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Nach dem Abbruch

28. August 2014 um 13:05 Letzte Antwort: 10. September 2014 um 14:23

Ich bin 16 und bin ungewollt schwanger geworden. Im Mai war die Abtreibung gemeinsam mit meinem Freund habe ich es alleine geschafft ohne dass meine Eltern etwas davon mitbekommen haben. Meine Eltern hätten es nicht verstanden da ich allgemein keine gute Beziehung zu meinen Eltern habe. Jedoch komme ich momentan überhaupt nicht damit klar dass ich einem Menschen die Chance genommen hab. Die Psychologin meinte damals ich soll Tagebuch darüber schreiben wie es mir zu der Zeit ging aber leider bringt mich das auch nicht weiter. Oft sitze ich abends da und fange an zu weinen. Hat jemand einen Ratschlag für mich was man dagegen tun kann?

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4. September 2014 um 7:18

Schreib alles auf!.... schreibe mit diesem kind....
.... ich kann den anderen nur recht geben... schreib es auf... alles was du ihm sagen möchtest.... erklär ihm deine situation und warum es nicht der richtige augenblick war... schreib auf wie du dich nun damit fühlst und wovor du in zukunft angst hast... lass es einfach raus!!!
und mit der zeit... wird es dir besser gehen!!!!.... aber mach dir keine vorwürfe,...versuche es ein wenig sachlich zu sehen!!!

indem du es aufschreibst kannst du es dir selbst auch nochmal klar machen, warum es nun so gekommen ist!!!

ich drück dich lieb durch die ferne und denke fest an dich!
wenn du magst kannst du dich gerne bei mir melden... hatte eine ähnliche situation durch!!!

lg

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10. September 2014 um 14:23

Trauer
Hallo liebe Littleprincess98,

Du bist noch so jung.. Das ist heftig für dich, du bist mitten in der Pubertät, sowieso vollgestopft mit Hormonen und dann wirst du schwanger, hast all diese Hormone in deinem Körper, die dich eine schlimme Zeit durchleben lassen.
Vermutlich hattest du eine tierische Angst, was die anderen sagen würden, wenn du mit dem dicken Bauch zur Schule kämst, was deine Eltern sagen würden, wie es mit deinem Leben weitergehen soll, ob du jemals deine Träume erfüllen kannst. Und vermutlich hattest du trotzdem diese Gedanken an ein kleines Menschlein, das in deinen Armen heranwachsen könnte...bei mir war es so.

Ich hatte während des Eingriffs einen "Traum", dass man mein Kind entführt und mir nicht mehr zurückgibt. Ich bin erwacht und habe mich übergeben und geweint. Und ich konnte dieses Bild so lange nicht vergessen.
Und dann habe ich getrauert.
Ich habe an einem meiner Lieblingsplätze einen Brief vergraben, an dem ich all die Gedanken und Gefühle und Gründe aufbewahre und den ich besuchen kann, wenn ich traurig bin. Anfangs war ich oft dort, dann nur noch selten und schließlich gar nicht mehr.
Du darfst trauern um die Zukunft, die es nie gab - so lange du möchtest. Und eines Tages wird es vorbei sein und du wirst dich frei fühlen!

Ein wichtiger Rat: Manchmal reagieren Eltern ganz anders als gedacht. Ich hatte große Angst, es meinen zu sagen, obwohl ich zu der Zeit bereits auf eigenen Beinen stand. Ich hatte Angst, sie würden mich verurteilen - doch sie standen hinter mir, haben mich geliebt und unterstützt! Du brauchst jemanden zum reden, jemanden, dem du vertrauen kannst, der aber selbst nicht involviert ist, wie dein Freund!

Es wird dir wieder gut gehen! Es gibt nicht den geringsten Grund, dich zu verurteilen! Es ist dein Körper, es ist deine Entscheidung! Halte uns auf dem Laufenden, wir sind gerne für dich da!

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