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Nackenfaltenmessung - Erfahrungen

2. Oktober 2007 um 21:22

Hallo zusammen,

vor ca. 6 Wochen habe ich (damals in der 13. Woche) eine Nackenfaltenmessung machen lassen.

Ich habe bereits zwei Kinder und bin 31 Jahre alt.

Bei der Nackenfaltenmessung kam raus: 2,1 mm Nackentransparenz, 3,8 mm Nasenbein

Für den Arzt war das kein Grund zur Beunruhigung, bis 2,5 mm sei ja eigentlich alles im Normbereich.

Ich hatte dann ca. 2 Wochen nach dem Test angerufen, weil dann die Blutwerte in etwa da sein sollten. Man sagte mir am Telefon, es sei alles normal und es reicht, wenn ich zum normalen Vorsorgetermin wieder komme.

Da war ich dann auch Mitte September. Der Arzt war nicht da und ein Vertretungsarzt war da. Rein vom Alter her gesehen liegt das Risiko wohl bei 1 : 1500, der ganze Triple-Test hat einen Wert von 1 : 1286 ermittelt. Lt. Vertretungsarzt also alles bestens.

Heute!!! morgen habe ich dann einen Anruf von der Praxix meines Arztes erhalten. Die Nackenfaltenmessung sei wohl nicht so berauschend und man wolle mit mir darüber reden. Ich war dann ganz verdattert, hat man mir doch nun einmal am Telefon und einmal in einem Gespräch bei der Vorsorge gesagt, es sei alles ok.

Lt. Statistik müsste mein Wert mit 31 Jahren wohl bei über 1400 liegen, d.h. Frauen in meinem Alter haben vergleichbar ein viel geringeres Risiko. Der Arzt rief nicht selber an, sondern hat dies über eine Sprechstundenhilfe ausrichten lassen. Diese sagte mir, er wolle also mit mir reden und mir eine Fruchtwasseruntersuchung nahe legen, damit ich bei einer evtl. Erkrankung des Kindes noch Konsequenzen tragen könnte.

Ich war in dem Moment einfach nur fertig und sagte dann, wann ich heute vorbeikommen könne. Man verneinte und meinte, erst Ende der Woche, da der Arzt selber nicht im Hause sei. Ich bin dann ein wenig in die Luft gegangen und habe gefragt, ob es normal sei, eine schwangere vor einem Feiertag anzurufen und ihr sowas mitzuteilen, wenn nicht mal eine Terminmöglichkeit besteht. Zumal das Ergebnis ja schon eine Weile da ist.

Scheinbar, lt. der Sprechstundenhilfe, sei es normal.

Ich habe dann heute eine Odysee hinter mir, habe den Arzt gewechselt und noch einen Termin bekommen. Dieser meinte, dass er bei den Werten keinen Grund sieht, eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Damit im KH nochmal mit dem Doppler drauf geschaut wird, habe ich allerdings eine Einweisung ins Krankenhaus. Der Arzt war wirklich super super nett und hat mich auch ein wenig beruhigt.

Trotzdem bin ich verunsichert und weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wieso wartet man mit einem Anruf so lange, wenn doch das Ergebnis seit vier Wochen in der Praxis liegt?

Viele Grüsse

Steffi

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2. Oktober 2007 um 21:46

Uiuiui...
Was Dein Arzt da veranstaltet ist natürlich der reinste Schrott, darüber muss man gar nicht diskutieren.
Ich würde trotzdem an Deiner Stelle, auch wenn es jetzt ganz sicher nicht leicht ist, mal abwarten und versuchen, Dich nicht so verrückt zu machen. Nicht einfach, klar!
Ich finde diese ganze Untersuchung komisch und je mehr ich darüber lese, desto weniger Lust habe ich darauf. Mein Freund ist Naturwissenschaftler und befasst sich beruflich mit statistischen Auswertungen. Nachdem er sich den Test genau angesehen hat meinte er, das braucht man eigentlich nicht machen, da es Kaffeesatzleserei ist! Allein diese Ausmessungsmethode per Ultraschall ist messtechnisch eine Katastrophe, meint er. Vom Rest des Tests nicht zu sprechen. Zudem hört man sehr viel von falschen (neg. und pos.) Ergebnissen. Alles in allem ist das für mich mehr ein Instrument, viele Frauen glücklich zu machen (nach dem Motto: mein Haus, mein Auto, mein NFM-Wert) und einige wenige unangemessen und unnötig unglücklich.
Mach Dir bitte keine Sorgen- alles wird gut!!!
Liebe Grüße
nepomuk (11. SSW)

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2. Oktober 2007 um 23:15

Hallo
Ich kann sehr gut verstehen, dass du Sorgen und Wut hast.
Mein erster FA hat mich noch nicht einmal auf diese Untersuchung aufmerksam gemacht, deshalb und aus weteren Gründen habe ich den FA gewechselt, der mich beim ersten Gespräch darauf ansprach und mir diese Untersuchung nahelegte. (Ich bin auch 31 Jahre alte, 1. SS)
Die Untersuchung war mit ca. 20 Minuten reinem Schallen (vaginal und über Bauch) recht lang, unser Baby war super zu sehen, es war toll.
Ich habe kaum Daten gesagt bekommen, außer wie lang das Nasenbein ist, und das es normal sei und das das Baby ein schönes Profil habe. Auch die Nackenfalte war unauffällig, es waren auch keine Geschwüre (mein Mann und ich finden gerade nicht das richtige Wort) zu sehen. Daten waren mir wirklich egal, hauptsache, mein FA sagt mir, dass alles ok ist. Deshalb hoffe ich, dass du dem anderen FA vertrauen kannst, auch wenn du ihn heute wahrscheinlich das erste Mal gesehen hast. Aber das Verhalten deiner früheren FA-Praxis (Arzt wie Sprechstundenhilfe) ist wirklich ein Hammer. Alles Liebe und Gute
Fontaenchen

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3. Oktober 2007 um 9:48

Hallo Steffi,
ich kann Deine Wut so gut verstehen... Das Verhalten ist unmöglich!!!
Aber ich möchte Dich ein wenig beruhigen. Wir wollten keine Untersuchungen vor der Entbindung unseres dritten Kindes (mein FA ist übrigens auch kein Freund davon), als aber durch Zufall eine Nackenfalte von 2,5mm festgestellt wurde, überließ mein FA uns die Entscheidung über das weitere Vorgehen, und wir entschieden uns für einen Bluttest.
Am Ende ergab sich ein Risiko von 1:483, und der FA erklärte, dass ich (30 Jahre alt) normalerweise ein Risiko von ca. 1:600 (!) hätte, also ein leicht erhöhtes Risiko vorliege. Gemeinsam mit dem Arzt lehnten wir dann weitere Untersuchungen ab, denn immerhin liegt das FG-Risiko bei einer FWU bei 1-1,5%!

Und vor 26 Tagen kam unsere Tochter kerngesund zur Welt! Wir hatten uns natürlich mit dem Thema "behindertes Kind" auseinandergesetzt und beschlossen, dass wir sie annehmen, wie sie ist. So konnten wir uns trotz erhöhten Risikos auf die Kleine freuen! Und jetzt sind wir glücklich (und dankbar!), dass sie gesund ist.

Außerdem - wenn der Organ-US keine auffälligen Herzfehlbildungen zeigt, verringert sich Dein Risiko ja nochmal um die Hälfte! Und 1:2572 klingt doch schon super ...

Alles Liebe und Gute für Euch und - Kopf hoch!!!

Rebecca mit Louis, Johann und Marilen

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3. Oktober 2007 um 10:53

Unglaublich!
Hallo Steffi,

Du kannst wirklich beruhigt sein! Deine Werte sind spitze!!!

Ich bin 29 und hatte ein Ergebniss von 1:460. Was glaubst Du wie es mir ging?

Mein FA war dennoch sehr beruhigt und sagte, kein Grund zur Sorge, es sind eben nur statistische Werte und sagen REIN GAR NIX AUS!!!!

Die Nackenfalte betrug damals bei uns auch nur 0,6 mm und das Nasenbein war ebenfalls ok. Aber meine Blutwerte anscheiend nicht.

Nachdem mein FA wirklich gute Aufbauarbeit geleistet hatte, hat er uns dennoch zur Feindiagnostik überwiesen, was auch wirklich gut war.

Da stellte sich dann noch mal raus, alles wunderbar, die kleine Maus und auch Mama sind kerngesund!

Mein Fazit: Nie wieder intergriertes Screening bei der Nackenfaltenmessung. Die Nackenfalte und das Nasenbein würde ich immer wieder messen lassen, aber die Blutwerte kannst Du in die Tonne treten.

Das sagte auch der Spezialist bei der Feindiagnostik. Er meinte auch, diese Test machen die Frauen nur verrückt. Kleinste Abweichungen, wie Größe und Alter des Kindes, verfälschen das Ergebnis schon immens.

Dieser Test ist so was von ungenau.

Aber was Dein Arzt und auch die Praxis da fabriziert, ist ein Unding. Du hast hammer gute Werte.

Man sagt, der Grenzwert liegt bei 1:360, alles was darüber liegt ist ok! Werte darunter sind natürlich besorgniserregend und dann kann man sich auch Gedanken über eine FU machen.

Aber guck mal, mein Wert lag so nah am Grenzwert und trotzdem hat mein FA gesagt, er wird mir nicht empfehlen eine FU machen zu lassen.

Als die Ergebnisse kamen, konnte er mich noch nicht mal selbst anrufen, da er im Urlaub war. Und wir hatten das so besprochen, dass sein Kollege mich dann anruft. Nach dem Gespräch habe ich dann aber trotzdem noch mal auf dem Handy (für Notfälle) angerufen. Beide haben unabhängig von einander das Gleiche gesagt: Eine FU ist nicht nötig!

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen!

LG Jasmin + Emily Louise inside (24. SSW)

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3. Oktober 2007 um 12:00
In Antwort auf hatty_12942539

Uiuiui...
Was Dein Arzt da veranstaltet ist natürlich der reinste Schrott, darüber muss man gar nicht diskutieren.
Ich würde trotzdem an Deiner Stelle, auch wenn es jetzt ganz sicher nicht leicht ist, mal abwarten und versuchen, Dich nicht so verrückt zu machen. Nicht einfach, klar!
Ich finde diese ganze Untersuchung komisch und je mehr ich darüber lese, desto weniger Lust habe ich darauf. Mein Freund ist Naturwissenschaftler und befasst sich beruflich mit statistischen Auswertungen. Nachdem er sich den Test genau angesehen hat meinte er, das braucht man eigentlich nicht machen, da es Kaffeesatzleserei ist! Allein diese Ausmessungsmethode per Ultraschall ist messtechnisch eine Katastrophe, meint er. Vom Rest des Tests nicht zu sprechen. Zudem hört man sehr viel von falschen (neg. und pos.) Ergebnissen. Alles in allem ist das für mich mehr ein Instrument, viele Frauen glücklich zu machen (nach dem Motto: mein Haus, mein Auto, mein NFM-Wert) und einige wenige unangemessen und unnötig unglücklich.
Mach Dir bitte keine Sorgen- alles wird gut!!!
Liebe Grüße
nepomuk (11. SSW)

Vielen Dank
Hallo ihr,

vielen Dank für die netten Worte.

Ich finde es eigentlich ziemlich heftig, dass rein von der Statistik ausgegangen wird. Wichtig ist doch eigentlich, dass der individuelle Wert ok ist. Und ich hab auch gelesen, dass der nur unter 300 ein Grund für eine Überlegung zur FU wäre.

Bei mir kommt ja noch eine Problematik hinzu. Rein rechnerisch wäre ich jetzt in der 22. SW. Da ich zu Beginn der Schwangerschaft allerdings zwei Zystem am Eierstock hatte, hat sich wohl mein Zyklus verschoben. Nun wurde der Termin recht am Anfang auf drei Wochen später verschoben, so dass ich vom US her in der 19. Woche bin.

Allerdings gehen da die Meinungen auch auseinander, denn mein Freund und ich sind nicht gerade die grössten Menschen. (1,64 und 1,70)

D.h. sollte ich doch eher in der 22. SW sein, wäre die NFM in der 16. Woche gemacht worden, so dass sie eh nicht mehr aussagekräftig ist.

Leider hatte ich zwei KS wegen Geburtsstillstand, so dass dies auch auf jeden Fall ein KS wird. Absolute Terminklarheit wird es wohl dann erst zum Geburtstermin hin geben.

Aber ich bereue es jetzt schon, diese NVM überhaupt machen lassen zu haben. Bei meiner ältesten Tochter hatte ich die Feindiagnostik und die war sehr aufschlussreich. Man sagte mir, alles sei super und sie ist mit einem kleinen Loch in der Herzscheidewand geboren worden. Ist aber nix, denn das hab ich auch und es ist vererblich. Damals wurde das nur nicht so doll untersucht.

Bei meiner zweiten Tochter habe ich garnichts untersuchen lassen (ausser die normalen während der Vorsorge) und sie ist kerngesund und hat auch das Loch nicht geerbt.

Liebe Grüsse

Steffi

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5. Oktober 2007 um 11:17
In Antwort auf rocio_11964076

Vielen Dank
Hallo ihr,

vielen Dank für die netten Worte.

Ich finde es eigentlich ziemlich heftig, dass rein von der Statistik ausgegangen wird. Wichtig ist doch eigentlich, dass der individuelle Wert ok ist. Und ich hab auch gelesen, dass der nur unter 300 ein Grund für eine Überlegung zur FU wäre.

Bei mir kommt ja noch eine Problematik hinzu. Rein rechnerisch wäre ich jetzt in der 22. SW. Da ich zu Beginn der Schwangerschaft allerdings zwei Zystem am Eierstock hatte, hat sich wohl mein Zyklus verschoben. Nun wurde der Termin recht am Anfang auf drei Wochen später verschoben, so dass ich vom US her in der 19. Woche bin.

Allerdings gehen da die Meinungen auch auseinander, denn mein Freund und ich sind nicht gerade die grössten Menschen. (1,64 und 1,70)

D.h. sollte ich doch eher in der 22. SW sein, wäre die NFM in der 16. Woche gemacht worden, so dass sie eh nicht mehr aussagekräftig ist.

Leider hatte ich zwei KS wegen Geburtsstillstand, so dass dies auch auf jeden Fall ein KS wird. Absolute Terminklarheit wird es wohl dann erst zum Geburtstermin hin geben.

Aber ich bereue es jetzt schon, diese NVM überhaupt machen lassen zu haben. Bei meiner ältesten Tochter hatte ich die Feindiagnostik und die war sehr aufschlussreich. Man sagte mir, alles sei super und sie ist mit einem kleinen Loch in der Herzscheidewand geboren worden. Ist aber nix, denn das hab ich auch und es ist vererblich. Damals wurde das nur nicht so doll untersucht.

Bei meiner zweiten Tochter habe ich garnichts untersuchen lassen (ausser die normalen während der Vorsorge) und sie ist kerngesund und hat auch das Loch nicht geerbt.

Liebe Grüsse

Steffi

Ich glaub, jetzt dreh ich gleich durch
Hallo zusammen,

gestern war ich nun bei der Feindiagnostik. Alles soweit ok.

Heute dann ein Anruf vom Klinikum. Es sei ein Fehler bei meinen Werten passiert, die liegen nicht bei 1:1286, sondern bei 1:286!!!

FU am Montag und ich hänge hier wieder übers Wochenende in der Luft.

Das kann doch alles nicht mehr wahr sein!!! Und das nach 4 Wochen!!!!

Ich weiss nicht, wie ich das Wochenende überstehen soll.

LG

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5. Oktober 2007 um 11:23

Eine
riesen frechheit ist das! scheinbar haben die in der praxis vergessen dass sie es nicht mit karteikarten sondern mit menschen - noch dazu eh schon nervösen schwangeren - zu tun haben!!!!

gut dass du gewechselt hast!

ich habe leider keine eigenen erfahrungen mit den werten. bin zwar auch 31 jahre alt aber meine ärztin hat bei der ultraschalluntersuchtung gemeint es sieht alles so gut aus da könne ich mir diese berechnung sparen... hoffentlich hat sie recht

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