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Musste unser Kind abtreiben, dass Kind mit der Ex, Problem

1. März 2011 um 8:42 Letzte Antwort: 1. März 2011 um 21:47

Hallo,
habe folgendes Problem.
Mein jetziger Partner hat bereits ein Kind aus einer vergangenen Beziehung.
Ich bin damit noch nie klar gekommen, tu ich auch bis heute nicht.
Ich konnte es einfach nicht verkraften, dass diese Frau mit dem Menschen den ich wirklich sehr liebe so eine Verbindung hat.
Ich fühle mich wie das fünfte Rad am Wagen, es tut einfach nur weh, verspüre auch einen totalen hass auf diese Frau, weil sie dass hat was ich eigentlich gern hätte um unsere Beziehung vollkommen zu machen. Unser eigenes Kind...
Im letzten Jahr kamen dann ständig sms von ihm, dass er auch gern ein Kind mit mir hätte, er hat es mir auch oft genug gesagt. Habe mich total gefreut, dachte er meinte es ernst, musste heulen vor Glück, als er mir so etwas gesagt hat. Ich dachte okay er will es. Nach 6 Monaten ständigem warten war es dann soweit, ich war schwanger von Ihm, konnte mein Glück kaum fassen und es gar nicht abwarten unser gemeinsames Kind endlich in meine Arme zu schließen.
Er wusste von nichts, ich wollte ihn überraschen.
Voller Freude sagte ich es ihm. Doch seine Reaktion war anders, ich bin das letzte, ich sollte das Kind abtreiben, er wollte mich schlecht machen wenn ich dieses Kind austrage.
Ich habe es mir sehr gewünscht. Es gab nur Stress, er bombardierte mich mit SMS um mir dieses Kind auf welches ich so lange wartete auszureden, es war schrecklich, ich war am Ende, sodass ich selbst nicht mehr wusste was richtig und falsch war. Mein Gedanke warum muss ich unser Kind töten, nein das könnte ich niemals. Ich verlor das Kind dadurch, keine Herztöne mehr, musste in die Klinik, er war die ganze Zeit dabei, warum auch immer. Der Hass auf seine ex und deren gemeinsames Kind wurde immer größer. Fragte mich immer warum Sie und warum Ich nicht, er war ein Wunschkind für mich, er sah es nur als störende Schwangerschaft, aber für mich war es mehr.
Ich bin mit diesem Mann noch zusammen. Doch der Kinderwunsch ist immer noch so stark. War bereits in Therapie deswegen, wenn ich daran denke dieses Kind nicht bekommen zu haben geht es mir schrecklich, ich habe es geliebt wie ich ihn liebe. Ich weiß nicht mehr weiter wie ich damit klar kommen soll? Er sagt immer jetzt nicht,später wollen wir es nochmal versuchen.
Ich hasse diese Ex abgrundtief und ich beruhe es sehr dieses Kind nicht bekommen zu dürfen. Nun ich liebe Ihn immer noch sehr, und erhoffe mir immer noch, dass es irgendwann klappt und ich mit ihm ein eigenes Kind haben kann.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Wie soll ich damit umgehen, mit dem Hass?
Wie kann ich mit dem Kinderwunsch klarkommen?
Und wie mit der Hoffnung das er es genauso sehr will wie ich?
SORRY, hoffe man kann es son bisschen verstehen wie es mir geht:::

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1. März 2011 um 14:56


Hallo Du Arme,
es tut mir sehr Leid, dass Dein Kind gestorben ist und ich kann kaum glauben, wie unglücklich Du mit diesem Mann bist und wie schlecht er Dich behandelt (hat). Dir erst zu sagen, er will ein Kind mit Dir, und dann "treib es ab"... unfassbar, einfach schrecklich. Ich kann nur ahnen, wie sehr Dich das getroffen haben muss.
Es ist ganz natürlich, dass Du Dir von dem Mann, den Du so sehr liebst, ein Kind wünschst. Dafür musst Du Dich nicht schämen oder versuchen, es zu unterdrücken. Es ist ganz normal und total verständlich. Dass er es nicht will, finde ich total traurig und ist bestimmt schwer zu ertragen. Habt Ihr mal darüber geredet, aus welchen Grund er kein Kind mit Dir will? Oder warum er das erste abtreiben wollte?
Deine Liebe zu ihm scheint sehr stark zu sein, wenn sie das alles erträgt. Ich könnte mit so einem Mann bestimmt nicht länger zusammenbleiben.
Dein Kind ist von selbst gegangen... so etwas passiert öfter, als man denkt! Nimm Dir Zeit, zu trauern und das Ganze zu verarbeiten. Aber eines musst Du wissen: Du bist nicht daran schuld! Niemand weiß, wieso manchmal das Herz eines Embryos aufhört zu schlagen, es kann niemand etwas dafür, weder Du noch Dein Freund, bitte glaube mir!
Hass auf andere macht am meisten Dich selber kaputt, Du tust Dir damit nicht gutes, also bitte versuche unbedingt, diesen Hass loszulassen! Du kannst das Loslassen ganz praktisch mit einem "Ritual" verbinden, zum Beispiel: Setz Dich irgendwo hin, wo Du völlig ungestört bist. Schließe Deine Augen und stelle Dir seine Ex und das Kind vor, lass den Hass richtig "hochkommen", bis er ganz stark spürbar ist. Dann fragst Du laut: "Will ich diesen Hass loslassen?" Antwort laut: "Ja!" Frage:"Wann?" Antwort: "jetzt!" und bei diesem "jetzt" machst Du mit Deiner Hand eine Geste, als ob Du etwas loslassen oder wegwerfen würdest und atmest dabei aus. Klingt jetzt etwas albern alles, aber ich habe selbst erlebt, dass es funktioniert! Wenn Du es mehrmals wiederholt hast, wirst Du spüren, dass das Hassgefühl schwächer wird und Du es nicht mehr ganz so stark heraufbeschwören kannst wie beim ersten Mal. Es wird Dich dann auch in Deinem Alltag weniger belasten.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

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1. März 2011 um 21:47

Kiddo,
sag, hat die Therapie dir denn ein bißchen geholfen? darüber schreibst du nichts. Konntest du etwas für dich daraus gewinnen?

Ich sehe bei dir vier Bereiche, die schwierig sind
1. Der Verlust deines Kindes
2. Die Beziehung zu deinem Partner
3. der starke Kinderwunsch
4. Dein "Hass" auf seine Ex.

Auch wenn alle diese Probleme zusammenhängen, meine ich es lohnt sich für dich, sie einmal getrennt voneinander zu betrachten. Ein paar Ideen und Anregungen von mir, schau mal ob du was damit anfangen könntest.

1. Hast du dir Zeit genommen um Trauerarbeit zu leisten? Wirklich Abschied zu nehmen, oder verfängst du dich vielleicht in all den anderen Gefühlen, ohne dich mit dem Verlust auseinanderzusetzen? Gibt es jemanden, der deine Trauer teilt? Dich in den Arm nimmt, mit dem du über dein verlorenes Kind sprechen kannst?

2. Ist es wirklich Liebe, was dich mit ihm verbindet? Was macht diese Liebe aus? Versteht ihr euch - versteht er dich? Verstehst du ihn? Warum hat er sich so verhalten? Es liest sich ein bißchen so, als hätte er gesagt, er würde gerne ein Kind von dir haben, aber nicht wann, und dass du die Verhütung ohne sein Wissen abgesetzt hast, um ihn dann mit deiner SS zu "überraschen". Fühlte er sich vielleicht von dir hintergangen und überfahren? Nur Spekulation von mir, aber irgendetwas scheint mit eurer Kommunikation im Argen zu liegen. Zum einen sagst du, du liebst ihn , aber zum anderen merkt man auch, dass du wütend und enttäuscht über ihn bist. habt ihr das geklärt? Fühlst du dich geliebt von ihm? wenn nein, was müsste er ändern? kann und möchte er das ändern?

3. Wie lange ist deine SS her? Kurz nach einer FG kann der Kinderwunsch ganz besonders stark sein.
Aus welchen Gründen wollte bzw will er erst später ein Kind? Sind diese Gründe aus deiner Sicht treffend und nachvollziehbar, so dass du darauf eingehen könntest, oder nicht? Könnt ihr einen Kompromiss schließen bezüglich des Zeitpunktes? Oder hast du das Gefühl, er hält dich nur hin?

4. Ich kann aus deinem Beitrag keine Gründe erkennen, warum du die Ex hasst. Sie hat dir nichts schlimmes getan, oder? Es hört sich eher so an, als wäre da eine extreme Eifersucht und Neid auf sie oder das Kind. Da würde ich eher vermuten, dass bei dir ein Selbstwertproblem dahinter steckt (5.Rad am Wagen usw), und dass eher das es wäre, woran du arbeiten musst.

Ich kann dir nur ein paar Anregungen geben, ob sie dir nutzen, weiß ich nicht. Aber ich wünsche dir, dass du dein Knäuel aus Gefühlen irgendwie lösen kannst und wieder mit Freude in dein leben blickst, egal wie die Lösung für dich aussieht.

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