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Nackenfaltenmessung?

12. Oktober 2004 um 9:35

Hallo,

ich bin in der 9. SSW, am Do in der 10. Mein Arzt hat mir den Vorschlag gemacht, eine Nackenfaltenmssung machen zu lassen. Ich bin da aber etwas hin- und hergerissen, ob ich sie wirklich tun sollte. Wenn, dann müßte ich mich ja jetzt schnell mal anmelden. Allerdings habe ich auf der Homepage der empfohlenen Ärzte gelesen, daß dies 125,00 kostet.

Wie steht Ihr zu diesem Thema?

Einerseits würde ich es machen wollen, andererseits habe ich auch etwas Schieß davor bzw. vorm Ergebnis.

Ach, ich bin im Moment so unentschlossen. Vielleicht könnt Ihr mir bei meiner Entscheidungsfindung etwas helfen!?

Vielen Dank und LG Conny

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12. Oktober 2004 um 10:40

Hallo conny...
... bei mir wurde diese untersuchung automatisch und gratis vom arzt gemacht! ich komm aber aus österreich, kann sein das es hier eben anders ist. oder hast du einen privat arzt?
ich denke schon das diese untersuchung wichtig ist, da es ja eine sehr gute möglichkeit ist um zu sagen ob etwas nicht in ordnung ist.
bei dieser untersuchung kann man anhand der nackenfalte des babys sagen ob es vielleicht eine spätere behinderung geben könnte, wenn die falte nicht so aussieht wie sie sollte dann wird ein fruchtwasser test gemacht! (diese methode ist natürlich keine 100%ige garantie das etwas nicht in ordnung, oder das eben alles in ordnung ist) man kann die untersuchung nur in einer zeit der schwangerschaft machen ( ca. 13ssw)
ich finde es sehr schade das man diese untersuchung bei euch bezahlen muss, und noch dazu so viel! müsst ihr auch für ultraschall untersuchungen zahlen? bei uns kostet eine ultraschalluntersuchung EUR 23.00 und für ein bildchen bezahlt man EUR 3.00
(2 ultraschallunters. werden von der krankenkasse gezahlt, der rest ist bei uns selbst zu bezahlen)

liebe grüße
ines

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12. Oktober 2004 um 10:48

Habe ich auch machen lassen
Hallo Conny,
Ich habe die Nackenfaltenmessung vor ca. einem Monat gemacht.
Ob ich es nochmal machen würde, glaube ich nicht.
Ich habe auch lange überlegt, aber mein Mann hat dann gesagt ich solle es doch machen um danach beruhigter zu sein.
Meine Untersuchung hat 190 gekostet !!!
Der Nachteil ist , dass es nur einen evtl. vorliegenden down Syndrom ermitteln kann. Sagt Dir down Syndrom was ?...Einige kennen es unter Mongolismus, d.h anhand dieser Untersuchung kann der Arzt rausfinden wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das man ein Kind mit down Syndrom bekommt. Sollte die Wahrscheinlichkeit hoch sein, kann man anschließend noch eine Fruchtwasser Untersuchung machen, die ziemlich genau ist aber leider 1 % der Frauen dadurch eine Fehlgeburt erleiden !
Ich habe aber auch gehört, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist wenn man bisher noch keinen down Syndrom Fall in der Familie hatte.
Mach es...wenn Du dadurch denkst deine Schwangerschaft beruhigter zu geniessen.
Ich würde es nicht mehr machen.
Lieben gruss
Sissy

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12. Oktober 2004 um 12:10

Bin auch unsicher
Hallo liebe Conny,

stehe vor dem gleichen Problem wie Du. Bin in der 11. SSW und mein Arzt hat mir die Nackenfaltenmessung auch empfohlen, d.h. er hat mit mir darüber geredet. Hilfe! Bin genauso unsicher was ich tun soll. Ein wirkliches Ergebnis bringt die Untersuchung ja nicht wirklich. Und ziemlich teuer ist es auch.

Melly

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12. Oktober 2004 um 13:14

Ich habs gemacht!
Hallo Conny,

ich habe diese spezielle Untersuchung zur Nackenfaltenmessung (First Trimester Screening) gemacht, obwohl es mich auch 185 EUR gekostet hat und ich bin froh darüber. Es war zwar sehr teuer, aber ich hatte schon etwas Panik wegen dem Down-Syndrom, zumal ich schon 32 bin. Damit gehöre ich zwar noch nicht zur direkten Risikogruppe, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon erhöht.

Meine Wahrscheinlichkeit für ein Down-Syndrom-Kind hat sich jedoch von 1:450 auf 1:3300 verringert, da die Nackenfalte unauffällig war und auch das Nasenbein schon ziemlich ausgeprägt ist (Kinder mit Down-Syndrom haben ja meist auch ein wenig ausgeprägtes Nasenbein, das wird dann auch gemessen).

Abgesehen von der Beruhigung, die ich nach der Untersuchung hatte, war das eine tolle Stunde bei der Untersuchung, denn der Spezialist war super ausgestattet. Das Ultraschallgerät ist sehr viel besser als das normale beim Frauenarzt. Dann war das Gerät angeschlossen an einen Superfernseher mit mind. 1 Meter Durchmesser und man konnte das Baby richtig gut sehen. Wir konnten die einzelnen Finger sehen, das Rückgrat und sogar das Gehirn unter den beiden Schädelplatten. Das war super faszinierend. Und man konnte sehen, wie sich unser Krümel bewegt hat. Der Arzt konnte dann sogar sehen, dass der Magen da ist und alles in Ordnung ist, ob bei der Nabelschnur die beiden Adern in Ordnung sind (die Baby und Mutter verbinden) etc. Allein dafür hat sich die Untersuchung schon gelohnt, denn so eine ausführliche Untersuchung kriegt man beim normalen Frauenarzt wohl nicht.

Aber du musst entscheiden, ob du die Gewissheit haben willst. Ich hab mir gesagt: was ist, wenn du es jetzt nicht machst und dann machst du dir später Vorwürfe, es nicht gemacht zu haben. Die Entscheidung muss jeder selber treffen, denke ich. Für mich war es aber die ungefährlichste Variante, um zu prüfen, ob der Krümel gesund ist (bis auf genetische Krankheiten, die kann man so natürlich nicht testen), deshalb habe ich es gemacht.

Gruß Jemima

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12. Oktober 2004 um 15:30

Und was dann?
Wenn du Angst vor dem Ergebnis hast, ist das schon ganz schlecht. Die Untersuchung kann dir nur einen statistischen Wert liefern, ob dein Kind ein Down-Syndrom hat oder nicht. Ob es tatsächlich so ist, steht dann noch immer nicht fest. Hast du dir denn mal Gedanken darüber gemacht, was du tun wirst, wenn dein Untersuchungsergebnis nicht wie gewünscht ausfällt? Hast du Herz genug, abzutreiben, weil dein Kind eine Behinderung hat?

Ich habe mir das vorher überlegt, wie ich reagieren würde. Und nachdem wir (mein Mann und ich) uns überlegt haben, dass wir auch ein behindertes Kind annehmen wollen, haben wir uns gegen eine Nackenfaltenmessung entschieden.

Und ich denke, bevor du dir darüber nicht im Klaren bist, wie du zu einer Behinderung bei deinem Kind stehst, kannst du die Entscheidung treffen, ob du eine solche Untersuchung machen möchtest.

Liebe Grüße

Heike

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15. Oktober 2004 um 21:37

Info-Angebot für alle Interessierten
Messung der Nackentransparenz / NT-Screening (NT = nuchal translucency)

Diese Untersuchung wird oft mit dem Double-Test kombiniert und zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche per Ultraschall durchgeführt: Anhand der gemessenen Nackendichte des Babys, des Alters der Schwangeren, der Scheitelsteißlänge des Kindes (mindestens 38 Millimeter) und der Schwangerschaftswoche wird durch ein Computerprogramm eine individuelle Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit einer Chromosomenbesonderheit (insbesondere Down-Syndrom / Trisomie 21) berechnet.

Die Nackentransparenz (Nackendichte) des Babys entsteht durch eine Flüssigkeitsansammlung, die im Ultraschall wie jede Flüssigkeit schwarz und damit transparent erscheint. Die Untersuchung unterscheidet sich für die Schwangere vom Ablauf her nicht von sonstigen Ultraschalluntersuchungen.

Der Befund, dass ein Baby eine außergewöhnliche Nackentransparenz aufweist, hat an sich keinen Krankheitswert: Bei einigen Kindern mit einer Chromosomenbesonderheit ist der Nackenbereich allerdings in dem Maße auffällig, dass die Werte als Hinweis (als sogenannter Softmarker) auf eine Behinderung angesehen werden.

Die Besonderheit allein ist jedoch nie (!) eine Diagnose für eine Erkrankung oder Behinderung des Kindes, denn sie tritt durchaus auch bei Kindern auf, die gesund bzw. nicht behindert sind: Bei statistisch gesehen jedem 8ten NT-Screening werden erhöhte Werte beim Baby festgestellt, aber nur in etwa 10 von 100 Fällen werden bei weiterführenden Untersuchungen Besonderheiten mit eigenem Krankheitswert ausgemacht.

Die Untersuchung gibt neben einer Wahrscheinlichkeitsangabe für ein Kind mit einem Down-Syndrom mitunter auch Hinweise auf nicht unbedingt chromosomal bedingte Besonderheiten wie z.B. Herzfehler oder Fehlbildungen anderer Organe des Babys, die ebenfalls geschalt werden können. Dies kann hilfreich sein, um das Kind angemessen versorgen zu können, sowohl vor- als auch nachgeburtlich.

Durch ein NT-Screening erhält man keine (!) Diagnose bezüglich einer Chromosomenbesonderheit, sondern lediglich eine Wahrscheinlichkeitsangabe, deren Aussagekraft ggf. durch eine invasive Untersuchung (z.B. Amniozentese) abgeklärt werden müsste!


Ihr Lieben!

Ich habe im Studium eine Zusammenstellung pränataldiagnostischer Methoden erarbeitet. Sie ist sehr ausführlich, geht auf die gängigen Untersuchungen ein sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderung. Sie ist für medizinische Laien geschrieben und daher gut verständlich.

Ich möchte sieaber nicht komplett ins Forum setzten, weil der Text zum einen recht lang ist und zum anderen nicht meine persönliche Meinung wiedergibt, sondern schon ein Sachtext ist, nach dem jeder selbst entscheiden kann, war er für sinnvoll erachtet.

Ich verschicke ihn gerne und natürlich kostenlos als Mailanhang. Wenn Interesse besteht, kann man sich über lebenshilfenrw@gmx.de mir in Verbindung setzten.

Von denjenigen, denen ich den Text zugeschickt habe, habe ich nebenbei bemerkt ausnahmslos positive Rückmeldungen bekommen und das Feedback, dass ihnen die Infos bei der Entscheidungsfindung eine große Hilfe waren.


Dies sind die Themen der Zusammenstellung:

- Allgemeines zur Pränataldiagnostik (PD)
- Fragen zur Entscheidungsfindung
- Beratung zu Fragen der PD
- Messung der Nackentransparenz (NT-Screening)
- Double-Test
- Schwangerschaftsabbruch nach der 16. SSW
- Triple-Test (MoM-Test)
- (Farb-) Doppler-Ultraschall
- Feinultraschall (Organscreening)
- 3D-Ultraschall & 4D-Ultraschall
- invasive PD: Allgemeines
- Chorionzottenbiopsie
- Amniozentese (AC / Fruchtwasseruntersuchung)
- pränataler Schnelltest (FISH-Test)
- Nabelschnurpunktion
- PD bei Mehrlingsschwangerschaften
- Links


Wenn Fragen offen bleiben oder auch neu aufgeworfen werden, die vielleicht nicht unbedingt im Forum besprochen werden sollen, kann man sich gerne per eMail an mich wenden. Speziell auf den Gebieten Down-Syndrom (Trisomie 21) und andere Formen von (genetisch bedingten) Behinderungen helfe ich gerne weiter, wenn ich kann

Herzliche Grüße und euch und euren Kleinchen alles Gute!
Sabine

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19. April 2006 um 17:14

Nackenfaltenmessung
Hallöchen!

Ich bin gerade in der neunten und ab morgen in der 10. SSW. Mein Arzt hat mir auch den selben Vorschlag zu der Nackenfaltenmessung gemacht. Habe mich diese Woche auch angemeldet! Natürlich sind es immense kosten, aber diese Untersuchung wollte ich schon machen. Eine Fruchtwasseruntersuchung kommt für mich aber auf keinen Fall in Frage!

Die Nackenfaltenmessung wird bei mir am 15.05. gemacht (also in der 11. SSW)!

Wie ist deine Entscheidung? Machst du die NFM oder nicht? Falls ja, kannst mich ja informieren, wie es ausgegangen ist!

LG Jackie

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19. April 2006 um 21:29

Wir haben es gemacht
Hallo Conny,

ich habe die Untersuchung vor 14 Tagen gemacht (in der 12. SSW). Bei mir hat die Untersuchung jedoch nur 24,75 gekostet. War ja sehr viel günstiger als bei Dir.

Wir haben uns vorher kaum Gedanken darüber gemacht, was wir machen, wenn die Untersuchung Auffälligkeiten aufweist. Wir haben es auf uns zu kommen lassen, und hätten später entschieden, wie es dann weitergeht. Aber ich hätte mir wahrscheinlich schreckliche Vorwürfe gemacht, wenn man später ein krankes Kind hat, und hat die Untersuchung nicht gemacht. Ich hätte mich dann lieber bewußt für ein krankes Kind entscheiden wollen.

Bei uns ist aber alles i.O. Ich habe die Nacht vorher jedoch auch sehr unruhig geschlafen. Jetzt freuen wir uns einfach.

Alles Gute

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3. Juli 2006 um 21:49
In Antwort auf sabin10

Info-Angebot für alle Interessierten
Messung der Nackentransparenz / NT-Screening (NT = nuchal translucency)

Diese Untersuchung wird oft mit dem Double-Test kombiniert und zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche per Ultraschall durchgeführt: Anhand der gemessenen Nackendichte des Babys, des Alters der Schwangeren, der Scheitelsteißlänge des Kindes (mindestens 38 Millimeter) und der Schwangerschaftswoche wird durch ein Computerprogramm eine individuelle Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit einer Chromosomenbesonderheit (insbesondere Down-Syndrom / Trisomie 21) berechnet.

Die Nackentransparenz (Nackendichte) des Babys entsteht durch eine Flüssigkeitsansammlung, die im Ultraschall wie jede Flüssigkeit schwarz und damit transparent erscheint. Die Untersuchung unterscheidet sich für die Schwangere vom Ablauf her nicht von sonstigen Ultraschalluntersuchungen.

Der Befund, dass ein Baby eine außergewöhnliche Nackentransparenz aufweist, hat an sich keinen Krankheitswert: Bei einigen Kindern mit einer Chromosomenbesonderheit ist der Nackenbereich allerdings in dem Maße auffällig, dass die Werte als Hinweis (als sogenannter Softmarker) auf eine Behinderung angesehen werden.

Die Besonderheit allein ist jedoch nie (!) eine Diagnose für eine Erkrankung oder Behinderung des Kindes, denn sie tritt durchaus auch bei Kindern auf, die gesund bzw. nicht behindert sind: Bei statistisch gesehen jedem 8ten NT-Screening werden erhöhte Werte beim Baby festgestellt, aber nur in etwa 10 von 100 Fällen werden bei weiterführenden Untersuchungen Besonderheiten mit eigenem Krankheitswert ausgemacht.

Die Untersuchung gibt neben einer Wahrscheinlichkeitsangabe für ein Kind mit einem Down-Syndrom mitunter auch Hinweise auf nicht unbedingt chromosomal bedingte Besonderheiten wie z.B. Herzfehler oder Fehlbildungen anderer Organe des Babys, die ebenfalls geschalt werden können. Dies kann hilfreich sein, um das Kind angemessen versorgen zu können, sowohl vor- als auch nachgeburtlich.

Durch ein NT-Screening erhält man keine (!) Diagnose bezüglich einer Chromosomenbesonderheit, sondern lediglich eine Wahrscheinlichkeitsangabe, deren Aussagekraft ggf. durch eine invasive Untersuchung (z.B. Amniozentese) abgeklärt werden müsste!


Ihr Lieben!

Ich habe im Studium eine Zusammenstellung pränataldiagnostischer Methoden erarbeitet. Sie ist sehr ausführlich, geht auf die gängigen Untersuchungen ein sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderung. Sie ist für medizinische Laien geschrieben und daher gut verständlich.

Ich möchte sieaber nicht komplett ins Forum setzten, weil der Text zum einen recht lang ist und zum anderen nicht meine persönliche Meinung wiedergibt, sondern schon ein Sachtext ist, nach dem jeder selbst entscheiden kann, war er für sinnvoll erachtet.

Ich verschicke ihn gerne und natürlich kostenlos als Mailanhang. Wenn Interesse besteht, kann man sich über lebenshilfenrw@gmx.de mir in Verbindung setzten.

Von denjenigen, denen ich den Text zugeschickt habe, habe ich nebenbei bemerkt ausnahmslos positive Rückmeldungen bekommen und das Feedback, dass ihnen die Infos bei der Entscheidungsfindung eine große Hilfe waren.


Dies sind die Themen der Zusammenstellung:

- Allgemeines zur Pränataldiagnostik (PD)
- Fragen zur Entscheidungsfindung
- Beratung zu Fragen der PD
- Messung der Nackentransparenz (NT-Screening)
- Double-Test
- Schwangerschaftsabbruch nach der 16. SSW
- Triple-Test (MoM-Test)
- (Farb-) Doppler-Ultraschall
- Feinultraschall (Organscreening)
- 3D-Ultraschall & 4D-Ultraschall
- invasive PD: Allgemeines
- Chorionzottenbiopsie
- Amniozentese (AC / Fruchtwasseruntersuchung)
- pränataler Schnelltest (FISH-Test)
- Nabelschnurpunktion
- PD bei Mehrlingsschwangerschaften
- Links


Wenn Fragen offen bleiben oder auch neu aufgeworfen werden, die vielleicht nicht unbedingt im Forum besprochen werden sollen, kann man sich gerne per eMail an mich wenden. Speziell auf den Gebieten Down-Syndrom (Trisomie 21) und andere Formen von (genetisch bedingten) Behinderungen helfe ich gerne weiter, wenn ich kann

Herzliche Grüße und euch und euren Kleinchen alles Gute!
Sabine

Risiko für eine erneute Trisomie 21
Hallo Sabine,
ich bin heute durch Zufall auf Deinen Beitrag gestoßen. Hast Du in Deinem Studium während Du Dich mit Pränataldiagnostik beschäftigt hast auch mitbekommen, wie hoch das Risiko für ein zweites Trisomie21-Kind ist ??? Diese Info wäre mit extrem hilfreich.
Ich/wir habe(n) eine schlimme Zeit hinter uns:
11 SSW, Diagnose: erhöhte Nackentransparenz im Ulraschall, Nackenfaltenmessung im Krankenhaus, Chorionzottenbiopsie, Ergebnis: Trisomie 21 mit dem hohen Risiko schwerster Behinderungen, da unser Fötus ein massives Nackenödem hatte, das wuchs. Wir entschieden uns nach ganz schlimmen Tagen und Nächten, die Schwangerschaft abzubrechen. Ich war letzte Wochen im Krankenhaus.
Daher die Frage: Was wäre, sollten wir je nochmals den Mut für ein 2. Kind haben, mit dem erneuten Riskio einer Fehlbildung ??
Es wäre mir echt hilfreich, wenn Du mir antworten würdest. Danke.

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22. Mai 2007 um 20:28
In Antwort auf sabin10

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Messung der Nackentransparenz / NT-Screening (NT = nuchal translucency)

Diese Untersuchung wird oft mit dem Double-Test kombiniert und zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche per Ultraschall durchgeführt: Anhand der gemessenen Nackendichte des Babys, des Alters der Schwangeren, der Scheitelsteißlänge des Kindes (mindestens 38 Millimeter) und der Schwangerschaftswoche wird durch ein Computerprogramm eine individuelle Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit einer Chromosomenbesonderheit (insbesondere Down-Syndrom / Trisomie 21) berechnet.

Die Nackentransparenz (Nackendichte) des Babys entsteht durch eine Flüssigkeitsansammlung, die im Ultraschall wie jede Flüssigkeit schwarz und damit transparent erscheint. Die Untersuchung unterscheidet sich für die Schwangere vom Ablauf her nicht von sonstigen Ultraschalluntersuchungen.

Der Befund, dass ein Baby eine außergewöhnliche Nackentransparenz aufweist, hat an sich keinen Krankheitswert: Bei einigen Kindern mit einer Chromosomenbesonderheit ist der Nackenbereich allerdings in dem Maße auffällig, dass die Werte als Hinweis (als sogenannter Softmarker) auf eine Behinderung angesehen werden.

Die Besonderheit allein ist jedoch nie (!) eine Diagnose für eine Erkrankung oder Behinderung des Kindes, denn sie tritt durchaus auch bei Kindern auf, die gesund bzw. nicht behindert sind: Bei statistisch gesehen jedem 8ten NT-Screening werden erhöhte Werte beim Baby festgestellt, aber nur in etwa 10 von 100 Fällen werden bei weiterführenden Untersuchungen Besonderheiten mit eigenem Krankheitswert ausgemacht.

Die Untersuchung gibt neben einer Wahrscheinlichkeitsangabe für ein Kind mit einem Down-Syndrom mitunter auch Hinweise auf nicht unbedingt chromosomal bedingte Besonderheiten wie z.B. Herzfehler oder Fehlbildungen anderer Organe des Babys, die ebenfalls geschalt werden können. Dies kann hilfreich sein, um das Kind angemessen versorgen zu können, sowohl vor- als auch nachgeburtlich.

Durch ein NT-Screening erhält man keine (!) Diagnose bezüglich einer Chromosomenbesonderheit, sondern lediglich eine Wahrscheinlichkeitsangabe, deren Aussagekraft ggf. durch eine invasive Untersuchung (z.B. Amniozentese) abgeklärt werden müsste!


Ihr Lieben!

Ich habe im Studium eine Zusammenstellung pränataldiagnostischer Methoden erarbeitet. Sie ist sehr ausführlich, geht auf die gängigen Untersuchungen ein sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderung. Sie ist für medizinische Laien geschrieben und daher gut verständlich.

Ich möchte sieaber nicht komplett ins Forum setzten, weil der Text zum einen recht lang ist und zum anderen nicht meine persönliche Meinung wiedergibt, sondern schon ein Sachtext ist, nach dem jeder selbst entscheiden kann, war er für sinnvoll erachtet.

Ich verschicke ihn gerne und natürlich kostenlos als Mailanhang. Wenn Interesse besteht, kann man sich über lebenshilfenrw@gmx.de mir in Verbindung setzten.

Von denjenigen, denen ich den Text zugeschickt habe, habe ich nebenbei bemerkt ausnahmslos positive Rückmeldungen bekommen und das Feedback, dass ihnen die Infos bei der Entscheidungsfindung eine große Hilfe waren.


Dies sind die Themen der Zusammenstellung:

- Allgemeines zur Pränataldiagnostik (PD)
- Fragen zur Entscheidungsfindung
- Beratung zu Fragen der PD
- Messung der Nackentransparenz (NT-Screening)
- Double-Test
- Schwangerschaftsabbruch nach der 16. SSW
- Triple-Test (MoM-Test)
- (Farb-) Doppler-Ultraschall
- Feinultraschall (Organscreening)
- 3D-Ultraschall & 4D-Ultraschall
- invasive PD: Allgemeines
- Chorionzottenbiopsie
- Amniozentese (AC / Fruchtwasseruntersuchung)
- pränataler Schnelltest (FISH-Test)
- Nabelschnurpunktion
- PD bei Mehrlingsschwangerschaften
- Links


Wenn Fragen offen bleiben oder auch neu aufgeworfen werden, die vielleicht nicht unbedingt im Forum besprochen werden sollen, kann man sich gerne per eMail an mich wenden. Speziell auf den Gebieten Down-Syndrom (Trisomie 21) und andere Formen von (genetisch bedingten) Behinderungen helfe ich gerne weiter, wenn ich kann

Herzliche Grüße und euch und euren Kleinchen alles Gute!
Sabine

Komme gerad von der Untersuchung
Hallo, ich komme gerade von der Nackenfaltenmessung und bin mit meinem Latein erstmal am Ende. Die Messung ergab einen Wert von 2,7mm ( bis 2,5mm ist wohl normal) Ich weiß gerad nicht, wie ich nun mit dem Wert umgehen soll. Der Arzt meinte, noch die Blutuntersuchung abwarten und dann Fruchtwasseruntersuchung oder nicht...bin echt überfordert und total durch den Wind. Mein Risiko ist im Moment 1:156 durch diese Untersuchung, heißt das, dass eigentlich trotzdem noch alles ok sein kann? Hätte ich diese Untersuchung bloß nicht gemacht...Ich bin echt am Ende. Hat jemand Erfahrung damit?

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20. Oktober 2007 um 17:04

Hallo
hallo, habe diese woche eine nackenfaltenmessung gemacht, wurde mir aufgrund meines alters ( 36 ) empfohlen. Das Ergebnis war ernüchternt, bzw. wenig aussagekräftig. Hätte ich mir wohl sparen können, das ist mir echt zu wischiwaschi, 1:316 stehen die chancen auf down- syndrom. Der doc gab das alter ein und hat beim absolut zappeligen Baby ( 13. Woche ) wild im Raum gemessen, der PC hat dann das Ergebnis errechnet, nicht sehr überzeugend...
Hätte lieber gleich ne Fruchtwasseruntersuchung machen lassen sollen, kommt dann was greifbares bei raus und spart geld.
Wie alt bist Du ?
LG

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29. Dezember 2007 um 9:23

Unsicheres Thema
Es verunsichert einen sehr, da oft ungenaue Ergebnisse dabei herauskomen oder man mit den Ergebnissen nicht wirklich viel anfangen kann, es sei denn sie sind eindeutig. Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht nur einmal unsicherheiten bei der NFM mitbkommen. Bei einer hieß es sogar, daß das Kind sehr wahrscheinlich schwer behindert sein wird, aber Lebensfähig. Sie entschieden sich, das Kind zu behalten. Einge Monate später kam ein kerngesundes Mädchen zur Welt ohne Behinderung oder andere Auffälligkeiten. Die Vorstellung sie hätte aufgrund der Diangnose ein gesundes Kind abgetrieben (ohne es zu wissen) ist hart. Doch die Tatsache, daß sie ihre SS nicht wirklich genießen konnte aus großer Sorge, finde ich noch härter!

LG
Juddl (32) mit Nele Sophie (21 Monate)

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28. Januar 2008 um 10:21
In Antwort auf katja1206

Komme gerad von der Untersuchung
Hallo, ich komme gerade von der Nackenfaltenmessung und bin mit meinem Latein erstmal am Ende. Die Messung ergab einen Wert von 2,7mm ( bis 2,5mm ist wohl normal) Ich weiß gerad nicht, wie ich nun mit dem Wert umgehen soll. Der Arzt meinte, noch die Blutuntersuchung abwarten und dann Fruchtwasseruntersuchung oder nicht...bin echt überfordert und total durch den Wind. Mein Risiko ist im Moment 1:156 durch diese Untersuchung, heißt das, dass eigentlich trotzdem noch alles ok sein kann? Hätte ich diese Untersuchung bloß nicht gemacht...Ich bin echt am Ende. Hat jemand Erfahrung damit?

Unsicher
Hallo, surfe gerade im Internet und habe deinen Eintrag vom Mai 2007 gelesen.
Möchte gerne wissen wie es bei Dir weiter ging..
Bin gerade in einer ähnlichen Situation.

Habe den Combined test machen lassen, da ich 38 Jahre alt bin.und in der 12.SSW

Nackenfalte:2,4
insgesamt mit Blutwerten habe ich ein Risiko von 165:1 das hat mich leider fast umgehauen.
Ich werde nun eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen lassen, allerdings ist dies erst in der 16.ssw möglich.
Ohne worte ich werde fast wahnsinnig.......

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24. April 2008 um 16:59
In Antwort auf lucylou111

Unsicher
Hallo, surfe gerade im Internet und habe deinen Eintrag vom Mai 2007 gelesen.
Möchte gerne wissen wie es bei Dir weiter ging..
Bin gerade in einer ähnlichen Situation.

Habe den Combined test machen lassen, da ich 38 Jahre alt bin.und in der 12.SSW

Nackenfalte:2,4
insgesamt mit Blutwerten habe ich ein Risiko von 165:1 das hat mich leider fast umgehauen.
Ich werde nun eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen lassen, allerdings ist dies erst in der 16.ssw möglich.
Ohne worte ich werde fast wahnsinnig.......

Auch sehr unsicher
Hallo lucylou111 ,
habe gerade deinen Bericht gelesen und bin in der gleichen Situation. Risiko nach NT und Blutwerten plus Alter (39 Jahre )liegt bei mir bei 1:195.Nach NT 1:565, nach zusätzlichen Blutwerten verschlechtert auf 1:195
Nun weiß ich nicht , laß ich eine Amniozentese machen oder nicht . Ich habe große Angst durch die Fruchtwasserpunktion ein vielleicht völlig gesundes Kind zu verlieren.
Wie ist es bei Dir weiter gegangen ? Wie war die Amnio und das Ergebnis ?

Vielen Dank für deine Info und alles Gute ! Karen

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17. Juni 2008 um 11:50

Nfm
Habe die nfm vor 1 woche machen lassen und heute das niederschlagende Ergebniss bekommen.1:22....
Bin fix und fertig.Nun muss ich in der 20 ssw zur Fruchtwasseruntersuchung wo ich mir auch Gedanken drüber mache. Ist ja auch kein so leichter Eingriff, da ich schon mal einen Abbort mit Zwillingen hatte, habe ich jetzt noch mehr Angst davor. Bin hin und her gerissen.Die Ärztin in der Klinik sagte mir das es 1:200 steht das es bei der Untersuchung zur einer Fehlgeburt kommt.Mal sehen was ich nun machen alles noch viel zu frisch..

lg stuemmelchen

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17. Juni 2008 um 13:18
In Antwort auf stuemmelchen

Nfm
Habe die nfm vor 1 woche machen lassen und heute das niederschlagende Ergebniss bekommen.1:22....
Bin fix und fertig.Nun muss ich in der 20 ssw zur Fruchtwasseruntersuchung wo ich mir auch Gedanken drüber mache. Ist ja auch kein so leichter Eingriff, da ich schon mal einen Abbort mit Zwillingen hatte, habe ich jetzt noch mehr Angst davor. Bin hin und her gerissen.Die Ärztin in der Klinik sagte mir das es 1:200 steht das es bei der Untersuchung zur einer Fehlgeburt kommt.Mal sehen was ich nun machen alles noch viel zu frisch..

lg stuemmelchen

Stuemmelchen
Da hast du aber einen uralten Thread ausgegraben, ih glaube es wäre besser gewesen einen neuen zu eröffnen, hm?

Naja, du bist wahrscheinlich komplett durch den Wind, das kann ich gut nachvollziehen. Bis jetzt hast du ja "nur" die NFM, es besteht ja noch die kleine Wahrscheinlichkeit, daß die Fruchtwasseruntersuchung was anderes sagt. Wie waren denn deine Werte bei der NFM?

Liebe daumendrückende Grüße,
Julia 12 SSW

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17. Juni 2008 um 14:49
In Antwort auf julchen224

Stuemmelchen
Da hast du aber einen uralten Thread ausgegraben, ih glaube es wäre besser gewesen einen neuen zu eröffnen, hm?

Naja, du bist wahrscheinlich komplett durch den Wind, das kann ich gut nachvollziehen. Bis jetzt hast du ja "nur" die NFM, es besteht ja noch die kleine Wahrscheinlichkeit, daß die Fruchtwasseruntersuchung was anderes sagt. Wie waren denn deine Werte bei der NFM?

Liebe daumendrückende Grüße,
Julia 12 SSW

Reeeeeeee
Die Nackendichte lag bei 2,4mm also nicht auffällig. Nur das Blut sagt was anderes. Nasenbein schon vollständig ausgebildet was bei down syndrom Kindern oft nicht der Fall ist. Der Arzt der die NFM durchgeführt hat meint, das das Kind gesund ist aber die Blutergebnisse waren halt nicht so positiv.

stuemmelchen

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3. November 2008 um 18:38

Nackenfaltenmessung
hallo Conny,bin in der 11 SSW und gehe am 13.zur Nackenfaltenmessung,wo liegt denn genau dein Problem ist doch nur ein Ultraschall?Also ich freue mich schon und da sind mir auch die 150 Euro unwichtig wenn ich dann die Gewissheit habe ein gesundes Baby zu bekommen.l.g.Claudia

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17. April 2015 um 17:36

Wichtige Gedanken
Liebe werdende Mamas, die auch vor dieser Frage stehen. Ich möchte Euch ein paar Gedanken mitgeben: Wisst ihr wieviel Nutzen diese Untersuchung Euch bringt? Angenommen ihr habt ein hohes Risiko für ein behindertes Kind. Was macht Ihr dann? Würdet Ihr ein "wahrscheinlich" behindertes Kind abtreiben? Wisst ihr, wie die Kinder bei der Abtreibung getötet werden? Falls ihr ein Kind mit einem Down Syndrom bekommt nutzt es nicht viel, dies vorher zu wissen. Mögliche Herzfehler können auch unmittelbar nach der Geburt erkannt und behandelt werden. Was macht ihr wenn ihr ein gesundes Kind bekommt und mit einem Mal hat es als Kleinkind einen Unfall und wird geistig behindert? Wie gehen wir um mit Behinderung? Mit Anders sein? Wer von Euch kennt behinderte Kinder? Glaubt ihr, es macht es irgendwie leichter schon vor der Geburt zu glauben, man hätte ein behindertes Kind? Wenn das Kind da ist, lernt man es kennen. So wie es ist.
Es gibt ganz ganz ganz wenige Fälle, wo eine pränatales Wissen über eine Behinderung tatsächlich hilfreich ist, um das Kind besser behandeln zu können. Immer wieder kommt es zu unklaren Diagnosen. Kinder die als wahrscheinlich schwer behindert bezeichnet werden, kommen kerngesund zur Welt. Liebe Mamas, so sehr ich, als auch Mama und wieder werdende Mama diese Ängste verstehen kann: Wir nehmen und lieben unsere Kinder an wie sie sind. Wie sie zu uns kommen. Sie werden besonders sein und manchmal schwierig und schwer zu verstehen und unglaublich liebevoll und sie werden unser Leben bereichern, egal wie auch immer sie zu uns kommen. Und ihr Heranwachsen wird unser Leben herausfordern und wir werden und nicht absichern können gegen alles, was das Leben, ja was Gott uns gibt. Ich bin Sonderpädagogin, 2 fache Mama und werdende Mama. Ich kenne Behinderungen und die Freunde über ein gesundes Kind. Ich bin aber sicher, dass wir wieder Vertrauen und Liebe ins Leben lernen müssen!
Ihr werdet bestimmt alle gute Mamas sein, die ihr Kind lieben. Auch wenn es mal schwer wird. Und egal wieviel wir pränatal untersuchen. Irgendwann wird es immer mal schwierig werden mit unseren Kindern. Und wir werden sie lieben und es schaffen! Lasst Euch nicht wahnsinnig machen von den Ärzten! Geht auch zu einer guten Hebamme. Es gibt Ultraschall, man kann die Herztöne hören, ihr spürt die Bewegungen Eures Kindes! Ich finde wirklich, das langt! Alles Liebe!!!

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17. April 2015 um 17:56

Ich hab
es bei beiden nicht machen lassen und lass es diesmal auch sein. erstens viel zu ungenau (man kann danach nur ne Tendenz geben ob es evtl eine Behinderung hat) & zweitens kommt es danach evtl zur fruchtwasseruntersuchung um genaueres zu klären und da ist das Risiko einfach zu hoch das dadurch das kind was abbekommt. würdest du abtreiben wenn du wüsstest das evtl ne Behinderung hat?!

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17. April 2015 um 20:30

Hey
Ich würde auch sagen Das es ziemlich ungenau ist. Will dir Keine Angst machen Aber bei einer Freundin war überhaupt Keine unauffälligkeit und trotzdem hat Das Kind trisomie 21 und genau so kann es auch anders rum sein. Wenn dann würde ich es richtig abchecken lassen wenn es dir so wichtig ist und Das birgt auch wieder Risiken. Bist du denn eine Risiko schwangere?

Lg

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18. April 2015 um 0:33
In Antwort auf frauenpower15

Wichtige Gedanken
Liebe werdende Mamas, die auch vor dieser Frage stehen. Ich möchte Euch ein paar Gedanken mitgeben: Wisst ihr wieviel Nutzen diese Untersuchung Euch bringt? Angenommen ihr habt ein hohes Risiko für ein behindertes Kind. Was macht Ihr dann? Würdet Ihr ein "wahrscheinlich" behindertes Kind abtreiben? Wisst ihr, wie die Kinder bei der Abtreibung getötet werden? Falls ihr ein Kind mit einem Down Syndrom bekommt nutzt es nicht viel, dies vorher zu wissen. Mögliche Herzfehler können auch unmittelbar nach der Geburt erkannt und behandelt werden. Was macht ihr wenn ihr ein gesundes Kind bekommt und mit einem Mal hat es als Kleinkind einen Unfall und wird geistig behindert? Wie gehen wir um mit Behinderung? Mit Anders sein? Wer von Euch kennt behinderte Kinder? Glaubt ihr, es macht es irgendwie leichter schon vor der Geburt zu glauben, man hätte ein behindertes Kind? Wenn das Kind da ist, lernt man es kennen. So wie es ist.
Es gibt ganz ganz ganz wenige Fälle, wo eine pränatales Wissen über eine Behinderung tatsächlich hilfreich ist, um das Kind besser behandeln zu können. Immer wieder kommt es zu unklaren Diagnosen. Kinder die als wahrscheinlich schwer behindert bezeichnet werden, kommen kerngesund zur Welt. Liebe Mamas, so sehr ich, als auch Mama und wieder werdende Mama diese Ängste verstehen kann: Wir nehmen und lieben unsere Kinder an wie sie sind. Wie sie zu uns kommen. Sie werden besonders sein und manchmal schwierig und schwer zu verstehen und unglaublich liebevoll und sie werden unser Leben bereichern, egal wie auch immer sie zu uns kommen. Und ihr Heranwachsen wird unser Leben herausfordern und wir werden und nicht absichern können gegen alles, was das Leben, ja was Gott uns gibt. Ich bin Sonderpädagogin, 2 fache Mama und werdende Mama. Ich kenne Behinderungen und die Freunde über ein gesundes Kind. Ich bin aber sicher, dass wir wieder Vertrauen und Liebe ins Leben lernen müssen!
Ihr werdet bestimmt alle gute Mamas sein, die ihr Kind lieben. Auch wenn es mal schwer wird. Und egal wieviel wir pränatal untersuchen. Irgendwann wird es immer mal schwierig werden mit unseren Kindern. Und wir werden sie lieben und es schaffen! Lasst Euch nicht wahnsinnig machen von den Ärzten! Geht auch zu einer guten Hebamme. Es gibt Ultraschall, man kann die Herztöne hören, ihr spürt die Bewegungen Eures Kindes! Ich finde wirklich, das langt! Alles Liebe!!!

Ich muss sagen
dass ich so eine Messung ohne gegebene Indikation als unnötig erachte - doch wenn eine Auffälligkeit besteht oder das Risiko massiv erhöht ist (aufgrund des Alters/ Vorerkrankungen/ andere Vorgeschichte) finde ich das mehr als sinnvoll. Denn nur mit dem Wissen einer Auffälligkeit, aber ohne irgendwelchen konkreteren Infos schwebt man total im Luftleeren Raum und macht sich (manchmal auch unnötig) verrückt. Und ich muss sagen, ich war dort aufgrund einer Auffälligkeit und habe dann erfahren, dass keine Lebenschance für meine Tochter besteht und dieses Wissen half mir! Und wenn sie lebensfähig gewesen wäre hätte es mir ebenso geholfen dass ich weiss woran ich bin. Denn glaub mir, die Ungewissheit ist die grössere Hölle. So konnte ich, ohne mich verrückt zu machen, die restliche Schwangerschaft geniessen.
Und auch so gibt es Dinge, wenn die nicht klar diagnostiziert werden und deswegen zB zu einem gewissen Zeitpunkt ein Kaiserschnitt gemacht wird ist das Risiko einer Totgeburt erhöht. Oder es muss eine pränatale Behandlung gemacht werden.
Ausserdem gibt es meiner Meinung nach auch Situationen in denen ich einen Abbruch vornehmen lassen würde, ganz ehrlich.

Wir reden bei dieser Messung ja nicht nur von Trisomie 21, die in Frage kommt, da gibt es sooooo eine breite Palette, das ist nur der am häufigsten auftretende Gendefekt. Meine Tochter hatte zB Monosomie X0, in Frage wären auch Trisomie 13, Trisomie 18 oder ein schwerer Herzfehler gekommen. Zumindest war das die engere Auswahl, doch auch da hätte es dermassen viele Möglichkeiten gegeben.

Und wie gesagt, wenn man nicht weiss was Sache ist macht man sich verrückter, als wenn man es weiss.

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