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OT:kann ich meinen Vater einweisen lassen?

30. August 2010 um 7:30

Mein Vater ist irgendwie psychisch krank er terrorisiert die ganze Familie...Meine mutti ist nun zu uns "geflüchtet", da sie sich in ihrer wohnung nicht mehr sicher fühlt... handgreiflich ist er auch schon geworden

Kann ICH ihn zwangseinweisen lassen?

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30. August 2010 um 7:44

Puh
Das kommt auf die Feststellung eines Arztes an... Da wir leider auch so einen Fall in der Umgebung hatten, würde ich bei Hangreiflichkeiten auf jeden Fall dazu raten die Polizei zu holen. Und vielleicht mal mit den Hausarzt sprechen?

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30. August 2010 um 7:52

Er ist aber eine gefahr
für andere und für sich selber

er hat meiner mutter morddrohungen gemacht und sie zuhause eingesperrt...außerdem hat er immer ein messer bei sich

die polizei wollte da auch nichts machen ich hätte ihn mitgenommen, vorallem weil er schon vorbestraft ist

also muss echt erst was passieren, bevor irgendwas gemacht wird?!

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30. August 2010 um 7:56

Die Polizei kann ihn zeitweise in einer psychiatrischen Anstalt unterbringen
Dafür muss sie aber in einer Extremsituation gerufen werden und sie muss es für sinnvoll halten.

Zumindest war es bei einem Fall im Bekanntkreis so.

Allerdings ist diese Einweisung an einen bestimmten Zeitraum geknüpft und alles, was darüber hinausgeht ist nur mit Einwilligung des Patienten möglich.

Informier dich einfach mal bei - der Polizei, einer Klinik in eurer Nähe oder einer Beratungsstelle für psychisch Kranke (Caritas könnte da evtl. auch helfen)

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30. August 2010 um 8:01


und was können wir nun machen?

Meine mutti will eine einstweilige verfügung haben,m das er sich ihr nicht mehr nähern darf.

Und wäre eine Anzeige wegen körperverletzung sinnvoll oder würde das alles nur noch schlimmer machen?
wie gesagt, er hat schon mehrere anzeigen erhalten, seitdem er es so schlimm mit der psyche hat weiss ja nicht ob ihm ein gefängniss aufenthalt gut tun würde

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30. August 2010 um 8:13

Eine Anzeige ist immer sinnvoll
auch, wenn es nicht zu einer Verhandlung kommt.

Die Einstweillige Verfügung auch - dann hat deine Mutter eine Handhabe, sollte er dagegen verstoßen.


Sollte es zu einer Verhandlung und sogar einer Verurteilung kommen, kann es sein, dass er seine Strafe nicht im Gefängnis, sonder in der Psychiatrie absitzen muss, bzw. als Bewährungsauflage eine Therapie verordnet bekommt oder im Rahmen der Gefängnisstrafe therapiert wird...

So oder so. Alles ist besser als nichts zu tun (meine Meinung)

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30. August 2010 um 8:16


sie will sich von ihrem HA ein "Attest" holen, über die verletzungen...damit kann sie dann zur Polizei gehen, richtig?

Die polizisten die da waren, meinten es wäre zu geringfügig sie haben sich nur die einrichtungsgegenstände angeschaut und meinten, wenn er was kaputt gemacht hätte, würden sie ihn mitnehmen kann eigentlich auch net sein

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30. August 2010 um 8:18


bin Krankenschwester und habe selbst in der Psychatrie gearbeitet, und das ist echt gaaar nicht so einfach.

Ich würde ihn anzeigen und dauernd die Polizei rufen wenn er randaliert. Denn die Polizei und der Amtsarzt können ihn Zwangseinweisen lassen.

Es gibt leider in jedem deutschen Bundesland eine andere Regelung.

Man kann zB in einer Situation wo er randaliert und euch bedroht den Notarzt rufen, weil normalerweise kann dieser auch jemanden zwangseinweisen lassen.

Es tut mir wirklich leid für euch,

ich hoffe es wird euch geholfen

LG Minnie

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30. August 2010 um 8:19

Wie genau das läuft, weiß ich nicht
aber ein Attest über die Verletzungen ist in jedem Fall ratsam.

Wobei es evtl. besser gewesen wäre direkt nach der Attacke ins KH zufahren.

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30. August 2010 um 9:58

Hatten ähnliches Problem
Wir hatten letztes Jahr an Weihnachten ein ähnliches Problem, allerdings mit einem mahnisch-depressiven (bipolaren) Familienmitglied. Das war so schlimm geworden mit Verfolgungswahn und schwerer Psychose, dass diese Person eine Gefährdung für sich selbst und für uns war.

An Heiligabend war es dann so krass, dass sie gegen ihre Nichte handgreiflich wurde. Wir konnten und wollten keine Verantwortung mehr für diese Situation übernehmen und haben den Notarzt mit Polizei alarmiert.

Die haben sie dann auch mitgenommen, mit dem Krankenwagen. Wir sind mit PKW hinterher gefahren.

Als wir sie dort ablieferten abends um 11 Uhr, versprach sie vernünftig, sie bliebe dort. Die Notärztin versicherte uns auch vorher, dass sie zumindest bis zum nächsten Morgen dort auch nicht weg gehen könne.

Das stimmte allerdings nicht.

Als wir sie abgeliefert hatten und wieder zu Hause vorfuhren, rief sie vom Handy aus bei uns an und sagte: "Holt mich wieder ab, ich stehe draussen an der Pforte!!" Wir dachten, dass sei ein Scherz! Und riefen auf der diensthabenden Station an. Die Schwester erklärte dann: "Nein, kein Scherz, sie mussten sie gehen lassen, weil sie nicht bleiben wollte."
Wir also die 50 km wieder hingefahren und sammelten sie mitten in der Nacht wieder auf Psychiatriegelände ein
-pitschnass übrigens- um sie wieder rein zubringen.
Lange Rede, kurzer Sinn. Sie hätte das Spielchen die ganze Nacht mit uns gemacht, wenn der diensthabende Arzt nicht gekommen wäre und die Sitaution erkannt hätte.
Die eigene Familie musste bezeugen, dass die Tochter handgreiflich geworden war. Wir haben das dann zu viert unterschrieben, somit hatte der Arzt handhabe, sie dort zu behalten bis der Amtsrichter eine Entscheidung fällte. Fazit war laut Amtsrichter: 6 Wochen fest drin.
Ich weiß, dass klingt alles sehr unschön, aber wenn man jemanden lieb hat, aber weiß dieser jemand, ist nicht er/sie selbst und gefährdet sich und andere, dann muss irgendetwas passieren, weil man ab einem gewissen Punkt keine Verantwortung mehr übernehmen kann.
Aber wie man sieht, ist das nicht so einfach. Nur auf die Polizei gehen mit einem Attest wird nicht reichen. Die Situation muss akut sein und der Notarzt muss auf jeden Fall in diesem Moment feststellen, dass mit der Person etwas nicht stimmt und zwar massiv (akute Psychose, Ausraster etc.). Vorher wird da nicht viel passieren. Auf jeden Fall kann man nicht einfach jemanden einweisen lassen und selbst wenn dieser jemand mit geht in die Psychiatrie, dann tut er das freiwillig und kann jedrezeit wieder nach Hause, wenn er das will. Es ist alles freiwillig, außer der Amtsrichter macht einen Beschluss.

Das war lang, aber hoffe geholfen zu haben.

LG Sorgenmami

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