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Operlativer SSabbruch

9. Juni 2016 um 18:37 Letzte Antwort: 9. Juni 2016 um 19:27

Bitte um Rat!
Ich bin seit fast 2 Jahren mit meinem Freund zusammen und habe vor 2 Wochen erfahren, dass ich schwanger bin.
Als ich den ersten Schockmoment verdaut hatte, konnte ich mich auf die Nachricht freuen! Mein Freund freute sich extrem und konnte es kaum erwarten, jemandem davon zu berichten.

Vorerst beschlossen wir aber, diese Nachricht für uns zu behalten, da eine SS erst ab der 12ssw sicher ist.

Mein Freund wollte es dann doch unbedingt vor Freude seinen Eltern erzählen, da wir eine enge Bindung zu ihnen haben und von ihnen auch finanziell abhängig sind. Seine Eltern waren total dagegen, dass ich das Kind bekomme. Sie entmutigten und verunsicherten ihren Sohn (meinen Freund) so sehr, dass er starke Selbstzweifel entwickelte und plötzlich auch gegen das Kind war...

Seitdem änderte er seine Meinung täglich.

In der Zwischenzeit berichtete ich meinen Eltern, was geschehen war. Diese standen voll und ganz hinter mir. Mir war klar: ich will das Kind bekommen. Jedoch nur mit Partner. Ich würde es alleine nicht schaffen(psychisch, finanziell, zeitlich ..), da ich zu jung bin und meine Ausbildung gerade begonnen habe..


Da mein Freund so häufig hin und her zweifelte, distanzierten wir uns voneinander und ich wurde mir auch unsicher mit ihm. Ich war enttäuscht.
Ich wollte nicht mit Anfang 20 Alleinerziehende Mutter sein- davor hatte ich solche Angst. Ich wollte einen Mann haben, der hinter mir steht und mich unterstützt.

Obwohl wir schon so häufig über Kinder geredet haben und früh Eltern werden wollten, entschieden wir uns ,nach zwei Wochen hin und her, schlussendlich gegen das Kind.

Ich war immer der Meinung, selbst nie eine Abtreibung übers Herz zu bringen.
Ich verstand die Welt nicht mehr, warum zwei Menschen die sich lieben, ihr Kind "töten" müssen?.. Ich fand es moralisch nicht vertretbar und finde nur Gegenargumente.. Aber ich weiß, dass es in meiner Situation die richtige Entscheidung für mich war. Dennoch wird mich das natürlich mein Leben lang verfolgen..

Gestern hatte ich die Abtreibung.
Ich bin sehr traurig und verspüre seitdem eine Wut auf meinen Freund und auf seine Eltern. Ich habe eigentlich gar keine Lust mehr auf ihn. Obwohl wir eine so innige Beziehung hatten, ich liebe ihn deshalb immer noch so sehr.
Ich weiß nicht, ob ich ihm jemals wieder vertrauen kann.
Momentan kann ich mir nämlich gar nicht vorstellen mit ihm ins Bett zu steigen, geschweige denn später mit ihm eine Familie zu gründen..
Ich habe das Gefühl, dass alles zerstört ist und frage mich, ob die Beziehung noch Sinn macht?

Er schlug mir vor gemeinsam eine Therapie zu machen und einen Schlussstrich zu ziehen, um von vorne zu beginnen.. Er möchte mit mir jetzt ausziehen.

Ich kann mir momentan jedoch nur eine Beziehungspause vorstellen. Obwohl ich gleichzeitig Angst habe, dass wir uns noch mehr distanzieren. Ich finde es nicht richtig, unser Kind zu töten und dann die Beziehung fortzuführen.. Ich brauche Zeit für mich, um einen klaren Kopf zu bekommen..

Habt ihr einen Rat, wie ich weiter machen soll? Ich verzweifle..
Wie führt man eine Beziehung nach einem SSabbruch fort?

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9. Juni 2016 um 19:27

Der
einzigste richtige Weg ist tatsächlich das Geschehene aufzuarbeiten. In Einzel- oder/ und Paar-Therapie. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Dir die Beziehung zu Deinem Partner jetzt schwer fällt. Denn dieses Kind war ein Teil von Dir. Und wer das Kind ablehnt, lehnt damit Dich ab. Du hast eine notvolle Verlusterfahrung hinter Dir.
VLG Yankho

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