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Nach der Geburt verändert sich Freund

11. November 2006 um 11:19 Letzte Antwort: 12. November 2006 um 22:07

Hallo @all,

ich weiß nicht genau wo ich das hin schreiben soll, Es geht um ein befreundetes Pärchen von mir. Die hatten letztes Jahr im September eine Fehlgeburt, er war super happy und stolz beim erzählen das er Vater würde. Genau so geknickt war er als sie das Kind verloren haben. Laut meiner Freundin war er (bald 30) auch derjenige der damals gesagt hatte "lass es uns nochmal probieren". Gesagt getan, diese Jahr im August haben sie eine kleine Tochter zur Welt gebracht. Er war bei der Geburt dabei, dazu später. Während der Schwangerschaft war er so liebevoll zu Ihr, wenn irgendwo was gezwickt hat, wollte er SOFORT danach schauen lassen, er streichelte immer Ihren Bauch und seine Augen glänzten ganz dolle dabei. Nun wie gesagt August kam die Kleine auf die Welt und er war dabei, ich glaube er hat auch die Nabelschnur durchtrennt. Als ich ihn fragte wie die Geburt war und wie es für Ihn war antwortete er mir "es war ein Erlebnis was ich nicht jeden Tag haben muss. Und die Frau so leiden zu sehen ist auch nicht schön".
Das Problem ist nun, er ist wohl ständig unterwegs mit Freunden oder auch alleine am Wochenende. Sie (20) sitzt alleine zuhause und wartet auf Ihn. Er kümmert sich nicht wirklich um die Kleine, aber ist immer noch so liebevoll zu seiner Freundin, aber sie sagte mir das es ihr nicht wichtig ist wie er mit Ihr umgeht sondern halt eben das er sich um SEINE Tochter kümmert und auch mal am Wochenende bei seiner Familie bleibt.
Wenn Sie Ihn dann zur Rede stellt und Ihn auch mal schmipft kann er es nicht verstehen. Dann hatte Sie mal den Versuch gestartet am Wochenende mit einer Freundin in die Disco zu fahren und er meinte sie wolle sich doch nur nen anderen Typen suchen...!
Gut seine Mutter hat seinen Vater, denke ich, von der Erziehung komplett ausgeschlossen.
Aber jetzt halt meine Frage kann es sein das, ich habe es mal gelesen, er das Erlebnis der Geburt nicht ganz bzw. überhaupt nicht verkraftet hat und er daher sich so verhält?? Weil in irgendeinem Bericht stand es mal, das Frauen bei der Geburt Glückshormone ausschütten und daher das besser verkraften als ein Mann.

Was meint Ihr dazu?? Es wäre schön wenn jemand hier Antworten geben könnte. Ich will doch meiner Freundin irgendwie helfen können, Sie ist total fertig.

Vielen Dank im Vorraus

Sabrina

P.S. sorry für das verwirrende Geschreibe.

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11. November 2006 um 11:57

Hallo Sabrina!
Ich denke, so ie du geschrieben hast, ist der Papamit dem Anblick der Geburt nicht zurecht gekommen. Da helfen nur Gespräche. Männer sehen die Liebste leiden und können nichts machen und geben sich im Grunde die Schuld dass sie leiden musste. Als ich mein Freund bat mit in den Kreissaal zu kommen (dauert noch etwas) hat er ebgeblockt und mir das erklärt. Ich musste ihm klar machen, dass es schon eine riesen Hilfe ist wenn er da ist. Zwingen tue ich ihn nicht. Viele Männer wissen nicht wirklich, was bei einer Geburt auf sie zukommt. Es ist eine sehr blutige und schmerzhafte Angelegenheit was die Frau aber ohne weiters durchzieht weil der Körpe so geschaffen ist, wie du sagest: Glückshormone nach der Geburt lassen die Frau "vergessen" Natur des Menschen. Dass er mit seiner Tochter ehr auf Abstand geht ist das Ergebnis weshalb deine Freundin leiden musste und deshalb in seinen Augen "böse" (kann gerade kein besseres Wort finden) obwohl er sie liebt.Ich denke, dein Bekannter muss unbedingt mit seiner Frau darüber sprechen, über die Geburt und was er für Ängste hat. Ich denke, dass es helfen wird. Er kümmert sich dann bestimmt auch wieder gerne um seine Tochter. Für dich und für deine Bekannten alles Liebe und Gute!
LG Hasi

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11. November 2006 um 16:01
In Antwort auf alys_12524526

Hallo Sabrina!
Ich denke, so ie du geschrieben hast, ist der Papamit dem Anblick der Geburt nicht zurecht gekommen. Da helfen nur Gespräche. Männer sehen die Liebste leiden und können nichts machen und geben sich im Grunde die Schuld dass sie leiden musste. Als ich mein Freund bat mit in den Kreissaal zu kommen (dauert noch etwas) hat er ebgeblockt und mir das erklärt. Ich musste ihm klar machen, dass es schon eine riesen Hilfe ist wenn er da ist. Zwingen tue ich ihn nicht. Viele Männer wissen nicht wirklich, was bei einer Geburt auf sie zukommt. Es ist eine sehr blutige und schmerzhafte Angelegenheit was die Frau aber ohne weiters durchzieht weil der Körpe so geschaffen ist, wie du sagest: Glückshormone nach der Geburt lassen die Frau "vergessen" Natur des Menschen. Dass er mit seiner Tochter ehr auf Abstand geht ist das Ergebnis weshalb deine Freundin leiden musste und deshalb in seinen Augen "böse" (kann gerade kein besseres Wort finden) obwohl er sie liebt.Ich denke, dein Bekannter muss unbedingt mit seiner Frau darüber sprechen, über die Geburt und was er für Ängste hat. Ich denke, dass es helfen wird. Er kümmert sich dann bestimmt auch wieder gerne um seine Tochter. Für dich und für deine Bekannten alles Liebe und Gute!
LG Hasi

Vielen dank
für Deine Antwort. Ich denke so wie Du es beschreibt trifft es auf die beiden zu. Ich werden den beiden ans Herz legen unbedingt mit einander zu sprechen, weil alles andere hat halt keinen Sinn.
Dir für Deine Entbindung (es hört sich so an als ob Sie noch bevor steht) alles Liebe und Gute. Und das es relativ schnell und einigermaßen erträglich ist für Dich.

LG Sabrina

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11. November 2006 um 16:03

Papa werden ist nicht schwer, Papa sein dagegen sehr
Wenn der Mann deiner Freundin das Erlebnis der Geburt nicht so gut verkraftet hat würde sich das vermutlich eher so äußern, das er seine Frau kaum noch anfasst.
Aber das er sich nicht um sein Kind kümmert liegt wohl eher daran, das er sich vorher nicht damit auseinandergesetzt hat, was es bedeutet eine Familie zu haben.
Er hat jetzt Verantwortung zu übernehmen, und das fällt ihm offensichtlich noch etwas schwer.
Vieleicht sollte sie einfach mal darauf bestehen, das er sichmal die zeit nimmt mit den beiden, oder nur mit seinem Kind spazieren zu gehen, oder etwas anderes zu machen ( z.B. Babyschwimmen), was er auch ganz Bewußt mit seinem Kind erlebt. Er muß zu dem Würmchen erst mal eine Beziehung aufbauen. Er hat sie ja nicht die ganze Zeit im Bauch gehabt und daher nicht so eine große Bindung zu dem Kind wie die Mama.
Und ganau an der bindung muß er Arbeiten damit die auch wächst.

Kleines Beispiel:
Bei meiner Freundin war ihr Mann auch bei der Geburt dabei und hat den dummen Fehler gemacht nicht hinter ihr zu sitzen sondern vor ihr. Er konnte wirklich alles sehen, und da sie bei der Geburt auch noch ganz furchtbar gerissen ist, war das kein schöner Anblick. Er hat sich dann zwar ganz toll um sein Kind gekümmert, aber es hat 2 1/2 Jahre gedauert, bis er sich endlich wieder getraut hat mit seiner Frau intim zu werden. Er hat gesagt, das er ihr sowas nicht noch einmal antun wollte. Dabei hatte sie aber alles ganz prima weggesteckt. Er hatte nur mit dem Anblick ein großes Problem. Sie haben dann später aber doch noch ein zweites Kind bekommen. Bei der zweiten Geburt hat er hinter ihr gesessen und auch alles prima gemeister. Diesmal erging es ihm viel besser.

Man Muß dazu sagen, das der junge Mann nicht grad zimperlich ist. Ist ein super cooler Rocker der mit einer einschlägig bekannten Harleygang unterwegs ist. Er liebt Horrorfilme und trotz dem hat es ihn total aus den Puschen gehauen, die Geburt so mitzuerleben. Aber wie gesagt, mit seinen Kindern hat er sich immer ganz toll beschäftigt. Nur seine Frau mochte er nach der ersten Geburt kaum noch anfassen.


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12. November 2006 um 12:35
In Antwort auf fritzi_12840776

Papa werden ist nicht schwer, Papa sein dagegen sehr
Wenn der Mann deiner Freundin das Erlebnis der Geburt nicht so gut verkraftet hat würde sich das vermutlich eher so äußern, das er seine Frau kaum noch anfasst.
Aber das er sich nicht um sein Kind kümmert liegt wohl eher daran, das er sich vorher nicht damit auseinandergesetzt hat, was es bedeutet eine Familie zu haben.
Er hat jetzt Verantwortung zu übernehmen, und das fällt ihm offensichtlich noch etwas schwer.
Vieleicht sollte sie einfach mal darauf bestehen, das er sichmal die zeit nimmt mit den beiden, oder nur mit seinem Kind spazieren zu gehen, oder etwas anderes zu machen ( z.B. Babyschwimmen), was er auch ganz Bewußt mit seinem Kind erlebt. Er muß zu dem Würmchen erst mal eine Beziehung aufbauen. Er hat sie ja nicht die ganze Zeit im Bauch gehabt und daher nicht so eine große Bindung zu dem Kind wie die Mama.
Und ganau an der bindung muß er Arbeiten damit die auch wächst.

Kleines Beispiel:
Bei meiner Freundin war ihr Mann auch bei der Geburt dabei und hat den dummen Fehler gemacht nicht hinter ihr zu sitzen sondern vor ihr. Er konnte wirklich alles sehen, und da sie bei der Geburt auch noch ganz furchtbar gerissen ist, war das kein schöner Anblick. Er hat sich dann zwar ganz toll um sein Kind gekümmert, aber es hat 2 1/2 Jahre gedauert, bis er sich endlich wieder getraut hat mit seiner Frau intim zu werden. Er hat gesagt, das er ihr sowas nicht noch einmal antun wollte. Dabei hatte sie aber alles ganz prima weggesteckt. Er hatte nur mit dem Anblick ein großes Problem. Sie haben dann später aber doch noch ein zweites Kind bekommen. Bei der zweiten Geburt hat er hinter ihr gesessen und auch alles prima gemeister. Diesmal erging es ihm viel besser.

Man Muß dazu sagen, das der junge Mann nicht grad zimperlich ist. Ist ein super cooler Rocker der mit einer einschlägig bekannten Harleygang unterwegs ist. Er liebt Horrorfilme und trotz dem hat es ihn total aus den Puschen gehauen, die Geburt so mitzuerleben. Aber wie gesagt, mit seinen Kindern hat er sich immer ganz toll beschäftigt. Nur seine Frau mochte er nach der ersten Geburt kaum noch anfassen.


Da schließe ich mich an
Ich kenne einen einzigen Fall, bei dem ich sagen würde, dass der Mann bzw. Vater die Geburt nicht verkraftet hat (ähnlich abgelaufen wie bei deinem Beispiel). Das ganze äußerte sich aber so, dass er ebenfalls nicht mehr mit seiner Frau intim sein wollte und keineswegs im Umgang mit seinem Kind; um dies hat er sich immer rührend gekümmert.

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12. November 2006 um 17:18
In Antwort auf runa_12850644

Da schließe ich mich an
Ich kenne einen einzigen Fall, bei dem ich sagen würde, dass der Mann bzw. Vater die Geburt nicht verkraftet hat (ähnlich abgelaufen wie bei deinem Beispiel). Das ganze äußerte sich aber so, dass er ebenfalls nicht mehr mit seiner Frau intim sein wollte und keineswegs im Umgang mit seinem Kind; um dies hat er sich immer rührend gekümmert.

Hallo
Ich hatte gestern abend nochmal die Möglichkeit ungestört mit Ihr reden zu können. So raus kam das die beiden seit der Geburt auch nicht mehr intim geworden sind, er blockt wohl auch das "knutschen" ab, ich hoffe einfach für die beiden das er Angst hat aus dem Knutschen könnte mehr werden. Ich konnte auch beobachten das, als er das kleine Muckelchen auf dem Arm hatte, mit Ihr geschmust und geknuddelt hat und Ihr Bussi auf die Wange gab usw. aber das käme eher selten vor, meinte Sie.
Ich hoffe für die beiden das sich das jetzt die nächste Zeit ändert.

LG Sabrina

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12. November 2006 um 22:07
In Antwort auf elise_12773624

Vielen dank
für Deine Antwort. Ich denke so wie Du es beschreibt trifft es auf die beiden zu. Ich werden den beiden ans Herz legen unbedingt mit einander zu sprechen, weil alles andere hat halt keinen Sinn.
Dir für Deine Entbindung (es hört sich so an als ob Sie noch bevor steht) alles Liebe und Gute. Und das es relativ schnell und einigermaßen erträglich ist für Dich.

LG Sabrina

Liebe sami
hört sich echt traurig an das Ganze. Das was die andern geschrieben haben, unterschreib ich also auch..
vielleicht noch ein kleines Detail, ich kenne ein paar Väter, die nichts mit Babys anfangen können. Wenn sie aber so ca. 6Monate alt sind, sind sie auf einmal anders, sie könnnen dann endlich mit dem Kleinen was unternehmen, der Kleine lächelt und nimmt die Umgebung wahr. Wir haben selber noch kein Kind, aber bei meinen Patenkindern hat mein Freund so reagiert. Jetzt wo sie ein Jahr alt sind, find er es mega mit denen was zu unternehmen, vorher wusste er einfach nicht, was er mit so einem kleinen Bündel anfangen sollte. Das isst ja nur und schläft und schreit vielleicht noch..er hatte überhaupt kein Interesse daran..
Evtl. könnte es ja auch teilweise daran liegen..
Wie du beschreibst, liegt das Problem sicher tiefgründiger, aber vielleicht hilft dieser Aspekt ein bisschen...

Ich hoffe, dass es bald besser läuft bei deiner Freundin!!

Küsschen

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