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Nach drei Fehlgeburten ratlos und enttäuscht von Ärzten

1. Juli 2016 um 11:51 Letzte Antwort: 4. Juli 2016 um 22:49

Hallo ihr Lieben,
ich erhoffe mir Hilfe von euch, da ich mich von den Ärzten im Stich gelassen fühle.
Meine erste Fehlgeburt hatte ich im April 2015 es entwickelte sich nie ein Herzschlag ind ich musste zur Ausschabung. Natürlich hieß es erstmal Zufall und beim nächsten Mal wird es klappen.
Ich wurde wieder schwanger (was zum Glück immer sehr schnell klappt). Alles sah so gut aus. Das Baby entwickelte sich und das Herzchen schlug. Dann der Schock in der 11. Ssw das Herz hatte aufgehört zu schlagen Unser Sternchen wurde daraufhin untersucht und es ergab sich eine Auffälligkeit im Chromosomensatz die allerdings auf einen Zufall beruhe und nicht vererbt worden sein kann. Inzwischen wissen wir, dass es sich um eine Monosomie gehandelt hat, das so genannte Turnersyndrom. Wieder Ausschabung und angeblich wieder Zufall und wieder ein neuer Versuch.
Dann der Schock. Kurz nach positivem Test bekam ich starke Blutungen aber verlor die Frucht nicht. Ich musste streng liegen und wir hofften und warteten. In der 8. Woche sank dann der HCG und es bildetet sich bereits eine Sepsis. Ich musste wieder ausgeschabt werden. Nun begannen endlich die Untersuchungen von denen ich mir viel erhoffte. Blutegerinnung nur schwache Auffälligkeiten die aber in Richtung Blutungsneigung und nicht einer erhöhten Gerinnung gingen, Humangenetik-unauffällig, Gebärmutterspiegelung-unauffällig, Schilddrüse- unauffällig... Das war es jetzt was untersucht wurde und auf die Spiegelung und Untersuchung der Schilddrüse musste ich den Arzt drängen ansonsten wäre es wohl bis jetzt nicht untersucht worden. Wir waren auch schon in der Abortsprechstunde des Kinderwunschzentrums aber dort war die Reaktion des Arztes völlig daneben. Wir kamen in den Besprechungsraum und das erste was er sagt ist "Also Frau ... ich habe mir alles durchgelesen und kann Ihnen nur eines sagen: Werden Sie wieder schwanger und dann klappt es auch!" Man muss dazu sagen, dass wir schon einen vierjährigen Sohn haben der gesund und munter ist! Er erklärte uns dann noch, dass man davon ausginge, dass bei Frauen die so schnell schwanger werden würden wie ich, du Funktionsweise des Körpers anders ist. Es werden eben auch die Eizellen befruchtet, die nicht gesund sind. Bei anderen Frauen würden sich diese gar nicht erst einnisten. Bei mir würde aber erst die Gebärmutterschleimhaut dann merken das dir Eizelle nicht intakt ist und nicht weiter wachsen darf. Dies sei aber nicht bewiesen nur eine Möglichkeit. Trotzdem hatte ich mir mehr erhofft und kann nicht an drei Zufälle glauben. Mein Gyn ist glaube ich ratlos. Ich weiß, dass er alles tun würde aber er weiß einfach nicht weiter. Deswegen möchte ich von euch wissen ob ihr noch Ideen oder Erfahrung habt was untersucht werden kann. Kann es beispielsweise auch an den Spermien liegen? Ich wäre so dankbar über Antworten und Hilfe!
Viele liebe Grüße, weihnachtsmaus

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3. Juli 2016 um 16:36

Vielen Dank
Vielen Dank für deine Antwort. Ich war tatsächlich in der Gerinnungsambulanz aber da meine Gerinnung sowieso herab gesetzt ist, darf ich kein ass oder Heparin nehmen. Aber ich habe Ende Juli nochmal einen Termin dort und werde nochmals nachfragen. Nimmst du ass während der gesamten Schwangerschaft? Die Schilddrüse habe ich nur durch meinen Gyn kontrollieren lassen. Im Kinderwunschzentrum hat man mir ja nicht mal dazu geraten... Vielleicht werde ich mich nochmal an einen Experten wenden. Wahrscheinlich gehen alle von einem Zufall aus weil unser zweites Sternchen einen zufälligen Gendefekt hatte. Aber mir fehlt der Glaube daran und ich bin so unendlich traurig und verunsichert. Hast du denn mal was gehört ob es auch an den Spermien liegen kann? Ich bin einfach für jeden Tipp froh denn anscheinend kann ich nur durch eigene Nachforschungen bei den Ärzten etwas bewirken...

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4. Juli 2016 um 22:49

Danke für die Antwort
Ich wollte beim letzten Mal auch auf keinen Fall eine Ausschabung aber durch die Sepsis musste es leidet wieder gemacht werden Beim ersten Mal habe ich mich noch nicht mit Alternativen auseinander gesetzt und auch beim zweiten Mal noch nicht wirklich. Mein Gyn meinte einfach nur das müsse leidet gemacht werden...
Genetisch haben wir uns beide bereits untersuchen lassen und wir haben zum Glück beide keine Chromosomenstörungen. Aber was meinst du die meisten Menschen leben mit dem Syndrom normal. Kann ein anderer Grund zur Fehlgeburt geführt haben? Uns wurde es so erklärt, dass das Syndrom dazu geführt hat, dass das Baby nicht überlebensfähig war.
Es konnte nicht geklärt werden woher die Blutungen kamen... Ich bin einfach so verunsichert

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