Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Nackentransparenz

Nackentransparenz

3. Mai 2015 um 21:35 Letzte Antwort: 4. Mai 2015 um 8:21

Hallihallo,

was haltet ihr von der Messung der Nackentransparenz?
Werdet ihr diese Untersuchung durchführen lassen?

Freue mich über Antworten.

Mehr lesen

3. Mai 2015 um 21:53

Hallo Jesses
Ja, das kann ich verstehen. Ich habe da im Moment noch gar kein Gefühl dafür, ob es gesund sein könnte oder nicht. Ich habe eher Angst davor, wenn herauskommt, dass das Kind krank sein könnte, dass man sich dann anfängt Gedanken zu machen, will ich es oder will ich es nicht. Oder im schlimmsten Fall ein doch gesundes Kind abzutreiben. Ich finde das ist eine ganz schwierige Frage.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
3. Mai 2015 um 21:54

Das
kommt darauf an, welche Konsequenzen man daraus ziehen würde.

Ich habe es nicht machen lassen, weilich mein Kind auch bei einem Befund nicht abgetrieben hätte.

Diese Untersuchung alleine ist sehr ungenau und nur die Spitze des Eisberges. Es geht um wenige Millimeter und je nach US-Gerät und Können des Arztes kommen ganz verschiedene Werte zustande. Um einen Verdacht zu überprüfen, sind also weitere Untersuchungen notwendig, die nicht nur lange Wartezeiten haben (zwei unendliche Wochen und mehr!), sondern auch potenziell gefährlich für das Ungeborene sein können (zB. das FG-Risiko bei einer Fruchtwasseruntersuchung).

Wenn du für dich entscheidest, dass du auch ein Kind zB. mit Trisomie 21 lieben und aufziehen würdest, würde ich es nicht tun und die SS genießen. Anzeichen kann man auch im Entwicklungsverlauf über US erkennen. Wenn für dich der Gedanke an ein solches Kind nicht in Frage kommt, solltest du die Untersuchung schnellstmöglich machen lassen und dann die nächsten Schritte einleiten.

Auf Youtube gibt es einige gute Infosendungen zum Thema "Leben mit Downsyndrom", diese hatten mich damals bei der Entscheidungsfindung unterstützt.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
4. Mai 2015 um 8:21

Nein,
Es muss bei der Frage nicht *nur* um Abtreibung gegen, aber Fakt ist, dass 95% der Mütter bei einer Trisomie abtreiben lassen. Daher finde ich es nur vernünftig, wenn man schon vorher (als noch "Unbeteiligter" halbwegs objektiv) Konsequenzen aus einem positiven Befund zieht. Hinterher halte ich es für Viel schwieriger, da man emotional eine Menge zu verarbeiten hat.

Es wurde auch schon erwähnt, dass es im Leben eines Menschen (eines Kindes) immer zu Behinderungen kommen kann.

"Vorbereiten auf ein Kind mit Down Syndrom"... Jein. Spricht sicher für die Eltern, aber ich halte es für fast unmöglich. Ich kann mir noch nicht mal wirklich realistisch ein Leben mit einem gesunden Säugling vorstellen, noch weniger, wie es mit einem Trisomie 21 Kind sein würde.

Ich bin Ergotherapeutin mit Berufserfahrung mit verschiedensten körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, aber kein Fall ist gleich und niemand kann das Ausmaß der Erkrankung und die Belastung für den Patienten oder seine Angehörigen vorhersagen.

Es gibt auch nicht "Das Down Syndrom" nach Schema F, was eine Vorbereitung zusätzlich erschwert.

Zu guter Letzt muss man auch den Druck der Geschellschaft berücksichtigtigen, so blöd das auch klingt. Ein "solches Kind" ist "vermeidbar", die Eltern "selber schuld". In einer Welt, in der schon das Stillen als "nicht mehr nötig" angesehen wird, brauchen Eltern, die sich bewusst für ein Kind mit Behinderung entscheiden ein unglaublich dickes Fell... grade in Momenten, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind... Traurig.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest