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Nach Geburt verändert sich Freund

11. November 2006 um 11:18 Letzte Antwort: 11. November 2006 um 19:17

Hallo @all,

ich weiß nicht genau wo ich das hin schreiben soll, Es geht um ein befreundetes Pärchen von mir. Die hatten letztes Jahr im September eine Fehlgeburt, er war super happy und stolz beim erzählen das er Vater würde. Genau so geknickt war er als sie das Kind verloren haben. Laut meiner Freundin war er (bald 30) auch derjenige der damals gesagt hatte "lass es uns nochmal probieren". Gesagt getan, diese Jahr im August haben sie eine kleine Tochter zur Welt gebracht. Er war bei der Geburt dabei, dazu später. Während der Schwangerschaft war er so liebevoll zu Ihr, wenn irgendwo was gezwickt hat, wollte er SOFORT danach schauen lassen, er streichelte immer Ihren Bauch und seine Augen glänzten ganz dolle dabei. Nun wie gesagt August kam die Kleine auf die Welt und er war dabei, ich glaube er hat auch die Nabelschnur durchtrennt. Als ich ihn fragte wie die Geburt war und wie es für Ihn war antwortete er mir "es war ein Erlebnis was ich nicht jeden Tag haben muss. Und die Frau so leiden zu sehen ist auch nicht schön".
Das Problem ist nun, er ist wohl ständig unterwegs mit Freunden oder auch alleine am Wochenende. Sie (20) sitzt alleine zuhause und wartet auf Ihn. Er kümmert sich nicht wirklich um die Kleine, aber ist immer noch so liebevoll zu seiner Freundin, aber sie sagte mir das es ihr nicht wichtig ist wie er mit Ihr umgeht sondern halt eben das er sich um SEINE Tochter kümmert und auch mal am Wochenende bei seiner Familie bleibt.
Wenn Sie Ihn dann zur Rede stellt und Ihn auch mal schmipft kann er es nicht verstehen. Dann hatte Sie mal den Versuch gestartet am Wochenende mit einer Freundin in die Disco zu fahren und er meinte sie wolle sich doch nur nen anderen Typen suchen...!
Gut seine Mutter hat seinen Vater, denke ich, von der Erziehung komplett ausgeschlossen.
Aber jetzt halt meine Frage kann es sein das, ich habe es mal gelesen, er das Erlebnis der Geburt nicht ganz bzw. überhaupt nicht verkraftet hat und er daher sich so verhält?? Weil in irgendeinem Bericht stand es mal, das Frauen bei der Geburt Glückshormone ausschütten und daher das besser verkraften als ein Mann.

Was meint Ihr dazu?? Es wäre schön wenn jemand hier Antworten geben könnte. Ich will doch meiner Freundin irgendwie helfen können, Sie ist total fertig.

Vielen Dank im Vorraus

Sabrina

P.S. sorry für das verwirrende Geschreibe.

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11. November 2006 um 14:15

Repräsentativ?
Da frag ich mich doch gleich mal, wieviel Jahre du als Hebamme schon auf dem Buckel hast? Mal ernsthaft: Eine Repräsentativität stellt eine kleine Abbildung der Bevölkerung dar und denjenigen möchte ich erleben, der das von sich als Erfahrungswert behaupten kann. Zumal du selbst betonst, dass Viele es hinsichtlich ihrer Männer eh anders beurteilen.

Bei der Geburt sind die wenigsten Männer "direkt" dabei, sprich, sie sehen nicht das Blut o.ä. da die Hebammen schon darauf achten dass sie eher an der Seite sitzen. Mein Freund hat außer meiner Schmerzen nichts mitbekommen und - da schließe ich mich rina an - das muss einfach drin sein. Wenn die Unterstützung schon allein bei dieser Sache aufhört, dann sollte man sich wirklich mal Gedanken um die Beziehung machen.

Ich gebe dir aber in deinem zweiten Teil absolut Recht und ich glaube, dass hier eher das Problem liegt. Der Mann braucht einfach Zeit! Stell dir die Frage vielleicht mal andersherum: Glaubst du, dass er sich besser um sein Kind kümmern würde, wenn er bei der Geburt nicht dabei gewesen wäre? Ich denke nein.

kratzamkopp

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11. November 2006 um 16:11

Tja das mit dem "Männer gehören nicht in den Kreißsaal"
ist jetzt leider zu spät. Sie hat Ihn aber nicht gezwungen, sondern er wollte Sie freiwillig begleiten.
Aber die meisten Männer werden nicht zugeben das es Ihnen doch sehr sehr nahe, bzw. sogar auf eine andere Art und Weise weh getan hat Ihre Frau so zusehen.
Aber wenn die beiden als Pärchen sich zusammen raufen und dann mal über dieses Erlebnis sprechen, vielleicht hilft es Ihm ja. Vielleicht ist das am WE ständig weg sein ja eine Art "Flucht" vor diesen Gedanken an die Geburt.
Vielen DAnk für eure Antworten, ich versuche Sie so weiter zugeben. Vielleicht hilft es Ihr ja ein wenig, das sie mit so einer Situation nicht alleine dasteht.

LG Sabrina

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11. November 2006 um 18:00

Ganz meiner Meinung,
aufgrund meiner persönlichen schlechten Erfahrung muß ich mich leider deiner Meinung anschließen. Ich habe es damals auch bereut. Und diesmal werde ich da allein durch!

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11. November 2006 um 19:17

Hey
das hört sich ja garnicht gut an. also ich will jemanden dabei haben wenn ich mein baby kriege. mein freund möchte auch dabei sein, aber der wird nicht lange durchhalten denk ich mal. wenn es um sowas geht ist er ganz shcön empfindlich. er kann kein blut sehen und dann in sonen mengen. das wird nichts. aber am anfang wenn noch kein blut da ist dann möchte ich dass er an meiner seite ist. und danach mal sehen. vielleicht traut meine mama sich ja.
ich merk das ja auch. ich bin jetzt in der 27. woche und mein freund verhält sich immer ganz anders als ich. er hat ganz andere sichtweisen von allem was in der schwangerschaft passiert und so. er liebt unseren kleinen zwar überalles aber für ihn ist das alles noch etwas unrealistisch. wir sind beide noch jung (er 19 und ich 18) und er hat damit garnichts zu tun. er ist auch so dass er sich das nicht vorstellen kann warum ich manchmal einfach weine (wenn ich zum beispiel mit irgendwas überfordert bin, oder wenn ich dran denke wie das alles klappen soll) oder wenn ich total gestresst bin obwohl er keinen grund dafür sieht. aber son baby im bauch ist schon ganz schön stressig. ich kann nachts nie durchschlafen weil der kleine sich so viel bewegt.
aber vor ein paar wochen konnte er den kleinen zum ersten mal spüren und da hab ich dann gesehen wie es ihm wirklich geht. er war so überglücklich als er das fühlen konnte und danach hat er dann auch viel darüber gesprochen wie er sich unsere zukunft vorstellt.
ich denke dass man mit den männern einfach ein bisschen geduld haben muss weil die halt nicht viel von der schwangerschaft mitkriegen

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