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Pakt mit dem Teufel?! Tokophobie?!

6. März 2011 um 17:31 Letzte Antwort: 29. Januar 2012 um 0:37

Hallo zusammen!

Ich lese hier schon seit einiger Zeit im Forum mit, habe mich jetzt aber extra angemeldet, weil ich auch einmal eine Frage habe ich hoffe, dass ich hier richtig bin und vielleicht einige Antworten ergeben aaaalso:

Es geht wie man sich denken kann ums Kinderkriegen. Ich bin Mitte 20 und schon seit mehreren Jahren mit meinem Freund zusammen. Über Hochzeit und Kinder wurde da natürlich auch schon geredet und das letztere ist mein Problem. Mein Freund, so habe ich den Eindruck, möchte sehr gern Kinder haben. Ich liebe Kinder, könnte mir aber durchaus auch ein Leben ohne Kinder vorstellen.
Mein großes Problem ist nun aber: ICH KANN ES MIR ABSOLUT NICHT VORSTELLEN, EINE SCHWANGERSCHAFT UND EINE GEBURT DURCHZUMACHEN.

Die Schwangerschaft an sich wäre vielleicht noch gar nicht so das große Problem; morgendliche Übelkeit, Gewichtszunahme, Schwangerschaftsstreifen ok, nervt, aber geht ja wieder vorbei bzw. stört nicht so sehr. ABER: DIE GEBURT. Für mich eine absolute Horrorvorstellung. Weder Spontangeburt noch Wunschkaiserschnitt kommen für mich infrage. Meine Gründe hierzu sind nicht Schmerzen o.ä., es gibt schließlich Medikamente und irgendwie wirds auszuhalten sein, es geht ja vorüber. Nein, wovor ich absoluten Horror habe, sind die Folgeschäden, die auftreten können, und evtl nicht mehr weggehen: Dammrisse, Dammschnitte, Scheidenrisse, Risse in Schamlippen oder Klitoris, Zangen- oder Saugglockengeburten (wodurch das Risiko für Dammrisse und Inkontinenz deutlich steigt), langer Heilungsprozess von Rissen/Schnitten (Schmerzen beim Sitzen usw., mögliche Infektionen), Schwächung des Beckenbodens, Gefahr der Harn- oder Stuhl-Inkontinenz, ausgeleierte Scheide (sorry, wenn ichs so ausdrücke), Schmerzen beim Sex bzw. keine Freude mehr am Sex, Senkungen von Gebärmutter, Blase oder Enddarm usw., von den weiteren Risiken eines WKS ganz zu schweigen.

Natürlich ist die erste Reaktion hierauf, das MUSS ja gar nicht alles eintreten, und es wird höchstwahrscheinlich auch nicht (alles) eintreten. Aber was wenn doch? NIEMAND kann mir eine Garantie darauf geben, dass ich nach einer Geburt nicht vielleicht doch Schmerzen beim Sex habe. Oder Probleme mit der Kontinenz. Oder Wundheilungsstörungen einer Dammnaht oder auch Bauchnaht bei WKS. Oder, oder, oder

Um es drastisch auszudrücken: Für mich als Frau ähnelt die Tatsache, ein Kind zu bekommen, einer Art Pakt mit dem Teufel, so wie man sich das bildlich vorstellt, der Teufel hält einen Vertrag in der Hand, darauf steht, du bekommst ein Kind, dafür nimmst du alle diesen Risiken in Kauf, wenn du einverstanden bist, unterschreibe hier. Bei jeder anderen OP muss man im Krankenhaus ja auch eine Einverständniserklärung unterzeichnen. Und auch wenn ich generell Kinder mag: "Ich kann nicht unterschreiben".

Ich habe schon sehr sehr lange über all das nachgedacht, und ich komme zu keinem Ergebnis. Weder Spontangeburt, noch WKS scheinen mir für mich möglich zu sein. Dadurch werde ich natürlich auch nie zu einem eigenen Kind kommen. Ich denke mir oft, wenn ich ein Mann wäre, würde ich gern Kinder haben. Aber als Frau nein.

Als ich dann mal ein bisschen gegoogelt habe, bin ich auf den Begriff Tokophobie gestoßen, die krankhafte Angst vor Schwangerschaft und Geburt. Ist wohl noch ein recht neues Krankheitsbild, wurde erst vor einigen Jahren erstmals beschrieben. Allerdings glaube ich nicht, dass ich daran leide, denn meine Angst erscheint mir nicht krankhaft, sondern sehr real die Geburtsverletzungen sind schließlich möglich! Andererseits, wenn es wirklich eine Phobie ist, dann werde ich ja wohl kaum die einzige sein, der es so geht, oder?

Meine Frage ist jetzt, kann das jemand nachvollziehen? Gibts noch jemanden, der schon mal Gedanken in diese Richtung hatte? Oder bin ich wirklich die einzige? Bin ich verrückt?

Vielen Dank fürs Durchlesen, und für evtl. Kommentare!
LG, raspberrygirl

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6. März 2011 um 20:27

Ich sehe das ganz genaus so wie du
Und ich habe vor 21 Monaten eine Tochter vaginal geboren! Ich kann dir sagen das ist keine Phobie sondern einfach realistisch. Ich sehe das genau wie du. Es ist ja schließlich alles möglich. Man weiß es ja davor nicht und alles kann einem passieren. Schlimme Dammrisse, Scheidenrisse, Gebärmuterrisse, kaputter Beckenboden, Harninkontinenz, ausgeleierte Scheide. Das ist keine Phobie, sonder einfach nur realistisch, denn es stimmt ja. Vielmehr wäre es leichtsinnig sich darüber keine Gedanken zu machen und zu sagen, wird schon gut gehen. Nach einem WKS kann man auch Wundheilungsstörungen haben, wo der Bauch neu aufgeschnitten werden muss oder schmerzhafte Verwachsungen im Bauchraum die einen Sex fast unmöglich machen und da kann man eigentlich gar nichts dagegen tun.

Ich bin Krankenschwester und war schon bei einigen Geburten dabei und schon alleine deshalb wenn man das so live miterlebt hat, wie die Frauen dort liegen und vor Schmerzen brüllen und um Schmerzmedikamente oder PDA betteln (die ihnen leider sehr oft auch verweigert werden) dann bekommt man schon große Angst vor der Geburt. Für mich war klar, ich möchte keine vaginale Geburt. Ich lasse mir lieber einen WKS machen. Damit spart man sich zumindestens das der sensible Intimbereich geschädigt wird. LEIDER hatte ich dann schon in der 35. SSW Wehen und der KS wäre erst für die 38. SSW geplant gewesen. Ich dachte ich hatte Wehen und rief dann die Hebamme an, die sagte, nein das kann nicht sein es ist noch viel zu früh, das sind nur schmerzhafte Senkwehen. Doch es waren echte Geburtswehen. Leider kam ich dann extrem spät ins KH mit vollständig eröffnetem Muttermund und dachte schon ich bekomme das Baby noch im Auto. Im KH hieß es dann jetzt sei es zu spät für einen KS ich müsse vaginal gebären. Ich war so sauer. Für Schmerzmedikamente zu spät und für PDA auch. Es waren so Horrorschmerzen und es ist leider keinesfalls so das automatisch mit dem Ende der Geburt die Schmerzen vorbei sind. Nein. Ich hatte so eine schlimme Geburt, mein Becken ist zu schmal zum Gebären und meine Kleine steckte fast 2 Stunden lang im Geburtskanal fest, ich dachte ich sterbe bei dieser beschissenen Geburt. Es war der schlimmste Tag in meinem Leben. Ich konnte danach meine Kleine nur sehr schwer annehmen und bis heute bin ich noch immer total traumatisiert von dieser schlimmen Geburt. Ich habe immer noch manchmal Alpträume wo ich schwanger bin und dann gebären soll und schweißgebadet aufwache. Ich habe seeeeeeehr große Angst vor einer weiteren Geburt weil ich so etwas nie wieder erleben möchte, lieber würde ich von einem Hochhaus springen und das schreibe ich nicht nur so sondern das meine ich ernst. Ich habe einen kleinen Dammriss erlitten der mir heute immer noch so sehr schmerzen bereitet das ich nicht schmerzfrei sitzen oder Sex haben kann. Mein Freund hat mich deshalb auch verlassen, weil ich keinen Sex mehr haben konnte, weil ich dabei immer so Schmerzen habe. Jetzt bin ich schon seit einem halben Jahr alleine mit meiner Kleinen und ich kann mir nicht vorstellen je wieder mit einem Mann eine Beziehung zu haben, denn was mache ich dann mit dem?? Irgendwann möchten doch alle Männer Sex. Aber soll ich jetzt für den Rest meines Lebens alleine bleiben ich bin doch erst 28. Ich kann sagen, diese Geburt hat mein Leben so im großen und ganzen zerstört. Ich hatte früher viel Spaß am Sex und wir hatten täglich Sex, aber nach der Geburt als ich ein Jahr danach immer noch nicht konnte, da hat mich mein Freund verlassen und jetzt bin ich alleinerziehend. 5 Frauenärzte haben mich mittlerweile untersucht (jedesmal sehr schmerzhaft und beschämend) und 4 meinten das ist halt mal so wenn man ein Baby geboren hat. Ja aber soll ich jetzt das Kind gegen meine sexuellen Bedürfnisse als eingetauscht betrachten oder was? Nur weil man Mutter ist heißt das doch nicht das man keine eigenen Bedürfnisse und keine eigenes Leben mehr hat oder haben darf. Die 5. Frauenärztin hat gesagt ich könnte eine OP machen lassen in der die Dammnarbe aufgeschnitten werden muss und dann neu vernäht wird und danach ist es dann vielleicht besser, wahrscheinlich aber nicht, denn es gibt einfach Menschen die Probleme und Schmerzen mit Narben haben....nennt sich gestörte Wundheilung und es entstehen dann wuchernde Narben oder genauso können stark eingezogene Narben schmerzen. Schneidet man auf und näht man neu, so wird die neue Narbe mit großer Wahrscheinlichkeit wieder wuchern oder eingezogen sein, da ja der Körper immer noch der selbe ist, nämlich der eines Menschen der zu gestörter Wundheilung mit schmerzhaften Narben neigt. Ich bin am Ende mit meiner Geduld und weiß da echt nicht mehr weiter. Ich leide seither unter schlimmen Depressionen. Ich habe meinen Freund auch sehr geliebt und kann mir nicht vorstellen mich so bald wieder neu zu verlieben und ich kann ihn sogar verstehen, das er mich verlassen hat, ich würde auch keinen Partner wollen mit dem ich keinen Sex haben kann. Sex ist einfach ein wichtiger Teil in einer Beziehung.

Ich möchte nie wieder Kinder haben, denn so ein Risiko möchte ich nie wieder eingehen. Aber für mich würde ich sagen, ich würde mir nur noch einen WKS machen lassen, denn egal wie sehr der schmerzen kann, es kann nur besser sein als das was ich erleben musste. Und ich bin hier mit Sicherheit kein Einzelfall. Ich schreibe hier immer mit mehreren Frauen die genauso Probleme und Schmerzen mit Dammnarben und Scheidenrissen haben. Und genau weil ich weiß das es solche Fälle gibt deren Leben danach einfach verpfuscht ist und nie wieder so wie davor leben können, sage ich dir das ist nicht krankhaft große Angst vor einer Geburt zu haben und vor den Folgeschäden, sondern sollte jedem gesunden Menschenverstand klar sein, das es danach solche Komplikationen und Folgeschäden geben kann, alles andere wäre ja naiv wenn man sagt, wird schon nichts passieren, denn es kann ja und was dann? Dann ist es zu spät sich Gedanken darüber zu machen. Und 80 Prozent aller Erstgebärenden erleiden einen Dammriss. Es ist also fast sicher das man danach mit einem Folgeschaden aus der Geburt rausgeht. Die Frage ist nur wie es einem damit geht. Ob es für einen nicht wirklich schlimm ist das man dann wochenlang Schmerzen beim aufs Klo gehen hat und untenrum eine Wunde hat und nur mit großen Schmerzen sitzen kann und danach nicht mehr so wie davor aussieht, oder ob man damit ein großes Problem hat. Wenn die Dammnarbe nicht gut heilt und einen dann ewig Schmerzen bereitet. Ob man es akzeptieren kann wenn zb nach der Geburt eine OP notwendig sein kann oder ob man damit nicht umgehen kann. Ob man sich dann unternrum (so wie ich) ein Leben lang entstellt fühlt und nie wieder seine Sexualtität so wie davor ausleben kann. Ich liebe meine Tochter sehr, natürlich. Aber hätte ich das alles vorher gewußt, so hätte ich auf mein Kind verzichtet. Klingt jetzt gemein, aber mein Leben ist seither einfach zerstört.

Auch die Angst mit der Inkontinenz ist sehr begründet. Ich habe damit zum Glück kein Problem wahrscheinlich weil meine Tochter so klein war (ich möchte gar nicht wissen wie schlimm meine Geburtsverletzungen gewesen wären hätte ich ein großes Baby gebären müssen) , aber zwei Freundinnen von mir leiden seit den Geburten unter Harninkontinenz. Ich bin sehr froh das mir das wenigstens erspart geblieben ist weil ich damit nicht leben könnte. So jung und inkontinent damit könnte ich nicht umgehen. Da würde ich mich wie 80 fühlen.

Wenn du oder dein Freund einen großen Kinderwunsch habt, so könntet ihr ja beispielsweise auch eines adoptieren. Nach meinen Erfahrungen die ich gemacht habe und was ich alles hier im Forum gelesen habe, denke ich aber das man nach einem WKS weniger Probleme mit Harninktontinenz oder Schmerzen beim Sex hat. Da ist man auch nicht geschützt davor, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon deutich geringer.

Du bist nicht verrückt, du machst dir nur deine Gedanken und ich kann sagen zu recht. Alles Gute

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6. März 2011 um 21:08

Naja
Hallo
Alle diese negativen Folgen, die eine Geburt haben kann, sind zwar realistisch, aber nicht die Regel. Und bei den meisten Folgen kann man was machen. Gebärmuttersenkung, Inkontinenz, Risse, "ausgeleierte" Scheide etc. Respekt oder gar Angst vor einer Schwangerschaft und Geburt zu haben ist normal bis zu einem gewissen Grad. Aber vergleichen wir's mal mit dem Fliegen. Jeder weiss, wenn er ins Flugzeug steigt, dass es abstürzen kann. Und dann gibt's die Leute mit der echten Flugangst, die sie davon abhält, je einen Fuss ins Flugzeug zu setzen. Das ist dann nicht mehr "normal" sondern "übertrieben"oder eben "krank". Grundsätzlich ist alles, wo man sich reinsteigert nicht "normal" und vor allem nicht mehr gesund. Ich finde, die meisten Menschen warten zu lange bis sie sich professionelle Hilfe suchen, weil sie a) so in ihrem Film drin sind, dass sie denken, sie liegen noch im Normalbereich oder b) die Antwort des Therapeuten magischerweise schon zu wissen meinen. Dasselbe mit Magersüchtigen. Die denken auch, sie seien fett, weil sie total die Relation verlieren. Was ich hier sagen will ist, dass wenn du dich mit dem Kinderwunsch deines Freundes auseinandersetzt und schlussendlich auch mit deinem und dabei nicht weiterkommst, weil du durch deine Ängste blockiert wirst, dann such dir jemanden, der dir hilft, deine Ängste zu nehmen und deinen Blick für die Realität wieder ein bisschen zurechtrücken kann. Ich will nicht sagen, dass du spinnst, bitte versteh mich nicht falsch, aber mit deiner Panik liegst du schon etwas ausserhalb der Norm und ich finds gut, dass du dich damit befasst, ob du vielleicht eine Phobie haben könntest. Ich respektiere Maryjoannas Geschichte, aber sie ist meiner Meinung nach immer noch schwer traumatisiert und darum nicht wirklich objektiv. Und an deiner Stelle würde ich gerne objektive(re) Meinungen hören.

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6. März 2011 um 21:38
In Antwort auf lily_12323553

Ich sehe das ganz genaus so wie du
Und ich habe vor 21 Monaten eine Tochter vaginal geboren! Ich kann dir sagen das ist keine Phobie sondern einfach realistisch. Ich sehe das genau wie du. Es ist ja schließlich alles möglich. Man weiß es ja davor nicht und alles kann einem passieren. Schlimme Dammrisse, Scheidenrisse, Gebärmuterrisse, kaputter Beckenboden, Harninkontinenz, ausgeleierte Scheide. Das ist keine Phobie, sonder einfach nur realistisch, denn es stimmt ja. Vielmehr wäre es leichtsinnig sich darüber keine Gedanken zu machen und zu sagen, wird schon gut gehen. Nach einem WKS kann man auch Wundheilungsstörungen haben, wo der Bauch neu aufgeschnitten werden muss oder schmerzhafte Verwachsungen im Bauchraum die einen Sex fast unmöglich machen und da kann man eigentlich gar nichts dagegen tun.

Ich bin Krankenschwester und war schon bei einigen Geburten dabei und schon alleine deshalb wenn man das so live miterlebt hat, wie die Frauen dort liegen und vor Schmerzen brüllen und um Schmerzmedikamente oder PDA betteln (die ihnen leider sehr oft auch verweigert werden) dann bekommt man schon große Angst vor der Geburt. Für mich war klar, ich möchte keine vaginale Geburt. Ich lasse mir lieber einen WKS machen. Damit spart man sich zumindestens das der sensible Intimbereich geschädigt wird. LEIDER hatte ich dann schon in der 35. SSW Wehen und der KS wäre erst für die 38. SSW geplant gewesen. Ich dachte ich hatte Wehen und rief dann die Hebamme an, die sagte, nein das kann nicht sein es ist noch viel zu früh, das sind nur schmerzhafte Senkwehen. Doch es waren echte Geburtswehen. Leider kam ich dann extrem spät ins KH mit vollständig eröffnetem Muttermund und dachte schon ich bekomme das Baby noch im Auto. Im KH hieß es dann jetzt sei es zu spät für einen KS ich müsse vaginal gebären. Ich war so sauer. Für Schmerzmedikamente zu spät und für PDA auch. Es waren so Horrorschmerzen und es ist leider keinesfalls so das automatisch mit dem Ende der Geburt die Schmerzen vorbei sind. Nein. Ich hatte so eine schlimme Geburt, mein Becken ist zu schmal zum Gebären und meine Kleine steckte fast 2 Stunden lang im Geburtskanal fest, ich dachte ich sterbe bei dieser beschissenen Geburt. Es war der schlimmste Tag in meinem Leben. Ich konnte danach meine Kleine nur sehr schwer annehmen und bis heute bin ich noch immer total traumatisiert von dieser schlimmen Geburt. Ich habe immer noch manchmal Alpträume wo ich schwanger bin und dann gebären soll und schweißgebadet aufwache. Ich habe seeeeeeehr große Angst vor einer weiteren Geburt weil ich so etwas nie wieder erleben möchte, lieber würde ich von einem Hochhaus springen und das schreibe ich nicht nur so sondern das meine ich ernst. Ich habe einen kleinen Dammriss erlitten der mir heute immer noch so sehr schmerzen bereitet das ich nicht schmerzfrei sitzen oder Sex haben kann. Mein Freund hat mich deshalb auch verlassen, weil ich keinen Sex mehr haben konnte, weil ich dabei immer so Schmerzen habe. Jetzt bin ich schon seit einem halben Jahr alleine mit meiner Kleinen und ich kann mir nicht vorstellen je wieder mit einem Mann eine Beziehung zu haben, denn was mache ich dann mit dem?? Irgendwann möchten doch alle Männer Sex. Aber soll ich jetzt für den Rest meines Lebens alleine bleiben ich bin doch erst 28. Ich kann sagen, diese Geburt hat mein Leben so im großen und ganzen zerstört. Ich hatte früher viel Spaß am Sex und wir hatten täglich Sex, aber nach der Geburt als ich ein Jahr danach immer noch nicht konnte, da hat mich mein Freund verlassen und jetzt bin ich alleinerziehend. 5 Frauenärzte haben mich mittlerweile untersucht (jedesmal sehr schmerzhaft und beschämend) und 4 meinten das ist halt mal so wenn man ein Baby geboren hat. Ja aber soll ich jetzt das Kind gegen meine sexuellen Bedürfnisse als eingetauscht betrachten oder was? Nur weil man Mutter ist heißt das doch nicht das man keine eigenen Bedürfnisse und keine eigenes Leben mehr hat oder haben darf. Die 5. Frauenärztin hat gesagt ich könnte eine OP machen lassen in der die Dammnarbe aufgeschnitten werden muss und dann neu vernäht wird und danach ist es dann vielleicht besser, wahrscheinlich aber nicht, denn es gibt einfach Menschen die Probleme und Schmerzen mit Narben haben....nennt sich gestörte Wundheilung und es entstehen dann wuchernde Narben oder genauso können stark eingezogene Narben schmerzen. Schneidet man auf und näht man neu, so wird die neue Narbe mit großer Wahrscheinlichkeit wieder wuchern oder eingezogen sein, da ja der Körper immer noch der selbe ist, nämlich der eines Menschen der zu gestörter Wundheilung mit schmerzhaften Narben neigt. Ich bin am Ende mit meiner Geduld und weiß da echt nicht mehr weiter. Ich leide seither unter schlimmen Depressionen. Ich habe meinen Freund auch sehr geliebt und kann mir nicht vorstellen mich so bald wieder neu zu verlieben und ich kann ihn sogar verstehen, das er mich verlassen hat, ich würde auch keinen Partner wollen mit dem ich keinen Sex haben kann. Sex ist einfach ein wichtiger Teil in einer Beziehung.

Ich möchte nie wieder Kinder haben, denn so ein Risiko möchte ich nie wieder eingehen. Aber für mich würde ich sagen, ich würde mir nur noch einen WKS machen lassen, denn egal wie sehr der schmerzen kann, es kann nur besser sein als das was ich erleben musste. Und ich bin hier mit Sicherheit kein Einzelfall. Ich schreibe hier immer mit mehreren Frauen die genauso Probleme und Schmerzen mit Dammnarben und Scheidenrissen haben. Und genau weil ich weiß das es solche Fälle gibt deren Leben danach einfach verpfuscht ist und nie wieder so wie davor leben können, sage ich dir das ist nicht krankhaft große Angst vor einer Geburt zu haben und vor den Folgeschäden, sondern sollte jedem gesunden Menschenverstand klar sein, das es danach solche Komplikationen und Folgeschäden geben kann, alles andere wäre ja naiv wenn man sagt, wird schon nichts passieren, denn es kann ja und was dann? Dann ist es zu spät sich Gedanken darüber zu machen. Und 80 Prozent aller Erstgebärenden erleiden einen Dammriss. Es ist also fast sicher das man danach mit einem Folgeschaden aus der Geburt rausgeht. Die Frage ist nur wie es einem damit geht. Ob es für einen nicht wirklich schlimm ist das man dann wochenlang Schmerzen beim aufs Klo gehen hat und untenrum eine Wunde hat und nur mit großen Schmerzen sitzen kann und danach nicht mehr so wie davor aussieht, oder ob man damit ein großes Problem hat. Wenn die Dammnarbe nicht gut heilt und einen dann ewig Schmerzen bereitet. Ob man es akzeptieren kann wenn zb nach der Geburt eine OP notwendig sein kann oder ob man damit nicht umgehen kann. Ob man sich dann unternrum (so wie ich) ein Leben lang entstellt fühlt und nie wieder seine Sexualtität so wie davor ausleben kann. Ich liebe meine Tochter sehr, natürlich. Aber hätte ich das alles vorher gewußt, so hätte ich auf mein Kind verzichtet. Klingt jetzt gemein, aber mein Leben ist seither einfach zerstört.

Auch die Angst mit der Inkontinenz ist sehr begründet. Ich habe damit zum Glück kein Problem wahrscheinlich weil meine Tochter so klein war (ich möchte gar nicht wissen wie schlimm meine Geburtsverletzungen gewesen wären hätte ich ein großes Baby gebären müssen) , aber zwei Freundinnen von mir leiden seit den Geburten unter Harninkontinenz. Ich bin sehr froh das mir das wenigstens erspart geblieben ist weil ich damit nicht leben könnte. So jung und inkontinent damit könnte ich nicht umgehen. Da würde ich mich wie 80 fühlen.

Wenn du oder dein Freund einen großen Kinderwunsch habt, so könntet ihr ja beispielsweise auch eines adoptieren. Nach meinen Erfahrungen die ich gemacht habe und was ich alles hier im Forum gelesen habe, denke ich aber das man nach einem WKS weniger Probleme mit Harninktontinenz oder Schmerzen beim Sex hat. Da ist man auch nicht geschützt davor, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon deutich geringer.

Du bist nicht verrückt, du machst dir nur deine Gedanken und ich kann sagen zu recht. Alles Gute

Liebe maryjoanna1982, vielen Dank für deine Antwort!

Ich habe schon öfters Beiträge von dir im Forum gelesen und bin (ehrlich gesagt) froh darüber! Mir tut es einerseits sehr Leid, was dir passiert ist, und ich hoffe, dass du das vielleicht doch noch mit einem guten FA an deiner Seite wieder in den Griff bekommst, aber andererseits bin ich unendlich froh, dass mal jemand erzählt, wie eine Entbindung eben auch ablaufen kann! Ich hab so das Gefühl, wenn sonst eine (schwangere) Frau ängstlich ist und fragt, wie eine Geburt abläuft, kommen immer nur Antworten wie Natürlich ist eine Geburt kein Spaziergang und die Schmerzen sind auch nicht ohne, aber es ist zu schaffen, Millionen von Frauen vor dir haben das seit Jahrtausenden schon gemacht blah blah blah. Und einmal hab ich sogar gelesen, dass eine Frau ihr negatives Geburtserlebnis geschildert hat (ich glaube das warst vielleicht sogar du?), als eine Schwangere fragte, wie eine Entbindung denn so wäre, und dann kam der Kommentar einer anderen Frau, Wie kannst du so was einer Erstgebärenden erzählen, selbst wenn es so ist, das verbietet schon der Anstand dass man so was sagt! (nicht wörtlich zitiert, aber sinngemäß). Wieso soll man darüber nicht reden dürfen? Ich finde, es ist unheimlich wichtig, darüber Bescheid zu wissen! Ich habe so das Gefühl, dass über die Nachteile eines Kaiserschnitts immer aufgeklärt und gesprochen wird, aber über die Nachteile einer Spontangeburt nie!

Zum Thema Tokophobie findet man hauptsächlich englische Webseiten. Auf einer dieser Seiten habe ich folgenden Satz gelesen: It's a conspiracy. Nobody tells you, nobody prepares you, for what you go through. If they did, the human race would die out. (dt. Es ist eine Verschwörung. Keiner sagt dir, keiner bereit dich darauf vor, was du durchmachen musst. Wenn sie es täten, würde die Menschheit aussterben.). Das klingt zwar etwas übertrieben, aber irgendwie glaube ich, ist da doch was Wahres dran. Wissen alle Schwangeren wirklich über all das Bescheid, was passieren kann, und sagen sich, das wird mir schon nicht passieren, und entscheiden sich trotzdem für ein Kind? Oder ist es doch so, wie das Zitat sagt, die meisten Frauen wissen nur vage Bescheid, z.B. dass es natürlich schmerzhaft ist und evtl. noch einen Dammriss geben kann, aber gegen die Schmerzen gibts Medikamente und der Riss verheilt wieder problemlos, also ist das alles doch kein Problem? Mir ist unbegreiflich, wie sich eine Frau in vollem Bewusstsein der Risiken und Spätfolgen für eine vaginale Geburt entscheiden kann?!

Zum WKS, ich habe gelesen, dass auch beim Kaiserschnitt die Gefahr einer Schädigung des Beckenbodens oder einer späteren Inkontinenz besteht, obwohl die Gefahr bei einer Spontangeburt noch größer ist. Aber auch beim Kaiserschnitt wird der Beckenboden stark beansprucht, und zwar nicht bei der Geburt, aber v.a. in den letzten Monaten der Schwangerschaft, wenn das Kind stark an Gewicht zunimmt und der Beckenboden der Frau das ganze Gewicht tragen muss. Und verbunden mit evtl. Wundheilungsstörungen der Narbe und anderen Risiken einer OP ist der WKS leider auch keine risikofreie Angelegenheit. In der Hinsicht kann ich auch Frauen absolut nicht verstehen, die sagen, dass Frauen mit einem WKS nur den easy way out nehmen und sich zu fein zu pressen sind!

Momentan haben mein Freund und ich (noch) keinen so großen Kinderwunsch, wir haben einfach nur mal über unsere Zukunft geredet. Mein Freund hat auch gesagt, dass es für ihn auch in Ordnung wäre, keine Kinder zu haben, allerdings erst, nachdem ich angefangen habe, ihm die möglichen Folgen und meine Sicht der Dinge so wie hier zu erklären. Davor hat er gesagt, dass er eigentlich schon Kinder möchte; von dem her zweifle ich jetzt daran, ob das für ihn wirklich so sehr in Ordnung wäre, wie er sagt. Aber das wird sich wohl alles noch zeigen. Momentan tendiere ich sowieso dazu, keine Kinder zu bekommen; ich bin jetzt bald 24, studiere noch ein paar Jahre, und dann möchte ich auch erst mal arbeiten und "mein Leben genießen" Was danach kommt... mal schauen, momentan ist das alles für mich noch sehr theoretisch und in weiter Ferne.

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6. März 2011 um 21:56
In Antwort auf inez_12343237

Naja
Hallo
Alle diese negativen Folgen, die eine Geburt haben kann, sind zwar realistisch, aber nicht die Regel. Und bei den meisten Folgen kann man was machen. Gebärmuttersenkung, Inkontinenz, Risse, "ausgeleierte" Scheide etc. Respekt oder gar Angst vor einer Schwangerschaft und Geburt zu haben ist normal bis zu einem gewissen Grad. Aber vergleichen wir's mal mit dem Fliegen. Jeder weiss, wenn er ins Flugzeug steigt, dass es abstürzen kann. Und dann gibt's die Leute mit der echten Flugangst, die sie davon abhält, je einen Fuss ins Flugzeug zu setzen. Das ist dann nicht mehr "normal" sondern "übertrieben"oder eben "krank". Grundsätzlich ist alles, wo man sich reinsteigert nicht "normal" und vor allem nicht mehr gesund. Ich finde, die meisten Menschen warten zu lange bis sie sich professionelle Hilfe suchen, weil sie a) so in ihrem Film drin sind, dass sie denken, sie liegen noch im Normalbereich oder b) die Antwort des Therapeuten magischerweise schon zu wissen meinen. Dasselbe mit Magersüchtigen. Die denken auch, sie seien fett, weil sie total die Relation verlieren. Was ich hier sagen will ist, dass wenn du dich mit dem Kinderwunsch deines Freundes auseinandersetzt und schlussendlich auch mit deinem und dabei nicht weiterkommst, weil du durch deine Ängste blockiert wirst, dann such dir jemanden, der dir hilft, deine Ängste zu nehmen und deinen Blick für die Realität wieder ein bisschen zurechtrücken kann. Ich will nicht sagen, dass du spinnst, bitte versteh mich nicht falsch, aber mit deiner Panik liegst du schon etwas ausserhalb der Norm und ich finds gut, dass du dich damit befasst, ob du vielleicht eine Phobie haben könntest. Ich respektiere Maryjoannas Geschichte, aber sie ist meiner Meinung nach immer noch schwer traumatisiert und darum nicht wirklich objektiv. Und an deiner Stelle würde ich gerne objektive(re) Meinungen hören.

Danke für deine Antwort kaaruna!

Ich verstehe, was du mit deinen Beispielen meinst. Ich habe ja selber schon an eine Phobie gedacht und war ehrlich gesagt auch etwas erleichtert, als ich gesehen habe, dass tatsächlich ein Name für diese Angst existiert! Ob ich da mal mit einem Therapeuten drüber reden werde, muss ich mal schauen; von mir aus bräuchte es das eigentlich nicht, da ich mir wie gesagt auch ein Leben ohne Kinder sehr gut vorstellen kann, aber vielleicht ändert sich das ja noch mal, wer weiß. Generell hätte ich da nichts dagegen, mal mit jemandem darüber zu reden.

Zu maryjoannas Geschichte, vielleicht hast du Recht, und sie ist durch die schlimmen Erlebnisse traumatisiert. Viel gibt das Internet nicht her, wenn man nach Tokophobie googelt, aber was ich gefunden habe ist eine Einteilung in primär und sekundär; primär für die Frauen, die extreme Angst vor Schwangerschaften und Geburten haben, und selbst noch kein Kind geboren haben (also wie ich), und sekundär für Frauen, die nach einer schlimmen Geburt eine solche Angst entwickelt haben (evtl. maryjoanna?). Allerdings beweist doch die Tatsache, dass es eine sekundäre Gruppe gibt, d.h. Frauen, die durch eine Geburt traumatisiert wurden, dass meine Ängste nicht völlig irrational sind?! Beispielsweise ein Spinnenphobiker, das ist eine komplett irrationale Angst, denn was kann dir eine Spinne schon tun? (Es sei denn es ist eine Giftspinne, die aber in unseren Breitengraden eher nicht frei rumlaufen). Im Gegensatz dazu ist meine Angst (finde ich) schon begründet, wenn vielleicht auch etwas übertrieben, aber jedenfalls nicht irrational.

Aber ich danke dir für deine Meinung und dafür, dass du meinen Roman durchgelesen hast!

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26. April 2011 um 22:36

Verwechsle es nicht...
Vielleicht bist du auch einfach nur so sehr ängstlich. Das ist ja nicht unüblich, dass Frauen Angst davor haben und jede halt verschieden dolle. Aber ich kann das natürlich nicht beurteilen.
Man kann allerdings im Internet immer schnell "krankheitsbilder" finden, die auf einen passen.
Bist du sonst auch ängstlich? Oder ein gelassener Mensch?
Ich bin eher gelassen, aber mit meinem Körper habe ich bisher nie was "durch machen müssen" wie jetzt halt durch die Schwangerschaft. )Habe auch Ängste, aber denke man wird stärker, wenn man es durchmacht.

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28. April 2011 um 17:09

Schlimm
ich hab ja schon ein kind bekommen ganz ohne probleme aba wenn ich das lese bekomm ich ja angst ein zweites zu bekommen

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28. April 2011 um 17:43
In Antwort auf inga_12318446

Liebe maryjoanna1982, vielen Dank für deine Antwort!

Ich habe schon öfters Beiträge von dir im Forum gelesen und bin (ehrlich gesagt) froh darüber! Mir tut es einerseits sehr Leid, was dir passiert ist, und ich hoffe, dass du das vielleicht doch noch mit einem guten FA an deiner Seite wieder in den Griff bekommst, aber andererseits bin ich unendlich froh, dass mal jemand erzählt, wie eine Entbindung eben auch ablaufen kann! Ich hab so das Gefühl, wenn sonst eine (schwangere) Frau ängstlich ist und fragt, wie eine Geburt abläuft, kommen immer nur Antworten wie Natürlich ist eine Geburt kein Spaziergang und die Schmerzen sind auch nicht ohne, aber es ist zu schaffen, Millionen von Frauen vor dir haben das seit Jahrtausenden schon gemacht blah blah blah. Und einmal hab ich sogar gelesen, dass eine Frau ihr negatives Geburtserlebnis geschildert hat (ich glaube das warst vielleicht sogar du?), als eine Schwangere fragte, wie eine Entbindung denn so wäre, und dann kam der Kommentar einer anderen Frau, Wie kannst du so was einer Erstgebärenden erzählen, selbst wenn es so ist, das verbietet schon der Anstand dass man so was sagt! (nicht wörtlich zitiert, aber sinngemäß). Wieso soll man darüber nicht reden dürfen? Ich finde, es ist unheimlich wichtig, darüber Bescheid zu wissen! Ich habe so das Gefühl, dass über die Nachteile eines Kaiserschnitts immer aufgeklärt und gesprochen wird, aber über die Nachteile einer Spontangeburt nie!

Zum Thema Tokophobie findet man hauptsächlich englische Webseiten. Auf einer dieser Seiten habe ich folgenden Satz gelesen: It's a conspiracy. Nobody tells you, nobody prepares you, for what you go through. If they did, the human race would die out. (dt. Es ist eine Verschwörung. Keiner sagt dir, keiner bereit dich darauf vor, was du durchmachen musst. Wenn sie es täten, würde die Menschheit aussterben.). Das klingt zwar etwas übertrieben, aber irgendwie glaube ich, ist da doch was Wahres dran. Wissen alle Schwangeren wirklich über all das Bescheid, was passieren kann, und sagen sich, das wird mir schon nicht passieren, und entscheiden sich trotzdem für ein Kind? Oder ist es doch so, wie das Zitat sagt, die meisten Frauen wissen nur vage Bescheid, z.B. dass es natürlich schmerzhaft ist und evtl. noch einen Dammriss geben kann, aber gegen die Schmerzen gibts Medikamente und der Riss verheilt wieder problemlos, also ist das alles doch kein Problem? Mir ist unbegreiflich, wie sich eine Frau in vollem Bewusstsein der Risiken und Spätfolgen für eine vaginale Geburt entscheiden kann?!

Zum WKS, ich habe gelesen, dass auch beim Kaiserschnitt die Gefahr einer Schädigung des Beckenbodens oder einer späteren Inkontinenz besteht, obwohl die Gefahr bei einer Spontangeburt noch größer ist. Aber auch beim Kaiserschnitt wird der Beckenboden stark beansprucht, und zwar nicht bei der Geburt, aber v.a. in den letzten Monaten der Schwangerschaft, wenn das Kind stark an Gewicht zunimmt und der Beckenboden der Frau das ganze Gewicht tragen muss. Und verbunden mit evtl. Wundheilungsstörungen der Narbe und anderen Risiken einer OP ist der WKS leider auch keine risikofreie Angelegenheit. In der Hinsicht kann ich auch Frauen absolut nicht verstehen, die sagen, dass Frauen mit einem WKS nur den easy way out nehmen und sich zu fein zu pressen sind!

Momentan haben mein Freund und ich (noch) keinen so großen Kinderwunsch, wir haben einfach nur mal über unsere Zukunft geredet. Mein Freund hat auch gesagt, dass es für ihn auch in Ordnung wäre, keine Kinder zu haben, allerdings erst, nachdem ich angefangen habe, ihm die möglichen Folgen und meine Sicht der Dinge so wie hier zu erklären. Davor hat er gesagt, dass er eigentlich schon Kinder möchte; von dem her zweifle ich jetzt daran, ob das für ihn wirklich so sehr in Ordnung wäre, wie er sagt. Aber das wird sich wohl alles noch zeigen. Momentan tendiere ich sowieso dazu, keine Kinder zu bekommen; ich bin jetzt bald 24, studiere noch ein paar Jahre, und dann möchte ich auch erst mal arbeiten und "mein Leben genießen" Was danach kommt... mal schauen, momentan ist das alles für mich noch sehr theoretisch und in weiter Ferne.

Du bist noch nicht soweit
Hallo Rasperrygirl,

ich habe Deine Beiträge gelesen und kann Deine Ängste nachvollziehen!

Jedoch glaube ich, dass Du Dir den ganzen Therapie-Kram schenken kannst! Du bist einfach noch nicht soweit, ein Kind zu wollen! Und anstelle das zu vertreten suchst Du nach Ausreden, was alles passieren kann um ein Argument gegenüber Deinem Freund zu haben, weswegen es jetzt noch nicht geht.

Ich rate Dir, werd jetzt auf keine Fall schwanger, sondern warte ab, bis Du es willst und dann beurteilst Du die Risiken auch anders.

lg

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28. April 2011 um 19:33

Nunja
also die Figur kann man sicher mit fleißigem Training beeinflußen aber ich habe hier im Forum auch schon von verzweifelten Frauen gelesen die schreiben sie haben jahre nach der Geburt immer noch einen Bauch wie im 7. Monat der trotz Sport und Diät nicht mehr weggeht und Schwangerschaftsstreifen bleiben ja auch ein Leben lang erhalten. Und mit dem Sexualleben in den Griff bekommen, das ist auch so eine Sache, man kann den Beckenboden trainieren und wird dann untenrum wieder recht eng, aber hat man eine schmerzhafte Dammnarbe dann kann man das ja nicht mit Geduld und Training in den Griff bekommen, eine Narbe bleibt eine Narbe und wenn die schlecht verheilt ist so wird das ein Leben lang Schmerzen bereiten, da hilft dann nur eine Narben-Korrektur-Op. Da ist das Sexleben völlig zerstört und man kann absolut nichts dagegen machen außer eine Op. Also kann man das Sexleben nicht immer in den Griff bekommen, nur wenn keine Komplikationen aufgetreten sind. Frauen mit Scheidenrissen leiden auch oft ein Leben lang sehr darunter, weil man dort auch keine (oder nur teilweise) Narben-Korrektur-Op machen kann. Die sind wirklich extrem arm, weil manch haben wirklich schlimme Schmerzen beim Sex oder Sex ist ihnen überhaupt völlig unmöglich und man kann bei einem schlecht verheiltem Scheidenriss leider oft absolut nichts machen. Das wünsche ich keinen.

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9. November 2011 um 13:07


Genau so ist es, Themenstarterin!
Aus dem Grund habe ich mich klugerweise schon während meiner Pupertät gegen ein Kind entschieden.
Wozu soll ich diese Risiken und sichere Schmerzen und Verstümmelungen meines Körpers überhaupt eingehen, wenn es auch ohne geht?
Tokophobie ist absolut das falsche Wort für die Nichtanlage von Masochismus und die Anlage für Realismus und einen guten Instinkt für die eigene Gesundheit.
Eine Frau muss schon masochistisch sein, wenn sie ein Kind bekommt und weiss, was auf sie zukommen kann und zum Teil sicher wird.
Wenn eine Frau noch ein zweites bekommt, aber klagt wie schlimm es war, also der ist nicht mehr zu helfen
Menschen sind eigentlich zum Aussterben verurteilt, weil die Art total mutiert ist.
Hier ein interessanter und wahrer Film dazu:

Geburt- warum Menschen eine schwere Geburt haben
http://www.youtube.com/watch?v=OfM1M1SstlQ

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9. November 2011 um 14:36

@leenchen8
Das sind wunderbar klingende Worte, nur leider keine Realität. Die Themenstarterin hat es doch deutlich belegt, alles Fakten! Es sind von Langzeitschäden die Rede, von Schmerzen. Wer schon mal andere "Tiere" beim Geburtsvorgang gesehen hat, dem ist aufgefallen, dass dieser tatsächlich kaum mehr ist, als das Ausscheiden von Fäkalien.
Bei Menschen ist dies nicht der Fall!
Wozu bitte soll frau sich diesem Risiko (welches sehr, sehr hoch ist, siehe Dammriss) sowie den 100%ig kommenden Schmerzen aussetzen? Welchen Grund gibt es, wenn es doch auch anders geht, nämlich im totalen Unterbinden von Schwangerschaft und Geburt?
Nein, ich bin mir selbst die Nächste. Mich interessiert weder das Aussterben der deutschen Art (ich lache mal herzlich, solange wir in einem so kleinen Land mit sovielen Menschen leben, schrumpfen wir uns bestenfalls gesund), noch das Interesse von irgendwelchen Männern Vater zu werden. Ich wäre ja die Blöde, die die A-Karte gezogen hätte, ihre Gene sogar noch unter Schmerzen fortzuführen. Ich bin nicht von der Charitas

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9. November 2011 um 18:23

@leenchen
Nein, das war nicht meine Frage.
Ich stimme dir nämlich uneingeschränkt zu, was den Kaiserschnitt angeht.
Wozu sich eine Frau überhaupt dem Ganzen aussetzen soll, bezog sich generell aufs Gebären und Entbinden, ganz gleich ob vaginal oder per Kaiserschnitt.
Eben weil ich weiss, dass beides gleich schlimm, schmerzvoll, folgenreich, verstümmelnd ist (auch ein Schnitt in den Bauch!!!), habe ich eine Schwangerschaft nie zugelassen. Ich schlafe seit meines Lebens nur mit sterilisieren Männern und auch mit diesen hat der Geschlechtsakt eine untergeordnete Stellung. Ich kann mich nichts geniessen, wenn ich weiss, dass das Damokles-Schwert über mir schwebt und manche sterilisierten Männer doch fruchtbar sind.

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9. November 2011 um 18:38

@leenchen
Die Themenstarterin fragt auch, wo die anderen Frauen sind, die so empfinden. Und es gibt sie! Zur Genüge. Nur kaum Frauen trauen sich das offen zu sagen.
Ich weiss, dass SS und Geburt sehr schlimm sind:
-aus meiner Familie (haben einige nur ein Kind und ab dann verweigert und mir ehrlich gesagt warum)
-aus dem Freundeskreis (einige Frauen die nach der Geburt entweder nun asexuell leben, dem Mann sich sexuell verweigern, lesbisch leben)
Ich kenne nicht EINE Ausnahme, also eine positive Aussage!
Aber selbst wenn es die gäbe, wäre es mir egal. Ich bin klug genug mir ausrechnen zu können, was mit meinem Körper passiert. Im besten Fall wären es "nur" Schmerzen. Auf Schmerzen stehe ich eben überhaupt nicht
Von daher lebe ich lieber unbeschadet mein Leben weiter und überlasse es denen, die auf Schmerzen und Folgen stehen.
Ehrlichkeit ist das, was die Themenstarterin wolle. Diese biete ich.

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9. November 2011 um 18:39


Verzeih mir das Lachen
Was ist es denn, wenn jemand freiwillig Schmerzen und eine körperliche Horrorfahrt eingeht?

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26. Dezember 2011 um 23:33

Lichtblitz
Deine aussage ist zum lachen sowas dummes hab ich noch nie gehört!
Ja! ein kind zu bekommen ist schmerzhaft,aber für so ein kleines perfektes wesen würde ich mein leben geben!!!

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30. Dezember 2011 um 8:36

Was is denn mit euch los?
Ich nenne euch mal einen gabnz einfachen Grund warum man das machen sollte: du bist dafür gemacht, das ist deine Lebesberechtigung!!!!!

Wenn der liebe Gott das nicht so gewollte hätte wären wir alle geschlechtslos und Steine.
Wenn deine Mutter so gedacht hätte...naja brauch ich ja nicht weiter ausführen!
Was ein Quatsch...verstümmelung, warum? weil du eine unsichtbare ca. 10 cm lange Narbe hast? Was ist denn mit den Leute die sich einer anderen OP unterziehen müssen? Oder noch schlimmer, die Schönheitsops??? Man man man....

Ihr solltet mal zum Psychologen, da ist wohl was schief gelaufen in der Kindheit!

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9. Januar 2012 um 18:41

Meine Worte..
die du da wiedergibst
Ich bin zwar erst 18, aber mache mir auch schon Gedanken über sowas (in 10 Jahren könnte es bei mir gewollt ja immerhin schon soweit sein )
Mein Freund will auch mal Kinder und als Mann kann ich das genauso wie du gut verstehen und ich würde als Mann aauch lieber Kinder haben wollen statt als Frau. Bloß im Gegensatz zu dir mache ich mir eher über die Schmerzen Gedanken als über die Folgen (wobei die Folgen mich auch schaudern lassen ) Ich bin ein echter Schisser in sowas .. lasse mir auch bald ein Tattoo stechen vor dem ich auch wahnsinnige Angst habe wegen den Schmerzen. ICh weiß dann sollte man sowas lassen. Aber ich will nicht Nur bei einer geburt ist das ganze ja viel schlimmer. Ich habe mir auch schon die Frage gestellt ob ich verrückt bin weil ich so denke. Aber ich glaube es ist einfach nur Angst. Wer will denn schon Spätfolgen einer Geburt haben? Die Schwangerschaftsstreifen finde ich auch furchtbar, habe genug Dehnungsstreifen an Schenkel und Po die nichtmehr weggehen und in meinen Augen unschön aussehen
Hin oder her mir fehlt wahrscheinlich auch noch die Reife um über sowas nachzudenken. In meinem Alter wollte ich jedenfalls noch kein Kind haben

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9. Januar 2012 um 19:53

Hallöchen,
also ich bin schwanger in der 26 Woche und bin mittlerweile total entspannt....
Als ich jünger war, also ich bin auch erst knapp 24, hatte ich auch soooo Angst vor der Geburt und allem was damit zusammenhängt. Ich habe immer gesagt, ich adoptiere ein Kind!
Aber irgendwie hat sich mit dem Wunsch ein Baby zu bekommen, auch die Angst verdünnisiert
Also ich bin dann irgendwie anders ran gegangen an die ganze Geburtssache.

Wenn kein Kaiserschnitt notwendig ist, dann möchte ich eine natürliche Geburt, und wenn das nun doch irgendwie nicht geht, dann nehme ich Tor 2

Ich sage immer zu mir: Hunde bekommen zum Teil 10-12 Welpen (große Hunde) oder eine Kuh oder ein Elefant, was die für Kinder gebären müssen...oh mann... und von denen schreit keiner durch die Gegend. Wir sind dafür ausgelegt Babys zu bekommen.
Meine Stiefschwester ist irre dünn, hat als sie hochschwanger war 50 Kilo gewogen... und hat ihr Baby auch normal bekommen. Also auch wenn das Becken total schmal ist (und in ihrem Fall war das so, sie sieht ja aus wie ein Junge von der Figur) schafft es das Baby durch den Geburtskanal.

Ich stelle mich seelisch auch schon auf einen Dammriss oder -schnitt ein. Ich habe so schwaches Bindegewebe... meine Oberschenkel und mein Po sind rundherum schon seit der 14 Woche aufs übelste eingerissen... also die Haut

Ich habe etwas Angst vorm nähen, weil ich nun schon öfter gehört habe, dass das Nähen trotz lokaler Betäubung wehtut... aber .... weiß nicht... irre macht mich das alles nicht mehr. Ich freue mich auf mein Baby. Nun ist es ja auch schon drin und muss eh irgendwie raus. Aber ich möchte es nicht verpassen, wie es ist natürlich zu entbinden.

Entweder entscheidet ihr euch später noch mal um, oder werdet eben ohne Kinder glücklich. Ist doch auch völlig okay. Ich wünsche alles, alles Gute.

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10. Januar 2012 um 14:56

Bloß keine panik..
Ich bin gerade 20 geworden und in der 19.ssw und es ist schon jetzt das beste was mir passiert ist! Ich muss dazu sagen ich hatte bisher auch keine größeren Beschwerden wie Übelkeit etc., aber das ist denk ich auch nicht so wichtig. Das sind Dinge die auch wieder vorbei gehen , solltest du sie haben! Ich mache mir mit der Geburt überhaupt keinen Stress, ich habe mich schon für einen Wunschkaiserschnitt entschieden und für was man sich auch entscheidet ,man muss immer daran denken was wunderbares dort in einem wächst und ich denke wenn man das alles überstanden hat, dann sind alle kleinen wehwechen vergessen!!Solang du und dein Freund euch einig seit ist alles andere unwichtig!Viel Glück lg anne

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29. Januar 2012 um 0:37

Auf nichts gibt es eine garantie!!!!!
auf nichts gibt es eine garantie!!!!!

die schwangerschaft war körperlich das anstrengste ever, den bauch und mein kind da zuwissen das schönste überhaupt!!!
die geburt war die hölle. kriegt man aber auch durch und hin!!!!!
weil sie geholt werden musste, da ihre herztöne weg gingen, wurde ich geschnitten. so doof und auch so doof wieder zusammen genäht, also nach dem abstillen darf ich eine korektur vornehmen lassen.......... es sieht scheiße aus <---(für mich) und es tut weh!!! aber es ist möglich es wieder hin zu kriegen!!!!!
mein kompletter bauch ist gerissen und wabbelt vor mir rum........ aber es gehört leider da zu....
ich glaube mein sinn des lebens ist darin mutter zu sein und ich wünsche jedem das gefühl was ich verspüre wenn ich mein kind angucke und sie mir signalisiert das es ihr gut geht!!!!!!! es erfüllt mich mit reiner purer freude, liebe und glück, ich bin so stolz wie nie zuvor!!!!!!
es ist aber auch echt verdammt scheiße anstrengend und es verlangt einem eeeecht eine menge ab!!!!

entweder oder. klar habe ich auch schon gesagt(da war sie 6wochen alt) man man man bin ich froh wenn sie mit 18 aus dem haus ist.....
ich bin aber auch alleinerziehend und viel rückendeckung von familie ist leider cniht vorhanden....


kinderkriegen ist das natürlichste auf der welt. es gibt für kein problem der welt keine lösung!!!!

viel erfolg

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