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Neuer Job - Schwangerschaft verschweigen (15+2)???

8. August 2007 um 23:36

Ohje, befinde mich in einem echten moralischen Konflikt...
bin schon seit März auf der Suche nach einem neuen Job - nun hab ich (endlich!!) etwas gefunden, zwar nicht mein Traumjob, aber immerhin endlich Arbeit.
Heute habe ich dann die telefonische Zusage bekommen und kann Freitag den Vertrag unterschreiben... (Job würde im September starten - dann bin ich schon in der 18+)
Im Bewerbungsgespräch habe ich nicht gesagt, dass ich schwanger bin (bin auch nicht gefragt worden, musste also auch nicht lügen). Ich fühl mich total unwohl dabei, die Schwangerschaft zu verschweigen und würde viel lieber mit offenen Karten spielen, aber auf der anderen Seite brauche ich den Job unbedingt und habe Angst, dass der AG einen Rückzieher macht, wenn ich sage, dass ich schwanger bin und Mitte/Ende Dez. schon wieder in den Mutterschutz gehen würde... Arrggh

Was würdet ihr machen??? Hat jemand eine ähnliche Situation erlebt?
DANKE für eure Antworten!!!

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8. August 2007 um 23:43

...
Klar hat der Arbeitgeber nicht nach einer Schwangerschaft gefragt. Das darf er auch gar nicht.

Du solltest es aber vor Vertragsunterzeichnung sagen. Gelten nicht für Schwangere bestimmte Reglungen? In meinem ehemaligem Betrieb mußten Schwangere ne halbe stunde früher gehen, da sie sonst die zulässige Tagesarbeitszeit überschritten hätten.

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8. August 2007 um 23:46

Hallo!!!
5

Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis

(1) Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Auf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden Mutter zu benachrichtigen. Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekanntgeben.



Hab ich gerade mal gegoogelt. Ist ein Auszug aus dem Mutterschutzgesetz, das Ganze kannst Du unter

http://www.geburtstermin.de/mutterschutzgesetz.htm-l

nachlesen. Der Arbeitgeber muss bestimmte Vorgaben nach diesem Gesetz erfüllen und das kann er nur, wenn er weiss, dass eine Mitarbeiterin schwanger ist.

Also zerbrech Dir nicht den Kopf, nach Mutterschutzgesetz musst Du als Angestellte Deinen Arbeitgeber über Deine Schwnagerschaft in Kenntnis setzen.

Viel Glück!!!

Ciao, taja1981

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8. August 2007 um 23:50

...rein rechtlich...
.. muss ich es nicht vor der Vertragsunterzeichung sagen. Informieren muss ich den AG natürlich schon irgendwann - wg der arbeitsrechtlichen Bestimmungen.
Ich hab halt Angst, dass wenn ich es vor der Vertragsunterzeichung sage, dass ich dann den Vertrag gar nicht erst bekomme. Fühl mich aber auch nicht gerade als moralischer Sieger, es zu verschweigen.
Mein Mann sagt, ich soll jetzt mal nur an mich denken und die Bedenken über Bord werfen. Sonst steh ich nachher doch wieder ohne Job da und hab von zuviel Ehrlichkeit auch nichts
Was meint ihr?

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9. August 2007 um 0:00

Hi
Ganz ehrlich? Ich würds sagen. Ich hätte ein viel zu schlechtes Gewissen. Außerdem, wenn er dann einen Rückzieher macht weißt du schon dass du ihn rein theoretisch verklagen könntest?? Da du ja schon die Zusage hattest. Ganz schwieriges Thema, aber ich könnte nicht mehr ruhig schlafen.
Ne Bekannte hat das vor Jahren verschwiegen und das ganze ging vor Gericht...
Liebe Grüße
Heike

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9. August 2007 um 0:59

Hallo
Also, ich würde es an deiner Stelle nicht sagen! Du kannst mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen das dich dein zukünftiger chef dann nämlich doch nicht einstellt....

Wer stell denn freiwillig ne schwangere ein, arbeitet sie ein und schickt sie danach in mutterschutz und in die elternzeit???!!! Keiner ist so blöd, glaub mir!
Du musst es deinem chef erst sagen wenn er dein chef ist, also NACH vertragsabschluss!
Der Kündigungsschutz gilt auch in der Probezeit, d.h. du hast den Job erstmal sicher. Allerdings musst du dir auch darüber klar werden das du, wenn du wieder nach der elternzeit dort arbeitest, keinen einfachen start haben wirst.

Ich wurde selbst in der Probezeit schwanger, mein chef hat mir, direkt nach dem er es wusste, gesagt das er mich kündigt sobald er es kann....
Schei*** egal, z.Zt. kann er es eben nicht, ich geh erst mal schön in die Elternzeit und danach fang ich eben woanders an!

Die entscheidung musst letztendlich du alleine treffen aber ne schwangere mit Job ist immer noch besser als ne schwangere ohne Job!

LG

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9. August 2007 um 4:42

Denke mal
wenn du es jetzt nicht sagst, sondern später - bist du raus. probezeit. oder gibts die da nicht?

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9. August 2007 um 8:56
In Antwort auf elbkind

...rein rechtlich...
.. muss ich es nicht vor der Vertragsunterzeichung sagen. Informieren muss ich den AG natürlich schon irgendwann - wg der arbeitsrechtlichen Bestimmungen.
Ich hab halt Angst, dass wenn ich es vor der Vertragsunterzeichung sage, dass ich dann den Vertrag gar nicht erst bekomme. Fühl mich aber auch nicht gerade als moralischer Sieger, es zu verschweigen.
Mein Mann sagt, ich soll jetzt mal nur an mich denken und die Bedenken über Bord werfen. Sonst steh ich nachher doch wieder ohne Job da und hab von zuviel Ehrlichkeit auch nichts
Was meint ihr?

Mir gehts genauso!
Ich habe am 16. ein Vorstellungstermin (und könnte gegebenenfalls am 20. anfangen) und weiss seit Freitag dass ich schwanger bin...bin nun noch ganz am Anfang und traue mich (nach 2 FG) ja kaum es irgendjemandem zu sagen, aber ist schon blöd, irgendwo anzufangen (jemandem vielleicht ne chance nehmen) und dann wieder gehen. Andererseits stehe ich wie schon gesagt wurde besser da mit Job... Ich bin ebenso ratlos!
Ist es wahr das der Kündigungsschutz auch in der Probezeit besteht???
Schlechtes Gewissen hab ich auch...aber ich muss auch an mich und den Wurm denken, oder???
Halt mich bitte auf dem laufenden...
Gruss Ginny

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9. August 2007 um 9:03
In Antwort auf rginny73

Mir gehts genauso!
Ich habe am 16. ein Vorstellungstermin (und könnte gegebenenfalls am 20. anfangen) und weiss seit Freitag dass ich schwanger bin...bin nun noch ganz am Anfang und traue mich (nach 2 FG) ja kaum es irgendjemandem zu sagen, aber ist schon blöd, irgendwo anzufangen (jemandem vielleicht ne chance nehmen) und dann wieder gehen. Andererseits stehe ich wie schon gesagt wurde besser da mit Job... Ich bin ebenso ratlos!
Ist es wahr das der Kündigungsschutz auch in der Probezeit besteht???
Schlechtes Gewissen hab ich auch...aber ich muss auch an mich und den Wurm denken, oder???
Halt mich bitte auf dem laufenden...
Gruss Ginny

Ja, der Kündigungsschutz besteht auch in der Probezeit.
Macht euch keinen Kopf, Mädels! Das Geld kommt eurem Baby zu Gute und nach der Elternzeit habt ihr auch erst mal nen Job. Das kleine Übel (Beichte beim Chef irgendwann) ist in wenigen Minuten/Stunden erledigt und danach dauert es doch nur noch ein paar Wochen und ihr seid weg. Nur kein schlechtes Gewissen.

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9. August 2007 um 12:52

Werd nix sagen...
Also wenn das so ist...hmmm....werd ich nix sagen und es steht ja auch ncht gar nicht fest, ob die mich überhaupt nehmen...weiss nicht genau ob ich es mir wünschen soll oder nicht...finanziell wärs klasse aber moralisch...und ausserdem ist da ja noch der Laden von meinem Freund...den ich mit meiner Freundin leite (unentgeldlich)...wird schon die richtige Entscheidung fallen!

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9. August 2007 um 13:05

Ne Freundin..
hats genauso gemacht wie du. Sie hat den Job angenommen und nach ein paar Wochen ihrem Chef gesagt, dass sie schwanger ist. Klar war er nicht begeistert, aber gut, das kann man sich ja denken.
Ich finde das kommt auf die Firma an. Bei so nem Kleinunternehmen würd es mir schwerer fallen, das durchzuziehen, als in einem großen Betrieb oder gar dem öffentl. Dienst, denn da können sie das Fehlen deiner Arbeitsleistung auch leichter wegstecken.

Ich versteh aber deine moralischen bedenken, die hätte ich auch. Aber anstatt arbeitslos zu sein, würde ich es auf jeden Fall durchziehen! Das bist du deinem Wurm allein schon schuldig.

Alles Liebe,
Bella 17ssw

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9. August 2007 um 13:07

Danke für Eure Meinungen!
Ich habe mich - trotz leichtem schlechtem Gewissen - dafür entschieden nichts zu sagen.

Rein rechtlich ist die Sache klar und ich bin auf der sicheren Seite:
1. Eine Schwangerschaft DARF verschwiegen werden
2. Es besteht ab Vertragsunterzeichung Kündigungsschutz (ausnahmslos auch in der Probezeit)

Die andere Sache ist die moralisch-zwischenmenschliche. Ich will natürlich meinen zukünftigen AG nicht enttäuschen oder von Anfang an den Eindruck machen, man könne sich auf mich nicht verlassen oder mir nicht vertrauen...

ABER:
ich denke Heike, Kitty0911 und fantab haben recht - zuviel Uneigennützigkeit führt wahrscheinlich zum Eigentor:
kein Job, weniger Geld (und Elterngeld), kein Job nach der Elternzeit... und das alles obwohl man im Recht ist, aber auf die Befindlichkeiten des AG Rücksicht nehmen will? Ich glaub die meisten Männer würden sich kaputtlachen über soviel Kopfzerbrecherei und an unserer Stelle nicht mal mit der Wimper zucken...
Alle Welt schreit, dass wir zu wenig Kinder kriegen und wir überlegen echt, ob wir nicht lieber arbeitslos sind, als den Chef zu verärgern... je länger ich drüber nachdenke, um so mehr Ärger ich mich, dass ich überhaupt ein schlechtes Gewissen habe.

@ Ginny: ich drück' Dir erstmal die Daumen für Dein Vorstellungsgespräch!
Ich hatte letztes Jahr auch eine FG und für mich war in den ersten drei Monaten ganz klar, dass ich bei Vorstellungsgesprächen nichts sagen würde. Das lässt sich ja auch gut begründen. FG sind schließlich sehr häufig und sich Chancen zu verbauen, bevor die "brenzlige" Zeit vorbei ist macht ja gar keinen Sinn. Ich bin nun "schon" in der 16ten Woche und dann wird's langsam schwieriger zu erklären, man hätte erstmal abwarten wollen...

Ganz lieben Dank für Eure Meinungen, ihr habt mir bei der Entscheidungsfindung echt geholfen!
Bin gespannt, ob noch jemand Erfahrungen gemacht hat, wie der Chef dann reagiert hat...

Ganz liebe Grüße,
Elbkind

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9. August 2007 um 20:20
In Antwort auf elbkind

...rein rechtlich...
.. muss ich es nicht vor der Vertragsunterzeichung sagen. Informieren muss ich den AG natürlich schon irgendwann - wg der arbeitsrechtlichen Bestimmungen.
Ich hab halt Angst, dass wenn ich es vor der Vertragsunterzeichung sage, dass ich dann den Vertrag gar nicht erst bekomme. Fühl mich aber auch nicht gerade als moralischer Sieger, es zu verschweigen.
Mein Mann sagt, ich soll jetzt mal nur an mich denken und die Bedenken über Bord werfen. Sonst steh ich nachher doch wieder ohne Job da und hab von zuviel Ehrlichkeit auch nichts
Was meint ihr?

Mhhh...
...naja. Ist schon ein echtes Dilemma. Grad in der heutigen Zeit. Und den AG kann man auch nicht durchschauen. Wie hast Du es denn danach geplant? Ich will darauf hinaus, dass Du ja evtl., wenn Du echt ein zu schlechtes Gewissen haben solltest, in einem Gespräch auch die restlichen Sachen klärst und darlegst, dass Du, falls Du Dir das so gedacht haben solltest, zB. sagen könntest, dass Du vor hast, während diesem Jahr doch noch nebenbei zu arbeiten. Nur mal so als Beispiel. Denn das ist ja das, was die AGs am meisten abschreckt. Kaum eingestellt und schon wieder weg. Dann muss ja auch noch das Geld der Mutterschutzfrist von ihm gezahlt werden und dann nicht zu vergessen: das Babe-chen wird krank. Hättest Du evtl. jemanden, der aufpassen könnte oder so? Irgendwas, wo Du dem AG die Ängste nimmst? Dann könnte es evtl. auch für Dich leichter werden. Die andere Sache ist: es wird rauskommen, dass Dus schon eher gewußt hast und dann könnte der AG sich schon hintergangen fühlen. Wie heißt es so schön: ein Teufelskreis. Aber eines weiß ICH aus Erfahrung: mit Frischling nen Job finden ist höllisch schwer.

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9. August 2007 um 20:21
In Antwort auf yve120975

Mhhh...
...naja. Ist schon ein echtes Dilemma. Grad in der heutigen Zeit. Und den AG kann man auch nicht durchschauen. Wie hast Du es denn danach geplant? Ich will darauf hinaus, dass Du ja evtl., wenn Du echt ein zu schlechtes Gewissen haben solltest, in einem Gespräch auch die restlichen Sachen klärst und darlegst, dass Du, falls Du Dir das so gedacht haben solltest, zB. sagen könntest, dass Du vor hast, während diesem Jahr doch noch nebenbei zu arbeiten. Nur mal so als Beispiel. Denn das ist ja das, was die AGs am meisten abschreckt. Kaum eingestellt und schon wieder weg. Dann muss ja auch noch das Geld der Mutterschutzfrist von ihm gezahlt werden und dann nicht zu vergessen: das Babe-chen wird krank. Hättest Du evtl. jemanden, der aufpassen könnte oder so? Irgendwas, wo Du dem AG die Ängste nimmst? Dann könnte es evtl. auch für Dich leichter werden. Die andere Sache ist: es wird rauskommen, dass Dus schon eher gewußt hast und dann könnte der AG sich schon hintergangen fühlen. Wie heißt es so schön: ein Teufelskreis. Aber eines weiß ICH aus Erfahrung: mit Frischling nen Job finden ist höllisch schwer.

Ach ja...
.. sollte es ein Job sein, wo eine gesundheitliche Gefährdung bestehen könnte, müsstest Du es sagen.

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9. August 2007 um 20:36

Wiedereinstieg
dieses "Problem" habe ich bei diesem Job nicht...denn es wäre ein befristeter Vertrag bis juni 2008 (ET 12.4.), aber das macht es auch schwieriger, denn ich habe keine Chance etwas "wiedergutzumachen"...
Seufz bin gespannt wies ausgeht...
LG

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9. August 2007 um 20:39

Hmm
Ich hätte auch ne Ausbildungstelle gehabt, ab august. hab sie aber nicht genommen eben deshalb weil ich des sch*** find außerdem muss man ja mal wieder in betrieb arbeiten gehen

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