Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Muss es mir gerad von der Seele schreiben: meine Mutter! (lang)

Muss es mir gerad von der Seele schreiben: meine Mutter! (lang)

3. März 2011 um 20:54

Ihr Lieben,

mich bedrückt das gerad so sehr, dass ich es niederschreiben muss, weil ich mit keinem drüber reden kann, weil es mir unangenehm ist, mir weh tut und vieles mehr!

Also ich wurde damals mit 15 von meiner Mutter wg. einem neuem Mann aus der Wohnung geschmissen. Jahrelang kein Kontakt, dann Kontakt und sie kam immer nur an, wenn sie Geld brauchte, das brauchte sie monatlich und ich gab es ihr, obwohl ich noch in der Ausbildung war. Dann wieder kaum Kontakt und jetzt seit der Kinderwunschgeschichte, Unfruchtbarkeit und künstlichen Befruchtung lief der Kontakt relativ gut und ich ließ es das erste mal seit Jahren wieder zu. In der Schwangerschaft bisher habe ich sehr endlich ihre Nähe genossen...sie hat sich so ins Zeug gelegt, ich war sehr glücklich, weil ich sonst niemanden aus der Familie habe, alle hassen sich.

Nun vor vier Wochen hatte meine Mutter wieder einen Hypertonieanfall, so schlimm, dass sie wieder ins Krankenhaus kam. Dann wurde sie entlassen. Zwei Tage später war sie wieder in der Klinik, diesmal wg. angeblichen Panikattacken.

Nun liegt sie dort seit guten drei Wochen auf der Psychiatrischen. Ich verstehe nicht warum, sie kann niemanden einen Grund nennen und bemitleidet sich die ganze Zeit selbst! Ich kann kaum mit ihr sprechen, weil ich mich nun wieder alleine gelassen fühle, nicht verstehe, was ihr Problem ist und einfach der Meinung bin, dass sie (wie schon immer) alles dramatisiert. Eben schreibt sie mir, ich soll doch mal Panikattacken und Verlustängste googlen. Nein, werde ich ganz sicher nicht. Ich bin hochschwanger, habe eine absolute Problemschwangerschaft (Blutungen bis zur 16 ssw, es wurde immer gesagt, mindestens ein Zwilling stirbt, dann 24plus0 nur noch 13 mm GMH und Wehen, Plexuszysten und nun wächst unsere Hanna scheinbar nicht mehr) und ich kann mich doch jetzt nicht auch noch darum kümmern.

Ich hatte mich so gefreut, sie bei der Geburt um mich herum zu haben gleich danach, sie wollte danach wenigstens eine Woche bei mir einziehen zur Hilfe und das alles wird nun scheinbar nicht mehr gehen und ich bin so enttäuscht von ihr, weil mir das Verständnis fehlt. Sie redet auch nur noch über sich...

Ich war sie noch nicht einmal besuchen, Krankenhaus ist eine Stunde mit Auto entfernt und ich habe Bettruhe, am Wochenende möchte ich einmal hin, um das zu sehen...weil ich es nicht begreifen kann!Ich komme nicht mehr zur Ruhe und schwanke zwischen Tränen vor Verzweiflung udn Aggressionen

Kennst sowas jemand?

Ich musste das loswerden...innerlich schreit es gerad in mir

Grüße

Mehr lesen

3. März 2011 um 21:03


Ich kenne das zum Glück nicht, aber egal was deine Mutter für eine psychische Erkrankung hat ist es wichtig dass du dich auf deine Babys konzentrierst! Denn jetzt ist das Mutterwerden wichtiger als das Tochtersein.
Mag sein, dass deine Mutter dafür kein Verständnis haben wird, wenn sie mit ihrer Krankheit voll beschäftigt ist (wo sie vielleicht nichts dafür kann), Und ich weiß dass du dich nach Hilfe und Zuwendung von deiner Mutter sehnst. Aber deine Mutter wollte jahrelang wegen einem Mann nichts von dir wissen, hat dich vor die Tür gesetzt. Ich glaube nicht dass sie es wert ist, dass du deine Gesundheit und die Gesundheit deiner Babies aufs Spiel setzt, dass du die wertvolle Zeit die du mit deinen Babies haben wirst schmälerst, damit sie statt dich zu entlasten dich noch belastet und vielleicht psychisch runter zieht.

Harte Worte aber so sehe ich das.
Meine Kleine war seit der 33. SSW nicht mehr gewachsen, wurde in der 39.SSW eingeleitet.
Außer dass sie sehr klein und leicht war war sie putzmunter, und hat sehr gut aufgeholt (also man merkt es jetzt nicht mehr).

Ich wünsche dir und deinen Babies Alles Gute und Viel Kraft!

Lg Krawallkaefer1

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2011 um 21:05


Mmm.
Hast du mal über eine Therapie für dich selbst nachgedacht? Wenn du immer noch darauf wartest, von deiner Mutter etwas anderes zu erwarten als das Interesse für sich selbst, dann wirst du wohl vergeblich warten, so wie du schreibst. Ich spreche da ein bisschen aus Erfahrung.
Ich zitiere mal MEINEN Therapeuten:
Sie können Ihre Mutter nicht ändern, nur die Einstellung von Ihnen zu Ihrer Mutter.
Das hat mir persönlich sehr weiter geholfen. Versuche, dich unabhängig zu stellen, das ist auf Dauer die bessere Lösung. Das ist mein Rat an dich.
Ich denke mal, du hast genug eigene Sorgen, als dass du dich um die ihren kümmern solltest!
LG Doro

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2011 um 21:09
In Antwort auf kaye_12274070


Ich kenne das zum Glück nicht, aber egal was deine Mutter für eine psychische Erkrankung hat ist es wichtig dass du dich auf deine Babys konzentrierst! Denn jetzt ist das Mutterwerden wichtiger als das Tochtersein.
Mag sein, dass deine Mutter dafür kein Verständnis haben wird, wenn sie mit ihrer Krankheit voll beschäftigt ist (wo sie vielleicht nichts dafür kann), Und ich weiß dass du dich nach Hilfe und Zuwendung von deiner Mutter sehnst. Aber deine Mutter wollte jahrelang wegen einem Mann nichts von dir wissen, hat dich vor die Tür gesetzt. Ich glaube nicht dass sie es wert ist, dass du deine Gesundheit und die Gesundheit deiner Babies aufs Spiel setzt, dass du die wertvolle Zeit die du mit deinen Babies haben wirst schmälerst, damit sie statt dich zu entlasten dich noch belastet und vielleicht psychisch runter zieht.

Harte Worte aber so sehe ich das.
Meine Kleine war seit der 33. SSW nicht mehr gewachsen, wurde in der 39.SSW eingeleitet.
Außer dass sie sehr klein und leicht war war sie putzmunter, und hat sehr gut aufgeholt (also man merkt es jetzt nicht mehr).

Ich wünsche dir und deinen Babies Alles Gute und Viel Kraft!

Lg Krawallkaefer1

...
Vielen Lieben Dank für deine ehrlichen Antworten.

Mit meinem Schatz kann ich nicht drüber reden, er wird sauer auf sie und sagt auch, dass sie das nach all den Jahren einfach nicht verdient hat, dass ich mich deswegen nach dem harten Weg noch mehr kaputt machen lasse...aber sie ist ja meine Mutter. Meine großen Geschwister haben schon vor 8 Jahren (Scheidung unserer Eltern) den Kontakt komplett abgebrochen, ich schaffe das einfach nicht und fühle mich verantwortlich - als wäre ich die Mutter!

Mir tut das alles auch so weh, irgendwie tat es gut, dass es in den letzten Monaten so schien, als hätte sie ihr Leben ENDLICH im Griff, aber nichts davon ist der Fall. Meine kleine 18-jährige Schwester leidet total darunter, auch um sie kann ich mich aufgrund der Entfernung nicht kümmern Laut Ärzten kann es jederzeit losgehen, da kann ich nicht mehr durch Berlin gurken...

Ich weiß, unsere Zwerge stehen jetzt an Platz 1. Wir brauchen all die Kraft für die letzten Tage/Wochen und ich versuche mich auch ständig von dem Thema zu entfernen, manchmal, so wie gerad, gelingt mir das dann aufeinmal nicht mehr

Wenn ich nur verstehen würde, was ihr Problem ist und ob sie es dramatisiert oder wirklich gerad in einer anderen Welt lebt...Ich kann einfach kein Verständnis für ihre Situation zeigen und fühle mich öfters schuldig deswegen..

Die Ärzte meinten im Übrigen zu mir, sie müssen beide holen, wenn die Püppi nicht weiter wächst und zunimmt! Es müsse wohl jetzt beobachtet werden!

Ich danke dir vielmals für deine Antwort!

Liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2011 um 21:12
In Antwort auf mariam_12088518


Mmm.
Hast du mal über eine Therapie für dich selbst nachgedacht? Wenn du immer noch darauf wartest, von deiner Mutter etwas anderes zu erwarten als das Interesse für sich selbst, dann wirst du wohl vergeblich warten, so wie du schreibst. Ich spreche da ein bisschen aus Erfahrung.
Ich zitiere mal MEINEN Therapeuten:
Sie können Ihre Mutter nicht ändern, nur die Einstellung von Ihnen zu Ihrer Mutter.
Das hat mir persönlich sehr weiter geholfen. Versuche, dich unabhängig zu stellen, das ist auf Dauer die bessere Lösung. Das ist mein Rat an dich.
Ich denke mal, du hast genug eigene Sorgen, als dass du dich um die ihren kümmern solltest!
LG Doro

...
Eine Therapie kommt für mich nicht in Frage, ich habe mal eine begonnen, allerdings wird bis in die Kindheit zurückgegangen, das ist für mich zu viel "aufwühlen", davor habe ich angst und ich möchte das lieber alles soweit wie möglich verdrängen und mich auf meine zukunft konzentrieren, ändern kann ich das Geschehene eh nicht mehr!

Ich habe eher immer das Gefühl, für sie Verantwortung zu haben...als wäre ich die "erwachsenere"....

Danke für deine Antwort..

Liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2011 um 21:21


Hey Pam,

danke für deine ausführliche Antwort und mir ist gleich ein Satz aufgefallen von dir:

-->sie reagiert dann lieber so, dass sie sich einbildet auch etwas zu haben und das gefühl braucht, genauso bemitleidenswert zu sein, wie du.

Genau DAS sind meine Erfahrungen mit ihr und auch anderen ist das schon oft aufgefallen. Zum Beispiel als letztes Jahr rauskam, dass ich unfruchtbar bin, ich die vorbereitenden OPs für die künstliche Befruchtung hatte und da ging ja einiges schief, landete ich im Krankenhaus und sie kam mich besuchen, da saßen wir alle am tisch und sie erzählte, wir schlimm die Schwangerschaften bei ihr waren, sie ja mehrere späte Fehlgeburten hatte (hatte Jahre vorher Drogen genommen, es wird daran gelegen haben) usw....Immer wenn jemand einen Schnupfen hat, hat sie was viel schlimmeres. Das Ding ist, sie wünschte sich seit der Scheidung eigentlich noch ein Kind, kann aber gsd nicht mehr und ich habe auch das Gefühl, dass sie mit meiner Schwangerschaft nicht klar kommt, dass sie "eifersüchtig" ist teilweise, vielleicht nicht mal beabsichtigt, aber schon irgendwie ist es so.

Ich will ja auch nicht egoistisch klingen, nicht nur meine "Leiden" zählen, aber ich sehe das eigentlich auch so, dass ICH als Tochter doch eigentlich im Moment vorne stehen müsste. Die Ärzte wollten sie schon paar mal entlassen, aber dann sagt sie immer, sie schaffe es draußen nicht. Sie hat sich ja selbst eingewiesen quasi...

Ich vermisse meine Mutter, mein Vater, meine Geschwister, meine ganze Familie....ich freue mich sehr, auf meine eigene Familie, die ich jetzt schon habe mit meinem Freund an meiner Seite und unsere zwei Hunden und nun endlich sind wir bald Eltern...Ich glaube auch, dass Abstand im Moment das beste wäre, denn seitdem das mit ihr ist, habe ich ständig Wehen und musste die Woche täglich zum Arzt, mir fällt dieses "abstellen" einfach ziemlich schwer, aber die meiste Zeit klappt es...gerad nach ihrer SMS, ich solle mal googlen konnte ich es irgendwie nicht mehr....Das ist doch wirklich geisteskrank, sowas von einer hochschwangeren zu verlangen, sich solche Texte durchzulesen...

Danke Süße für deine Worte und danke, dass keine Vorwürfe dort drin sind, ich frag mich oft einfach, ob ich zu egoistisch bin, dass ich dieses "psychische" Ding gerad nicht verstehe..ich stelle das nicht mal in Frage, ich denke nur, dass sie übertreibt...mein Gefühl!


Ganz liebe Grüße und euch auch alles Gute!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2011 um 21:28

...
Es geht mir nicht um ihre "hilfe", ich kam schon immer gut ohne sie klar und habe meinen Weg alleine gemacht. Allerdings geht es mir persönlich darum, dass ich der Meinung bin, dass sie wie immer, all Aufmerksamkeit nur auf sich zieht und nur sie wichtig ist. Ich frage täglich per sms wie es ihr geht, was die ärzte sagen etc...sie schreibt dann immer, dass sie wieder nen tief hat etc...nach mir wird aber nicht gefragt, nach ihren Enkeln also auch nicht und DAS enttäuscht mich!

Und ich unterstelle ihr schon, dass sie sich da reinsteigert in ihre Geschichte, für die es angeblich keinen aktuellen Auslöser gab!

Am Anfang bettelte sie mich quasi an, nach der Geburt gleich bei uns sein zu dürfen und eine Woche hier einzuziehen, erst lehnte ich nämlich alles ab, weil ich keine Nähe zulassen wollte, aus angst....die sich nun ja auch bewahrheitet hat....doch zum schluss waren die Gedanken daran, endlich auch eine Mutter an meiner Seite zu haben, so schön, dass ich mich richtig darauf freute und jetzt sagte ich zb, dass sie ja scheinbar dann alles verpassen wird (denn die beiden werden wohl schon sehr bald geholt werden müssen) und sie sagte dann nur: da kann sie jetzt auch nichts gegen machen!

Vielleicht klingt es egoistisch, vielleicht ist es sogar so...Ich finde einfach, dass eine Mutter nicht schwach werden sollte, zumindest nicht so krass, wenn ihre Tochter sie braucht. Sie hatte ja keinen Unfall oder so, sie fühlt sich einfach psychisch überfordert und lehnt jede Hilfe ab und das macht mich wütend, wenn auch unberechtigt!

Es geht mir nicht um ihre Hilfe, ich schaffe das alles so, ich hatte einfach das Gefühl, nun geht es bergauf und nun ist für mich wieder alles kaputt, ich hoffe, ich konnte das gut erklären..richtige Worte zu finden dafür ist sehr schwer!

Und natürlich möchte ich, dass sie gesund wird und ihr es gut geht...deswegen reiße ich mich ihr gegenüber auch sehr zusammen und versuche damit alleine klar zu kommen!

Liebe Grüße und auch danke an dich für deine Antwort!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. März 2011 um 22:13

Hey
ich kann dich gut verstehen. hatte auch jahrelang oder sagen wir mal so lange ich denken kann, so ein psycho ding mt meiner mutter laufen. sie ist psychisch krank und ich war auch immer diejenige, die sich kuemmern musste und habe es mir auch immer gewuenscht, dass sie als mutter sich auch mal um mich kuemmert, vor allem, wo ich dann auch das erste mal schwanger war. natuerlich ist es auch ganz anders gelaufen, obwohl sie mir unterstuetzung zu gesagt hatte.
ich will dir jetzt nicht meine ganze geschichte erzaehlen, das wuerde ausarten, aber was ich gelernt habe, ist, dass es manchmal einfach besser ist keinen kontakt zu haben, vor allem in so einer situation wie du. dieser extra stress ist gar nicht gut. nach all den jahren habe ich inzwischen ein relativ gutes verhaeltnis zu meiner mutter und sie unterstuetzt mich sogar so weit es bei der distanz moeglich ist. sie hatte aber inzwischen auch endlich eine therapie und ist glaub ich auch immer noch in therapie. seit sie damals, auch wegen panickattacken, ins krankenhaus kam und seitdem in therapie ist, ist alles besser geworden. es ist zwar immer noch nicht " ideal", aber das wird es auch nie. man muss seine eigenen erwartungen aendern!!! und was auch wichtig ist, so doll wie du dir wuenschst und sicherlich auch sicher bist, niemals wie deine mutter zu sein, kann das leichter passieren, als wie du denkst, schleichend, man merkt es zunaechst gar nicht, aber das verhaeltnis zu deiner mutter hat dich gepraegt und beeinflusst dich immer. deswegen ist es evtl. eine gute idee, dass du selbst auch eine therapie machst. verdraengen ist gar keine gute loesung, vor allem langfristig betrachtet.
konzentrier dich jetzt erst mal auf dich und deine familie und wenn deine mutter wirklich was hat, dann koennen die im krankenhaus ihr hoffentlich helfen. alles gute!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram