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Nach der Abtreibung doch noch psychische Probleme...

28. September 2012 um 21:25 Letzte Antwort: 29. September 2012 um 20:25

Joa, vielleicht kennt ihr mich ja noch... ich war die da:
http://forum.gofeminin.de/forum/f117/__f5130_f117-Hilfe.html

Jetzt habe ich das alles "überstanden", es ist eine Weile her und ich habe mich verändert.
Nicht das ihr das falsch versteht, ich bin immer noch der Meinung das die Lösung die einzig Richtige war, was leider nichts daran ändert das ich mich schrecklich fühle.

Seitdem hab ich psychische Probleme bekommen, ich bin enorm überemotional, flippe leicht aus, habe übermässige Probleme in der Arbeit bekommen, weil ich die Menschen um mich herum nicht mehr ertrage.
Es wurde mir alles viel zu viel. Ich ging zum Psychotherapeuten weil ich es einfach nicht mehr aushalte, ich weiss wirklich nicht was mir passiert. Oder wie ich es aufhalten kann.

So wie ich jetzt bin kann ich mich nicht einschätzen, ich könnte irgendwelche Menschen angreifen oder irgendeinen anderen Schwachsinn machen wie Job kündigen oder wat weiss ich, auf jeden Fall dreh ich durch.

Ich handle irgendwie laufend so wie ich es weder von mir gewohnt bin noch nachvollziehen kann... so oder so, der Arzt meint eine Therapie wäre sinnig.

Nur... da müsste ich bestimmt noch n halbes Jahr darauf warten...

Jetzt meine Frage (ich will euch ja nicht vollends zusülzen):
Macht das Sinn?

Ich hab so das Gefühl das ich in nem halben Jahr auch selbst damit fertig werden könnte, zumindest habe ich die Hoffnung.
Denn ehrlich gesagt mag ich es nicht wenn mir jedes Mal bei Kindergartenkindern die niedlich sind, die Tränen in die Augen steigen und ich dann für mehrere Stunden kopftechnisch echt geliefert bin.

Man sagte mir, ich solle trauern.
Nur... wie? o.O
Was hilft in so einer Situation?

Ich weiss doch alles, ich weiss es ist ne scheiss Situation und ich weiss das wenn ich kerngesund wäre, dieses Kind nie abgetrieben hätte.
Verdammt nochmal, ich wusste es vorher, ich hab alles so gemacht wie ich mir gedacht habe das es "reichen" müsste damit mein Kopf und mein Herz das selbe Ziel haben.
Ich war fest davon überzeugt das sie es haben, eigentlich bin ich das jetzt noch.
Aber warum zum Geier macht mir das dennoch alles so viel aus? Und wie kriege ich das weg?

Macht es wirklich Sinn n halbes Jahr auf nen Therapieplatz zu warten nur um dann nochmal n Jahr zu quatschen, das Thema vermutlich unzählige Male durchzukauen und dann vielleicht wieder richtig zu ticken?
Und noch was:
Meine Psyche ist vollkommen am Ende, mein Körper dadurch auch. Das ganze hat immensen Stress verursacht, den ich ja eigentlich nicht mehr haben sollte.
Ich muss laufend früher aus der Arbeit weil mein Körper einfach nicht mehr kann.
So kann das doch nicht noch n halbes Jahr weitergehen... oder zwei. O.o
Kann ich denn nicht JETZT schon was tun?

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29. September 2012 um 8:59

...
___________________
tut mir leid, dass es Dir gerade so schlecht geht.
Ich erinnere mich noch an Deinen Fall. Und ich hätte mir gewünscht, dass Du damals die Kraft gefunden hättest, Dich für Dein Kind zu entscheiden.
Denn ich hatte das Gefühl, dass es wirklich in erster Linie eine Vernunftsentscheidung war, hinter der Dein Herz nicht so ganz stand.
Offensichtlich bewahrheitet sich das jetzt leider.
___________________

> Ja, naja, das wussten wir ja vorher.
Ich hab mich aus guten Gründen dagegen entschieden.
Und natürlich war mein Herz dagegen, das merk ich jetzt immer wieder. Aber... mein Herz hat sich zum Entscheidungszeitpunkt auch damit im Einklang gefunden.
Es fängt nur wohl grade an, darum trauern zu wollen.
Warum auch immer.

Tut mir sehr Leid was du durchgemacht hast...

___________________
Worauf ich hinauswill - ich bin nicht sicher, ob es zwingend eine professionelle Therapie sein muß.
Wenn man dagegen eh schon Vorbehalte hat - dann ist es unter Umständen vielleicht sogar hilfreicher, wenn man einfach erstmal auf liebe Freunde zurückgreift, die einem zuhören, auch wenn man zum xten Mal das gleiche erzählt.
__________________

Njo, der Punkt ist der: ich will überhaupt nicht darüber erzählen. Was soll ich auch sagen?
"Mir gehts schlecht aufgrund der Tatsache das nun alles so beschissen gelaufen ist." So, das kann ich auch 20.000 mal am Tag aufsagen, dadurch wirds aber vermutlich nicht besser.
Ausserdem habe ich meine Freunde vergrault grad. Ich hab ihnen erzählt ich will sie allesamt nicht sehen weil ich sie grad gar nicht ertragen kann.
Ich mag dieses ständige Gelaber und Gerede nicht, meine Probleme hab ich schon immer nur mit mir ausgemacht.
Und egal was sie dazu zu sagen haben, es ist sowieso falsch.

Sagen sie das ich alles Richtig gemacht hab, geh ich auf die Barrikaden weil es einfach so gefühlskalt klingt. Sagen sie ich hätt mich anders entscheiden müssen, werd ich knatschig weil ich weiss das sie sich gar nicht vorstellen können was ich tagtäglich so durchlebe. Und alle vergessen das scheinbar immer wieder.

Selbst mein Chef. Alle sagen immer wieder ich solle mich schonen, Gesundheit ginge vor und bla sülz, aber dennoch halsen mir alle immer so unendlich viel auf weil sie einfach kein Gefühl dafür haben wie belastbar ich bin oder das ich immer über meine Belastbarkeit arbeite.
Und das ist bei meinen Freunden nicht anders.

Sie sagen "pass auf dich auf, achte auf dich" aber wenn ich dann mal sage das mir dies oder das grad zu viel wird (wie hundert Nachrichten am Tag schreiben nur weil derjenige grad Probleme hat) dann können sie es auch nicht nachvollziehen und gucken mich an wie ein verschrecktes Reh.

Es weiss auch JEDER das ich immer zu spät Bescheid gebe wenn mir was nicht passt oder ich langsam ko gehe.
Wenn ich sage, das mir grad alles zu viel wird, dann ist es also eigentlich so, das es mir vor 10 Wochen schon zu viel war und ich ziemlich bald ziemlich durchdrehe.
Wenn ich sage ich habe Schmerzen, dann hab ich nicht einfach ein ziehen im Körper, sondern solche Schmerzen das ich nicht mehr gescheit atmen kann oder den Arm bewegen kann.

Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, das ich alle meine Freunde und Bekannten für ziemlich unqualifiziert betrachte was meine Probleme angeht. Weil es einfach niemand nachvollziehen kann.

Wer hat schon nen Schrittmacher, nen Schlaganfall, muss jedes Mal aufs Neue die selben Erfahrungen machen, hat ständig Probleme und will einfach nur noch das es endlich mal ruhiger um einen wird?
Sie können alle nicht nachvollziehen das ich kein Mensch bin der Andere im Stich lässt, ebensowenig das ich tatsächlich auch keinen Bock drauf hab immer von negativen Erlebnissen berichten zu müssen...

Achso... und ich hab am 18.10. meine Sterilisation.
Da sagen auch viele, ob das nötig ist.
Ich meine: OB DAS NÖTIG IST?

>>>> DAS SCHLIMMSTE WAS MIR PASSIEREN KONNTE IST MIR PASSIERT, ich wollte nie ein Kind abtreiben müssen und ich habe es getan, vor lauter Angst weil ich mein eigenes Leben damit massiv gefährdet hätte ICH MÖCHTE SOWAS NIE WIEDER ERLEBEN MÜSSEN.... <<<<<
Ich kann das noch tausend Mal sagen aber raffen werden sie alle es wohl nie.

Sie kapieren allesamt nicht meine Zusammenhänge und ehrlich gesagt hasse ich sie allesamt grad ziemlich.
Das sind die letzten Menschen die ich grad um mich haben wollen würde, meine Freunde.

Völlig Fremden will ich es aber auch nicht aufhalsen, die labern ja in der Regel auch immer das ganz normale A-Z runter und gut is es für die.

Auf Therapie hab ich aber auch keinen Bock. Erst drauf warten, dann da jede Woche oder Monat oder wie auch immer hin latschen müssen um irgendwen voll zu heulen mit meinen Problemen... das widerstrebt mir, das finde ich echt gruselig.

Sorry jetzt bin ich abgeschweift. ^^'''

_________________
Was ist mit Deinen Eltern?
Deinen Freund?
_________________

Meinen Eltern würde ich das nie erzählen.
Mein Freund weiss das, er kümmert sich auch um mich wann immer ich grad am Rad drehe.
Aber er kann es überhaupt nicht nachvollziehen, was irgendwie lustig ist.
Mein Freund ist eigentlich der Gefühlsmensch von uns und ich die Logiktante.
Aber in diesem speziellen Fall versteht er es nicht. Für ihn ist das alles gegessen, ich kann ihm auch nicht erklären wie ich mich fühle, so das er es versteht.
Wir haben nun mittlerweile festgestellt das es wohl was anderes ist wenn man das Kind FÜHLT, wenn man es sah, wenn man sah das das Herz schlägt und so.
Bei ihm hört das Verständnis einfach auf.
Er ist so schon für mich da. Aber er fragt nie danach, er lässt immer nur mich entscheiden ob ich darüber reden will und ich will nicht, denn ich weiss nicht wie das geht.
Ich weiss nicht was ich sagen soll.

______________________
Ich denke aber, um das Darüber-Reden und das Trauern wirst Du nicht herumkommen; das ist ein wichtiger Schritt, eine traumatische Situation verarbeiten zu können - sich aktiv und ganz bewußt damit auseinandersetzen.
_____________________
Ja... reden ist schon wichtig. Als ich gemobbt wurde, als Kind, da sprach ich auch danach mit meinen "neuen" Klassenkameraden drüber und hab es aufgearbeitet.
Aber damals konnte ich Situationen beschreiben, ich konnte neue Verknüpfungen erlangen und ich hatte was zu tun...
Da war der vorgegebene Weg relativ klar, weil mir schon mein Körper und mein Kopf gesagt haben was ich tun muss um wieder heile zu werden.
Ich hielt mich dran und alles passte.

JETZT habe ich nicht die geringste Ahnung.
Mein Kopf sagt mir:
Alle anderen Menschen sind zum kotzen. Halte dich von ihnen fern mit ihren kleinen Miniproblemen ala "Ich finde meinen Joghurt nicht." Umgebe dich mit Freundlichkeit, Fröhlichkeit, Nettigkeit und weise alles andere ab.
Überflute dich mit Schönem.

Aber, das hilft mir nur mich über Wasser zu halten. Es hilft mir nicht beim heilen.
Naja, es heisst andererseits auch: Die Zeit heilt alle Wunden. Vielleicht brauch ich einfach länger als Andere dazu und mein Körper teilt mir den Weg mit wenn er ihn selbst raus gefunden hat... wer weiss.

_______________________
Darf ich fragen, ob Du Dein Kind beerdigt hast? Ob es einen Namen erhalten hat?
Vielleicht könnte es ja hilfreich sein, wenn Du einen Platz hast, an dem Du ganz bewußt noch mit Deinen Kind "zusammensein" kannst und Dich dann verabschieden?
______________________

Beerdigt hab ichs nicht, einen Namen bekam es auch nicht. Es war ja noch kein richtiges Mäuschen.
Ich gebe Lebewesen erst Namen wenn ich ihren Charakter kennengelernt habe, ihr Wesen, ihr eigenes ICH.
Davor sind alle bei mir Namenlos und kriegen einfach erstmal Kosenamen.
So gesehen hieß es "Kleines".
Ich verabschiedete mich ein paar Tage vor der OP und direkt am Tag der OP bevor ich sie hatte. Danach auch nochmal. Ich lies die Seele gehen und ich denke auch, das mein Kind es verstanden hat.
Zumindest habe ich nicht das Gefühl das es noch da ist.



Aww, ich danke dir für deine Antwort.
Aber ich glaube... bei mir ist einfach irgendwie was mächtig schief gegangen in meinem Leben.
Ich werde mich wohl einfach erstmal auf meinen Körper und meinen Kopf verlassen und hören was die fordern um wieder gesund werden zu können.

Und die Arbeit und meine Freunde und sowas, die müssen halt da durch.
Sind sie das Richtige für mich, bzw. die Richtigen, dann werden sie es aushalten, ansonsten sind sie entbehrlich.
Und das Leben geht immer irgendwie weiter.
Vielleicht brauche ich ja auch einfach wieder nen Wandel.
Wer weiss. :/

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29. September 2012 um 10:02
In Antwort auf oberon_12951932

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tut mir leid, dass es Dir gerade so schlecht geht.
Ich erinnere mich noch an Deinen Fall. Und ich hätte mir gewünscht, dass Du damals die Kraft gefunden hättest, Dich für Dein Kind zu entscheiden.
Denn ich hatte das Gefühl, dass es wirklich in erster Linie eine Vernunftsentscheidung war, hinter der Dein Herz nicht so ganz stand.
Offensichtlich bewahrheitet sich das jetzt leider.
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> Ja, naja, das wussten wir ja vorher.
Ich hab mich aus guten Gründen dagegen entschieden.
Und natürlich war mein Herz dagegen, das merk ich jetzt immer wieder. Aber... mein Herz hat sich zum Entscheidungszeitpunkt auch damit im Einklang gefunden.
Es fängt nur wohl grade an, darum trauern zu wollen.
Warum auch immer.

Tut mir sehr Leid was du durchgemacht hast...

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Worauf ich hinauswill - ich bin nicht sicher, ob es zwingend eine professionelle Therapie sein muß.
Wenn man dagegen eh schon Vorbehalte hat - dann ist es unter Umständen vielleicht sogar hilfreicher, wenn man einfach erstmal auf liebe Freunde zurückgreift, die einem zuhören, auch wenn man zum xten Mal das gleiche erzählt.
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Njo, der Punkt ist der: ich will überhaupt nicht darüber erzählen. Was soll ich auch sagen?
"Mir gehts schlecht aufgrund der Tatsache das nun alles so beschissen gelaufen ist." So, das kann ich auch 20.000 mal am Tag aufsagen, dadurch wirds aber vermutlich nicht besser.
Ausserdem habe ich meine Freunde vergrault grad. Ich hab ihnen erzählt ich will sie allesamt nicht sehen weil ich sie grad gar nicht ertragen kann.
Ich mag dieses ständige Gelaber und Gerede nicht, meine Probleme hab ich schon immer nur mit mir ausgemacht.
Und egal was sie dazu zu sagen haben, es ist sowieso falsch.

Sagen sie das ich alles Richtig gemacht hab, geh ich auf die Barrikaden weil es einfach so gefühlskalt klingt. Sagen sie ich hätt mich anders entscheiden müssen, werd ich knatschig weil ich weiss das sie sich gar nicht vorstellen können was ich tagtäglich so durchlebe. Und alle vergessen das scheinbar immer wieder.

Selbst mein Chef. Alle sagen immer wieder ich solle mich schonen, Gesundheit ginge vor und bla sülz, aber dennoch halsen mir alle immer so unendlich viel auf weil sie einfach kein Gefühl dafür haben wie belastbar ich bin oder das ich immer über meine Belastbarkeit arbeite.
Und das ist bei meinen Freunden nicht anders.

Sie sagen "pass auf dich auf, achte auf dich" aber wenn ich dann mal sage das mir dies oder das grad zu viel wird (wie hundert Nachrichten am Tag schreiben nur weil derjenige grad Probleme hat) dann können sie es auch nicht nachvollziehen und gucken mich an wie ein verschrecktes Reh.

Es weiss auch JEDER das ich immer zu spät Bescheid gebe wenn mir was nicht passt oder ich langsam ko gehe.
Wenn ich sage, das mir grad alles zu viel wird, dann ist es also eigentlich so, das es mir vor 10 Wochen schon zu viel war und ich ziemlich bald ziemlich durchdrehe.
Wenn ich sage ich habe Schmerzen, dann hab ich nicht einfach ein ziehen im Körper, sondern solche Schmerzen das ich nicht mehr gescheit atmen kann oder den Arm bewegen kann.

Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, das ich alle meine Freunde und Bekannten für ziemlich unqualifiziert betrachte was meine Probleme angeht. Weil es einfach niemand nachvollziehen kann.

Wer hat schon nen Schrittmacher, nen Schlaganfall, muss jedes Mal aufs Neue die selben Erfahrungen machen, hat ständig Probleme und will einfach nur noch das es endlich mal ruhiger um einen wird?
Sie können alle nicht nachvollziehen das ich kein Mensch bin der Andere im Stich lässt, ebensowenig das ich tatsächlich auch keinen Bock drauf hab immer von negativen Erlebnissen berichten zu müssen...

Achso... und ich hab am 18.10. meine Sterilisation.
Da sagen auch viele, ob das nötig ist.
Ich meine: OB DAS NÖTIG IST?

>>>> DAS SCHLIMMSTE WAS MIR PASSIEREN KONNTE IST MIR PASSIERT, ich wollte nie ein Kind abtreiben müssen und ich habe es getan, vor lauter Angst weil ich mein eigenes Leben damit massiv gefährdet hätte ICH MÖCHTE SOWAS NIE WIEDER ERLEBEN MÜSSEN.... <<<<<
Ich kann das noch tausend Mal sagen aber raffen werden sie alle es wohl nie.

Sie kapieren allesamt nicht meine Zusammenhänge und ehrlich gesagt hasse ich sie allesamt grad ziemlich.
Das sind die letzten Menschen die ich grad um mich haben wollen würde, meine Freunde.

Völlig Fremden will ich es aber auch nicht aufhalsen, die labern ja in der Regel auch immer das ganz normale A-Z runter und gut is es für die.

Auf Therapie hab ich aber auch keinen Bock. Erst drauf warten, dann da jede Woche oder Monat oder wie auch immer hin latschen müssen um irgendwen voll zu heulen mit meinen Problemen... das widerstrebt mir, das finde ich echt gruselig.

Sorry jetzt bin ich abgeschweift. ^^'''

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Was ist mit Deinen Eltern?
Deinen Freund?
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Meinen Eltern würde ich das nie erzählen.
Mein Freund weiss das, er kümmert sich auch um mich wann immer ich grad am Rad drehe.
Aber er kann es überhaupt nicht nachvollziehen, was irgendwie lustig ist.
Mein Freund ist eigentlich der Gefühlsmensch von uns und ich die Logiktante.
Aber in diesem speziellen Fall versteht er es nicht. Für ihn ist das alles gegessen, ich kann ihm auch nicht erklären wie ich mich fühle, so das er es versteht.
Wir haben nun mittlerweile festgestellt das es wohl was anderes ist wenn man das Kind FÜHLT, wenn man es sah, wenn man sah das das Herz schlägt und so.
Bei ihm hört das Verständnis einfach auf.
Er ist so schon für mich da. Aber er fragt nie danach, er lässt immer nur mich entscheiden ob ich darüber reden will und ich will nicht, denn ich weiss nicht wie das geht.
Ich weiss nicht was ich sagen soll.

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Ich denke aber, um das Darüber-Reden und das Trauern wirst Du nicht herumkommen; das ist ein wichtiger Schritt, eine traumatische Situation verarbeiten zu können - sich aktiv und ganz bewußt damit auseinandersetzen.
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Ja... reden ist schon wichtig. Als ich gemobbt wurde, als Kind, da sprach ich auch danach mit meinen "neuen" Klassenkameraden drüber und hab es aufgearbeitet.
Aber damals konnte ich Situationen beschreiben, ich konnte neue Verknüpfungen erlangen und ich hatte was zu tun...
Da war der vorgegebene Weg relativ klar, weil mir schon mein Körper und mein Kopf gesagt haben was ich tun muss um wieder heile zu werden.
Ich hielt mich dran und alles passte.

JETZT habe ich nicht die geringste Ahnung.
Mein Kopf sagt mir:
Alle anderen Menschen sind zum kotzen. Halte dich von ihnen fern mit ihren kleinen Miniproblemen ala "Ich finde meinen Joghurt nicht." Umgebe dich mit Freundlichkeit, Fröhlichkeit, Nettigkeit und weise alles andere ab.
Überflute dich mit Schönem.

Aber, das hilft mir nur mich über Wasser zu halten. Es hilft mir nicht beim heilen.
Naja, es heisst andererseits auch: Die Zeit heilt alle Wunden. Vielleicht brauch ich einfach länger als Andere dazu und mein Körper teilt mir den Weg mit wenn er ihn selbst raus gefunden hat... wer weiss.

_______________________
Darf ich fragen, ob Du Dein Kind beerdigt hast? Ob es einen Namen erhalten hat?
Vielleicht könnte es ja hilfreich sein, wenn Du einen Platz hast, an dem Du ganz bewußt noch mit Deinen Kind "zusammensein" kannst und Dich dann verabschieden?
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Beerdigt hab ichs nicht, einen Namen bekam es auch nicht. Es war ja noch kein richtiges Mäuschen.
Ich gebe Lebewesen erst Namen wenn ich ihren Charakter kennengelernt habe, ihr Wesen, ihr eigenes ICH.
Davor sind alle bei mir Namenlos und kriegen einfach erstmal Kosenamen.
So gesehen hieß es "Kleines".
Ich verabschiedete mich ein paar Tage vor der OP und direkt am Tag der OP bevor ich sie hatte. Danach auch nochmal. Ich lies die Seele gehen und ich denke auch, das mein Kind es verstanden hat.
Zumindest habe ich nicht das Gefühl das es noch da ist.



Aww, ich danke dir für deine Antwort.
Aber ich glaube... bei mir ist einfach irgendwie was mächtig schief gegangen in meinem Leben.
Ich werde mich wohl einfach erstmal auf meinen Körper und meinen Kopf verlassen und hören was die fordern um wieder gesund werden zu können.

Und die Arbeit und meine Freunde und sowas, die müssen halt da durch.
Sind sie das Richtige für mich, bzw. die Richtigen, dann werden sie es aushalten, ansonsten sind sie entbehrlich.
Und das Leben geht immer irgendwie weiter.
Vielleicht brauche ich ja auch einfach wieder nen Wandel.
Wer weiss. :/


Moin. Erstes Gefühl: Mitleid. Das ist nicht böse gemeint, ich weiß selber, dass man genau das ganz oft nicht will. Aber mir tut das leid, wenn man in so einer Situation hängt und selber den Horizont gerade nicht sieht.
Zweites Gefül: die ist wie Karin. Ich habe eine sehr gute Freundin, die bei mir so ein bißchen an Mutterstatt wirkt. Powerteilchen. Ständig am Neuen suchen, entdecken, ihre Grenzen suchen. Als junges Ding mitm Rucksack durch die Welt, viele Berufe, ständig neue Herausforderungen. Und irgendwann kam die Multiple Sklerose. Zack, aus heiterem Himmel, von einem Tag auf den anderen aus dem Leben gerissen. Aber: sie hat sich sehr mühsam zurück gekämpft und hat "Frieden" mit sich selbst geschlossen. Dein Satz mit dem Aua-aber-eigentlich-schon-vor-zehn-Wochen hätte von ihr kommen können. Und das ist nicht gesund, das hat sie lange und schmerzvoll einsehen müssen.
Nicht gleich motzen: was hälst Du von einer Kur? Denk mal in Ruhe drüber nach, aber vielleicht ist mal vier-sechs Wochen DU, in einem anderen Umfeld hilfreich. Mit einer psychosomatischen Ausrichtung, etwas, was sich um Dich und deine Bedürfnisse kümmert, wo du vielleicht lernst, wie du zu einem gesunden Umgang findest. Du kannst nicht ewig wie so ein Schnellkochtopf kurz vor Katastrophe zischen, nicht immer alle Stoppzeichen deines Körpers überfahren, nicht immer nur Action geben und über deine eigentliche Belastbarkeit hinaus funktionieren. Eine Kur, mit Entspannungstechniken, mit Gesprächen, mit Luft zum Atmen...vielleicht wäre das etwas für Dich? Zumindest musst du darauf nicht so lange warten wie auf einen heimischen Therapeuten. Hinschmeissen kannste ja immer noch. Aber meiner Meinung nach musst du irgendwie einen neuen, anderen, gesünderen Umgang mit dir lernen und durch diesen ungewollten (wenn auch logischem) Abschied ist da irgendwas erdrutschmaessig in Bewegung gekommen. Bislang hast Du funktioniert und jetzt entgleitet dir alles. Da, an dem Punkt brauchst Du Hilfe. Wenn du so weiter machst, wie bisher, dich liebende Menschen vorn Kopp stößt, dich überforderst, geht die Nummer schief. Ein Motor kann auch nur richtig laufen, wenn alle Schmierstoffe, etc vorhanden sind, sonst geht das kaputt...und dein Leben ist kein Rennen, du mußt dich nicht selber überholen, du sollst nur lernen, was gut für dich ist, wie du glücklich sein kannst, wie du mit anderen auskommst, wie du zur Ruhe kommst....noch mal: das ist keine Kritik, das soll dich nicht ärgern. Ich denke nur einfach, das Du auf dem für deinen Körper, für dich, für dein Leben falschem Weg bist und dafür Alternativen lernen mußt. Das hat der Abbruch auslöst, jetzt mußt du was tun.

Ich wünsch dir klare Gedanken und dass es Dir bald besser geht.

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29. September 2012 um 12:10
In Antwort auf an0N_1248832599z


Moin. Erstes Gefühl: Mitleid. Das ist nicht böse gemeint, ich weiß selber, dass man genau das ganz oft nicht will. Aber mir tut das leid, wenn man in so einer Situation hängt und selber den Horizont gerade nicht sieht.
Zweites Gefül: die ist wie Karin. Ich habe eine sehr gute Freundin, die bei mir so ein bißchen an Mutterstatt wirkt. Powerteilchen. Ständig am Neuen suchen, entdecken, ihre Grenzen suchen. Als junges Ding mitm Rucksack durch die Welt, viele Berufe, ständig neue Herausforderungen. Und irgendwann kam die Multiple Sklerose. Zack, aus heiterem Himmel, von einem Tag auf den anderen aus dem Leben gerissen. Aber: sie hat sich sehr mühsam zurück gekämpft und hat "Frieden" mit sich selbst geschlossen. Dein Satz mit dem Aua-aber-eigentlich-schon-vor-zehn-Wochen hätte von ihr kommen können. Und das ist nicht gesund, das hat sie lange und schmerzvoll einsehen müssen.
Nicht gleich motzen: was hälst Du von einer Kur? Denk mal in Ruhe drüber nach, aber vielleicht ist mal vier-sechs Wochen DU, in einem anderen Umfeld hilfreich. Mit einer psychosomatischen Ausrichtung, etwas, was sich um Dich und deine Bedürfnisse kümmert, wo du vielleicht lernst, wie du zu einem gesunden Umgang findest. Du kannst nicht ewig wie so ein Schnellkochtopf kurz vor Katastrophe zischen, nicht immer alle Stoppzeichen deines Körpers überfahren, nicht immer nur Action geben und über deine eigentliche Belastbarkeit hinaus funktionieren. Eine Kur, mit Entspannungstechniken, mit Gesprächen, mit Luft zum Atmen...vielleicht wäre das etwas für Dich? Zumindest musst du darauf nicht so lange warten wie auf einen heimischen Therapeuten. Hinschmeissen kannste ja immer noch. Aber meiner Meinung nach musst du irgendwie einen neuen, anderen, gesünderen Umgang mit dir lernen und durch diesen ungewollten (wenn auch logischem) Abschied ist da irgendwas erdrutschmaessig in Bewegung gekommen. Bislang hast Du funktioniert und jetzt entgleitet dir alles. Da, an dem Punkt brauchst Du Hilfe. Wenn du so weiter machst, wie bisher, dich liebende Menschen vorn Kopp stößt, dich überforderst, geht die Nummer schief. Ein Motor kann auch nur richtig laufen, wenn alle Schmierstoffe, etc vorhanden sind, sonst geht das kaputt...und dein Leben ist kein Rennen, du mußt dich nicht selber überholen, du sollst nur lernen, was gut für dich ist, wie du glücklich sein kannst, wie du mit anderen auskommst, wie du zur Ruhe kommst....noch mal: das ist keine Kritik, das soll dich nicht ärgern. Ich denke nur einfach, das Du auf dem für deinen Körper, für dich, für dein Leben falschem Weg bist und dafür Alternativen lernen mußt. Das hat der Abbruch auslöst, jetzt mußt du was tun.

Ich wünsch dir klare Gedanken und dass es Dir bald besser geht.

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Erstes Gefühl: Mitleid. Das ist nicht böse gemeint, ich weiß selber, dass man genau das ganz oft nicht will. Aber mir tut das leid, wenn man in so einer Situation hängt und selber den Horizont gerade nicht sieht.
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Ähm, ja, danke? o.O

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Zweites Gefül: die ist wie Karin. Ich habe eine sehr gute Freundin, die bei mir so ein bißchen an Mutterstatt wirkt. Powerteilchen. Ständig am Neuen suchen, entdecken, ihre Grenzen suchen. Als junges Ding mitm Rucksack durch die Welt, viele Berufe, ständig neue Herausforderungen. Und irgendwann kam die Multiple Sklerose. Zack, aus heiterem Himmel, von einem Tag auf den anderen aus dem Leben gerissen.
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Is interessant, mein Zweitname ist zufälligerweise Karin.
Und ich kenne das ziemlich ähnlich. Nur etwas anders noch.
Zeitweise hatte ich 3-4 Teilzeitjobs nebeneinander, hab auch tagelang durchgearbeitet ohne Pause oder Schlafen...
aber irgendwann wurde ich ruhiger.
Ich bin zwar nach wie vor eine Kämpfernatur, aber kein Duracellhäschen mehr.

Den Zack Effekt hatte ich auch.
Schon witzig.
Mein ganzes Leben hätte ich von einem auf den anderen Moment sterben können und ich wusste es und war im Reinen mit mir und der Welt.
Dann bekam ich den Schrittmacher und die Dinge änderten sich, ich war nun "sicher", zumindest so sicher wie jeder "normale" andere Mensch.
Und exakt ein halbes Jahr später kam das Zack... der Schlaganfall.
Mein Leben war so wie ich es kannte vorbei. Ich hätte genausogut gleich tot sein können oder aber schwerwiegendere Schäden haben können als ich ohnehin schon habe.
Ironie des Schicksals nennt man das wohl.
In meinem Leben ist wohl fest verbucht das ich rund um die Uhr weiss: Jede Sekunde könnte deine Letzte sein.
Und egal was ich dagegen unternehme und was ich mache um meinem Leben Sicherheit zu geben - das Leben is da offensichtlich anderer Meinung und packt dafür gerne seine Trickkiste aus.

Na immerhin hatte ich ein halbes Jahr... in dem mein Körper sich der neuen Situation anpassen musste und ich kaum 10 Schritte gehen konnte ohne das mein Blutdruck verrückt gespielt hatte. ^^'
Aber (!) ich war wenigstens das was Ärzte als sicher bezeichnen. Yay. -.-

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Aber: sie hat sich sehr mühsam zurück gekämpft und hat "Frieden" mit sich selbst geschlossen. Dein Satz mit dem Aua-aber-eigentlich-schon-vor-zehn-Wochen hätte von ihr kommen können. Und das ist nicht gesund, das hat sie lange und schmerzvoll einsehen müssen.
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Das hatte ich auch vor.
Ich war auch auf nem guten Weg. Erst beim Schrittmacher, dann beim Schlaganfall... aber mein Körper will mir offensichtlich etwas lehren um mich in die andere Richtung zu drängen. Nur ich bin scheinbar zu blöd dafür.

Normal bin ich auch ein Stehaufmensch.
Ich verbuche jede Situation in meinem Leben als absoluten Gewinn. Egal was da kommen mag.
Nur man kann sich schlecht aufrappeln wenn ständig was Neues kommt das einen wieder gewaltsam zu Boden zieht.
Dennoch bin ich von diesem Weg nicht abgekommen. Ich will immer noch zurück in ein normales Leben.
Jetzt muss ich das nur noch meinem Pech so verkaufen das es zustimmt. ^^'

Allerdings... ich weiss das, aber ich kann auch nicht anders. Ich würde gerne ruhiger werden, ich würde es gerne haben das mir Dinge weniger ausmachen, ich würde gerne mal nur an mich denken...
aber je mehr ich das versuche, desto mehr hab ich ein schlechtes Gewissen, weil da draussen nämlich übermässig viele Leute immerzu ausschliesslich an sich denken... und ich finde, das es ausgleichende Menschen geben muss, die das nicht tun. Und deswegen stecke ich leicht in einem seelischen Dilemma.
Ich kann nur an mir was verändern, ich kann nur meine Einstellung ändern... nicht die von anderen Menschen. Das einzige was ich machen kann ist zu hoffen das andere meine positiven Eigenschaften anerkennen und sich zum Vorbild nehmen. Dazu muss ich aber mit gutem Beispiel vorran gehen... und das heisst eben auch:
Ich lasse NICHT meine Kollegen im Stich wenn zwei Vollzeit und eine Teilzeitkraft ausgefallen sind.
Auch wenn es mir superdreckig geht und ich mehr als dringend seit Wochen und Monaten eine Auszeit brauche.
Oder:
Ich sage meinen Freunden NICHT das sie mich mit allem in Ruhe lassen sollen, ich sage ihnen das ich sie grad nicht brauchen kann und sie mir fern bleiben sollen, AUSSER es geht ihnen schlecht, dann dürfen sie gerne meinen Rat ersuchen.
Und so weiter und so fort.
Ich bin der Meinung das man füreinander da sein sollte. In welcher Richtung auch immer. Wegschauen... machen viel zu viele.

Das heisst im Klartext für mich: Ich werde mich entweder eines Tages entscheiden müssen zwischen "der Mensch der ich sein will" und simples "überleben" oder ich muss versuchen es hinzukriegen beides unter einen Hut zu kriegen.

Momentan... fällt es mir einfach schwer, aber immerhin: Ich suche gerade nach der Lösung dieses Problems.
Immerhin ein Anfang.

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Nicht gleich motzen: was hälst Du von einer Kur? Denk mal in Ruhe drüber nach, aber vielleicht ist mal vier-sechs Wochen DU, in einem anderen Umfeld hilfreich.
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Daran hatte ich schon gedacht und das ist grad mein nächster Hoffnungsschimmer.
Das wär wirklich etwas wovor ich mich die letzten 2,5 Jahre übelst gesträubt habe, obwohl ich es wohl dringend nötig hätte (nach Aussagen von Arzt, Chef und Kollegen), wo ich jetzt aber eingesehen habe, das mir das tatsächlich vielleicht ganz gut tun würde.
Ich hab mich aber nicht grundlos gesträubt. Ich habe zwei Hunde, von denen einer nicht ganz einfach zu händeln ist.
Kimmi braucht viel Nähe und Vertrauen zu ihrer Bezugsperson und die ist nunmal, ausser mir, nur mein Freund.
Alle anderen Menschen können sie schwer einschätzen und damit schwer mit ihr umgehen.
Sie braucht dringend die Personen denen sie zutraut Situationen zu managen, da sie Angst vor Männern hat und gerne nach vorne geht.
Das ist ein Problem, denn ich kann sie dadurch nicht mitnehmen in eine Kur, geschweige denn bei irgendwem ausser meinem Freund lassen und der widerrum arbeitet Vollzeit.
Njo, mein nächster Psychotherapeutentermin ist sowieso erst am 22.10., davor steht die Sterilisation an und bis dahin kann ich mir ja dazu nochmal Gedanken machen ob das Problem überhaupt lösbar ist.

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Eine Kur, mit Entspannungstechniken, mit Gesprächen, mit Luft zum Atmen...vielleicht wäre das etwas für Dich? Zumindest musst du darauf nicht so lange warten wie auf einen heimischen Therapeuten. Hinschmeissen kannste ja immer noch. Aber meiner Meinung nach musst du irgendwie einen neuen, anderen, gesünderen Umgang mit dir lernen und durch diesen ungewollten (wenn auch logischem) Abschied ist da irgendwas erdrutschmaessig in Bewegung gekommen. Bislang hast Du funktioniert und jetzt entgleitet dir alles. Da, an dem Punkt brauchst Du Hilfe. Wenn du so weiter machst, wie bisher, dich liebende Menschen vorn Kopp stößt, dich überforderst, geht die Nummer schief. Ein Motor kann auch nur richtig laufen, wenn alle Schmierstoffe, etc vorhanden sind, sonst geht das kaputt...und dein Leben ist kein Rennen, du mußt dich nicht selber überholen, du sollst nur lernen, was gut für dich ist, wie du glücklich sein kannst, wie du mit anderen auskommst, wie du zur Ruhe kommst....noch mal: das ist keine Kritik, das soll dich nicht ärgern. Ich denke nur einfach, das Du auf dem für deinen Körper, für dich, für dein Leben falschem Weg bist und dafür Alternativen lernen mußt. Das hat der Abbruch auslöst, jetzt mußt du was tun.
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Mit dem ganzen könntest du Recht haben. Ich seh das jetzt weder als Kritik noch als irgendwie schlimm an.
Wie du schon so schön sagst: Zur Not kann ich es ja auch abbrechen.
Aber in Sachen Kur hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Dazu müsst ich erstmal n bissi rum erforschen und dann darüber nachdenken und davor erstmal herausfinden ob es überhaupt möglich ist.
Ich denke auch das der Abbruch das Fass einfach zum überlaufen gebracht hat.
Es ist einfach ein reines Dominospiel, der erste Stein fällt und seitdem stoppt es einfach nicht. Es passiert eine Sache nach der nächsten und es wird von Mal zu Mal immer schlimmer und schlimmer. Ich MUSS jetzt jede Möglichkeit in Erwägung ziehen, sie analysieren und herausfinden ob das für mich was ist, ehe ich irgendwann einfach nicht mehr da bin oder so kaputt das ich niemandem mehr helfen kann.

Von dem her: Kur ist ne gute Idee, vielen Dank für den Hinweis.
Ich weiss zwar nicht mal was man da macht, aber... ich werd mich mal informieren. ^^'

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29. September 2012 um 12:36
In Antwort auf oberon_12951932

...
_____________
Erstes Gefühl: Mitleid. Das ist nicht böse gemeint, ich weiß selber, dass man genau das ganz oft nicht will. Aber mir tut das leid, wenn man in so einer Situation hängt und selber den Horizont gerade nicht sieht.
_____________

Ähm, ja, danke? o.O

_____________
Zweites Gefül: die ist wie Karin. Ich habe eine sehr gute Freundin, die bei mir so ein bißchen an Mutterstatt wirkt. Powerteilchen. Ständig am Neuen suchen, entdecken, ihre Grenzen suchen. Als junges Ding mitm Rucksack durch die Welt, viele Berufe, ständig neue Herausforderungen. Und irgendwann kam die Multiple Sklerose. Zack, aus heiterem Himmel, von einem Tag auf den anderen aus dem Leben gerissen.
_____________

Is interessant, mein Zweitname ist zufälligerweise Karin.
Und ich kenne das ziemlich ähnlich. Nur etwas anders noch.
Zeitweise hatte ich 3-4 Teilzeitjobs nebeneinander, hab auch tagelang durchgearbeitet ohne Pause oder Schlafen...
aber irgendwann wurde ich ruhiger.
Ich bin zwar nach wie vor eine Kämpfernatur, aber kein Duracellhäschen mehr.

Den Zack Effekt hatte ich auch.
Schon witzig.
Mein ganzes Leben hätte ich von einem auf den anderen Moment sterben können und ich wusste es und war im Reinen mit mir und der Welt.
Dann bekam ich den Schrittmacher und die Dinge änderten sich, ich war nun "sicher", zumindest so sicher wie jeder "normale" andere Mensch.
Und exakt ein halbes Jahr später kam das Zack... der Schlaganfall.
Mein Leben war so wie ich es kannte vorbei. Ich hätte genausogut gleich tot sein können oder aber schwerwiegendere Schäden haben können als ich ohnehin schon habe.
Ironie des Schicksals nennt man das wohl.
In meinem Leben ist wohl fest verbucht das ich rund um die Uhr weiss: Jede Sekunde könnte deine Letzte sein.
Und egal was ich dagegen unternehme und was ich mache um meinem Leben Sicherheit zu geben - das Leben is da offensichtlich anderer Meinung und packt dafür gerne seine Trickkiste aus.

Na immerhin hatte ich ein halbes Jahr... in dem mein Körper sich der neuen Situation anpassen musste und ich kaum 10 Schritte gehen konnte ohne das mein Blutdruck verrückt gespielt hatte. ^^'
Aber (!) ich war wenigstens das was Ärzte als sicher bezeichnen. Yay. -.-

__________________
Aber: sie hat sich sehr mühsam zurück gekämpft und hat "Frieden" mit sich selbst geschlossen. Dein Satz mit dem Aua-aber-eigentlich-schon-vor-zehn-Wochen hätte von ihr kommen können. Und das ist nicht gesund, das hat sie lange und schmerzvoll einsehen müssen.
_________________

Das hatte ich auch vor.
Ich war auch auf nem guten Weg. Erst beim Schrittmacher, dann beim Schlaganfall... aber mein Körper will mir offensichtlich etwas lehren um mich in die andere Richtung zu drängen. Nur ich bin scheinbar zu blöd dafür.

Normal bin ich auch ein Stehaufmensch.
Ich verbuche jede Situation in meinem Leben als absoluten Gewinn. Egal was da kommen mag.
Nur man kann sich schlecht aufrappeln wenn ständig was Neues kommt das einen wieder gewaltsam zu Boden zieht.
Dennoch bin ich von diesem Weg nicht abgekommen. Ich will immer noch zurück in ein normales Leben.
Jetzt muss ich das nur noch meinem Pech so verkaufen das es zustimmt. ^^'

Allerdings... ich weiss das, aber ich kann auch nicht anders. Ich würde gerne ruhiger werden, ich würde es gerne haben das mir Dinge weniger ausmachen, ich würde gerne mal nur an mich denken...
aber je mehr ich das versuche, desto mehr hab ich ein schlechtes Gewissen, weil da draussen nämlich übermässig viele Leute immerzu ausschliesslich an sich denken... und ich finde, das es ausgleichende Menschen geben muss, die das nicht tun. Und deswegen stecke ich leicht in einem seelischen Dilemma.
Ich kann nur an mir was verändern, ich kann nur meine Einstellung ändern... nicht die von anderen Menschen. Das einzige was ich machen kann ist zu hoffen das andere meine positiven Eigenschaften anerkennen und sich zum Vorbild nehmen. Dazu muss ich aber mit gutem Beispiel vorran gehen... und das heisst eben auch:
Ich lasse NICHT meine Kollegen im Stich wenn zwei Vollzeit und eine Teilzeitkraft ausgefallen sind.
Auch wenn es mir superdreckig geht und ich mehr als dringend seit Wochen und Monaten eine Auszeit brauche.
Oder:
Ich sage meinen Freunden NICHT das sie mich mit allem in Ruhe lassen sollen, ich sage ihnen das ich sie grad nicht brauchen kann und sie mir fern bleiben sollen, AUSSER es geht ihnen schlecht, dann dürfen sie gerne meinen Rat ersuchen.
Und so weiter und so fort.
Ich bin der Meinung das man füreinander da sein sollte. In welcher Richtung auch immer. Wegschauen... machen viel zu viele.

Das heisst im Klartext für mich: Ich werde mich entweder eines Tages entscheiden müssen zwischen "der Mensch der ich sein will" und simples "überleben" oder ich muss versuchen es hinzukriegen beides unter einen Hut zu kriegen.

Momentan... fällt es mir einfach schwer, aber immerhin: Ich suche gerade nach der Lösung dieses Problems.
Immerhin ein Anfang.

_______________
Nicht gleich motzen: was hälst Du von einer Kur? Denk mal in Ruhe drüber nach, aber vielleicht ist mal vier-sechs Wochen DU, in einem anderen Umfeld hilfreich.
______________

Daran hatte ich schon gedacht und das ist grad mein nächster Hoffnungsschimmer.
Das wär wirklich etwas wovor ich mich die letzten 2,5 Jahre übelst gesträubt habe, obwohl ich es wohl dringend nötig hätte (nach Aussagen von Arzt, Chef und Kollegen), wo ich jetzt aber eingesehen habe, das mir das tatsächlich vielleicht ganz gut tun würde.
Ich hab mich aber nicht grundlos gesträubt. Ich habe zwei Hunde, von denen einer nicht ganz einfach zu händeln ist.
Kimmi braucht viel Nähe und Vertrauen zu ihrer Bezugsperson und die ist nunmal, ausser mir, nur mein Freund.
Alle anderen Menschen können sie schwer einschätzen und damit schwer mit ihr umgehen.
Sie braucht dringend die Personen denen sie zutraut Situationen zu managen, da sie Angst vor Männern hat und gerne nach vorne geht.
Das ist ein Problem, denn ich kann sie dadurch nicht mitnehmen in eine Kur, geschweige denn bei irgendwem ausser meinem Freund lassen und der widerrum arbeitet Vollzeit.
Njo, mein nächster Psychotherapeutentermin ist sowieso erst am 22.10., davor steht die Sterilisation an und bis dahin kann ich mir ja dazu nochmal Gedanken machen ob das Problem überhaupt lösbar ist.

__________________________
Eine Kur, mit Entspannungstechniken, mit Gesprächen, mit Luft zum Atmen...vielleicht wäre das etwas für Dich? Zumindest musst du darauf nicht so lange warten wie auf einen heimischen Therapeuten. Hinschmeissen kannste ja immer noch. Aber meiner Meinung nach musst du irgendwie einen neuen, anderen, gesünderen Umgang mit dir lernen und durch diesen ungewollten (wenn auch logischem) Abschied ist da irgendwas erdrutschmaessig in Bewegung gekommen. Bislang hast Du funktioniert und jetzt entgleitet dir alles. Da, an dem Punkt brauchst Du Hilfe. Wenn du so weiter machst, wie bisher, dich liebende Menschen vorn Kopp stößt, dich überforderst, geht die Nummer schief. Ein Motor kann auch nur richtig laufen, wenn alle Schmierstoffe, etc vorhanden sind, sonst geht das kaputt...und dein Leben ist kein Rennen, du mußt dich nicht selber überholen, du sollst nur lernen, was gut für dich ist, wie du glücklich sein kannst, wie du mit anderen auskommst, wie du zur Ruhe kommst....noch mal: das ist keine Kritik, das soll dich nicht ärgern. Ich denke nur einfach, das Du auf dem für deinen Körper, für dich, für dein Leben falschem Weg bist und dafür Alternativen lernen mußt. Das hat der Abbruch auslöst, jetzt mußt du was tun.
__________________________

Mit dem ganzen könntest du Recht haben. Ich seh das jetzt weder als Kritik noch als irgendwie schlimm an.
Wie du schon so schön sagst: Zur Not kann ich es ja auch abbrechen.
Aber in Sachen Kur hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Dazu müsst ich erstmal n bissi rum erforschen und dann darüber nachdenken und davor erstmal herausfinden ob es überhaupt möglich ist.
Ich denke auch das der Abbruch das Fass einfach zum überlaufen gebracht hat.
Es ist einfach ein reines Dominospiel, der erste Stein fällt und seitdem stoppt es einfach nicht. Es passiert eine Sache nach der nächsten und es wird von Mal zu Mal immer schlimmer und schlimmer. Ich MUSS jetzt jede Möglichkeit in Erwägung ziehen, sie analysieren und herausfinden ob das für mich was ist, ehe ich irgendwann einfach nicht mehr da bin oder so kaputt das ich niemandem mehr helfen kann.

Von dem her: Kur ist ne gute Idee, vielen Dank für den Hinweis.
Ich weiss zwar nicht mal was man da macht, aber... ich werd mich mal informieren. ^^'


http://www.partner-hund.de/info-rat/alltag-mit-hund/reha-mit-dem-hund.html

Was das mit dem leuchtenden Beispiel angeht....ganz ehrlich? Geile Idee...und die werden alle mal an deinem Grab stehen und sagen "Hey, das war ne tolle Person und ganz doll danke....! Schade, dass sie einfach implodiert ist!"
NEIN, werden sie nicht. Dein Pathos in allen Ehren, das ist absolut nachvollziehbar und richtig. ABER: es ist DEIN Leben, Du hast nur das eine. Mach doch mal was für dich. Blöde Idee, aber schraub mal zurück, einmal die Woche Yoga für dich, einmal die Woche als Aushilfe in der Tafel. Ein langer Spaziergang mit deinen Mäusen, ein Essen mit einer schluchzenden Freundin. Einmal Du, einmal die Gesellschaft. Du kannst auch eine tolle Freundin, eine klasse Partnerin, eine wichtige Stütze der Gesellschaft und ein schöner Mensch innen und außen sein, ohne dass Du dich dabei auf der Strecke lässt und all die Signale, die dir dein Körper sendet, völlig ignorierst...das ist wie mit meiner Karin...sie will, sie muß, sie wird, sie macht. Bis es eben nicht mehr ging. Das hat ihr fast den Verstand geraubt. Nun hat sie es irgendwie begriffen und ist happy, auch mal die Füße hochzulegen, nur einen Termin pro Tag in Angriff zu nehmen, nur noch 70% arbeiten zu gehen. Ihr hat die Kur geholfen. Sie fand zwar alles doof, hat ganz doll gejammert zu Beginn, gerade das ganze Psychogedöns, aber irgendwann hat es klick gemacht, die Sachen sind an die richtigen Plätze gefallen und es hat ihr geholfen.

Such dir ne Location mit Hund, vielleicht kannst du ja nur die Kimmi mitnehmen und zusammen, Du und sie, stoppt ihr dein Dominodebakel.

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29. September 2012 um 14:13
In Antwort auf an0N_1248832599z


http://www.partner-hund.de/info-rat/alltag-mit-hund/reha-mit-dem-hund.html

Was das mit dem leuchtenden Beispiel angeht....ganz ehrlich? Geile Idee...und die werden alle mal an deinem Grab stehen und sagen "Hey, das war ne tolle Person und ganz doll danke....! Schade, dass sie einfach implodiert ist!"
NEIN, werden sie nicht. Dein Pathos in allen Ehren, das ist absolut nachvollziehbar und richtig. ABER: es ist DEIN Leben, Du hast nur das eine. Mach doch mal was für dich. Blöde Idee, aber schraub mal zurück, einmal die Woche Yoga für dich, einmal die Woche als Aushilfe in der Tafel. Ein langer Spaziergang mit deinen Mäusen, ein Essen mit einer schluchzenden Freundin. Einmal Du, einmal die Gesellschaft. Du kannst auch eine tolle Freundin, eine klasse Partnerin, eine wichtige Stütze der Gesellschaft und ein schöner Mensch innen und außen sein, ohne dass Du dich dabei auf der Strecke lässt und all die Signale, die dir dein Körper sendet, völlig ignorierst...das ist wie mit meiner Karin...sie will, sie muß, sie wird, sie macht. Bis es eben nicht mehr ging. Das hat ihr fast den Verstand geraubt. Nun hat sie es irgendwie begriffen und ist happy, auch mal die Füße hochzulegen, nur einen Termin pro Tag in Angriff zu nehmen, nur noch 70% arbeiten zu gehen. Ihr hat die Kur geholfen. Sie fand zwar alles doof, hat ganz doll gejammert zu Beginn, gerade das ganze Psychogedöns, aber irgendwann hat es klick gemacht, die Sachen sind an die richtigen Plätze gefallen und es hat ihr geholfen.

Such dir ne Location mit Hund, vielleicht kannst du ja nur die Kimmi mitnehmen und zusammen, Du und sie, stoppt ihr dein Dominodebakel.

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Danke, kannte ich schon, aber ich weiss ja nicht welche Kur ich brauche oder wo ich hin muss. Und wenn Kur, dann würde ich da nur die Grosse mitnehmen können, weil die einfach lieb zu allem und jedem ist, während die Kleene einfach eben Männer hasst. Da braucht auch keiner sie ausführen oder so, sonst hätten wir wirklich Ärger an der Backe. Und was ich bisher so gelesen habe, dürfen da nur äusserst liebe Hunde mit die einfach nur nett zu allem und jedem sind. Aber man kann ja miteinander reden.
Das heisst, wenn ich rausgefunden hab in welche Kategorie ich mich zählen kann, werde ich die Kurdingens mal anschreiben und nachfragen ob ich auch mit nem kleinen Biest anreisen dürfte. :3

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Was das mit dem leuchtenden Beispiel angeht....ganz ehrlich? Geile Idee...und die werden alle mal an deinem Grab stehen und sagen "Hey, das war ne tolle Person und ganz doll danke....! Schade, dass sie einfach implodiert ist!"
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Du glaubst gar nicht wie oft ich das höre.
Alternativ dazu gibts den Spruch: "Das dankt dir niemand" was ja quasi die Kurzform davon ist.
Aber mir geht es eigentlich so gesehen nicht um die Menschen. Ich möchte keinen Dank, ich möchte die Welt für mich ein bisschen besser machen. Einfach weil ich mich besser fühle wenn ich das Gefühl habe das sie mehr im Gleichgewicht ist.
Ist schwierig zu erklären.
Wenn ich jemandem helfen konnte, bin ich froher als im Normalzustand. Wenn ich jemandem nicht helfen konnte zieht mich das auch runter, vor allem wenn ich es geschafft hätte.
Das heisst, eigentlich bin ich so gesehen schon egoistisch. Mir muss dazu niemand danken, ich weiss das ich jemandem helfen konnte und das fühlt sich gut an und genau darum gehts mir.
Nicht darum ob es mir letztenendes etwas bringt.

Dabei bin ich gar nicht so ein Gutmensch. Es ist ein bisschen komplex, dauert jetzt zu lang zum erklären, ich wüsste auch gar nicht wie. ^^'

________
Blöde Idee, aber schraub mal zurück
________

Da bin ich dabei. Normalerweise habe ich immer alles auf meinen freien Tag gelegt. Mittlerweile liegt da nur noch meistens ein Termin und den Rest halte ich konsequent frei.
Das ist für mich ein enormer Sprung, wenn man bedenkt das ich normalerweise an meinem freien Tag mehr gearbeitet und erledigt habe als an jedem Arbeitstag. ^^'

Ich bin ja aufm Weg. Und ich bin auf diesen Weg nur gekommen, weil mein Freund mir irgendwann ein Ultimatum gesetzt hat.
Er meinte irgendwann das er mich verlassen würde, weil er es nicht mit ansehen kann wie ich mich systematisch fertig mache.
Dennoch, ich bin nicht grad die die das hier schnell lernt.
Ansonsten verfahre ich eigentlich so wie du es vorgeschlagen hast. Mal was für mich, mal für Andere. Aber wenn dann wieder alle auf einmal kommen und es an allen Ecken und Enden brennt, bin ich auch da und vergesse mich.
Bis mein Körper mir wieder sagt, das er jetzt dann auch doch wieder Ruhe bräuchte.

Ich hab da einfach schlicht und ergreifend meinen Weg noch nicht gefunden. Bisher krieg ich das nur immer phasenweise hin, dann gehts mir besser und dann vergesse ich es wieder, bis es mir wieder übelst dreckig geht und ich mich wieder dran erinnern muss.

Wie gesagt: ich will nichts unversucht lassen, also geb ich dem ganzen Kurgedöns auch mal ne Chance.
Vielleicht machts dann auch mal dauerhaft klick bei mir. ^^'

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29. September 2012 um 20:25
In Antwort auf oberon_12951932

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Erstes Gefühl: Mitleid. Das ist nicht böse gemeint, ich weiß selber, dass man genau das ganz oft nicht will. Aber mir tut das leid, wenn man in so einer Situation hängt und selber den Horizont gerade nicht sieht.
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Ähm, ja, danke? o.O

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Zweites Gefül: die ist wie Karin. Ich habe eine sehr gute Freundin, die bei mir so ein bißchen an Mutterstatt wirkt. Powerteilchen. Ständig am Neuen suchen, entdecken, ihre Grenzen suchen. Als junges Ding mitm Rucksack durch die Welt, viele Berufe, ständig neue Herausforderungen. Und irgendwann kam die Multiple Sklerose. Zack, aus heiterem Himmel, von einem Tag auf den anderen aus dem Leben gerissen.
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Is interessant, mein Zweitname ist zufälligerweise Karin.
Und ich kenne das ziemlich ähnlich. Nur etwas anders noch.
Zeitweise hatte ich 3-4 Teilzeitjobs nebeneinander, hab auch tagelang durchgearbeitet ohne Pause oder Schlafen...
aber irgendwann wurde ich ruhiger.
Ich bin zwar nach wie vor eine Kämpfernatur, aber kein Duracellhäschen mehr.

Den Zack Effekt hatte ich auch.
Schon witzig.
Mein ganzes Leben hätte ich von einem auf den anderen Moment sterben können und ich wusste es und war im Reinen mit mir und der Welt.
Dann bekam ich den Schrittmacher und die Dinge änderten sich, ich war nun "sicher", zumindest so sicher wie jeder "normale" andere Mensch.
Und exakt ein halbes Jahr später kam das Zack... der Schlaganfall.
Mein Leben war so wie ich es kannte vorbei. Ich hätte genausogut gleich tot sein können oder aber schwerwiegendere Schäden haben können als ich ohnehin schon habe.
Ironie des Schicksals nennt man das wohl.
In meinem Leben ist wohl fest verbucht das ich rund um die Uhr weiss: Jede Sekunde könnte deine Letzte sein.
Und egal was ich dagegen unternehme und was ich mache um meinem Leben Sicherheit zu geben - das Leben is da offensichtlich anderer Meinung und packt dafür gerne seine Trickkiste aus.

Na immerhin hatte ich ein halbes Jahr... in dem mein Körper sich der neuen Situation anpassen musste und ich kaum 10 Schritte gehen konnte ohne das mein Blutdruck verrückt gespielt hatte. ^^'
Aber (!) ich war wenigstens das was Ärzte als sicher bezeichnen. Yay. -.-

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Aber: sie hat sich sehr mühsam zurück gekämpft und hat "Frieden" mit sich selbst geschlossen. Dein Satz mit dem Aua-aber-eigentlich-schon-vor-zehn-Wochen hätte von ihr kommen können. Und das ist nicht gesund, das hat sie lange und schmerzvoll einsehen müssen.
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Das hatte ich auch vor.
Ich war auch auf nem guten Weg. Erst beim Schrittmacher, dann beim Schlaganfall... aber mein Körper will mir offensichtlich etwas lehren um mich in die andere Richtung zu drängen. Nur ich bin scheinbar zu blöd dafür.

Normal bin ich auch ein Stehaufmensch.
Ich verbuche jede Situation in meinem Leben als absoluten Gewinn. Egal was da kommen mag.
Nur man kann sich schlecht aufrappeln wenn ständig was Neues kommt das einen wieder gewaltsam zu Boden zieht.
Dennoch bin ich von diesem Weg nicht abgekommen. Ich will immer noch zurück in ein normales Leben.
Jetzt muss ich das nur noch meinem Pech so verkaufen das es zustimmt. ^^'

Allerdings... ich weiss das, aber ich kann auch nicht anders. Ich würde gerne ruhiger werden, ich würde es gerne haben das mir Dinge weniger ausmachen, ich würde gerne mal nur an mich denken...
aber je mehr ich das versuche, desto mehr hab ich ein schlechtes Gewissen, weil da draussen nämlich übermässig viele Leute immerzu ausschliesslich an sich denken... und ich finde, das es ausgleichende Menschen geben muss, die das nicht tun. Und deswegen stecke ich leicht in einem seelischen Dilemma.
Ich kann nur an mir was verändern, ich kann nur meine Einstellung ändern... nicht die von anderen Menschen. Das einzige was ich machen kann ist zu hoffen das andere meine positiven Eigenschaften anerkennen und sich zum Vorbild nehmen. Dazu muss ich aber mit gutem Beispiel vorran gehen... und das heisst eben auch:
Ich lasse NICHT meine Kollegen im Stich wenn zwei Vollzeit und eine Teilzeitkraft ausgefallen sind.
Auch wenn es mir superdreckig geht und ich mehr als dringend seit Wochen und Monaten eine Auszeit brauche.
Oder:
Ich sage meinen Freunden NICHT das sie mich mit allem in Ruhe lassen sollen, ich sage ihnen das ich sie grad nicht brauchen kann und sie mir fern bleiben sollen, AUSSER es geht ihnen schlecht, dann dürfen sie gerne meinen Rat ersuchen.
Und so weiter und so fort.
Ich bin der Meinung das man füreinander da sein sollte. In welcher Richtung auch immer. Wegschauen... machen viel zu viele.

Das heisst im Klartext für mich: Ich werde mich entweder eines Tages entscheiden müssen zwischen "der Mensch der ich sein will" und simples "überleben" oder ich muss versuchen es hinzukriegen beides unter einen Hut zu kriegen.

Momentan... fällt es mir einfach schwer, aber immerhin: Ich suche gerade nach der Lösung dieses Problems.
Immerhin ein Anfang.

_______________
Nicht gleich motzen: was hälst Du von einer Kur? Denk mal in Ruhe drüber nach, aber vielleicht ist mal vier-sechs Wochen DU, in einem anderen Umfeld hilfreich.
______________

Daran hatte ich schon gedacht und das ist grad mein nächster Hoffnungsschimmer.
Das wär wirklich etwas wovor ich mich die letzten 2,5 Jahre übelst gesträubt habe, obwohl ich es wohl dringend nötig hätte (nach Aussagen von Arzt, Chef und Kollegen), wo ich jetzt aber eingesehen habe, das mir das tatsächlich vielleicht ganz gut tun würde.
Ich hab mich aber nicht grundlos gesträubt. Ich habe zwei Hunde, von denen einer nicht ganz einfach zu händeln ist.
Kimmi braucht viel Nähe und Vertrauen zu ihrer Bezugsperson und die ist nunmal, ausser mir, nur mein Freund.
Alle anderen Menschen können sie schwer einschätzen und damit schwer mit ihr umgehen.
Sie braucht dringend die Personen denen sie zutraut Situationen zu managen, da sie Angst vor Männern hat und gerne nach vorne geht.
Das ist ein Problem, denn ich kann sie dadurch nicht mitnehmen in eine Kur, geschweige denn bei irgendwem ausser meinem Freund lassen und der widerrum arbeitet Vollzeit.
Njo, mein nächster Psychotherapeutentermin ist sowieso erst am 22.10., davor steht die Sterilisation an und bis dahin kann ich mir ja dazu nochmal Gedanken machen ob das Problem überhaupt lösbar ist.

__________________________
Eine Kur, mit Entspannungstechniken, mit Gesprächen, mit Luft zum Atmen...vielleicht wäre das etwas für Dich? Zumindest musst du darauf nicht so lange warten wie auf einen heimischen Therapeuten. Hinschmeissen kannste ja immer noch. Aber meiner Meinung nach musst du irgendwie einen neuen, anderen, gesünderen Umgang mit dir lernen und durch diesen ungewollten (wenn auch logischem) Abschied ist da irgendwas erdrutschmaessig in Bewegung gekommen. Bislang hast Du funktioniert und jetzt entgleitet dir alles. Da, an dem Punkt brauchst Du Hilfe. Wenn du so weiter machst, wie bisher, dich liebende Menschen vorn Kopp stößt, dich überforderst, geht die Nummer schief. Ein Motor kann auch nur richtig laufen, wenn alle Schmierstoffe, etc vorhanden sind, sonst geht das kaputt...und dein Leben ist kein Rennen, du mußt dich nicht selber überholen, du sollst nur lernen, was gut für dich ist, wie du glücklich sein kannst, wie du mit anderen auskommst, wie du zur Ruhe kommst....noch mal: das ist keine Kritik, das soll dich nicht ärgern. Ich denke nur einfach, das Du auf dem für deinen Körper, für dich, für dein Leben falschem Weg bist und dafür Alternativen lernen mußt. Das hat der Abbruch auslöst, jetzt mußt du was tun.
__________________________

Mit dem ganzen könntest du Recht haben. Ich seh das jetzt weder als Kritik noch als irgendwie schlimm an.
Wie du schon so schön sagst: Zur Not kann ich es ja auch abbrechen.
Aber in Sachen Kur hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Dazu müsst ich erstmal n bissi rum erforschen und dann darüber nachdenken und davor erstmal herausfinden ob es überhaupt möglich ist.
Ich denke auch das der Abbruch das Fass einfach zum überlaufen gebracht hat.
Es ist einfach ein reines Dominospiel, der erste Stein fällt und seitdem stoppt es einfach nicht. Es passiert eine Sache nach der nächsten und es wird von Mal zu Mal immer schlimmer und schlimmer. Ich MUSS jetzt jede Möglichkeit in Erwägung ziehen, sie analysieren und herausfinden ob das für mich was ist, ehe ich irgendwann einfach nicht mehr da bin oder so kaputt das ich niemandem mehr helfen kann.

Von dem her: Kur ist ne gute Idee, vielen Dank für den Hinweis.
Ich weiss zwar nicht mal was man da macht, aber... ich werd mich mal informieren. ^^'

Moewchen
Hallo Mowechen,
es ist Deinen Mails anzumerken, wie sehr Du kämpfst und Dich nach Veränderung sehnst.
Du fragst, was Du jetzt tun kannst, denn 6 Monate ist schon eine sehr lange Zeit. Gerne kannst Du Dich an ausweg-pforzheim.de wenden, die gehen mir Dir den Weg der Aufarbeitung. Der ist nicht immer leicht, aber lohnend.
Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder froh sein kannst, und wieder Du selbst bist.
LG itemba

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