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Nabelschnurblut einlagern - Vorteile und Nachteile

29. Mai 2017 um 15:42

Liebes Forum,

ich bitte um eure ehrliche Meinung! Wir bekommen Anfang Dezember unser Baby und überlegen jetzt, ob wir bei der Geburt Nabelschnurblut einlagern lassen sollen. es ist ja doch recht teuer, und wir sind uns unsicher, ob sich dieser finanzielle Aufwand wirklich rechnet. Oder denken wir da zu sehr ans Geld und zu wenig an unser Kind? Bitte sagt mir doch mal ehrlich was ihr darüber denkt und ganz objektiv Vor- und Nachteile.

Danke

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21. Juli 2017 um 11:39

Hallo nadinchen!
Also erstmal finde ich nicht, dass ihr zu wenig an euer Kind denkt! Schon dass ihr überlegt Nabelschnurblut einlagern zu lassen zeigt ja, wie wichtig es euch ist. Generell muss diese Entscheidung natürlich jede/r für sich selbst treffen. Für meinen Sohn ist es zwar zu spät. Aber ein bisschen hab ich mich mit dem Thema befasst, weil meine beste Freundin sich dazu entschieden hat, Nabelschnurblut einlagern zu lassen. Also die Vorteile überwiegen aus meiner Sicht bzw. aus ihren Erzählungen: 
+ Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes können damit bekämpft werden bzw. die Auswirkungen gelindert werden
+ man kann es auch spenden
+ nicht nur das Kind sondern euch Angehörige kann das Nabelschnurblut evt. helfen
- Es ist nicht kostenlos – leider!
- Es kann sein (und das wünsche ich euch auch!), dass dein Kind das Nabelschnurblut niemals brauchen wird -> und dann kannst du es immer noch spenden!

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21. Juli 2017 um 22:42
In Antwort auf lorelailai

Hallo nadinchen!
Also erstmal finde ich nicht, dass ihr zu wenig an euer Kind denkt! Schon dass ihr überlegt Nabelschnurblut einlagern zu lassen zeigt ja, wie wichtig es euch ist. Generell muss diese Entscheidung natürlich jede/r für sich selbst treffen. Für meinen Sohn ist es zwar zu spät. Aber ein bisschen hab ich mich mit dem Thema befasst, weil meine beste Freundin sich dazu entschieden hat, Nabelschnurblut einlagern zu lassen. Also die Vorteile überwiegen aus meiner Sicht bzw. aus ihren Erzählungen: 
+ Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes können damit bekämpft werden bzw. die Auswirkungen gelindert werden
+ man kann es auch spenden
+ nicht nur das Kind sondern euch Angehörige kann das Nabelschnurblut evt. helfen
- Es ist nicht kostenlos – leider!
- Es kann sein (und das wünsche ich euch auch!), dass dein Kind das Nabelschnurblut niemals brauchen wird -> und dann kannst du es immer noch spenden!

Interessant! Magst du mal ausführen, inwiefern man Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes damit bekämpfen kann?

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21. September 2017 um 12:07

Ich kann mir schwer vorstellen, dass das Kind Monate später deswegen Blutarmut bekommt, weil man bei der Geburt nicht auspulsiert. Die Zellen bilden sich ja laufend neu. Keinen geeigneten Stammzellenspender zu finden, wenn man ihn dringend braucht, das fände ich furchtbar! Viele Erkrankte würden in diesem Fall wahrscheinlich viel mehr Geld bezahlen, als eine Einlagerung bei der Geburt kostet. Und wenn es das Kind die Stammzellen später nicht mehr einlagern möchte, kann es gespendet werden und jemand anderem ist geholfen. Es gibt auch Studien, die sich mit Erkrankungen im Alter und Stammzellen als Reparaturzellen befassen. Wenn ihr Stammzellen und Studien zum Beispiel mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes googelt, gibt es ältere und neuere Berichte dazu.

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21. September 2017 um 16:51

Jeder gute Arzt wird dir davon abraten, weil Stand der Medizin heute nicht mal klar ist, ob die Stammzellen nach bspw. 20 Jahren überhaupt noch verwendbar sind.
Ein weiterer Grund ist eben, wie schon beschrieben, bei fast allen Krankheiten, bei deren Therapie Stammzellen zum Einsatz kommen, z.B. Leukämie, die eigenen Stammzellen ungeeignet sind wegen Vorbelastung. Die Gefahr, dass die Krankheit erneut ausbricht ist viel zu groß. Die meisten solcher Krankheiten/Ergut-Mutationen sind einfach schon in sehr frühem Stadium in unseren Zellen vorhanden.
Klar, dass einem die Firmen etwas anderes erzählen, sie verdienen damit (nicht wenig) Geld. Eine Freundin von mir arbeitet in der Stammzellforschung und sie sagt ganz klar, dass es momentan keinen Sinn macht. 
Klar kann man es spenden später, aber ist einem das wirklich 1500-3000€ wert? Man kann sich als Erwachsener immer noch typisieren lassen und bei Bedarf spenden.

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21. September 2017 um 19:49
In Antwort auf nadinchen31

Liebes Forum,

ich bitte um eure ehrliche Meinung! Wir bekommen Anfang Dezember unser Baby und überlegen jetzt, ob wir bei der Geburt Nabelschnurblut einlagern lassen sollen. es ist ja doch recht teuer, und wir sind uns unsicher, ob sich dieser finanzielle Aufwand wirklich rechnet. Oder denken wir da zu sehr ans Geld und zu wenig an unser Kind? Bitte sagt mir doch mal ehrlich was ihr darüber denkt und ganz objektiv Vor- und Nachteile.

Danke

Hallo ,  ich hab vor 6 Tagen mein Kind zur Welt gebracht und das Nabelschnurblut gespendet. fand ich am sinnvollsten

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2. Oktober 2017 um 15:44

Woher stammen die Informationen, dass jeder gute Arzt abrät... und, dass alle Krankheiten schon vor der Geburt in unseren Stammzellen abgespeichert sind? Das klingt so, als wären alle Krankheiten Veranlagung und wir könnten nichts zu unserer Gesundheit beitragen.
Fremde Stammzellen verursachen immer Abstoßungsreaktionen – die eigenen nicht. Da sind eigene, junge und gesunde Stammzellen wesentlich im Vorteil.
Es stimmt: Bei Leukämie hat die Behandlung mit Stammzellen von Familienmitgliedern die größten Erfolge. Aber auch hier gilt: Je jünger, desto besser. Seit Jahrzehnten werden Kinder, die an Leukämie erkranken, mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut von neugeborenen Geschwistern behandelt, weil hier die größte Übereinstimmung herrscht und weil sie am gesündesten sind.

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13. Oktober 2017 um 13:59

Nabelschnurblut einlagern kann Jahre und Jahrzehnte später helfen. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber eigene Stammzellen haben einige Vorteile gegenüber fremden Stammzellen, die erst einmal gefunden werden müssen.
Nabelschnurblut auspulsieren soll vor Eisenmangel im ersten Lebensjahr bewahren. Nicht vor Eisenmangel im späteren Leben, den z.B. fast jede Frau hat, die starke Regelblutungen hat oder Vegetarier,…

 

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20. Oktober 2017 um 11:37

Nabelschnur zu spenden ist auch eine tolle Sache! Ich find es super, wie hier über das Thema diskutiert wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unseren Kindern ein wunderbares Geschenk damit machen. Später kann das Kind, wenn es größer ist, ja selbst entscheiden, ob es die Stammzellen weiter für sich aufheben möchte oder spenden will. Wir kaufen unseren Kindern Unmengen an Spielsachen, Kleidung, später teure Handys, Tablets, Computer… Da denken die wenigsten lange nach, ob es wirklich sinnvoll ist. Das Nabelschnurblut ist ein einmaliges Geschenk. Nur bei der Geburt erhältlich! Da ist es wirklich sinnvoll das Für und Wider gut abzuwiegen und nicht vorschnell eine Entscheidung zu treffen.  

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20. Oktober 2017 um 21:41
In Antwort auf

Hallo ,  ich hab vor 6 Tagen mein Kind zur Welt gebracht und das Nabelschnurblut gespendet. fand ich am sinnvollsten

So machen wir das im Dezember auch. Hat es unkompliziert geklappt alles? 

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