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OT: Wie kann ich meinen Mann aufbauen? Jobwechsel, weniger Geld...IT-Branche

20. Juni 2011 um 9:37

Hallo Mädels,

ich bräuchte mal etwas Zuspruch, den ich dann an meinen Mann weiter geben kann, sodass er ein besseres Gefühl dabei hat...
Mein Mann ist seit 1,5 Jahren Diplomierter Informatiker und arbeitet seit dem Abschluss in einer berliner Firma, wo er auch schon studentische Hilfskraft war und sein Diplom geschrieben hat. - Jedenfalls hat er da einen 45h-Vertrag (Überstunden nicht bezahlt oder abbummelbar) und verdient okay (im Vgl. zum allg. Gehaltsniveau). - In dieser Branche ist dieser Verdienst aber nur "okay", für gewöhnlich ist ein höheres Einkommen realistisch anstrebbar. - Gerade in seinem Bereich Softwareentwicklung / Programmierung...Doch gerade auch dieser Bereich ist immer mit viel viel Arbeit verbunden, weil Fristen/Termine einzuhalten sind etc., d.h. er hat Überstunden gemacht bzw. muss auch öfters abends und am Wochenende mal ran (von zuhause), weil irgendein Server abgeschmiert ist und die entsprechende Kundenseite nicht mehr läuft. - Also eigentlich war er immer unzufrieden, dass er so viel arbeiten muss und dann noch obendrein für das Geld...
Nun hat er eine Jobzusage in einem riesigen Unternehmen, wo tariflich bezahlt wird, d.h. es gibt dort nur 35h-Verträge (14.30 Uhr ist regulär Feierabend)... Der Stundenlohn wäre der gleiche, wie er jetzt hat... nur natürlich 10h weniger die Woche und das macht sich im Gehalt schon ordentlich bemerkbar...
Weitere Vor- bzw. Nachteile sind:

Vorteile:
- 5 Tage mehr Urlaub als jetzt
- mind. 4% mtl. Gewinnbeteiligung aufs Gehalt drauf (sind auch gut 100 Euro)
- Vermögenswirksame Leistungen
- die (kurzen) Arbeitszeiten!! (gerade jetzt, wo wir bald 2 Kinder haben)
- durch Tarifvertrag eine jährliche Gehaltssteigerung um 300 Euro bis ins 4. Jahr (nach ca. 3 Jahren hätte er dann quasi dasselbe Gehalt wie jetzt, nur eben mit 40 Stunden weniger Arbeit im Monat)
- langfristig sichere Stelle

Nachteile:
- einige hundert Euro weniger im Monat (erstmal)
- Aufgabenbereich dort wäre mehr Administration (also Computerwartung etc.), d.h. Aufgabenbereich wäre weniger interessant, weniger abwechslungsreich, weniger anspruchsvoll als der jetztige
- Gehaltsstagnierung ab dem 4. Jahr mit höchstwahrscheinlich keiner Aussicht (weil Tarif) auf eine Steigerung (und dieses Endgehalt war als Diplomierter nie sein Ziel, sondern schon etwas mehr...)
- das Wissen im Programmier- Entwicklungsbereich von jetzt wäre nach einigen Jahren futsch...d.h. er könnte schlecht nach einigen Jahren wieder in diesem Bereich anfangen, da sich ja alles weiter entwickelt etc.

___

So, mein Mann, der sich ohnehin mit Entscheidungen schwer tut, ist nun hin- und her gerissen... einerseits reizen ihn natürlich die geregelten Arbeitszeiten und die Aussicht auf einen frühen Feierabend... gerade im Hinblick auf die Kinder... er bedauert es sehr, dass er nur so wenig Zeit mit unserem Sohn verbringen kann... Aber dass mit dem Geld "wurmt" ihn total (bzw. auch die sonst unter Nachteile aufgeführten Aspekte)
Obendrein hätte (!! ja, alles noch nur theoretisch und spekulativ... ) er vielleicht noch ein weiteres Jobangebot im selben Aufgabenbereich wie jetzt, mit 40h (aber auch wieder ohne bezahlte Überstunden) und evtl. ca. 10.000 - 15.000 Euro Jahresbruttogehalt mehr... allerdings würde das eben heißen, wieder viel viel arbeiten, Familie weniger sehen etc. (durch diese spekulative Jobaussicht - wir erfahren demnächst mehr - ist er natürlich NOCH verunsicherter...)

Ist also die Frage: Geld vs. Freizeit / Weiterentwicklung vs. langfristig sicheren, aber "langweiligeren" Job...

Sorry, dass es so lang geworden ist.. Ich möchte nur mal eure Meinung dazu hören...vielleicht bekomm ich ein paar Anregungen, was ich ihm sagen kann, damit er ein besseres Gefühl für seine Entscheidung bekommt.

Ich persönlich wäre ja für den neuen Job mit 35h-Woche... einfach für uns als Familie und er verdient trotzdem noch gut (also nicht unterdurchschnittlich)...zumal ich weiß, was ich nach meinem Studium verdienen werde (auch Tarif), sodass wir dann zusammen mind. 5000 Brutto haben... d.h. uns würds ja dann gut gehen (ich brauch nicht mehr mehr mehr)... und wir hätten obendrein mehr Zeit für uns und die Familie...

Was sagt ihr?

Danke für eure hoffentlich zahlreichen Antworten!

Lg
Katharian mit Krümel und Liliana tief im Herzen und Eric fest an der Hand + Babygirl inside 37+1

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20. Juni 2011 um 10:31

Hmmm
... Schwierige Entscheidung. Also ich glaube, er würde sich vom Aufgabenbereich verschlechtern. Auch wenn es weniger Arbeit ist Softwareentwicklung im Gegesatz zur Admin anspruchsvoller und auf Dauer auch lukrativer. Ich würde da längerfrisiger planen, vielleicht ne neue Programmiersprache lernen, um andere Profilanforderungen zu entsprechen etc. Gerade im IT-Umfeld schießt man sich schnell ins Aus und der Wechsel vom Admin zurück zur Entwicklung erscheint mir schwierig. Wiw gesagt - Ich glaube, dein Mann würde sich unter seiner Quali verkaufen.
Und einen neuen Job in der Entwicklung suchen? Da werden doch Leute gesucht - zumindest bei uns in BW.

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