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PCO- Bauchspiegelung?

18. April 2007 um 20:10 Letzte Antwort: 23. September 2008 um 10:21

Hallo,

bin neu in diesem Forum und brauche dringend Rat.
Mein Freund (25) und ich (22) haben seit ca. 2 Jahren einen Kinderwunsch. Nach Absetzen der Pille (Belara) vor ca. 2 Jahren blieb meine Periode über mehrere Monate aus. Deshalb ging ich zum Frauenarzt, der mehrere Zysten an meinen Eierstöcken feststellte und etwas von PCO sagte. Ich bekam Tabletten um die Mens auszulösen und sollte danach erst mal wieder die Pille (diesemal "Diane") nehmen. Die Zysten würden dann mit der nächsten Blutung abgehen. Was PCO ist, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht und machte mir deshalb auch nicht all zu viele Gedanken. Nach einem weiteren Jahr setzte ich die Pille wieder ab, wieder kam keine Blutung, wieder ging ich zum FA. Diesmal war es ein anderer Arzt, welcher die Praxis meines alten FAs übernommen hatte. Auch bei ihm hiess es, dass ich "sehr wahrscheinlich" PCO habe, und die Pille nehmen sollte. Zysten waren bei dieser Untersuchung keine vorhanden. Nach Absetzen der Pille käme es sehr oft zu Eisprüngen. Ich setzte die Pille nach einigen Monaten also wieder ab, aber wieder tat sich nichts. Mittlerweile habe ich mich über PCO informiert und stelle sehr viele (fast alle) Symptome bei mir fest. Ich habe starkes Übergewicht (hatte schon immer! große Probleme mit meinem Gewicht und nahm stetig zu), vermehrte Behaarung, Acanthosis nigricans, Akne (insbesondere in der Pubertät und jetzt immer noch unreine, fettige Haut).Es wurde nie eine Hormonuntersuchung oder Ähnliches bei mir gemacht.
Da ich nun besser informiert bin, hatte ich heute einen Termin bei einem FA, welcher gleichzeitig Endikrinologe ist. Der Arzt war sehr nett und erschien uns beiden auch sehr kompetent. Wir führten ein Gespräch, in welchem er uns dann eröffnete, dass er eine Bauchspiegelung durchführen will. Das beunruhigte mich schon ein wenig, da ich bis jetzt ja gar keine wirkliche Behandlung (hormonell) erhalten habe. Bei der Spiegelung soll dann sofort auch eine Stichelung der Eierstöcke stattfinden, ebenso ein Test auf Durchgängigkeit der Eileiter usw. Ausserdem bekam mein Freund ein Behältnis mit (Spermiogramm). Eine Woche nach der Abbruchblutung, soll ein Hormonspiegel gemacht werden. Trotz aller Kompetenz und Freundlichkeit fühlen wir uns sehr "überrumpelt". Ich bekam sofort alle nötigen "Unterlagen" für die Bauchspiegelung mit, das Abführmittel für den Tag vor dem Eingriff, die Einverständniserklärungen für die Narkose ect. pp. Ausserdem wurde mir Blut abgenommen. Auf Nachfragen bei der Arzthelferin erfuhr ich, dass dies Nötig sei, um bei der Narkose keine bösen Überraschungen zu erleben. Sicher hat sie recht, aber ich habe mich ja noch gar nicht zu diesem Schritt entschieden. Ausserdem sagte der Arzt im Gespräch, dass mit Metformin sehr gute Ergebnisse erzielt werden könnten, was uns natürlich Mut macht. Allerdings fragen wir uns nun, ob wir nicht erst einmal versuchen sollten, mit Metformin und gegebenenfalls Clomifen oder anderen Präparaten einen normalen Zyklus mit Eisprung herzustellen. Uns erscheint das Vorgehen Metformin+ Stichelung+ Spermiogramm und anderen stimulierenden Mitteln (O- Ton- Arzt) für den Anfang ein wenig rabiat. Zudem habe ich große Angst vor diesem Eingriff, da es immerhin eine OP ist, welche immer Risiken mit sich trägt. Ich habe viel in unterschiedlichen Foren gelesen, und die Bauchspiegelung scheint nicht zu den Dingen zu gehören, die am Anfang einer Behandlung stehen. Wäre es also nicht besser, zuerst einmal Metformin zu nehmen und dann zu schauen, wie sich das Ganze entwickelt? Wir wollen zwar schwanger werden, allerdings muss das nicht im Hau- Ruck- Verfahren geschehen.
Es wäre nett, wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichten würde. Momentan bin ich einfach nur verwirrt und ein wenig neben der Spur

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23. September 2008 um 10:21

Ich würde es probieren
Hallo

Ich bin auch neu im Forum und 26 Jahre jung. Ich begann mit der Einnahme der Pille, weil meine Tage monatelang ausblieben (war eher untergewichtig). Die Pille nahm ich über mehrere Jahre ein. Vor 1, 5 Jahren habe ich sie abgesetzt und jeden Monat eine Regelblutung erhalten, aber der Ausfluss war eher bräunlich und sie dauerte nur wenige Tage. Vor einem Jahr habe ich geheiratet und seit Beginn hatten wir Kinderwunsch. Meine Regelblutung erhielt ich nur 2 Monate hintereinander richtig, das war diesen Frühling. Ich war im Ausland wohnhaft und wir haben schon bald eine Frauenärztin zur Behandlung aufgesucht (zum Glück war dort alles viel billiger...). Sie hat Ultraschall gemacht, ich musste Tabletten nehmen und bekam Spritzen. Alles nützte nichts, es schien, als ob der Eisprung nicht richtig funktionieren würde. Als ich dann Hormone einnahm, kam aus meinen Brüsten tropfenweise Milch, waren viele Eier gleichzeitig gross und ich hatte Bauchschmerzen. Trotzdem stellte sich die normale Regelblutung nicht ein. Die Frauenärztin fand heraus, dass eine feine Haut um den Eierstock möglicherweise den Weg für das Ei nach dem Eisprung nach Draussen verschliesst. Es muss nämlich dort raus, um befruchtet werden zu können. Auf Empfehlung der Frauenärztin entschloss ich mich für eine Bauchspiegelung, bei der das Häutchen durchbohrt werden sollte. Am 5. Tag der Regelblutung fand die Operation statt. Tags darauf durfte ich nach Mitternacht werder essen noch trinken und am OP-Tag war ich um 15:00 Uhr im Spital. Blutdruck wurde gemessen und ab gings in den OP-Raum. Ich bekam eine Vollnarkose, schlief sofort und spürte von allem nichts. 1,5 Stunden später verliess ich den OP-Raum. Die Frauenärztin sagte, die Operation sei erfolgreich gewesen. Sie hatte das Häutchen durchbohrt und einen Wassertest gemacht für die Durchlässigkeit der Eileiter. 3 Schnitte wurden gemacht, 1 beim Bauchnabel, je 1 oberhalb der Schambeharung rechts und links. Nach dem Eingriff bekam ich eine Infusion mit Vitaminen oder so und am Abend wurde der Schlauch zum Ausfluss des Bluts (unten links) entfernt. Bereits um 22 Uhr konnte ich das Spital verlassen. Ich habe Wasser getrunken und dieses zu Hause sofort wieder erbrochen. Die nächsten Tage war mir immer noch etwas schlecht, aber ich konnte essen und dieses behalten. Mein Bauch tat die ersten Tage weh und ich lief mit gekrümtem Rücken herum. 5 Tage lang nahm ich Tabletten und bekam Spritzen, zur Vermeidung von Entzündungen etc. und flog in die Schweiz. Am 10. Tag nach der Operation wurden die Fäden durch meinen Hausarzt entfernt. Jetzt ist es genau 1 Monat her seit der Bauchspiegelung. Ich habe meine Regelblutung wieder normal erhalten und ich denke, dass die Operation erfolgreich war. Weiter bin ich in Behandlung bei meiner Frauenärztin, diesmal in der Schweiz (Blutproben etc.). Ich hoffe, dass wir eine gute Chance für eine baldige Schwangerschaft haben... Ich an deiner Stelle würde es probieren, wenn mind. 2 Ärzte die Bauchspiegelung vorschlagen. Natürlich ist es deine eigene Entscheidung und du bist noch jung, kannst also auch ein paar Jahre zuwarten. Vielleicht versuchst du es zuerst mit einer Diät? Ich wünsche dir viel Kraft! Nach ca. 1 Woche sollte man wieder arbeitsfähig sein. Die Narben der 3 Schnitte sind später kaum sichtbar... Ich habe für die Operation nur CHF 500 bezahlt, in der Schweiz wird es einiges teurer sein. Auf jeden Fall würde ich mich vorgängig erkundigen, wie die Operation hier abläuft und ob deine Krankenkasse die Kosten übernimmt. Übrigens habe ich das Video des Eingriffs erhalten und nachträglich angeschaut. Schon interessant, was sich alles im Bauch für die Entstehung / Entwicklung des Babys befindet!

Viel Glück bei deiner Entscheidung!

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