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Operativer Abbruch

8. Juni 2016 um 11:33 Letzte Antwort: 9. Juni 2016 um 13:02

Mir steht in 2 Tagen ein operativer Abbruch in Vollnarkose bevor.
Zur Vorbereitung soll ich am Abend davor und am Morgen insgesamt 2 Cyclotec Tabletten einnehmen - sind diese Tabletten ein Muss? Ich will diese Tabletten unter keinen Umständen nehmen!!!!! Habe mich bewusst gegen den medikamentösen Abbruch entschieden, weil mir die ganzen Nebenwirkungen von dieser Tablette sehr heftig erscheinen.

Kann mir jemand einen Rat geben?

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8. Juni 2016 um 12:13

Mein allgemeiner Rat ist:
Treib nicht ab.

Darüberhinaus, die Cyclotec Tabletten dienen vorliegend wohl der Aufweichung des Gebärmutterhalses; dies ist wohl deshalb "sinnvoll" da über diesen das Saugröhrchen eingeführt werden muss, was dann das Kind absaugt; lässt du die weg erhöht das die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen am Gebärmutterhals beim Einführen des Saugröhrchens; eventuell erhöht sich auch das Risiko, dass die Gebärmutter verletzt wird und das Reste vom Kind (bzw. auch das ganze Kind; kommt selten vor, kommt aber vor) in der Gebärmutter verbleiben, da der Ausführende vielleicht das Ende des Saugröhrchens schwieriger innerhalb der Gebärmutter bewegen kann, wenn der Gebärmutterhals zu eng ist.

Ferner, wenn dich die Nebenwirkungen von Cyclotec so sehr abschrecken, warum überhaupt eine Abtreibung? Denn die Nebenwirkungen, die bei einer chirurgischen Abtreibung möglich sind, sind eigentlich nicht harmloser als die einer chirurgischen Abtreibung.

Natürlich kann man sagen, dass auch ein Austragen und Geburt Nebenwirkungen haben kann, aber die Nebenwirkungen sind wenigstens nicht völlig "umsonst", denn immerhin ist das Kind dann ja da, während nach einer Abtreibung mit Nebenwirkungen nur die Nebenwirkungen da sind.

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8. Juni 2016 um 17:59

Sicher?
Hallo,

bist Du Dir sicher, dass Du Dein Kind nicht in ein paar Monaten im Arm halten möchtest, nicht wissen, wie es aussieht, seine Stimme hören, seinen Geruch erleben?
Seine kleinen Händchen spüren?

Es gibt nichts Schlimmeres als eine Abtreibung.

Hoffe, Du triffst für Euch die richtige Entscheidung.

Alles Gute.

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8. Juni 2016 um 20:16

Vielleicht
solltest Du in Deinen Überlegungen noch einmal weiter vorne anfangen. Was will Dich dazu treiben, dass Du eine Abtreibung in Erwägung ziehst?
Die Tabletten machen den Gebärmutterhals weich, und erleichtern den Operationsvorgang.
VLG Yankho

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8. Juni 2016 um 23:45

Ja
Diese Tabletten sind ein Muss.

Die leiten auch nicht den Abbruch ansich ein, sondern dienen der Vorbereitung deines Gewebes, konkret des Muttermundes. Bei einem operativen Abbruch gehen sie ja mit Unstrumenten von der Scheide in deine Gebärmutter. Dazwischen liegt aber der Muttermund und der ist in der Schwangerschaft zu. Damit er aufweicht und sich leicht öffnet sind diese Tabletten nötig, da sie sonst dein Gewebe verletzen können.

Du kannst - und solltest - diese Tabletten also nehmen, damit du keine Verletzungen am Muttermund erleidest. Hat also alles seine Richtigkeit.

Und zu den bisherigen Antworten: Lass dich bitte nicht verunsichern. Wenn du kein kein Kind willst und sicher bist, dann ist das so.

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9. Juni 2016 um 6:11
In Antwort auf carn

Mein allgemeiner Rat ist:
Treib nicht ab.

Darüberhinaus, die Cyclotec Tabletten dienen vorliegend wohl der Aufweichung des Gebärmutterhalses; dies ist wohl deshalb "sinnvoll" da über diesen das Saugröhrchen eingeführt werden muss, was dann das Kind absaugt; lässt du die weg erhöht das die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen am Gebärmutterhals beim Einführen des Saugröhrchens; eventuell erhöht sich auch das Risiko, dass die Gebärmutter verletzt wird und das Reste vom Kind (bzw. auch das ganze Kind; kommt selten vor, kommt aber vor) in der Gebärmutter verbleiben, da der Ausführende vielleicht das Ende des Saugröhrchens schwieriger innerhalb der Gebärmutter bewegen kann, wenn der Gebärmutterhals zu eng ist.

Ferner, wenn dich die Nebenwirkungen von Cyclotec so sehr abschrecken, warum überhaupt eine Abtreibung? Denn die Nebenwirkungen, die bei einer chirurgischen Abtreibung möglich sind, sind eigentlich nicht harmloser als die einer chirurgischen Abtreibung.

Natürlich kann man sagen, dass auch ein Austragen und Geburt Nebenwirkungen haben kann, aber die Nebenwirkungen sind wenigstens nicht völlig "umsonst", denn immerhin ist das Kind dann ja da, während nach einer Abtreibung mit Nebenwirkungen nur die Nebenwirkungen da sind.

Entschluss steht fest
Danke für eure Antworten. Der Entschluss steht fest und ich bitte davon abzusehen, mich zum Umdenken anzuregen!

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9. Juni 2016 um 6:14
In Antwort auf fusselbine

Ja
Diese Tabletten sind ein Muss.

Die leiten auch nicht den Abbruch ansich ein, sondern dienen der Vorbereitung deines Gewebes, konkret des Muttermundes. Bei einem operativen Abbruch gehen sie ja mit Unstrumenten von der Scheide in deine Gebärmutter. Dazwischen liegt aber der Muttermund und der ist in der Schwangerschaft zu. Damit er aufweicht und sich leicht öffnet sind diese Tabletten nötig, da sie sonst dein Gewebe verletzen können.

Du kannst - und solltest - diese Tabletten also nehmen, damit du keine Verletzungen am Muttermund erleidest. Hat also alles seine Richtigkeit.

Und zu den bisherigen Antworten: Lass dich bitte nicht verunsichern. Wenn du kein kein Kind willst und sicher bist, dann ist das so.

@fusselbine
In meinem erweiterten Bekanntenkreis musste keine der Frauen diese Tabletten zuvor einnehmen.
Der Arzt meinte zu mir, dass die Blutungen stark werden können, dann soll ich in der Nacht sofort ins Krankenhaus und weiter, dass die Einnahme bereits zu einer Fehlgeburt führen kann. Das macht mir wirklich Angst

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9. Juni 2016 um 7:21
In Antwort auf mirka_12670885

@fusselbine
In meinem erweiterten Bekanntenkreis musste keine der Frauen diese Tabletten zuvor einnehmen.
Der Arzt meinte zu mir, dass die Blutungen stark werden können, dann soll ich in der Nacht sofort ins Krankenhaus und weiter, dass die Einnahme bereits zu einer Fehlgeburt führen kann. Das macht mir wirklich Angst

Sie sind definitiv sinnvoll
Also ich hatte insgesamt zwei Abbrüche (laaaaange her) und habe jeweils vorher diese Tabletten bekommen, die ich vaginal einführen musste. Beide Male. Beide Male haben Sie periodenähnliche Schmerzen ausgelöst, aber keinen Abbruch und keine Blutung. Beide Eingriffe verliefen ohne Komplikationen.

Sicher können die Tabletten zu Blutungen führen, du manipulierst damit ja den Muttermund.

Ich kann dir nur empfehlen dieses Medikament zu nehmen, wenn der Arzt dir das als Vorbereitung gegeben hat. Es macht absolut Sinn und ist nicht schlimm, nur unangenehm. Aber das ist der gesamte Eingriff.

Man kann sicher auch auf die Tabletten verzichten, dann muss man als Arzt aber mehr Gewalt anwenden um durch den Muttermund zu kommen und als Parienten ein größeres Verletzungsrisiko in Kauf nehmen. Das wäre es mir absolut nicht wert.

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9. Juni 2016 um 9:18
In Antwort auf mirka_12670885

@fusselbine
In meinem erweiterten Bekanntenkreis musste keine der Frauen diese Tabletten zuvor einnehmen.
Der Arzt meinte zu mir, dass die Blutungen stark werden können, dann soll ich in der Nacht sofort ins Krankenhaus und weiter, dass die Einnahme bereits zu einer Fehlgeburt führen kann. Das macht mir wirklich Angst

Guten morgen, sternchen!
lies doch mal bei Wikipedia unter diesem link den Absatz "Wirkung": https://de.wikipedia.org/wiki/Mifepriston

Cytotec ist ein Prostaglandin (also Misoprostol und eben nicht Mifepriston als Wirkstoff) und bewirkt die Kontraktion der Gebärmutter. Das wirkt also natürlich auch bei einer normalen Menstruationsblutung und natürlich bei einer Geburt.
Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen, um das Ende der Schwangerschaft herbeizuführen. So wie eben unterschiedliche Bedingungen im Körper nötig sind, um eine Schwangerschaft zu erhalten (bei manchen Frauen geht eben der Muttermund vorzeitig auf, bei anderen zieht sich die Gebärmutter zu früh zusammen und "stresst" das Kind). Man weiß auch nie, wie sehr eine Frau auf diese Medikamente bzw. auf eines der beiden anspricht. Und so entwickelt wohl jeder Arzt sein "Programm", das er für sinnvoll hält. So würde ich auch seine Aussage verstehen, dass allein die Einnahme von Cytotec schon zu einer Fehlgeburt führen könnte. Wenn eben die Schwangerschaft nicht sehr sicher "sitzt", sag ich mal. Die Frau z.B. eine Hormonschwäche hat. Eine andere Frau verliert ja z.B. ein Kind, ohne dass sie es will. Dass jede Frau so anders ist, merkt man daran. Und dass dem kaum von vornherein Rechnung getragen werden kann. Medikamente sind immer ein Versuch und man weiß nie, auf welche Konstitution des Körpers sie treffen. Ob die Dosis reicht oder zu viel ist. Deshalb auch der Hinweis auf die Blutungen.
Bist Du denn schon über die Zeit, wo eine medikamentöse Abtreibung möglich wäre? Du hast Dich sicher genug umgehört und informiert, dass Du zu dieser Entscheidung gekommen bist. Durch die Einnahme wird es keine medikamentöse Abtreibung. Du gehst morgen ins Krankenhaus und bist nicht allein damit. War Dir das wichtig?
Liebe Grüße von Catie

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9. Juni 2016 um 10:16
In Antwort auf catie09

Guten morgen, sternchen!
lies doch mal bei Wikipedia unter diesem link den Absatz "Wirkung": https://de.wikipedia.org/wiki/Mifepriston

Cytotec ist ein Prostaglandin (also Misoprostol und eben nicht Mifepriston als Wirkstoff) und bewirkt die Kontraktion der Gebärmutter. Das wirkt also natürlich auch bei einer normalen Menstruationsblutung und natürlich bei einer Geburt.
Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen, um das Ende der Schwangerschaft herbeizuführen. So wie eben unterschiedliche Bedingungen im Körper nötig sind, um eine Schwangerschaft zu erhalten (bei manchen Frauen geht eben der Muttermund vorzeitig auf, bei anderen zieht sich die Gebärmutter zu früh zusammen und "stresst" das Kind). Man weiß auch nie, wie sehr eine Frau auf diese Medikamente bzw. auf eines der beiden anspricht. Und so entwickelt wohl jeder Arzt sein "Programm", das er für sinnvoll hält. So würde ich auch seine Aussage verstehen, dass allein die Einnahme von Cytotec schon zu einer Fehlgeburt führen könnte. Wenn eben die Schwangerschaft nicht sehr sicher "sitzt", sag ich mal. Die Frau z.B. eine Hormonschwäche hat. Eine andere Frau verliert ja z.B. ein Kind, ohne dass sie es will. Dass jede Frau so anders ist, merkt man daran. Und dass dem kaum von vornherein Rechnung getragen werden kann. Medikamente sind immer ein Versuch und man weiß nie, auf welche Konstitution des Körpers sie treffen. Ob die Dosis reicht oder zu viel ist. Deshalb auch der Hinweis auf die Blutungen.
Bist Du denn schon über die Zeit, wo eine medikamentöse Abtreibung möglich wäre? Du hast Dich sicher genug umgehört und informiert, dass Du zu dieser Entscheidung gekommen bist. Durch die Einnahme wird es keine medikamentöse Abtreibung. Du gehst morgen ins Krankenhaus und bist nicht allein damit. War Dir das wichtig?
Liebe Grüße von Catie

@catie
Habe bestimmt die letzten Wochen in meiner Freizeit nix anderes getan als mir sämtliche Dinge über den medikamentösen/chirurgischen Abbruch durchzulesen...sollte man eigentlich besser nicht...ich bin in der 8SSW, der medikamentöse Weg wäre für mich der mehr "belastendere"Weg, da er sich über Tage hinzieht, man den Abgang bewusst erlebt und die Nebenwirkungen mitunter nicht kontrollierbar sind. Da ich seit ich denken kann unter starken Menstruationsbeschwerden,-Krämpfen leide und ich zusätzlich unter Eisenmangel leide, kann ich mir vorstellen, dass die Krämpfe für mich sehr stark sein würden sowie die Angst, dass mein Kreislauf zusammenbricht.
Aus diesem Grund habe ich ein Krankenhaus ausgesucht - ich hoffe, dass ich dort morgen (einigermaßen) gut aufgehoben bin.

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9. Juni 2016 um 10:28
In Antwort auf mirka_12670885

@catie
Habe bestimmt die letzten Wochen in meiner Freizeit nix anderes getan als mir sämtliche Dinge über den medikamentösen/chirurgischen Abbruch durchzulesen...sollte man eigentlich besser nicht...ich bin in der 8SSW, der medikamentöse Weg wäre für mich der mehr "belastendere"Weg, da er sich über Tage hinzieht, man den Abgang bewusst erlebt und die Nebenwirkungen mitunter nicht kontrollierbar sind. Da ich seit ich denken kann unter starken Menstruationsbeschwerden,-Krämpfen leide und ich zusätzlich unter Eisenmangel leide, kann ich mir vorstellen, dass die Krämpfe für mich sehr stark sein würden sowie die Angst, dass mein Kreislauf zusammenbricht.
Aus diesem Grund habe ich ein Krankenhaus ausgesucht - ich hoffe, dass ich dort morgen (einigermaßen) gut aufgehoben bin.

Gut aufgehoben!
Liebe sternchen,

jetzt hast Du gleich geantwortet und ich bin zufällig noch online, etwas nebenher (Du auch, weil Du vermutlich in der Arbeit bist und nicht in der Freizeit, die Du die letzten Wochen mit vielen Fragen im Netz verbracht hast).
Das tut mir Leid, dass Du ohnehin immer viel aushalten musst in Frauenfragen. Da verstehe ich gut, dass Du unter ärtzlicher Aufsicht sein möchtest. Und Dein Wunsch ist wirklich ein bescheidener Wunsch: dass Du morgen (einigermaßen) gut aufgehoben bist.
Geht denn jemand mit? Oder konntest Du Dich gar niemand anvertrauen? Was ist Dein Grund für die Abtreibung (wenn Du sagen möchtest)?
Ich wünsche Dir ein "gut aufgehoben", wo immer Du es brauchst!
Liebe Grüße von Catie nochmal

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9. Juni 2016 um 11:32
In Antwort auf catie09

Gut aufgehoben!
Liebe sternchen,

jetzt hast Du gleich geantwortet und ich bin zufällig noch online, etwas nebenher (Du auch, weil Du vermutlich in der Arbeit bist und nicht in der Freizeit, die Du die letzten Wochen mit vielen Fragen im Netz verbracht hast).
Das tut mir Leid, dass Du ohnehin immer viel aushalten musst in Frauenfragen. Da verstehe ich gut, dass Du unter ärtzlicher Aufsicht sein möchtest. Und Dein Wunsch ist wirklich ein bescheidener Wunsch: dass Du morgen (einigermaßen) gut aufgehoben bist.
Geht denn jemand mit? Oder konntest Du Dich gar niemand anvertrauen? Was ist Dein Grund für die Abtreibung (wenn Du sagen möchtest)?
Ich wünsche Dir ein "gut aufgehoben", wo immer Du es brauchst!
Liebe Grüße von Catie nochmal

Nicht alleine
Nein, ich muss morgen nicht alleine diesen Weg antreten. Vielen Leuten kann man sich diesbezüglich nicht anvertrauen, da es für die meisten doch unbegreiflich ist, dass sich eine Frau nicht über eine Schwangerschaft freut. Alleine die Wege, um die "Erlaubnis" zu bekommen empfand ich als teilweisen Spießrutenlauf.

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9. Juni 2016 um 12:03
In Antwort auf mirka_12670885

Nicht alleine
Nein, ich muss morgen nicht alleine diesen Weg antreten. Vielen Leuten kann man sich diesbezüglich nicht anvertrauen, da es für die meisten doch unbegreiflich ist, dass sich eine Frau nicht über eine Schwangerschaft freut. Alleine die Wege, um die "Erlaubnis" zu bekommen empfand ich als teilweisen Spießrutenlauf.

Das ist ..
... gut. Dass Du nicht alleine bist. Und Du kennst Menschen, die Dich verstehen. Frauen, die es selbst erlebt haben. Die es begreifen, dass man sich einfach nicht freuen kann, selbst wenn man wollte.
Und der Weg bisher, den Du beschreibst, und der so schmerzhaft für Dich war. Die Beratung für die "Erlaubnis" ... natürlich spricht der andere Mensch da etwas an, was auch in einem selbst da ist an Gefühl oder Gedanke und es ist ja schon schwer genug, das in sich selbst zu sortieren. Und die andere Person, die die "Erlaubnis" gibt, weiß ja nicht wirklich, was los ist und findet vielleicht nicht den Ton, der einen trösten könnte. Dazu ist oft nicht der Raum und die Zeit und das Vertrauen, über das wirkliche Gefühl zu reden. Irgendwo im Innersten bleibt man doch allein.
Du hast nun eine Stütze neben Dir und hast es so eingerichtet, dass es Dich nicht mehr belastet als ohnehin.
Was denkst Du jetzt, wie Du es mit den Tabletten machen wirst? Das war ja Deine Frage.
Liebe Grüße von Catie

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9. Juni 2016 um 12:25
In Antwort auf catie09

Das ist ..
... gut. Dass Du nicht alleine bist. Und Du kennst Menschen, die Dich verstehen. Frauen, die es selbst erlebt haben. Die es begreifen, dass man sich einfach nicht freuen kann, selbst wenn man wollte.
Und der Weg bisher, den Du beschreibst, und der so schmerzhaft für Dich war. Die Beratung für die "Erlaubnis" ... natürlich spricht der andere Mensch da etwas an, was auch in einem selbst da ist an Gefühl oder Gedanke und es ist ja schon schwer genug, das in sich selbst zu sortieren. Und die andere Person, die die "Erlaubnis" gibt, weiß ja nicht wirklich, was los ist und findet vielleicht nicht den Ton, der einen trösten könnte. Dazu ist oft nicht der Raum und die Zeit und das Vertrauen, über das wirkliche Gefühl zu reden. Irgendwo im Innersten bleibt man doch allein.
Du hast nun eine Stütze neben Dir und hast es so eingerichtet, dass es Dich nicht mehr belastet als ohnehin.
Was denkst Du jetzt, wie Du es mit den Tabletten machen wirst? Das war ja Deine Frage.
Liebe Grüße von Catie

Beratung
Das Beratungsgespräch empfand ich als das geringste Übel - die Dame dort hat mich auch keine Sekunde versucht unzustimmen- im Gegenteil , meine Beweggründe waren für sie absolut nachvollziehbar. Am schlimmsten empfand ich es beim Frauenarzt bei der Feststellung der SS, unangenehme Blicke als ich um die Überweisung zum Abbruch bat, unangenehm.
Die Tablette versuche ich zu umgehen, auch bei telefonischer Nachfrage gestern bei ProFamilia sagte man mir, dass es jeder Arzt unterschiedlich handhabt, z.B. Bei Erstgebärenden (bin ich nicht) oder und fortgeschrittener Schwangerschaft (ich 8SSW "nur") sollte sie eingenommen werden. Nichtsdestrotrotz habe ich mich vorsichtshalber mit Dolormin für Frauen und Ibuprofen 400 sowie Vomacur eingedeckt, falls ich heute Abend doch aus Panik vor etwaigen Verletzungen diesen 1. Schritt gehen werde.

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9. Juni 2016 um 12:38
In Antwort auf mirka_12670885

Beratung
Das Beratungsgespräch empfand ich als das geringste Übel - die Dame dort hat mich auch keine Sekunde versucht unzustimmen- im Gegenteil , meine Beweggründe waren für sie absolut nachvollziehbar. Am schlimmsten empfand ich es beim Frauenarzt bei der Feststellung der SS, unangenehme Blicke als ich um die Überweisung zum Abbruch bat, unangenehm.
Die Tablette versuche ich zu umgehen, auch bei telefonischer Nachfrage gestern bei ProFamilia sagte man mir, dass es jeder Arzt unterschiedlich handhabt, z.B. Bei Erstgebärenden (bin ich nicht) oder und fortgeschrittener Schwangerschaft (ich 8SSW "nur") sollte sie eingenommen werden. Nichtsdestrotrotz habe ich mich vorsichtshalber mit Dolormin für Frauen und Ibuprofen 400 sowie Vomacur eingedeckt, falls ich heute Abend doch aus Panik vor etwaigen Verletzungen diesen 1. Schritt gehen werde.

Viel Angst
Liebe Sternchen,
es ist viel Angst bei Dir dabei. Und Du hast versucht, alles möglichst "erträglich" oder sicher einzurichten. Was halt in Deiner Hand liegt. Du bist keine Erstgebärende. Hast Du in dem Zusammenhang Schlimmes zuvor erlebt? Ist für Dich deshalb auch die Vollnarkose so wichtig, dass Du nicht "dabei" bist?
Und der Arzt - hat er denn gar nicht nach Deiner (Seelen-)Lage gefragt? Sondern nur "geschaut".
Das bekümmert mich immer wieder sehr, wie die Medizin abkoppelt und den Menschen Leib und Seele "zerteilt". Der Gyn ist dann eben für "glückliche Schwangere" zuständig. Und dann doch wieder nur für das Körperliche. Es ist morgen nicht der gleiche Arzt, denke ich.
Ein Wort, eine Frage wäre einfach wirklich Zuwendung. Mehr als ein Blick, den man nur deuten kann.
Hast Du dann ein Kind oder mehrere? Schon älter?
Du hast Angst vor Verletzungen. Das ist das Schlimmste für Dich und das möchtest Du nach Möglichkeit vermeiden. Mir ist echt ganz weh ums Herz, wenn ich an Dich denke ... Es fühlt sich so an, als wärst Du nicht in einer Beziehung gut aufgehoben, heute abend allein ... - und daher auch die Abtreibung. Nicht aus Deinem eigenen Innersten heraus. Das ist wirklich sehr schwer. Für "in-den-Arm-nehmen" gibt es kein "Bildchen". Ich tue es in Worten.
Bei Dir in Gedanken!
Catie

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9. Juni 2016 um 13:02
In Antwort auf catie09

Viel Angst
Liebe Sternchen,
es ist viel Angst bei Dir dabei. Und Du hast versucht, alles möglichst "erträglich" oder sicher einzurichten. Was halt in Deiner Hand liegt. Du bist keine Erstgebärende. Hast Du in dem Zusammenhang Schlimmes zuvor erlebt? Ist für Dich deshalb auch die Vollnarkose so wichtig, dass Du nicht "dabei" bist?
Und der Arzt - hat er denn gar nicht nach Deiner (Seelen-)Lage gefragt? Sondern nur "geschaut".
Das bekümmert mich immer wieder sehr, wie die Medizin abkoppelt und den Menschen Leib und Seele "zerteilt". Der Gyn ist dann eben für "glückliche Schwangere" zuständig. Und dann doch wieder nur für das Körperliche. Es ist morgen nicht der gleiche Arzt, denke ich.
Ein Wort, eine Frage wäre einfach wirklich Zuwendung. Mehr als ein Blick, den man nur deuten kann.
Hast Du dann ein Kind oder mehrere? Schon älter?
Du hast Angst vor Verletzungen. Das ist das Schlimmste für Dich und das möchtest Du nach Möglichkeit vermeiden. Mir ist echt ganz weh ums Herz, wenn ich an Dich denke ... Es fühlt sich so an, als wärst Du nicht in einer Beziehung gut aufgehoben, heute abend allein ... - und daher auch die Abtreibung. Nicht aus Deinem eigenen Innersten heraus. Das ist wirklich sehr schwer. Für "in-den-Arm-nehmen" gibt es kein "Bildchen". Ich tue es in Worten.
Bei Dir in Gedanken!
Catie

Ich bin
seit über 3 Jahren in einer Beziehung. Als ich den positiven Test in der Hand hielt , wusste ich sofort, dass es jetzt nicht geht, es ist einfach der falsche Zeitpunkt...ja gibt es einen richtigen werden jetzt sicher viele denken....ich bin ein Mensch, der alles immer plant und dessen Leben komplett aus den Fugen läuft, wenn der Plan nicht aufgeht...mein Freund ist komplett gegen den Abbruch, sagt zwar es sei im Endeffekt meine Entscheidung und er denkt glaube ich auch, dass ich es nicht will, weil es von ihm sei ich ihm also keine Vaterqualitäten zutraue, was ja komplett paradox ist und nicht der Fall - es ist allein ein Problem, das ich mit mir habe.
Genau, ich habe bereits ein 9jähriges Kind, was jetzt quasi erstmal aus dem Gröbsten raus ist, was bald auf eine weiterführende Schule kommt und ich will jetzt zu diesem Zeitpunkt nicht wieder von 0 anfangen...heißt: Elternzeit, schlaflose Nächte, Doppel-bzw. Dreifachbelastung..es liegt hier auch nicht am Finanziellen...einzig allein der Zeitpunkt passt nicht und ich sehe da nichts schönes gerade und kann mich zu diesem Zeitpunkt nicht mit einer Schwangerschaft arrangieren...das ganze kann ich 2,3 Jahren anders aussehen, auch wenn wir unser Eigenheim haben und somit jetzt nicht alle Hebel in Gang setzen müssen für die Veränderung, sondern der Zeitpunkt und die Begebenheiten perfekt für mich sind

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