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Mut für alle die eine Eileiterschwangerschaft hatten...

12. April 2007 um 15:50 Letzte Antwort: 2. Mai 2007 um 13:24

Hier ist meine Geschichte:
Im März 2005 wollten mein Mann und ich unsere Liebe mit einem gemeinsamen Kind krönen.
Also setze ich die Pille ab und dachte es wird schon eine Weile dauern, schließlich nahm ich sie schon 8 Jahre durchgängig.
Bereits auf die nächste Regelblutung wartete ich vergebens und dachte das kann doch nicht sein.
Aber das Wunder geschah und der SS-Test zeigt eine klitzekleine zartlilane Linie an.
Ich konnte es aber nicht glauben es war ja auch noch so früh und ich wartete noch 1 Woche ab, bis ich zum FA ging.
Der testete positiv und gratulierte zur Schwangerschaft. Aber irgendwie blockíerte alles in mir, ich konnte es noch nicht so richtig annehmen.
Seinen Gesichtsausdruck bei der folgenden Ultraschalluntersuchung werde ich auch nicht vergessen.
Er meinte, er könne nix sehen aber vielleicht sei es ja ein so genannter Eckhocker.
1 Woche später nur leicht erhöhter hcg-Wert und die Aussage, das ein winziges Bläschen zu sehen sei, was aber nicht wie eine Fruchthülle aussehen würde.
Glaubt mir Leute, da krallt man sich an allem fest und fiebert dem nächsten Termin entgegen.
Das komische war, dass mein hcg - Wert immer anstieg aber auf dem Ultraschall nix zu sehen war.So ging es dann bis zur 7.ten SSW.
Inzwischen schwante mir während der Arbeit...da stimmt etwas nicht mit mir.
Meine Kollegen witzelten (sie wussten von nix) ich wäre weisser als die dahinterliegende Kalkwand und mir war immer so schummrig bis fast vorm umkippen.
Die Woche drauf machte mir dann der FA einen Termin im Klinikum. Da stellte sich dann leider die Prognose einer ESS heraus.
Ich wurde 2 Tage später operiert.
Für mich ist eine heile Welt zusammengebrochen. Obwohl ich mein Kind nie gesehen habe, hatte ich immer das Gefühl etwas ganz besonderes verloren zu haben.
Mit meinem Mann konnte ich nicht reden..er hat es eben anders verarbeitet.
Wenn ich weinen musste ist er immer raus gegangen.
Wir haben dann 1 Jahr lang nicht mehr vom Kinder kriegen geredet.
Ich habe dann im Juni 2006 für mich entschieden, die Pille wieder abzusetzen.
2 Monate später die bekannten Symtome: Ziehen in den Leisten, Übelkeit, Schummrigkeit.
Meinem Mann habe ich erst mal nix erzählt.
Ich habe es dann noch 2 Wochen rausgezögert bis ich endlich zum FA gegangen bin.Ich war am ganzen Körper am zittern und es hallte mir schon wieder in den Ohren... ja da kann man nichts auf dem USS sehen. Aber der FA strahlte mich an und gratulierte mir.
Drückte mir ein Bild mit einem winzigen Pünktchen in die Hand..hier das erste Bild fürs Familienalbum.
Ich habe immer noch nichts kapiert, ich war so überzeugt wieder eine ESS zu haben bis ich dann heulend zusammen gebrochen bin.
Der FA hat mich echt lieb getröstet.
Jetz bin ich in der 37,ten SSW und stehe kurz vor der Entbindung von meiner kleinen Mausi.

Was ich Euch sagen will...bitte gebt nicht auf und habt keine Angst es wieder zu versuchen!!!Auch wenn das Risiko nach einer ESS sehr viel höher ist, dass es noch mal passiert. Es lohnt sich!!!

Alles Gute für Euch alle!!!

LG,

Jolene75


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13. April 2007 um 0:15

Mut hab ich, das risiko jedoch bleibt..
hallo jolene75,

ich denke die wenigsten in dieser rubrik haben ihr kind durch eine eileiterschwangerschaft verloren, doch mir ist dein artikel hier aufgefallen, da ich zunächst eine "normale" FG im januar diesen jahres und zwei monate später eine eileiterschwangerschaft hatte.. die laparoskopie mit ausräumung der SS war am karfreitag.. also noch keine woche her..

war die ESS deine erste SS oder hattest du auch vorher eine FG? ich hab gelesen, dass das risiko einer ESS nach FG deutlich erhöht ist..

ich wünsche dir auf jeden fall noch eine schöne kugelige zeit und besonders schöne stunden, wenn der kleinen maus, wenn sie erst mal da ist..

lg
sanne

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15. April 2007 um 9:33
In Antwort auf jessie_12743146

Mut hab ich, das risiko jedoch bleibt..
hallo jolene75,

ich denke die wenigsten in dieser rubrik haben ihr kind durch eine eileiterschwangerschaft verloren, doch mir ist dein artikel hier aufgefallen, da ich zunächst eine "normale" FG im januar diesen jahres und zwei monate später eine eileiterschwangerschaft hatte.. die laparoskopie mit ausräumung der SS war am karfreitag.. also noch keine woche her..

war die ESS deine erste SS oder hattest du auch vorher eine FG? ich hab gelesen, dass das risiko einer ESS nach FG deutlich erhöht ist..

ich wünsche dir auf jeden fall noch eine schöne kugelige zeit und besonders schöne stunden, wenn der kleinen maus, wenn sie erst mal da ist..

lg
sanne

Hallo Sanne
das tut mir echt leid, dass du das gleich zwei mal mitgemacht hast. Ich finde es immer besonders tragisch wenn es zu Feiertagen passiert.
Diese ESS war meine erste Schwangerschaft und das Kind wäre Weihnachten 2005 auf die Welt gekommen.
Ich habe Weihnachten 2006 dann immer daran gedacht und mir vorgestellt, das Baby wäre jetzt schon ein Jahr alt.
Ich denke es macht keinen Unterschied ob man sein Kind durch eine Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft verliert.

Das ein erhöhtes Risiko besteht nach einer FG eine ESS zu haben, ist mir nicht bekannt.
Ich weiss nur das es nach einer ESS häufiger zu einer weiteren kommen kann, da ja der Eileiter in den meissten Fällen erhalten bleibt aber an der operierten Stelle eine Vernarbung bildet, die unter Umständen ein Weiterwandern einer befruchteten Eizelle verhindert.
Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft!
Ich bin fest davon überzeugt, bei Dir sind aller guten Dinge 3!

LG,

Jolene75

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21. April 2007 um 23:48

Glückwunsch zum kind!
das ist das allerschönste, wenn es dann doch noch klappt. darauf warte ich leider noch. ich habe schon eine 5jährige tochter, aber der wunsch nach einem zweiten war sofort da und ist auch noch nicht verschwunden. zwei jahre nach meiner ersten war ich wieder schwanger - leider eine fehlgeburt in der 12 ssw. ein jahr später auch noch eine eileiterschwangerschaft, die aber zu spät erkannt wurde - das ende davon war ein geplatzter eileiter und eine notoperation. aber es ging ja noch alles gut. leider bin ich seither nicht mehr schwanger geworden - und die angst einer weiteren FG oder ESS ist riesig und wird immer größer. auch sind die probleme mit meinem mann immer größer geworden. er versteht meinen kummer nicht und - typisch mann - er will auch nicht reden. ich hoffe trotzdem noch immer dass wir unseren familientraum noch ausbauen können und sich alles doch noch zum guten wendet.
aber wir wollen doch alle positiv denken, oder ?

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2. Mai 2007 um 13:24

Auch ich kann Mut machen!!
Hallo!
Ich hatte Ende Oktober 2006 eine Eileiterschwangerschaft mit Blut im Bauchraum. Bei der OP musste mir der rechte Eileiter entfernt werden. Es wäre unser drittes Kind gewesen. Mittlerweile bin ich in der 15.SSW und wir freuen uns alle riesig auf unseren kleinen Wurm.
Bei der erste Untersuchung war natürlich wieder die Angst riesengroß und die Ärztin sah wirklich noch nichts außer einer Fruchthöhle. Die nächsten Tage waren schrecklich, aber 6 Tage später sahen wir schon unseren kleinen Wurm in der Fruchthöhle mit pochendem Herzen.
Ende Oktober 2007 werden wir unseren Nachwuchs bekommen, also ziemlich genau 1 Jahr nach dem schrecklichen Verlust von unserem kleinen Stern.
Also gebt die Hoffnung nicht auf!
Viele liebe Grüße
Petra

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