychologin meinte damals kopfschüttelnd das wäre totaler Blödsinn dass man als Frau deswegen keine Kinder bekommt,zumal ich ja in Behandlung war und weiß dass ich Medis immer mal nehmen muss und mir Hilfe suche.
Sie meinte dann darf keine Frau schwanger werden, denn eine Garantie für Gesundheit gibt es nie. Dann dürften auch keine Menschen mit Rheuma welche bekommen usw und wie gesagt, es garantiert keiner dass eine völlig geusnde Mutter nicht auch krank werden kann.

@happycloud: Ja das ist schwer sich nicht zu vergleichen. Ich habe das auch schon sehr oft gemacht und mir dann immer das schlimmste ausgemalt. Alle hatten das große Glück nur ich nicht usw. Du kannst aber auch zur Not mit Medis schwanger werden und eine Ss durchziehen. Besser wäre natürlich ohne. Auch wäre es natürlich wichtig dass Du Dich stabil genug fühlst. Wie alt bist Du wenn ich fragen darf? Gib Deinen Traum nicht auf und auch wenn die Schwester nun auf glückliche Mma macht: Du weißt nie wie es hinter der Fassade aussieht. Außerdem kannst auch Du in einem Jahr vielleicht schon glückliche Mama sein.

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29. November 2014 um 0:47

Kopf hoch
Ich habe eigentlich schon für Kind Nr.2 geübt, als die Diagnose kam. Wie es jetzt weitergeht, keine Ahnung, wir verhüten immerhin nicht, allerdings nehme ich (noch) keine Medis, weil ich auch stille.

Es ist hart, wenn um einen rum alle schwanger werden. Hier ist es ein eng befreundetes Paar. Ich gebe Tipps, wir zeigen ihnen Babyläden.. und mich zerreißt es. Ich weiß aber eines: die erste Zeit nach der Geburt kann sehr hart sein und wenn man stillen will, geht nicht alles an Medikamenten. Dafür gibt einem das Stillen aber auch einiges zurück, ich habe dadurch höchstwahrscheinlich länger durchgehalten, als möglich gewesen wäre.
Was ich sagen will: du gehst deinen Weg, den solltest du nicht aus den Augen verlieren. Es ist völlig normal, neidisch zu sein und es ist auch normal, dass einen das runterzieht. Das geht auch gesunden Frauen so. Dein Ziel ist aber ein ganz anderes.

Zu Honigbiene (?): Ich kann deinen Arzt irgendwie verstehen, obwohl man das so nicht sagen darf. Ich habe Zweifel, ob ich eine "Gute" Mutter bin. Fakt ist: ich bin Mutter und ich gebe für mein Kind alles. Ich bin nicht belastungsfähig wie andere, aber ich habe Hilfe. Ich arbeite Vollzeit seit dem Mutterschutz. Ich habe deshalb Schuldgefühle. Meine Tochter ist tagsüber bei meinem Mann, der zuhause bleibt. Sie hat ein gutes Leben. Sie beruhigt sich bei mir viel schneller, nachts schläft sie nur neben mir. Sie lacht, selbst wenn es mir mies geht und sie zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich bin vielleicht nicht die ideale Mutter, aber ich bin keine Versagerin.
Ich denke, dass eine Mutter, die die Gefahr der Depression kennt und die weiß, wann und wo sie Hilfe braucht, einen besseren Start hat als die, die das erste Mal mit postpartaler Depression in Berührung kommt. Letztere wissen nämlich anfangs nicht, was sie machen sollen. Oder meine Wenigkeit mit Belastungsstörung: Ich habe höchstwahrscheinlich ein halbes Jahr damit gelebt, ohne es zu wissen. Mein Mann meint, dass ich oft einfach Abwesend war und mich nicht mit meiner Tochter beschäftigt habe. Stellt euch das mal vor. Das würde euch sicher nicht passieren. Deshalb, wenn ihr die Medis runterbekommt, dann versucht es. Ihr wisst, worauf ihr euch einlasst

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1. Dezember 2014 um 10:29
In Antwort auf axelle_12926152

Kopf hoch
Ich habe eigentlich schon für Kind Nr.2 geübt, als die Diagnose kam. Wie es jetzt weitergeht, keine Ahnung, wir verhüten immerhin nicht, allerdings nehme ich (noch) keine Medis, weil ich auch stille.

Es ist hart, wenn um einen rum alle schwanger werden. Hier ist es ein eng befreundetes Paar. Ich gebe Tipps, wir zeigen ihnen Babyläden.. und mich zerreißt es. Ich weiß aber eines: die erste Zeit nach der Geburt kann sehr hart sein und wenn man stillen will, geht nicht alles an Medikamenten. Dafür gibt einem das Stillen aber auch einiges zurück, ich habe dadurch höchstwahrscheinlich länger durchgehalten, als möglich gewesen wäre.
Was ich sagen will: du gehst deinen Weg, den solltest du nicht aus den Augen verlieren. Es ist völlig normal, neidisch zu sein und es ist auch normal, dass einen das runterzieht. Das geht auch gesunden Frauen so. Dein Ziel ist aber ein ganz anderes.

Zu Honigbiene (?): Ich kann deinen Arzt irgendwie verstehen, obwohl man das so nicht sagen darf. Ich habe Zweifel, ob ich eine "Gute" Mutter bin. Fakt ist: ich bin Mutter und ich gebe für mein Kind alles. Ich bin nicht belastungsfähig wie andere, aber ich habe Hilfe. Ich arbeite Vollzeit seit dem Mutterschutz. Ich habe deshalb Schuldgefühle. Meine Tochter ist tagsüber bei meinem Mann, der zuhause bleibt. Sie hat ein gutes Leben. Sie beruhigt sich bei mir viel schneller, nachts schläft sie nur neben mir. Sie lacht, selbst wenn es mir mies geht und sie zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich bin vielleicht nicht die ideale Mutter, aber ich bin keine Versagerin.
Ich denke, dass eine Mutter, die die Gefahr der Depression kennt und die weiß, wann und wo sie Hilfe braucht, einen besseren Start hat als die, die das erste Mal mit postpartaler Depression in Berührung kommt. Letztere wissen nämlich anfangs nicht, was sie machen sollen. Oder meine Wenigkeit mit Belastungsstörung: Ich habe höchstwahrscheinlich ein halbes Jahr damit gelebt, ohne es zu wissen. Mein Mann meint, dass ich oft einfach Abwesend war und mich nicht mit meiner Tochter beschäftigt habe. Stellt euch das mal vor. Das würde euch sicher nicht passieren. Deshalb, wenn ihr die Medis runterbekommt, dann versucht es. Ihr wisst, worauf ihr euch einlasst

Dein Text ....
... gibt mir sehr viel Mut, weiterzumachen und nicht immer daran zu denken, eine eventuell schlechte Mutter zu sein bzw. werden. Ich würde mir sehr wünschen meine Medis in einem Jahr wegzubekommen und es mir gelingt schwanger zu werden. Für mich ist diese Situation insofern besonders, als dass ich nur mit dieser einen Person ein Problem habe, denn sie hat keinerlei Verständnis für psychische Probleme. Als mein bester Freund Vater wurde, habe ich mich so sehr gefreut und wollte seine Kleine auch gleich sehen, das war überhaupt kein Problem für mich. Auch bei meiner Arbeitskollegin konnte ich Ihre Freude teilen, aber momentan sitz ich wirklich tief in der Grube drin und bin sehr sehr traurig, aufgeben werde ich aber nie. Danke dass du mir soviel Mut gemacht hast!
Ganz liebe Grüße auch an deine Kinder

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1. Dezember 2014 um 10:47
In Antwort auf an0N_1270259899z

Honigbiene, Happycloud
Das ist ja mal frech von Deiner Hausärztin und sowas von unüberlegt. Boah.....sowas ärgert einen. Genau deswegen hatte ich nämlich oft Bedenken ob es richtig ist Kinder zu bekommen da ich auch wegen Depris in Behandlung bin. Ich habe jedoch oft Zeiten ohne Medis und meine letzte Schwangerschaft,schaffte ich auch ohne Medis.
Meine Psychologin meinte damals kopfschüttelnd das wäre totaler Blödsinn dass man als Frau deswegen keine Kinder bekommt,zumal ich ja in Behandlung war und weiß dass ich Medis immer mal nehmen muss und mir Hilfe suche.
Sie meinte dann darf keine Frau schwanger werden, denn eine Garantie für Gesundheit gibt es nie. Dann dürften auch keine Menschen mit Rheuma welche bekommen usw und wie gesagt, es garantiert keiner dass eine völlig geusnde Mutter nicht auch krank werden kann.

@happycloud: Ja das ist schwer sich nicht zu vergleichen. Ich habe das auch schon sehr oft gemacht und mir dann immer das schlimmste ausgemalt. Alle hatten das große Glück nur ich nicht usw. Du kannst aber auch zur Not mit Medis schwanger werden und eine Ss durchziehen. Besser wäre natürlich ohne. Auch wäre es natürlich wichtig dass Du Dich stabil genug fühlst. Wie alt bist Du wenn ich fragen darf? Gib Deinen Traum nicht auf und auch wenn die Schwester nun auf glückliche Mma macht: Du weißt nie wie es hinter der Fassade aussieht. Außerdem kannst auch Du in einem Jahr vielleicht schon glückliche Mama sein.

Du hast ...
..... ja so Recht mit deiner Aussage. Ich bin mir sehr sicher dass ich es in einem Jahr schaffe ohne Tabletten auszukommen, meine Ärztin sagt dass es auch ein Antidepressivum gibt, das ich schon nehme (Sertralin) und wirklich im Notfall auch weiter nehmen könnte. Das Baby meiner Schwägerin war ungeplant und sie hat mit ihrem Freund ca. 300.000 Schulden, also in diesen Dingen möchte ich eh nicht mit ihr tauschen. Außerdem finde ich dass man sich mehr freut wenn man geplant schwanger werden möchte und es kein "Unfall " war. Mein Mann und ich werden noch einen schönen Urlaub machen bevor ich vl. schwanger werde und wir freuen uns wirklich schon sehr auf ein Baby 2016. Ich bin jetzt 26 also haben wir aus jetziger Sicht auch noch genügend Zeit.
Danke für deinen netten Kommentar und ganz liebe Grüße

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1. Dezember 2014 um 11:32

Happy
Vielleicht wäre es gut für dich, einmal mit jemandem zu reden, der sich voll und ganz auf deine Probleme konzentrieren und dir gezielt helfen kann. Nicht falsch verstehen, aber ich denke, mit langjährigen Depressionen ist nicht zu spaßen. Vielleicht kann man dir wertvolle Tipps geben, wie du der Schwangerscherschaft deiner "Schwägerin" am besten begegnest, oder dich evtl besser zurückziehen solltest. Denke, dass da für jeden individuell entschieden werden muss.

Wünsche dir ganz viel Kraft und eine baldige Genesung mit anschließendem positiven SS-Test! :-*

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1. Dezember 2014 um 14:44
In Antwort auf happycloud1

Dein Text ....
... gibt mir sehr viel Mut, weiterzumachen und nicht immer daran zu denken, eine eventuell schlechte Mutter zu sein bzw. werden. Ich würde mir sehr wünschen meine Medis in einem Jahr wegzubekommen und es mir gelingt schwanger zu werden. Für mich ist diese Situation insofern besonders, als dass ich nur mit dieser einen Person ein Problem habe, denn sie hat keinerlei Verständnis für psychische Probleme. Als mein bester Freund Vater wurde, habe ich mich so sehr gefreut und wollte seine Kleine auch gleich sehen, das war überhaupt kein Problem für mich. Auch bei meiner Arbeitskollegin konnte ich Ihre Freude teilen, aber momentan sitz ich wirklich tief in der Grube drin und bin sehr sehr traurig, aufgeben werde ich aber nie. Danke dass du mir soviel Mut gemacht hast!
Ganz liebe Grüße auch an deine Kinder


Das freut mich sehr!!
Wegen den Medikamenten, da gibt es eine gute amerikanische Datenbank, wo Ergebnisse aus allen möglichen Studien zum Thema stillen/Schwangerschaft und Medikamente drin sind: http://toxnet.nlm.nih.gov/newtoxnet/lactmed.htm

Sertralin wird da bei sehr vielen Frauen eingesetzt (es gibt keine lange Elternzeit, sehr viele Frauen gehen nur wenige Wochen nach Geburt wieder arbeiten und können sich keine längeren Krankzeiten leisten, da oft maximal 10 Kranktage im Jahr bezahlt sind, der Rest wäre unbezahlt. Deshalb wird extrem viel mit Medis gemacht.

In der Datenbank kannst du ja mal ein wenig lesen. Bei Sertralin ist nur ein Fall bekannt, wo das Baby sichtlich was von dem Medikament abbekommen hat. Abstillen hat dann direkte Besserung beim Baby gebracht, alles war ok.

Noch was: In der Schwangerschaft könnte es dir evtl auch deutlich besser gehen. Ich war damals trotz dauernder Übelkeit bis fast zum Ende irgendwie sehr glücklich (auch wenn ich täglich über der Schüssel hing). Auch das Stillen hilft mir sehr, da dabei Hormone freigesetzt werden, die eine gute Portion Glücksgefühl mitgeben. Wenn du dannq noch einen liebenden Mann und gute Unterstützung hast, dann ist alles gut.

Mit deiner Schwägerin (wars doch, oder?), das ist doof. Es ist für Außenstehende schwer, das zu verstehen und angemessen damit umzugehen. Und einige akzeptieren das wirklich nicht. Aber wie du geschrieben hast: die sind echt nicht zu beneiden. Dann lieber ein gewünschtes Kind, das mit viel Liebe entstanden ist. Lass dir deinen Weg nicht vermiesen. Dein Kind wird eines Tages eine Mama haben, die wirklich alles für es tut und hart mit sich kämpfen musste, um ihm einen optimalen Start zu ermöglichen. Dein Kind wird das vielleicht nicht wissen, aber es wird es spüren.
In diesem Sinne: Wenn dir die Dame auf den Keks geht, berichte doch einfach hier, wir können dann ja gemeinsam lästern :-P

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