Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / NACH Schwangerschaft Depressionen.

NACH Schwangerschaft Depressionen.

25. Januar 2007 um 14:50 Letzte Antwort: 27. Januar 2007 um 8:54

Liebe Mütter,ob ich hier so richtig bin mit meinem Thema...?Also,ich habe vor 4 Jahren mein 3. Kind bekommen-war auch alles schön und gut,bis ich daheim war!!Ich litt an starken Heulkrämpfen und Depressionen.So schlimm,dass ich nicht mehr wusste WIE ich weiter Leben sollte.Natürlich war ich auch beim meinem Gyn.der mir sagte,dass ES ganz normal sei und es sich wieder(nach ca.einem Jahr)legen wird!Habe allerlei Homöopathische Mittel eingenommen und auch Antidepressiva.Da ich alles lange ausprobierte,dauerte es auch sehr sehr lange bis es EINIGERMAßEN besser wurde.Bis heute leide ich unter extremen Stimmungsschwankungen und Depressionen!Habe schon 2 Kinder zuvor bekommen und NICHTS dergleichen gehabt.Zur Zeit nehme ich(wenn ich es nicht aushalten kann)Medikamente.Ich habe so Angst,dass es mir bei meiner nächsten Schwangerschaft wieder passiert!!!!!Da wir uns noch ein Baby wünschen.Seit einem Jahr quäle ich mich mit dem Gedanken DESWEGEN kein Kind mehr zu bekommen obwohl ich mir eines von Herzen wünsche,da ich mir meine Familienplanung auch so vorgestellt habe Wer hat Erfahrung? Danke!

Mehr lesen

26. Januar 2007 um 7:03

"Hi"
Also als erste möchte ich sagen, dass ich ein Jahr als Angabe von Deinem Arzt für viel zu lange halte. Ein paar Tage sind normal, aber nach drei / vier Wochen müsste dann auch wieder alles gut sein. Man verliert sonst echt zu viel Zeit, die man eigentlich intensiv mit se4iner Familie und vor allem mit seinem kleinen Baby verbringen sollte (ohne solche gedanken)!

Also, ich hatte nach der Geburt meiner Tochter "nur" die typische Wochenbett-Depression. Vielleicht ein wenig heftiger als andere, da ich die Not-Sectio, mit der meine Lütte zur Welt kam, zu dem Zeitpunkt noch als sehr extrem empfunden habe und der Anblick der 1890g Leben mich doch sehr mitgenommen hat.
Aber ich litt vor 4 Jahren unter massiven Depressionen, und kann Dir meine Erfahrungen schildern. ALs erstes ist der richtige Arzt wichtig. Du musst dir einen Psychologen suchen, mit dem Du wirklich richtig klar kommst, bei dem Du das Gefühl hast, dass Du ihm wirklich alles erzählen kannst, und hundertprozentig vertraust. Solange Du den nicht findest, bringt kein Medikament der Welt etwas. Die Gespräche sind wirklich wahnsinnig wichtig. Vielleicht ist in Deinem Fall auch eine Gruppentherapie sinnvoll, in der Du dich mit anderen austauschen kannst. Auch wenn es am Anfang komisch ist, wirst Du schnell merken, dass Du dort auf viel Verständniss triffst und Deine Probleme ernst genommen werden (was im familiären Umfeld oft nicht der Fall ist). Auf jeden Fall musst Du reden. Viel reden. Denn wahrscheinlich ist nicht die Geburt alleine der Auslöser für Deine Depression. Durch Reden wird deine Depression verständlich werden, auch für Dich. Medikamente heilen in diesem Fall nur Symptome, keine Ursachen.
Wo wir bei dem Medis sind:
Es gibt hunderte verschiedene Präparate, die alle anders auf Deinen individuellen Organismus einwirken. Es kann sein, dass Du erst 50 Produkte ausprobierst, bevor Du das richtige findest, dass dir ohne Nebenwirkungen gut über den Tag hilft. Nur würde ich persönlich von Präparaten abraten, die die Empfindungen dämpfen. Sie machen meist sehr müde, hauen einen manchmal regelrecht um. Man rennt dann immer ein wenig dumpf in der Gegend rum. Ist nicht so toll wenn man noch eine Familie zu versorgen hat. Lieber sog. "happy-macher". (haben meist noch den Nebeneffekt, dass man ein wenig abnimmt. Leider weiß ich nicht mehr genau wie der Wirkstoff in meinen Tabletten hieß, aber das kann ich in Erfahrung bringen). Auch um die richtigen Medis zu finden ist der richtige Arzt wichtig.

Wie gesagt, dass ist meine Erfahrung mit Depressionen und meine Emfindung in Deinem Fall.
Ich persönlich, habe nach einem Jahr Therapie, auf eigenen Wunsch eine Reha-Klinik für Psychosomatische "Leiden" besucht. Ich war 10 Wochen dort, und es war die beste Zeit, die ich seit langem hatte. Ich war aus allem raus, was Stress bedeutet. Kein Familiäre Kontankt in den ersten zwei Wochen (ausser telefonieren). Habe dort wirklich wieder zu mir selbst gefunden und mich seit langer Zeit wieder richtig wohl gefühlt. Auch weil man dort Menschen trifft, denen es manchmal wirklich schlechter geht und schlimmes erlebt haben. Ich habe dort in einer Tour Sport betrieben, bin viel Spazieren gegangen. Es gab dort auch viele Mütter, die mit ihren Kindern da waren. Natürlich ist es mit einem so kleinen Knirps noch nicht wirlich möglich.
Eins noch: bitte solch eine Klinik, nicht mit einer Psychatrischen Anstalt verwechseln, in der Nervenkrankheiten behandelt werden!!!

Als Abschluss möchte ich noch eins sagen. Nur eine glückliche Mutter hat auf Dauer auch glückliche Kinder. Es bringt keinem Kind etwas eine deprssive Mutter mit "solchen" Gedanken zu haben. Das wird sich über kurz oder lang auf deine Kinder übertragen. Nach so einer Zeit vergehen die Depressionen nicht einfach. Bitte nimm Deine Probleme sehr ernst! Ich persönlich würde vielleicht erstmal auf ein weiteres Kind verzichten, bis ich mich selber wieder im Griff habe. Du hast sehr große Erwartungen an Dich und wie Dein Leben aussehen müsste/sollte. Auch wenn es schwer fällt, weil die Planung noch nicht abgeschlossen war, aber das Leben lässt sich auch nicht immer so planen. Gib Dir vielleicht erstmal die Zeit, mal wieder zu Dir zu kommen. Du hast drei Kinder, denen Du eine gute Mutter sein willst, und die brauchen etzt erstmal eine Mutter ohne Depressionen!

Das war ein langer Beitrag.

Und bevor wieder irgendwelche Leute hier sich vielleicht wieder auf den Schlips getreten Fühlen könnten, sage ich nochmal:
DAS ist MEINE PERSÖNLICHE Erfahrung, und MEIN PERSÖNLICHES Empfinden ihrer Situation. Meine Vorschläge drücken das aus, was ICH in ihrem Fall tun würde.

Dir "hobbi11" wünsche ich alles Gute und dass Du bald wieder richtig Spass am Leben haben kannst. Du wirst das schon packen. Du bist nicht alleine mit Deinem Problem!

Liebe Grüße

Tina

Gefällt mir
26. Januar 2007 um 10:10
In Antwort auf lynna_12901112

"Hi"
Also als erste möchte ich sagen, dass ich ein Jahr als Angabe von Deinem Arzt für viel zu lange halte. Ein paar Tage sind normal, aber nach drei / vier Wochen müsste dann auch wieder alles gut sein. Man verliert sonst echt zu viel Zeit, die man eigentlich intensiv mit se4iner Familie und vor allem mit seinem kleinen Baby verbringen sollte (ohne solche gedanken)!

Also, ich hatte nach der Geburt meiner Tochter "nur" die typische Wochenbett-Depression. Vielleicht ein wenig heftiger als andere, da ich die Not-Sectio, mit der meine Lütte zur Welt kam, zu dem Zeitpunkt noch als sehr extrem empfunden habe und der Anblick der 1890g Leben mich doch sehr mitgenommen hat.
Aber ich litt vor 4 Jahren unter massiven Depressionen, und kann Dir meine Erfahrungen schildern. ALs erstes ist der richtige Arzt wichtig. Du musst dir einen Psychologen suchen, mit dem Du wirklich richtig klar kommst, bei dem Du das Gefühl hast, dass Du ihm wirklich alles erzählen kannst, und hundertprozentig vertraust. Solange Du den nicht findest, bringt kein Medikament der Welt etwas. Die Gespräche sind wirklich wahnsinnig wichtig. Vielleicht ist in Deinem Fall auch eine Gruppentherapie sinnvoll, in der Du dich mit anderen austauschen kannst. Auch wenn es am Anfang komisch ist, wirst Du schnell merken, dass Du dort auf viel Verständniss triffst und Deine Probleme ernst genommen werden (was im familiären Umfeld oft nicht der Fall ist). Auf jeden Fall musst Du reden. Viel reden. Denn wahrscheinlich ist nicht die Geburt alleine der Auslöser für Deine Depression. Durch Reden wird deine Depression verständlich werden, auch für Dich. Medikamente heilen in diesem Fall nur Symptome, keine Ursachen.
Wo wir bei dem Medis sind:
Es gibt hunderte verschiedene Präparate, die alle anders auf Deinen individuellen Organismus einwirken. Es kann sein, dass Du erst 50 Produkte ausprobierst, bevor Du das richtige findest, dass dir ohne Nebenwirkungen gut über den Tag hilft. Nur würde ich persönlich von Präparaten abraten, die die Empfindungen dämpfen. Sie machen meist sehr müde, hauen einen manchmal regelrecht um. Man rennt dann immer ein wenig dumpf in der Gegend rum. Ist nicht so toll wenn man noch eine Familie zu versorgen hat. Lieber sog. "happy-macher". (haben meist noch den Nebeneffekt, dass man ein wenig abnimmt. Leider weiß ich nicht mehr genau wie der Wirkstoff in meinen Tabletten hieß, aber das kann ich in Erfahrung bringen). Auch um die richtigen Medis zu finden ist der richtige Arzt wichtig.

Wie gesagt, dass ist meine Erfahrung mit Depressionen und meine Emfindung in Deinem Fall.
Ich persönlich, habe nach einem Jahr Therapie, auf eigenen Wunsch eine Reha-Klinik für Psychosomatische "Leiden" besucht. Ich war 10 Wochen dort, und es war die beste Zeit, die ich seit langem hatte. Ich war aus allem raus, was Stress bedeutet. Kein Familiäre Kontankt in den ersten zwei Wochen (ausser telefonieren). Habe dort wirklich wieder zu mir selbst gefunden und mich seit langer Zeit wieder richtig wohl gefühlt. Auch weil man dort Menschen trifft, denen es manchmal wirklich schlechter geht und schlimmes erlebt haben. Ich habe dort in einer Tour Sport betrieben, bin viel Spazieren gegangen. Es gab dort auch viele Mütter, die mit ihren Kindern da waren. Natürlich ist es mit einem so kleinen Knirps noch nicht wirlich möglich.
Eins noch: bitte solch eine Klinik, nicht mit einer Psychatrischen Anstalt verwechseln, in der Nervenkrankheiten behandelt werden!!!

Als Abschluss möchte ich noch eins sagen. Nur eine glückliche Mutter hat auf Dauer auch glückliche Kinder. Es bringt keinem Kind etwas eine deprssive Mutter mit "solchen" Gedanken zu haben. Das wird sich über kurz oder lang auf deine Kinder übertragen. Nach so einer Zeit vergehen die Depressionen nicht einfach. Bitte nimm Deine Probleme sehr ernst! Ich persönlich würde vielleicht erstmal auf ein weiteres Kind verzichten, bis ich mich selber wieder im Griff habe. Du hast sehr große Erwartungen an Dich und wie Dein Leben aussehen müsste/sollte. Auch wenn es schwer fällt, weil die Planung noch nicht abgeschlossen war, aber das Leben lässt sich auch nicht immer so planen. Gib Dir vielleicht erstmal die Zeit, mal wieder zu Dir zu kommen. Du hast drei Kinder, denen Du eine gute Mutter sein willst, und die brauchen etzt erstmal eine Mutter ohne Depressionen!

Das war ein langer Beitrag.

Und bevor wieder irgendwelche Leute hier sich vielleicht wieder auf den Schlips getreten Fühlen könnten, sage ich nochmal:
DAS ist MEINE PERSÖNLICHE Erfahrung, und MEIN PERSÖNLICHES Empfinden ihrer Situation. Meine Vorschläge drücken das aus, was ICH in ihrem Fall tun würde.

Dir "hobbi11" wünsche ich alles Gute und dass Du bald wieder richtig Spass am Leben haben kannst. Du wirst das schon packen. Du bist nicht alleine mit Deinem Problem!

Liebe Grüße

Tina

DANKE!Liebe Tina,
Dein Beitrag hat mir sehr sehr gut getan!!Vielen dank,dass Du Dir so viel Mühe gemacht hast aber es hat auch seinen Zweck erfülltAlso momentan fühle ich mich gut-doch das kann bei mir sehr schnell umschlagen...dann ist(in meinen Augen)alles gegen mich und das komplette Leben ist ja so schlecht...Am schlimmsten ist es kurz vor meiner Periode!Also:"himmelhochjauchzend und zu todebetrübt" meinem Mann macht DAS ganz schön zu schaffen!Aber er weiß über meine "Problematik" bescheid.Doch wirkliche Probleme scheine ich doch nicht zu haben!?Mir/uns geht es doch gut!?Aber Du hast es schon richtig erkannt:bei mir MUSS alles Perfekt laufen UND es müssen alle meine Erwartungen in Erfüllung gehen und das zu 100% bitte Davon werde ich mich wohl frei machen müssen...DIR,liebe Tina,wünsche ich alles gute weiterhin und Du hast meinen größten Respekt!!!!!!!P.S.:bekommst Du denn noch Medis?Oder Therapie?Gruß,hobbi

Gefällt mir
27. Januar 2007 um 8:54
In Antwort auf myrtie_12720483

DANKE!Liebe Tina,
Dein Beitrag hat mir sehr sehr gut getan!!Vielen dank,dass Du Dir so viel Mühe gemacht hast aber es hat auch seinen Zweck erfülltAlso momentan fühle ich mich gut-doch das kann bei mir sehr schnell umschlagen...dann ist(in meinen Augen)alles gegen mich und das komplette Leben ist ja so schlecht...Am schlimmsten ist es kurz vor meiner Periode!Also:"himmelhochjauchzend und zu todebetrübt" meinem Mann macht DAS ganz schön zu schaffen!Aber er weiß über meine "Problematik" bescheid.Doch wirkliche Probleme scheine ich doch nicht zu haben!?Mir/uns geht es doch gut!?Aber Du hast es schon richtig erkannt:bei mir MUSS alles Perfekt laufen UND es müssen alle meine Erwartungen in Erfüllung gehen und das zu 100% bitte Davon werde ich mich wohl frei machen müssen...DIR,liebe Tina,wünsche ich alles gute weiterhin und Du hast meinen größten Respekt!!!!!!!P.S.:bekommst Du denn noch Medis?Oder Therapie?Gruß,hobbi

"Nicht mehr"
Ich nehme keine Tabletten mehr. Ich habe sehr bald nach der Reha damit aufgehört. Ich konnte dort wirklich viel aufarbeiten. Ich bin ja auch fast doppelt so lange dort geblieben als ich von der KK aus hätte müssen. Habe aber selber 2 mal um Verlängerung gebeten, weil ich gemerkt habe, dass das mir sehr viel bringt. Zu Hause, habe ich dann nach der "Wieder-Eingewöhnugs-Phase" erstmal "aufgeräumt". Während der Zeit habe ich noch Tabletten bekommen. Das waren so drei Monate. Ich bin dann noch 1 Jahr zu meinem Psychologen gefahren, wenn es nötig war. Also nicht auf Termin, sondern, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich mal wieder mit jemandem reden muss. Heute rufe ich ihn höchstens nochmal an, um ihm zu sagen, dass es mir immernoch gut geht. Ich weiß aber, dass er immer für mich da wäre wenn es mir mal wieder schlecht gehen sollte!
Es ist harte Arbeit wenn man mal in seinem Leben aufräumen muss, aber es lohnt sich wirklich!!! Ich bin auch heute nicht immer zu hundert Prozent zufrieden, aber auch ich habe gelernt, dass es darauf nicht immer ankommt! Das kann man auch nicht immer geben, sonst geht man kaputt. Außerdem erwarten dann auch alle anderen immer hundert Prozent von dir! Sind dann total schockiert, wenn man mal "versagt" oder nicht immer zur Stelle ist! Auch "NEIN" sagen musste ich lernen. Ich würde am liebsten so alle 5 Jahre mal wieder in die Reha-Klinik und ein bissel Ballast abwerfen, einfach wieder mal zur Ruhe kommen, damit man wieder voll durchstarten kann. Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich das glatt selbst bezahlen. Man glaubt gar nicht, was ich so einer Therapie alles zum Vorschein kommt. Auch wenn man denkt, dass doch alles in Ordnung ist(habe ich auch jahrelang getan). Man verdrängt sehr viel, ohne es zu merken!

Liebe Grüße!

Tina

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers